Knusper-Ricotta-Gnocchi mit Spinat-Koriander-Pesto

Schon länger will ich unbedingt Pankomehl ausprobieren. Überall liest man davon, wie schön knusprig eine Panade damit würde. Bei Herrn Schnürschuh musste ich dafür erst einiges an Überzeugungsarbeit leisten – bat er mir doch an stattdessen aus altem Baguette selbst sowas herzustellen… Nix da. Ab in den Asialaden. Kaufen! Schließlich habe ich dafür auch noch ein vielversprechendes Rezept bei Simone von pi mal butter entdeckt! Die Ricotta-Gnocchi gab es bereits, sie sind klasse und ruckizucki hergestellt. Diese dann in orientalisch gewürztem Pankomehl zu panieren und rauszubrutzeln löste große Entzückung bei mir aus. Dazu ein Pesto aus Spinat und Koriander – klingt das nicht gut?
(Lediglich die Kichererbsen habe ich aus logistischen Gründen 😉 weggelassen)

Zutaten für 2 Personen:

Ricotta-Gnocchi
siehe hier

Panade
– ca. 4 EL Pankomehl (S: a bisserl mehr)
– 1 gehäufter TL Golden Spice Mix (siehe Mordswaffen)
– Abrieb und Saft einer halben Bio-Zitrone (S: nur ein paar Spritzer Zitronensaft)

Sonstiges
– Rapsöl

Pesto
– 250 g Blattspinat
– ½ Knoblauchzehe
– 1 kleines Bund Koriandergrün
– 1 EL Pinienkerne
– Olivenöl
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Knusper-Gnocchi
Die Gnocchi wie hier beschrieben zubereiten. Auf einem mit Öl bepinseltem Teller parat legen.

Aus dem Pankomehl, der Gewürzmischung, dem Zitronenabrieb und -saft die Panade herstellen. In einen tiefen Teller geben und die noch lauwarmen Gnocchi darin wälzen. Die Panade gut andrücken.

Ordentlich Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die panierten Gnocchi darin knusprig rausbraten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Pesto
Spinat waschen und gut abtropfen lassen. Den Knoblauch in etwas Olivenöl anbraten. Spinat zugeben, salzen und pfeffern und zusammenfallen lassen. Spinat vom Herd ziehen und etwas abkühlen lassen. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl rösten. Koriander waschen und gut abschütteln, grobe Stiele entfernen.

Spinat, Pinienkerne, Koriandergrün und etwas Olivenöl zu einem feinen Pesto vermixen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Schließlich die knusprigen Ricotta-Gnocchi mit dem Pesto servieren. Bei Bedarf noch mit etwas Zitronensaft beträufeln.

Knusper-Gnocchi

Apfel-Mohn-Kuchen

Nach einer Reise geht’s wieder los mit kochen, backen und bloggen. Hab ich ja schon ewig keinen Apfelkuchen mehr gemacht und Mamas Lageräpfel schlummern im Keller. Also dann – zur Auswahl standen zwei Apfelkuchen aus meiner Nachkochliste – Michas Apfel-Mohn-Kuchen oder Paules Zupf-Schuedi mit Äpfeln drin! Da ich noch gut Mohnvorrat hatte und Herr Schnürschuh einen Apfelkuchen mit viel Teig wollte, wurde es dann Variante 1. Das Volumen habe ich reduziert, damit der Kuchen in meine 26er Springform passt.

Ein einfacher, leckerer Rührkuchen mit Äpfeln und Mohn!

Zutaten (26er Springform):

100 g Mohn (S: 85 g weißer Mohn + 15 g Blaumohn)
80 ml Milch
15 g Butter
40 g Zucker
20 g gehackte Mandeln

600 g saure Äpfel (geschält und entkernt)
2 EL Zitronensaft

200 g weiche Butter
175 g Rohrzucker
1 Päckchen Vanillezucker
Salz
4 Eier

240 g Mehl
80 g Einkorn-Vollkorn (S: Emmermehl)
gemahlener Zimt
gemahlener Ingwer
12 g Backpulver
200 mL Buttermilch

Zubereitung:

Mohn mahlen. Milch, Butter und Zucker zum Kochen bringen, Mohn zugeben, nochmal kurz aufkochen und vom Herd ziehen. Gehackte Mandeln unterrühren und 15 Min. ziehen lassen.

Äpfel schälen, entkernen, grob würfeln und gut mit dem Zitronensaft vermengen, damit sie nicht braun werden. Form fetten und bemehlen. Backofen auf 175 °C vorheizen.

Butter, Zucker, Vanillezucker und 1 Prise Salz schaumig rühren. Nach und nach die Eier unterrühren. Mehle, Gewürze und Backpulver in einer Schüssel miteinander vermengen und abwechselnd mit der Buttermilch zügig unter den Teig heben. Zuletzt die Mohnmischung unterrühren und die Äpfel unterheben.

Den Teig in die Form füllen und im Backofen ca. 1 Std. backen. Wird der Kuchen zu braun, mit Alufolie abdecken.

Aus dem Backofen holen und auskühlen lassen. Wie Micha mit einer Zitronenglasur bepinseln oder einfach mit Puderzucker bestäuben.

Apfel-Mohn-Kuchen

Zitronige Linzer-Schnitten

Der Sommer hat sich schnell verabschiedet und seit Samstag regnet und regnet es… Ein Gutes hat das Ganze – Fräulein Schnürschuh kann sich stundenlang in der Küche vergnügen! Derzeit könnte ich jedes einzelne Rezept aus meinem Lieblingsblog Grain de sel nachmachen – Micha trifft einfach genau meinen Geschmack. Also habe ich am Wochenende erst mal eine neue Ration geröstete Ofentomaten hergestellt und dann habe ich noch die Quadrillos bzw. Linzer-Schnitten als zitronige Variante gebacken. Die Ofentomaten sind, wie sie Micha eh schon immer bewirbt, genial (!!!) und auch meine zitronigen Linzer-Schnitten wurden fantastisch. Es hat richtig Spaß gemacht sie herzustellen und nun sind sie in einer Dose verstaut und wir können uns immer wieder eine (oder zwei… oder drei…) rausstibitzen. Naja, die Hälft ist schon weg…

Zutaten für die abgewandelte zitronige Variante:

– 350 g Mehl
– 200 g gemahlene Mandeln
– 140 g Zucker
– 1 Ei
– 1 Prise Salz
– abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
– 1-2 Msp gemahlener Ingwer
– 1-2 Msp gemahlener Kardamom
– 1 Msp Vanilleextrakt
– 2 EL Limoncello
– 250 g weiche Butter in Stücken
– 250 g Gelée-Marmelade Zitronen Limetten
– Mehl
– Eigelb
– Puderzucker

Zubereitung:

Mehl, Mandeln, Zucker, Ei, Salz, Zitronenabrieb, Gewürze, Limoncello und Butterstückchen mit dem Knethaken der Rührmaschine vermengen. Anschließend mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten und in zwei Portionen teilen, diese in Frischhaltefolie wickeln und für mind. 1 Std. in den Kühlschrank geben.

In der Zwischenzeit zwei Backpapierbögen zu je 30 x 36 cm vorbereiten.

Eine Teigportion aus dem Kühlschrank holen und entweder auf bemehlter Arbeitsfläche oder, und ich tue mich so wesentlich leichter, zwischen Frischhaltefolie und dem vorbereiteten Backpapier legen und ebenmäßig auf die Größe des Backpapiers ausrollen. Mit dem Backpapier auf das Backblech heben, mit einer Gabel Löcher einstechen und mit der, in einer Schüssel verrührten, Marmelade bestreichen. In den Kühlschrank stellen.

Die zweite Teigportion aus dem Kühlschrank holen, genau wie die erste auf die Größe des Backpapiers ausrollen und auf ein Backblech heben. 20 Min. in den Kühlschrank stellen. Anschließend mit Hilfe eines kleinen Ausstechers (in etwa von der Größe eines Apfelkernausstechers) vorsichtig Kreise ausstechen – nicht zu nahe beieinander – und auf einem kleinen Stück Backpapier deponieren. Alles zurück in den Kühlschrank stellen und nochmal 10 Min. durchkühlen lassen.

Backofen auf 200 °C vorheizen. Alles aus dem Kühlschrank nehmen und die „durchlöcherte“ Teigplatte vorsichtig auf die Marmeladenteigplatte legen. Das Backpapier behutsam abziehen. Eigelb verquirlen und die obere Teigplatte damit bestreichen. Mit den ausgestochenen Kreisen belegen und in den Backofen (unterste Schiene) schieben. 16-18 Min. backen, vollständig auskühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und in 4 cm große Quadrate schneiden.

Zitronige Linzer-Schnitten

Indisch kochen mit Annu & Manu

Letztes Wochenende waren wir zu Gast bei unseren indischen Freunden Annu & Manu. Manu weiß wie gerne ich koche und bot an zusammen zu kochen. Nichts lieber als das! Die beiden haben ein kleines indisches Menü zusammengestellt und wir kochten wild drauf los!

Zuerst gab es gefüllten Blätterteig: Chicken Puffs. Anschließend kochten die Herren Chicken Biryani, ein muslimisches Gericht aus Manus Heimatstadt Kerala. Annu und ich waren für die Beilagen Minzjoghurt und Mangochutney zuständig und kochten außerdem ein weiteres Gericht mit Garnelen „Prawn Masala“. Dazu gab es immer Papadams – dünne, knusprige Fladen aus Linsenmehl, die man nur kurz in der Mikrowelle aufwärmt.

Es hat riesen Spaß gemacht, vor allem weil Manu gerne improvisiert und dabei entweder die Hälfte vergisst (wie bei den Chicken Puffs Knoblauch, Ingwer und Koriander) oder gigantische Gewürzmengen verwendet oder auf gewisse Schritte keine Lust hat und sie daher einfach weglässt (zum Beispiel die Chicken Puffs mit Eigelb zu bestreichen). Annu hingegen kocht wie sie es gelernt hat oder nach Rezept und schmeckt vorsichtig ab. All die Speisen haben, egal ob improvisiert oder nicht, hervorragend geschmeckt.

Ich habe versucht die Rezepte mit Hilfe von Annus Notizen und dem Internet so gut wie möglich widerzugeben und hoffe es ist alles indisch richtig.

Chicken Puffs (Füllung)

Chicken Puffs

Zutaten für 1 Packung Blätterteig:

– Öl
– 1 Hühnerbrust
– 1 große Zwiebel
– 1 Stück Ingwer
– 1 Knoblauchzehe
– 2-3 Curryblätter
– 1 TL Garam masala
– ½ TL Kurkuma
– ½ TL Chilipulver
– Salz
– 1 Bund frischer Koriander
– 1 Packung Blätterteig

Zubereitung:

Backofen auf 200 °C vorheizen.

Hühnerbrust unter fließend kaltem Wasser gründlich waschen, trocken tupfen und in grobe Stücke schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Hühnerbrust gut darin anbraten. Vom Herd ziehen und abkühlen lassen. Anschließend im Mixer zerkleinern.

Zwiebel schälen und in feine Scheiben schneiden. Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Wieder etwas Öl in der Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Ingwer, Knoblauch und Curryblätter zugeben und kurz mitbraten. Garam Masala, Kurkuma und Chilipulver einrühren, angehen lassen. Schließlich das zerkleinerte Fleisch sowie den frisch gehackten Koriander zugeben und alles gut miteinander verrühren. Mit Salz abschmecken. Falls die Füllung zu trocken ist, noch ein bisschen Wasser unterrühren. Vom Herd ziehen und abkühlen lassen.

Blätterteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auslegen und mit einem Nudelholz leicht ausrollen. Mit einem Messer in Rechtecke schneiden. Jeweils etwas Füllung in die Mitte geben und hübsche Päckchen (z.B. Kuverts) formen. Die Seiten mit Wasser befeuchten und festdrücken. Wer mag kann die Oberfläche noch mit verquirltem Eigelb bestreichen.

Chicken Puffs auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, in den Backofen schieben und ca. 30 Min. bei 200 °C backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen.

Chicken Biryani (aus Kerala)

Zutaten für 4-6 Personen:

Karamellisierte Zwiebeln
– 3-4 EL Ghee/Öl
– 5-6 mittelgroße Zwiebeln

Reis
– 1 EL Ghee/Öl
– 2 Tassen Basmatireis
– 3 Tassen Wasser
– 4 Nelken
– 4 Kardamomkapseln
– 1 Sternanis
– 1 Lorbeerblatt
– 1 Muskatblüte
– 1 kleines Stück Zimtstange
– Salz
– 2 TL Zitronensaft

Marinade
– ½ kg Hähnchenkeulen
– ¼ TL Kurkuma
– 1 TL rotes Chilipulver
– ½ Tasse Joghurt
– ½ TL Biryani Masala (Mischung aus Bockshornklee, Kardamom, Fenchel, Koriander, Kreuzkümmel, Zimt, Pfeffer, Chili)
– Salz

Chicken Masala
– 4 mittelgroße Zwiebeln
– 2 mittelgroße Tomaten
– 6-8 grüne Chilis
– 1 großes Stück Ingwer
– 3-4 Knoblauchzehen
– 1 TL Biryani Masala
– ½ TL Chilipulver
– 2 EL gemahlener Koriander
– ¼ TL Kurkuma
– 2-3 Stängel Minze
– 1 Bund frischer Koriander
– 2 EL Öl

Garnitur:
– 1 Handvoll Cashew-Kerne
– 1 Handvoll Rosinen
– 3-5 EL Öl
– 3-4 mittelgroße Zwiebeln
– 1 Bund frischer Koriander
– 1-2 Safranfäden
– 2 EL Milch

Zubereitung:

Karamellisierte Zwiebeln
Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden. Öl/Ghee in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin anbraten. Bei niedriger Temperatur unter ständigem Rühren so lange schmoren, bis die Zwiebeln schön karamellisiert sind, ca. 1 Std. Vom Herd ziehen und abkühlen lassen.

Marinade
Hähnchenkeulen unter fließend kaltem Wasser gründlich waschen und grob einritzen. Kurkuma, Chilipulver, Joghurt, Biryani Masala und Salz verrühren. Die Hähnchenkeulen damit einstreichen, kühl stellen und 1 Std. oder besser über Nacht marinieren lassen. Anschließend in einer Pfanne von allen Seiten gut anbraten und beiseite stellen.

Chicken Masala
Ingwer und Knoblauch schälen und in grobe Stücke schneiden, Chili putzen und kleinschneiden. Mit etwas Wasser pürieren. Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden. Tomaten putzen und in grobe Würfel schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin braten, bis sie leicht braun sind. Ingwer-Knoblauch-Chili-Paste einrühren und 2-3 Min. mitrösten. Tomaten zugeben und kurz köcheln lassen. Schließlich die Gewürze (Briyani Masala, Kurkuma, Chilipulver, Koriander) einstreuen und gut unterrühren, genauso die frisch gehackten Kräuter Koriander und Minze. Zuletzt die gebratenen Hähnchenkeulen zugeben und das Ganze zugedeckt ca. 15 Min. bei niedriger Hitze köcheln lassen. Wenn nötig noch etwas Wasser aufgießen.

Reis
Reis gründlich waschen, bis das Wasser klar ist. Topf erhitzen und die Gewürze darin kurz rösten, bis sie duften. Mit dem Wasser ablöschen, Reis und Salz zugeben und bei niedriger Hitze köcheln bis der Reis noch gut Biss hat (8-10 Min.). Vom Herd nehmen und mit Zitronensaft beträufeln.

Finish
Milch erwärmen. Safran darin auflösen. Die Hälfte des Reises auf das Chicken Masala schichten. Mit der Safranmilch übergießen und die karamellisierten Zwiebeln, Cashewnüsse und Rosinen oben drauf geben. Mit frisch gehacktem Koriander und Minze bestreuen und noch 3-4 EL Reis darüber schichten. Topf verschließen und das Ganze 5 Min. bei niedriger Temperatur köcheln lassen. Ofen ausschalten und weitere 10 Min. auf der ausgeschalteten Herdplatte ziehen lassen.

Chicken Biryani mit dem restlichen Reis, Minzjoghurt, Pacha Manga Chammanthi und Papadam servieren.

Pacha Manga Chammanthi

Zutaten für 4-6 Personen:

– ½ Tasse rohe Mango
– ¾ Tasse frisch geraspelte Kokosnuss
– 3 grüne Chilis
– 1 Stück Ingwer
– 1 Schalotte
– Salz

Zubereitung:

Alle Zutaten schälen und in grobe Stücke schneiden, im Mixer pürieren und mit Salz abschmecken. Nach Belieben mit der Menge Kokosnuss / Mango variieren: wer es gerne sauer mag, gibt noch etwas Mango zu, wer es lieber milder möchte, gibt noch etwas Kokosraspel dazu.

Minzjoghurt

Zutaten für 4-6 Personen:

– 1 großen Becher Naturjoghurt
– ½ Gurke
– 1 EL indische Gewürzzubereitung mit Minze (Annu verwendete „MDH Chutney Podina Masala“ mit Salz, Minze, getrocknete Mangos, Granatapfelsamen, Chilli, Koriander, schwarzer Pfeffer, Melone, Kümmel, Muskatnuss)
– Zitronensaft

Zubereitung:

Gurke schälen und in kleine Würfel schneiden. Joghurt mit Gurkenwürfelchen und Podina Masala vermengen. Mit Zitronensaft und evtl. noch etwas Salz abschmecken.

Prawn Masala

Zutaten für 4-6 Personen:

– 1 Stück Ingwer
– 4 Knoblauchzehen
– ½ TL Kreuzkümmel
– Öl
– 250 g Garnelen (geschält, entdarmt)
– 2-3 Zwiebeln
– 2 grüne Chilis
– 2 Tomaten
– 2 TL Chilipulver
– 1 TL gemahlener Koriander
– 1 TL Kurkuma
– 1 Bund frischer Koriander
– Tamarindenpaste
– Salz

Zubereitung:

Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken oder reiben. Mit dem Kreuzkümmel und etwas Wasser zu einer Paste vermengen.

Zwiebeln schälen und fein hacken. Chilis mitsamt den Kernen in Scheiben schneiden. Tomaten putzen und in Würfel schneiden. Garnelen unter fließend kaltem Wasser gründlich waschen und trocken tupfen.

Öl in einer Pfanne erhitzen, Chilis und Zwiebeln zugeben und braten, bis die Zwiebeln leicht gebräunt sind. Ingwer-Knoblauch-Paste zugeben und kurz mitbraten. Tomaten zugeben und das Ganze ein paar Minuten bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis die Tomaten weich sind. Garnelen zugeben und alles gut miteinander verrühren. Geschlossen bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis die Garnelen gar sind. Mit Salz und Tamarindenpaste abschmecken und mit frisch gehacktem Koriander bestreuen.

Fischpflanzerl

Nach ein paar wunderschönen Tagen in Paris, wird wieder zu Hause aufgekocht! Gestern gab es Fischpflanzerl nach einem Rezept von Alfons Schuhbeck. Die machen wir oft, weil sie schön fluffig und dank Ingwer, Zitrone, Knoblauch und Curry unglaublich lecker sind!

Zutaten für 4 Personen:

– 50 g Weißbrot
– 50 mL Milch
– ½ Bund Frühlingszwiebeln
– 500 g Fischfilet (Seelachs, Rotbarsch, Kabeljau, …)
– 1 Eigelb
– ½ TL Currypulver
– ½ TL frisch geriebener Ingwer
– ½ Knoblauchzehe
– ½ TL Zitronenabrieb (Bio-Zitrone!)
– 1 Spritzer Zitronensaft
– Salz, Pfeffer
– Semmelbrösel
– Öl

Zubereitung:

Weißbrot vom Rand befreien und in kleine Würfel schneiden. Milch darüber geben und zugedeckt einweichen lassen. Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Fischfilet(s) unter fließend kaltem Wasser waschen, trocken tupfen und in möglichst kleine Würfel schneiden.

Eingeweichte Weißbrotwürfel, gewürfeltes Fischfilet, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Eigelb und Zitronenschale eine Schüssel geben und locker vermischen. Mit Zitronensaft, Currypulver, Salz und Pfeffer würzen.

Mit den Händen Fischpflanzerl formen (falls die Masse nicht fest genug ist, Semmelbrösel dazu geben) und diese in Semmelbrösel wenden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fischpflanzerl darin bei mittlerer Hitze auf beiden Seiten je etwa 6 Min. goldbraun braten. Herausnehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen und zum Beispiel mit einem Kartoffelsalat (siehe Mordswaffen) mit Feldsalat drin servieren.

Filetscheiben mit buntem Gemüse

Herr Schnürschuh traf die Essensauswahl letztes Wochenende und wünschte sich Asiatisch! Einmal gab es Seafood-Spieße (Rezept folgt), einmal Filetscheiben mit buntem Gemüse. Alles aus dem Buch „Asiatisch kochen“ von Teubner. Zutatentechnisch hatten wir leider Einiges nicht da und nach Gutdünken ersetzt. Schmeckte trotzdem hervorragend!


Zutaten für 2 Personen:

Filet
– 200 g Filetspitzen vom Rind
– 60 mL dunkle Sojasoße
– Salz, Pfeffer
– 1 TL Dajon (S: 5-Gewürze-Pulver)
– 1 Messerspitze gemahlener Koriander
– 1 Messerspitze gemahlener Kreuzkümmel

Vinaigrette
– 50 mL Rinderfond
– 1 kleine Knoblauchzehe
– ½ TL frisch geriebener Ingwer
– 1 Messerspitze Dajon (S: 5-Gewürze-Pulver)
– 20 mL helle Sojasoße
– 25 mL geröstetes Sesamöl
– 12 mL Pflanzenöl
– 1 EL chinesischer Essig (S: Reisessig)
– 1 TL Steinpetersilie (S: Petersilie)

Gemüse
– je 50 g grüne, gelbe, rote Paprika
– 40 g Zuckerschoten
– 50 g frische Shiitake-Pilze
– 30 g Sojasprossen
– 30 mL Sesamöl
– 2 EL Rinderjus

Reis
– 150 g Nishiki-Reis (S: Basmatireis)
– Salz

Zubereitung:

Filet
Das Filet parieren und in dünne Scheiben schneiden. In eine Schüssel geben. Für die Marinade alle Zutaten miteinander vermengen und über das Fleisch gießen. Zudecken und mind. 2 Std. im Kühlschrank marinieren.

Vinaigrette
Für die Vinaigrette den Knoblauch schälen und fein hacken. Anschließend den Fond in einen Topf geben, Knoblauch, Ingwer und Dajon dazugeben und bei mittlerer Hitze auf die Hälfte einreduzieren. In eine Schüssel füllen und mit Sojasauce, Öl und Essig verrühren. Die Petersilie hacken und untermischen.

Gemüse
Backofen auf 220 °C vorheizen. Paprika säubern, vierteln und auf ein Backblech legen. In den Backofen schieben und darin garen, bis die Haut Blasen wirft. Herausnehmen und unter einem feuchten Geschirrtuch schwitzen lassen. Anschließend die Haut abziehen und die Schoten in feine Streifen schneiden. Die Zuckerschoten putzen und quer in Streifen schneiden. Die Stiele der Shiitakepilze entfernen und die Hüte in Scheiben schneiden.

20 mL Sesamöl in einem Wok (S: Pfanne) rauchheiß erhitzen und die Fleischscheiben unter Wenden darin anbraten. Herausnehmen. Das restliche Öl im Wok erhitzen und die Paprikastreifen darin anbraten. Zuckerschoten und Pilze unterrühren und 2-3 Minuten mitbraten. Zuletzt die Sojasprossen zugeben und unter ständigem Wenden nur ganz kurz mitbraten. Den Wokinhalt mit der Vinaigrette ablöschen. Die Fleischscheiben wieder zugeben und untermischen. Zuletzt den Rinderjus unterrühren.

Den Reis in Salzwasser gar kochen.

Reis auf einen Teller geben oder in Schälchen füllen, einen Löffel Gemüse-Fleisch-Mischung darauf verteilen und servieren.

Ingwer-Shortbread

Samstag ist Backtag! Herr Schnürschuh durfte auswählen zwischen Ingwer-Shortbread (entdeckt bei Lykkelig) und Cantuccini mit Pistazien und getrockneten Kirschen (gefunden bei Rock the Kitchen). Seine Wahl fiel auf Ingwer-Shortbread! OK!

Da in dem Rezept von Lykkelig Reismehl war und ich erst mal gucken musste, ob ich das wirklich brauche, verfiel ich in eine Shortbread-Recherche. Diese endete damit, dass ich schließlich das Ingwer-Shortbread-Rezept von Kleiner Kuriositätenladen mit der Shortbread-Zubereitungsmethode von Esskultur kombinierte. Und das Reismehl muss da wohl wirklich rein (für die richtige Konsistenz).

Gesagt, getan, gekostet, geliebt! Das Shortbread ist klasse!

Kandierten Ingwer und Reismehl gibt’s übrigens im Reformhaus. Die Mengen würde ich nächstes Mal ein bisserl erhöhen, so dass ich ein ganzes Backblech mit dem Teig füllen kann.

                               

Zutaten für ein dreivierteltes Backblech:

– 300 g Mehl
– 100 g Reismehl
– 100 g kandierter Ingwer
– 240 g weiche Butter
– 120 g Puderzucker

Zubereitung:

Backofen auf 150 °C vorheizen.

Kandierten Ingwer fein hacken. Butter mit dem Puderzucker cremig rühren. Kandierten Ingwer zugeben und unterrühren. Mehl und Reismehl auf die Butter-Zucker-Ingwer-Mischung sieben und kurz einrühren, bis homogene, grobe Streusel entstehen.

Backblech mit Backpapier auslegen und die Streusel darauf verteilen. Mit der Hand festdrücken und mit dem Woakler gleichmäßig ausrollen. Das braucht ein wenig Geduld. Mit einem dünnen Messer vorsichtig in ca. 7×2 cm große Stücke vorschneiden und mit einer Gabel oder einem spitz zulaufenden Gegenstand ein paar Löcher oben reinpieksen.

Backblech in den Backofen schieben und auf mittlerer Schiene 30-40 Min. hell backen. Herausnehmen, an den vorgeschnittenen Linien in Stücke schneiden und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Rote Bete Suppe mit Wasabi

Als Kind habe ich Rote Bete gehasst. Es gab sie immer als Salat, mit viel Kümmel! Uahhhhh. Meine Mama versuchte uns immer mit dem Spruch: „Esst Kinder, das ist gesund, gut für die Blutzellen!“ für den Rote Bete Salat zu motivieren. Fehlanzeige!

Inzwischen mag ich Rote Bete sehr gerne. Doch lieber ohne Kümmel… Schon öfter habe ich Rezepte für schöne, leuchtend rote Rote Bete Suppen gelesen und nun, wo mir die Rübe doch täglich im Gemüseregal begegnet, wagte ich mich an die Sache – mit der Befürchtung, dass es vielleicht eine erdige Angelegenheit werden könnte. Herr Schnürschuh war überhaupt nicht begeistert und wollte keine Rote Bete Suppe! Da ihm aber für den Abend auch keine bessere Essensalternative einfiel, kapitulierte er und ich konnte loslegen.

Für das Rezept habe ich mich mal wieder bei Johann Lafer umgesehen und eine interessante Variante mit Ingwer und Wasabi gefunden. Und von wegen „erdig“ – die Suppe war köstlich – wir hatten in Kürze alles vertilgt! Herr Schnürschuh mochte die Suppe und ich war selig…

Zutaten für 2-3 Personen:

− 2-3 Zwiebeln
− 15 g frischer Ingwer
− 300 g Rote Bete
− Öl
− 1-2 TL Zucker
− ca. 800 mL Gemüsebrühe
− 30 g Butter
− Salz, Pfeffer
− Saft von etwa ½ Zitrone
− 1 TL Wasabipaste
− 75 g Crème fraîche
− Vollkornbrot
− 1 Stückchen Butter

Zubereitung:

Zwiebeln, Ingwer und Rote Bete schälen und klein schneiden. Öl im Topf erhitzen. Alles ca. 2 Min. anbraten. Zucker dazugeben und karamellisieren lassen. Mit Gemüsebrühe auffüllen und ca. 20 Min. bei mittlerer Hitze weichkochen. In der Zwischenzeit die Crème fraîche mit der Wasabipaste verrühren. Außerdem das Brot in Würfel schneiden und diese in einer Pfanne mit heißer Butter von allen Seiten knusprig braten. Sobald das Gemüse weich ist, die Butter zur Suppe geben und alles mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Die Suppe in Teller füllen, mit einem Klecks Wasabi-Crème fraîche und den Brotwürfeln garnieren.

Marokkanisches Hühnchen mit Mandel-Rosinen-Couscous

Da Herr Schnürschuh von Schnupfen, Husten und Halsweh schwer geplagt ist, wünschte er sich was richtig Scharfes zum Essen. Curry? Hmmm… Hatte Lust etwas Neues auszuprobieren… Im Kochblog Chili und Ciabatta fand ich dann das passende Gericht: Marokkanisches Hühnchen mit Mandel-Rosinen-Couscous. Aus verschiedenen Gründen habe ich es leicht abgeändert:
1. Ordentlich Chili und Ingwer rein – für die Schärfe!
2. Nur 2 TL statt 2 EL Paprikapulver – verlesen…  😳
3. Hühnerbrust statt Hühnerschenkel – Anordnung von Herrn Schnürschuh.
4. Zucchini statt Aubergine – keine Aubergine gefunden in ganz Graz!
Herr Schürschuh war äußerst skeptisch. Weil er sowieso mürrisch war und dann auch noch was Neues, wo er doch eigentlich Curry wollte… Geschmeckt hat es dann aber doch! Tolles Rezept – danke Petra von Chili und Ciabatta!

Zutaten für 2 Personen:

Marokkanisches Hühnchen
– Olivenöl
– 2 Zwiebeln
– 1-2 Knoblauchzehen
– 1 gutes Stück Ingwer
– 1 Chili
– 2 TL Paprika edelsüß
– 2 TL Kurkuma
– 2 TL Korianderkörner, gemahlen
– 2 TL Fenchelsaat, gehmahlen
– 1 TL Kreuzkümmeln, gemahlen
– ein gutes Stück Ingwer
– ca. 500 g pürierte Tomaten
– Salz, Pfeffer
– 1 EL Zitronensaft
– ca. 300 g Hühnerbrust
– 1 Zucchini
– Koriander

Mandel-Rosinen-Couscous
– 150 g Couscous
– 240 mL Salzwasser
– 15 g Mandelstifte
– 25 g Rosinen
– Butter

Zubereitung:

Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden. Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Chili ebenfalls. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln ca. 10 Min. darin abraten, bis sie schön weich sind. Knoblauch, Ingwer und Chili die letzten 2 Minuten dazu geben. Schließlich alle Gewürze (Paprika, Kurkuma, Fenchelsaat, Koriander, Kreuzkümmel) hinzufügen, ca. 1 Minute angehen lassen und das Ganze mit den pürierten Tomaten und dem Zitronensaft aufgießen. Mit Salz und Pfeffer würzen, zum Kochen bringen. Hühnerbrust in große Würfel schneiden, in die Soße legen und leicht damit bedecken. Für ca. 30-40 Min. bei niedriger Temperatur simmern lassen. Zwischendurch die Würfel wenden.

Währenddessen den Backofen auf 200 °C vorheizen und die Zucchini zuerst in Scheiben, dann in Viertel schneiden (es dürfen grobe Stücke sein). In eine Schüssel oder auf’s Backblech geben, mit Olivenöl beträufeln und gut vermischen. Ca. 20 Min. in den Ofen geben, bis die Zucchinistücke weich sind. Ab und zu umrühren.

Zuletzt die Zucchinistücke zum Hühnchen geben und für weiter 10 Min. simmern lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

In der Zwischenzeit den Couscous zubereiten. Dafür die Mandelstifte in eine Pfanne ohne Fett anrösten, beiseite stellen. Die Rosinen mit ein wenig Öl kurz braten, bis sie prall sind und zu den Mandeln geben. Salzwasser aufkochen, vom Herd ziehen und den Couscous einrühren. 5-10 Min. quellen lassen. Den fertigen Couscous mit einem Stückchen Butter, den Rosinen und den Mandelstiften locker vermengen.

Das marokkanische Hähnchen mit frisch gehacktem Koriander bestreuen und mit dem Mandel-Rosinen-Couscous servieren.