Bamberger Lebkuchen

Oh je, oh je, hier ist es mau geworden…  😳
Doch ich habe eine gute Ausrede – bin stolze Mami geworden und mein grösstes Hobby muss jetzt erst mal hinten anstehen. Schnelle Gerichte sind angesagt – wie oft ich allein schon Petras leckeres Rote Bete Gratin in den letzten Wochen gemacht habe! Ansonsten gibt es oft Pasta, Suppen und Schmorgerichte, z.B. Herrn Schnürschuhs weltbestes Gulasch!

Trotzdem nicht zu kurz ist die Weihnachtsbäckerei gekommen. Mit der kleinen Maus im Tragetuch oder bei Papa geht das auch irgendwie. Neben unseren liebsten Plätzchensorten (Walnussplätzchen, Vanillekipferl, Spitzbuben und Mini-Quarkstollen) habe ich, wie jedes Jahr, ein neues Rezept ausprobiert (Butter-Zimtplätzchen, gesehen bei Petra) und außerdem Lebkuchen gebacken. Das wollte ich schon lange machen, bisher hat mir aber das notwendige Equipment, die Lebkuchenglocke, gefehlt. Ein geniales Teil, mit dem die Lebkuchen im Nu fertig aufs Blech gezaubert sind. Das Rezept der Lebkuchen habe ich dem Hefterl der Lebkuchenglocke entnommen – dabei habe ich mir die Bamberger Lebkuchen, mit Croissants/Bambergern/Butterhörnchen/Gipferli, ausgesucht. Statt Haselnüssen kamen jedoch Walnüsse aus dem Hause Schnürschuh (danke Albert <3) rein. Meine Mama macht diese Lebkuchen auch immer, sie sind wirklich irre lecker (vielleicht ein Blogbuster Micha?! 😉 ). Beweis: wir haben noch genau 1 Lebkuchen – morgen muss nochmal nachproduziert werden!

Die „Competition“ Vanillekipferl mit und ohne Eigelb wird auf nächstes Jahr vertagt. Dann aber gewiss – weil neugierig bin ich ja schon – kann mir gar nicht vorstellen, dass sie ohne Eigelb noch besser schmecken sollten 😉

Zutaten für 65 Stück (Durchmesser 7 cm): 

– 450 g trockene Butterhörnchen
– 500 g gemahlene Haselnüsse (S: Walnüsse)
– 250 g Mehl
– 600 g Zucker
– 20 g Zimt
– 10 g Kardamom
– 7,5 g Hirschhornsalz
– 75 g Zitronat
– 75 g Orangeat
– 400 mL Wasser
– 3 Eier
– Oblaten (7 cm)
– beste Kuvertüre

Zubereitung:

Die trockenen Butterhörnchen reiben und mit Haselnüssen (S: ich habe die Gipferli grob zerkleinert und mit den Walnüssen im Blender gemahlen), Mehl, Zucker und Gewürzen vermischen. Zitronat und Orangeat zerkleinern (S: fein gehackt) und untermischen. Eier und Wasser zugeben und mit einem Teigschaber zu einem Teig verrühren.

Ofen auf 160 °C Umluft bzw. 180 °C Unter-/Oberhitze vorheizen. Lebkuchenmasse auf die Oblaten streichen bzw. mit Hilfe der Lebkuchenglocke aufbringen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. In den vorgeheizten Backofen schieben und 15-20 Min. backen.

Auskühlen lassen und mit der im Wasserbad geschmolzenen Kuvertüre bestreichen.
In einer Plätzchendose verwahren und am besten einen Tag durchziehen lassen.
Köstlich!

Bamberger Lebkuchen

P.s.: Wer hätte gedacht, wie schwer es ist, in der Schweiz Oblaten zu bekommen – ich musste sie in der Drogerie (!) bestellen… Dafür gibt es aber weltbeste Kuvertüre 😉

Schokoladenturm

Die Kunst unseres Silvestermenüs lag darin, genau so viel zu kochen, wie wir auch aßen, kein bisschen mehr, so dass man nicht Tage danach noch Resteessen machen muss. Das war knifflig beim Amuse-Bouche und bei der Nachspeise, deren Rezept heute dran ist. Damit es mengentechnisch ungefähr stimmte, habe ich die Hälfte des Originalrezepts gemacht – außer bei den Schkoladenblättern, was auch ganz gut war, so konnten wir uns die schönsten Schokoblätter für’s Anrichten aussuchen.

Das Ganze hat sehr gut geklappt. Die Vorbereitungen dafür liefen einen Tag vorher, so dass wir am Silvesterabend nur noch den Turm stapeln mussten.

Gefunden habe ich dieses köstliche Dessert bei Eveline von Küchentanz und nur ein wenig abgewandelt, da ein paar Zutaten nicht parat waren.

Zutaten für 2 Personen: 

Schokoladenblätter
– 15 g Mehl
– 1 Ei
– 35 g Zucker
– 70 mL Milch
– 15 g Mandelmus (S: Haselnussmus)
– 50 g dunkle Schokolade (70 %)

Dunkle Schokoladenmousse
– 1 getrenntes kleines Ei
– 25 g Zucker
– 25 g dunkle Schokolade (70 %)
– 5 g Butter
– 20 g Sahne
– 1 cL Rum

Weiße Schokoladenmousse
– 1 kleines Ei
– 8 g Zucker
– 25 g weiße Kuvertüre (S: weiße Schokolade)
– 25 g Magerquark
– ½ Blatt Gelatine
– 1-2 EL Limettensaft
– 5 mL Vogelbeer-Sirup aus dem Glas (S: 1 TL Aprikosenmarmelade)
– 60 mL Sahne

Zubereitung:

Schokoladenblätter
Ei und Zucker über dem Wasserbad schaumig schlagen. Milch, Schokolade und die Nussmus in einem Töpfchen erwärmen, gut verrühren und wieder abkühlen lassen. Eimasse, Schoko-Nuss-Milch und Mehl zu einem glatten Teig verrühren und abgedeckt 1 Std. kühl stellen.

Backofen auf 160 °C vorheizen.

Die Masse dünn auf ein Silpatt (S: Backpapier) streichen, auf ein Backblech legen, in den Backofen schieben und 10 Min. backen. Blech kurz herausziehen und mit sanftem Druck Schoko-Kreise (oder jede beliebige Form) „vorausstechen“. Das Blech schnell wieder in den Ofen schieben und die Schokoladenblätter in ca. 5 Min. fertig backen. Aus dem Backofen nehmen, ganz kurz abkühlen lassen und die vorgestanzten Kreise im lauwarmen Zustand vorsichtig ablösen.

Dunkle Schokoladenmousse
Schokolade grob hacken und über dem Wasserbad schmelzen. Butter zugeben und verrühren. Eigelb mit 15 g Zucker über dem Wasserbad schaumig schlagen. Vom Wasserbad nehmen und die flüssige Schokolade sowie den Rum unterrühren. Sahne schlagen. Eiweiß mit 10 g Zucker zu Schnee schlagen. Beides vorsichtig unter die Schokoladencreme heben. In einen Spritzbeutel füllen, verschnüren und mind. 4 Std., besser über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

Weiße Schokoladenmousse
Schokolade grob hacken und über dem Wasserbad schmelzen. Ei und Zucker über dem Wasserbad schaumig schlagen. Vom Wasserbad nehmen und die geschmolzene Schokolade sowie den Magerquark unterrühren. Gelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und in dem leicht erwärmten Limettensaft auflösen. Zusammen mit dem Vogelbeersirup (S: Aprikosenmarmelade) unter die Creme rühren. Sahne schlagen und kurz bevor die Mousse beginnt einzudicken unterheben. In einen Spritzbeutel füllen, verschnüren und mind. 4 Std., besser über Nacht, im Kühlschrank durchziehen lassen.

Zum Schluss muss das Kunstwerk nur noch hübsch aufgetürmt und serviert werden. Voilà.