Spargellasagne

Solange es Spargel gibt, muss ich einfach zulangen! Natürlich gibt es zu aller erst immer den Klassiker: weißer Spargel, gekocht, mit brauner Butter oder Soße Hollandaise, dazu Kochschinken oder Schweinefilet und Petersilienkartoffeln.

Danach darf experimentiert werden – Spargel in der Pasta, als Salat, Spargelrisotto, usw. Es gibt so viele leckere Spargelrezepte!

Mein letztes Spargelgericht hatte ich mit gemischten Gefühlen ausgewählt – passt das denn? Wird es Herrn Schnürschuh schmecken? Aaaaber das Rezept ist von Herrn Lafer und da geht niemals was schief!

Also ab zum Markt, es braucht ja nicht viel – Spargel grün/weiß, Kerbel, Zitrone. Die Zubereitung ist einfach und macht Spaß. Da ich keine Stärke da hatte, habe ich die Soße zur Béchamelsoße umfunktioniert, ist ja auch irgendwie mehr „original“.

Meine Zweifel waren absolut unbegründet, Herr Schnürschuh hat dieses Gericht als das beste Spargelgericht überhaupt gekrönt. Was für eine schöne Überraschung!

Spargellasagne

Zutaten für eine kleine Form:

– 6 Stangen grüner Spargel
– 6 Stangen weißer Spargel
– 1-2 Frühlingszwiebel
– 50 g Butter
– 75 mL Sahne
– 100 mL Gemüsebrühe
– 2-3 EL Mehl
– ½ unbehandelte Zitrone
– ½ Bund Kerbel
– 50 g geriebener Parmesan
– 50 g roher Schinken (S: Speck)
– Lasagneplatten
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Spargel schälen – beim weißen Spargel die ganzen Stangen ordentlich schälen – beim grünen Spargel reicht das untere Ende. Die unteren holzigen Enden abschneiden.

Spargel dämpfen – zunächst den weißen Spargel für 5-8 Min. – dann kommt der grüne für weitere 5 Min. hinzu. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. 25 g Butter in einem Topf schmelzen, Mehl hinzugeben und unter Rühren anschwitzen lassen. Vom Herd ziehen und mit einem Schneebesen nach und nach die Sahne unterrühren. Vorsichtig, damit sich keine Klümpchen bilden. Anschließend die Gemüsebrühe unterrühren. Wieder auf den Herd geben und langsam unter Rühren zum Kochen bringen. Ca. 15 Min. köcheln lassen. Ist die Soße zu dick, einfach noch etwas Sahne oder Brühe unterrühren.

Zitrone waschen. Schale abreiben, Saft auspressen. Kerbel hacken. Zitronenschale, -saft, Kerbel und 25 g Parmesan unter die Soße rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Aufflaufform mit 25 g Butter ausstreichen. Schinken in feine Streifen schneiden. Den Boden mit Lasagneblätter bedecken. Spargelstangen im Muster grün/weiß darauflegen. Längs oder quer, wie man mag. Mit der Hälfte der Kerbelsoße bedecken, mit dem Schinken bestreuen und eine weitere Lage Lasagneblätter darauf geben. Die restliche Kerbelsoße darüber gießen. Gleichmäßig mit dem restlichen Parmesan bestreuen. In den Backofen schieben und 40-50 Min. backen.

Voilà!

Spargellasagne

Linsenlasagne

Herr Schnürschuh liebt Linsen.
Frau Schnürschuh liebt auch Linsen.
Wir haben grüne Linsen, schwarze Linsen, rote Linsen, gelbe Linsen, braune Linsen, …
Bisher gab es Linsen meist in zahlreichen Curry-Varianten aus dem weltbesten Buch 660 Curries, dann auch mal als Linsensuppe oder zu Fisch in Form von Essiglinsen (gesehen bei: Man kann’s essen!).

Nun aber wurden sie italienisch verpackt – als Lasagne! Mensch, wieso bin ich da nicht früher drauf gekommen… Das geht so gut und schmeckt noch viel besser! Zum Glück gibt es Micha von grain de sel – salzkorn, die mich zu diesem Rezept inspiriert hat.

Zutaten:

– Öl
– 1 Knoblauchzehe
– 1 mittelgroße Zwiebel
– 2 (leicht) scharfe Peperoni
– 1-2 mittelgroße Karotten
– ¼ Sellerieknolle
– 3-4 halbgetrocknete Tomaten in Öl
– 1 Schuss Rotwein
– 1 Dose gestückelte Tomaten
– 50 g Tellerlinsen (Kochzeit: 30 Min.)
– 25 g rote Linsen (Kochzeit: 8-10 Min.)
– 25 g gelbe Linsen (Kochzeit: 8-10 Min.)
– Thymian
– Oregano
– Rosmarin
– Salz, Pfeffer
– ca. ¼ L Béchamelsoße (siehe Mordswaffen)
– ½ Kugel Mozzarella
– 1 Handvoll frisch geriebener Bergkäse
– Lasagneplatten

Zubereitung:

Zwiebel schälen und würfeln. Knoblauch ebenfalls schälen und fein hacken. Peperoni putzen und fein hacken. Karotte und Sellerie schälen und klein würfeln.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin anbraten. Peperoni, Karotten- und Selleriewürfel sowie die halbgetrockneten Tomaten zugeben und mitbraten. Mit dem Rotwein ablöschen, gestückelte und die Tellerlinsen einrühren. Zugedeckt 20 Min. bei niedriger Temperatur köcheln lassen.

Nach 20 Min. die roten und gelben Linsen, sowie Oregano, Rosmarin und Thymian unterrühren. Weitere 10 Min. bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis die Linsen gar sind.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken und, falls das Ragout zu sehr eingedickt ist, etwas Wasser angießen.

Parallel zum Linsenragout die Béchamelsoße zubereiten (siehe Mordswaffen), den Käse reiben und den Mozzarella in Scheiben schneiden. Backofen auf 200 °C vorheizen.

Nun kann geschichtet werden. Eine Auflaufform mit Olivenöl auspinseln und den Boden mit einer Schicht Linsenragout plus 1-2 EL Béchamelsoße bedecken. Lasagneblätter darauf legen. Eine Weitere Schicht Linsenragout plus 1-2 EL Béchamelsoße einfüllen und mit Lasagneplatten bedecken. Und so weiter und so fort, bis alles verbraucht ist. Die letzte Schicht bildet reine Béchamelsoße. Diese mit den Mozzarellascheiben belegen und dem Käse bestreuen, in den Ofen schieben und ca. 30 Min. backen, bis der Käse goldgelb ist.

Dazu gibt’s Salat.

Mangold-Lasagne

Ich hatte mir in den Kopf gesetzt etwas mit Mangold zu machen. Der hat Saison und läuft mir zur Zeit immer über den Weg. Also stöberte ich mich durch die Bloggerwelt und fand dieses herrliche Rezept von Moey’s Kitchen. Hört sich zwar nicht spektakulär an, schmeckt aber fantastisch, eine der besten Lasagne seit Langem!

Zutaten für 1 kleine Form:

– Lasagneblätter
– Béchamelsoße (siehe Mordswaffen, mit Sahne)
– 1 Zwiebel
– 1 Knoblauchzehe
– 3-4 Mangoldblätter
– Butter
– Muskatnuss
– Salz, Pfeffer
– eine Handvoll frisch geriebener Parmesan
– ½ Mozzarellakugel

Zubereitung:

Béchamelsoße zubereiten (siehe Mordswaffen).
Maja von Moey’s Kitchen hat die Béchamelsoße in Ihrem Rezept mit 1/3 Sahne und 2/3 Milch gemacht. Das musste ich natürlich gleich ausprobieren – Kalorien hin oder her! Und ich habe es nicht bereut, so wird die Soße noch einen Ticken cremiger und g’schmackiger.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Mangoldstiele klein schneiden, waschen und gut trocken schleudern. Mangoldblätter der Länge nach dritteln, aufeinanderlegen und quer in Streifen schneiden, ebenfalls gründlich waschen und trocken schleudern.

Ein Stückchen Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin glasig anschwitzen. Mangoldstiele zugeben und mitbraten. Anschließend die Mangoldblätter mit in die Pfanne geben, zusammenfallen lassen und ein paar Minuten mit dünsten. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen und vom Herd ziehen.

Backofen auf 180 °C vorheizen.

Auflaufform mit Butter auspinseln und die Lasagne von unten nach oben folgendermaßen einschichten:
– ein Viertel Béchamelsoße
– eine Lage Lasagneblätter
– die Hälfte des Mangoldgemüses
– ein weiteres Viertel Béchamelsoße
– eine Lage Lasagneblätter
– das restliche Mangoldgemüse
– das nächste Viertel Béchamelsoße
– eine Lage Lasagneblätter
– restliche Béchamelsoße

Den Mozzarella in Scheiben schneiden und auf der Lasagne verteilen, mit dem frisch geriebenem Parmesan bestreuen.

Die Lasagne in den Backofen schieben und auf der mittleren Schiene 35-40 Min. backen. Die letzten paar Minuten den Grill zuschalten, so dass eine schöne goldgelbe Kruste entsteht.

Lasagne

Obwohl es bei uns regelmäßig Lasagne gibt, habe ich sie bisher noch nicht verbloggt. Nun endlich darf sich der italienische Klassiker zeigen!

Ich liebe Lasagne-Kochen! Es geht wie von alleine und versetzt mich in den Zustand absoluter Entspannung. Jedes Mal versuche ich die Lasagne noch ein klein wenig zu optimieren und scheue keine Töpfe und Pfannen. Diese Variante nun – mit Herrn Schnürschuhs selbstgemachten Nudelplatten – scheint wirklich perfekt zu sein…

 
  

Zutaten für eine Form mit 28x17cm:

Hackfleischsoße
– 1 TL Puderzucker
– 1 TL Tomatenmark
– ca. 400 mL Tomatenpüree
– Öl
– 250 g Rinderhackfleisch
– 1 Zwiebel
– 1 Knoblauchzehe
– 1 Karotte
– 1 kleine Selleriestange
– Zucker
– Salz, Pfeffer
– frisches Basilikum

Béchamelsoße
(siehe Mordswaffen)

Nudelteig
– 150 g Mehl
– 1 Ei
– 2-3 EL Olivenöl
– 2-3 EL Wasser
– Salz

Sonstiges
– 1 gutes Stück Parmesan
– ca. ½ Kugel Büffelmozzarella

Zubereitung:

Für den Nudelteig alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten, in Frischhaltefolie wickeln und ca. 1h ruhen lassen. Anschließend mit Hilfe der Nudelmaschine dünne Bahnen produzieren und entsprechend der Auflaufform in Rechtecke schneiden.

Für die Hackfleischsoße Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Karotte und Sellerie putzen und in kleine Würfel schneiden.

Puderzucker in den Topf streuen und bei mittlerer Hitze langsam karamellisieren lassen. Topf vom Herd ziehen und Tomatenmark unterrühren. Topf wieder auf die Herdplatte stellen, Tomatenmark leicht angehen lassen und sogleich mit Rotwein ablöschen. Sobald der Rotwein komplett einreduziert ist, das Tomatenpüree zugeben und das Ganze auf niedrigster Stufe köcheln lassen.

Öl in einer großen Pfanne heiß werden lassen. Zwiebel zugeben und glasig werden lassen. Knoblauch, Sellerie und Karotten zugeben und mitanbraten. So bekommt das Gemüse leichte Röstaromen und kann dann zu der Tomatensoße in den Topf.

Anschließend wieder etwas Öl in die Pfanne geben, heiß werden lassen und das Hackfleisch darin anbraten, bis es krümelig wird und anfängt zu bräunen. Dann ebenfalls zu der Tomatensoße in den Topf geben.

Die Tomatensoße eine Stunde oder länger bei niedrigster Temperatur köcheln lassen. Am Ende mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken und frisch gehacktes Basilikum unterrühren.

Währenddessen die Béchamelsoße (siehe Mordswaffen) zubereiten. Parmesan reiben und Mozzarella in Scheiben schneiden. Ofen auf 200 °C vorheizen. Die Form mit wenig flüssiger Butter auspinseln.

Nun kann die Lasagne gestapelt werden. Auf dem Boden eine Kelle Hackfleischsoße verstreichen und ein paar Kleckse Béchamelsoße darauf geben. Mit den selbst gebastelten Nudelplatten belegen. Erneut eine Schicht mit Hackfleischsoße und wenig Béchamelsoße machen und mit Lasagneblättern belegen, usw., bis alle Zutaten verbraucht sind. Die letzte Schicht soll rein aus Béchamelsoße bestehen! Mit den Mozzarellascheiben belegen, dem Parmesan bestreuen und für ca. 20 Min. in den Backofen geben. Die letzten 5 Min. den Grill zuschalten, bis die Oberfläche goldgelb ist.

Die fertige Lasagne aus dem Backofen nehmen, etwas abkühlen lassen und servieren.

Kürbislasagne

Da es zur Zeit überall Kürbis zu kaufen gibt, wollte ich mal wieder etwas mit Kürbis machen. Zuerst dachte ich an Kürbisgnocchi, dann aber habe ich die Kürbislasagne von Jamie Oliver entdeckt. Die Zutaten sowie Gewürze gefielen mir. Und das Resultat war wirklich fantastisch – dickes Lob gab es auch von Herrn Schnürschuh!

Die Kürbisgnocchi gibt es demnächst…

Zutaten für eine mittelgroße Lasagneform:

– 4 Scheiben Räucherspeck
– 1 Prise Zimt
– 1 Zwiebel, fein gehackt
– 1 Möhre, fein gehackt
– 1 Knoblauchzehe, geschält und fein gehackt
– 1 TL Oregano
– 1 TL Rosmarin
– 1 TL Thymian
– Olivenöl
– 250 g Rinderhackfleisch
– ca. 400 mL pürierte Tomaten
– 1 Schuss Glas Rotwein
– 2 Lorbeerblätter
– 1 Kürbis, geschält, entkernt und in Spalten geschnitten
– Salz und Pfeffer
– 1 TL Koriandersamen, zerstoßen
– Chilipulver
– Lasagneblätter
– Mozzarella
– 300 g Crème fraîche
– 2 Sardellenfilets, fein gehackt
– 1 Handvoll frisch geriebener Parmesan
– Salz und Pfeffer
– etwas Milch (nach Belieben)

Zubereitung:

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Den Speck in feine Streifen schneiden und mit dem Zimt in einem ofenfesten Topf oder einer Pfanne sanft anbraten, Zwiebeln, Möhre, Knoblauch, Kräuter und etwas Olivenöl dazugeben, alles vermischen und das Rinderhackfleisch dazugeben. Unter Rühren etwa 5 Minuten kräftig anbraten, danach die pürierten Tomaten, Wein und Lorbeerblätter untermischen und zum Kochen bringen. Den Topf mit angefeuchtetem Pergamentpapier und zusätzlich mit einem Deckel verschließen und für 2 Stunden in den Ofen schieben; oder bei mäßiger Hitze auf dem Herd 1½ Stunden köcheln lassen.

Die Kürbisspalten mit Olivenöl einreiben und Salz, Pfeffer, Koriander und Chili darüber streuen. In eine Form geben und 45 Minuten im Ofen schmoren. In der Zwischenzeit die weiße Soße zubereiten. Dafür die Crème fraîche mit den Sardellen und dem Parmesan vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Bei Bedarf mit ein wenig Milch verdünnen.

Sobald die drei „Schichten“ fertig sind, die Ofentemperatur auf 200 °C erhöhen. Die Auflaufform mit Olivenöl ausstreichen und den Boden mit Lasagneblättern auslegen. Eine Schicht Fleischsoße, ein wenig weiße Soße, mit etwas Parmesan bestreut, einfüllen, darauf eine Lage Teigblätter, eine Schicht der Kürbisstücke und wieder ein wenig von der weißen Soße. Alle diese Schichten noch einmal wiederholen und den Mozzarella darauf verteilen, noch etwas Parmesan darüber reiben und im Ofen 30–35 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.