Kiachl

So heißt das Hefegebäck bei uns – Kiachl! Woanders nennt man sie Auszogne, Knieküchle, Kirchweihnudeln oder sogar Krapfen (nein!).

Auf jeden Fall bin ich überzeugt davon, die Kiachlmacherei stirbt aus. Die, wenn denn überhaupt möglich, beim Bäcker gekauften schauen weder so aus wie sie sollen, noch schmecken sie – also eigentlich haben die gar nichts mit Kiachln zu tun! Und ansonsten können nur noch richtig gewiefte Omas Kiachl backen. Omas, die’s im Gefühl haben, die sie schon zig mal gebacken haben und denen die ganze Arbeit und der Fettgeruch nichts ausmacht. In meinem Heimatdorf gibt es eine Kiachlspezialistin, die Grischl Lisl, nur sie kann die allerbesten Kiachl! Alle reißen sich drum und es finden Tauschhandel statt – Gemüse, Fleisch, … gegen Kiachl. Von ihr haben alle das Rezept und ein paar Glückliche durften ihr auch schon über die Schulter schauen, aber keiner kann sie toppen! Das Interesse der Nachfolgegenerationen am Kiachlbacken sinkt leider gegen null.

Meine Oma mach sie auch wie die Grischl Lisl. Sie ist damit nie zufrieden, weil sie einfach nicht hundertprozent so gut schmecken und vor allem nicht so perfekt aussehen. Ein perfektes Kiachl ist schön rund, außen fluffig – mit hellem Ring (vom Ausbacken auf zwei Seiten), ist nicht zu dunkel und hat in der Mitte eine dünne, von beiden Seiten nicht gebräunte (gebackene), Teighaut! Das zu schaffen ist sehr knifflig und hat mit dem Teig, der Ausziehtechnik und der richtigen Temperatur des Fetts zu tun. Als ich in den letzten zu Hause in Bayern war, haben Oma und ich zusammen Kiachl gemacht. Geschmeckt haben sie köstlich, nur halt ausgesehen haben sie nicht ganz perfekt. Meist gelingt es nicht, dass die Teighaut in der Mitte von beiden Seiten hell bleibt, auch der Ring außen kommt nicht immer. Zudem haben wir a bisserl große Oschis gemacht 😉

Gegessen werden sie übrigens nur frisch (man kann sie auch gut einfrieren) und mit Puderzucker bestreut. Meistens zum Nachmittagskaffee. Auf keinen Fall werden sie mit irgendetwas (Marmelade, etc., …) gefüllt.

Auch ich muss mich an der Nase packen. Viel öfter sollte ich Kiachl machen, ausprobieren und üben, bis auch ich sie kann und sie perfekt sind. Wenn’s nicht so ein Gestank allerweil wäre mit dem Ausbacken im Fett… 


Zutaten für ca. 30 Stück:

– 1 kg Mehl
– 125 g Zucker
– 4 Eier
– 100 g Margarine (S: ich würde Butter nehmen)
– 3/4er Würfel Hefe
– 500 mL Milch
– 1 Packerl Vanillezucker (S: natürlich selbstgemacht)
– 1 Spritzer Rum
– 2 Prisen Salz
– etwas abgeriebene Zitronenschale von einer Bio-Zitrone
– wer mag: 1 Hand voll Rosinen (S: unbedingt, am besten in Rum eingeweicht)
– viel Butterschmalz zum Ausbacken

Zubereitung:

Die Zutaten zu einem Teig verkneten, bis dieser seidig und glatt ist und sich gut von der Schüssel löst. Abgedeckt mind. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Teig auf einer gut bemehlten Fläche in ca. 30 gleich große Stücke teilen und diese rasch mit der bemehlten Handfläche zu Kugeln rollen. Kugeln bemehlen und unter Folie oder einem Küchentuch verstecken. Nochmals mind. 30 Min. gehen lassen.

In der Zwischenzeit das Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen. Die ideale Temperatur ist erreicht, wenn man einen Kochlöffel in das Fett hält und Blasen daran aufsteigen.

Ein paar Esslöffel von dem Fett in eine Tasse geben. Abkühlen lassen und die Finger darin eintunken. Nun vorsichtig mit beiden Händen die Teigkugel zu einem Kiachl ausziehen. Am besten den Teig oben halten, so dass er sich dank der Schwerkraft leicht nach unten auszieht und dabei zügig drehen (hier wird es ganz gut gezeigt, wobei auch diese nicht perfekt gelingen – der dünne Teig in der Mitte bleibt nur auf einer Seite hell und das weiße Rändchen entsteht auch nicht… ). Das Kiachl schnell, aber sanft ins heiße Fett gleiten lassen. Mit Hilfe eines Löffels immer wieder mit dem heißen Öl begießen.

Sobald die Unterseite leicht braun ist, mit Gabel und Löffel, vorsichtig umdrehen und ebenfalls von oben mit Öl begießen. Sobald auch die andere Seite leicht braun ist, das Kiachl vorsichtig aus dem Fett heben und auf einem Gitter (stehend) abtropfen lassen.

Mit den anderen Teigkugeln ebenso verfahren. Idealerweise passen 3 Stück in einen Topf. Anfangs ist es nicht schlecht, wenn man zu zweit ist, so kann einer die Kiachl ausziehen und der andere sie im Fett ausbacken. Weden die Kiachl zu schnell braun, die Temperatur herunter drehen!

Kiachl abkühlen lassen, mit Puderzucker bestreuen und einfach genießen!

Mezze-Abend No.2

Ich habe es bestimmt schon zig mal erwähnt. Ich l i e b e Mezze. Es gibt nichts Schöneres als einen Tisch voller verschiedener Schüsselchen, wo man sich überall genüsslich etwas heraus stibitzen kann. Dabei ist alles möglich – Salat, Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte, Mus/Püree, Frittiertes, Brot, … und dies mit orientalischen Aromen, Gewürzen und Kräutern – Minze, Petersilie, Koriander, Kreuzkümmel, Piment, Zimt, Zitrone, Granatapfel, … Einfach fantastisch!

Vor kurzem besuchten uns Herr Schnürschuhs Bruder und dessen Freundin. Die Gelegenheit für mich! Ich nahm mir einen Tag frei und schnippelte, kochte, buk, brutzelte. Welch eine Freude. Ich hoffe die beiden haben die Mezzetafel genauso genossen wie wir!

Hierzu gibt es diesmal einen großen Monsterblogeintrag mit allen Rezepten des Abends. Leider hab ich für einige Gerichte keine Bilder, aber die werden nachgetragen.

Mezzeabend
–       Hummus mit Kawarma
–       Baba Ghanoush
–       Basmati- & Wildreis mit Kichererbsen, Korinthen und Kräutern
–       Orientalischer Salat
–       Marinierte Auberginen
–       Marinierte Möhren
–       Fladenbrot
–       Pistazien Crème brûlée

Mein Standardwerk für Mezze ist das Kochbuch Jerusalem von Ottolenghi. Trend hin oder her, es ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Das ganze Buch ist vollgeklebt mit „Einmerkerln“, es gibt fast kein Gericht, welches ich nicht gern ausprobieren möchte und alle bisher erprobten sind einwandfrei gelungen und haben fantastisch geschmeckt. Es folgt noch eine Liste mit bereits für lecker befunden Gerichten aus dem Buch und eine mit Gerichten, die ich gerne als Nächstes ausprobieren möchte.

Viele tolle Rezepte gibt es natürlich noch bei den Bloggerkollegen im Netz. Zudem besitze ich noch das Kochbuch Veggiestan von Sally Butcher, woraus ich auch schon leckere orientalische Köstlichkeiten gekocht habe (z.B. hier).

Wichtig, für eine tolle Mezzetafel, ist viel, viel Zeit. Für eine Handvoll Schüsselchen braucht man schon mal einen ganzen Tag. Doch es lohnt sich!

Leckere Rezepte aus Jerusalem:
– Na’amas Fattoush
– Würzige Kichererbsen mit buntem Salat
– Salat von geröstetem Blumenkohl mit Haselnüssen (Blogbuster)
– Tabbouleh
– Sabih
– Mejadra
– Couscous mit Tomate & Zwiebel
– Fisch-Kebabs mit Auberginenpüree

Todo Rezepte aus Jerusalem:
– Butternusskürbis mit Tahini- Sauce & Zatar
– Bohnen-Paprika-Salat
– Kohlrabisalat
– Auberginen mit Chermoula, Bulgur & Joghurt
– A’ja (Brotfrikadellen)
– Würziger Möhrensalat
– Falafel
– Auberginensuppe mit Mograbieh (woher krieg ich nur diese großen Couscouskügelchen… )
– Fleischbällchen (muss noch eine Quelle für gutes Lammhackfleisch auftun…)
– Fischfrikadellen in Tomatensoße
– Sfiha oder Lahm Bi’ajeen
– …


Hummus

Es hat ein paar Anläufe gedauert, bis der Hummus so wurde, wie wir es uns vorgestellt haben. Doch dank der Tipps unseres libanesischen Kollegens Mohamad sowie guter Zutaten klappt es inzwischen einwandfrei. Die Zubereitung ist zwar ein bisserl (!) aufwändig, aber es lohnt sich! Das Zeug schmeckt so so so gut, einfach zum reinlegen!

Das Grundrezept lieferte uns Ottolenghi (Jerusalem). Ich modifiziere es nur leicht ab, indem weniger Knoblauch verwende und diesen vorher anbrate, da ich rohen Knoblauch nicht so gut vertrage. Außerdem benutze ich etwas weniger Tahini und meist braucht es mehr eiskaltes Wasser und Zitronensaft als angegeben – das mache ich einfach nach Gefühl, bis Konsistenz und Geschmack perfekt cremig sind.

Laut meines Kollegen darf man auf keinen Fall Kichererbsen aus der Dose nehmen und noch wichtiger ist es die Kichererbsen zu schälen. Seine Mutter benutzt dafür einfach eine flotte Lotte – schälen und pürieren gleichzeitig. Haben wir leider nicht. Das heißt ich setze mich nach dem Kochen der Kichererbsen mit der großen Schüssel an den Esszimmertisch und häute jede Kichererbse einzeln – eine Heidenarbeit! Wichtig dabei: die Kichererbsen nicht zu lange kochen, dann sind sie total zermatscht und das Häuten ein Drama! Ob ich mir vielleicht doch eines Tage so eine flotte Lotte zulegen soll? Eigentlich hab ich ja Kücheninstrumentekaufverbot… Doch bevor ich mir so etwas zulege, muss ich sowieso erst mal testen, ob das hinhaut.

Für das eiskalte Wasser nehme ich ein Glas Wasser und friere es ein, bevor ich beginne die Kichererbsen zu kochen. So ist es wunderbar, wenn ich beim Pürierschritt angelangt bin.

Gute Kichererbsen und das beste Tahini bekomme ich von Rapunzel.

Zutaten für 6 Personen:

– 250 g Kichererbsen, getrocknet
– 1 TL Backnatron
– 270 g helles Tahini (S: weniger)
– 4 EL Zitronensaft
– 4 Knoblauchzehen (S: 1 Zehe)
– 1½ TL Salz
– 100 mL eiskaltes Wasser (S: nach Bedarf, meistens mehr)
– Öl

Zubereitung:

Die Kichererbsen am Tag zuvor mit reichlich Wasser (doppelte Menge) bedecken und über Nacht einweichen. Am nächsten Tag abgießen, abtropfen lassen und mit dem Natron in einen Topf geben. Bei starker Hitze ca. 3 Min. unter Rühren erhitzen. Mit 1.5 L Wasser auffüllen, zum Kochen bringen und abschäumen. Weich (so dass man sie einfach zwischen den Fingern zerdrücken kann), aber nicht zu weich (Matsch) kochen – das dauert je nach Sorte/Alter zwischen 20 und 40 Min.

In der Zwischenzeit den Knoblauch schälen, fein schneiden und in etwas Öl sanft anbraten.

Kichererbsen abgießen und häuten. Anschließend zusammen mit Tahini, Knoblauch, Zitronensaft, Salz und dem eiskalten Wasser pürieren, bis eine glatte, cremige Paste entstanden ist. Abschmecken, abdecken und mind. 30 Min. ruhen lassen. Vor dem Servieren mit etwas Olivenöl beträufeln.

Hummus


Kawarma

Meine Liebe zu Lamm hält sich in Grenzen. Denn habe ich kein ordentliches Stück Fleisch, kann ich es einfach nicht essen. Soll es doch nicht „bockeln“! In Luzern kaufe ich Lammfleisch nur noch bei Holzenfleisch. Ein Stand von Holzenfleisch findet sich jeden Samstag auf dem Luzerner Markt. Für Spezialwünsche (z.B. Schweinebraten) kann man auch vorbestellen.

Kawarma muss ordentlich lange mariniert werden und wird dann nach dem Anbraten auf Hummus serviert. Es begleitet uns fast immer, meist als einziges Fleischgericht, wenn wir Mezze machen.

Zutaten für 6 Personen:

Fleisch
– 300 g Lammnacken (S: mageres Stück vom Lamm)
– 1 EL Butter oder Ghee
– 1 TL Olivenöl

Marinade
– ¼ TL gemahlener schwarzer Pfeffer
– ¼ TL gemahlener weißer Pfeffer
– 1 TL gemahlener Piment
– ½ TL Zimt
– 1 kräftige Prise frisch geriebene Muskatnuss
– 1 TL getrockenete Za’atar- oder Oreganoblätter, zerrieben (S: Oregano)
– 1 EL Weißweinessig
– 1 EL gehackte Minze
– 1 EL gehackte Petersilie
– 1 TL Salz

Zubereitung:

Lammfleisch in kleine Stücke schneiden. Alle Zutaten für die Marinade und das Fleisch in eine Schüssel geben, gut vermengen und zugedeckt im Kühlschrank mind. 30 Min. durchziehen lassen (S: länger oder über Nacht).

Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Butter oder Ghee und Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze heiß werden lassen. Das Fleisch portionsweise 2 Min. braten. Es sollte in der Mitte noch leicht rosa sein. Auf Hummus servieren.

Hummus mit Kawarma


Orientalischer Salat

Den Salat mache ich, je nach Zutaten die ich gerade parat habe. Nicht fehlen dürfen jedoch frische Kräuter, wie Minze, Koriander und Petersilie! Perfekt ist er mit Granatapfelkernen.

Zutaten für 4 Personen:

– 1 Nostrano Gurke
– 1 Paprika
– eine gute Handvoll Cocktail- oder Datteltomaten
– eine Handvoll Radieserl
– 1 rote Zwiebel
– 1 kleine Chili
– ½ Granatapfel
– 1 EL gehackte Minze
– 1 EL gehacktes Korinadergrün
– 1 EL gehackte Petersilie
– Salz, Pfeffer
– Olivenöl
– Zitronen- oder Limettensaft
– 1 Prise Zucker

Zubereitung:

Gemüse putzen. Gurke, Paprika und Zwiebel in mittelgroße Würfel schneiden. Tomaten halbieren oder vierteln. Radieserl halbieren und in Scheiben schneiden. Chili fein hacken. Granatapfelkerne auslösen. Alles zusammen mit den frisch gehackten Kräutern in eine Schüssel geben und mit etwas Zitronen- oder Limettensaft, Salz, Pfeffer, Zucker und Olivenöl abschmecken.


Baba Ghanoush

Der Auberginendip ist auch so etwas Köstliches! Hmmmm! Leider, leider habe ich nicht die Möglichkeit die Auberginen zu grillen. So bekämen sie noch ein schönes Raucharoma. Aber bald, bald werden wir einen Balkon haben und dann werde ich Auberginen grillen was das Zeug hält!

Das Rezept ist ebenfalls aus Ottolenghis Jerusalem. Allerdings habe ich noch etwas Tahini reingemogelt. Es scheiden sich ja die Geister, ob das Sesammus da nun reingehört oder nicht. Ich mag es jedoch, wird das Baba Ghanoush dadurch noch cremiger. Laut Mohamad kommt auch Tahini rein.

Zutaten für 4 Personen:

– 4 große Auberginen
– 2 Knoblauchzehen, zerdrückt (S: 1 Zehe)
– abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
– 2 EL Zitronensaft
– 5 EL Olivenöl
– 2 EL hackte Petersilie
– 2 EL Minze
– ½ Granatapfel
– 1-2 EL Tahini
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Auberginen von allen Seiten mit einem Messer einstechen. Auf das Backblech legen und unter dem Backofengrill mind. 1 Stunde brutzeln lassen, bis sie aufplatzen und zerfallen. Dabei alle 20 Min. wenden. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit den Knoblauch schälen, fein schneiden und in etwas Öl sanft anbraten. Beiseite stellen.

Auberginen aufschneiden und mit Hilfe eines Löffels das Fruchtfleisch herausschaben. In einen Sieb geben und mind. 1 Stunde abtropfen lassen. Anschließend in eine große Schüssel geben und mit Knoblauch, Zitronensaft, -schale (ein wenig für die Garnitur aufheben), Tahini und Olivenöl vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mind. 1 Stunde bei Zimmertemperatur durchziehen lassen.

Kurz vor dem Servieren die frisch gehackten Kräuter unterziehen, nochmals abschmecken und mit etwas Zitronenschale und den Granatapfelkernen garnieren.


Basmati- & Wildreis mit Kichererbsen, Korinthen und Kräutern

Den Reis gab es auch schön öfter im Hause Schnürschuh. Meist als Einzelgericht mit Salat. Eine schöne Kombination, vor allem mit den Röstzwiebeln! Ebenfalls aus Ottolenghis Jerusalem.

Zutaten für 6 Personen:

– 50 g Wildreis
– 2½ EL Olivenöl
– 220 g Basmatireis
– 330 mL kochendes Wasser
– 2 TL Kreuzkümmelsamen
– 1½ TL Currypulver
– 240 g gegarte Kichererbsen (S: geschält)
– 180 mL SonnenbluDimenöl (S: Rapsöl)
– 1 mittelgroße Zwiebel
– ½ TL Mehl
– 100 g Korinthen (S: Rosinen)
– 2 EL gehackte Petersilie
– 1 EL gehacktes Koriandergrün
– 1 EL gehackter Dill
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Wildreis in einem kleinen Topf mit reichlich Wasser bedecken, zum Kochen bringen und etwa 40 Min. köcheln lassen, bis die Körner gar, aber noch bissfest sind. Abgießen und zur Seite stellen.

1 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen. Den Basmatireis mit ¼ TL Salz unter Rühren darin anschwitzen. Das kochende Wasser angießen und den Reis zugedeckt ca. 15 Min. bei sehr geringer Hitze garen. Topf vom Herd ziehen, Deckel abnehmen, den Topf mit einem Geschirrtuch abdecken und den Deckel wieder auflegen. 10 Min. ruhen lassen.

Restliches Öl in einem kleinen Topf erhitzen. Kreuzkümmel sowie Currypulver einige Sekunden darin anschwitzen und sofort die Kichererbsen mit ¼ TL Salz hinzufügen. 1-2 Min. unter Rühren erwärmen, dann in eine große Schüssel füllen.

Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Den Topf mit Küchenpapier ausreiben, Sonnenblumenöl (S: Rapsöl) hineinfüllen und bei starker Hitze heiß werden lassen. Das Öl ist richtig temperiert, wenn an einem eingetauchten Zahnstocher Bläschen hochsteigen. Die Zwiebelringe in Mehl wenden, bis sie damit überzogen sind und portionsweise im heißen Öl 2-3 Min. goldbraun frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Salz bestreuen.

Den Reis mit den Kichererbsen, Korinthen (S: Rosinen), Kräutern und Zwiebelringen mischen, noch einmal abschmecken und warm oder bei Zimmertemperatur servieren.


Marinierte Auberginen

Neben Hummus gehört dieses Gericht zu meinen absoluten Favoriten. Aus den „einfachen“ Auberginen wird etwas richtig leckeres. Wichtig dabei ist es, die Marinade rechtzeitig vorzubereiten, so dass die Auberginen, direkt aus dem Ofen kommend, damit vermengt werden können. Gut durchgezogen dann ein Genuss! Gefunden habe ich das Rezept bei delicious days. Nicky hat es, weil das ja klar ist, etwas adaptiert von Ottolenghi (The Cookbook).

Zutaten für 4 Personen:

Auberginen
– 2-3 Auberginen
– Olivenöl
– Meersalz
– frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Marinade
– 5 EL Olivenöl
– 5 EL Zitronensaft
– 1 kleiner Chili
– 3-4 EL Kräuter (S: Minze, Koriander, Petersilie)
– 1-2 Knoblauchzehen
– Meersalz
– frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Enden der Auberginen abschneiden und diese quer in 2 gleich große Hälften teilen. Die Hälften der Länge nach halbieren und jedes Stück in sechs bis acht Spalten schneiden. Am Ende sollen alle Spalten ungefähr gleich groß sein.

Die Spalten mit Olivenöl einpinseln, mit der Hautseite nach unten auf das Backblech setzen und mit Salz und Pfeffer würzen. Im Backofen 20-25 Min. backen, bis die Ecken anfangen zu bräunen und die Spalten weich sind.

In der Zwischenzeit die Marinade vorbereiten. Chili putzen, Kerne bei Bedarf entfernen und fein schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken (S: vorher angebraten), Kräuter grob hacken. Alle Zutaten für die Marinade in einer Schüssel vermischen. Beiseite stellen.

Sobald die Auberginen fertig sind, aus dem Ofen holen und sogleich vorsichtig mit der Marinade vermengen. Gut durchziehen lassen, am besten über Nacht.

Marinierte Auberginen


Marinierte Möhren

Den orientalischen Möhrensalat habe ich beim Trüffelschwein gefunden. Ideal, wenn es junge Karotten gibt. Hier gilt auch – die warmen Möhren mit der Marinade vermengen und gut durchziehen lassen. Köstlich!

Zutaten für 4 Personen:

– 500 g Bundkarotten
– 1 Knoblauchzehe
– 2 EL Rotweinweinessig
– 2 EL Olivenöl
– 1 TL Harissa
– 1 TL Kreuzkümmelpulver
– ¾ TL Salz
– 1 EL schwarze Sesamsamen

Zubereitung:

Karotten putzen, Grün entfernen, anschließend längs halbieren. In Salzwasser ca. 2 Minuten blanchieren. Abgießen und abtropfen lassen. Knoblauch (S: vorher angebraten) fein hacken und mit den restlichen Zutaten vermengen. Sofort mit den Möhren mischen. Mind. 20 Minuten ziehen lassen.

Zum Servieren Karotten anrichten und mit Sesamsamen bestreuen.


Fladenbrot

Dieses Fladenbrot habe ich schon unzählige Male gemacht. Es klappt immer, geht super fix und lässt sich wunderbar einfrieren. Ich mache für Herrn Schnürschuh und mich meist das halbe Rezept, das reicht uns locker. Danke Jessica von berliner küche für dieses klasse Rezept!

Zutaten für 1 großes Laib:

– 450 g Mehl
– 300 ml Wasser (lauwarm)
– 20 g frische Hefe
– 1 TL Zucker
– 1 TL Salz
– Olivenöl
– Sesam
– Schwarzkümmel

Zubereitung:

Die Hefe mit dem Zucker im lauwarmen Wasser auflösen und anschließend mit dem Mehl und dem Salz zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig mindestens eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen (gerne auch länger). Wenn er seine Größe etwa verdoppelt hat, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, mit Mehl bestäuben und vorsichtig in Form bringen. Mit dem Finger ein paar Vertiefungen in den Teig drücken und noch einmal für 30 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 230°C vorheizen. Das Fladenbrot mit Olivenöl bepinseln und mit Schwarzkümmel sowie Sesam bestreuen. Nun für 10 bis 15 Minuten backen, bis es von außen goldbraun ist.

Fladenbrot


Pistazien Crème brûlée

Als Dessert gab es Crème brûlée mit Pistazien und Kardamom für die orientalische Note. Gefunden bei Britta von Kamafoodra, die es wiederum hier entdeckt hat.

Der Klassiker geht immer und schmeckt immer. Mir war es eine Note zu süß, nächstes Mal würde ich weniger Zucker nehmen – wie bei meiner klassischen Crème brûlée. Auch bei der Zubereitung habe ich mich an dieses Rezept gehalten.

Zutaten für 6 Personen:

– 80 g Zucker (S: künftig weniger)
– 50 g Pistazien, geschält und ungesalzen
– 4 Eigelb
– 250 ml Vollmilch
– 250 ml Sahne
– 1 Vanilleschote
– einige Tropfen Bittermandelöl (S: 1 Prise Kardamom)
– etwas Zucker zum Karamellisieren

Zubereitung:
Backofen auf 120 °C (Umluft) vorheizen. Backblech mit einem Backpapier auslegen. Die Crème Brûlée Förmchen darauf stellen. 1-1.5 L Wasser zum Kochen bringen.

Die Pistazien im Mixer fein mahlen.

Milch und Sahne in einen Topf geben. Vanilleschote auskratzen und Mark sowie Schote in die Sahne-Milch-Mischung geben. Das Ganze einmal aufkochen und mit einer Prise Kardamom verfeinern.

In der Zwischenzeit die Eigelbe in eine Schüssel geben und mit dem Zucker zu einer hellen Masse aufschlagen. Pistazien in die Masse einrühren. Die Sahne-Milch-Mischung durch einen Sieb langsam in die Eigelb-Pistazien-Masse rühren. Dabei aufpassen, dass sich keine Blasen bilden.

Die Crème in die Förmchen füllen und das Blech vorsichtig in den vorgeheizten Backofen balancieren. Soviel von dem heißen Wasser ins Blech gießen bis die Förmchen zur Hälfte im Wasser stehen. 25-30 Min. garen.

Blech aus dem Ofen nehmen, die Förmchen vorsichtig aus dem heißen Wasser nehmen und abkühlen lassen (bzw. über Nacht im Kühlschrank aufbewahren). Zum Abschluss die Crème mit braunem Zucker bestreuen und mit dem Bunsenbrenner hellbraun karamellisieren.

Jüdischer Apfelkuchen

Wochenende = Kuchen backen! Ich kann es einfach nicht lassen, auch wenn uns beiden ein Kuchen eigentlich zu viel ist und ich ihn dann meistens in die Arbeit mitnehme…

Ich habe mich für einen Apfelkuchen entschieden und mich erst mal auf die Suche gemacht, was ich nach dem und dem und diesen denn als nächstes machen könnte.

Zunächst wollte ich einen ganz normalen gedeckten Apfelkuchen machen. Dann bin ich aber auf das Rezept von smitten kitchen gestoßen. Und immer, wenn ich „sehr saftig“ (unbelievably moist“) lese, überkommt es mich… Es handelt sich um einen jüdischen Apfelkuchen. Warum genau weiß ich auch nicht? Die einzige Information die ich dazu fand ist diese hier: „Ein Apfelkuchen, der mit Öl zubereitet wird, ist an Chanukka außergewöhnlich beliebt, weil das Öl das Wunder dieses Tages symbolisiert.“

Die Zutaten waren kein Problem, die Zubereitung auch nicht. Schmecken tut er sehr gut, a bisserl süß vielleicht, daher würde ich nächstes Mal 200 g statt 250 g Zucker nehmen. Heute haben wir die letzten Stücke verspeist – immer noch 1A!

Die Menge habe ich um 1/3 reduziert, da ich so eine große „Tube Cake Pan“ gar nicht habe. Vielleicht entspricht diese einer 24er Bundform? Die 2/3 Menge hat auf jeden Fall wunderbar in meine 26er Springform mit Rohrboden gepasst!

Fürs nächste Mal muss ich mich auf die Suche nach einem Rezept für den ultimativen gedeckten Apfelkuchen machen… Tipps?

Zutaten:

– 4 saure Äpfel (S: Topaz)
– ½ EL Zimt
– 3 EL Zucker (S: Muscovado-Zucker)
– 1 Handvoll gehackte Walnüsse (S: Haselnüsse)
– 220 g Mehl
– 1 TL Backpulver
– ½ TL Salz
– 150 g Pflanzenöl (S: Rapsöl)
– 250 g Zucker (S: a bisserl zu viel, besser wären 200 g)
– 50 mL Orangensaft
– ½ TL Vanillepulver
– 3 Eier

Zubereitung:

Äpfel schälen, würfeln, in eine Schüssel geben und mit Zimt und Zucker bestreuen. Nüsse dazugeben und durchziehen lassen.

Form gut fetten und mit Mehl bestäuben. Ofen auf 180 °C vorheizen.
Mehl, Backpulver und Salz in eine Schüssel geben.

Pflanzenöl, Zucker, Orangensaft und Vanillepulver in eine Rührschüssel geben und gut miteinander verrühren. Die Eier einzeln zugeben und gut unterrühren.

Zuletzt die trockenen Zutaten zu der feuchten Masse geben. Nur solange Rühren, bis das Mehl komplett eingerührt ist. Die Hälfte der Masse in die Form füllen. Eine Hälfte Äpfel zugeben. Den restlichen Teig darüber geben und mit den übrigen Äpfeln abschließen.

In den Backofen schieben und ca. 1 h backen. Sobald der Kuchen guuuut zu duften beginnt die Stäbchenprobe machen.

Herausholen, abkühlen lassen, vorsichtig aus der Form holen, mit Puderzucker bestäuben und mit einer Tasse Tee oder Kaffee genießen.

Jüdischer Apfelkuchen

Zitronen-Mohn-Kuchen

Die Kombination Zitrone und Mohn soll sehr gut sein. Perfekt für mich! Ich liebe Beides! Es gibt zahlreiche Rezepte zu Zitronen-Mohn-Kuchen im Netz. Zum Beispiel dieses hier von Smittenkitchen. Oder dieses von Joy of Baking, was auch Paule von Paules ki(t)chen schon ausprobiert und sehr gelobt hat. Hin- und hergerissen war ich! Doch zu den 9 (!) Eiern der Variante 1 konnte ich mich einfach nicht überwinden! 9 Eier! Ist das nicht ein bisschen arg viel? Übertreibe ich?

Ich habe nun Variante 2 gemacht.
Die unten aufgelisteten Zutaten sind aus dem Rezept von Joy of Baking. Die hurtige Zubereitung ist die nach Paule! Herr Schnürschuh war begeistert – bei langem Rühren mit der Küchenmaschine brodelt er immer ’rum – so ging’s in wenigen Minuten.

Aber, nur 2.5 EL Mohn? Wo ich ihn doch so gern mag! Das ist mir ein bisschen wenig vorgekommen. Daher habe ich ca. 60 g gemahlenen Weißmohn genommen, der Weiße versteckt sich so schön hinter der Zitrone 😉 Insgesamt ein sehr guter Kuchen. Der Zitronensirup ist lecker! Von mir aus könnte da ruhig noch mehr rein! Nächstes Mal würde ich den Saft von mind. 2 Zitronen nehmen.

Ich habe nur eine 30er Kastenform. Besser geeignet für das Rezept wäre jedoch eine kleinere Form, dann wird der Kuchen höher und sieht hübscher aus.

Zutaten:

Teig
– 60 mL Milch
– 3 große Eier (S: 4 kleine Eier)
– 1 TL Vanilleextrakt (S: ½ TL Vanillepulver)
– 200 g Mehl
– 1 TL Backpulver
– ¼ TL Salz
– 2.5 EL Mohn (S: 60 g gemahlener Weißmohn)
– abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
– 150 g Zucker (S: Muscovado-Zucker)
– 170 g Butter, zimmerwarm (S: 180 g Butter)

Sirup
– 3 EL Zitronensaft (S: Saft von 1.5 Zitronen, ca. 60 mL)
– 50 g Zucker (S: Muscovado-Zucker)

Zubereitung:

Kastenform buttern und mehlen. Ofen auf 180 °C vorheizen.

Milch, Eier und Vanille in eine Schüssel geben und mit der Gabel schön miteinander verquirlen.

Mehl, Backpulver, Salz, Mohn, Zitronenschale und Zucker in eine Rührschüssel geben und alles gut vermengen. Die weiche Butter und die Hälfte der Eiermilch zugeben und mit der Rührmaschine auf niedriger Stufe 1 Min. rühren, dann auf mittlerer Stufe eine weitere Minute rühren. Die Hälfte der restlichen Eiermilch zugeben und ½ Min. rühren, schließlich den letzten Rest Eiermilch in einer weiteren ½ Min. unterrühren.

Die Masse in die vorbereitete Form füllen, glatt streichen und auf die mittlere Schiene in den Backofen schieben. 45-50 Min. backen.

Während der letzten paar Minuten, die der Kuchen im Backofen ist, den Sirup herstellen. Dafür einfach Zucker und Zitronensaft in einen kleinen Topf geben und aufkochen. Rühren, bis sich der Zucker komplett gelöst hat. Vom Herd ziehen.

Den fertiggebackenen Kuchen etwas auskühlen lassen, dann mit einem dünnen Holzstäbchen von oben ordentlich taktieren, so dass er viele Löcher bekommt, wo später der Sirup reinfließen kann. Aus der Form lösen und von unten ebenfalls löchern. ¼ des Sirups in die Kastenform gießen und den Kuchen wieder hineinsetzten. Den restlichen Sirup über den Kuchen gießen. In der Form abkühlen lassen und (wer es aushält – wir nicht) über Nacht durchziehen lassen.

Müsliriegel

Eigentlich wollte ich gestern Granola machen. Dann aber bin ich auf die Müsliriegel aus meiner neuen Errungenschaft, dem Buch Geschenkideen aus der Küche von Nicole Stich, aufmerksam geworden und habe mir diese in den Kopf gesetzt. Da ich nicht genau die gleichen Zutaten da hatte, musste ich ein wenig improvisieren, aber der Zutatenauswahl sind hier sowieso keine Grenzen gesetzt – man darf kreativ sein.

Die Zubereitung ist super einfach, es geht ganz fix und heraus kommen klasse Müsliriegel! Da hatte ich heute gleich ein Mitbringsel für Andrea & Roberto, bei denen wir zum guatemaltekischen Frühstück eingeladen waren. Auf das Urteil bin ich gespannt!

Zutaten:

– 100 g Mandelblättchen (S: verschiedene Nüsse, klein geschnitten)
– 50 g Kokosraspel (S: Kokoschips)
– 75 g kernige Haferflocken
– 50 g Butter
– 50 g dunkelbrauner Roh-Rohrzucker
– 50 g heller Sirup (S: Ahornsirup + Birno + Honig)
– 1 EL Honig
– 1 TL Vanilleextrakt (S: Vanillepulver)
– 50 g Trockenfrüchte (S: Cranberries)
– 1 Prise Meersalz (S: Vanillesalz)
– 50 g Rice Krispies (S: Reiswaffeln, im Gefrierbeutel zerkleinert)

Zubereitung:

Backofen auf 175 °C vorheizen.

Nüsse, Kokosraspel (oder Kokoschips) und Haferflocken auf einem mit Backpapier belegten Backblech ausbreiten und im Backofen ca. 10 Min. leicht Farbe annehmen lassen, dabei immer wieder durchmengen. Achtung, die Kokosraspel bzw. Kokoschips werden sehr schnell braun. Ich habe daher nach ca. 5 Min. auf 150 °C zurückgeschalten. Aus dem Backofen nehmen, in eine große Schüssel geben und abkühlen lassen.

Trockenfrüchte klein schneiden und mit den Rice Krispies (oder zerkleinerten Reiswaffeln) und einer Prise Salz zu der Haferflocken-Nuss-Kokos-Mischung geben.

Butter, Zucker, Sirup, Honig und Vanille in einen Topf geben und aufkochen lassen. So lange rühren, bis sich der Zucker gelöst hat und ein schöner Sirup entstanden ist. Vom Herd ziehen.

Den Sirup zum Rest in die Schüssel geben und alles sehr gut vermengen. Das geht am besten mit den Händen. In eine, mit Backpapier ausgekleidete (das Backpapier soll ein bisschen überstehen), Form der Größe 22 x 30 cm (notfalls in eine 28 cm Springform) geben und richtig fest anpressen (mit dem Handrücken oder etwas Schwerem), so dass alles gut zusammenhält und eine glatte Oberfläche entsteht. Für ca. 20 Min. in den Kühlschrank stellen.

Sobald die Masse schön fest geworden ist, mit Hilfe des Backpapiers aus der Form heben und mit dem Sägemesser in Riegel schneiden.

In einer Dose, an einem kühlen Ort, luftdicht verschlossen, aufbewahren.

Quelle: Geschenkideen aus der Küche von Nicole Stich.

Schichtkuchen mit Walnüssen

Letztes Jahr war die Walnussernte bei Mama Schnürschuh sehr, sehr gut, dementsprechend viele Beutel mit gemahlenen Walnüssen hatte sie in der Gefriertruhe gebunkert. Die sollen nun nach und nach aufgebraucht werden. Natürlich durfte ich auch was mitnehmen in die Schweiz.

Ein Kuchenrezept mit Walnüssen musste her! Hatte da schon ein Rezept im Hinterkopf – gesehen bei der Küchenschabe. Einen hübschen Schichtkuchen mit einer Füllung aus Walnüssen, Schokolade, Zimt und Rosinen.

Typisch für mich, habe ich das Rezept nicht ordentlich gelesen und einfach einen Becher Sauerrahm gekauft. Das waren 180 g… Glücklicherweise waren noch Reste von Frischkäse und griechischem Joghurt im Kühlschrank und ich konnte damit auf die notwendigen 250 g aufstocken ;-). Bis auf die Rosinen, die ich ganz ließ, habe ich alles genau wie Küchenschabes Mitkoch gemacht. Ein einfacher, leckerer Kuchen, der optisch auch noch was hermacht! Bloß a bisserl arg süß war er. Das nächste Mal würde ich die Zuckermenge im Teig und/oder in der Füllung deutlich reduzieren.

Zutaten:

Füllung:
– 100 g Walnüsse
– 4 EL Rosinen
– 1 EL gemahlener Zimt (S: 1 TL)
– 1.5 EL Kakaopulver
– 175 g brauner Zucker

Teig:
– 125 g weiche Butter
– 225 g Zucker
– 1 Messerspitze Vanillemark
– 3 Eier (S: 4 kleine Eier)
– 250 ml Sauerrahm (S: 180 g Sauerrahm, 70 g: Joghurt- und Frischkäse)
– 250 g Mehl
– 2 TL Backpulver
– 1 Prise Salz

Zubereitung:

Zutaten rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen und Raumtemperatur annehmen lassen. Backofen auf 180 °C vorheizen. Springform fetten und mit Mehl bestäuben.

Walnüsse und Rosinen fein hacken (S: Walnüsse gemahlen, Rosinen ganz gelassen) und mit Zimt, Kakaopulver und braunem Zucker vermischen.

Butter, Zucker und Vanillemark schaumig rühren. Nach und nach die Eier zugeben und zu einer homogenen Masse verquirlen. Mehl, Backpulver und Salz in einer separaten Schüssel vermengen und abwechselnd mit dem Sauerrahm unter den Teig heben.

1/3 der Teigmasse in die Form streichen. Die Hälfte der Füllung gleichmäßig darauf streuen. Nächstes Drittel Teig vorsichtig einfüllen und glattstreichen und mit der restlichen Füllung bestreuen. Schließlich das letzte 1/3 Teigmasse einfüllen und glattstreichen. Dabei immer wieder mit der Form kräftig auf die Arbeitsfläche klopfen, damit die entstandene Luft aus den Schichten entweichen kann.

In den Backofen schieben und ca. 60 Min. backen. Stäbchenprobe machen! Auskühlen lassen, aus der Form lösen und mit Puderzucker bestreuen.

Mohntorte

Endlich, endlich kommt die Mohnmühle zum Einsatz, die ich mir von Mama Schnürschuh zu Weihnachten gewünscht habe. Das gute Stück sollte nämlich nicht mit irgendeinem Mohn eingeweiht werden, nein, das sollte unbedingt mit dem guten Waldviertler Mohn aus Österreich passieren! Geduld war gefragt. Mindestens ein Schnürschuh fährt doch hin und wieder mal nach Graz.

Und nun endlich halte ich sie in Händen – 3 Sorten Waldviertler Mohn – Blaumohn, Graumohn und Weißmohn – alles Bio, von Sonnentor!

Heute wurde dann die Mohnmühle eingeweiht! Herr Schnürschuh kurbelte was das Zeug hält und das Ergebnis war perfekt. Lange schon im Voraus habe ich nach einem würdigen Mohnkuchenrezept gesucht und mich dann letzten Endes für die Waldviertler Mohntorte von Sarah Wiener entschieden. Mohn pur, noch ein bisserl Nuss, Rum & Zitrone, natürlich Eier und Butter und sonst nichts. „Torte“, da das gute Stück noch noch mit Johannisbeergelee bestrichen und mit einer Glasur aus Rum und Puderzucker überzogen wird.

Das Ergebnis ist eine fantastische, saftige Mohntorte! Herr Schnürschuh hat heute drei Stücke davon verdrückt…


Zutaten:

Teig
– 200 g weiche Butter
– 60 g Puderzucker
– 6 Eier
– Saft und Schale 1 kleinen Bio-Zitrone
– 2 EL Rum
– 1 gestrichener EL Vanillezucker
– 280 g gequetschter Mohn (S: Blaumohn)
– 120 g gemahlene Haselnüsse (S: Mandeln)
– 135 g Zucker

Füllung & Glasur
– 3-4 EL Johannisbeergelee (S: Beerenmarmelade)
– 125 g Puderzucker
– 2 EL Rum

Zubereitung:

Butter und Puderzucker cremig rühren. Eier trennen und die Eigelbe nach und nach unterrühren, bis die Masse hell und cremig ist. Zitronensaft und –schale, Rum, Vanillezucker, Mohn und Nüsse zugeben und alles gut miteinander verrühren.

Backofen auf 180 °C vorheizen. Eine Springform mit Backpapier auslegen oder mit Butter einpinseln. Eiweiß zu Schnee schlagen, dabei nach und nach den Zucker einrieseln lassen. So lange schlagen, bis die Masse glatt und glänzend ist.

Eischnee vorsichtig unter die Mohnmasse heben, in die Springform füllen und in den Backofen schieben. Ca. 1 Std. backen. Nach 30-40 Min. die Mohntorte mit Alufolie abdecken, da sie sonst zu dunkel wird.

Sobald die Mohntorte fertig gebacken ist, aus dem Ofen holen, kurz abkühlen lassen und aus der Springform lösen. Auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

Anschließend mit Hilfe eines Brotmessers waagrecht halbieren und die untere Hälfte mit dem Johannisbeergelee bestreichen. Obere Hälfte draufsetzen und nochmals dünn mit Gelee bestreichen. Gut antrocknen lassen. Aus Puderzucker und Rum einen dicke Glasur anrühren und die Mohntorte damit überziehen.

Paprika-Kürbis-Suppe

Neues Buch (Meine Küche der Gewürze) die Zweite! Und schon wieder ein Supperl. Irgendwie muss man der Kälte ja trotzen! In Sachen Zutaten und Zubereitung habe ich die Suppe gegenüber dem Schuhbeck-Rezept nur leicht modifiziert. Und was soll man sagen?! Guad war’s!

Zutaten für 4 Personen:

Suppe und Einlage
– 2 rote Paprikaschoten (S: 3 rote Spitzpaprika)
– 600 g Butternuss- oder Muskatkürbis
– 900 mL Hühnerbrühe (S: Gemüsebrühe)
– 100 g Sahne
– 100 mL Kokosmilch
– 1 TL Currypulver
– 1 halbierte Knoblauchzehe
– 1 Splitter Zimtrinde
– ½ ausgekratzte Vanilleschote
– 40 g kalte Butter
– gemahlener Galgant (S: weggelassen)
– mildes Chilipulver (S: ordentlich Cayennepfeffer)
– 1 EL Olivenöl
– 2-3 Stängel Petersilie
– Salz / Chilisalz

Croûtons
– 3 Toastbrotscheiben
– 2 EL Olivenöl
– 1 Knoblauchzehe
– ½ ausgekratzte Vanilleschote

Zubereitung:

Paprika putzen. 1 Paprikahälfte beiseite legen. Den Rest in grobe Würfel schneiden. Kürbis putzen und schälen. Ca. 100 g beiseite legen. Den Rest in grobe Würfel schneiden. Gemüse in einen großen Topf geben, mit 800 mL Brühe begießen, aufkochen und bei niedriger Temperatur ca. 20 Min. weich garen. Currypulver, Sahne und Kokosmilch hinzugeben und mit dem Zauberstab fein pürieren. Anschließend die Suppe durch einen Sieb passieren und zurück in den Topf gießen. Schließlich Knoblauchzehe, Zimtrinde und Vanilleschote zugeben, einige Minuten ziehen lassen und wieder entfernen. Suppe nochmal heiß werden lassen, mit Salz und 1 Prise Galgant (habe ich weggelassen) abschmecken und zuletzt die kalte Butter mit dem Zauberstab untermixen.

Für die Einlage die beiseite gelegte Paprika und den Kürbis in ca. 0.5 cm große Würfel schneiden und in einem kleinen Topf in der restlichen Brühe weichkochen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist. Olivenöl zugeben, mit Chilisalz abschmecken und mit frisch gehackter Petersilie bestreuen.

Für die Croûtons zunächst die Toastbrotrinde entfernen, dann die Scheiben in ca. 0.5 – 1 cm große Würfel schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Weißbrotwürfel darin kross anbraten. Pfanne vom Herd ziehen und die Vanilleschote sowie die in grobe Scheiben geschnittene Knoblauchzehe zugeben. Vanilleschote und Knoblauch nach ein paar Minuten wieder entfernen.

Suppe kurz vor dem Servieren nochmal aufschäumen und in vorgewärmte Teller füllen. Mit den Gemüsewürfeln und den Croûtons garnieren und sogleich servieren.

Marillenkuchen

Katharina von esskultur schreibt: Macht Marillenkuchen!

Das lass ich mir nicht zweimal sagen! Ab zum Markt, Marillen kaufen. Zum Glück hab ich noch welche erwischt, denn es gab nur 2 Stände mit steirischen Marillen, da die Ernte dieses Jahr nicht so gut war. Die wenigen, die es gab, schmeckten aber fantastisch: saftig, nicht mehlig, süß, leichte Säure, aromatisch, mit Biss, perfekt. Beim Rezept habe ich mich komplett an das von Katharina gehalten. Es funktioniert prima und geht rucki-zucki.

Und – sie hat recht! Macht Marillenkuchen – ein Gedicht!

  

Zutaten für 1 Blech:

– ca. 1.5 kg reife Marillen (Aprikosen)(oder Nektarinen oder Pfirsiche)
– 200 g Butter
– 200 g Puderzucker
– 4 Eier
– 200 g Mehl
– 1 (nicht gehäufter) TL Backpulver
– 1 Prise Salz
– 1 EL Vanillezucker
– abgeriebene Schale von ½ Zitrone
– 1 EL Rum

Zubereitung:

Marillen waschen, halbieren und den Kern entfernen. (Nektarinen und Pfirsiche waschen, häuten, halbieren, den Kern entfernen und in Spalten schneiden.)

Backofen auf 180 °C vorheizen. Mehl, Backpulver und Salz vermischen. Butter in einen Topf geben, kurz auf die warme Herdplatte stellen und langsam schmelzen lassen.

Geschmolzene Butter und Puderzucker in eine Schüssel geben und mit dem Zauberstab zu einer homogenen Masse vermixen (Katha meint: nicht homogen ist auch nicht so schlimm). Die Hälfte der Mehlmischung untermixen. Dann ein Ei nach dem anderen untermixen. Vanillezucker, Zitronenschale und Rum zugeben und ebenfalls untermixen. Zuletzt das restliche Mehl untermixen, Zauberstab herausnehmen und nochmal kurz mit dem Teigschaber durchgehen.

Die Masse gleichmäßig auf einem, mit Backpapier belegtem, Backblech ausbreiten. Dabei ist es ganz hilfreich, wenn man mit dem Blech ein paar Mal kräftig auf die Arbeitsplatte klopft! Die Marillen mit der Schnittfläche nach oben (oder die Nektarinenspalten oder die Pfirsichspalten), nah beieinander, auf dem Kuchen verteilen.

In den vorgeheizten Backofen schieben und ca. 45 Min. backen. Abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und servieren.

Crème Brûlée

Neben Tiramisu und Mousse au Chocolat gehört Crème Brûlée zu unseren absoluten Lieblingsnachspeisen. Das Rezept (etwas abgewandelt nach ‚Echte Klassiker, die jeder liebt‘) ist sehr einfach und gelingt immer. Eine Sache ist jedoch essentiell für die ‚gebrannte  Crème‘ – der Bunsenbrenner, dessen Kauf wir noch keinen Tag bereut haben!
Verführt zu diesem herrlichem Dessert wurden wir von Bekannten von Herrn Schnürschuhs Eltern – Gabi & Edi  😉

Zutaten für 2 Crème Brûlée Förmchen:

– 3 Eigelbe
– 24 g Zucker
– 120 g Sahne
– 120 g Milch
– 1 Prise Zimt
– 1 Vanilleschote
– 1 Kardamomkapsel
– brauner Zucker

Zubereitung:

Backofen auf 120 °C (Umluft) vorheizen. Backblech mit einem Backpapier auslegen. Die Crème Brûlée Förmchen darauf stellen. 1-1.5 L Wasser zum Kochen bringen.

Milch und Sahne in einen Topf geben. Vanilleschote auskratzen und Mark sowie Schote in die Sahne-Milch-Mischung geben. Kardamomkapsel andrücken und ebenfalls dazugeben. Das Ganze einmal aufkochen und mit einer kleinen Prise Zimt verfeinern.

In der Zwischenzeit die Eigelbe in eine Schüssel geben und mit dem Zucker verrühren. Die Sahne-Milch-Mischung durch einen Sieb langsam in die Eigelbmasse rühren. Dabei aufpassen, dass sich keine Blasen bilden.

Die fertige Masse in die Förmchen füllen und das Blech vorsichtig in den vorgeheizten Backofen balancieren. Soviel von dem heißen Wasser ins Blech gießen bis die Förmchen zur Hälfte im Wasser stehen. Die Crème 25-30 Min. garen.

Blech aus dem Ofen nehmen, die Förmchen vorsichtig aus dem heißen Wasser nehmen und abkühlen lassen. Zum Abschluss die Crème mit braunem Zucker bestreuen und mit dem Bunsenbrenner hellbraun karamellisieren.