Zucchinikuchen

Zur Zeit schaffen’s nur Kuchen auf den Blog, was eigentlich gar keine Absicht ist, sondern sich irgendwie einfach so ergibt. Das Menü des heutigen Abends (Züricher Gschnetzeltes) iat aber schließlich auch schon verbloggt.

Eigentlich war dieses Wochenende gar kein Kuchen nötig. Schlummern doch noch ein paar Stückerl des  herrlichen Ammerländer Apfelkuchens (gefunden bei Britta bzw. Petra) von letztem Wochenende im Gefrierschrank…

A B E R derzeit gibt’s ja überall soviel Zucchini – am Markt werden große, lustig geformte Zucchini fast schon verschenkt und bei mir im Hinterkopf leuchtet immer wieder dieser Zucchinikuchen von Frau Ziii auf, welchen sie als ihren (fast) besten Kuchen tituliert. Die Sucht hat mich überrannt, ich konnte nicht anders und hab heute wie der Teufel drauf los gebacken, kein Wort zu Herrn Schnürschuh!

Soeben haben wir die ersten Stücke verputzt. Wau! Der Kuchen hat eine fantastische Konsistenz, ist saftig und schmeckt irre gut. Die Zucchini schmeckt man, wie von Frau Ziii versprochen, überhaupt nicht. Das Olivenöl hingegen kommt mächtig durch, umso wichtiger ein richtig gutes Olivenöl zu nehmen. Herrn Schnürschuh schmeckt er auch, wobei natürlich nichts über seinen allerliebsten Zitronenkuchen aus Ischia, Caprese al limone, geht. Grundsätzlich sollte ich, wenn es nach ihm geht, eigentlich nur diesen einen Kuchen machen!

Zutaten für eine 26er Springform:

– 3 Eier
– 250 g Vollrohrzucker (S: Muscovado)
– 150 mL geschmacksneutrales Öl (S: Rapsöl)
– 100 mL gutes Olivenöl (S: weltbestes Olivenöl)
– 100 g fein geriebene Nüsse (S: gemahlene Mandeln)
– 400 g fein geriebene Zucchini mitsamt der Schale
– 300 g Mehl
– 1 TL gemahlener Zimt
– 1 TL Weinstein-Backpulver
– 1 TL Natron
– ¼ TL Salz
– 2 EL guter Rum
– 1 EL Zitronensaft

Zubereitung:

Backofen auf 175 °C vorheizen. Springform fetten und mehlen.

Die Eier in der Küchenmaschine für mind. 5 Min. schaumig schlagen, bis sich das Volumen verdreifacht hat. Zucker und Salz nach und nach unterrühren. Rum und Zitronensaft hinzufügen. Schließlich das geschmacksneutrale Öl unter Rühren schön langsam einlaufen lassen, so dass sich Eier und Öl gut verbinden.

Nüsse, Mehl, Zimt, Backpulver und Natron miteinander vermengen. Zucchini sehr gut ausdrücken (am besten in kleinen Portionen mit der Hand). Die Mehlmischung und die Zucchini in 3-4 Portionen zum Teig geben und jeweils kurz unterrühren. Zuletzt das Olivenöl vorsichtig mit der Hand unterheben.

Den Teig in die Springform füllen und ca. 60 Min. backen (S: ca. 10 Minuten weniger). Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

Zucchinikuchen

Jüdischer Apfelkuchen

Wochenende = Kuchen backen! Ich kann es einfach nicht lassen, auch wenn uns beiden ein Kuchen eigentlich zu viel ist und ich ihn dann meistens in die Arbeit mitnehme…

Ich habe mich für einen Apfelkuchen entschieden und mich erst mal auf die Suche gemacht, was ich nach dem und dem und diesen denn als nächstes machen könnte.

Zunächst wollte ich einen ganz normalen gedeckten Apfelkuchen machen. Dann bin ich aber auf das Rezept von smitten kitchen gestoßen. Und immer, wenn ich „sehr saftig“ (unbelievably moist“) lese, überkommt es mich… Es handelt sich um einen jüdischen Apfelkuchen. Warum genau weiß ich auch nicht? Die einzige Information die ich dazu fand ist diese hier: „Ein Apfelkuchen, der mit Öl zubereitet wird, ist an Chanukka außergewöhnlich beliebt, weil das Öl das Wunder dieses Tages symbolisiert.“

Die Zutaten waren kein Problem, die Zubereitung auch nicht. Schmecken tut er sehr gut, a bisserl süß vielleicht, daher würde ich nächstes Mal 200 g statt 250 g Zucker nehmen. Heute haben wir die letzten Stücke verspeist – immer noch 1A!

Die Menge habe ich um 1/3 reduziert, da ich so eine große „Tube Cake Pan“ gar nicht habe. Vielleicht entspricht diese einer 24er Bundform? Die 2/3 Menge hat auf jeden Fall wunderbar in meine 26er Springform mit Rohrboden gepasst!

Fürs nächste Mal muss ich mich auf die Suche nach einem Rezept für den ultimativen gedeckten Apfelkuchen machen… Tipps?

Zutaten:

– 4 saure Äpfel (S: Topaz)
– ½ EL Zimt
– 3 EL Zucker (S: Muscovado-Zucker)
– 1 Handvoll gehackte Walnüsse (S: Haselnüsse)
– 220 g Mehl
– 1 TL Backpulver
– ½ TL Salz
– 150 g Pflanzenöl (S: Rapsöl)
– 250 g Zucker (S: a bisserl zu viel, besser wären 200 g)
– 50 mL Orangensaft
– ½ TL Vanillepulver
– 3 Eier

Zubereitung:

Äpfel schälen, würfeln, in eine Schüssel geben und mit Zimt und Zucker bestreuen. Nüsse dazugeben und durchziehen lassen.

Form gut fetten und mit Mehl bestäuben. Ofen auf 180 °C vorheizen.
Mehl, Backpulver und Salz in eine Schüssel geben.

Pflanzenöl, Zucker, Orangensaft und Vanillepulver in eine Rührschüssel geben und gut miteinander verrühren. Die Eier einzeln zugeben und gut unterrühren.

Zuletzt die trockenen Zutaten zu der feuchten Masse geben. Nur solange Rühren, bis das Mehl komplett eingerührt ist. Die Hälfte der Masse in die Form füllen. Eine Hälfte Äpfel zugeben. Den restlichen Teig darüber geben und mit den übrigen Äpfeln abschließen.

In den Backofen schieben und ca. 1 h backen. Sobald der Kuchen guuuut zu duften beginnt die Stäbchenprobe machen.

Herausholen, abkühlen lassen, vorsichtig aus der Form holen, mit Puderzucker bestäuben und mit einer Tasse Tee oder Kaffee genießen.

Jüdischer Apfelkuchen

Müsliriegel

Eigentlich wollte ich gestern Granola machen. Dann aber bin ich auf die Müsliriegel aus meiner neuen Errungenschaft, dem Buch Geschenkideen aus der Küche von Nicole Stich, aufmerksam geworden und habe mir diese in den Kopf gesetzt. Da ich nicht genau die gleichen Zutaten da hatte, musste ich ein wenig improvisieren, aber der Zutatenauswahl sind hier sowieso keine Grenzen gesetzt – man darf kreativ sein.

Die Zubereitung ist super einfach, es geht ganz fix und heraus kommen klasse Müsliriegel! Da hatte ich heute gleich ein Mitbringsel für Andrea & Roberto, bei denen wir zum guatemaltekischen Frühstück eingeladen waren. Auf das Urteil bin ich gespannt!

Zutaten:

– 100 g Mandelblättchen (S: verschiedene Nüsse, klein geschnitten)
– 50 g Kokosraspel (S: Kokoschips)
– 75 g kernige Haferflocken
– 50 g Butter
– 50 g dunkelbrauner Roh-Rohrzucker
– 50 g heller Sirup (S: Ahornsirup + Birno + Honig)
– 1 EL Honig
– 1 TL Vanilleextrakt (S: Vanillepulver)
– 50 g Trockenfrüchte (S: Cranberries)
– 1 Prise Meersalz (S: Vanillesalz)
– 50 g Rice Krispies (S: Reiswaffeln, im Gefrierbeutel zerkleinert)

Zubereitung:

Backofen auf 175 °C vorheizen.

Nüsse, Kokosraspel (oder Kokoschips) und Haferflocken auf einem mit Backpapier belegten Backblech ausbreiten und im Backofen ca. 10 Min. leicht Farbe annehmen lassen, dabei immer wieder durchmengen. Achtung, die Kokosraspel bzw. Kokoschips werden sehr schnell braun. Ich habe daher nach ca. 5 Min. auf 150 °C zurückgeschalten. Aus dem Backofen nehmen, in eine große Schüssel geben und abkühlen lassen.

Trockenfrüchte klein schneiden und mit den Rice Krispies (oder zerkleinerten Reiswaffeln) und einer Prise Salz zu der Haferflocken-Nuss-Kokos-Mischung geben.

Butter, Zucker, Sirup, Honig und Vanille in einen Topf geben und aufkochen lassen. So lange rühren, bis sich der Zucker gelöst hat und ein schöner Sirup entstanden ist. Vom Herd ziehen.

Den Sirup zum Rest in die Schüssel geben und alles sehr gut vermengen. Das geht am besten mit den Händen. In eine, mit Backpapier ausgekleidete (das Backpapier soll ein bisschen überstehen), Form der Größe 22 x 30 cm (notfalls in eine 28 cm Springform) geben und richtig fest anpressen (mit dem Handrücken oder etwas Schwerem), so dass alles gut zusammenhält und eine glatte Oberfläche entsteht. Für ca. 20 Min. in den Kühlschrank stellen.

Sobald die Masse schön fest geworden ist, mit Hilfe des Backpapiers aus der Form heben und mit dem Sägemesser in Riegel schneiden.

In einer Dose, an einem kühlen Ort, luftdicht verschlossen, aufbewahren.

Quelle: Geschenkideen aus der Küche von Nicole Stich.

Zwieback mit Nüssen

Schon lange suche ich nach einer geeigneten Eiweißverwertemethode. Eiweiß bleibt ja sehr oft übrig. Zum Glück kann man es wunderbar einfrieren. Nur logistisch ist das a bisserl doof… Ich nehme also eine Tupperbox und frier mein übriges Eiweiß ein. Dann kommt noch eins dazu und noch eins und noch eins… Irgendwann habe ich dann einen riesengroßen Eiweißklumpen, den man auch nicht mehr auseinander kriegt und der sozusagen als Ganzes weg muss. Oder man packt jedes übrige Eiweiß in eine neue Tupperbox oder macht Eiweißchargen a la 3 oder 4 Eiweiße – so viel Platz habe ich aber nicht! Deshalb ist ein gutes Eiweißverwerterezept unabdingbar.

So eins zu finden ist jedoch gar nicht so einfach. Makronen mag ich nur an Weihnachten und Baiser mag ich gar nicht und dann wird’s schon schwierig. Bisher habe ich aus übrigem Eiweiß immer Amaretti Morbidi gemacht – die sind fantastisch, machen aber viel Arbeit und man kriegt nur 3 Eiweiße los. Inzwischen haben sich aber schon wieder Z E H N Eiweiß angesammelt. Herr Schnürschuh schimpft – das muss langsam mal weg!

Vor kurzem habe ich dann irgendwo mitbekommen oder gelesen, dass Zwieback aus Eiweiß hergestellt wird. Da ist mir wieder die Eiweißverwertemethode in den Sinn gekommen. In Graz gab es am Markt oder in manchen Bäckereien oder als Knabberei in den Buschenschenken immer diesen dünn aufgeschnittenen, knusprigen Zwieback, mit Kürbiskernen drin. Der war köstlich und den wollt ich machen!

Im Netz habe ich 2 Rezepte gefunden, einmal hier unter den Steirischen Spezialitäten und einmal hier mit Haselnüssen drin. Da ich so viele Eiweiß hatte, habe ich einfach beide Rezepte ausprobiert – mit Walnüssen, Mandeln und Kürbiskernen. Herr Schnürschuh hat geholfen den Zwieback in feine Scheiben zu schneiden. Beide Rezepte haben tiptop funktioniert und sind wunderbar gelungen – schön, lecker, knusprig. Bisher konnten wir uns auch noch nicht entscheiden, welches der Favorit ist… Aber eins ist klar, das ist die beste Eiweißverwertemethode, die es gibt!

Zutaten:

Variante 1
– 5 Eiweiß
– 175 g Zucker
– 85 g zerlaufene Butter
– 175 g Mehl
– 150 g Nüsse (S: Kürbiskerne & Mandeln)

Variante 2
– 5 Eiweiß
– 125 g Zucker
– 165 g Mehl
– 165 g Nüsse (S: Kürbiskerne & Walnüsse)

Zubereitung:

Eine Kastenform mit Öl einpinseln und mit Mehl ausstäuben. Backofen auf 180 °C vorheizen.

Eiweiß zu Schnee schlagen. Dabei den Zucker nach und nach einrieseln lassen. Bei Variante 1 noch die flüssige Butter einrühren. Schließlich Mehl und Nüsse vorsichtig unterheben. Teig in die Form füllen und in den Backofen schieben. Ca. 30 Min. backen.

Zwieback abkühlen lassen, aus der Form stürzen und über Nacht zugedeckt rasten lassen.

Den Zwieback am nächsten Tag mit der Brotmaschine oder dem Brotmesser in 2-3 mm gleichmäßig dünne Scheiben schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Im vorgeheizten Backofen bei 160 °C Umluft backen, bis sie leicht Farbe bekommen. Ca. 6-8 Min. Die fertigen Zwiebackscheiben auf einem Gitter abkühlen lassen und in einer Blechdose aufbewahren.