Zwiebelkuchen

Schon länger plane ich Zwiebelkuchen! Flammkuchen schmeckt uns eh schon so gut, da muss der Zwiebelkuchen auch gut sein. Rezepte gibt es tausende. Ich wollte aber einen schwäbischen Zwiebelkuchen mit Hefeteig machen und bin am Ende bei drei Rezepten hängen geblieben.

Schwäbischer Zwiebelkuchen von Barbara. Zwiebelkuchen nach Hausrezept von Johannes und Zwiebelkuchen aus dem neuen Deutschland Vegetarisch, welches ich mir natürlich direkt und mit Widmung bei Katharina Seiser bestellt habe.

Nach Lust und Laune und aufgrund der vorrätigen Zutaten habe ich mir dann aus den 3 Rezepten „meins“ zusammengebastelt. Ich war zufrieden, Herr Schnürschuh auch!

Zutaten:

Hefeteig
– 15 g frische Hefe
– 100 mL lauwarme Milch
– 1 Prise Zucker
– 250 g Mehl
– 1 Prise Salz
– 1 Ei
– 50 g Butter

Füllung
– 1 EL Butter
– 650 g Zwiebeln
– 1 EL Zucker
– 1 TL Kümmel, ganz
– 50 g Speck (nur, wer will – Herr Schürschuh will immer)
– 1 gehäufter EL Mehl
– 150 mL kalte Sahne
– 2 Eier
– 50 g Sauerrahm
– 30 g Bergkäse
– ½ TL Majoran
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Hefe in der Hälfte der Milch auflösen. Mehl in eine Schüssel sieben. Salz zugeben. Eine Mulde in die Mitte machen und die Hefe-Milch in die Mulde gießen. Etwas von dem Mehl außen’rum dazugeben und zu einem Vorteig verrühren. Abdecken und 15 Min. gehen lassen. In der Zwischenzeit die Butter in der restlichen Milch schmelzen.

Das Ei zum Vorteig geben und den Teig mit den Händen oder den Knethaken der Küchenmaschine vermengen. Schließlich die Milch mit der Butter zugeben und alles gut miteinander verkneten, bis ein homogener Teig entsteht, der nicht mehr an der Schüssel klebt. Je nach Konsistenz evtl. noch etwas Mehl oder Milch zugeben.

Teig zu einer Kugel formen, mit Mehl bestäuben, abdecken und ca. 1 Std. an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Zwiebeln schälen und in feine Scheiben schneiden. Butter in einer großen Pfanne erhitzen und Zwiebeln zugeben. Zucker und Kümmel zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und ca. 20 Min. bei mittlerer Temperatur weich dünsten. Vom Herd ziehen, in eine große Schüssel geben und abkühlen lassen.

Speck in Würfel schneiden. Pfanne etwas auswischen, Speck darin auslassen. Vom Herd ziehen und abkühlen lassen.

Käse reiben. Mehl und Sahne mit dem Schneebesen gut verquirlen. Eier, Sauerrahm und Käse unterrühren. Mit Majoran, Salz und Pfeffer würzen und die abgekühlten Zwiebeln und den Speck unterheben.

Backofen auf 220 °C vorheizen. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf die Größe der Form + Rand auswoakeln und vorsichtig in die Form überführen. Sanft andrücken, abstehende Ränder abschneiden. Die Zwiebelfüllung auf den Teig geben. In den Backofen (unterste Stufe) schieben und ca. 30 Min. backen.

Schmeckt am besten lauwarm mit einem leckeren Salat.

Zwetschgendatschi

Aus Bayern haben wir ordentlich Zwetschgen mitgebracht. Richtig gute Zwetschgen aus dem Garten der Schwiegereltern – jede einzelne haben wir verwertet und keine einzige war wurmig! Ein Drittel davon haben wir pur verspeist, ein weiteres Drittel wurde zu einer herrlichen Zwetschgentarte (gefunden bei grain de sel) und gestern wurde der Rest zu Zwetschgendatschi verarbeitet!

Zwetschgendatschi schmeckt mir am Besten bei Herrn Schnürschuhs Oma. Sie zaubert mit über 80 die besten Kuchen, Torten und Plätzchen einfach so aus dem Ärmel. Schwierig wird es allerdings, wenn man das Rezept von ihr haben möchte, dann bekommt man Angaben wir „ungefähr“, „a Hand voll“ oder „das mach’ ich halt nach Gefühl“. So also auch letztes Jahr, als ich unbedingt den Zwetschgendatschi wie bei Herrn Schnürschuhs Oma hinbekommen wollte – dünner Teig, saftige Zwetschgen und ordentlich Streusel! Herr Schnürschuh ließ sich das „pi mal Daumen“-Rezept via Telefon durchgeben und ich legte los. Oh je, das war vielleicht ein Reinfall! Ohne eine ordentliche Mengenangabe klappt das bei mir nicht so auf die Schnelle. Der Belag war ja ganz gut, aber der Teig war ein harter, trockener Brocken…

Dieses Jahr musste ich also professioneller an die Sache herangehen. Man hat ja so seine Lieblings-Foodblogs, wo man weiß die Rezepte klappen sicher! Einer davon ist Ziii kocht. Als Frau Ziii ihren Zwetschgenfleck im August bloggte wurde der Link in weiser Voraussicht sofort abgespeichert.

Gestern probierte ich das Rezept aus. Ich habe jedoch nur die halbe Menge gemacht und den Zwetschgendatschi in einer Tarteform gebacken. Endlich, endlich, endlich kann ich nun auch so guten Zwetschgendatschi machen wir Herrn Schnürschuhs Omi! Lecker!

Zutaten für 1 Blech:

Teig
– 300 g Mehl
– 100 mL Milch
– ca. 10 g frische Hefe
– 50 g Zucker
– 50 g Butter
– 1 ganzes Ei und 1 Eigelb
– ¼ TL Salz
– abgeriebene Schale einer halben Bio-Zitrone
– ca. 1 kg Zwetschgen

Streusel
– 100 g kalte Butter
– 50 g Zucker
– 100 g Mehl
– 1 gestrichener TL gemahlener Zimt

Zubereitung:

Zunächst Milch, Zucker und Mehl abmessen bzw. abwiegen, da man fürs Dampferl (den Vorteig) ein bisschen davon klauen muss.

Fürs Dampferl 2-3 EL Milch leicht erwärmen. 1 TL Zucker zugeben. Die Hefe reinbröckeln und darin auflösen. Soviel Mehl zugeben, bis ein glatter, nicht zu fester Teig ohne Klumpen entsteht. Mit Mehl bestäuben und abgedeckt ca. 20 Min. an einem warmen Ort gehen lassen.

Restliche Milch leicht erwärmen, Butter zugeben und darin schmelzen lassen. Zucker unterrühren und kurz bevor das Dampferl fertig ist Ei und Eigelb zugeben, alles gut miteinander verquirlen.

Mehl, Salz, Zitronenabrieb, Eiermilch und das Dampferl mit der Hand oder mit Hilfe des Knethakens einer Rührmaschine zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Falls nötig, noch etwas Mehl zugeben.

Teig zu einer Kugel formen, mit Mehl bestäuben und abgedeckt an einem warmen Ort mind. 1 Std. gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwetschgen waschen, entkernen und in Viertel schneiden. Außerdem die Streusel vorbereiten. Dafür die kalte Butter mit Mehl, Zucker und Zimt vorsichtig mit den Fingern oder mit dem Knethaken zu einer bröseligen Masse verarbeiten. Die Butter sollte nicht zu warm werden. Dann sogleich wieder in den Kühlschrank stellen.

Backofen auf 150 °C vorheizen.

Den Teig auf bemehlter Fläche dünn ausrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech (ich in die gebutterte Tarteform) geben. Dachziegelartig, dicht an dicht mit den Zwetschgen belegen. Die Streusel darüber geben und nochmal kurz gehen lassen.

In den Backofen schieben und 45 – 50 Min. backen. Die letzte Viertelstunde nur noch mit Oberhitze. So frisch wie möglich genießen!

Lahmacun (Ottolenghi Style)

Lahmacun steht schon lange auf meiner Nachkochliste. Irgendwie wollt ich es jedoch ein bisschen aufpeppen. Da googelte ich einfach mal Lahmacun + Ottolenghi und siehe da – schon hab ich ein herrliches Rezept. Ich frage mich, wie lange es wohl noch dauern wird, bis ich mir ein Kochbuch von Ottolenghi hole…

Das Ganze hat auf jeden Fall hervorragend geschmeckt!

Der Teig ist ganz anders als ein Pizza-Hefeteig – mit Ei, Milch und Öl. In dem Video sagt Ottolenghi dies sei so „seine Version“. Hat gut geschmeckt und ließ sich einwandfrei verarbeiten. Man kann aber auch ganz normalen Hefeteig machen.

Ein bisserl kompliziert war die Zutatenliste. Ich musste an einigen Stellen improvisieren! Macht aber doch irgendwie Spaß 😉
1- Milchpulver: So was habe ich nicht. Daher habe ich normale Milch verwendet und die Rezeptur entsprechend angepasst.
2 – „fast-action dried yeast“: Was ist das? Hefe mit Backhilfsmitteln? Neeee. Also einfach 10 g Frischhefe, entsprechend der Mehlmenge, genommen…
3 – Granatapfelsirup: auch nicht im Hause! Ebenfalls fruchtig und süß: Birno (siehe hier)!
4 – Sumach: ein rotes Gewürz, sorgt für die nötige Säure in vielen orientalischen Gerichten. Habe ich leider auch nicht und durch Essig ersetzt. Das muss ich jetzt unbedingt mal besorgen!

In den Salat habe ich noch Radieschensprossen und Granatapfelkerne gemogelt. Der war richtig köstlich – in der Zwischenzeit gab es ihn schon zum zweiten Mal.

Zutaten für 6 kleine Lahmacun:

Teig
– 125 g Mehl
– 1 TL Salz
– 10 g frische Hefe
– 1 TL Zucker
– 30 mL neutrales Öl
– 1 kleines Ei
– 25 mL Wasser, lauwarm
– 25 mL Milch, zimmerwarm
– Olivenöl

Belag
– 250 g Rinderhack
– 1 Zwiebel
– 1 TL Salz
– ½-1 TL Zimt
– ½-1 TL Piment
– ½-1 TL Chili
– 1 Bund frische Petersilie
– 1-2 TL Granatapfelsirup (S: Birno)
– 1 EL Sumach (S: Essig)
– 2 EL Tahini (Sesammus)
– 25 g Pinienkerne
– 2 EL Zitronensaft

Salat
– ½ Gurke
– 1 Handvoll Cocktailtomaten
– 5 Radieschen
– 1 kleine rote Zwiebel
– 1 Handvoll frische Petersilie
– 1 Handvoll Radieschensprossen
– 1 kleiner Granatapfel
– Zitronensaft
– Olivenöl
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Teig
Hefe und Zucker im lauwarmen Wasser auflösen. Mehl und Salz in eine große Schüssel geben und vermengen. In die Mitte eine Mulde machen und Öl, Ei, Milch und Hefe-Wasser hinzugeben und alles gut mit einer Küchenmaschine verquirlen. Eventuell noch etwas Mehl hinzufügen. Es sollte ein glatter, elastischer Teig entstehen. Teig zu einer Kugel formen, mit wenig Olivenöl einreiben und gut verschlossen an einem warmen Ort ca. 1 Std. gehen lassen, bis sich das Volumen ungefähr verdoppelt hat.

Belag
Zwiebel schälen und fein hacken. Chili putzen und in feine Streifen schneiden. Petersilie grob hacken. Hackfleisch, Zwiebeln, Gewürze, Chili, Petersilie, Granatapfelsirup und Sumach in eine Schüssel geben, gut miteinander vermengen und bis zur Weiterverwendung abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

Ofen auf 210 °C vorheizen. Mehrere Lagen Backpapier (ca. 20×20 cm) vorbereiten.

Teig aufteilen (je ca. 40 g) und Kugeln formen. Die Teigkugeln auf einer Arbeitsfläche rund ausrollen – ca. 2 mm dick und mit einem Durchmesser von ungefähr 15 cm. Auf beiden Seiten dünn mit Olivenöl einpinseln und zwischen zwei zurechtgeschnittenen Backpapierlagen legen. Turm bauen, abdecken und weitere 15 Min. gehen lassen.

Für den Salat zunächst die Gurke schälen und in ca. 1 cm große Stücke schneiden. Cocktailtomaten halbieren oder vierteln. Zwiebel schälen und in feine Scheiben schneiden. Radieschen ebenfalls in feine Scheiben schneiden. Radieschensprossen gut waschen und abtropfen lassen. Granatapfelkerne heraus lösen. Petersilie grob hacken. Alle Zutaten in eine Schüssel geben, mit Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer nach Belieben abschmecken.

Schließlich die Fladen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen, dünn mit Tahini bestreichen, Belag darauf geben, gut verteilen und leicht andrücken. Mit Pinienkernen bestreuen und in den Backofen schieben. 12 bis 15 Min. backen, bis der Boden goldbraun ist.

Lahmacun aus dem Backofen holen, etwas Salat oben drauf setzten und mit Zitronensaft beträufeln.

Nachgebacken: Kahrins Lahme Schnecken

Kathrin von Photisserie hat wieder gebloggt! Und was für ein tolles Gebäck – lahme Schnecken. Da konnte ich nicht an mir halten, sie wurden sofort nachgebacken! Ich war neugierig auf Hefeteig mit Kartoffeln und auf diese Sirup-Zimt-Füllung. Das Rezept habe ich nur ganz leicht abgeändert, da ich ein paar Zutaten nicht bekommen habe und da mir die Zimt- und Zuckermenge ein wenig zu hoch erschien.

Statt Zuckerrübensirup habe ich Seetaler Hochstamm Birno (Birnensaftkonzentrat aus Mostbirnen von Seetaler Hochstammbäumen) verwendet. Ein Produkt aus der Schweiz, was wirklich sehr gut gepasst hat. Dieser Birno lachte mich ja schon lange aus den Supermarktregalen der Schweiz an, endlich hatte ich einen Grund ihn mir zu holen ;-). Statt Muscovado-Zucker habe ich Jacutinga Vollrohrzucker verwendet. Da im Rezept nicht stand, was man mit diesem machen soll, habe ich ihn einfach auf die Füllung gestreut, so wie ich es von Katharinas Zimtschnecken kenne. Gepackt habe ich die Schnecken in eine Springform, da es meine einzige runde, tiefe Backform ist. Das hat perfekt gepasst. Und weil Hefeteig nur frisch schmeckt, habe ich die Schnecken, die wir nicht sofort verschlungen haben, aufgeteilt und eingefroren.

Kathrins lahme Schnecken waren der absolute Hammer! Die Zubereitung war einfach, sie sind sehr gut gelungen, haben wunderhübsch ausgesehen und hervorragend geschmeckt. Ich habe keine Ahnung, warum man Kartoffeln in den Teig packt, das Resultat war auf jeden Fall super fluffig und köstlich.

  

Zutaten:

Hefeteig
– 300 g gekochte, zerstampfe Kartoffeln
– 75 g weiche Butter
– 1 Ei (zimmerwarm)
– 200 mL Buttermilch (zimmerwarm)
– 600 g Mehl (Typ 405)
– 1 Päckchen Trockenhefe
– 50 g Zucker
– 5 g Salz

Füllung
– 85 g bzw. 2 EL Zuckerrübensirup (S: 2-3 EL Birno)
– 3 TL Zimt (S: 2 TL Zimt)
– 50 g Butter
– 100 g Muscovado-Zucker (S: 75 g Jacutinga-Vollrohrzucker)

Crème
– 175 g Frischkäse
– 50 g Zucker (S: Puderzucker)

Zubereitung:

Zerstampfe Kartoffeln mit weicher Butter, Ei und Buttermilch verrühren. Mehl, Hefe, Zucker und Salz in einer Schüssel vermischen und zur Kartoffelmasse geben. Alles gut miteinander verkneten. Eine Kugel formen und den Hefeteig zugedeckt an einem warmen Ort ca. 2 Std. gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Zuckerrübensirup mit Zimt und Butter in einem Topf erwärmen, bis alles gut miteinander vermengt ist. Abkühlen lassen.

Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen, den Rand mit Öl einpinseln. Backofen auf 180 °C vorheizen.

Den Teig nach dem Gehen nochmal kurz durchkneten und auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche zu einem Rechteck mit ca. 50×30 cm auswoakeln. Mit der Füllung besteichen und mit dem braunen Zucker bestreuen (falls die Füllung zu zäh geworden ist, einfach nochmal kurz erwärmen). Nun die Längsseite von unten nach oben vorsichtig aufrollen und ca. 5 cm große Schnecken von der Rolle schneiden (das geht am besten mit einem in Mehl gewendeten Sägemesser). Die Schnecken, eine nach der anderen, mit dem schönen Schneckenmuster nach oben in die Springform setzen. Bei mir wurden es 17 nicht ganz gleich große Schnecken ;-). Diese nochmals 30 Min. abgedeckt gehen lassen.

Anschließend die Springform in den Backofen schieben und die Schnecken ca. 30 Min. backen. Beim Backen ein Schälchen Wasser mit in den Backofen stellen. In der Zwischenzeit den Frischkäse mit dem Zucker zu einer Crème verrühren.

Die lahmen Schnecken aus dem Backofen holen, den Rand der Springform entfernen und die Schnecken, wie im Originalrezept von Kathrin, noch lauwarm mit dem Frischkäse bestreichen. Ich habe einen Teil der Schnecken eingefroren und deshalb nur ein bisserl Frischkäsecreme zubereitet und diese dazu gereicht.

Kathas weltbeste Zimtschnecken

Eines weiß ich gewiss! Wenn das neue Buch von Katharina Seiser Österreich Vegetarisch rauskommt, bin ich eine der Ersten, die sich dieses Buch schnappen wird! Alle bisher erprobten Rezepte auf Katharinas Blog esskultur sehen nicht nur verführerisch aus, sie gelingen auch immer perfekt und schmecken köstlich.

Dies auch die herrlichen Zimtschnecken! Schon lange liebäugle ich mit dem Gebäck. Nun, für die Einweihung unser NEUEN, WUNDERSCHÖNEN, SEHNLICHST GEWÜNSCHTEN Kitchen Aid Küchenmaschine, waren sie dann aber geradezu prädestiniert.

Das Rezept für die Zimtschnecken habe ich komplett von Katharina übernommen (unbedingt mal reinschauen, sie beschreibt die ganze Prozedur nochmal genauer) und nur die Menge auf 1/3 reduziert, da wir nur zu zweit sind und ich leider keinen Platz zum Einfrieren habe.

Und waren diese Zimtschnecken gut. So guuuuut…

    

Rezept für ca. 20 Stück:

Teig
– 135 mL Milch
– 40 g Butter
– 14 g frische Hefe
– ½ Ei (das geht… siehe unten… )
– 250 g Mehl
– 1 Prise Salz
– 40 g Puderzucker
– ½ TL Kardamom, gemahlen

Füllung
– 40 g ganz weiche Butter
– 25-30 g Zucker
– 1 TL Zimt, gemahlen

Sonstiges
– restliches ½ Ei
– Hagelzucker

Zubereitung:

Milch leicht erwärmen. 4-5 EL von der warmen Milch in eine Tasse geben, mit 1 TL Puderzucker verrühren. Die Hefe hineinbröckeln und darin auflösen. Den Butter in die restliche Milch geben. 1 Ei in einer Tasse aufschlagen und verquirlen.

Mehl, Zucker, Kardamom und Salz in eine Rührschüssel geben und vermengen. Die Hälfte vom verquirlten Ei, gebutterte Milch und Hefemilch hinzugeben und das Ganze mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder mit der Hand so lange kneten, bis sich der Teig vom Rand löst (ca. 10 Min.). Schüssel abdecken und 30 Min. an einem warmen Ort gehen lassen.

Anschließend den Teig nochmal kurz durchkneten, auf einer bemehlten Arbeitsfläche rechteckig auswoakeln und mit der weichen Butter bestreichen. Zimt und Zucker miteinander vermischen und auf die weiche Butter streuen. Die Schnecken nun vorsichtig und möglichst straff von unten nach oben einrollen. Schließlich ca. 1-2 cm dicke Scheiben von der Rolle schneiden. Dabei schneiden, nicht drücken! Ich finde es funktioniert am besten mit dem Brotmesser.

Die abgeschnittenen Scheiben nicht zu eng auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, abdecken und nochmals 30 Min. gehen lassen. Bei mir wurden es 2 Schnecken-Bleche. Backofen auf 250 °C vorheizen.

Zuletzt die Schnecken mit dem restlichen verquirlten Eigelb bepinseln, mit Hagelzucker bestreuen und 8-10 Min. auf der mittleren Schiene im Backofen backen. Achtung, nicht zu dunkel werden lassen, denn es geht sehr schnell.

Die fertigen Zimtschnecken aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen. Unbedingt lauwarm probieren!

Gefüllte Pide

Essensplanung für den Abend…
Mal kucken auf chefkoch.de
Eines der Themen lautet „Türkische Rezepte: mehr als nur Döner“!
Hmmmm…
Draufklicken, durchstöbern….
Oh, gefüllte Pide! Wollt ich schon lange mal ausprobieren…
Kurze Anfrage „Herr Schnürschuh, heute Abend Pide? Kann dann aber länger dauern, bis es Abendessen gibt (nach der Arbeit, Einkaufen, Hefeteig) …“.
„Ja, super, macht nix!“.

Essen gab’s dann um 9 Uhr abends, aber gelohnt hat es sich. Die gefüllten Pide, leicht modifiziert nach dem Rezept von Krümelmonster, waren fantastisch und schmeckten auch kalt am nächsten Tag noch klasse.

     

Zutaten für 6 gefüllte Pide:

Hefeteig
– ½ Päckchen Trockenhefe
– 250 g Mehl
– 50 mL Milch, lauwarm
– 50 mL Wasser, lauwarm
– ½ TL Zucker
– ½ TL Salz
– 1 Eiweiß
– 1 EL Öl

Füllung
– 200 g Rinderhack
– 2 Zwiebeln (mittelgroß)
– 1 Knoblauchzehe
– 1 Tomate
– 3 EL Tomatenpüree
– 4-5 Stängel frische Petersilie
– 1 TL Paprikapulver, scharf
– Chilipulver
– Kreuzkümmel
– Salz, Pfeffer

Zuletzt
– 1 Eigelb
– 1 Paprika

Zubereitung:

Teig
Hefe und Zucker mit der Milch verrühren und 10 Min. stehen lassen. Dann mit den restlichen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Eventuell noch etwas Wasser zugeben – der Teig sollte nicht zu fest sein. Zuletzt das Öl einkneten. Eine große Schüssel mit Öl einreiben, den Teig in die Schüssel geben, abdecken und 1-2 h an einem warmen Ort gehen lassen.

Füllung
Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Tomate einritzen, kurz in kochendes Wasser legen, abschrecken und schälen. Anschließend von den Kernen befreien und in kleine Würfel schneiden. Petersilie fein hacken. Alle Zutaten für die Füllung miteinander vermengen und mit den Gewürzen abschmecken.

Zuletzt
Paprika schälen und in feine Streifen schneiden. Ofen auf 180 °C vorheizen.
Teig aus der Schüssel nehmen, in 6 Stücke teilen, zu Kugeln formen und unter einem Tuch nochmal 10 Min. entspannen lassen.
Die Teiglinge auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche oval ausrollen, mit der Füllung bestreichen und die Paprikastreifen gitterartig darauf verteilen. Die Längsseiten 2-3 cm einklappen, die kurzen Seiten ebenfalls und die Spitzen an den kurzen Seiten zusammendrücken. Mit Eigelb bestreichen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und 20-25 Min. backen.
Etwas abkühlen lassen und z.B. mit Joghurtsoße (siehe Mordswaffen) verspeisen.