Knusper-Ricotta-Gnocchi mit Spinat-Koriander-Pesto

Schon länger will ich unbedingt Pankomehl ausprobieren. Überall liest man davon, wie schön knusprig eine Panade damit würde. Bei Herrn Schnürschuh musste ich dafür erst einiges an Überzeugungsarbeit leisten – bat er mir doch an stattdessen aus altem Baguette selbst sowas herzustellen… Nix da. Ab in den Asialaden. Kaufen! Schließlich habe ich dafür auch noch ein vielversprechendes Rezept bei Simone von pi mal butter entdeckt! Die Ricotta-Gnocchi gab es bereits, sie sind klasse und ruckizucki hergestellt. Diese dann in orientalisch gewürztem Pankomehl zu panieren und rauszubrutzeln löste große Entzückung bei mir aus. Dazu ein Pesto aus Spinat und Koriander – klingt das nicht gut?
(Lediglich die Kichererbsen habe ich aus logistischen Gründen 😉 weggelassen)

Zutaten für 2 Personen:

Ricotta-Gnocchi
siehe hier

Panade
– ca. 4 EL Pankomehl (S: a bisserl mehr)
– 1 gehäufter TL Golden Spice Mix (siehe Mordswaffen)
– Abrieb und Saft einer halben Bio-Zitrone (S: nur ein paar Spritzer Zitronensaft)

Sonstiges
– Rapsöl

Pesto
– 250 g Blattspinat
– ½ Knoblauchzehe
– 1 kleines Bund Koriandergrün
– 1 EL Pinienkerne
– Olivenöl
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Knusper-Gnocchi
Die Gnocchi wie hier beschrieben zubereiten. Auf einem mit Öl bepinseltem Teller parat legen.

Aus dem Pankomehl, der Gewürzmischung, dem Zitronenabrieb und -saft die Panade herstellen. In einen tiefen Teller geben und die noch lauwarmen Gnocchi darin wälzen. Die Panade gut andrücken.

Ordentlich Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die panierten Gnocchi darin knusprig rausbraten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Pesto
Spinat waschen und gut abtropfen lassen. Den Knoblauch in etwas Olivenöl anbraten. Spinat zugeben, salzen und pfeffern und zusammenfallen lassen. Spinat vom Herd ziehen und etwas abkühlen lassen. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl rösten. Koriander waschen und gut abschütteln, grobe Stiele entfernen.

Spinat, Pinienkerne, Koriandergrün und etwas Olivenöl zu einem feinen Pesto vermixen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Schließlich die knusprigen Ricotta-Gnocchi mit dem Pesto servieren. Bei Bedarf noch mit etwas Zitronensaft beträufeln.

Knusper-Gnocchi

Wickelklöße mit Spinat und Haselnuss-Bröselbutter

SPAM über SPAM… Die Kochkrimi-Datenbank wurde nun schon zum zweiten Mal damit überflutet und mir deshalb mein Blog deaktiviert! Nun habe ich einen weiteren Filter eingebaut und hoffe auf Besserung.

Als Entschuldigung gibt es ein leckeres Rezept aus dem herrlichen Kochbuch Deutschland Vegetarisch von Stevan Paul und Katharina Seiser. Gleichzeitig auch eine Premiere – denn dies waren meine ersten „Klöße“ überhaupt! Normalerweise gibt’s ja bei uns nur Knödel (Semmelknödel, Kartoffelknödel, Serviettenknödel, …).

Die Zubereitung ist schön einfach – in den vielen Wartezeiten kann man gemächlich alles vorbereiten, einen Salat dazu machen, den Tisch decken und sogar noch zwischendurch a bisserl saubermachen.

Was ich nicht ganz verstehe ist, wieso man den in Frischhaltefolie und Alufolie gewickelten Kloß in siedendes „Salz“wasser geben soll? Wie soll das Salz da noch an den Knödel, äh Kloß, kommen? Vielleicht ist es auch nur ein Schreibfehler. Mit oder ohne Salzwasser, geschmeckt hat’s auf jeden Fall fantastisch!

Zutaten für 4 Personen:

Klöße
– 1 kg große, mehlig kochende Kartoffeln
– 100 g Mehl
– 50 g Weizengrieß
– 20 g Speisestärke
– 1 Eigelb
– Salz
– Grieß

Füllung
– 500 g Blattspinat
– 1 Zwiebel
– 1 Knoblauchzehe
– 2 EL Sonnenblumenöl (S: Rapsöl)
– Salz
– weißer Pfeffer aus der Mühle

Haselnuss-Bröselbutter
– 2 EL Sonnenblumenöl (S: Rapsöl)
– 4 EL Haselnussblättchen (S: nirgends zu kaufen gefunden, selbst versucht herzustellen)
– 100 g Butter
– 4 Zweige Petersilie
– Salz
– 4 EL Sonnenblumenöl (S: Rapsöl)

Zubereitung:

Zunächst die Kartoffeln in Salzwasser weich kochen (35-45 Min.).

In der Zwischenzeit den Spinat in lauwarmem Wasser waschen und trocken schleudern. Zwiebel und Knoblauch schälen, fein würfeln. Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin glasig braten. Spinat zugeben und zusammenfallen lassen. Pfanne vom Herd ziehen. Spinat mit Salz und Pfeffer abschmecken und im Sieb abtropfen lassen. Abkühlen.

Die fertig gekochten Kartoffeln abgießen, etwas ausdämpfen lassen, schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Komplett auskühlen lassen. Mehl, Grieß und Speisestärke miteinander vermengen und zusammen mit dem Eigelb und wenig Salz zu der Kartoffelmasse geben. Zügig zu einem glatten Teig verarbeiten und diesen auf bemehlter oder mit Grieß ausgestreuter Arbeitsfläche zu einem Rechteck von 35 x 25 cm ausrollen.

Ein großes Stück Alufolie ausbreiten. Darauf ein ebenso großes Stück Frischhaltefolie legen und dieses mit Grieß bestreuen. Den Teig darauf legen und mit dem Spinat bestreichen. Dabei rundherum einen Rand lassen. Vorsichtig von der Längsseite her aufrollen. Zuerst in die Frischhaltefolie, dann in die Alufolie wickeln. Wie ein Bonbon verschließen.

Einen Bräter mit Salzwasser aufsetzen, zum Kochen bringen. Die Kartoffelrolle einlegen und darin zugedeckt ca. 25 Min. garen lassen. Vorsichtig herausnehmen und abkühlen lassen.

Für die Haselnuss-Bröselbutter die Semmelbrösel und Haselnussblättchen in einer beschichteten Pfanne goldbraun rösten. Butter zugeben, aufschäumen lassen, salzen und vom Herd ziehen. Petersilie hacken und unterrühren. Warm stellen.

Zuletzt noch den Wickelkloß auspacken und in 3-4 cm dicke Scheiben schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Kloß-Scheiben darin 3-4 Min. von jeder Seite braten, bis sie schön goldbraun sind.

Dann darf angerichtet werden. Dafür die gerösteten, gewickelten Kartoffel-Spinat-Scheiben auf einem vorgewärmten Teller anrichten und mit der Haselnuss-Bröselbutter servieren. Dazu passt Salat!

Wickelklösse mit Spinat und Haselnuss-Bröselbutter

Spinatsuppe

Nachdem die Schnürschuhs von einem kürzlichen Event doch Recht in Anspruch genommen waren, ist nun endlich wieder Zeit zum Kochen & Bloggen. Wir bekamen zu besagtem Event das Kochbuch Meine Küche der Gewürze von Alfons Schuhbeck geschenkt. Daraus habe ich mir gleich ein Rezept ausgesucht: Spinatsuppe – schön grün – und lecker!

Für 4 Personen:

– 300 g junger Spinat
– Salz
– 1 Zwiebel
– 1 kleine festkochende Kartoffel
– ½ Stängel Zitronengras
– 30 g kalte Butter
– 800 mL Hühnerbrühe (S: Gemüsebrühe)
– 2 EL Kokos-Chips
– 1 Knoblauchzehe
– 100 g Sahne
– 100 mL Kokosmilch
– 1 Streifen unbehandelte Zitronenschale
– mildes Chilipulver
– Muskatnuss

Zubereitung:

Spinat verlesen, waschen und trocken schleudern. Grobe Stiele entfernen. 1 Handvoll Spinatblätter beiseite legen. Den Rest in kochendem Salzwasser 1 Min. blanchieren, eiskalt abschrecken und abtropfen lassen. Anschließend nochmals zwischen den Händen ordentlich ausdrücken. Ebenfalls beiseite stellen.

Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Kartoffel schälen und ebenfalls in kleine Würfelchen schneiden. 1 EL Butter in einem Topf erhitzen und Zwiebel- und Kartoffelwürfel darin anschwitzen. Mit der Brühe auffüllen und das Zitronengras zugeben. Deckel drauf setzen und ca. 25 Min. bei niedriger Temperatur ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Kokos-Chips in einer Pfanne ohne Fett hell rösten und die Knoblauchzehe schälen und in feine Scheiben schneiden.

Sobald die Kartoffeln weich sind, das Zitronengras aus der Suppe fischen, Kokosmilch und Sahne zugeben und die Suppe fein pürieren. Zitronenschale hinzufügen, ein paar Minuten ziehen lassen, dann wieder herausnehmen.

Schließlich die Suppe nochmal schön heiß werden lassen und mit der restlichen kalten Butter, dem blanchierten Spinat und den Knoblauchscheiben schaumig aufmixen. Mit Salz, einer Prise Chili und etwas frisch geriebener Muskatnuss abschmecken und die beiseite gelegten Spinatblätter unterrühren. In tiefe Tellern füllen, mit den Kokos-Chips bestreuen und servieren.

Spinatknödel

Es knödelt schon wieder! Grüüüüne Knödel! Spinatknödel!

Zutaten für 2 Personen:

– ca. 500 g frischer Spinat oder ca. 100 g TK-Spinat
– 175 g Toastbrot
– ca. 60 mL lauwarme Milch
– 1 Ei
– Muskatnuss
– Salz
– Butter
– 1 kleine Zwiebel
– 1 kleine Knoblauchzehe
– frische Petersilie
– 1 Stückerl Bergkäse
– 1 gehäufter TL Quark oder Frischkäse
(ich hab‘ Crème fraîche genommen, da grad ein Packerl offen war)
– evtl. 1 gehäufter TL Mehl
(hab ich nicht gebraucht)
– frischer Majoran

(war leider auch nicht parat, dafür hab‘ ich getrockneten Majoran in die Tomatensoße gepackt!) 

Zubereitung:

Frischen Spinat in Salzwasser blanchieren. TK-Spinat auftauchen lassen. Beides gut ausdrücken und klein schneiden.
Toastbrot würfeln. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Petersilie ebenfalls hacken und den Bergkäse reiben (1-2 EL).
Butter in einem kleinen Topf erhitzen und die Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin leicht anschwitzen. Vom Herd ziehen.

Toastbrotwürfel, Spinat, Ei, 1 gute Prise Salz, 1 Prise Muskatnuss, Milch, angeschwitzte Zwiebel- und Knoblauchwürfel, Petersilie, 1 EL Bergkäse und Quark bzw. Frischkäse gut miteinander vermengen. 10 Min. ziehen lassen.

Einen großen Topf mit Salzwasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Mit nassen Händen Knödel (5-6 cm Durchmesser) formen und in das kochende Wasser legen. 10-12 Min. bei niedriger Temperatur offen ziehen lassen.
Wer unsicher ist, kann vorab einen Probeknödel machen. Ist der Knödel zu weich noch etwas Mehl in den Teig mischen.
Mit einem hungrigen Herrn Schnürschuh im Rücken war dafür keine Zeit. Mutig habe ich sofort alle Knödel auf einmal gebadet. Glück gehabt! Toll waren sie! 

Die Knödel aus dem Wasser holen, abtropfen lassen und mit frisch gezupften Majoran und geriebenen Käse servieren.

Dazu passt Tomatensoße (siehe Mordswaffen) oder die Knödel einfach vor dem Anrichten in brauner Butter schwenken!

Quelle: Österreich Vegetarisch von Katharina Seiser und Meinrad Neunkrirchner.

Libanesisches Lamm-Spinat-Ragout

Lamm!

Was Essen betrifft probiere ich alles und wenn mir etwas nicht auf Anhieb schmeckt, gebe ich auch so schnell nicht auf und probiere es nochmal und nochmal. Viele Zutaten habe ich so kennen und lieben gelernt, z.B. frischer Koriander.

Auch das Lamm habe ich schon mehrmals probiert – einmal beim Kochkurs in der Migros-Klubschule und zweimal zu Hause, wo wir Lamm mit Kräuterkruste und Lammragout mit Ras el-Hanout kochten. Und nie war ich hundertprozent überzeugt. Immer roch es schon leicht nach Schaf in der Küche (meine Mama würde sagen: es bockelt) und auch beim Verzehr kam das Bockige leicht durch… Damit war Lamm für mich erst mal gegessen. Herr Schnürschuh fand es nicht so schlimm und hätte gerne wieder mal etwas mit Lamm gemacht.

Nun war ich vor ein paar Wochen mit meinen Kollegen zum Kochkurs im Aiola City. Ich freute mich riesig darauf und war tierisch neugierig, was wir denn kochen würden. Kaum angekommen, nach dem ersten Schlückchen Sekt, holte der Koch dann plötzlich einen Lammrücken hervor. Oooooch war ich enttäuscht – da besuchen wir einen so tollen Kochkurs und es gibt Lamm, wo ich das doch gar nicht so mag.

Aber nur nicht aufgeben! Vielleicht schmeckt es ja diesmal? Und tatsächlich. Das Fleisch roch überhaupt nicht nach Lamm, weder frisch, noch in der Pfanne, noch im Ofen und schon gleich zehnmal nicht auf dem Teller. Es schmeckt super – war zart – und bockelte in keinster Weise. Auf meine Frage, was ich denn tun muss, damit es nicht bockelt, meinte der Koch, einzig und allein die Qualität des Fleisches sei entscheident: gutes Lamm bockelt nicht! Und woher bekomme ich gutes Lamm? Weizer Berglamm zum Beispiel! Gibt es auch bei unserem Grazer Lieblings-Slow-Food-Metzger!

Schnell wurde das Weizer Berglamm also auf die Probe gestellt und mit dem leckeren libanesischen Gericht, nachgekocht von Petra (Chili und Ciabatta), kamen wir zum ersten Mal zu Hause in den wahren Genuss von Lammfleisch…

Zutaten für 2 Personen:

Ragout
– etwas Butter
– 300 g Filet vom Lamm
– 400 g frischer Spinat oder TK-Spinat
– 1 Zwiebel
– 200 mL Brühe
– 1 Zitrone

Pita-Chips
– 2-3 Pitabrote (siehe Mordswaffen)
– Olivenöl

Pinienkerne mit Paprikabutter
– 1 EL Butter
– 1 Handvoll Pinienkerne
– ½ TL Paprikapulver

Joghurt-Minz-Soße
– 150 mL Naturjoghurt
– ½ Knoblauchzehe
– ½ TL Salz
– ½ EL frisch gehackte Minze

Zubereitung: 

Ragout
Zwiebel schälen und fein hacken. Fleisch in 2 cm große Stücke schneiden. In einem Topf etwas Butter schmelzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Fleisch dazugeben und anbraten. Mit der Brühe aufgießen und zugedeckt bei niedriger Hitze 1 Std. simmern lassen. Deckel wegnehmen und so lange weitersimmern lassen, bis kaum noch Flüssigkeit übrig ist. Das Fleisch ist am Ende schön zart und lässt sich mit einer Gabel auseinander drücken.

In der Zwischenzeit Spinat waschen und trocken schleudern. Zitrone auspressen.

Schließlich den Spinat zum Ragout geben und 10 Min. mitköcheln lassen. Das Ganze mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Vom Herd ziehen.

Pita-Chips
Für die Pita-Chips die Pitabrote waagrecht halbieren und vierteln. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, mit Olivenöl bepinseln und bei 150 °C 15 Min. backen. Nach der Hälfte einmal wenden. Raus damit und abkühlen lassen.

Pinienkerne mit Paprikabutter
1 EL Butter in einer Pfanne schmelzen, Pinienkerne zugeben und rösten bis sie eine leichte Bräune haben. Paprikapulver unterrühren und beiseite stellen.

Joghurt-Minz-Soße
Knoblauch schälen und fein hacken. Mit Joghurt, Salz und frisch gehackte Minze verrühren.

Abschluss
Eine Form mit den Pita-Chips auslegen. Ragout darauf geben. Joghurt-Minz-Soße darüber verteilen, mit den Pinienkernen (samt Paprikabutter) bestreuen und sogleich in der Form servieren.

Blätterteigrollen mit Spinatfüllung (Börek)

Lust auf einen Snack? Mit Spinat? Türkisch?
Dann passen die Böreks, gesehen bei Zeit Online – Rubrik Wochenmarkt, wunderbar. Sie schmecken warm und kalt und man kann sie schön mit der Hand essen.

Kleine Kritik am Rezept: die Mengenangabe für die Soße ist viel zu viel. Die Hälfte reicht locker!

Zutaten:

Füllung
– Öl
– 300 g frischer Spinat
– 1 Knoblauchzehe
– 1 Zwiebel
– ½ TL Salz
– Paprikapulver
– Pfeffer

Soße
– 2 Eier
– 3 EL Joghurt
– 100 mL Pflanzenöl
– 150 mL Milch
– 1 EL weißer Sesam

– 1 Packung (12-16 Blätter) türkischer Blätterteig (dreieckig) oder Yufka-Teig (in Dreiecke geschnitten)

Zubereitung

Spinat waschen, abtropfen lassen, grob hacken und in eine Schüssel geben. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. In einer Pfanne mit Öl glasig dünsten. Zum Spinat geben und mit Salz, Paprikapulver und Pfeffer abschmecken.

Die Blätterteig-Dreiecke nebeneinander auslegen. Backofen auf 200 °C vorheizen.

In einer Schüssel Eier, Joghurt, Öl und Milch verquirlen. Je ein Teigdreieck mit dieser Mischung bestreichen (nicht zu viel, sonst weicht der Teig durch) und ein anderes Dreieck darauflegen. Jetzt auf dem spitzen Drittel der Dreiecke jeweils etwas von der Spinat-Zwiebel-Mischung verteilen. Die anderen beiden Ecken des Dreiecks einschlagen und von der Spitze her einrollen. Auf mit Backpapier belegtes Backblech legen. Die übrige Sauce auf die Böreks streichen, mit Sesam bestreuen und im Backofen ungefähr 15 Minuten goldbraun backen.

Gebratene Fischfilets mit Olivenöl-Kartoffelpüree und Blattspinat

Dank einer Weinprobe bei Schubis hat es uns dieses Wochenende wieder in’s wunderschöne Luzern verschlagen. Die Gelegenheit mal wieder ein schönes Fischgericht zu kochen. Herr Schnürschuh machte sich am Samstagmorgen gleich auf zum Fischhändler unseres Vertrauens und ergatterte tolle Fischfilets von der Rotbarbe und dem Winterkabeljau! Zubereitet haben wir die Filets, wie meistens, auf der Hautseite in der Pfanne, so bleiben sie schön saftig. Dazu gab’s Spinat, Tomaten und Kartoffelpüree mit Olivenöl – eine tolle Variante (gesehen bei Saisonküche), die wir regelmäßig im Hause Schnürschuh zubereiten!

Zutaten für 2 Personen:

– Öl
-4 kleine Fischfilets – wir hatten Filets von Rotbarbe und Skrei (Winterkabeljau)
– Olivenöl
– 4 Tomaten
– 4-5 schwarze Oliven
– 2 Zweige Basilikum
– 1 EL Aceto Balsamico
– 150 g frischer Blattspinat
– 300 g Kartoffeln
– 70 mL bestes Olivenöl
– 170 mL Milch
– Salz, Pfeffer
– Muskatnuss

Zubereitung:

Für dieses Gericht sollten Fisch, Tomaten und Spinat parallel zubereitet werden, so dass alles gleichzeitig fertig ist. Das Kartoffelpüree kann man vorbereiten und warm halten. 

Außerdem sollte man unbedingt die Teller vorwärmen, sonst wird das Essen zu schnell kalt.

Für das Kartoffelpüree die Kartoffeln schälen und ca. 25 Min. im Salzwasser weich kochen, ausdämpfen lassen und durch die Kartoffelpresse drücken oder Kartoffeln stampfen. Milch und Olivenöl erwärmen und nach und nach unter den Kartoffelstampf rühren – soviel, bis ein cremiges Kartoffelpüree entsteht. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Die Fischfilets waschen und trocken tupfen. Mit Mehl bestäuben und in einer Pfanne bei niedriger bis mittlerer Temperatur von der Hautseite knusprig braten. Fischfilets wenden, Pfanne vom Herd nehmen und die Filets kurz ziehen lassen. Mit Salz würzen.

Die Tomaten häuten, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Oliven fein hacken. Tomaten und Oliven 2-3 Min. in Olivenöl andünsten, mit Salz, Pfeffer und Aceto Balsamico abschmecken, vom Herd ziehen und frisch gehacktes Basilikum dazu geben.

Den Spinat ordentlich waschen und tropfnass in einer Pfanne bei geschlossenem Deckel dämpfen, bis er zusammenfällt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Einen Metallring auf die warmen Teller setzen. Kartoffelpüree einschichten, den Spinat darauf geben und glatt streichen. Ring vorsichtig abnehmen und zwei Fischfilets darauf setzten. Die Tomaten um das Türmchen herum verteilen.

Kalbsröllchen – gefüllt mit Ricotta, Kresse und Walnüssen

Eine Kressetöpfchen wartete bei uns im Kühlschrank auf den Verzehr. Deshalb passte auch das Gericht, welches wir uns für den Sonntag aussuchten, perfekt! Es gab Kalbsröllchen, gefüllt mit einer Mischung aus Ricotta, Kresse & Walnüssen an leckerer Zitronensoße. Dazu gab es Risotto mit Tomaten und Spinat.

Und los geht’s…

Zutaten für 2 Personen:

Kalbsröllchen mit Soße
– 25 g Walnusskerne
– 25 g Kresse
– ½ Bund Schnittlauch
– 65 g Ricotta
– 2 Scheiben dünne Kalbsschnitzel
– 50 mL Weißwein
– 50 mL Gemüsebrühe
– 1-2 EL Zitronensaft
– 100 mL Sahne
– Petersilie
– Salz & Pfeffer

Risotto
– 1 Zwiebel
– 1 Knoblauchzeh
– Olivenöl
– 150 g Risottoreis
– 50 mL Weißwein
– 500 mL heiße Gemüsebrühe
– 75 g Blattspinat
– 10 Cherrytomaten
– Salz & Pfeffer
– 1 Stück Butter
– 1 Handvoll frisch geriebener Parmesan

Zubereitung:

Kalbsröllchen
Zuerst die Füllung herstellen. Dafür Kresse säubern und hacken, Schnittlauch in Röllchen schneiden und die Walnüsse ohne Fett in der Pfanne anrösten und mittelfein hacken. Alles mit dem Ricotta vermischen und mit Salz und ein wenig Pfeffer würzen.

Ofen auf 80 °C vorheizen, eine Platte mitwärmen.

Die Kalbsschnitzel, wenn sie nicht dünn genug aufgeschnitten sind, schön dünn klopfen. Anschliessend mit Salz und Pfeffer würzen, mit etwas Füllung bestreichen und aufrollen. Mit Zahnstochern feststecken.
Herr Schnürschuh war der Meinung die Schnitzel seien zu dick gewesen, trotz klopfen! Deshalb würden wir sie beim nächsten Mal, aus Optimierungsgründen, vom Metzger mit der Maschine dünn aufschneiden lassen!

Die Röllchen, mit der Nahtseite nach unten, in einer Bratpfanne 3-4 Minuten kräftig anbraten und in den Ofen auf die vorgewärmte Platte geben. Bei 80 °C 30 Minuten nachgaren lassen. Am Ende der Garzeit die Temperatur auf 200 °C hochstellen und die Röllchen noch ca. 3 Minuten Temperatur annehmen lassen.

Soße
Den Bratensatz mit Weißwein ablöschen und durch ein Sieb in einen kleinen Topf gießen. Gemüsebrühe und Zitronensaft dazugeben, etwas einkochen lassen. Anschließend die Sahne hinzufügen und die Soße so lange einkochen lassen, bis sie leicht bindet. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Risotto
Für den Risotto zunächst Zwiebel und Knoblauch fein hacken, in Olivenöl glasig andünsten und den Risottoreis unterrühren. Mit Weißwein ablöschen. Sobald der Wein vollständig aufgesogen ist, eine Kelle von der heißen Gemüsebrühe zugeben. Den Reis unter ständigem Rühren bei niedriger Temperatur kochen lassen. Wenn alle Brühe aufgesaugt ist, erneut eine Kelle dazugeben und das Ganze so lange wiederholen, bis der Risotto gar, aber noch bissfest ist. Am Ende die halbierten Cherrytomaten, den Spinat und die Butter unterrühren und heiss werden lassen. Zuletzt den Parmesan untermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Anrichten
Die Kalbsröllchen aus dem Ofen nehmen und in Scheiben schneiden. Etwas Risotto in die Mitte eines vorgewärmten Tellers häufen, das Fleisch vorsichtig darauf setzen und mit der Zitronensoße servieren. Mit Petersilie garnieren.

Quelle: Das große Buch vom Fleischgaren bei Niedertemperatur von Annemarie Wildeisen