Glasierte Entenbrust mit Wintergemüse

Jedes Mal, wenn wir beim Metzger sind, fällt mir die Flugentenbrust, die immer mal wieder in der Auslage liegt, ins Auge. Aber Ente im Sommer – nö, da hatten wir keine Lust drauf. Doch jetzt in der kalten Jahreszeit, jetzt passt Ente! Ich habe dafür ein Rezept von Greg & Lucy Malouf aus dem Buch New Middle Eastern Food ausgesucht.

Ententechnisch sind wir noch ziemliche Anfänger und es war gar nicht so einfach alles auf den Punkt zu bekommen. Wir hatten Panik die Entenbrust könnte noch roh oder schon Gummi oder nicht knusprig sein. Am Ende hatten wir aber Glück und das gute Stück wurde schön rosa und knusprig. Einzig die Haut hätten wir ein bisserl tiefer einschneiden sollen.

Zutaten für 2 Personen:

Ente & Gemüse
– 1 Entenbrust (S: Flugente, ca. 400 g)
– Wintergemüse aller Art im Kleinformat (S: Rote Bete, Karotten, Fenchel, Sellerie, Lauch)
– ca. 100 mL Hühnerbrühe (S: Gemüsebrühe)
– 1 Messerspitze Kardamom, gemahlen
– ½ TL getrockneter Oregano
– 1 EL Butter (S: weggelassen)
– Salz

Glasur
– 1 EL Honig
– ½ TL trockener Sherry
– 1-2 EL Wasser
– 1 Messerspitze Kardamom, gemahlen
– schwarzer Pfeffer
– ½ TL Orangenblütenwasser (S: weggelassen)

Zubereitung:

Ente rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Unter fließend kaltem Wasser reinigen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Haut gitterförmig einschneiden und salzen.

Einen Topf mit Wasser aufsetzen, eine Prise Kümmel zugeben und zum Kochen bringen. Rote Bete 30-40 Min. darin weichkochen, schälen und vierteln.

Karotten ordentlich waschen, nicht schälen, etwas Karottengrün daran lassen, längs halbieren. Sellerie schälen und in grobe Stifte schneiden. Lauch gründlichen waschen und in ca. 4 cm lange Stücke schneiden. Fenchel waschen und achteln, etwas Fenchelgrün daran lassen.

Backofen auf 200 °C vorheizen.

Für die Glasur Honig, Sherry, Wasser, Kardamom, Pfeffer und Orangenblütenwasser verrühren.

Eine große, ofenfeste Pfanne erhitzen und die Entenbrust mit der Hautseite nach unten darin bei mittlerer Temperatur 7-8 Min. anbraten. Umdrehen und weitere 3 Min. braten. Fleisch aus der Pfanne nehmen und kurz in Alufolie einschlagen. Entenfett aus der Pfanne tupfen und bis auf die dunkelroten Rote Bete alles Gemüse zugeben. Mit einem Schuss Brühe ablöschen und mit Oregano und Kardamom würzen. Das Ganze einmal kurz umrühren und die Entenbrust mit der Hautseite nach oben auf das Gemüsebett legen. Mit der Glasur bepinseln.

Pfanne in den Backofen stellen, Grill zuschalten. Die Entenbrust ca. 10 Min. im Ofen garen, bis die Haut schön knusprig ist. Pfanne aus dem Backofen nehmen. Die Entenbrust in Alufolie wickeln und entspannen lassen. Das Gemüse auf dem Herd nochmal kurz aufkochen lassen und mit Salz abschmecken. Wer eine Soße haben möchte kann die restliche Brühe mit der Butter binden (da jedoch das ganze Entenfett Gewissensbisse bei Herrn Schnürschuh auslöste, haben wir die Butter weggelassen). Zuletzt die dunkelroten Rote Bete zum Gemüse geben (sie würde vorher sonst alles rot färben).

Die Entenbrust auspacken und in Scheiben schneiden. Salzen.

Zum Anrichten ein Bett aus Gemüse auf die Teller geben und die Entenbrust oben drauf setzen.

Rosa Rote Bete Wraps

Vor kurzem entdeckte ich den schwedischen Kochblog Greenkitchenstories, der sehr schön gemacht ist und auch leckere Rezepte bietet. Sogleich machte ich mich an das erste Rezept – in leicht abgewandelte Form, mit Couscous, da ich keinen Quinoa-Reis bekam. Die Wraps waren schnell gemacht und sahen fantastisch aus – zufällig auch noch rosa, was mich an der Teilnahme an Uwes Kochwettbewerb Cookbook of Colors – Thema: ROSA – berechtigt.

Geschmacklich ist vor allem der Rote Bete Part sehr interessant und richtig lecker. Die Linsen-Füllung war uns jedoch ein wenig zu staubig, die Couscous-Füllung hingegen super. Herrn Schnürschuhs Urteil lautete: „Da fehlt der Pep!“.
Beim nächsten Mal würde ich in die Rote Bete Füllung noch etwas Kren mit hinein geben – für den Pep. Außerdem würde ich den Linsenanteil verringern, die Linsen mit etwas anderem ersetzen oder ganz weg lassen.
Uns blieben 2 Wraps übrig, die wir in Alufolie wickelten und am nächsten Tag in der Arbeit verspeisten. Sie waren dann noch richtig schön saftig.

Zutaten für 4 große Wraps:

– eine Packung große Wraps
– Kopfsalat

Rote Bete Füllung
– 300 g Rote Bete (gekocht)
– 150 g Fetakäse
– 2 EL Olivenöl
– Salz, Pfeffer

Couscous-Füllung
– 100 g Couscous
– 160 mL Salzwasser
– ½ TL Fenchelsaat
– 50 g Rosinen
– Zimt
– Salz

Linsen-Füllung
– 125 g Linsen (Sorte nach Belieben)
– ½ TL Oregano
– Salz
– 50 g Walnüsse, grob gehackt
– Saft und Schale ½ Bio-Orange
– 1 Handvoll Goji Beeren

Zubereitung:

Rote Bete Füllung
Rote Bete zusammen mit Fetakäse und Olivenöl im Mixer pürieren (nicht zu fein). Mit Salz und Pfeffer würzen.

Couscous-Füllung
Salzwasser aufkochen, vom Herd ziehen und den Couscous einrühren. 5-10 Min. quellen lassen. Fenchel, Zimt und Rosinen zugeben und unterrühren. Salzen.

Linsen-Füllung
Topf mit Wasser füllen, Oregano zugeben und zum Kochen bringen. Linsen kalt abspülen, in den Topf geben und zugedeckt gar kochen (sie sollten noch Biss haben). Abgießen, salzen und gehackte Walnüsse und Goji Beeren unterrühren. Mit Orangensaft und –schale abschmecken.

Zuletzt noch den Salat putzen und waschen. Die großen Blätter für die Wraps parat legen.

Nun können die Wraps zusammengebaut werden:
2-3 EL Rote Bete Füllung in die Mitte geben und verstreichen. Rand freilassen.
Mit einem großen Salatblatt bedecken.
2 EL Linsen- und 2 EL Couscousfüllung darauf verteilen.
Wrap vorsichtig einwickeln. Dafür zunächst die Seiten leicht einschlagen und vom Körper weg aufrollen. Die Seiten immer wieder leicht nachjustieren, damit nichts von der Füllung herausfällt.

Die Wraps mit dem Verschluss nach unten in eine vorgeheizte Pfanne legen. Deckel darauf setzen und etwas Temperatur annehmen lassen.

Sogleich genießen!

Sollten welche übrig bleiben, einfach in Alufolie packen und am nächsten Tag in die Arbeit mitnehmen.

Filet Stroganoff

Schon wieder Rote Bete… Heute jedoch dezent verwurschtelt im Filet Stroganoff 🙂

Eigentlich klassische Küche – trotzdem habe ich dieses Gericht noch nie gegessen und es steht schön länger auf der to cook Liste der Schnürschuhs. Es ist in der Zubereitung ähnlich wie Zür’cher G’schnetzeltes, nur mit Rind statt mit Kalb. Geschmeckt hat es super lecker. Das Fleisch war schön zart. Die knackig, sauren Gürkchen passten hervorragen und auch die Roten Bete machten sich gut. Nur der knallrote Farbstoff der Roten Bete breitet sich sehr schnell aus und die Soße wird unschön rosa.

Zutaten für 2 Personen:
– 300 g Rinderfilet
– Öl
– 100 g Champignons
– 2 EL Butter
– 1 Zwiebel
– ½ gekochte Rote Bete
– 3-4 Cornichons
– 200 mL Gemüsebrühe / Fleischbrühe
– ½ TL Kartoffelstärke
– ½ TL Senf
– 2 EL Crème fraîche
– 1 EL Wodka
– 2-3 Stängel glatte Petersilie

Zubereitung:

Rinderfilet in ca. 2 cm große Würfel schneiden und in einer Pfanne mit heißem Öl von beiden Seiten scharf anbraten. Aus der Pfanne nehmen, salzen und beiseite stellen.

Champignons putzen und in grobe Scheiben schneiden. Zwiebel schälen und fein hacken. Rote Bete in feine Streifen schneiden. Cornichons in feine Scheiben schneiden.

1 EL Butter in die Pfanne geben, erhitzen und die gehackten Zwiebeln darin ca. 1 Min. anbraten. Champignons dazugeben und 2 Min. mitrösten. Mit der Brühe ablöschen. Stärke in etwas kaltem Wasser auflösen, unterrühren und das Ganze 4-5 Min. bei niedriger Temperatur köcheln lassen. Senf, Crème fraîche und Wodka unterrühren und für 2-3 Min. sämig einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen und die restliche Butter sowie die frisch gehackte Petersilie unterrühren. Zuletzt das Fleisch, die Rote Bete-Streifen und die Gurken-Scheiben dazugeben und die Pfanne vom Herd ziehen.

Filet Stroganoff auf vorgewärmten Tellern servieren. Dazu passen knusprigen Kartoffelrösti (siehe Mordswaffen)!

Quelle: Echte Klassiker von Monika Schuster

Rote Bete Suppe mit Wasabi

Als Kind habe ich Rote Bete gehasst. Es gab sie immer als Salat, mit viel Kümmel! Uahhhhh. Meine Mama versuchte uns immer mit dem Spruch: „Esst Kinder, das ist gesund, gut für die Blutzellen!“ für den Rote Bete Salat zu motivieren. Fehlanzeige!

Inzwischen mag ich Rote Bete sehr gerne. Doch lieber ohne Kümmel… Schon öfter habe ich Rezepte für schöne, leuchtend rote Rote Bete Suppen gelesen und nun, wo mir die Rübe doch täglich im Gemüseregal begegnet, wagte ich mich an die Sache – mit der Befürchtung, dass es vielleicht eine erdige Angelegenheit werden könnte. Herr Schnürschuh war überhaupt nicht begeistert und wollte keine Rote Bete Suppe! Da ihm aber für den Abend auch keine bessere Essensalternative einfiel, kapitulierte er und ich konnte loslegen.

Für das Rezept habe ich mich mal wieder bei Johann Lafer umgesehen und eine interessante Variante mit Ingwer und Wasabi gefunden. Und von wegen „erdig“ – die Suppe war köstlich – wir hatten in Kürze alles vertilgt! Herr Schnürschuh mochte die Suppe und ich war selig…

Zutaten für 2-3 Personen:

− 2-3 Zwiebeln
− 15 g frischer Ingwer
− 300 g Rote Bete
− Öl
− 1-2 TL Zucker
− ca. 800 mL Gemüsebrühe
− 30 g Butter
− Salz, Pfeffer
− Saft von etwa ½ Zitrone
− 1 TL Wasabipaste
− 75 g Crème fraîche
− Vollkornbrot
− 1 Stückchen Butter

Zubereitung:

Zwiebeln, Ingwer und Rote Bete schälen und klein schneiden. Öl im Topf erhitzen. Alles ca. 2 Min. anbraten. Zucker dazugeben und karamellisieren lassen. Mit Gemüsebrühe auffüllen und ca. 20 Min. bei mittlerer Hitze weichkochen. In der Zwischenzeit die Crème fraîche mit der Wasabipaste verrühren. Außerdem das Brot in Würfel schneiden und diese in einer Pfanne mit heißer Butter von allen Seiten knusprig braten. Sobald das Gemüse weich ist, die Butter zur Suppe geben und alles mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Die Suppe in Teller füllen, mit einem Klecks Wasabi-Crème fraîche und den Brotwürfeln garnieren.