Rehrücken mit Spätzle und Brokkoli

Bevor wir den Frühling einläuten, der vielleicht auch irgendwann dann mal kommt, ein letztes winterliches Fleischgericht – Rehrücken aus den Ingolstädter Feldern und Wäldern! Dazu Spätzle, professionell hergestellt von Herrn Schnürschuh höchstpersönlich und Brokkoli mit Pinienkernen. Äußerst delikat!

  

Zutaten für 2 Personen: 

Rehrücken
– 1 Rehrückenfilet
– ca. 250 mL Wildfond
– 1 Schuss Rotwein
– frischer Thymian
– frischer Rosmarin
– 1 angedrückte Knoblauchzehe
– ½ – 1 TL Preiselbeermarmelade
– 1 kleines Stückchen Zartbitterschokolade
– ½ – 1 TL Stärke
– Salz, Pfeffer

Spätzle
(siehe Mordswaffen)

Außerdem
– 1 Brokkoli
– 1 Handvoll Pinienkerne
– 1 Stückchen Butter
– selbstgemachte Röstzwiebeln (siehe Mordswaffen)
– Fleur de sel

Zubereitung:

Rehrücken rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, so dass er Zimmertemperatur annehmen kann. Backofen auf 100 °C vorheizen. Platte oder Teller in den Backofen stellen, so dass der Rehrücken nach dem Anbraten direkt darauf platziert werden kann. Fleisch von Haut und Sehnen befreien und in einer Pfanne mit ein wenig Öl sowie einem Zweig Rosmarin und Thymian von allen Seiten scharf anbraten. Den Rehrücken in den vorgeheizten Backofen auf die Platte legen und ca. 50 Min. darin garen.

Den Bratensatz mit einem Schuss Rotwein ablöschen, einköcheln lassen und mit dem Wildfond aufgießen. Angedrückte Knoblauchzehe und die Kräuter in den Fond legen und 15 Min. darin ziehen lassen (die Soße sollte nicht köcheln). Kräuter und Knoblauch wieder herausnehmen und die Soße nach Belieben einköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit einem kleinen Stückchen Zartbitterschokolade sowie der Preiselbeermarmelade verfeinern. Stärke in etwas kaltem Wasser auflösen und die Soße damit binden. Vor dem Servieren nochmal aufkochen lassen.

Spätzle und Röstzwiebeln – siehe Mordswaffen & Mordswaffen.

Für das Gemüse den Brokkoli in Röschen teilen und waschen. Ca. 10 Min. im Salzwasser al dente kochen. Abgießen. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und zum Brokkoli geben.

Zuletzt das Fleisch aus dem Backofen holen und in Filets schneiden. Mit Fleur de sel würzen und mit Soße, Spätzle und Röstzwiebeln, Brokkoli mit Pinienkernen sowie einem Klecks Preiselbeermarmelade servieren.

Linsenlasagne

Herr Schnürschuh liebt Linsen.
Frau Schnürschuh liebt auch Linsen.
Wir haben grüne Linsen, schwarze Linsen, rote Linsen, gelbe Linsen, braune Linsen, …
Bisher gab es Linsen meist in zahlreichen Curry-Varianten aus dem weltbesten Buch 660 Curries, dann auch mal als Linsensuppe oder zu Fisch in Form von Essiglinsen (gesehen bei: Man kann’s essen!).

Nun aber wurden sie italienisch verpackt – als Lasagne! Mensch, wieso bin ich da nicht früher drauf gekommen… Das geht so gut und schmeckt noch viel besser! Zum Glück gibt es Micha von grain de sel – salzkorn, die mich zu diesem Rezept inspiriert hat.

Zutaten:

– Öl
– 1 Knoblauchzehe
– 1 mittelgroße Zwiebel
– 2 (leicht) scharfe Peperoni
– 1-2 mittelgroße Karotten
– ¼ Sellerieknolle
– 3-4 halbgetrocknete Tomaten in Öl
– 1 Schuss Rotwein
– 1 Dose gestückelte Tomaten
– 50 g Tellerlinsen (Kochzeit: 30 Min.)
– 25 g rote Linsen (Kochzeit: 8-10 Min.)
– 25 g gelbe Linsen (Kochzeit: 8-10 Min.)
– Thymian
– Oregano
– Rosmarin
– Salz, Pfeffer
– ca. ¼ L Béchamelsoße (siehe Mordswaffen)
– ½ Kugel Mozzarella
– 1 Handvoll frisch geriebener Bergkäse
– Lasagneplatten

Zubereitung:

Zwiebel schälen und würfeln. Knoblauch ebenfalls schälen und fein hacken. Peperoni putzen und fein hacken. Karotte und Sellerie schälen und klein würfeln.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin anbraten. Peperoni, Karotten- und Selleriewürfel sowie die halbgetrockneten Tomaten zugeben und mitbraten. Mit dem Rotwein ablöschen, gestückelte und die Tellerlinsen einrühren. Zugedeckt 20 Min. bei niedriger Temperatur köcheln lassen.

Nach 20 Min. die roten und gelben Linsen, sowie Oregano, Rosmarin und Thymian unterrühren. Weitere 10 Min. bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis die Linsen gar sind.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken und, falls das Ragout zu sehr eingedickt ist, etwas Wasser angießen.

Parallel zum Linsenragout die Béchamelsoße zubereiten (siehe Mordswaffen), den Käse reiben und den Mozzarella in Scheiben schneiden. Backofen auf 200 °C vorheizen.

Nun kann geschichtet werden. Eine Auflaufform mit Olivenöl auspinseln und den Boden mit einer Schicht Linsenragout plus 1-2 EL Béchamelsoße bedecken. Lasagneblätter darauf legen. Eine Weitere Schicht Linsenragout plus 1-2 EL Béchamelsoße einfüllen und mit Lasagneplatten bedecken. Und so weiter und so fort, bis alles verbraucht ist. Die letzte Schicht bildet reine Béchamelsoße. Diese mit den Mozzarellascheiben belegen und dem Käse bestreuen, in den Ofen schieben und ca. 30 Min. backen, bis der Käse goldgelb ist.

Dazu gibt’s Salat.

Kürbispudding mit mariniertem Röstgemüse

Silvester ist schon so lange her und es fehlen noch zwei Rezepte unseres Menüs hier im Blog! Jetzt aber ran an die Buletten bzw. den Kürbispudding. Der war nämlich unser Amuse-Bouche! Dabei habe ich, genau wie beim Dessert, versucht so wenig wie möglich zu machen, so dass die Menge genau für ein „Häppchen“ für Zwei reicht. Dafür habe ich eine Karotte, eine gelbe Rübe, usw. genommen und die Mengen entsprechend angepasst.

Für 4 Personen: 

Kürbispudding
– 150 g Kürbis
– 100 g Kartoffel
– 5 Gelatineblätter
– 2 EL Erdnussöl
– 2 EL Wermut
– Salz, Pfeffer
– Muskat
– gemahlener Koriander

Gemüse
– 100 g Karotte
– 100 g gelbe Rübe
– 100 g Stangensellerie
– ½ Paprika
– 4 Cocktailtomaten
– 1 Frühlingszwiebel
– Olivenöl
– Apfelessig
– frischer Rosmarin und Thymian
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Kürbispudding
Kürbis und Kartoffel schälen, grob würfeln und in Salzwasser ca. 15 Min. weichkochen. Kurz ausdämpfen lassen, pürieren und mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken. Den Wermut in einem kleinen Töpfchen erwärmen und die Gelatine darin auflösen. Erdnussöl darunter rühren und das ganze unter die Kürbis-Kartoffel-Masse ziehen. In mit Öl ausgepinselte Förmchen füllen und mind. 3 Std. kühl stellen.

Mariniertes Röstgemüse
Karotte, gelbe Rübe und Sellerie schälen und in Salzwasser ca. 5 Min. blanchieren. In Eiswasser abschrecken, abkühlen und abtropfen lassen. In schöne kleine Stücke schneiden. Paprika, Frühlingszwiebel und Tomaten putzen und ebenfalls in schöne Stücke schneiden.

Olivenöl in eine Pfanne geben und erhitzen. Das Gemüse darin kurz und scharf anbraten, so dass es etwas Farbe bekommt. Thymian und Rosmarin zugeben, salzen, pfeffern und mit einem Schuss Essig ablöschen. In eine Schüssel überführen, abkühlen lassen und bei Bedarf noch mit Olivenöl und Essig abschmecken.

Zum Anrichten den Pudding auf einen Teller stürzen und mit dem Gemüse garnieren. Wer Lust hast kann noch eine dünne Scheibe geröstetes Brot dazu reichen.

Quelle: Burgenland kocht

Rinderfilet mit Honigglasur im Filoteig, Kartoffel-Pastinaken-Püree, Feldsalat

Wie versprochen, hier kommt Rezept Nummer 1 aus unserem Silvestermenü und zwar das Hauptgericht, welches ich auf Uwes Blog Highfoodality gefunden und leicht abgewandelt habe.

Normalerweise machen wir Rinderfilets immer bei Niedrigtemperatur, doch diesmal wagten wir uns skeptisch an die 10-Min.-Filoteig-Methode mit der Befürchtung es könnte vielleicht nicht auf den Punkt werden, zu blutig, zu durch? Pustekuchen! In diesem Teigpäckchen scheinen 10 Min. genau richtig zu sein. Das Fleisch war perfekt, herrlich rosa.

Als Beilage wollten wir ursprünglich, genau wie Uwe, ein Kartoffel-Süßkartoffel-Püree machen. Da ich aber weit und breit keine Süßkartoffeln gefunden habe, bin ich spontan auf Pastinaken umgestiegen, was auch super gepasst hat.

Rundum ein tolles, stimmiges Hauptgericht, das schnell geht und keine große Vorbereitung braucht.

Zutaten für 2 Personen:

Rinderfilets
– Rapsöl
– 2 Rinderfilet-Medaillons (je ca. 150 g)
– 2 Blätter Filoteig (=Yufkateig)
– 1-2 Schalotten
– 3 EL Butter
– 1 EL Akazienhonig (S: Waldhonig)
– 50 mL trockener Rotwein
– 1 Thymian-Zweigerl
– 1-2 EL Aceto Balsamico di Modena
– Salz, Pfeffer
– 1 Eigelb
– 1 EL Sahne

Kartoffel-Pastinaken-Püree
– 200 g Kartoffeln
– 200 g Pastinaken
– Milch
– Salz, Pfeffer

Feldsalat
– 150 g Feldsalat
– 1 kleine Schalotte
– ½ TL Honig-Senf
– 1 EL Johannisbeer-Himbeer-Saft (S: 1 TL Himbeer-Marmelade)
– 1 EL Aceto Balsamico die Modena
– 2-3 EL Olivenöl

Zubereitung:

Rinderfilets
Rinderfilet rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen und Temperatur annehmen lassen. Backofen auf 200 °C vorheizen.

Für die Zwiebel-Honig-Glasur zunächst die Schalotte(n) schälen und fein hacken. Dann 1 EL Butter in einem kleinen Topf heiß werden lassen und die Zwiebeln darin andünsten. Honig und Thymianzweig zugeben, rühren, bis sich der Honig aufgelöst hat und das Ganze mit dem Rotwein ablöschen. Etwas einköcheln lassen, Aceto Balsamico zugeben und nochmal 5 Min. köcheln lassen. Vom Herd ziehen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Eine Pfanne mit Rapsöl einreiben und die Rinderfilets darin von allen Seiten scharf anbraten. Gleichzeitig 2 EL Butter in einem kleinen Töpfchen schmelzen und das Eigelb in einer Tasse mit der Sahne verquirlen.

Ein Filoteigblatt auf der Arbeitsfläche auslegen und mit der geschmolzenen Butter einpinseln. Rinderfilet in die Mitte setzen, Zwiebel-Honig-Glasur darauf geben und den Rand des Filoteigs mit der Sahne-Eigelb-Mischung bestreichen. Ein Päckchen bauen, gut zusammendrücken und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Genauso Päckchen Nummer 2 basteln. Mit der restlichen Butter die beiden Päckchen außenrum einpinseln.

Backblech in den Backofen schieben und die Rinderfilets 10 Min. darin garen lassen.

Kartoffel-Pastinaken-Püree
Kartoffeln und Pastinaken schälen und in grobe Würfel schneiden. In einen Topf geben, mit Wasser bedecken, salzen und 15-20 Min. weich kochen. Abgießen, ausdampfen lassen und durch die Kartoffelpresse drücken oder mit einer Gabel oder dem Kartoffelstampfer zerdrücken. Etwas Milch in einem Topf erwärmen und nach und nach unter den Kartoffel-Pastinaken-Stampf ziehen, bis das Püree die gewünschte Cremigkeit erreicht hat. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Feldsalat
Feldsalat waschen und schleudern, Zwiebel schälen und fein hacken. In einem kleinen Topf etwas Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Senf, Essig, Saft bzw. Marmelade und Olivenöl zu einem Dressing verrühren, Zwiebeln unterrühren und den Feldsalat damit abmachen.

Die Rinderfilet-Päckchen auf dem Kartoffel-Pastinaken-Püree anrichten und mit dem Feldsalat servieren.

 

Rindersteak mit Safranzwiebeln und Tomaten-Basilikum-Bulgur

Nach elf Monaten ist unsere Zeit in der schönen Stadt Graz beendet. Die Kisten sind gepackt (schlappe 15 an der Zahl) und auf dem Weg nach Luzern. An unserem letzten Sonntag in Graz gab es noch einmal Rindersteaks von unserem Lieblingsmetzger am Hauptplatz, nach einem hervorragendem Rezept von Annemarie Wildeisen.

  

Zutaten für 2 Personen:

Rindersteaks mit Safranzwiebeln
– 2 Rindersteaks
– Salz, Pfeffer
– Öl
– 25 mL Patis oder Pernod (S: Brühe)
– 400 g mittlere Zwiebeln
– 20 g Butter
– 125 mL Weißwein
– 1 Briefchen Safran
– 1 Stückchen unbehandelte Orangenschale
– 3-4 Thymianzweige
– 6 Cocktailtomaten
– 2 EL Olivenöl

Tomaten-Basilikum-Bulgur
– 200 mL Hühnerbrühe (S: Gemüsebrühe)
– 100 g Bulgur
– 1 Knoblauchzehe
– 2 Frühlingszwiebeln
– 200 g Cocktailtomaten
– Salz, Pfeffer
– 1-2 EL Olivenöl
– 2-3 Stängel Basilikum

Zubereitung:

Rindersteaks mit Safranzwiebeln
Rindersteaks rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, so dass sie nicht zu kalt sind. Backofen auf 80 °C vorheizen. Rost in den Backofen schieben und einen Teller darunter stellen, um später den Fleischsaft aufzufangen.

Etwas Öl in eine große Pfanne geben, heiß werden lassen und die Rindersteaks darin scharf von jeder Seite 1-2 Min. anbraten. Auf den Rost legen und im Backofen ca. 50 – 60 Min. garen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen und je nach Größe vierteln oder sechsteln. Den Bratensatz mit Patis oder Pernod auflösen (ich hatte weder Patis, noch Pernod und habe daher den Bratensatz mit Brühe gelöst). In einer weiteren Pfanne oder in einem großen Topf die Butter erhitzen und die Zwiebeln darin anschwitzen. Den gelösten Bratensatz und Weißwein dazugeben und aufkochen. Safran in etwas heißer Kochflüssigkeit auflösen und unterrühren. Zwiebeln mit Salz und Pfeffer würzen, die Orangenschale dazulegen, Thymianblättchen abzupfen und ebenfalls beifügen. Das Ganze zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 25 Min. weich dünsten. Die letzten 10-15 Min. den Deckel abnehmen und die Flüssigkeit auf ca. 100 mL einkochen lassen.

Unmittelbar vor dem Servieren die Ofentemperatur auf 230 °C erhöhen und die Steaks in der aufsteigenden Hitze 4-5 Min. Temperatur annehmen lassen.

Gleichzeitig die Cocktailtomaten halbieren und die Schnittflächen mit Salz und Pfeffer würzen. In einer Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen und die Tomaten mit der Schnittfläche nach unten darin 1-2 Min. anbraten.

Die Safranzwiebeln nochmal kurz aufkochen und das restliche Olivenöl unterrühren. Die angebratenen Cocktailtomaten vorsichtig unterheben und eventuell noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tomaten-Basilikum-Bulgur
Brühe in einem Topf aufkochen und den Bulgur einrühren. Einmal aufkochen lassen, dann den Herd ausschalten und den Bulgur zugedeckt ca. 20 Min. quellen lassen.

Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln putzen und mitsamt dem Grün fein hacken. Cocktailtomaten halbieren oder vierteln und mit Salz und Pfeffer würzen.

Olivenöl in einem weiteren Topf erhitzen, Knoblauch und Frühlingszwiebeln darin anschwitzen. Tomaten zugeben und alles zugedeckt bei niedriger Temperatur ca. 5 Min. dünsten. Beiseite stellen.

Kurz vor dem Servieren die Basilikumblätter abzupfen und hacken. Tomaten und Basilikum unter den Bulgur mischen und alles nochmal schön heiß werden lassen.

Zuletzt die Steaks mit Salz und Pfeffer würzen. Auf vorgewärmten Tellern mit den leuchtend gelben Safranzwiebeln auf dem Tomaten-Basilikum-Bulgur anrichten.

Kartoffelrolle mit Kürbisragout

Ich werde sie ALLE ausprobieren, die Rezepte aus meinem neuen Kochbuch Österreich Vegetarisch von Katharina Seiser und Mainrad Neunkirchner. Hier Rezept Nummer 2 – saisonal, einfach, lecker! Nur a bisserl Zeit braucht es.

Zutaten für 2 Personen:

Teig
– 175 g mehlige Kartoffeln
– 75 g Mehl
– 15 g zerlassene Butter
– 1 Eigelb
– ca. ½ TL Salz
– Muskatnuss

Füllung
– Butter
– 50 g rote Linsen
– 1 kleine Zwiebel
– 1 EL Crème fraîche
– Weißweinessig
– 1-2 Stängel frischen Thymian
– Salz, Pfeffer

Kürbisragout
– Butter
– 300 g Kürbis
– 125-250 mL Gemüsebrühe
– 1 Prise gemahlener Kümmel
– Salz, Pfeffer
– frischer Oregano

Zubereitung:

Wasser aufsetzen, zum Kochen bringen, Kartoffeln darin weichkochen, ausdampfen lassen und schälen. Die Kartoffeln am besten am Vortag kochen! Anschließend durch die Kartoffelpresse drücken und mit Mehl, Butter, Eigelb und den Gewürzen zu einer homogenen Masse verkneten. Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und ca. 30 Min. im Kühlschrank ruhen lassen.

Für die Füllung die Linsen in sprudelnd kochendem Wasser 3-5 Min. bissfest kochen, abgießen und gut abtropfen lassen. Zwiebel schälen und fein hacken. Butter in einem kleinen Topf schmelzen, Zwiebeln zugeben und glasig dünsten. Linsen unterrühren, kurz mitbraten, dann den Topf vom Herd ziehen. Das Ganze mit Crème fraîche, einem Spritzer Weißweinessig, Salz, Pfeffer und abgezupften Thymianblättchen abschmecken.

Kartoffelmasse auf bemehlter Arbeitsfläche messerrückendick auswoakln, mit der Füllung bestreichen und von unten nach oben eng aufrollen. Die Rolle zuerst in Frischhaltefolie, dann in Alufolie wickeln – beides gut verschließen. Erneut einen großen Topf mit Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Die Kartoffelrolle in das Wasser legen und ca. 20 Min. bei niedriger Temperatur simmern lassen. Zwischendurch 1-2 Mal wenden. Aus dem Wasser holen und kurz stehen lassen.

Kürbis schälen, entkernen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. In einem Topf ein Stückchen Butter schmelzen und die Kürbiswürfel darin anbraten. Mit Gemüsebrühe aufgießen (die Menge an die Kürbissorte anpassen), bissfest schmoren und mit Kümmel, Salz, Pfeffer und etwas frisch gehacktem Oregano abschmecken.

Kartoffelrolle auswickeln und in breite Scheiben schneiden, auf dem Kürbisragout anrichten und mit Oregano bestreuen.

Birnentarte mit Camembert und Thymian

Heute war es spät, als wir nach Hause kamen. Herr Schnürschuh musste gleich wieder los – Geschäftessen im Aiola Upstairs in Graz. Ich, neidisch auf’s Aiola Upstairs, wollte mich auch nicht mit einem Käsebrot abspeisen und hatte da, nachdem ich die Birnen aus Mama Schnürschuhs Garten erblickte, so eine Idee… Vor Kurzem war da so ein Rezept auf Zeit Online… Ganz fix ging das… Kombination Birne, Camembert, Thymian… Eher für Fräulein Schnürschuhs Gaumen… Ab zum Spar, Blätterteig und Camembert ins Stoffsackerl und Birnentarte ausprobieren.
Fazit: Perfekt, wenn’s mal pressiert – Einfach, schnell, lecker!

Die Schreiberlinge der Zeit verwenden Ziegenkäse (Camembert oder Frischkäse). Ein Dilemma. So stand ich also vor der Käsetheke – Ziegenfrischkäse in der Hand, schnuppern – regionaler Bio-Kuhmilch-Camembert, passt ja auch, – dann Camembert von der Ziege, schnuppern, – was, wenn die Tarte dann so derb nach Ziege riecht bzw. schmeckt – dann mag ich sie womöglich nicht mehr – aber der Naturjoghurt aus Ziegenmilch, den ich vor ein paar Wochen aus Versehen kaufte, schmeckte kein bisschen unangenehm, richtig gut war der! – doch mit dem Kuh-Camembert bin ich auf der sicheren Seite! So wanderte meine Hand von Ziege zu Kuh, hin und wieder zurück, gefühlte zehn Minuten, bis mich mein Mut verließ und ich zum Kuh-Camembert griff. „Sicher ist sicher! Der Magen knurrt!“

Zutaten für 1x Fräulein Schnürschuh:

– die Hälfte von einem Blätterteigbogen (1 Bogen ~ 240 g)
– ½ Camembert
– 1 Birne
– 1-2 Zweige Thymian
– Salz, Pfeffer
– 1-2 TL Honig

Zubereitung:

Backofen auf 210 °C vorheizen.

Den Blätterteig ein bisschen auswoakeln und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Die Ränder leicht einschlagen.

Camembert in dünne Scheiben schneiden. Birne schälen und spalteln. Zuerst den Käse, dann die Birnenspalten auf dem Teig verteilen. Thymianblätter von den Zweigerln streifen und darüber streuen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Tarte in den vorgeheizten Backofen schieben und ca. 15 Min. backen, bis sie eine schöne goldbrauen Farbe bekommen hat. Herausnehmen, mit dem Honig beträufeln, in Stücke schneiden und verspeisen.

Frittata mit Pfifferlingen

Hurra! Es ist Pilz-Zeit!

Vor ein paar Wochen waren wir für eine Woche auf Urlaub in Bayern. Unbedingt auf dem Programm war Schwammerl suchen an den streng geheimen Pilzplätzen. Zwei mal waren wir dort! Leider war es aber noch nicht soweit – kein Pilz weit und breit – nicht mal ein giftiger.

Hier in der Steiermark wuchsen und wachsen sie aber prächtig. Am Grazer Bauernmarkt kann man sie sich holen! Eine Selber-Suchen-Pilz-Expedition ist für das kommende Wochenende geplant. Ohne Geheimtipp in Bayern normalerweise unmöglich. Vielleicht ist es hier in der Steiermark einfacher?

Traditionell gibt’s Pfifferlinge bei den Schnürschuhs meist in Sahnesoße zu Semmelknödeln bzw. Bandnudeln oder einfach nur mit Ei – genau wie dieses Mal…

Zutaten für 2 Personen:

– ½ Zucchini
– 250 g Pfifferlinge
– 4 Eier
– viel frischen Thymian
– Salz, Pfeffer
– Olivenöl

Zubereitung:

Backofen auf 180 °C vorheizen.

Pfifferlinge vorsichtig mit einem Pinsel putzen. Die großen Pilze halbieren oder vierteln, die kleinen ganz lassen. Zucchini in kleine Würfel schneiden. Thymianblätter abstreifen.

Eier in eins Schüssel geben, salzen und pfeffern, mit einer Gabel verquirlen und Pilze, Zucchiniwürfel sowie Thymian zugeben. Pfanne mit Olivenöl einreiben, heiß werden lassen und die Eiermasse hinein gießen. Ca. 5 Min. bei niedriger Hitze braten, bis das Ei zu stocken beginnt. Dann ab damit in den Backofen und weitere 15-20 Min. garen. Aus dem Backofen nehmen, in Ecken schneiden und genießen!

Tramezzini mit Grillgemüse

Im Dezember 2009 waren Herr Schnürschuh und ich in Venedig. Dank eiskalter, aber sonniger Wintertage und einem Minimum an Touristen hatten wir ein paar wunderschöne Tage dort.

Ach und wie viele Klischees über Venedig haben wir gehört! Alles völlig überteuert, es stinkt, keine guten Hotels, kein gutes Frühstück, usw.

Und – nichts davon traf zu. Wir hatten ein schönes, zentrales Hotel nahe Giardini della Biennale, den Gärten der Biennale. Mit gutem Frühstück (Definition gutes Frühstück: frisch gepresster Orangensaft, guter Kaffee, frisches Brot, Schinken, Käse, ein frisch gebackener Kuchen und etwas Obst) und tollem Service. Wir durchquerten ganz Venedig, klapperten alle Gässchen und Kanäle ab und kuckten uns nach normalen (keinen touristischen) Weinlokalen, Cafés und Restaurants um. Diese sind nicht überteuert, gemütlich und einfach italienisch. Wenn zwischendurch der Magen knurrte, machten wir Halt in einem der zahlreichen Mini-Stehlokale und bestellten immer den Hauswein und dazu venezianische Tramezzini. Die gibt es immer und überall. Gefüllt in allen möglichen Varianten – ich hab sie alle durchprobiert!

Hmmmmm. Tramezzini. Eine tolle Urlaubserinnerung, die darauf wartete nachgekocht zu werden. Kaum in Luzern angekommen suchte ich in jedem Supermarkt nach Tramezzinibrot (Toastbrot? Nein! Original muss es sein – dünnes, pappiges Tramezzinibrot!), auch im Edelkaufhaus und gegenüber bei unserem Stammitaliener fragte ich nach… Und trotz der Nähe zu Italien konnte ich in Luzern keines auftreiben.

Juli 2012 – Graz!
Es war Montag, ich hatte toll viel Zeit zum Kochen! Da wir aber noch riesen Resteberge vom Wochenende hatten, wollte ich etwas für Dienstag (wo ich keine Zeit zum Kochen hatte) vorbereiten. Ich grübelte, durchsuchte das Netz, Kochblogs, durchblätterte Kochbücher, aber nichts passte, nichts wurde meiner Kochlust gerecht. Schließlich wendete ich mich verzweifelt an Herrn Schnürschuh: „Was soll ich denn kochen?“. „Mach doch Grillgemüse oder Pesto?!“.“Hmmmm, keine Herausforderung….“ Grübelnde, surfende, blätternde Minuten später stehe ich im Sparmarkt und kaufe Zucchini, Fenchel, Auberginen, Paprika, usw. für’s Grillgemüse! Auf dem Weg zur Kasse fällt mir ein – kein Fencheltee mehr da! (Wozu? Tatsächlich trinken wir jeden Morgen Fencheltee…) Schnell noch zum Teeregal – und – ach – was ist mir da gerade in’s Auge gestochen!!! Schnell zurück und tatsächlich – im Toast & Co Regal liegen Tramezzinibrote!!! Was bin ich froh – jetzt habe ich auch den perfekten Essensplan – Grillgemüse braten heute – Tramezzini mit Grillgemüse bauen morgen! Und mit den sehr reifen Tomaten vom Markt gibt’s zu dem Grillgemüse noch einen Klecks Tomatensalsa in die Tramezzini! Und ein bisschen Ricotta.

 

Zutaten:

Grillgemüse
– Gemüse (z.B. Aubergine, Zucchini, Paprika, Fenchel)
– bestes Olivenöl
– frischer Thymian
– 4-5 Knoblauchzehen

Tomatensalsa
– 2-3 große Tomaten
– 1 Frühlingszwiebel
– ½ Knoblauchzehe
– 1 Prise Zucker
– Salz, Pfeffer
– bestes Olivenöl
– ½ TL Aceto Balsamico

Tramezzini
– Tramezzinibrot
– Ricotta
– bestes Olivenöl

Zubereitung:

Grillgemüse
Aubergine in ca. 0.5 cm dicke Scheiben schneiden, auf der Arbeitsfläche auslegen, salzen, umdrehen, nochmal salzen. In einen Sieb geben und 30 Min. oder länger ziehen lassen. Durch das Salz werden die Bitterstoffe entzogen. Anschließend die Scheiben unter fließend kaltem Wasser vom Salz befreien und zwischen Küchenpapier oder einem Geschirrtuch gut trocknen. Knoblauch schälen und halbieren. Zucchini in 0.5 cm dicke Scheiben schneiden. Fenchel putzen und ebenfalls in Scheiben schneiden.

Grillpfanne mit Öl einreiben. Die Auberginen-, Zucchini-, und Fenchelscheiben in der Grillpfanne nach und nach von beiden Seiten anbraten, so dass das Gemüse ein schönes Grillmuster bekommt. Knoblauchzehen zum Gemüse in die Pfanne geben und mitbraten.

Paprika vierteln und vom Kerngehäuse befreien. Backofen auf 200 °C vorheizen. Paprikastücke mit der Hautseite nach oben auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und mit Olivenöl einpinseln. Im Backofen 30 Min. garen, bis die Haut Blasen wirft. Aus dem Ofen nehmen und mit einem befeuchtetem Geschirrtuch/Küchenpapier abdecken. Sobald sie abgekühlt sind, die Schale abziehen.

Das Grillgemüse, inklusive Knoblauch, in eine Auflaufform schichten, zwischendurch salzen (außer die Auberginen) und mit Thymianzweigen belegen sowie mit Olivenöl beträufeln. Am Ende nochmal einen ordentlichen Schuss Olivenöl darüber geben, so dass sich das Gemüse schön vollsaugen kann. Das Gemüse über Nacht im Kühlschrank marinieren.

Tomatensalsa
Für die Tomatensalsa die Tomaten einritzen und kurz in kochendes Wasser legen. Herausnehmen und die Haut abziehen. Kerne und Saft entfernen und das Fleisch in Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen. Knoblauch fein hacken, Zwiebel in feine Ringe schneiden. Olivenöl im Topf sanft erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin anschwitzen. Tomatenwürfel zugeben und das Ganze bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis die Flüssigkeit komplett verdampft ist. Vom Herd ziehen und mit Zucker, Salz, Pfeffer und Balsamicoessig abschmecken.

Tramezzini
Am nächsten Tag das Grillgemüse rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit es nicht so kalt ist.

Tramezzinibrot auf ein Brettl legen, mit dem Teigroller ein wenig platt-woakln und mit Olivenöl beträufeln. Eine Hälfte belegen (1. Ricotta / 2. Tomatensalsa / 3. Grilgemüse) und die andere Hälfte draufklappen. Mit einem Brotmesser halbieren, so dass die typischen Tramezzini-Dreiecke entstehen. Voilà!

Panzanella

Der toskanischer Brotsalat Panzanella ist ein Klassiker, der nicht nur fantastisch schmeckt, sondern auch perfekt in den Sommer passt.

Zutaten:

– Olivenöl
– Rapsöl
– 3 Paprika (bunt)
– 1 Zucchini
– 1 kleine Aubergine
– mehrere Zweige Thymian
– mehrere Knoblauchzehen
– ½ Gurke
– 1 Baguette oder Ciabatta (ca. 150 g)
– 1 Handvoll schwarze Oliven (ohne Kern)
– Chilisalz
– Salz, Pfeffer
– 1 EL mittelscharfer Senf
– 2 EL Weißweinessig
– 2 EL Olivenöl
– 2 Prisen Zucker
– Cayennpfeffer

Zubereitung:

Den Backofen auf Grillfunktion vorheizen.

Paprika säubern und vierteln. Paprikastücke mit der Hautseite nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit Olivenöl einpinseln. In den vorgeheizten Backofen schieben (Mitte) und darin 12 Min. grillen. Blech herausnehmen, Paprikastücke mit mehreren Lagen feuchtem Küchenpapier abdecken, abkühlen lassen und schälen.
60 g rote Paprika für die Vinaigrette beiseite legen, den Rest in dünne Streifen schneiden.

Knoblauchzehen schälen, halbieren und mit Öl beträufeln. Grillpfanne mit Rapsöl einreiben. Zucchini und Aubergine in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden und in der Grillpfanne von beiden Seiten anbraten. Die Knoblauchzehen und Thymianzweige mit in die Pfanne legen, damit sie ihr Aroma abgeben. 1 gegrillte Knoblauchzehe beiseite legen. Die restlichen gegrillten Knoblauchzehen, sowie den „verbrauchten“ Thymian entsorgen.

Die Gurke waschen, halbieren und die Kerne herausschaben. In kleine Würfel schneiden. Ciabatta oder Baguette zuerst in Scheiben, dann in kleine Würfel schneiden. In einer Pfanne mit etwas Olivenöl von allen Seiten goldbraun rösten. Mit Chilisalz bestreuen.

Von der gegrillten Knoblauchzehe 2 feine Scheiben abzweigen und zusammen mit der beiseite gelegten Paprika, dem Senf, Essig und Olivenöl fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und Cayennepfeffer abschmecken.

Gegrillte Auberginen und Zucchini (bei Bedarf in kleinere Stücke schneiden) zusammen mit den Paprikastreifen, der Gurke, den Oliven und den Brotwürfeln in eine Schüssel geben und mit der Vinaigrette vermengen. Mit Thymian bestreuen und sogleich genießen, damit die Brotwürfel noch schön knusprig sind.

Quelle: Echte Klassiker, die jeder liebt von Monika Schuster.