Kürbisquiche

Diese Quiche von Johann Lafer mag ich sehr gerne! Sie ist schön aufwendig – kneten, schnippeln, raspeln, rühren, rollen, backen,… – schmeckt lecker und man kann sie am nächsten Tag in die Arbeit mitnehmen und mit den Fingern essen!

                             

Zutaten:

Teig
– 130 g Butter, zimmerwarm
– 250 g Mehl
– 1 Ei
– 1 EL Weißweinessig
– 1 TL Salz

Füllung
– 400 g Kürbis
– 2 Zwiebeln
– 100 g Speck
– 1 EL Butter
– 120 g Emmentaler (S: Bergkäse)
– 250 g 
Crème fraîche
– 3 Eier
– Salz, Pfeffer
– Muskatnuss
– 2-3 Stängel Petersilie
– 1 Bund Schnittlauch

Zubereitung:

Butter würfeln, Mehl darüber streuen und mit den Fingern zu Streuseln kneten. Ei, Weißweinessig und Salz zugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und ca. 1 h kühl stellen.

Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Speck ebenso. Kürbis schälen und grob raspeln. Butter in einer Pfanne erhitzen und Zwiebel- und Speckwürfelchen darin anbraten. Von der Herdplatte ziehen.

Petersilie fein hacken, Schnittlauch in feine Röllchen schneiden und den Käse reiben. Schließlich alles miteinander vermengen – Käse, Crème fraîche, Eier, Kürbis, Zwiebel-Speck-Mischung, Petersilie und Schnittlauch. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen.

Backofen auf 200 °C vorheizen.

Teig aus dem Kühlschrank holen und am besten zwischen Frischhaltefolie rund (∅ ~36 cm) ausrollen, etwa 3 mm dick. Den Teig vorsichtig in eine mit Butter ausgepinselte Springform (∅ ~28 cm) überführen, Rand formen und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Kürbisfüllung auf den Teig geben und die Quiche in den Backofen schieben. Auf unterster Schiene ca. 40 Min. backen, bis eine goldbraune Kruste entstanden ist. Lauwarm genießen. Dazu passt Salat.

Apfelschlangerl

Lange schon macht uns Katharina mit ihren Apfelschlangerln den Mund wässrig! Das Rezept blieb immer geheim und machte die Bloggerwelt natürlich tierisch neugierig! Nun aber ist es endlich raus – und steht im Kochbuch Österreich Vegetarisch von Katharina Seiser und Meinrad Neunkirchner geschrieben.

Fehlten nur noch Mama Schnürschuhs Boskop und ich konnte sie am Wochenende endlich nachbacken! Wie immer bei Katharina haben sie tiptop funktioniert. Die Zutaten und Mengen passen einfach – da klebt nichts, da muss man sich nicht ärgern oder gar improvisieren. Witzig auch die Idee den Butter zu reiben. Ich habe gestaunt! Geschmeckt haben sie auch wunderbar, erinnern ein bisschen an Apfelstrudel. Ganz neu für mich war der ungesüßte Mürbteig außen rum, der gut mit den sauer-süßen Äpfeln harmoniert.

Beim nächsten Mal würde ich noch in Rum getränkte Weinberln (Rosinen) mit zu den Äpfel geben, weil ich Weinberln so gern mag. Und außerdem würde ich die Äpfel nicht so filigran schneiden (da hab ich’s wohl zu gut gemeint) – sondern grobe Schnitze machen, damit die Äpfel nicht zu Mus verkochen.

Mein absoluter Favorit von Katharina bleiben allerdings ihre Zimtschnecken! Veflixt gut!

Zutaten:

Teig
– 420 g Mehl
– gute Prise Salz
– 280 g kalte Butter
– 3 Eigelb
– 2 EL Sauerrahm
– 2 EL Most oder Weißwein

Füllung
– 1 schwacher TL Zimt, gemahlen
– 3-4 EL Zucker
– 1.5 – 2 kg säuerliche, eher festere Äpfel (z. B.: Elstar, Topaz, Boskop)

Sonstiges
– Puderzucker

  

Zubereitung:

Mehl mit Salz mischen und auf die Arbeitsfläche häufen. Kalte Butter mit einer Küchenreibe über das Mehl ‚raspeln’ und mit restlichen Zutaten rasch zu einem glatten Teig verkneten. Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und ca. 1 Std. im Kühlschrank rasten lassen.

Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen, in Viertel und schließlich in nicht allzu dünne Scheiben schneiden. In eine große Schüssel geben und Zucker und Zimt vermengen.

Backofen auf 200 °C vorheizen.

Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf bemehlter Arbeitsfläche zu einem Rechteck auswoakeln. Etwas größer als ein Backblech. Auf Backpapier legen.

Apfelmischung auf dem mittleren Drittel verteilen. Kurze Seiten einschlagen. Dann die beiden langen Seiten über der Füllung einschlagen. Backpapier samt Apfelschlangerl auf ein Backblech hieven und in den Backofen schieben. 35 – 40 Min. hellbraun backen, abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

Zitronentarte

Herr Schnürschuh wünschte sich für unsere Urlaubswoche in Luzern seinen Lieblingskuchen – Caprese al limone. Leider jedoch haben wir unseren Quirl nach Graz mitgenommen und Caprese al limone ohne Quirl… Neeee!

Vor Kurzem war mir jedoch etwas ähnlich zitroniges bei Paprika meets Kardamom ins Auge gesprungen – eine Zitronentarte – klappt auch ohne Quirl… Herr Schnürschuh war zwar nur schwer für die Alternative zu begeistern (es gibt ja doch nichts Besseres als den Zitronenkuchen), aber am Ende stimmte er doch zu und ich konnte Anikós Zitronentarte ausprobieren. Modifiziert habe ich lediglich die Teigmenge, da ich es nicht so gerne mag, wenn der Mürbteig so dick ist.

Die Tarte war recht fix gemacht und einfach in der Zubereitung. Mir schmeckte sie sehr lecker und super zitronig. Herr Schnürschuh fand sie auch super, aber nicht so gut wie den Zitronenkuchen!

Zutaten: 

Teig
– 200 g Mehl
– 100 g kalte Butter in Stückchen
– 55 g Zucker
– 1 Prise Salz
– 1 Eigelb
– 1-2 EL Wasser

Füllung
– 4 Eier
– 1 Eigelb
– 200 g Zucker
– abgeriebene Schale von 2-3 Zitronen
– Saft von 2-3 Zitronen
– 125 g Sahne

Sowie
– Butter für die Form
– getrocknete Hülsenfrüchte zum Blindbacken
– brauner Zucker zum Karamellisieren

Zubereitung:

Teig
Mehl, Zucker und Salz auf die Arbeitsfläche geben und die Butterstückchen einarbeiten, bis eine krümelige Masse entsteht. Mit dem Eigelb und etwas Wasser zügig zu einem Teig verarbeiten. In Frischhaltefolie wickeln und 1h im Kühlschrank ruhen lassen.

Form ausbuttern und Backofen auf 180 °C vorheizen.

Anschließend den Teig zwischen Frischhaltefolie dünn ausrollen, vorsichtig in die Form legen und sanft andrücken (das Ganze braucht etwas Geduld, denn der Teig ist sehr brüchig). Einen zurechtgeschnittenen Backpapierkreis auf den Teig legen, mit den Hülsenfrüchten bestreuen und 10 Min. blindbacken. Vorgebackenen Teig aus dem Ofen nehmen, von Backpapier und Hülsenfrüchten befreien. Ofen auf 160 °C herunter drehen.

Füllung
Sahne steif schlagen. Eier und Eigelb in eine Schüssel geben und mit dem Zucker zu einer cremigen Masse schlagen. Zitronenabrieb und –saft unterrühren und die geschlagen Sahne unterziehen. Die Füllung in den vorgebackenen Tarteboden füllen, in den Backofen schieben und weiter 45 Min. bei 160 °C backen.

Tarte aus dem Backofen nehmen und vollständig abkühlen lassen. Zuletzt mit braunem Zucker bestreuen und mit dem Bunsenbrenner karamellisieren.

Was mir auch noch auf den Fingern brennt ist die französische Variante der Zitronentarte – Tartes Aux Citrons. Das Rezept hab ich mir schon ausgesucht…

Kräuter-Erbsen-Tarte

Beim Kochblog-Stöbern entdeckte ich vor Kurzem den Blog Photisserie von Kathrin Koschitzki. Wau! Tolle Fotos, tolle Rezepte. Ich hoffe es kommt noch viel, viel mehr. Inspiriert von den wunderschönen Fotos habe ich mich auch gleich an ein Rezept gewagt – die Kräuter-Erbsen-Tarte, allein schon aufgrund der leckereKombination Erbsen und Minze. Da ich jedoch nur eine Mini-Backform (Ø: 16 cm, H: 4 cm) in Graz parat hatte, habe ich das Rezept halbiert. Die Tarte wurde zwar nicht halb so schön wie bei Kathrin Koschitzki, geschmacklich war sie jedoch ein Gedicht. Perfekt dazu ein frischer Salat!

Zutaten:

Teig
– 70 g Mehl
– 60 g kalte Butter
– 1-2 g Salz
– 1 EL Wasser

Füllung
– ½ EL Butter
– 1 kleine Schalotte
– 225 g gefrorene Erbsen
– 10 g Dill
– 10 g Minze
– 1 Zweig Majoran
– 15 g Rucola
– 15 g Petersilie
– 50 g Mascarpone
– 50 g Sahne
– 1 Ei
– 1 Prise Muskat
– 2-3 g Salz
– Pfeffer

Zubereitung:

Teig
Kalte Butter stückeln und in das Mehl einarbeiten, bis kleine Streusel entstehen. Wasser und Salz zugeben und zu einem homogenen Teig verarbeiten. Mit Mehl bestäuben, in Frischhaltefolie wickeln und 2 Std. im Kühlschrank ruhen lassen.

Teig zwischen Frischhaltefolie dünn ausrollen, vorsichtig in die gebutterte Form legen, leicht andrücken und nochmals 10 Min. kalt stellen. Backpapier auf den Teig legen und den Teig mit getrockneten Bohnen/Erbsen/Linsen ca. 40 Min. bei 180 °C blind backen.

Füllung
Schalotte schälen und fein hacken. Butter in einer Pfanne erhitzen und die Schalotten darin glasig dünsten. Erbsen zufügen und 5 Min. dünsten. Vom Herd ziehen.

Minze, Majoran und Dill fein hacken und zu den Erbsen geben. In die vorgebackene Form geben.

Petersilie, Rucola, Mascarpone, Sahne, Ei, Salz und Pfeffer im Mixer pürieren. Über die Erbsen gießen und 45 Min. bei 180 °C im Backofen garen. Dazu gibt’s Salat.

Grasgrün wie die Tarte ist, nimmt sie teil an Uwes Blog-Event Cookbook of Colors – Thema im Mai: hellgrün!

Gemüsestrudel

Am Donnerstag waren wir, was zur Zeit eher selten vorkommt, mal wieder etwas früher von der Arbeit zu Hause – die Gelegenheit für mich etwas richtig Aufwendiges zu kochen! Dafür habe ich mir den Gemüsestrudel von Giallo Zafferano ausgesucht, der eigentlich gar nichts so Besonderes ist, aber höllisch viel Arbeit macht und am Ende wunderhübsch aussieht!

Zutaten für 2 Personen:

Mürbteig
– 100 g Mehl
– 50 g kalte Butterwürfel
– 1 Prise Salz
– 35 mL Eiswasser

Strudel
– 1 Zwiebel
– 1 kleine Karotte
– ½ Zucchini
– ½ Aubergine
– 1 Paprika
– 4-5 Champignons
– 50 g frisch geriebene Parmesan-Bergkäse-Mischung
– Olivenöl
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Mürbteig
Mehl, Butterwürfel und eine Prise Salz in den Mixer geben und für ein paar Sekunden mixen, bis das Ganze eine sandige Konsistenz annimmt. Auf eine kalte Arbeitsfläche kippen, in der Mitte eine Mulde machen und das Eiswasser in die Mulde gießen. Dann das Ganze so schnell wie möglich zu einem festen Teig verarbeiten, in Klarsichtfolie wickeln und für 40 Min. in den Kühlschrank geben.

Strudel
In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Dafür zuerst die Zwiebel schälen und fein hacken. Karotte, Paprika, Zucchini und Aubergine säubern und in ca. 5 cm lange Streifen schneiden. Champignons putzen und grob stifteln. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Dann zunächst die Karotten- und Paprikastreifen zugeben und ein paar Minuten braten, anschließend die Zucchini- und Auberginenstreifen zugeben und ebenfalls ein paar Minuten dünsten. Zuletzt die Champignons unterrühren und kurz mitbraten. Gemüse aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen.

Mürbteig auf der Arbeitsplatte (am besten zwischen Frischhaltefolie) schön dünn zu einem Rechteck ausrollen und auf eine Backpapier legen. Eine kleine Menge Teig für die Verzierung aufheben. Füllung darauf verteilen, dabei einen Rand von ca. 5 cm lassen, und mit Käse bestreuen. Nun mit Hilfe des Backpapiers vorsichtig einrollen, die Seiten nach unten einschlagen und den Strudel nach Belieben mit dünnen Teigwürsteln verzieren. Zuletzt noch die Oberseite des Strudels mit verquirltem Ei bestreichen und das gute Stück in den auf 180 °C vorgeheizten Backofen schieben. Ca. 40 Min. backen, bis der Strudel eine schöne, goldbraun Farbe hat.

Nach Belieben, warm oder kalt servieren.