Rehrücken mit Spätzle und Brokkoli

Bevor wir den Frühling einläuten, der vielleicht auch irgendwann dann mal kommt, ein letztes winterliches Fleischgericht – Rehrücken aus den Ingolstädter Feldern und Wäldern! Dazu Spätzle, professionell hergestellt von Herrn Schnürschuh höchstpersönlich und Brokkoli mit Pinienkernen. Äußerst delikat!

  

Zutaten für 2 Personen: 

Rehrücken
– 1 Rehrückenfilet
– ca. 250 mL Wildfond
– 1 Schuss Rotwein
– frischer Thymian
– frischer Rosmarin
– 1 angedrückte Knoblauchzehe
– ½ – 1 TL Preiselbeermarmelade
– 1 kleines Stückchen Zartbitterschokolade
– ½ – 1 TL Stärke
– Salz, Pfeffer

Spätzle
(siehe Mordswaffen)

Außerdem
– 1 Brokkoli
– 1 Handvoll Pinienkerne
– 1 Stückchen Butter
– selbstgemachte Röstzwiebeln (siehe Mordswaffen)
– Fleur de sel

Zubereitung:

Rehrücken rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, so dass er Zimmertemperatur annehmen kann. Backofen auf 100 °C vorheizen. Platte oder Teller in den Backofen stellen, so dass der Rehrücken nach dem Anbraten direkt darauf platziert werden kann. Fleisch von Haut und Sehnen befreien und in einer Pfanne mit ein wenig Öl sowie einem Zweig Rosmarin und Thymian von allen Seiten scharf anbraten. Den Rehrücken in den vorgeheizten Backofen auf die Platte legen und ca. 50 Min. darin garen.

Den Bratensatz mit einem Schuss Rotwein ablöschen, einköcheln lassen und mit dem Wildfond aufgießen. Angedrückte Knoblauchzehe und die Kräuter in den Fond legen und 15 Min. darin ziehen lassen (die Soße sollte nicht köcheln). Kräuter und Knoblauch wieder herausnehmen und die Soße nach Belieben einköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit einem kleinen Stückchen Zartbitterschokolade sowie der Preiselbeermarmelade verfeinern. Stärke in etwas kaltem Wasser auflösen und die Soße damit binden. Vor dem Servieren nochmal aufkochen lassen.

Spätzle und Röstzwiebeln – siehe Mordswaffen & Mordswaffen.

Für das Gemüse den Brokkoli in Röschen teilen und waschen. Ca. 10 Min. im Salzwasser al dente kochen. Abgießen. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und zum Brokkoli geben.

Zuletzt das Fleisch aus dem Backofen holen und in Filets schneiden. Mit Fleur de sel würzen und mit Soße, Spätzle und Röstzwiebeln, Brokkoli mit Pinienkernen sowie einem Klecks Preiselbeermarmelade servieren.

Linsenlasagne

Herr Schnürschuh liebt Linsen.
Frau Schnürschuh liebt auch Linsen.
Wir haben grüne Linsen, schwarze Linsen, rote Linsen, gelbe Linsen, braune Linsen, …
Bisher gab es Linsen meist in zahlreichen Curry-Varianten aus dem weltbesten Buch 660 Curries, dann auch mal als Linsensuppe oder zu Fisch in Form von Essiglinsen (gesehen bei: Man kann’s essen!).

Nun aber wurden sie italienisch verpackt – als Lasagne! Mensch, wieso bin ich da nicht früher drauf gekommen… Das geht so gut und schmeckt noch viel besser! Zum Glück gibt es Micha von grain de sel – salzkorn, die mich zu diesem Rezept inspiriert hat.

Zutaten:

– Öl
– 1 Knoblauchzehe
– 1 mittelgroße Zwiebel
– 2 (leicht) scharfe Peperoni
– 1-2 mittelgroße Karotten
– ¼ Sellerieknolle
– 3-4 halbgetrocknete Tomaten in Öl
– 1 Schuss Rotwein
– 1 Dose gestückelte Tomaten
– 50 g Tellerlinsen (Kochzeit: 30 Min.)
– 25 g rote Linsen (Kochzeit: 8-10 Min.)
– 25 g gelbe Linsen (Kochzeit: 8-10 Min.)
– Thymian
– Oregano
– Rosmarin
– Salz, Pfeffer
– ca. ¼ L Béchamelsoße (siehe Mordswaffen)
– ½ Kugel Mozzarella
– 1 Handvoll frisch geriebener Bergkäse
– Lasagneplatten

Zubereitung:

Zwiebel schälen und würfeln. Knoblauch ebenfalls schälen und fein hacken. Peperoni putzen und fein hacken. Karotte und Sellerie schälen und klein würfeln.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin anbraten. Peperoni, Karotten- und Selleriewürfel sowie die halbgetrockneten Tomaten zugeben und mitbraten. Mit dem Rotwein ablöschen, gestückelte und die Tellerlinsen einrühren. Zugedeckt 20 Min. bei niedriger Temperatur köcheln lassen.

Nach 20 Min. die roten und gelben Linsen, sowie Oregano, Rosmarin und Thymian unterrühren. Weitere 10 Min. bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis die Linsen gar sind.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken und, falls das Ragout zu sehr eingedickt ist, etwas Wasser angießen.

Parallel zum Linsenragout die Béchamelsoße zubereiten (siehe Mordswaffen), den Käse reiben und den Mozzarella in Scheiben schneiden. Backofen auf 200 °C vorheizen.

Nun kann geschichtet werden. Eine Auflaufform mit Olivenöl auspinseln und den Boden mit einer Schicht Linsenragout plus 1-2 EL Béchamelsoße bedecken. Lasagneblätter darauf legen. Eine Weitere Schicht Linsenragout plus 1-2 EL Béchamelsoße einfüllen und mit Lasagneplatten bedecken. Und so weiter und so fort, bis alles verbraucht ist. Die letzte Schicht bildet reine Béchamelsoße. Diese mit den Mozzarellascheiben belegen und dem Käse bestreuen, in den Ofen schieben und ca. 30 Min. backen, bis der Käse goldgelb ist.

Dazu gibt’s Salat.

Kürbispudding mit mariniertem Röstgemüse

Silvester ist schon so lange her und es fehlen noch zwei Rezepte unseres Menüs hier im Blog! Jetzt aber ran an die Buletten bzw. den Kürbispudding. Der war nämlich unser Amuse-Bouche! Dabei habe ich, genau wie beim Dessert, versucht so wenig wie möglich zu machen, so dass die Menge genau für ein „Häppchen“ für Zwei reicht. Dafür habe ich eine Karotte, eine gelbe Rübe, usw. genommen und die Mengen entsprechend angepasst.

Für 4 Personen: 

Kürbispudding
– 150 g Kürbis
– 100 g Kartoffel
– 5 Gelatineblätter
– 2 EL Erdnussöl
– 2 EL Wermut
– Salz, Pfeffer
– Muskat
– gemahlener Koriander

Gemüse
– 100 g Karotte
– 100 g gelbe Rübe
– 100 g Stangensellerie
– ½ Paprika
– 4 Cocktailtomaten
– 1 Frühlingszwiebel
– Olivenöl
– Apfelessig
– frischer Rosmarin und Thymian
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Kürbispudding
Kürbis und Kartoffel schälen, grob würfeln und in Salzwasser ca. 15 Min. weichkochen. Kurz ausdämpfen lassen, pürieren und mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken. Den Wermut in einem kleinen Töpfchen erwärmen und die Gelatine darin auflösen. Erdnussöl darunter rühren und das ganze unter die Kürbis-Kartoffel-Masse ziehen. In mit Öl ausgepinselte Förmchen füllen und mind. 3 Std. kühl stellen.

Mariniertes Röstgemüse
Karotte, gelbe Rübe und Sellerie schälen und in Salzwasser ca. 5 Min. blanchieren. In Eiswasser abschrecken, abkühlen und abtropfen lassen. In schöne kleine Stücke schneiden. Paprika, Frühlingszwiebel und Tomaten putzen und ebenfalls in schöne Stücke schneiden.

Olivenöl in eine Pfanne geben und erhitzen. Das Gemüse darin kurz und scharf anbraten, so dass es etwas Farbe bekommt. Thymian und Rosmarin zugeben, salzen, pfeffern und mit einem Schuss Essig ablöschen. In eine Schüssel überführen, abkühlen lassen und bei Bedarf noch mit Olivenöl und Essig abschmecken.

Zum Anrichten den Pudding auf einen Teller stürzen und mit dem Gemüse garnieren. Wer Lust hast kann noch eine dünne Scheibe geröstetes Brot dazu reichen.

Quelle: Burgenland kocht

Focaccia mit Rosmarin und Olivenöl

Schon lange steht das Focaccia auf meiner To-Koch-Liste! Als mir dann ein Kollege vor ein paar Wochen mit einem ausführlichen „Heute Abend mache ich Focaccia Bericht“ den Mund wässrig machte, stand der Entschluss für das nächste Gericht fest. Den Teig machte ich nach einem Rezept von Johann Lafer, der Rest ist einfach Rosmarin & Olivenöl. Super! Weitere Versionen folgen.

  

Zutaten:

– 8 g frische Hefe
– 150 mL lauwarmes Wasser
– ½ TL Zucker
– 2.5 EL Olivenöl
– Salz
– 250 g Weizenmehl
– 3 Zweige Rosmarin
– 1 Knoblauchzehe

Zubereitung:

Die Hefe in das lauwarme Wasser bröckeln und darin auflösen. Zucker, 1 EL Olivenöl, eine Prise Salz und Mehl hinzufügen und zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. In eine Schüssel geben, zudecken und 1-2 Stunden (an einem warmen Ort) gehen lassen.

Backofen auf 220 °C vorheizen. Rosmarin waschen, trocken tupfen, die Nadeln von den Stielen ziehen und grob hacken. Knoblauch schälen und in ganz feine Scheiben schneiden.

Teig zu zwei flachen, länglichen Fladen formen und nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit einem Finger Löcher in den Teig drücken. Rosmarin und Knoblauch auf den beiden Teigfladen verteilen, mit restlichem Olivenöl beträufeln, mit grobem Salz bestreuen und im heißen Ofen etwa 10-12 Minuten lang backen.

Moussaka – Variante 2 (mit Béchamelsoße)

Wie vor ein paar Wochen versprochen, kommt nun, nach der Moussaka Variante 1 – mit Eiermilch, die Moussaka Variante 2 – mit Béchamelsoße! So funktioniert genau gleich, nur, dass man am Ende statt der Eiermilch eine Béchamelsoße oben drauf gibt. Das Ergebnis schmeckt nicht besser oder schlechter als Variante 1. Ich finde es genauso lecker! Herr Schnürschuh ist der gleichen Meinung. Also gibt’s in Zukunft mal die eine und mal die andere Moussakavariante…

Beim Rezept schreiben habe ich es heute einfach. Für die Zubereitung der Moussaka kann ich auf Variante 1 verweisen. Die Béchamelsoße findet ihr unter der Rubrik Mordswaffen. Nun einfach bei Variante 1 die Eiermilch weglassen und stattdessen die Béchamelsoße oben drauf geben.

Bon Appétit!

Moussaka – Variante 1 (mit Eiermilch)

Nach einem zweiwöchigem Kubaurlaub und Weihnachten bei der Familie sind Herr und Frau Schnürschuh wieder zurück in Luzern und in bester Kochlaune. Los ging’s am Donnerstag mit der Moussaka. Ich bereite den Auberginenauflauf immer mit einer Eiermilch zu. Auf Kuba lernten wir jedoch eine Halbgriechin kennen und sie meinte die Original-Moussaka sei mit Bechamelsoβe. Das lasse ich nicht auf mir sitzen – demnächst gibt es Variante 2 – original griechische Moussaka mit Bechamelsoβe. Variante 1 – mit Eiermilch kann sich aber auch sehen lassen!

Zutaten:

– 1 groβe Aubergine
– 300 g Kartoffeln
– Rosmarin
– 300 g gemischtes Hackfleisch
– 1 Zwiebel
– 1 Knoblauchzehe
– 1 TL Tomatenmark
– 150 mL Tomatenpüree
– 1 Prise Zimt
– 1 Prise Kreuzkümmel
– 2 TL Oregano
– 4 Tomaten
– 3 Eier
– 75 mL Milch
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Auberginen der Länge nach in 0.5 cm dicke Scheiben schneiden, salzen und 30 Minuten wässern lassen (siehe Mediterraner Auflauf).

In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen und in 3 mm dicke Scheiben schneiden. In eine mit Öl ausgepinselte Auflaufform schichten, salzen, pfeffern und mit gehacktem Rosmarin bestreuen. 25 Minuten bei 200 °C im Backofen garen.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Hackfleisch in Öl anbraten, Zwiebel und Knoblauch zugeben und glasig dünsten. Das Tomatenmark einrühren, kurz angehen lassen und das Tomatenpüree hinzufügen. Das Ganze mit Zimt, Oregano, Kreuzkümmel, Salz sowie Pfeffer würzen und schmoren lassen.

Die gewässerten Auberginenscheiben waschen und trocken tupfen. In eine Grillpfanne von beiden Seiten anbraten.

Die Tomaten mit kochendem Wasser überbrühen, häuten und in 0.5 cm dicke Scheiben schneiden.

Sobald die Kartoffeln fertig sind, die Form aus dem Ofen nehmen und die Hackfleischsoβe darauf verteilen. Anschlieβend die Tomaten- und Auberginenscheiben ziegelartig obenauf schichten und mit etwas Salz, Pfeffer und gehacktem Rosmarin würzen.

Zuletzt die Milch mit den Eiern verquirrlen, mit Salz und Pfeffer würzen und in die Form gieβen. Den Auflauf 35 Minuten bei 200 °C goldbraun backen.

Dazu schmeckt griechischer Salat!