Auberginen mit Chermoula, Bulgur & Joghurt

Auf dem Luzerner Wochenmarkt gab es 3 für 2 – Auberginen. Da heißt es zugreifen! Überhaupt mag ich Auberginen gerne – obwohl viele behaupten die würden ja nach nichts schmecken…

Auberginenrezepte gibt es zahlreiche in Ottolenghis Büchern und weil es so schön einfach ist, habe ich das Rezept „Auberginen mit Chermoula, Bulgur & Joghurt“ aus dem Buch Jerusalem gewählt. Gute Entscheidung! Es war köstlich!

In der Zwischenzeit ist übrigens das neue Buch „Türkei vegetarisch“ aus der Vegetarisch Reihe von Katharina Seiser heraus gekommen und auch schon bei mir eingetrudelt. Bis auf „Italien vegetarisch“ habe ich alle aus der Serie. Man findet in den Büchern tolle, einfache Rezepte und das Konzept mit der Aufteilung in Jahreszeiten gefällt mir. Jedenfalls habe ich beim Durchblättern von „Türkei vegetarisch“ viele vielversprechende Auberginenrezepte gefunden. Das erste wird morgen gekocht. Vielleicht schafft es das Rezept ja auch auf den Blog…

Zutaten für 4 Personen:

  • 2 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • 2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 2 TL gemahlener Koriander
  • 1 TL Chiliflocken
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 2 EL fein gehackte Schale von eingelegten Zitronen (S: frische Zitrone)
  • 140 mL Olivenöl, plus Olivenöl zum Beträufeln
  • 2 mittelgroße Auberginen
  • 50 g feiner Bulgur (S: grober Bulgur)
  • 25 g Sultaninen (S: keine da, daher Cranberries)
  • 10 g Koriandergrün, gehackt, plus Koriandergrün zum Bestreuen
  • 10 g frische Minze, gehackt
  • 6 grüne Oliven, entsteint und halbiert
  • 1 EL Mandelblättchen, geröstet
  • 2 Frühlingszwiebeln, gehackt
  • 5 EL Zitronensaft
  • 120 g griechischer Joghurt
  • Salz

Zubereitung:

Den Backofen auf 200 °C vorheizen.

Für die Chermoula in einer kleinen Schüssel Knoblauch, Kreuzkümmel, Koriander, Chili, Paprikapulver, die Zitronenschale, zwei Drittel des Olivenöls sowie ½ TL Salz vermengen.

Die Aubergine der Länge nach halbieren und das Fruchtfleisch rautenförmig einschneiden. Dabei darauf achten, dass die Schale intakt bleibt. Die Hälften gleichmäßig mit der Chermoula bestreichen, mit der Schnittfläche nach oben auf ein Backblech legen und 40 Min. im Backofen garen.

Inzwischen den Bulgur in einer Schüssel mit 140 mL kochendem Wasser übergießen.

Die Sultaninen 10 Min. in 50 mL warmen Wasser einweichen, anschließend abgießen und mit dem restlichen Öl zum Bulgur geben. Kräuter, Oliven, Mandelblättchen, Frühlingszwiebeln und Zitronensaft hinzufügen, mit einer Prise Salz würzen und alles gut durchmischen. Den Salat danach noch einmal abschmecken.

Die Auberginenhälften auf vier Teller verteilen, den Bulgursalat darauf anrichten und mit dem Joghurt garnieren. Das gehackte Koriandergrün darüber streuen, etwas Olivenöl aufträufeln und die Auberginen warm oder bei Zimmertemperatur servieren.

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Orientalisch: Hackspieße mit Karottenpüree

Als vor ungefähr einem Monat bushcooks kitchen die Lammhackspieße mit orientalischem Kartoffelpüree postete, kam der Link sogleich auf meine Nachkochliste. Vor allem das Karottenpürre hat es mir angetan.

Groß abändern braucht man da nix – schmeckt einfach fantastisch, das Karottenpüree ein Gedicht – es wird mir mit Sicherheit treu bleiben! Nur aus Lammhack wurde Rinderhack. Ich bin nicht soooo der Lammfan…

Zutaten für 2 Personen:

Hackspieße
– 250 g Lammhack (S: Rinderhack)
– 2-3 Stängel Petersilie
– ½ Knoblauchzehe
– ½ TL scharfer Senf
– ½ TL Kreuzkümmelsamen
– ½ TL Zimtpulver
– Öl
– Salz, Pfeffer
– große Holzspieße

Karottenpüree
– 500 g Karotten
– Olivenöl
– ½-1 TL Zucker
– 2 TL Kreuzkümmelsamen
– ½ TL Zimt
– ½ TL Kurkuma
– ½ TL Chilipulver
– 1 Orange
– Salz, Pfeffer

Joghurt
– 200 g Joghurt mit 10% Fett
– 2-3 Stängel Petersilie
– ½ Knoblauchzehe, fein gehackt
– Olivenöl
– Salz, Pfeffer
– weißer Sesam

Zubereitung:

Hackspieße
Petersilie hacken. Knoblauch schälen und fein hacken. Kreuzkümmelsamen in einer Pfanne erhitzen, bis sie zu duften beginne. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen und fein mahlen.

Hackfleisch, Petersilie, Knoblauch, Senf, gemahlenen Kreuzkümmel und Zimt in eine große Schüssel geben und zu einer homogenen Masse verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit den Fingern kleine ovale „Knödel“ um das obere Ende der Holzspieße „bauen“ und leicht andrücken. Auf einem großen Teller zwischenlagern.

Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Spieße darin von allen Seiten schön anbraten.

Karottenpüree
Karotten schälen und in dünne Scheiben schneiden. In einen Topf geben, mit Salz und Zucker bestreuen. Etwas Wasser ziehen lassen. Ein bisschen Olivenöl zugeben und den Topf auf den Herd stellen. Zum Kochen bringen. Bei niedriger Temperatur zugedeckt weich kochen.

In der Zwischenzeit den Kreuzkümmel in der Pfanne erhitzen, bis er duftet. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen, fein mahlen und mit Zimt, Kurkuma und Chili vermengen. Die Orange auspressen.

Die Karotten mit dem Saft der Orange pürieren. Die Gewürze unterrühren. Mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Joghurt
Den Joghurt mit frisch gehackter Petersilie vermengen und mit ein bisschen Knofi, Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken.

Zuletzt den weißen Sesam in einer Pfanne ohne Öl rösten und anrichten! Dafür das Karottenpüree auf einen Teller geben, dazu den Joghurt und etwas Sesam. Den Hackspieß oben drauf legen und sogleich servieren.

Orientalisch: Hackspieße mit Karottenpüree

Schichtkuchen mit Walnüssen

Letztes Jahr war die Walnussernte bei Mama Schnürschuh sehr, sehr gut, dementsprechend viele Beutel mit gemahlenen Walnüssen hatte sie in der Gefriertruhe gebunkert. Die sollen nun nach und nach aufgebraucht werden. Natürlich durfte ich auch was mitnehmen in die Schweiz.

Ein Kuchenrezept mit Walnüssen musste her! Hatte da schon ein Rezept im Hinterkopf – gesehen bei der Küchenschabe. Einen hübschen Schichtkuchen mit einer Füllung aus Walnüssen, Schokolade, Zimt und Rosinen.

Typisch für mich, habe ich das Rezept nicht ordentlich gelesen und einfach einen Becher Sauerrahm gekauft. Das waren 180 g… Glücklicherweise waren noch Reste von Frischkäse und griechischem Joghurt im Kühlschrank und ich konnte damit auf die notwendigen 250 g aufstocken ;-). Bis auf die Rosinen, die ich ganz ließ, habe ich alles genau wie Küchenschabes Mitkoch gemacht. Ein einfacher, leckerer Kuchen, der optisch auch noch was hermacht! Bloß a bisserl arg süß war er. Das nächste Mal würde ich die Zuckermenge im Teig und/oder in der Füllung deutlich reduzieren.

Zutaten:

Füllung:
– 100 g Walnüsse
– 4 EL Rosinen
– 1 EL gemahlener Zimt (S: 1 TL)
– 1.5 EL Kakaopulver
– 175 g brauner Zucker

Teig:
– 125 g weiche Butter
– 225 g Zucker
– 1 Messerspitze Vanillemark
– 3 Eier (S: 4 kleine Eier)
– 250 ml Sauerrahm (S: 180 g Sauerrahm, 70 g: Joghurt- und Frischkäse)
– 250 g Mehl
– 2 TL Backpulver
– 1 Prise Salz

Zubereitung:

Zutaten rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen und Raumtemperatur annehmen lassen. Backofen auf 180 °C vorheizen. Springform fetten und mit Mehl bestäuben.

Walnüsse und Rosinen fein hacken (S: Walnüsse gemahlen, Rosinen ganz gelassen) und mit Zimt, Kakaopulver und braunem Zucker vermischen.

Butter, Zucker und Vanillemark schaumig rühren. Nach und nach die Eier zugeben und zu einer homogenen Masse verquirlen. Mehl, Backpulver und Salz in einer separaten Schüssel vermengen und abwechselnd mit dem Sauerrahm unter den Teig heben.

1/3 der Teigmasse in die Form streichen. Die Hälfte der Füllung gleichmäßig darauf streuen. Nächstes Drittel Teig vorsichtig einfüllen und glattstreichen und mit der restlichen Füllung bestreuen. Schließlich das letzte 1/3 Teigmasse einfüllen und glattstreichen. Dabei immer wieder mit der Form kräftig auf die Arbeitsfläche klopfen, damit die entstandene Luft aus den Schichten entweichen kann.

In den Backofen schieben und ca. 60 Min. backen. Stäbchenprobe machen! Auskühlen lassen, aus der Form lösen und mit Puderzucker bestreuen.

Gemüsecurry mit Blumenkohl und Kürbis

Kalt ist’s. Und regnerisch. Überall hustelts und schnupfelts. Müde! Raue Hände. Die Lippen springen auf. Die Haare stehen zu Berge. Kalte Füße. Trockene Luft.

Aber, aber, Essenstechnisch darf’s wieder deftig sein, und würzig. Die Lust auf scharfes Essen steigt! Und wie! Da passt dieses Curry von Jamie Oliver gerade recht. Sehr empfehlenswert!

Zutaten für 4 Personen:

– 1 kleine Zwiebel
– 1 Chili
– 1 Knoblauchzehe
– 1 Stückchen Ingwer
– 1 Bund frischer Koriander
– 1 Paprika
– 1 kleiner Blumenkohl
– 2-3 Tomaten
– ½ Kürbis
– 1 Dose Kichererbsen
– Rapsöl + ein Stückchen Butter
– 1-2 EL Jalfrezi Curry Paste (siehe Mordswaffen)
– 1 Dose gewürfelte Tomaten
– 2 EL Balsamicoessig
– Salz, Pfeffer
– 1 Zitrone in Spalten geschnitten
– 1 kleiner Becher Naturjoghurt
– Basmatireis nach Belieben

Zubereitung: 

Zunächst das Gemüse vorbereiten. Dafür Zwiebel schälen und grob hacken. Chilischote entkernen und in feine Ringe schneiden. Ingwer und Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Koriander waschen, Blätter abzupfen und die Stiele fein hacken. Paprika putzen und in grobe Würfel schneiden. Blumenkohl in Röschen schneiden, große Röschen nochmal teilen. Tomaten vierteln oder achteln. Kürbis entkernen, schälen und 2-3 cm große Würfel schneiden. Kichererbsen gut abtropfen lassen.

Jalfrezi Curry Paste vorbereiten (siehe Mordswaffen).

Öl und Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, Chili und Korianderstiele zugeben und ca. 10 Min. anschwitzen. Paprika, Kürbis, Kichererbsen und Currypaste zugeben und kurz mitbraten, bis die Currypaste gut verteilt ist. Schließlich Blumenkohlröschen, frische Tomaten, Dosentomaten und Essig unterrühren. Die leere Tomatendose mit Wasser auffüllen und zum Gemüse geben. Umrühren, aufkochen lassen und geschlossen, bei niedriger Temperatur ca. 45 Min. köcheln lassen. Die letzten 15 Min. den Deckel wegnehmen und offen köcheln lassen.

In der Zwischenzeit den Reis kochen.

Sobald das Gemüse gar ist, das Curry mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken und mit dem Reis, einem Klecks Naturjoghurt und den Korianderblättern servieren. Die Zitronenspalten zum Ausdrücken dazu reichen.

Libanesisches Lamm-Spinat-Ragout

Lamm!

Was Essen betrifft probiere ich alles und wenn mir etwas nicht auf Anhieb schmeckt, gebe ich auch so schnell nicht auf und probiere es nochmal und nochmal. Viele Zutaten habe ich so kennen und lieben gelernt, z.B. frischer Koriander.

Auch das Lamm habe ich schon mehrmals probiert – einmal beim Kochkurs in der Migros-Klubschule und zweimal zu Hause, wo wir Lamm mit Kräuterkruste und Lammragout mit Ras el-Hanout kochten. Und nie war ich hundertprozent überzeugt. Immer roch es schon leicht nach Schaf in der Küche (meine Mama würde sagen: es bockelt) und auch beim Verzehr kam das Bockige leicht durch… Damit war Lamm für mich erst mal gegessen. Herr Schnürschuh fand es nicht so schlimm und hätte gerne wieder mal etwas mit Lamm gemacht.

Nun war ich vor ein paar Wochen mit meinen Kollegen zum Kochkurs im Aiola City. Ich freute mich riesig darauf und war tierisch neugierig, was wir denn kochen würden. Kaum angekommen, nach dem ersten Schlückchen Sekt, holte der Koch dann plötzlich einen Lammrücken hervor. Oooooch war ich enttäuscht – da besuchen wir einen so tollen Kochkurs und es gibt Lamm, wo ich das doch gar nicht so mag.

Aber nur nicht aufgeben! Vielleicht schmeckt es ja diesmal? Und tatsächlich. Das Fleisch roch überhaupt nicht nach Lamm, weder frisch, noch in der Pfanne, noch im Ofen und schon gleich zehnmal nicht auf dem Teller. Es schmeckt super – war zart – und bockelte in keinster Weise. Auf meine Frage, was ich denn tun muss, damit es nicht bockelt, meinte der Koch, einzig und allein die Qualität des Fleisches sei entscheident: gutes Lamm bockelt nicht! Und woher bekomme ich gutes Lamm? Weizer Berglamm zum Beispiel! Gibt es auch bei unserem Grazer Lieblings-Slow-Food-Metzger!

Schnell wurde das Weizer Berglamm also auf die Probe gestellt und mit dem leckeren libanesischen Gericht, nachgekocht von Petra (Chili und Ciabatta), kamen wir zum ersten Mal zu Hause in den wahren Genuss von Lammfleisch…

Zutaten für 2 Personen:

Ragout
– etwas Butter
– 300 g Filet vom Lamm
– 400 g frischer Spinat oder TK-Spinat
– 1 Zwiebel
– 200 mL Brühe
– 1 Zitrone

Pita-Chips
– 2-3 Pitabrote (siehe Mordswaffen)
– Olivenöl

Pinienkerne mit Paprikabutter
– 1 EL Butter
– 1 Handvoll Pinienkerne
– ½ TL Paprikapulver

Joghurt-Minz-Soße
– 150 mL Naturjoghurt
– ½ Knoblauchzehe
– ½ TL Salz
– ½ EL frisch gehackte Minze

Zubereitung: 

Ragout
Zwiebel schälen und fein hacken. Fleisch in 2 cm große Stücke schneiden. In einem Topf etwas Butter schmelzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Fleisch dazugeben und anbraten. Mit der Brühe aufgießen und zugedeckt bei niedriger Hitze 1 Std. simmern lassen. Deckel wegnehmen und so lange weitersimmern lassen, bis kaum noch Flüssigkeit übrig ist. Das Fleisch ist am Ende schön zart und lässt sich mit einer Gabel auseinander drücken.

In der Zwischenzeit Spinat waschen und trocken schleudern. Zitrone auspressen.

Schließlich den Spinat zum Ragout geben und 10 Min. mitköcheln lassen. Das Ganze mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Vom Herd ziehen.

Pita-Chips
Für die Pita-Chips die Pitabrote waagrecht halbieren und vierteln. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, mit Olivenöl bepinseln und bei 150 °C 15 Min. backen. Nach der Hälfte einmal wenden. Raus damit und abkühlen lassen.

Pinienkerne mit Paprikabutter
1 EL Butter in einer Pfanne schmelzen, Pinienkerne zugeben und rösten bis sie eine leichte Bräune haben. Paprikapulver unterrühren und beiseite stellen.

Joghurt-Minz-Soße
Knoblauch schälen und fein hacken. Mit Joghurt, Salz und frisch gehackte Minze verrühren.

Abschluss
Eine Form mit den Pita-Chips auslegen. Ragout darauf geben. Joghurt-Minz-Soße darüber verteilen, mit den Pinienkernen (samt Paprikabutter) bestreuen und sogleich in der Form servieren.