Kartoffelpici mit Artischocken-Fenchel-Gemüse

Die Micha, die hat’s faustdick hinter den Ohren. Schießt sie doch ein Rezept nach dem anderen raus! Meist landen diese Rezepte dann nicht nur auf der Nachkochliste, sondern brennen mir so unter den Nägeln, dass sie auf der Stelle ausprobiert werden müssen! So auch Michas Kartoffel-Pici (ursprünglich von hundertachtziggrad– eine neue Pastavariante,  mit Kartoffeln im Teig! Oh ja, da musste ich ran. Nur bis Freitag wollte ich warten, denn am Freitag habe ich immer viel Muse und kann kochen bis in die Nacht, schließlich ist Wochenende in Sicht! Gleichzeitig bot sich das Rezept an, meinen neuen superscharfen Hobel auszuprobieren, um den Fenchel in hauchdünne Scheibchen zu schneiden!

Das Ergebnis war fantastisch, nicht nur die Pasta, auch das von Micha kreierte Fenchel-Artischocken-Gemüse dazu – wirklich köstlich. Die Pici gingen übrigens wunderbar von der Hand. Super Teig, die Würstel sind fix gedreht und man kann wunderbar gefrorene Vorräte anlegen!

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Zutaten:

Teig
– 50 g Kartoffel(n), mehlig kochend
– 100 g Mehl
– 50 g Hartweizenmehl
– 1 Ei
– 1 EL Öl
– ½ TL Salz

Gemüse
– etwas braune Butter (S: Ghee)
– Olivenöl
– 2 kleine Fenchelknollen, in feine Streifen geschnitten (S: in feine Scheiben gehobelt)
– 2 Artischocken
– 2 Knoblauchzehen
– 1 Zitrone (Saft für das Zitronenwasser, Abrieb der ½ Zitrone zum Abschmecken)
– 1 kleiner TL Vanillezucker
– 1 TL frischer Thymian
– etwas Gemüsebrühe
– 1 Schuss Pastis (S: Arak)
– Piment d’Espelette
– 1 EL Crème fraîche
– 2-3 Stängel Petersilie
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Teig
Kartoffel(n) weich kochen, kurz ausdämpfen lassen, schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Noch warm mit den restlichen Zutaten zu einem Teig vermengen. In Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Min. ruhen lassen.

Mit der Nudelmaschine (gröbste Einstellung) Bahnen herstellen oder den Teig einfach auf der bemehlten Arbeitsfläche mit dem Teigwoakler ausrollen. In Streifen schneiden und diese zwischen den Händen oder auf der Arbeitsfläche zu Würsteln, die aussehen wie dünne Schupfnudeln, formen. Auf einem mit Hartweizenmehl bestäubten Blech oder Brettl zwischenlagern.

Gemüse
Fenchel putzen, in feine Streifen schneiden oder feine Scheiben hobeln. Artischocken rüsten, in Spalten schneiden und bis zur Weiterverarbeitung in Zitronenwasser legen. Knoblauch schälen und fein hacken. Ghee oder braune Butter in einer Pfanne erhitzen und die Fenchelscheiben darin zart golden braten, salzen und pfeffern. Vanillezucker zugeben und karamellisieren lassen. Aus der Pfanne nehmen.

Etwas Olivenöl in die Pfanne geben, erhitzen und die Artischocken darin anbraten. Knoblauch und frisch abgezupften Thymian zugeben und kurz mitrösten. Mit ca. 2 EL Gemüsebrühe ablöschen. Deckel auflegen und die Artischocken bei niedriger Temperatur bissfest garen.

In der Zwischenzeit Salzwasser aufsetzen und die Pici darin ca. 3 Min. kochen.

Fenchel zu den Artischocken geben. Mit dem Anisschnaps ablöschen und mit dem Chilipulver und Zitronenabrieb abschmecken. Zuletzt die Crème fraîche sowie die frisch gehackte Petersilie unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Pasta unter das Gemüse heben und sogleich servieren.

Kartoffelpici

Gefüllter Fenchel aus dem Ofen

Viele mögen keinen Fenchel. Versteh ich gar nicht! Ein herrliches Gemüse – gefüllt, gegrillt oder als Salat – wächst in Mama Schürschuhs Garten wie eine eins und macht auch sonst nicht viel Arbeit.

Letzte Woche gab es gefüllten Fenchel aus dem Kochbuch Österreich Vegetarisch von Katharina Seiser und Meinrad Neunkirchner. Schmeckte hervorragend, auch als Hauptspeise, mit einem frischen, knusprigen Paillasse. Das nächste Fenchelgericht steht auch schon auf dem Plan: Uwes Angelotti – sehen die nicht köstlich aus?

Ÿberbackener Fenchel

Zutaten für 4 Stück:

– 4 kleine Fenchelknollen mit Grün
– 2 rote Paprika
– 4 Tomaten (ca. 250 g)
– ½ TL gestoßener Anis (S: gemahlener)
– 2 cL Anisschnaps
– 4 EL passierte Tomaten
– 1 Lorbeerblatt, gebrochen
– Salz, Pfeffer
– Öl

Zubereitung:

Fenchel waschen, die Stängel etwas abschneiden und der Länge nach halbieren. Dabei das Grün aufbahren. Den Strunk vorsichtig herausschneiden und die Fenchelhälften so gut es geht aushöhlen. Die Fenchelhälften in eine geölte Auflaufform legen. Backofen auf 190 °C vorheizen.

Das Fenchelinnere fein hacken. Paprika putzen und in kleine Würfel schneiden. Tomaten häuten, entkernen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden.

Etwas Öl einer Pfanne erhitzen. Fenchel und Paprika darin anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, Anis zugeben und kurz mitschwitzen lassen. Mit dem Anisschnaps ablöschen. Die passierten Tomaten und das Lorbeerblatt zugeben und das Ganze unter Rühren einköcheln lassen. Zuletzt noch die Tomatenwürfel zugeben und abschmecken.

Die Füllung in die Fenchelhälften geben. Mit Öl beträufeln und in den Backofen schieben. Bei 190 °C ca. 30-35 Min. backen. Mit Fenchelgrün garnieren und mit einem frischen Baguette servieren.

Ÿberbackener Fenchel

Glasierte Entenbrust mit Wintergemüse

Jedes Mal, wenn wir beim Metzger sind, fällt mir die Flugentenbrust, die immer mal wieder in der Auslage liegt, ins Auge. Aber Ente im Sommer – nö, da hatten wir keine Lust drauf. Doch jetzt in der kalten Jahreszeit, jetzt passt Ente! Ich habe dafür ein Rezept von Greg & Lucy Malouf aus dem Buch New Middle Eastern Food ausgesucht.

Ententechnisch sind wir noch ziemliche Anfänger und es war gar nicht so einfach alles auf den Punkt zu bekommen. Wir hatten Panik die Entenbrust könnte noch roh oder schon Gummi oder nicht knusprig sein. Am Ende hatten wir aber Glück und das gute Stück wurde schön rosa und knusprig. Einzig die Haut hätten wir ein bisserl tiefer einschneiden sollen.

Zutaten für 2 Personen:

Ente & Gemüse
– 1 Entenbrust (S: Flugente, ca. 400 g)
– Wintergemüse aller Art im Kleinformat (S: Rote Bete, Karotten, Fenchel, Sellerie, Lauch)
– ca. 100 mL Hühnerbrühe (S: Gemüsebrühe)
– 1 Messerspitze Kardamom, gemahlen
– ½ TL getrockneter Oregano
– 1 EL Butter (S: weggelassen)
– Salz

Glasur
– 1 EL Honig
– ½ TL trockener Sherry
– 1-2 EL Wasser
– 1 Messerspitze Kardamom, gemahlen
– schwarzer Pfeffer
– ½ TL Orangenblütenwasser (S: weggelassen)

Zubereitung:

Ente rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Unter fließend kaltem Wasser reinigen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Haut gitterförmig einschneiden und salzen.

Einen Topf mit Wasser aufsetzen, eine Prise Kümmel zugeben und zum Kochen bringen. Rote Bete 30-40 Min. darin weichkochen, schälen und vierteln.

Karotten ordentlich waschen, nicht schälen, etwas Karottengrün daran lassen, längs halbieren. Sellerie schälen und in grobe Stifte schneiden. Lauch gründlichen waschen und in ca. 4 cm lange Stücke schneiden. Fenchel waschen und achteln, etwas Fenchelgrün daran lassen.

Backofen auf 200 °C vorheizen.

Für die Glasur Honig, Sherry, Wasser, Kardamom, Pfeffer und Orangenblütenwasser verrühren.

Eine große, ofenfeste Pfanne erhitzen und die Entenbrust mit der Hautseite nach unten darin bei mittlerer Temperatur 7-8 Min. anbraten. Umdrehen und weitere 3 Min. braten. Fleisch aus der Pfanne nehmen und kurz in Alufolie einschlagen. Entenfett aus der Pfanne tupfen und bis auf die dunkelroten Rote Bete alles Gemüse zugeben. Mit einem Schuss Brühe ablöschen und mit Oregano und Kardamom würzen. Das Ganze einmal kurz umrühren und die Entenbrust mit der Hautseite nach oben auf das Gemüsebett legen. Mit der Glasur bepinseln.

Pfanne in den Backofen stellen, Grill zuschalten. Die Entenbrust ca. 10 Min. im Ofen garen, bis die Haut schön knusprig ist. Pfanne aus dem Backofen nehmen. Die Entenbrust in Alufolie wickeln und entspannen lassen. Das Gemüse auf dem Herd nochmal kurz aufkochen lassen und mit Salz abschmecken. Wer eine Soße haben möchte kann die restliche Brühe mit der Butter binden (da jedoch das ganze Entenfett Gewissensbisse bei Herrn Schnürschuh auslöste, haben wir die Butter weggelassen). Zuletzt die dunkelroten Rote Bete zum Gemüse geben (sie würde vorher sonst alles rot färben).

Die Entenbrust auspacken und in Scheiben schneiden. Salzen.

Zum Anrichten ein Bett aus Gemüse auf die Teller geben und die Entenbrust oben drauf setzen.

Paprika-Tomaten-Suppe

Endlich mal wieder ein Blogeintrag! Eine herrlich, erfrischende, sehr leckere Paprika-Tomaten-Suppe, mal ganz anders zubereitet!

Zutaten für 2 Personen:

Suppe
– 3 gleichfarbige Paprika
– 75 mL Olivenöl
– 3 Knoblauchzehen
– 1 sehr scharfe Chilischote
– frischer Koriander
– 1 kleiner Fenchel
– 1 Zwiebel
– 1.2 kg reife Tomaten
– Salz

Salat
– bisserl von dem Gemüse (Gurke, rote und gelbe Paprika, Cocktailtomaten)
– bisserl von den frischen Kräutern, kleine Blätter (Basilikum, Koriander, Minze)
– Salz, Pfeffer
– Olivenöl
(Eine Mengenangabe bei einer so kleinen Menge ist schwer, deshalb habe ich es offen gelassen. Alles in allem soll es soviel sein, dass es als Suppeneinlage für 2 Teller Suppe reicht)

Zubereitung:

Knoblauch schälen und andrücken. Chilischote halbieren und entkernen. Zwiebel schälen und hacken. Paprikaschoten vom Kerngehäuse befreien. Paprika, Tomaten und Fenchel grob würfeln. Koriander hacken.

Backofen auf 190 °C vorheizen.

Olivenöl in einem (backofensicheren) Topf erhitzen. Knoblauch, Chili und Koriander zugeben und ca. 5 Min. anbraten, bis der Knoblauch Farbe annimmt. Zwiebel und Fenchel zugeben und weitere 10 Min. braten. Herd ausschalten. Paprika und Tomaten zugeben, salzen, umrühren und den Topf (ohne Deckel) in den Backofen stellen. 30-40 Min. im Backofen schmoren lassen, dabei ca. alle 10 Min. umrühren.

In der Zwischenzeit den Salat vorbereiten. Dafür die Gurke schälen, halbieren, Kerne entfernen und in schöne Stücke schneiden. Paprika säubern und in Stückchen der selben Größe schneiden. Tomaten halbieren. Das Gemüse mit den frischen Kräutern in eine Schüssel geben und mit Salz und Pfeffer würzen.

Suppe aus dem Backofen nehmen, abkühlen lassen und zuerst mit dem Stabmixer pürieren und anschließend durch ein Sieb passieren. Eventuell noch mit Salz abschmecken.

Die Suppe, ganz nach Belieben, kalt oder im Kühlschrank gut durchgekühlt eiskalt genießen. Vor dem Servieren den Salat behutsam oben drauf geben und mit Olivenöl beträufeln.

Quelle: Keep it Seasonal von Annie Wayte

Caponata

Das neue Kochbuch (Österreich Vegetarisch) der Bloggerin, Journalistin, Köchin Katharina Seiser erscheint in wenigen Tagen. Natürlich hab ich’s mir gleich vorbestellt und freu mich riesig drauf. Sie hat mich auch zu folgendem Gericht inspiriert – einer sommerlichen Caponata. Von mir nur ein klein wenig abgewandelt…

Zutaten:

– 1 Aubergine
– 1-2 Zucchini
– 1 Fenchel
– 1-2 Paprika
– 2 Zwiebeln
– 8 Cocktailtomaten
– Olivenöl
– 1 Handvoll Rosinen
– 1 Handvoll Pinienkerne
– 3-4 EL Rotweinessig
– 1 EL Zucker
– Salz, Pfeffer
– frisch abgezupfte Basilikumblätter

Zubereitung:

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten.

Paprika schälen. Zusammen mit der Aubergine und den Zucchini in ca. 1×1 cm große Würfel schneiden. Fenchelknolle vierteln oder achteln. Zwiebeln schälen und grob hacken. Cocktailtomaten vierteln.

Nun Aubergine, Zucchini, Paprika, Fenchel und Zwiebel nach und nach in einer Pfanne mit Olivenöl anbraten, salzen und in einer großen Schüssel sammeln.

Zuletzt die Zwiebeln glasig braten, Tomaten zugeben und 3 Min. einkochen. Rosinen unterrühren und zu dem Gemüse in die Schüssel geben.

Das Ganze mit Essig, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Zuletzt Basilikum und die gerösteten Pinienkerne unterrühren. Mit Frischhaltefolie abdecken und ein paar Stündchen durchziehen lassen.

Die Caponata zimmerwarm mit frischem Weißbrot genießen. Köstlich!

Gebeizter Lachs mit Honig-Senf-Soße

Es geht sommerlich weiter – mit gebeiztem Lachs, etwas das wir schon lange mal ausprobieren wollten. Das Rezept stammt, genau wie der toskanische Brotsalat, aus dem Kochbuch Echte Klassiker, die jeder liebt von Monika Schuster.

Zum gebeizten Lachs gab es eine Honig-Senf-Soße. Diese war schwupp die Bohne gemacht, schmeckte super und harmonierte perfekt zum Fisch.

Zutaten für 2 Personen: 

Lachs
– 250 g frisches Lachsfilet mit Haut (geschuppt und ohne Gräten)
– 2 TL schwarze Pfefferkörner
– 5 Wacholderbeeren
– 1 TL Fenchelsamen
– 1-2 EL Meersalz
– 1-2 EL Zucker
– 1 Prise Chili
– 1 Bio-Orange
– 1 Bio-Zitrone
– frischer Dill
– Olivenöl

Honig-Senf-Soße
– 1 Eigelb
– 1 EL mittelscharfer Senf
– 70 mL Rapsöl
– frischer Dill
– Chili
– Salz, Pfeffer
– 1 TL Dijon-Senf
– 1 EL Honig

Zubereitung:

Lachs unter fließend kaltem Wasser abspülen und trocken tupfen. Pfefferkörner, Wacholderbeeren, Fenchelsamen, Salz, Zucker und Chili im Mörser grob zerreiben. Orange und Zitrone waschen und in Scheiben schneiden. 5-6 Stängel Dill grob hacken.

Das Lachsfilet mit der Hautseite nach unten auf Frischhaltefolie setzen (wir hatten das Filet zuerst in einer Form, was aber irgendwie unpraktisch war), mit der Gewürzmischung einreiben/bestreuen, Dill darauf verteilen und mit den Orangen- und Zitronenscheiben belegen. Fest in die Frischhaltefolie einwickeln und, mit einem Topf beschwert, im Kühlschrank mind. 24 Std. oder besser 2 Tage ziehen lassen.
 

Nach dem Beizen den Lachs ordentlich unter kaltem Wasser spülen und von allen Gewürzen befreien. Mit einem Messer in hauchdünne Scheiben schneiden und auf einem Teller oder einer Platte anrichten. Die Lachsscheiben mit frisch gehacktem Dill und angedrückten Pfefferkörnern bestreuen und mit Olivenöl beträufeln.

Für die Honig-Senf-Soße Eigelb und Senf in eine Schüssel geben. Mit dem Schneebesen verrühren. Ordentlich mit dem Schneebesen weiterschlagen und nach und nach das Öl einlaufen lassen – zuerst tröpfchenweise, dann in einem dünnen Strahl, so dass eine homogene Soße entsteht. Mit Dijon-Senf, Honig und Dill verrühren und mit etwas Chili, Salz und Pfeffer abschmecken. 2-3 Stängel Dill fein hacken und unterrühren.

Den gebeizten Lachs mit der Honig-Senf-Soße und frischem Baguette servieren!

Weinkringel – Biscotti al vino

Am Sonntag war es kalt und regnerisch. Herr Schnürschuh lag krank (erhöhter Alkoholkonsum am Samstag) im Bett. Mir war langweilig. Ich hatte Lust auf backen.
Leider waren keine vernünftigen Backzutaten im Hause und so versuchte ich, wie besessen, ein Back-Rezept ohne Butter, nur mit einfachsten Grundzutaten, zu finden. Eine Stunde später – beim Anblick der Weinkringel Biscotti al vino (gefunden bei GialloZafferano) hatte ich mein Rezept gefunden.
Resultat: Hübsche und leckere Weinkringel. Sehr empfehlenswert!

Zutaten für ca. 40 Kekse:

– ½ EL Fenchelsamen (oder Anis)
– 65 mL Weißwein
– 150 g Mehl
– 4 g Backpulver
– 65 mL Öl
– 1 Prise Salz
– 75 g Zucker
– Zucker zum Eintauchen

Zubereitung:

Die Fenchelsamen in den Wein rühren und alle Zutaten zu einem Teig vermengen. Ca. 8 cm lange Würstel drehen (ich habe dafür kleine Teigstücke abgezwackt, in die Länge „gedrückt“ und daraus Würstel gerollt) und zu Kringel formen. Die Enden leicht zusammenpressen. Eine Seite in Zucker tauchen und die Kringel mit der ungezuckerten Seite nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

In den vorgeheizten Backofen schieben und bei 140 °C 30 Min. backen.

Achtung: der Teig wird ziemlich trocken und brüchig und lässt sich nicht einfach verarbeiten. Aber die Gedult lohnt sich, denn die Kekse werden super lecker und herrlich knusprig!

Marokkanisches Hühnchen mit Mandel-Rosinen-Couscous

Da Herr Schnürschuh von Schnupfen, Husten und Halsweh schwer geplagt ist, wünschte er sich was richtig Scharfes zum Essen. Curry? Hmmm… Hatte Lust etwas Neues auszuprobieren… Im Kochblog Chili und Ciabatta fand ich dann das passende Gericht: Marokkanisches Hühnchen mit Mandel-Rosinen-Couscous. Aus verschiedenen Gründen habe ich es leicht abgeändert:
1. Ordentlich Chili und Ingwer rein – für die Schärfe!
2. Nur 2 TL statt 2 EL Paprikapulver – verlesen…  😳
3. Hühnerbrust statt Hühnerschenkel – Anordnung von Herrn Schnürschuh.
4. Zucchini statt Aubergine – keine Aubergine gefunden in ganz Graz!
Herr Schürschuh war äußerst skeptisch. Weil er sowieso mürrisch war und dann auch noch was Neues, wo er doch eigentlich Curry wollte… Geschmeckt hat es dann aber doch! Tolles Rezept – danke Petra von Chili und Ciabatta!

Zutaten für 2 Personen:

Marokkanisches Hühnchen
– Olivenöl
– 2 Zwiebeln
– 1-2 Knoblauchzehen
– 1 gutes Stück Ingwer
– 1 Chili
– 2 TL Paprika edelsüß
– 2 TL Kurkuma
– 2 TL Korianderkörner, gemahlen
– 2 TL Fenchelsaat, gehmahlen
– 1 TL Kreuzkümmeln, gemahlen
– ein gutes Stück Ingwer
– ca. 500 g pürierte Tomaten
– Salz, Pfeffer
– 1 EL Zitronensaft
– ca. 300 g Hühnerbrust
– 1 Zucchini
– Koriander

Mandel-Rosinen-Couscous
– 150 g Couscous
– 240 mL Salzwasser
– 15 g Mandelstifte
– 25 g Rosinen
– Butter

Zubereitung:

Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden. Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Chili ebenfalls. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln ca. 10 Min. darin abraten, bis sie schön weich sind. Knoblauch, Ingwer und Chili die letzten 2 Minuten dazu geben. Schließlich alle Gewürze (Paprika, Kurkuma, Fenchelsaat, Koriander, Kreuzkümmel) hinzufügen, ca. 1 Minute angehen lassen und das Ganze mit den pürierten Tomaten und dem Zitronensaft aufgießen. Mit Salz und Pfeffer würzen, zum Kochen bringen. Hühnerbrust in große Würfel schneiden, in die Soße legen und leicht damit bedecken. Für ca. 30-40 Min. bei niedriger Temperatur simmern lassen. Zwischendurch die Würfel wenden.

Währenddessen den Backofen auf 200 °C vorheizen und die Zucchini zuerst in Scheiben, dann in Viertel schneiden (es dürfen grobe Stücke sein). In eine Schüssel oder auf’s Backblech geben, mit Olivenöl beträufeln und gut vermischen. Ca. 20 Min. in den Ofen geben, bis die Zucchinistücke weich sind. Ab und zu umrühren.

Zuletzt die Zucchinistücke zum Hühnchen geben und für weiter 10 Min. simmern lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

In der Zwischenzeit den Couscous zubereiten. Dafür die Mandelstifte in eine Pfanne ohne Fett anrösten, beiseite stellen. Die Rosinen mit ein wenig Öl kurz braten, bis sie prall sind und zu den Mandeln geben. Salzwasser aufkochen, vom Herd ziehen und den Couscous einrühren. 5-10 Min. quellen lassen. Den fertigen Couscous mit einem Stückchen Butter, den Rosinen und den Mandelstiften locker vermengen.

Das marokkanische Hähnchen mit frisch gehacktem Koriander bestreuen und mit dem Mandel-Rosinen-Couscous servieren.