Mezze-Abend No.2

Ich habe es bestimmt schon zig mal erwähnt. Ich l i e b e Mezze. Es gibt nichts Schöneres als einen Tisch voller verschiedener Schüsselchen, wo man sich überall genüsslich etwas heraus stibitzen kann. Dabei ist alles möglich – Salat, Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte, Mus/Püree, Frittiertes, Brot, … und dies mit orientalischen Aromen, Gewürzen und Kräutern – Minze, Petersilie, Koriander, Kreuzkümmel, Piment, Zimt, Zitrone, Granatapfel, … Einfach fantastisch!

Vor kurzem besuchten uns Herr Schnürschuhs Bruder und dessen Freundin. Die Gelegenheit für mich! Ich nahm mir einen Tag frei und schnippelte, kochte, buk, brutzelte. Welch eine Freude. Ich hoffe die beiden haben die Mezzetafel genauso genossen wie wir!

Hierzu gibt es diesmal einen großen Monsterblogeintrag mit allen Rezepten des Abends. Leider hab ich für einige Gerichte keine Bilder, aber die werden nachgetragen.

Mezzeabend
–       Hummus mit Kawarma
–       Baba Ghanoush
–       Basmati- & Wildreis mit Kichererbsen, Korinthen und Kräutern
–       Orientalischer Salat
–       Marinierte Auberginen
–       Marinierte Möhren
–       Fladenbrot
–       Pistazien Crème brûlée

Mein Standardwerk für Mezze ist das Kochbuch Jerusalem von Ottolenghi. Trend hin oder her, es ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Das ganze Buch ist vollgeklebt mit „Einmerkerln“, es gibt fast kein Gericht, welches ich nicht gern ausprobieren möchte und alle bisher erprobten sind einwandfrei gelungen und haben fantastisch geschmeckt. Es folgt noch eine Liste mit bereits für lecker befunden Gerichten aus dem Buch und eine mit Gerichten, die ich gerne als Nächstes ausprobieren möchte.

Viele tolle Rezepte gibt es natürlich noch bei den Bloggerkollegen im Netz. Zudem besitze ich noch das Kochbuch Veggiestan von Sally Butcher, woraus ich auch schon leckere orientalische Köstlichkeiten gekocht habe (z.B. hier).

Wichtig, für eine tolle Mezzetafel, ist viel, viel Zeit. Für eine Handvoll Schüsselchen braucht man schon mal einen ganzen Tag. Doch es lohnt sich!

Leckere Rezepte aus Jerusalem:
– Na’amas Fattoush
– Würzige Kichererbsen mit buntem Salat
– Salat von geröstetem Blumenkohl mit Haselnüssen (Blogbuster)
– Tabbouleh
– Sabih
– Mejadra
– Couscous mit Tomate & Zwiebel
– Fisch-Kebabs mit Auberginenpüree

Todo Rezepte aus Jerusalem:
– Butternusskürbis mit Tahini- Sauce & Zatar
– Bohnen-Paprika-Salat
– Kohlrabisalat
– Auberginen mit Chermoula, Bulgur & Joghurt
– A’ja (Brotfrikadellen)
– Würziger Möhrensalat
– Falafel
– Auberginensuppe mit Mograbieh (woher krieg ich nur diese großen Couscouskügelchen… )
– Fleischbällchen (muss noch eine Quelle für gutes Lammhackfleisch auftun…)
– Fischfrikadellen in Tomatensoße
– Sfiha oder Lahm Bi’ajeen
– …


Hummus

Es hat ein paar Anläufe gedauert, bis der Hummus so wurde, wie wir es uns vorgestellt haben. Doch dank der Tipps unseres libanesischen Kollegens Mohamad sowie guter Zutaten klappt es inzwischen einwandfrei. Die Zubereitung ist zwar ein bisserl (!) aufwändig, aber es lohnt sich! Das Zeug schmeckt so so so gut, einfach zum reinlegen!

Das Grundrezept lieferte uns Ottolenghi (Jerusalem). Ich modifiziere es nur leicht ab, indem weniger Knoblauch verwende und diesen vorher anbrate, da ich rohen Knoblauch nicht so gut vertrage. Außerdem benutze ich etwas weniger Tahini und meist braucht es mehr eiskaltes Wasser und Zitronensaft als angegeben – das mache ich einfach nach Gefühl, bis Konsistenz und Geschmack perfekt cremig sind.

Laut meines Kollegen darf man auf keinen Fall Kichererbsen aus der Dose nehmen und noch wichtiger ist es die Kichererbsen zu schälen. Seine Mutter benutzt dafür einfach eine flotte Lotte – schälen und pürieren gleichzeitig. Haben wir leider nicht. Das heißt ich setze mich nach dem Kochen der Kichererbsen mit der großen Schüssel an den Esszimmertisch und häute jede Kichererbse einzeln – eine Heidenarbeit! Wichtig dabei: die Kichererbsen nicht zu lange kochen, dann sind sie total zermatscht und das Häuten ein Drama! Ob ich mir vielleicht doch eines Tage so eine flotte Lotte zulegen soll? Eigentlich hab ich ja Kücheninstrumentekaufverbot… Doch bevor ich mir so etwas zulege, muss ich sowieso erst mal testen, ob das hinhaut.

Für das eiskalte Wasser nehme ich ein Glas Wasser und friere es ein, bevor ich beginne die Kichererbsen zu kochen. So ist es wunderbar, wenn ich beim Pürierschritt angelangt bin.

Gute Kichererbsen und das beste Tahini bekomme ich von Rapunzel.

Zutaten für 6 Personen:

– 250 g Kichererbsen, getrocknet
– 1 TL Backnatron
– 270 g helles Tahini (S: weniger)
– 4 EL Zitronensaft
– 4 Knoblauchzehen (S: 1 Zehe)
– 1½ TL Salz
– 100 mL eiskaltes Wasser (S: nach Bedarf, meistens mehr)
– Öl

Zubereitung:

Die Kichererbsen am Tag zuvor mit reichlich Wasser (doppelte Menge) bedecken und über Nacht einweichen. Am nächsten Tag abgießen, abtropfen lassen und mit dem Natron in einen Topf geben. Bei starker Hitze ca. 3 Min. unter Rühren erhitzen. Mit 1.5 L Wasser auffüllen, zum Kochen bringen und abschäumen. Weich (so dass man sie einfach zwischen den Fingern zerdrücken kann), aber nicht zu weich (Matsch) kochen – das dauert je nach Sorte/Alter zwischen 20 und 40 Min.

In der Zwischenzeit den Knoblauch schälen, fein schneiden und in etwas Öl sanft anbraten.

Kichererbsen abgießen und häuten. Anschließend zusammen mit Tahini, Knoblauch, Zitronensaft, Salz und dem eiskalten Wasser pürieren, bis eine glatte, cremige Paste entstanden ist. Abschmecken, abdecken und mind. 30 Min. ruhen lassen. Vor dem Servieren mit etwas Olivenöl beträufeln.

Hummus


Kawarma

Meine Liebe zu Lamm hält sich in Grenzen. Denn habe ich kein ordentliches Stück Fleisch, kann ich es einfach nicht essen. Soll es doch nicht „bockeln“! In Luzern kaufe ich Lammfleisch nur noch bei Holzenfleisch. Ein Stand von Holzenfleisch findet sich jeden Samstag auf dem Luzerner Markt. Für Spezialwünsche (z.B. Schweinebraten) kann man auch vorbestellen.

Kawarma muss ordentlich lange mariniert werden und wird dann nach dem Anbraten auf Hummus serviert. Es begleitet uns fast immer, meist als einziges Fleischgericht, wenn wir Mezze machen.

Zutaten für 6 Personen:

Fleisch
– 300 g Lammnacken (S: mageres Stück vom Lamm)
– 1 EL Butter oder Ghee
– 1 TL Olivenöl

Marinade
– ¼ TL gemahlener schwarzer Pfeffer
– ¼ TL gemahlener weißer Pfeffer
– 1 TL gemahlener Piment
– ½ TL Zimt
– 1 kräftige Prise frisch geriebene Muskatnuss
– 1 TL getrockenete Za’atar- oder Oreganoblätter, zerrieben (S: Oregano)
– 1 EL Weißweinessig
– 1 EL gehackte Minze
– 1 EL gehackte Petersilie
– 1 TL Salz

Zubereitung:

Lammfleisch in kleine Stücke schneiden. Alle Zutaten für die Marinade und das Fleisch in eine Schüssel geben, gut vermengen und zugedeckt im Kühlschrank mind. 30 Min. durchziehen lassen (S: länger oder über Nacht).

Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Butter oder Ghee und Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze heiß werden lassen. Das Fleisch portionsweise 2 Min. braten. Es sollte in der Mitte noch leicht rosa sein. Auf Hummus servieren.

Hummus mit Kawarma


Orientalischer Salat

Den Salat mache ich, je nach Zutaten die ich gerade parat habe. Nicht fehlen dürfen jedoch frische Kräuter, wie Minze, Koriander und Petersilie! Perfekt ist er mit Granatapfelkernen.

Zutaten für 4 Personen:

– 1 Nostrano Gurke
– 1 Paprika
– eine gute Handvoll Cocktail- oder Datteltomaten
– eine Handvoll Radieserl
– 1 rote Zwiebel
– 1 kleine Chili
– ½ Granatapfel
– 1 EL gehackte Minze
– 1 EL gehacktes Korinadergrün
– 1 EL gehackte Petersilie
– Salz, Pfeffer
– Olivenöl
– Zitronen- oder Limettensaft
– 1 Prise Zucker

Zubereitung:

Gemüse putzen. Gurke, Paprika und Zwiebel in mittelgroße Würfel schneiden. Tomaten halbieren oder vierteln. Radieserl halbieren und in Scheiben schneiden. Chili fein hacken. Granatapfelkerne auslösen. Alles zusammen mit den frisch gehackten Kräutern in eine Schüssel geben und mit etwas Zitronen- oder Limettensaft, Salz, Pfeffer, Zucker und Olivenöl abschmecken.


Baba Ghanoush

Der Auberginendip ist auch so etwas Köstliches! Hmmmm! Leider, leider habe ich nicht die Möglichkeit die Auberginen zu grillen. So bekämen sie noch ein schönes Raucharoma. Aber bald, bald werden wir einen Balkon haben und dann werde ich Auberginen grillen was das Zeug hält!

Das Rezept ist ebenfalls aus Ottolenghis Jerusalem. Allerdings habe ich noch etwas Tahini reingemogelt. Es scheiden sich ja die Geister, ob das Sesammus da nun reingehört oder nicht. Ich mag es jedoch, wird das Baba Ghanoush dadurch noch cremiger. Laut Mohamad kommt auch Tahini rein.

Zutaten für 4 Personen:

– 4 große Auberginen
– 2 Knoblauchzehen, zerdrückt (S: 1 Zehe)
– abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
– 2 EL Zitronensaft
– 5 EL Olivenöl
– 2 EL hackte Petersilie
– 2 EL Minze
– ½ Granatapfel
– 1-2 EL Tahini
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Auberginen von allen Seiten mit einem Messer einstechen. Auf das Backblech legen und unter dem Backofengrill mind. 1 Stunde brutzeln lassen, bis sie aufplatzen und zerfallen. Dabei alle 20 Min. wenden. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit den Knoblauch schälen, fein schneiden und in etwas Öl sanft anbraten. Beiseite stellen.

Auberginen aufschneiden und mit Hilfe eines Löffels das Fruchtfleisch herausschaben. In einen Sieb geben und mind. 1 Stunde abtropfen lassen. Anschließend in eine große Schüssel geben und mit Knoblauch, Zitronensaft, -schale (ein wenig für die Garnitur aufheben), Tahini und Olivenöl vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mind. 1 Stunde bei Zimmertemperatur durchziehen lassen.

Kurz vor dem Servieren die frisch gehackten Kräuter unterziehen, nochmals abschmecken und mit etwas Zitronenschale und den Granatapfelkernen garnieren.


Basmati- & Wildreis mit Kichererbsen, Korinthen und Kräutern

Den Reis gab es auch schön öfter im Hause Schnürschuh. Meist als Einzelgericht mit Salat. Eine schöne Kombination, vor allem mit den Röstzwiebeln! Ebenfalls aus Ottolenghis Jerusalem.

Zutaten für 6 Personen:

– 50 g Wildreis
– 2½ EL Olivenöl
– 220 g Basmatireis
– 330 mL kochendes Wasser
– 2 TL Kreuzkümmelsamen
– 1½ TL Currypulver
– 240 g gegarte Kichererbsen (S: geschält)
– 180 mL SonnenbluDimenöl (S: Rapsöl)
– 1 mittelgroße Zwiebel
– ½ TL Mehl
– 100 g Korinthen (S: Rosinen)
– 2 EL gehackte Petersilie
– 1 EL gehacktes Koriandergrün
– 1 EL gehackter Dill
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Wildreis in einem kleinen Topf mit reichlich Wasser bedecken, zum Kochen bringen und etwa 40 Min. köcheln lassen, bis die Körner gar, aber noch bissfest sind. Abgießen und zur Seite stellen.

1 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen. Den Basmatireis mit ¼ TL Salz unter Rühren darin anschwitzen. Das kochende Wasser angießen und den Reis zugedeckt ca. 15 Min. bei sehr geringer Hitze garen. Topf vom Herd ziehen, Deckel abnehmen, den Topf mit einem Geschirrtuch abdecken und den Deckel wieder auflegen. 10 Min. ruhen lassen.

Restliches Öl in einem kleinen Topf erhitzen. Kreuzkümmel sowie Currypulver einige Sekunden darin anschwitzen und sofort die Kichererbsen mit ¼ TL Salz hinzufügen. 1-2 Min. unter Rühren erwärmen, dann in eine große Schüssel füllen.

Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Den Topf mit Küchenpapier ausreiben, Sonnenblumenöl (S: Rapsöl) hineinfüllen und bei starker Hitze heiß werden lassen. Das Öl ist richtig temperiert, wenn an einem eingetauchten Zahnstocher Bläschen hochsteigen. Die Zwiebelringe in Mehl wenden, bis sie damit überzogen sind und portionsweise im heißen Öl 2-3 Min. goldbraun frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Salz bestreuen.

Den Reis mit den Kichererbsen, Korinthen (S: Rosinen), Kräutern und Zwiebelringen mischen, noch einmal abschmecken und warm oder bei Zimmertemperatur servieren.


Marinierte Auberginen

Neben Hummus gehört dieses Gericht zu meinen absoluten Favoriten. Aus den „einfachen“ Auberginen wird etwas richtig leckeres. Wichtig dabei ist es, die Marinade rechtzeitig vorzubereiten, so dass die Auberginen, direkt aus dem Ofen kommend, damit vermengt werden können. Gut durchgezogen dann ein Genuss! Gefunden habe ich das Rezept bei delicious days. Nicky hat es, weil das ja klar ist, etwas adaptiert von Ottolenghi (The Cookbook).

Zutaten für 4 Personen:

Auberginen
– 2-3 Auberginen
– Olivenöl
– Meersalz
– frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Marinade
– 5 EL Olivenöl
– 5 EL Zitronensaft
– 1 kleiner Chili
– 3-4 EL Kräuter (S: Minze, Koriander, Petersilie)
– 1-2 Knoblauchzehen
– Meersalz
– frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Enden der Auberginen abschneiden und diese quer in 2 gleich große Hälften teilen. Die Hälften der Länge nach halbieren und jedes Stück in sechs bis acht Spalten schneiden. Am Ende sollen alle Spalten ungefähr gleich groß sein.

Die Spalten mit Olivenöl einpinseln, mit der Hautseite nach unten auf das Backblech setzen und mit Salz und Pfeffer würzen. Im Backofen 20-25 Min. backen, bis die Ecken anfangen zu bräunen und die Spalten weich sind.

In der Zwischenzeit die Marinade vorbereiten. Chili putzen, Kerne bei Bedarf entfernen und fein schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken (S: vorher angebraten), Kräuter grob hacken. Alle Zutaten für die Marinade in einer Schüssel vermischen. Beiseite stellen.

Sobald die Auberginen fertig sind, aus dem Ofen holen und sogleich vorsichtig mit der Marinade vermengen. Gut durchziehen lassen, am besten über Nacht.

Marinierte Auberginen


Marinierte Möhren

Den orientalischen Möhrensalat habe ich beim Trüffelschwein gefunden. Ideal, wenn es junge Karotten gibt. Hier gilt auch – die warmen Möhren mit der Marinade vermengen und gut durchziehen lassen. Köstlich!

Zutaten für 4 Personen:

– 500 g Bundkarotten
– 1 Knoblauchzehe
– 2 EL Rotweinweinessig
– 2 EL Olivenöl
– 1 TL Harissa
– 1 TL Kreuzkümmelpulver
– ¾ TL Salz
– 1 EL schwarze Sesamsamen

Zubereitung:

Karotten putzen, Grün entfernen, anschließend längs halbieren. In Salzwasser ca. 2 Minuten blanchieren. Abgießen und abtropfen lassen. Knoblauch (S: vorher angebraten) fein hacken und mit den restlichen Zutaten vermengen. Sofort mit den Möhren mischen. Mind. 20 Minuten ziehen lassen.

Zum Servieren Karotten anrichten und mit Sesamsamen bestreuen.


Fladenbrot

Dieses Fladenbrot habe ich schon unzählige Male gemacht. Es klappt immer, geht super fix und lässt sich wunderbar einfrieren. Ich mache für Herrn Schnürschuh und mich meist das halbe Rezept, das reicht uns locker. Danke Jessica von berliner küche für dieses klasse Rezept!

Zutaten für 1 großes Laib:

– 450 g Mehl
– 300 ml Wasser (lauwarm)
– 20 g frische Hefe
– 1 TL Zucker
– 1 TL Salz
– Olivenöl
– Sesam
– Schwarzkümmel

Zubereitung:

Die Hefe mit dem Zucker im lauwarmen Wasser auflösen und anschließend mit dem Mehl und dem Salz zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig mindestens eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen (gerne auch länger). Wenn er seine Größe etwa verdoppelt hat, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, mit Mehl bestäuben und vorsichtig in Form bringen. Mit dem Finger ein paar Vertiefungen in den Teig drücken und noch einmal für 30 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 230°C vorheizen. Das Fladenbrot mit Olivenöl bepinseln und mit Schwarzkümmel sowie Sesam bestreuen. Nun für 10 bis 15 Minuten backen, bis es von außen goldbraun ist.

Fladenbrot


Pistazien Crème brûlée

Als Dessert gab es Crème brûlée mit Pistazien und Kardamom für die orientalische Note. Gefunden bei Britta von Kamafoodra, die es wiederum hier entdeckt hat.

Der Klassiker geht immer und schmeckt immer. Mir war es eine Note zu süß, nächstes Mal würde ich weniger Zucker nehmen – wie bei meiner klassischen Crème brûlée. Auch bei der Zubereitung habe ich mich an dieses Rezept gehalten.

Zutaten für 6 Personen:

– 80 g Zucker (S: künftig weniger)
– 50 g Pistazien, geschält und ungesalzen
– 4 Eigelb
– 250 ml Vollmilch
– 250 ml Sahne
– 1 Vanilleschote
– einige Tropfen Bittermandelöl (S: 1 Prise Kardamom)
– etwas Zucker zum Karamellisieren

Zubereitung:
Backofen auf 120 °C (Umluft) vorheizen. Backblech mit einem Backpapier auslegen. Die Crème Brûlée Förmchen darauf stellen. 1-1.5 L Wasser zum Kochen bringen.

Die Pistazien im Mixer fein mahlen.

Milch und Sahne in einen Topf geben. Vanilleschote auskratzen und Mark sowie Schote in die Sahne-Milch-Mischung geben. Das Ganze einmal aufkochen und mit einer Prise Kardamom verfeinern.

In der Zwischenzeit die Eigelbe in eine Schüssel geben und mit dem Zucker zu einer hellen Masse aufschlagen. Pistazien in die Masse einrühren. Die Sahne-Milch-Mischung durch einen Sieb langsam in die Eigelb-Pistazien-Masse rühren. Dabei aufpassen, dass sich keine Blasen bilden.

Die Crème in die Förmchen füllen und das Blech vorsichtig in den vorgeheizten Backofen balancieren. Soviel von dem heißen Wasser ins Blech gießen bis die Förmchen zur Hälfte im Wasser stehen. 25-30 Min. garen.

Blech aus dem Ofen nehmen, die Förmchen vorsichtig aus dem heißen Wasser nehmen und abkühlen lassen (bzw. über Nacht im Kühlschrank aufbewahren). Zum Abschluss die Crème mit braunem Zucker bestreuen und mit dem Bunsenbrenner hellbraun karamellisieren.

Couscous mit geschmorten Kichererbsen und würzigen Auberginenwürfeln

Nur schon die Zutatenliste verriet mir, dass dieses Gericht der Knaller sein wird. Sehr, sehr köstlich! Gefunden hier, was von hier kommt und ursprünglich von hier ist.

Zutaten für 2 Personen:

Auberginen
– 1 grosse Aubergine
– ½ Bund Minze
– Saft von 1 Zitrone
– 2 Knoblauchzehen
– 1 TL Koriander, gemahlen
– 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
– 1 TL Paprikapulver
– 1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
– ½ TL Cayennepfeffer
– ½ TL Harissapaste
– ½ TL Salz
– 2 EL Olivenöl

Kichererbsen
– 1 Zwiebel
– 1 EL Öl
– 1 Knoblauchzehe
– ½ TL Paprikapulver
– 1 Prise Cayennepfeffer
– 1 Dose gehackte Tomaten
– 75-100 mL Gemüsebrühe
– 1 TL Zucker
– 1-2 EL Tomatenmark
– 1 Dose Kichererbsen
– 1 Lorbeerblatt
– Salz
– 1 EL frischer Koriander

Couscous
– 150 g Couscous
– 300 mL Gemüsebrühe
– geriebene Schale ½ Zitrone
– 25 g Mandelblättchen
– 35 g getrocknete Aprikosen
– 1-2 EL Rosinen
– 1-2 EL frischer Koriander
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Auberginen
Aubergine in grobe Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Minze hacken, Knoblauch schälen und fein hacken. Beides mit den restlichen Zutaten zu einer Marinade verrühren. Über die Auberginenwürfel geben und alles gut miteinander vermengen. Abdecken und mind. 30 Min. marinieren.

Backofen auf 190 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die marinierten Auberginenwürfel gleichmäßig auf dem Backblech verteilen und ca. 30 Min. im Backofen rösten.

Kichererbsen
Zwiebel schälen und in feine Scheiben schneiden. Knoblauch schälen, fein hacken. Kichererbsen waschen und gut abtropfen lassen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin anbraten, bis sie beginnen leicht braun zu werden. Knoblauch zugeben und weitere 2 Min. unter Rühren braten. Gemüsebrühe, gehackte Tomaten und Zucker zugeben und bei niedriger Temperatur simmern lassen, bis die Soße etwas eingedickt ist. Tomatenmark, Kichererbsen und Lorbeerblatt hinzufügen und weitere 5 Min. simmern lassen. In der Zwischenzeit den Koriander hacken. Zuletzt noch die Soße mit Salz abschmecken, den Koriander unterrühren und das Lorbeerblatt entfernen.

Couscous
Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett rösten. Aprikosen in kleine Würfel schneiden. Koriander hacken. Couscous in einen Topf geben und mit heißer Gemüsebrühe übergießen. Zum Kochen bringen, abdecken und vom Herd ziehen. Nach ca. 5 Min. quellen mit einer Gabel auflockern. Aprikosen, Rosinen, Mandelblättchen, Zitronenschale und Koriander zugeben und alles gut miteinander verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Schließlich auf einem großen Teller in der Reihenfolge – Couscous, Kichererbsen, geröstete Auberginen – anrichten und servieren.

Couscous, Kichererbsen, Aubergine

Knusper-Ricotta-Gnocchi mit Spinat-Koriander-Pesto

Schon länger will ich unbedingt Pankomehl ausprobieren. Überall liest man davon, wie schön knusprig eine Panade damit würde. Bei Herrn Schnürschuh musste ich dafür erst einiges an Überzeugungsarbeit leisten – bat er mir doch an stattdessen aus altem Baguette selbst sowas herzustellen… Nix da. Ab in den Asialaden. Kaufen! Schließlich habe ich dafür auch noch ein vielversprechendes Rezept bei Simone von pi mal butter entdeckt! Die Ricotta-Gnocchi gab es bereits, sie sind klasse und ruckizucki hergestellt. Diese dann in orientalisch gewürztem Pankomehl zu panieren und rauszubrutzeln löste große Entzückung bei mir aus. Dazu ein Pesto aus Spinat und Koriander – klingt das nicht gut?
(Lediglich die Kichererbsen habe ich aus logistischen Gründen 😉 weggelassen)

Zutaten für 2 Personen:

Ricotta-Gnocchi
siehe hier

Panade
– ca. 4 EL Pankomehl (S: a bisserl mehr)
– 1 gehäufter TL Golden Spice Mix (siehe Mordswaffen)
– Abrieb und Saft einer halben Bio-Zitrone (S: nur ein paar Spritzer Zitronensaft)

Sonstiges
– Rapsöl

Pesto
– 250 g Blattspinat
– ½ Knoblauchzehe
– 1 kleines Bund Koriandergrün
– 1 EL Pinienkerne
– Olivenöl
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Knusper-Gnocchi
Die Gnocchi wie hier beschrieben zubereiten. Auf einem mit Öl bepinseltem Teller parat legen.

Aus dem Pankomehl, der Gewürzmischung, dem Zitronenabrieb und -saft die Panade herstellen. In einen tiefen Teller geben und die noch lauwarmen Gnocchi darin wälzen. Die Panade gut andrücken.

Ordentlich Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die panierten Gnocchi darin knusprig rausbraten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Pesto
Spinat waschen und gut abtropfen lassen. Den Knoblauch in etwas Olivenöl anbraten. Spinat zugeben, salzen und pfeffern und zusammenfallen lassen. Spinat vom Herd ziehen und etwas abkühlen lassen. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl rösten. Koriander waschen und gut abschütteln, grobe Stiele entfernen.

Spinat, Pinienkerne, Koriandergrün und etwas Olivenöl zu einem feinen Pesto vermixen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Schließlich die knusprigen Ricotta-Gnocchi mit dem Pesto servieren. Bei Bedarf noch mit etwas Zitronensaft beträufeln.

Knusper-Gnocchi

Orientalisch: Hackspieße mit Karottenpüree

Als vor ungefähr einem Monat bushcooks kitchen die Lammhackspieße mit orientalischem Kartoffelpüree postete, kam der Link sogleich auf meine Nachkochliste. Vor allem das Karottenpürre hat es mir angetan.

Groß abändern braucht man da nix – schmeckt einfach fantastisch, das Karottenpüree ein Gedicht – es wird mir mit Sicherheit treu bleiben! Nur aus Lammhack wurde Rinderhack. Ich bin nicht soooo der Lammfan…

Zutaten für 2 Personen:

Hackspieße
– 250 g Lammhack (S: Rinderhack)
– 2-3 Stängel Petersilie
– ½ Knoblauchzehe
– ½ TL scharfer Senf
– ½ TL Kreuzkümmelsamen
– ½ TL Zimtpulver
– Öl
– Salz, Pfeffer
– große Holzspieße

Karottenpüree
– 500 g Karotten
– Olivenöl
– ½-1 TL Zucker
– 2 TL Kreuzkümmelsamen
– ½ TL Zimt
– ½ TL Kurkuma
– ½ TL Chilipulver
– 1 Orange
– Salz, Pfeffer

Joghurt
– 200 g Joghurt mit 10% Fett
– 2-3 Stängel Petersilie
– ½ Knoblauchzehe, fein gehackt
– Olivenöl
– Salz, Pfeffer
– weißer Sesam

Zubereitung:

Hackspieße
Petersilie hacken. Knoblauch schälen und fein hacken. Kreuzkümmelsamen in einer Pfanne erhitzen, bis sie zu duften beginne. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen und fein mahlen.

Hackfleisch, Petersilie, Knoblauch, Senf, gemahlenen Kreuzkümmel und Zimt in eine große Schüssel geben und zu einer homogenen Masse verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit den Fingern kleine ovale „Knödel“ um das obere Ende der Holzspieße „bauen“ und leicht andrücken. Auf einem großen Teller zwischenlagern.

Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Spieße darin von allen Seiten schön anbraten.

Karottenpüree
Karotten schälen und in dünne Scheiben schneiden. In einen Topf geben, mit Salz und Zucker bestreuen. Etwas Wasser ziehen lassen. Ein bisschen Olivenöl zugeben und den Topf auf den Herd stellen. Zum Kochen bringen. Bei niedriger Temperatur zugedeckt weich kochen.

In der Zwischenzeit den Kreuzkümmel in der Pfanne erhitzen, bis er duftet. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen, fein mahlen und mit Zimt, Kurkuma und Chili vermengen. Die Orange auspressen.

Die Karotten mit dem Saft der Orange pürieren. Die Gewürze unterrühren. Mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Joghurt
Den Joghurt mit frisch gehackter Petersilie vermengen und mit ein bisschen Knofi, Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken.

Zuletzt den weißen Sesam in einer Pfanne ohne Öl rösten und anrichten! Dafür das Karottenpüree auf einen Teller geben, dazu den Joghurt und etwas Sesam. Den Hackspieß oben drauf legen und sogleich servieren.

Orientalisch: Hackspieße mit Karottenpüree

Kosheri

Ottolenghi hat mal wieder zugeschlagen! Heute gab es ein Gericht aus seinem Buch Das KochbuchKosheri! In Ägypten zu Hause und heiß begehrt, daher wird es dort an jeder Ecke angeboten. In Kosheri sind Nudeln, Reis und Linsen auf einmal – das habe ich noch nie gehabt. Dazu gibt es eine feurige Tomatensoße.

Wauhhh. Wirklich köstlich! Kommt in die „das machen wir jetzt öfter“ Kategorie.

Zutaten für 2 Personen: 

Tomatensoße
– Olivenöl
– 1 Knoblauchzehe
– 2 Chilis
– 1 Dose gehackte Tomaten
– 2 EL Apfelessig
– ½ – 1 TL Kreuzkümmel
– Salz, Pfeffer
– 1 Bund frischer Koriander

Kosheri
– 150 g grüne Linsen
– 100 g Basmatireis
– 20 g Butter
– 25 g kurze Fadennudeln
– 200 mL Wasser
– 1 Messerspitze Muskatnuss
– ½ TL Zimt
– Salz, Pfeffer
– Olivenöl
– 2 Zwiebeln

Zubereitung:

Tomatensoße
Knoblauch schälen und andrücken. Chilis putzen, entkernen und fein hacken. Olivenöl in einem Topf erhitzen, den Knoblauch und die Chilischoten hineingeben und 2 Min. anbraten. Tomaten, Essig und Kreuzkümmel zugeben und zum Kochen bringen. Bei niedriger Temperatur 30-40 Min. köcheln lassen, bis die Soße etwas eingedickt ist. Vom Herd nehmen, Knoblauch ‚rausfischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, Koriander grob hacken und unterrühren. Kurz vor der Servieren nochmal erhitzen.

Kosheri
Die Linsen in einen Sieb geben und unter fließendem kaltem Wasser abspülen. In einen großen Topf füllen, mit reichlich kaltem Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Bei niedriger Temperatur 20-25 Min. köcheln lassen. Abgießen und beiseite stellen.

Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebeln zugeben und bei mittlerer Temperatur 20-30 Min. braten, bis sie goldbraun sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Reis in eine Schüssel füllen, mit kaltem Wasser bedecken, waschen und gründlich abtropfen lassen. Die Butter in einem großen Topf zerlassen. Die Fadennudeln zugeben und unter ständigem Rühren goldbraun braten. Reis zugeben, rühren, bis die Körner vollständig von der Butter überzogen sind. Frisch geriebene Muskatnuss, Zimt, Salz und Pfeffer zugeben und zum Kochen bringen. Geschlossen bei niedriger Temperatur 12 Min. köcheln lassen. Herd ausschalten, den Deckel abnehmen, den Topf mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und den Deckel wieder auflegen. 5 Min. stehen lassen.

Zum Servieren den Reis mit einer Gabel auflockern, die Linsen und den Großteil der Zwiebeln untermischen. Nach Bedarf nochmals abschmecken. Auf dem Teller zu einem Berg auftürmen, mit den restlichen Zwiebeln garnieren und mit der Tomatensoße servieren.

Filetscheiben mit buntem Gemüse

Herr Schnürschuh traf die Essensauswahl letztes Wochenende und wünschte sich Asiatisch! Einmal gab es Seafood-Spieße (Rezept folgt), einmal Filetscheiben mit buntem Gemüse. Alles aus dem Buch „Asiatisch kochen“ von Teubner. Zutatentechnisch hatten wir leider Einiges nicht da und nach Gutdünken ersetzt. Schmeckte trotzdem hervorragend!


Zutaten für 2 Personen:

Filet
– 200 g Filetspitzen vom Rind
– 60 mL dunkle Sojasoße
– Salz, Pfeffer
– 1 TL Dajon (S: 5-Gewürze-Pulver)
– 1 Messerspitze gemahlener Koriander
– 1 Messerspitze gemahlener Kreuzkümmel

Vinaigrette
– 50 mL Rinderfond
– 1 kleine Knoblauchzehe
– ½ TL frisch geriebener Ingwer
– 1 Messerspitze Dajon (S: 5-Gewürze-Pulver)
– 20 mL helle Sojasoße
– 25 mL geröstetes Sesamöl
– 12 mL Pflanzenöl
– 1 EL chinesischer Essig (S: Reisessig)
– 1 TL Steinpetersilie (S: Petersilie)

Gemüse
– je 50 g grüne, gelbe, rote Paprika
– 40 g Zuckerschoten
– 50 g frische Shiitake-Pilze
– 30 g Sojasprossen
– 30 mL Sesamöl
– 2 EL Rinderjus

Reis
– 150 g Nishiki-Reis (S: Basmatireis)
– Salz

Zubereitung:

Filet
Das Filet parieren und in dünne Scheiben schneiden. In eine Schüssel geben. Für die Marinade alle Zutaten miteinander vermengen und über das Fleisch gießen. Zudecken und mind. 2 Std. im Kühlschrank marinieren.

Vinaigrette
Für die Vinaigrette den Knoblauch schälen und fein hacken. Anschließend den Fond in einen Topf geben, Knoblauch, Ingwer und Dajon dazugeben und bei mittlerer Hitze auf die Hälfte einreduzieren. In eine Schüssel füllen und mit Sojasauce, Öl und Essig verrühren. Die Petersilie hacken und untermischen.

Gemüse
Backofen auf 220 °C vorheizen. Paprika säubern, vierteln und auf ein Backblech legen. In den Backofen schieben und darin garen, bis die Haut Blasen wirft. Herausnehmen und unter einem feuchten Geschirrtuch schwitzen lassen. Anschließend die Haut abziehen und die Schoten in feine Streifen schneiden. Die Zuckerschoten putzen und quer in Streifen schneiden. Die Stiele der Shiitakepilze entfernen und die Hüte in Scheiben schneiden.

20 mL Sesamöl in einem Wok (S: Pfanne) rauchheiß erhitzen und die Fleischscheiben unter Wenden darin anbraten. Herausnehmen. Das restliche Öl im Wok erhitzen und die Paprikastreifen darin anbraten. Zuckerschoten und Pilze unterrühren und 2-3 Minuten mitbraten. Zuletzt die Sojasprossen zugeben und unter ständigem Wenden nur ganz kurz mitbraten. Den Wokinhalt mit der Vinaigrette ablöschen. Die Fleischscheiben wieder zugeben und untermischen. Zuletzt den Rinderjus unterrühren.

Den Reis in Salzwasser gar kochen.

Reis auf einen Teller geben oder in Schälchen füllen, einen Löffel Gemüse-Fleisch-Mischung darauf verteilen und servieren.

Vibrant Chicken Curry

Viele Foodblogger haben es schon im Regal stehen. Das Kochbuch 660 Curries von Raghavan Iyer! Vor allem Petra von Foodfreak hat schon sehr viele Rezepte daraus gekocht und es 2008 zum Kochbuch des Jahres gekürt. Aber auch Petra von Chili und Ciabatta kocht gerne aus dem Buch. Nun kitzelt es mir in den Fingern… Wie lange wird es wohl noch dauern, bis es auch in meinem Regal steht… Das Vibrant Chicken Curry von Raghavan Iyer habe ich bei Foodfreak entdeckt, das Rezept aus den Tiefen des Internets gezogen und sofort nachgekocht. Es war super und dank der Zwiebelpaste eine weitere Bereicherung in Sachen Kulinarik.

Die Mengenangaben der Zutaten habe ich zum Nachkochen bewusst vom Original abgeschrieben, denn ich habe die Cups nicht so akurat umgerechnet, sondern eher pi mal Daumen gewurschtelt… Die Mengen, die ich verwendet habe, stehen in Klammern dahinter.

    
        

Zutaten für 4 Personen:

– ¼ Cup Ingwerpaste (siehe Mordswaffen) (S: ca. 20 g)
– 2 EL Knoblauchpaste (siehe Mordswaffen) (S: ca. 1 EL)
– 1 Huhn (1.5 kg, ohne Haut, in 8 Stücke geteilt) (S: 1 Hühnerbrust, in grobe Stücke geschnitten)
– 2 EL Rapsöl (S: a bisserl was)
– 450 mL passierte Tomaten (S: ca. 300 mL)
– ½ Cup Röstzwiebelpaste (siehe Mordswaffen) (S: ca. 30 g)
– 1 EL Koriandersamen, gemahlen (S: 1 TL)
– 2 TL Paprikapulver (S: 1 TL)
– 1.5 TL Salz (S: ¼ TL)
– 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen (S: ½ TL)
– ½ TL Kurkuma, gemahlen (S: ½ TL)
– ½ TL Cayennepfeffer, gemahlen (S: ½ TL)
– 2 EL frischer Koriander (S: 1 Bund)
– Basmatireis

Zubereitung:

Knoblauch- und Ingwerpaste miteinander verrühren und die Hühnchenstücke damit einreiben. Öl in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch darin ca. 3 Min. von beiden Seiten anbraten. Herausnehmen und beiseite stellen.

Tomatensoße, Zwiebelpaste und die Gewürze (Koriandersamen, Paprikapulver, Salz, Kreuzkümmel, Kurkuma, Cayennepeffer) in die heiße Pfanne geben, gut verrühren und zugedeckt bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis ein kleiner Ölfilm an der Oberfläche erscheint – ca. 20-25 Min.

Hühnchen zurück in die Pfanne geben, mit der Soße bedecken und so lange zugedeckt, bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis das Fleisch gar ist (S: 10-12 Min.).

In der Zwischenzeit den Reis kochen und kurz vor dem Servieren den Koriander hacken.

Das Curry mit dem Reis auf großen Tellern anrichten, mit frisch gehacktem Koriander bestreuen und genießen.

Chili con Carne Auflauf

Am Freitagabend kam ich mit dem Essen auf keinen grünen Zweig. Ich konnte mich nicht entscheiden, was es geben sollte und irgendwie wollte ich etwas Einfaches. Herrn Schnürschuh war’s egal. „Vielleicht ’was mit Hackfleisch?“, meinte er. Also begann ich in sämtlichen Lieblingsblogs zu stöbern und bin bei Petra von Chili und Ciabatta fündig geworden. Genau auf sowas hatten wir Lust und es war einfach und lecker! Einzige Abänderung: statt Kidneybohnen haben wir steirische Käferbohnen genommen – die schmecken viel besser und sind aus der Region.

Zutaten für 2 Personen:

– Öl
– 1 Zwiebel
– 1 Knoblauch
– 1 scharfe Chili
– 200 g Rinderhack
– 1 EL Tomatenmark
– ½ Flasche Tomatenpüree
– 1 Prise Zucker
– Salz, Pfeffer
– ½ TL Kreuzkümmel
– ½ TL Oregano
– 1 kleine Dose Mais
– ½ – 1 Dose Käferbohnen (oder Kidneybohnen)
– 50 g geriebener Greyerzer
– Tortillachips
– (frisches Baguette)

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Chilischote entkernen und in feine Streifen schneiden. Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin glasig dünsten. Rinderhack dazugeben und krümelig braten. Tomatenmark einrühren und etwas angehen lassen. Tomatensauce aufgießen. Mit 1 Prise Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Chili, Oregano und Kreuzkümmel unterrühren. Das Ganze 15-30 Min. offen bei niedriger Temperatur köcheln lassen.

Mais und Käferbohnen abgießen und unter das Chili rühren. Weitere 10 Min. köcheln lassen.

Backofen auf 200 °C heizen. Hackfleischsauce in eine flache Auflaufform überführen und für ca. 20 Min. in den Backofen geben. Herausnehmen, Tortillachips hineinstecken und mit dem geriebenen Käse bestreuen. Weitere 10 Min. im Ofen überbacken.

Mit den restlichen Tortillachips und/oder frischem Baguette servieren.

Marokkanisches Hühnchen mit Mandel-Rosinen-Couscous

Da Herr Schnürschuh von Schnupfen, Husten und Halsweh schwer geplagt ist, wünschte er sich was richtig Scharfes zum Essen. Curry? Hmmm… Hatte Lust etwas Neues auszuprobieren… Im Kochblog Chili und Ciabatta fand ich dann das passende Gericht: Marokkanisches Hühnchen mit Mandel-Rosinen-Couscous. Aus verschiedenen Gründen habe ich es leicht abgeändert:
1. Ordentlich Chili und Ingwer rein – für die Schärfe!
2. Nur 2 TL statt 2 EL Paprikapulver – verlesen…  😳
3. Hühnerbrust statt Hühnerschenkel – Anordnung von Herrn Schnürschuh.
4. Zucchini statt Aubergine – keine Aubergine gefunden in ganz Graz!
Herr Schürschuh war äußerst skeptisch. Weil er sowieso mürrisch war und dann auch noch was Neues, wo er doch eigentlich Curry wollte… Geschmeckt hat es dann aber doch! Tolles Rezept – danke Petra von Chili und Ciabatta!

Zutaten für 2 Personen:

Marokkanisches Hühnchen
– Olivenöl
– 2 Zwiebeln
– 1-2 Knoblauchzehen
– 1 gutes Stück Ingwer
– 1 Chili
– 2 TL Paprika edelsüß
– 2 TL Kurkuma
– 2 TL Korianderkörner, gemahlen
– 2 TL Fenchelsaat, gehmahlen
– 1 TL Kreuzkümmeln, gemahlen
– ein gutes Stück Ingwer
– ca. 500 g pürierte Tomaten
– Salz, Pfeffer
– 1 EL Zitronensaft
– ca. 300 g Hühnerbrust
– 1 Zucchini
– Koriander

Mandel-Rosinen-Couscous
– 150 g Couscous
– 240 mL Salzwasser
– 15 g Mandelstifte
– 25 g Rosinen
– Butter

Zubereitung:

Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden. Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Chili ebenfalls. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln ca. 10 Min. darin abraten, bis sie schön weich sind. Knoblauch, Ingwer und Chili die letzten 2 Minuten dazu geben. Schließlich alle Gewürze (Paprika, Kurkuma, Fenchelsaat, Koriander, Kreuzkümmel) hinzufügen, ca. 1 Minute angehen lassen und das Ganze mit den pürierten Tomaten und dem Zitronensaft aufgießen. Mit Salz und Pfeffer würzen, zum Kochen bringen. Hühnerbrust in große Würfel schneiden, in die Soße legen und leicht damit bedecken. Für ca. 30-40 Min. bei niedriger Temperatur simmern lassen. Zwischendurch die Würfel wenden.

Währenddessen den Backofen auf 200 °C vorheizen und die Zucchini zuerst in Scheiben, dann in Viertel schneiden (es dürfen grobe Stücke sein). In eine Schüssel oder auf’s Backblech geben, mit Olivenöl beträufeln und gut vermischen. Ca. 20 Min. in den Ofen geben, bis die Zucchinistücke weich sind. Ab und zu umrühren.

Zuletzt die Zucchinistücke zum Hühnchen geben und für weiter 10 Min. simmern lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

In der Zwischenzeit den Couscous zubereiten. Dafür die Mandelstifte in eine Pfanne ohne Fett anrösten, beiseite stellen. Die Rosinen mit ein wenig Öl kurz braten, bis sie prall sind und zu den Mandeln geben. Salzwasser aufkochen, vom Herd ziehen und den Couscous einrühren. 5-10 Min. quellen lassen. Den fertigen Couscous mit einem Stückchen Butter, den Rosinen und den Mandelstiften locker vermengen.

Das marokkanische Hähnchen mit frisch gehacktem Koriander bestreuen und mit dem Mandel-Rosinen-Couscous servieren.

Moussaka – Variante 2 (mit Béchamelsoße)

Wie vor ein paar Wochen versprochen, kommt nun, nach der Moussaka Variante 1 – mit Eiermilch, die Moussaka Variante 2 – mit Béchamelsoße! So funktioniert genau gleich, nur, dass man am Ende statt der Eiermilch eine Béchamelsoße oben drauf gibt. Das Ergebnis schmeckt nicht besser oder schlechter als Variante 1. Ich finde es genauso lecker! Herr Schnürschuh ist der gleichen Meinung. Also gibt’s in Zukunft mal die eine und mal die andere Moussakavariante…

Beim Rezept schreiben habe ich es heute einfach. Für die Zubereitung der Moussaka kann ich auf Variante 1 verweisen. Die Béchamelsoße findet ihr unter der Rubrik Mordswaffen. Nun einfach bei Variante 1 die Eiermilch weglassen und stattdessen die Béchamelsoße oben drauf geben.

Bon Appétit!