Mezze-Abend No.2

Ich habe es bestimmt schon zig mal erwähnt. Ich l i e b e Mezze. Es gibt nichts Schöneres als einen Tisch voller verschiedener Schüsselchen, wo man sich überall genüsslich etwas heraus stibitzen kann. Dabei ist alles möglich – Salat, Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte, Mus/Püree, Frittiertes, Brot, … und dies mit orientalischen Aromen, Gewürzen und Kräutern – Minze, Petersilie, Koriander, Kreuzkümmel, Piment, Zimt, Zitrone, Granatapfel, … Einfach fantastisch!

Vor kurzem besuchten uns Herr Schnürschuhs Bruder und dessen Freundin. Die Gelegenheit für mich! Ich nahm mir einen Tag frei und schnippelte, kochte, buk, brutzelte. Welch eine Freude. Ich hoffe die beiden haben die Mezzetafel genauso genossen wie wir!

Hierzu gibt es diesmal einen großen Monsterblogeintrag mit allen Rezepten des Abends. Leider hab ich für einige Gerichte keine Bilder, aber die werden nachgetragen.

Mezzeabend
–       Hummus mit Kawarma
–       Baba Ghanoush
–       Basmati- & Wildreis mit Kichererbsen, Korinthen und Kräutern
–       Orientalischer Salat
–       Marinierte Auberginen
–       Marinierte Möhren
–       Fladenbrot
–       Pistazien Crème brûlée

Mein Standardwerk für Mezze ist das Kochbuch Jerusalem von Ottolenghi. Trend hin oder her, es ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Das ganze Buch ist vollgeklebt mit „Einmerkerln“, es gibt fast kein Gericht, welches ich nicht gern ausprobieren möchte und alle bisher erprobten sind einwandfrei gelungen und haben fantastisch geschmeckt. Es folgt noch eine Liste mit bereits für lecker befunden Gerichten aus dem Buch und eine mit Gerichten, die ich gerne als Nächstes ausprobieren möchte.

Viele tolle Rezepte gibt es natürlich noch bei den Bloggerkollegen im Netz. Zudem besitze ich noch das Kochbuch Veggiestan von Sally Butcher, woraus ich auch schon leckere orientalische Köstlichkeiten gekocht habe (z.B. hier).

Wichtig, für eine tolle Mezzetafel, ist viel, viel Zeit. Für eine Handvoll Schüsselchen braucht man schon mal einen ganzen Tag. Doch es lohnt sich!

Leckere Rezepte aus Jerusalem:
– Na’amas Fattoush
– Würzige Kichererbsen mit buntem Salat
– Salat von geröstetem Blumenkohl mit Haselnüssen (Blogbuster)
– Tabbouleh
– Sabih
– Mejadra
– Couscous mit Tomate & Zwiebel
– Fisch-Kebabs mit Auberginenpüree

Todo Rezepte aus Jerusalem:
– Butternusskürbis mit Tahini- Sauce & Zatar
– Bohnen-Paprika-Salat
– Kohlrabisalat
– Auberginen mit Chermoula, Bulgur & Joghurt
– A’ja (Brotfrikadellen)
– Würziger Möhrensalat
– Falafel
– Auberginensuppe mit Mograbieh (woher krieg ich nur diese großen Couscouskügelchen… )
– Fleischbällchen (muss noch eine Quelle für gutes Lammhackfleisch auftun…)
– Fischfrikadellen in Tomatensoße
– Sfiha oder Lahm Bi’ajeen
– …


Hummus

Es hat ein paar Anläufe gedauert, bis der Hummus so wurde, wie wir es uns vorgestellt haben. Doch dank der Tipps unseres libanesischen Kollegens Mohamad sowie guter Zutaten klappt es inzwischen einwandfrei. Die Zubereitung ist zwar ein bisserl (!) aufwändig, aber es lohnt sich! Das Zeug schmeckt so so so gut, einfach zum reinlegen!

Das Grundrezept lieferte uns Ottolenghi (Jerusalem). Ich modifiziere es nur leicht ab, indem weniger Knoblauch verwende und diesen vorher anbrate, da ich rohen Knoblauch nicht so gut vertrage. Außerdem benutze ich etwas weniger Tahini und meist braucht es mehr eiskaltes Wasser und Zitronensaft als angegeben – das mache ich einfach nach Gefühl, bis Konsistenz und Geschmack perfekt cremig sind.

Laut meines Kollegen darf man auf keinen Fall Kichererbsen aus der Dose nehmen und noch wichtiger ist es die Kichererbsen zu schälen. Seine Mutter benutzt dafür einfach eine flotte Lotte – schälen und pürieren gleichzeitig. Haben wir leider nicht. Das heißt ich setze mich nach dem Kochen der Kichererbsen mit der großen Schüssel an den Esszimmertisch und häute jede Kichererbse einzeln – eine Heidenarbeit! Wichtig dabei: die Kichererbsen nicht zu lange kochen, dann sind sie total zermatscht und das Häuten ein Drama! Ob ich mir vielleicht doch eines Tage so eine flotte Lotte zulegen soll? Eigentlich hab ich ja Kücheninstrumentekaufverbot… Doch bevor ich mir so etwas zulege, muss ich sowieso erst mal testen, ob das hinhaut.

Für das eiskalte Wasser nehme ich ein Glas Wasser und friere es ein, bevor ich beginne die Kichererbsen zu kochen. So ist es wunderbar, wenn ich beim Pürierschritt angelangt bin.

Gute Kichererbsen und das beste Tahini bekomme ich von Rapunzel.

Zutaten für 6 Personen:

– 250 g Kichererbsen, getrocknet
– 1 TL Backnatron
– 270 g helles Tahini (S: weniger)
– 4 EL Zitronensaft
– 4 Knoblauchzehen (S: 1 Zehe)
– 1½ TL Salz
– 100 mL eiskaltes Wasser (S: nach Bedarf, meistens mehr)
– Öl

Zubereitung:

Die Kichererbsen am Tag zuvor mit reichlich Wasser (doppelte Menge) bedecken und über Nacht einweichen. Am nächsten Tag abgießen, abtropfen lassen und mit dem Natron in einen Topf geben. Bei starker Hitze ca. 3 Min. unter Rühren erhitzen. Mit 1.5 L Wasser auffüllen, zum Kochen bringen und abschäumen. Weich (so dass man sie einfach zwischen den Fingern zerdrücken kann), aber nicht zu weich (Matsch) kochen – das dauert je nach Sorte/Alter zwischen 20 und 40 Min.

In der Zwischenzeit den Knoblauch schälen, fein schneiden und in etwas Öl sanft anbraten.

Kichererbsen abgießen und häuten. Anschließend zusammen mit Tahini, Knoblauch, Zitronensaft, Salz und dem eiskalten Wasser pürieren, bis eine glatte, cremige Paste entstanden ist. Abschmecken, abdecken und mind. 30 Min. ruhen lassen. Vor dem Servieren mit etwas Olivenöl beträufeln.

Hummus


Kawarma

Meine Liebe zu Lamm hält sich in Grenzen. Denn habe ich kein ordentliches Stück Fleisch, kann ich es einfach nicht essen. Soll es doch nicht „bockeln“! In Luzern kaufe ich Lammfleisch nur noch bei Holzenfleisch. Ein Stand von Holzenfleisch findet sich jeden Samstag auf dem Luzerner Markt. Für Spezialwünsche (z.B. Schweinebraten) kann man auch vorbestellen.

Kawarma muss ordentlich lange mariniert werden und wird dann nach dem Anbraten auf Hummus serviert. Es begleitet uns fast immer, meist als einziges Fleischgericht, wenn wir Mezze machen.

Zutaten für 6 Personen:

Fleisch
– 300 g Lammnacken (S: mageres Stück vom Lamm)
– 1 EL Butter oder Ghee
– 1 TL Olivenöl

Marinade
– ¼ TL gemahlener schwarzer Pfeffer
– ¼ TL gemahlener weißer Pfeffer
– 1 TL gemahlener Piment
– ½ TL Zimt
– 1 kräftige Prise frisch geriebene Muskatnuss
– 1 TL getrockenete Za’atar- oder Oreganoblätter, zerrieben (S: Oregano)
– 1 EL Weißweinessig
– 1 EL gehackte Minze
– 1 EL gehackte Petersilie
– 1 TL Salz

Zubereitung:

Lammfleisch in kleine Stücke schneiden. Alle Zutaten für die Marinade und das Fleisch in eine Schüssel geben, gut vermengen und zugedeckt im Kühlschrank mind. 30 Min. durchziehen lassen (S: länger oder über Nacht).

Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Butter oder Ghee und Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze heiß werden lassen. Das Fleisch portionsweise 2 Min. braten. Es sollte in der Mitte noch leicht rosa sein. Auf Hummus servieren.

Hummus mit Kawarma


Orientalischer Salat

Den Salat mache ich, je nach Zutaten die ich gerade parat habe. Nicht fehlen dürfen jedoch frische Kräuter, wie Minze, Koriander und Petersilie! Perfekt ist er mit Granatapfelkernen.

Zutaten für 4 Personen:

– 1 Nostrano Gurke
– 1 Paprika
– eine gute Handvoll Cocktail- oder Datteltomaten
– eine Handvoll Radieserl
– 1 rote Zwiebel
– 1 kleine Chili
– ½ Granatapfel
– 1 EL gehackte Minze
– 1 EL gehacktes Korinadergrün
– 1 EL gehackte Petersilie
– Salz, Pfeffer
– Olivenöl
– Zitronen- oder Limettensaft
– 1 Prise Zucker

Zubereitung:

Gemüse putzen. Gurke, Paprika und Zwiebel in mittelgroße Würfel schneiden. Tomaten halbieren oder vierteln. Radieserl halbieren und in Scheiben schneiden. Chili fein hacken. Granatapfelkerne auslösen. Alles zusammen mit den frisch gehackten Kräutern in eine Schüssel geben und mit etwas Zitronen- oder Limettensaft, Salz, Pfeffer, Zucker und Olivenöl abschmecken.


Baba Ghanoush

Der Auberginendip ist auch so etwas Köstliches! Hmmmm! Leider, leider habe ich nicht die Möglichkeit die Auberginen zu grillen. So bekämen sie noch ein schönes Raucharoma. Aber bald, bald werden wir einen Balkon haben und dann werde ich Auberginen grillen was das Zeug hält!

Das Rezept ist ebenfalls aus Ottolenghis Jerusalem. Allerdings habe ich noch etwas Tahini reingemogelt. Es scheiden sich ja die Geister, ob das Sesammus da nun reingehört oder nicht. Ich mag es jedoch, wird das Baba Ghanoush dadurch noch cremiger. Laut Mohamad kommt auch Tahini rein.

Zutaten für 4 Personen:

– 4 große Auberginen
– 2 Knoblauchzehen, zerdrückt (S: 1 Zehe)
– abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
– 2 EL Zitronensaft
– 5 EL Olivenöl
– 2 EL hackte Petersilie
– 2 EL Minze
– ½ Granatapfel
– 1-2 EL Tahini
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Auberginen von allen Seiten mit einem Messer einstechen. Auf das Backblech legen und unter dem Backofengrill mind. 1 Stunde brutzeln lassen, bis sie aufplatzen und zerfallen. Dabei alle 20 Min. wenden. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit den Knoblauch schälen, fein schneiden und in etwas Öl sanft anbraten. Beiseite stellen.

Auberginen aufschneiden und mit Hilfe eines Löffels das Fruchtfleisch herausschaben. In einen Sieb geben und mind. 1 Stunde abtropfen lassen. Anschließend in eine große Schüssel geben und mit Knoblauch, Zitronensaft, -schale (ein wenig für die Garnitur aufheben), Tahini und Olivenöl vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mind. 1 Stunde bei Zimmertemperatur durchziehen lassen.

Kurz vor dem Servieren die frisch gehackten Kräuter unterziehen, nochmals abschmecken und mit etwas Zitronenschale und den Granatapfelkernen garnieren.


Basmati- & Wildreis mit Kichererbsen, Korinthen und Kräutern

Den Reis gab es auch schön öfter im Hause Schnürschuh. Meist als Einzelgericht mit Salat. Eine schöne Kombination, vor allem mit den Röstzwiebeln! Ebenfalls aus Ottolenghis Jerusalem.

Zutaten für 6 Personen:

– 50 g Wildreis
– 2½ EL Olivenöl
– 220 g Basmatireis
– 330 mL kochendes Wasser
– 2 TL Kreuzkümmelsamen
– 1½ TL Currypulver
– 240 g gegarte Kichererbsen (S: geschält)
– 180 mL SonnenbluDimenöl (S: Rapsöl)
– 1 mittelgroße Zwiebel
– ½ TL Mehl
– 100 g Korinthen (S: Rosinen)
– 2 EL gehackte Petersilie
– 1 EL gehacktes Koriandergrün
– 1 EL gehackter Dill
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Wildreis in einem kleinen Topf mit reichlich Wasser bedecken, zum Kochen bringen und etwa 40 Min. köcheln lassen, bis die Körner gar, aber noch bissfest sind. Abgießen und zur Seite stellen.

1 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen. Den Basmatireis mit ¼ TL Salz unter Rühren darin anschwitzen. Das kochende Wasser angießen und den Reis zugedeckt ca. 15 Min. bei sehr geringer Hitze garen. Topf vom Herd ziehen, Deckel abnehmen, den Topf mit einem Geschirrtuch abdecken und den Deckel wieder auflegen. 10 Min. ruhen lassen.

Restliches Öl in einem kleinen Topf erhitzen. Kreuzkümmel sowie Currypulver einige Sekunden darin anschwitzen und sofort die Kichererbsen mit ¼ TL Salz hinzufügen. 1-2 Min. unter Rühren erwärmen, dann in eine große Schüssel füllen.

Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Den Topf mit Küchenpapier ausreiben, Sonnenblumenöl (S: Rapsöl) hineinfüllen und bei starker Hitze heiß werden lassen. Das Öl ist richtig temperiert, wenn an einem eingetauchten Zahnstocher Bläschen hochsteigen. Die Zwiebelringe in Mehl wenden, bis sie damit überzogen sind und portionsweise im heißen Öl 2-3 Min. goldbraun frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Salz bestreuen.

Den Reis mit den Kichererbsen, Korinthen (S: Rosinen), Kräutern und Zwiebelringen mischen, noch einmal abschmecken und warm oder bei Zimmertemperatur servieren.


Marinierte Auberginen

Neben Hummus gehört dieses Gericht zu meinen absoluten Favoriten. Aus den „einfachen“ Auberginen wird etwas richtig leckeres. Wichtig dabei ist es, die Marinade rechtzeitig vorzubereiten, so dass die Auberginen, direkt aus dem Ofen kommend, damit vermengt werden können. Gut durchgezogen dann ein Genuss! Gefunden habe ich das Rezept bei delicious days. Nicky hat es, weil das ja klar ist, etwas adaptiert von Ottolenghi (The Cookbook).

Zutaten für 4 Personen:

Auberginen
– 2-3 Auberginen
– Olivenöl
– Meersalz
– frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Marinade
– 5 EL Olivenöl
– 5 EL Zitronensaft
– 1 kleiner Chili
– 3-4 EL Kräuter (S: Minze, Koriander, Petersilie)
– 1-2 Knoblauchzehen
– Meersalz
– frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Enden der Auberginen abschneiden und diese quer in 2 gleich große Hälften teilen. Die Hälften der Länge nach halbieren und jedes Stück in sechs bis acht Spalten schneiden. Am Ende sollen alle Spalten ungefähr gleich groß sein.

Die Spalten mit Olivenöl einpinseln, mit der Hautseite nach unten auf das Backblech setzen und mit Salz und Pfeffer würzen. Im Backofen 20-25 Min. backen, bis die Ecken anfangen zu bräunen und die Spalten weich sind.

In der Zwischenzeit die Marinade vorbereiten. Chili putzen, Kerne bei Bedarf entfernen und fein schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken (S: vorher angebraten), Kräuter grob hacken. Alle Zutaten für die Marinade in einer Schüssel vermischen. Beiseite stellen.

Sobald die Auberginen fertig sind, aus dem Ofen holen und sogleich vorsichtig mit der Marinade vermengen. Gut durchziehen lassen, am besten über Nacht.

Marinierte Auberginen


Marinierte Möhren

Den orientalischen Möhrensalat habe ich beim Trüffelschwein gefunden. Ideal, wenn es junge Karotten gibt. Hier gilt auch – die warmen Möhren mit der Marinade vermengen und gut durchziehen lassen. Köstlich!

Zutaten für 4 Personen:

– 500 g Bundkarotten
– 1 Knoblauchzehe
– 2 EL Rotweinweinessig
– 2 EL Olivenöl
– 1 TL Harissa
– 1 TL Kreuzkümmelpulver
– ¾ TL Salz
– 1 EL schwarze Sesamsamen

Zubereitung:

Karotten putzen, Grün entfernen, anschließend längs halbieren. In Salzwasser ca. 2 Minuten blanchieren. Abgießen und abtropfen lassen. Knoblauch (S: vorher angebraten) fein hacken und mit den restlichen Zutaten vermengen. Sofort mit den Möhren mischen. Mind. 20 Minuten ziehen lassen.

Zum Servieren Karotten anrichten und mit Sesamsamen bestreuen.


Fladenbrot

Dieses Fladenbrot habe ich schon unzählige Male gemacht. Es klappt immer, geht super fix und lässt sich wunderbar einfrieren. Ich mache für Herrn Schnürschuh und mich meist das halbe Rezept, das reicht uns locker. Danke Jessica von berliner küche für dieses klasse Rezept!

Zutaten für 1 großes Laib:

– 450 g Mehl
– 300 ml Wasser (lauwarm)
– 20 g frische Hefe
– 1 TL Zucker
– 1 TL Salz
– Olivenöl
– Sesam
– Schwarzkümmel

Zubereitung:

Die Hefe mit dem Zucker im lauwarmen Wasser auflösen und anschließend mit dem Mehl und dem Salz zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig mindestens eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen (gerne auch länger). Wenn er seine Größe etwa verdoppelt hat, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, mit Mehl bestäuben und vorsichtig in Form bringen. Mit dem Finger ein paar Vertiefungen in den Teig drücken und noch einmal für 30 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 230°C vorheizen. Das Fladenbrot mit Olivenöl bepinseln und mit Schwarzkümmel sowie Sesam bestreuen. Nun für 10 bis 15 Minuten backen, bis es von außen goldbraun ist.

Fladenbrot


Pistazien Crème brûlée

Als Dessert gab es Crème brûlée mit Pistazien und Kardamom für die orientalische Note. Gefunden bei Britta von Kamafoodra, die es wiederum hier entdeckt hat.

Der Klassiker geht immer und schmeckt immer. Mir war es eine Note zu süß, nächstes Mal würde ich weniger Zucker nehmen – wie bei meiner klassischen Crème brûlée. Auch bei der Zubereitung habe ich mich an dieses Rezept gehalten.

Zutaten für 6 Personen:

– 80 g Zucker (S: künftig weniger)
– 50 g Pistazien, geschält und ungesalzen
– 4 Eigelb
– 250 ml Vollmilch
– 250 ml Sahne
– 1 Vanilleschote
– einige Tropfen Bittermandelöl (S: 1 Prise Kardamom)
– etwas Zucker zum Karamellisieren

Zubereitung:
Backofen auf 120 °C (Umluft) vorheizen. Backblech mit einem Backpapier auslegen. Die Crème Brûlée Förmchen darauf stellen. 1-1.5 L Wasser zum Kochen bringen.

Die Pistazien im Mixer fein mahlen.

Milch und Sahne in einen Topf geben. Vanilleschote auskratzen und Mark sowie Schote in die Sahne-Milch-Mischung geben. Das Ganze einmal aufkochen und mit einer Prise Kardamom verfeinern.

In der Zwischenzeit die Eigelbe in eine Schüssel geben und mit dem Zucker zu einer hellen Masse aufschlagen. Pistazien in die Masse einrühren. Die Sahne-Milch-Mischung durch einen Sieb langsam in die Eigelb-Pistazien-Masse rühren. Dabei aufpassen, dass sich keine Blasen bilden.

Die Crème in die Förmchen füllen und das Blech vorsichtig in den vorgeheizten Backofen balancieren. Soviel von dem heißen Wasser ins Blech gießen bis die Förmchen zur Hälfte im Wasser stehen. 25-30 Min. garen.

Blech aus dem Ofen nehmen, die Förmchen vorsichtig aus dem heißen Wasser nehmen und abkühlen lassen (bzw. über Nacht im Kühlschrank aufbewahren). Zum Abschluss die Crème mit braunem Zucker bestreuen und mit dem Bunsenbrenner hellbraun karamellisieren.

Tapas

Wer liebt sie nicht – italienische „Antipasti“, arabische „Mezze“ oder spanische „Tapas“ – viele viele kleine Gerichte, wild auf dem Tisch verteilt, überall kosten, mit Löffel, Gabel, Brot oder mit den Fingern, kleine Häppchen in den Mund schieben – Salate, Süppchen, pikante Teilchen, Gemüse, Fleisch und Fisch – genüsslich so dahin speisen, vielleicht noch ein Glaserl Wein dazu… Eine herrliche Zeremonie. Die zwar sau viel Arbeit macht, sich aber am Ende immer auszahlt und die Mittagspause am nächsten Tag auch nochmal zu einem Genuss werden lässt!

Kürzlich gab es also Tapas! Unter anderem mit folgenden drei Köstlichkeiten:
1. Pimientos de Padrón
2. Frittierte Sardellen (Herr Schnürschuh ist nämlich auf die Sardelle gekommen und frittiert wie wild Sardellen, sobald er welche auftreiben kann)
3. Gegrillter Oktopus auf Bohnensalat (mit mitgebrachten Schwarzaugenbohnen aus Kreta)

Pimientos de Padrón

Zutaten:
– Pimientos de Padrón
– Fleur de Sel
– Olivenöl

Zubereitung:
Pimientos waschen und sehr gut abtropfen lassen bzw. mit Küchenpapier trocken tupfen. Öl in eine große Pfanne (für die es einen Deckel gibt!)  geben und schön heiß werden lassen. Pimientos in die Pfanne geben, Deckel drauf und so lange von allen Seiten braten, bis die kleinen Paprika dunkel werden und Blasen werfen. Achtung: es spritzt wie verrückt! Zum Schluss nur noch mit Fleur de Sel bestreuen. Fertig. Lecker!

Frittierte Sardellen

Zutaten:
– frische Sardellen
– etwas Mehl
– Rapsöl zum Frittieren
– Salz
– Zitrone

Zubereitung:
Sardellen ausnehmen, den Kopf entfernen, unter fließend kaltem Wasser gründlich waschen, mit Küchenpapier trocken tupfen und mit Mehl bestäuben. Ordentlich Öl (1-2 cm) in eine große Pfanne geben und heiß werden lassen. Das Öl hat dir richtige Temperatur erreicht, wenn Blasen an einem eingetauchten Holzstäbchen hochsteigen. Sardellen in die Pfanne geben und ca. 5 Min. braten, bis sie knusprig braun sind. Die frittierten Sardellen auf Küchenpapier abtropfen lassen, salzen und kurz vor dem Verzehr mit Zitronensaft beträufeln.

Bohnensalat mit gegrilltem Oktopus

Zutaten für 2 Personen:

Gegrillter Oktopus
– 1 Oktopus (ca. 1kg)
– 1 Lorbeerblatt
– Salz
– Olivenöl
– angedrückte Knoblauchzehe
– frische Kräuter nach Belieben
– Salz

Bohnensalat
– 1 Handvoll Bohnen (S: Schwarzaugenbohnen)
– 1 kleine Zwiebel
– 1-2 Stängel Petersilie
– 1-2 Stängel Dill
– 1-2 Tomaten
– 2-3 EL Olivenöl
– 1-2 EL Weißweinessig
– Salz, Pfeffer
– Zucker

Zubereitung:

Bohnensalat
Bohnen in eine Schüssel geben, mit kaltem Wasser bedecken und über Nacht einweichen lassen. Am nächsten Tag einen Topf mit Wasser aufsetzen, zum Kochen bringen und die Bohnen darin ca. 30 Min. weich kochen. Abgießen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit Zwiebel schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden. Tomaten putzen und in kleine Würfel schneiden. Petersilie und Dill hacken.

Alle Zutaten miteinander vermengen und mit Essig, Olivenöl, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Ein paar Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

Gegrillter Oktopus
Oktopus gründlich unter fließend kaltem Wasser waschen. Kopf und Kauwerkzeuge entfernen. Den Oktopus in einen Topf mit kaltem Wasser, 1 Lorbeerblatt und etwas Salz geben, auf den Herd stellen, Deckel drauf und bei mittlerer Stufe bis knapp unter den Siedepunkt erhitzen. Herd ausschalten und auf der Herdplatte auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

Oktopus aus dem Topf nehmen und die Haut unter fließend kaltem Wasser etwas abrubbeln. Trocken tupfen und die Tentakel abschneiden. Die Tentakel über Nacht in einer Mischung aus Olivenöl, frischen Kräutern und Knoblauch marinieren.

Am nächsten Tag die marinierten Tentakel auf dem Grill oder in einer Grillpfanne von beiden Seiten grillen.

Den gegrillten Pulpo auf dem Bohnensalat anrichten, mit Salz bestreuen und sogleich servieren.

Kosheri

Ottolenghi hat mal wieder zugeschlagen! Heute gab es ein Gericht aus seinem Buch Das KochbuchKosheri! In Ägypten zu Hause und heiß begehrt, daher wird es dort an jeder Ecke angeboten. In Kosheri sind Nudeln, Reis und Linsen auf einmal – das habe ich noch nie gehabt. Dazu gibt es eine feurige Tomatensoße.

Wauhhh. Wirklich köstlich! Kommt in die „das machen wir jetzt öfter“ Kategorie.

Zutaten für 2 Personen: 

Tomatensoße
– Olivenöl
– 1 Knoblauchzehe
– 2 Chilis
– 1 Dose gehackte Tomaten
– 2 EL Apfelessig
– ½ – 1 TL Kreuzkümmel
– Salz, Pfeffer
– 1 Bund frischer Koriander

Kosheri
– 150 g grüne Linsen
– 100 g Basmatireis
– 20 g Butter
– 25 g kurze Fadennudeln
– 200 mL Wasser
– 1 Messerspitze Muskatnuss
– ½ TL Zimt
– Salz, Pfeffer
– Olivenöl
– 2 Zwiebeln

Zubereitung:

Tomatensoße
Knoblauch schälen und andrücken. Chilis putzen, entkernen und fein hacken. Olivenöl in einem Topf erhitzen, den Knoblauch und die Chilischoten hineingeben und 2 Min. anbraten. Tomaten, Essig und Kreuzkümmel zugeben und zum Kochen bringen. Bei niedriger Temperatur 30-40 Min. köcheln lassen, bis die Soße etwas eingedickt ist. Vom Herd nehmen, Knoblauch ‚rausfischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, Koriander grob hacken und unterrühren. Kurz vor der Servieren nochmal erhitzen.

Kosheri
Die Linsen in einen Sieb geben und unter fließendem kaltem Wasser abspülen. In einen großen Topf füllen, mit reichlich kaltem Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Bei niedriger Temperatur 20-25 Min. köcheln lassen. Abgießen und beiseite stellen.

Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebeln zugeben und bei mittlerer Temperatur 20-30 Min. braten, bis sie goldbraun sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Reis in eine Schüssel füllen, mit kaltem Wasser bedecken, waschen und gründlich abtropfen lassen. Die Butter in einem großen Topf zerlassen. Die Fadennudeln zugeben und unter ständigem Rühren goldbraun braten. Reis zugeben, rühren, bis die Körner vollständig von der Butter überzogen sind. Frisch geriebene Muskatnuss, Zimt, Salz und Pfeffer zugeben und zum Kochen bringen. Geschlossen bei niedriger Temperatur 12 Min. köcheln lassen. Herd ausschalten, den Deckel abnehmen, den Topf mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und den Deckel wieder auflegen. 5 Min. stehen lassen.

Zum Servieren den Reis mit einer Gabel auflockern, die Linsen und den Großteil der Zwiebeln untermischen. Nach Bedarf nochmals abschmecken. Auf dem Teller zu einem Berg auftürmen, mit den restlichen Zwiebeln garnieren und mit der Tomatensoße servieren.

Indisch kochen mit Annu & Manu

Letztes Wochenende waren wir zu Gast bei unseren indischen Freunden Annu & Manu. Manu weiß wie gerne ich koche und bot an zusammen zu kochen. Nichts lieber als das! Die beiden haben ein kleines indisches Menü zusammengestellt und wir kochten wild drauf los!

Zuerst gab es gefüllten Blätterteig: Chicken Puffs. Anschließend kochten die Herren Chicken Biryani, ein muslimisches Gericht aus Manus Heimatstadt Kerala. Annu und ich waren für die Beilagen Minzjoghurt und Mangochutney zuständig und kochten außerdem ein weiteres Gericht mit Garnelen „Prawn Masala“. Dazu gab es immer Papadams – dünne, knusprige Fladen aus Linsenmehl, die man nur kurz in der Mikrowelle aufwärmt.

Es hat riesen Spaß gemacht, vor allem weil Manu gerne improvisiert und dabei entweder die Hälfte vergisst (wie bei den Chicken Puffs Knoblauch, Ingwer und Koriander) oder gigantische Gewürzmengen verwendet oder auf gewisse Schritte keine Lust hat und sie daher einfach weglässt (zum Beispiel die Chicken Puffs mit Eigelb zu bestreichen). Annu hingegen kocht wie sie es gelernt hat oder nach Rezept und schmeckt vorsichtig ab. All die Speisen haben, egal ob improvisiert oder nicht, hervorragend geschmeckt.

Ich habe versucht die Rezepte mit Hilfe von Annus Notizen und dem Internet so gut wie möglich widerzugeben und hoffe es ist alles indisch richtig.

Chicken Puffs (Füllung)

Chicken Puffs

Zutaten für 1 Packung Blätterteig:

– Öl
– 1 Hühnerbrust
– 1 große Zwiebel
– 1 Stück Ingwer
– 1 Knoblauchzehe
– 2-3 Curryblätter
– 1 TL Garam masala
– ½ TL Kurkuma
– ½ TL Chilipulver
– Salz
– 1 Bund frischer Koriander
– 1 Packung Blätterteig

Zubereitung:

Backofen auf 200 °C vorheizen.

Hühnerbrust unter fließend kaltem Wasser gründlich waschen, trocken tupfen und in grobe Stücke schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Hühnerbrust gut darin anbraten. Vom Herd ziehen und abkühlen lassen. Anschließend im Mixer zerkleinern.

Zwiebel schälen und in feine Scheiben schneiden. Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Wieder etwas Öl in der Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Ingwer, Knoblauch und Curryblätter zugeben und kurz mitbraten. Garam Masala, Kurkuma und Chilipulver einrühren, angehen lassen. Schließlich das zerkleinerte Fleisch sowie den frisch gehackten Koriander zugeben und alles gut miteinander verrühren. Mit Salz abschmecken. Falls die Füllung zu trocken ist, noch ein bisschen Wasser unterrühren. Vom Herd ziehen und abkühlen lassen.

Blätterteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auslegen und mit einem Nudelholz leicht ausrollen. Mit einem Messer in Rechtecke schneiden. Jeweils etwas Füllung in die Mitte geben und hübsche Päckchen (z.B. Kuverts) formen. Die Seiten mit Wasser befeuchten und festdrücken. Wer mag kann die Oberfläche noch mit verquirltem Eigelb bestreichen.

Chicken Puffs auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, in den Backofen schieben und ca. 30 Min. bei 200 °C backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen.

Chicken Biryani (aus Kerala)

Zutaten für 4-6 Personen:

Karamellisierte Zwiebeln
– 3-4 EL Ghee/Öl
– 5-6 mittelgroße Zwiebeln

Reis
– 1 EL Ghee/Öl
– 2 Tassen Basmatireis
– 3 Tassen Wasser
– 4 Nelken
– 4 Kardamomkapseln
– 1 Sternanis
– 1 Lorbeerblatt
– 1 Muskatblüte
– 1 kleines Stück Zimtstange
– Salz
– 2 TL Zitronensaft

Marinade
– ½ kg Hähnchenkeulen
– ¼ TL Kurkuma
– 1 TL rotes Chilipulver
– ½ Tasse Joghurt
– ½ TL Biryani Masala (Mischung aus Bockshornklee, Kardamom, Fenchel, Koriander, Kreuzkümmel, Zimt, Pfeffer, Chili)
– Salz

Chicken Masala
– 4 mittelgroße Zwiebeln
– 2 mittelgroße Tomaten
– 6-8 grüne Chilis
– 1 großes Stück Ingwer
– 3-4 Knoblauchzehen
– 1 TL Biryani Masala
– ½ TL Chilipulver
– 2 EL gemahlener Koriander
– ¼ TL Kurkuma
– 2-3 Stängel Minze
– 1 Bund frischer Koriander
– 2 EL Öl

Garnitur:
– 1 Handvoll Cashew-Kerne
– 1 Handvoll Rosinen
– 3-5 EL Öl
– 3-4 mittelgroße Zwiebeln
– 1 Bund frischer Koriander
– 1-2 Safranfäden
– 2 EL Milch

Zubereitung:

Karamellisierte Zwiebeln
Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden. Öl/Ghee in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin anbraten. Bei niedriger Temperatur unter ständigem Rühren so lange schmoren, bis die Zwiebeln schön karamellisiert sind, ca. 1 Std. Vom Herd ziehen und abkühlen lassen.

Marinade
Hähnchenkeulen unter fließend kaltem Wasser gründlich waschen und grob einritzen. Kurkuma, Chilipulver, Joghurt, Biryani Masala und Salz verrühren. Die Hähnchenkeulen damit einstreichen, kühl stellen und 1 Std. oder besser über Nacht marinieren lassen. Anschließend in einer Pfanne von allen Seiten gut anbraten und beiseite stellen.

Chicken Masala
Ingwer und Knoblauch schälen und in grobe Stücke schneiden, Chili putzen und kleinschneiden. Mit etwas Wasser pürieren. Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden. Tomaten putzen und in grobe Würfel schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin braten, bis sie leicht braun sind. Ingwer-Knoblauch-Chili-Paste einrühren und 2-3 Min. mitrösten. Tomaten zugeben und kurz köcheln lassen. Schließlich die Gewürze (Briyani Masala, Kurkuma, Chilipulver, Koriander) einstreuen und gut unterrühren, genauso die frisch gehackten Kräuter Koriander und Minze. Zuletzt die gebratenen Hähnchenkeulen zugeben und das Ganze zugedeckt ca. 15 Min. bei niedriger Hitze köcheln lassen. Wenn nötig noch etwas Wasser aufgießen.

Reis
Reis gründlich waschen, bis das Wasser klar ist. Topf erhitzen und die Gewürze darin kurz rösten, bis sie duften. Mit dem Wasser ablöschen, Reis und Salz zugeben und bei niedriger Hitze köcheln bis der Reis noch gut Biss hat (8-10 Min.). Vom Herd nehmen und mit Zitronensaft beträufeln.

Finish
Milch erwärmen. Safran darin auflösen. Die Hälfte des Reises auf das Chicken Masala schichten. Mit der Safranmilch übergießen und die karamellisierten Zwiebeln, Cashewnüsse und Rosinen oben drauf geben. Mit frisch gehacktem Koriander und Minze bestreuen und noch 3-4 EL Reis darüber schichten. Topf verschließen und das Ganze 5 Min. bei niedriger Temperatur köcheln lassen. Ofen ausschalten und weitere 10 Min. auf der ausgeschalteten Herdplatte ziehen lassen.

Chicken Biryani mit dem restlichen Reis, Minzjoghurt, Pacha Manga Chammanthi und Papadam servieren.

Pacha Manga Chammanthi

Zutaten für 4-6 Personen:

– ½ Tasse rohe Mango
– ¾ Tasse frisch geraspelte Kokosnuss
– 3 grüne Chilis
– 1 Stück Ingwer
– 1 Schalotte
– Salz

Zubereitung:

Alle Zutaten schälen und in grobe Stücke schneiden, im Mixer pürieren und mit Salz abschmecken. Nach Belieben mit der Menge Kokosnuss / Mango variieren: wer es gerne sauer mag, gibt noch etwas Mango zu, wer es lieber milder möchte, gibt noch etwas Kokosraspel dazu.

Minzjoghurt

Zutaten für 4-6 Personen:

– 1 großen Becher Naturjoghurt
– ½ Gurke
– 1 EL indische Gewürzzubereitung mit Minze (Annu verwendete „MDH Chutney Podina Masala“ mit Salz, Minze, getrocknete Mangos, Granatapfelsamen, Chilli, Koriander, schwarzer Pfeffer, Melone, Kümmel, Muskatnuss)
– Zitronensaft

Zubereitung:

Gurke schälen und in kleine Würfel schneiden. Joghurt mit Gurkenwürfelchen und Podina Masala vermengen. Mit Zitronensaft und evtl. noch etwas Salz abschmecken.

Prawn Masala

Zutaten für 4-6 Personen:

– 1 Stück Ingwer
– 4 Knoblauchzehen
– ½ TL Kreuzkümmel
– Öl
– 250 g Garnelen (geschält, entdarmt)
– 2-3 Zwiebeln
– 2 grüne Chilis
– 2 Tomaten
– 2 TL Chilipulver
– 1 TL gemahlener Koriander
– 1 TL Kurkuma
– 1 Bund frischer Koriander
– Tamarindenpaste
– Salz

Zubereitung:

Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken oder reiben. Mit dem Kreuzkümmel und etwas Wasser zu einer Paste vermengen.

Zwiebeln schälen und fein hacken. Chilis mitsamt den Kernen in Scheiben schneiden. Tomaten putzen und in Würfel schneiden. Garnelen unter fließend kaltem Wasser gründlich waschen und trocken tupfen.

Öl in einer Pfanne erhitzen, Chilis und Zwiebeln zugeben und braten, bis die Zwiebeln leicht gebräunt sind. Ingwer-Knoblauch-Paste zugeben und kurz mitbraten. Tomaten zugeben und das Ganze ein paar Minuten bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis die Tomaten weich sind. Garnelen zugeben und alles gut miteinander verrühren. Geschlossen bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis die Garnelen gar sind. Mit Salz und Tamarindenpaste abschmecken und mit frisch gehacktem Koriander bestreuen.

Fischpflanzerl

Nach ein paar wunderschönen Tagen in Paris, wird wieder zu Hause aufgekocht! Gestern gab es Fischpflanzerl nach einem Rezept von Alfons Schuhbeck. Die machen wir oft, weil sie schön fluffig und dank Ingwer, Zitrone, Knoblauch und Curry unglaublich lecker sind!

Zutaten für 4 Personen:

– 50 g Weißbrot
– 50 mL Milch
– ½ Bund Frühlingszwiebeln
– 500 g Fischfilet (Seelachs, Rotbarsch, Kabeljau, …)
– 1 Eigelb
– ½ TL Currypulver
– ½ TL frisch geriebener Ingwer
– ½ Knoblauchzehe
– ½ TL Zitronenabrieb (Bio-Zitrone!)
– 1 Spritzer Zitronensaft
– Salz, Pfeffer
– Semmelbrösel
– Öl

Zubereitung:

Weißbrot vom Rand befreien und in kleine Würfel schneiden. Milch darüber geben und zugedeckt einweichen lassen. Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Fischfilet(s) unter fließend kaltem Wasser waschen, trocken tupfen und in möglichst kleine Würfel schneiden.

Eingeweichte Weißbrotwürfel, gewürfeltes Fischfilet, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Eigelb und Zitronenschale eine Schüssel geben und locker vermischen. Mit Zitronensaft, Currypulver, Salz und Pfeffer würzen.

Mit den Händen Fischpflanzerl formen (falls die Masse nicht fest genug ist, Semmelbrösel dazu geben) und diese in Semmelbrösel wenden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fischpflanzerl darin bei mittlerer Hitze auf beiden Seiten je etwa 6 Min. goldbraun braten. Herausnehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen und zum Beispiel mit einem Kartoffelsalat (siehe Mordswaffen) mit Feldsalat drin servieren.

Paprika-Kürbis-Suppe

Neues Buch (Meine Küche der Gewürze) die Zweite! Und schon wieder ein Supperl. Irgendwie muss man der Kälte ja trotzen! In Sachen Zutaten und Zubereitung habe ich die Suppe gegenüber dem Schuhbeck-Rezept nur leicht modifiziert. Und was soll man sagen?! Guad war’s!

Zutaten für 4 Personen:

Suppe und Einlage
– 2 rote Paprikaschoten (S: 3 rote Spitzpaprika)
– 600 g Butternuss- oder Muskatkürbis
– 900 mL Hühnerbrühe (S: Gemüsebrühe)
– 100 g Sahne
– 100 mL Kokosmilch
– 1 TL Currypulver
– 1 halbierte Knoblauchzehe
– 1 Splitter Zimtrinde
– ½ ausgekratzte Vanilleschote
– 40 g kalte Butter
– gemahlener Galgant (S: weggelassen)
– mildes Chilipulver (S: ordentlich Cayennepfeffer)
– 1 EL Olivenöl
– 2-3 Stängel Petersilie
– Salz / Chilisalz

Croûtons
– 3 Toastbrotscheiben
– 2 EL Olivenöl
– 1 Knoblauchzehe
– ½ ausgekratzte Vanilleschote

Zubereitung:

Paprika putzen. 1 Paprikahälfte beiseite legen. Den Rest in grobe Würfel schneiden. Kürbis putzen und schälen. Ca. 100 g beiseite legen. Den Rest in grobe Würfel schneiden. Gemüse in einen großen Topf geben, mit 800 mL Brühe begießen, aufkochen und bei niedriger Temperatur ca. 20 Min. weich garen. Currypulver, Sahne und Kokosmilch hinzugeben und mit dem Zauberstab fein pürieren. Anschließend die Suppe durch einen Sieb passieren und zurück in den Topf gießen. Schließlich Knoblauchzehe, Zimtrinde und Vanilleschote zugeben, einige Minuten ziehen lassen und wieder entfernen. Suppe nochmal heiß werden lassen, mit Salz und 1 Prise Galgant (habe ich weggelassen) abschmecken und zuletzt die kalte Butter mit dem Zauberstab untermixen.

Für die Einlage die beiseite gelegte Paprika und den Kürbis in ca. 0.5 cm große Würfel schneiden und in einem kleinen Topf in der restlichen Brühe weichkochen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist. Olivenöl zugeben, mit Chilisalz abschmecken und mit frisch gehackter Petersilie bestreuen.

Für die Croûtons zunächst die Toastbrotrinde entfernen, dann die Scheiben in ca. 0.5 – 1 cm große Würfel schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Weißbrotwürfel darin kross anbraten. Pfanne vom Herd ziehen und die Vanilleschote sowie die in grobe Scheiben geschnittene Knoblauchzehe zugeben. Vanilleschote und Knoblauch nach ein paar Minuten wieder entfernen.

Suppe kurz vor dem Servieren nochmal aufschäumen und in vorgewärmte Teller füllen. Mit den Gemüsewürfeln und den Croûtons garnieren und sogleich servieren.

Spinatsuppe

Nachdem die Schnürschuhs von einem kürzlichen Event doch Recht in Anspruch genommen waren, ist nun endlich wieder Zeit zum Kochen & Bloggen. Wir bekamen zu besagtem Event das Kochbuch Meine Küche der Gewürze von Alfons Schuhbeck geschenkt. Daraus habe ich mir gleich ein Rezept ausgesucht: Spinatsuppe – schön grün – und lecker!

Für 4 Personen:

– 300 g junger Spinat
– Salz
– 1 Zwiebel
– 1 kleine festkochende Kartoffel
– ½ Stängel Zitronengras
– 30 g kalte Butter
– 800 mL Hühnerbrühe (S: Gemüsebrühe)
– 2 EL Kokos-Chips
– 1 Knoblauchzehe
– 100 g Sahne
– 100 mL Kokosmilch
– 1 Streifen unbehandelte Zitronenschale
– mildes Chilipulver
– Muskatnuss

Zubereitung:

Spinat verlesen, waschen und trocken schleudern. Grobe Stiele entfernen. 1 Handvoll Spinatblätter beiseite legen. Den Rest in kochendem Salzwasser 1 Min. blanchieren, eiskalt abschrecken und abtropfen lassen. Anschließend nochmals zwischen den Händen ordentlich ausdrücken. Ebenfalls beiseite stellen.

Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Kartoffel schälen und ebenfalls in kleine Würfelchen schneiden. 1 EL Butter in einem Topf erhitzen und Zwiebel- und Kartoffelwürfel darin anschwitzen. Mit der Brühe auffüllen und das Zitronengras zugeben. Deckel drauf setzen und ca. 25 Min. bei niedriger Temperatur ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Kokos-Chips in einer Pfanne ohne Fett hell rösten und die Knoblauchzehe schälen und in feine Scheiben schneiden.

Sobald die Kartoffeln weich sind, das Zitronengras aus der Suppe fischen, Kokosmilch und Sahne zugeben und die Suppe fein pürieren. Zitronenschale hinzufügen, ein paar Minuten ziehen lassen, dann wieder herausnehmen.

Schließlich die Suppe nochmal schön heiß werden lassen und mit der restlichen kalten Butter, dem blanchierten Spinat und den Knoblauchscheiben schaumig aufmixen. Mit Salz, einer Prise Chili und etwas frisch geriebener Muskatnuss abschmecken und die beiseite gelegten Spinatblätter unterrühren. In tiefe Tellern füllen, mit den Kokos-Chips bestreuen und servieren.

Spaghetti aglio e olio mit Scampi

Wie viel Spaghetti essen zwei Personen? Früher schnappte ich mir einfach eine gute Handvoll Spaghetti und ab damit in’s Wasser. Dabei hab ich es meist zu gut gemeint… Herr Schnürschuh bekam viel zu viel auf den Teller, schlemmte ordentlich und beklagte sich danach, dass er nun völlig überfressen sei und dick und fett werden würde…

Also wurde Schnürschuhs-Spaghetti-Ess-Menge evaluiert und man beachte – die Menge variiert mit dem Spaghetti-Gericht. Bei Spaghetti aglio e olio braucht es mehr als bei Spaghetti bolognese oder den schweren Spaghetti alla carbonara. Nun, im Durchschnitt sind es 160 g für uns Beide!  😆

Zutaten:

– Spaghetti
– 1-2 Knoblauchzehe(n)
– 1 Chili
– 1-2 Tomate(n)
– Scampi (wir hatten ca. 250 g ganze Scampi)
– frisches Basilikum
– Meersalz
– bestes Olivenöl

Zubereitung:

Scampi aus der Schale befreien, Darm entfernen und unter fließend kaltem Wasser gründlich waschen. Chili entkernen und in feine Streifen schneiden. Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Tomate häuten, Kerne entfernen und in Würfel schneiden.

Spaghetti in sprudelnd heißen Salzwasser al dente kochen. Gegen Ende der Kochzeit die Pfanne erhitzen, einen guten Schuss Olivenöl hinein geben und den Knoblauch darin sanft garen. Scampi zugeben und kurz anbraten. Spaghetti abgießen und mit den Tomatenwürfeln und Chilistreifen in die Pfanne geben. Alles vorsichtig vermengen, salzen, mit frisch gehacktem Basilikum bestreuen und sofort servieren.

Focaccia mit Rosmarin und Olivenöl

Schon lange steht das Focaccia auf meiner To-Koch-Liste! Als mir dann ein Kollege vor ein paar Wochen mit einem ausführlichen „Heute Abend mache ich Focaccia Bericht“ den Mund wässrig machte, stand der Entschluss für das nächste Gericht fest. Den Teig machte ich nach einem Rezept von Johann Lafer, der Rest ist einfach Rosmarin & Olivenöl. Super! Weitere Versionen folgen.

  

Zutaten:

– 8 g frische Hefe
– 150 mL lauwarmes Wasser
– ½ TL Zucker
– 2.5 EL Olivenöl
– Salz
– 250 g Weizenmehl
– 3 Zweige Rosmarin
– 1 Knoblauchzehe

Zubereitung:

Die Hefe in das lauwarme Wasser bröckeln und darin auflösen. Zucker, 1 EL Olivenöl, eine Prise Salz und Mehl hinzufügen und zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. In eine Schüssel geben, zudecken und 1-2 Stunden (an einem warmen Ort) gehen lassen.

Backofen auf 220 °C vorheizen. Rosmarin waschen, trocken tupfen, die Nadeln von den Stielen ziehen und grob hacken. Knoblauch schälen und in ganz feine Scheiben schneiden.

Teig zu zwei flachen, länglichen Fladen formen und nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit einem Finger Löcher in den Teig drücken. Rosmarin und Knoblauch auf den beiden Teigfladen verteilen, mit restlichem Olivenöl beträufeln, mit grobem Salz bestreuen und im heißen Ofen etwa 10-12 Minuten lang backen.