Fischpflanzerl

Nach ein paar wunderschönen Tagen in Paris, wird wieder zu Hause aufgekocht! Gestern gab es Fischpflanzerl nach einem Rezept von Alfons Schuhbeck. Die machen wir oft, weil sie schön fluffig und dank Ingwer, Zitrone, Knoblauch und Curry unglaublich lecker sind!

Zutaten für 4 Personen:

– 50 g Weißbrot
– 50 mL Milch
– ½ Bund Frühlingszwiebeln
– 500 g Fischfilet (Seelachs, Rotbarsch, Kabeljau, …)
– 1 Eigelb
– ½ TL Currypulver
– ½ TL frisch geriebener Ingwer
– ½ Knoblauchzehe
– ½ TL Zitronenabrieb (Bio-Zitrone!)
– 1 Spritzer Zitronensaft
– Salz, Pfeffer
– Semmelbrösel
– Öl

Zubereitung:

Weißbrot vom Rand befreien und in kleine Würfel schneiden. Milch darüber geben und zugedeckt einweichen lassen. Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Fischfilet(s) unter fließend kaltem Wasser waschen, trocken tupfen und in möglichst kleine Würfel schneiden.

Eingeweichte Weißbrotwürfel, gewürfeltes Fischfilet, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Eigelb und Zitronenschale eine Schüssel geben und locker vermischen. Mit Zitronensaft, Currypulver, Salz und Pfeffer würzen.

Mit den Händen Fischpflanzerl formen (falls die Masse nicht fest genug ist, Semmelbrösel dazu geben) und diese in Semmelbrösel wenden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fischpflanzerl darin bei mittlerer Hitze auf beiden Seiten je etwa 6 Min. goldbraun braten. Herausnehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen und zum Beispiel mit einem Kartoffelsalat (siehe Mordswaffen) mit Feldsalat drin servieren.

Paprika-Kürbis-Suppe

Neues Buch (Meine Küche der Gewürze) die Zweite! Und schon wieder ein Supperl. Irgendwie muss man der Kälte ja trotzen! In Sachen Zutaten und Zubereitung habe ich die Suppe gegenüber dem Schuhbeck-Rezept nur leicht modifiziert. Und was soll man sagen?! Guad war’s!

Zutaten für 4 Personen:

Suppe und Einlage
– 2 rote Paprikaschoten (S: 3 rote Spitzpaprika)
– 600 g Butternuss- oder Muskatkürbis
– 900 mL Hühnerbrühe (S: Gemüsebrühe)
– 100 g Sahne
– 100 mL Kokosmilch
– 1 TL Currypulver
– 1 halbierte Knoblauchzehe
– 1 Splitter Zimtrinde
– ½ ausgekratzte Vanilleschote
– 40 g kalte Butter
– gemahlener Galgant (S: weggelassen)
– mildes Chilipulver (S: ordentlich Cayennepfeffer)
– 1 EL Olivenöl
– 2-3 Stängel Petersilie
– Salz / Chilisalz

Croûtons
– 3 Toastbrotscheiben
– 2 EL Olivenöl
– 1 Knoblauchzehe
– ½ ausgekratzte Vanilleschote

Zubereitung:

Paprika putzen. 1 Paprikahälfte beiseite legen. Den Rest in grobe Würfel schneiden. Kürbis putzen und schälen. Ca. 100 g beiseite legen. Den Rest in grobe Würfel schneiden. Gemüse in einen großen Topf geben, mit 800 mL Brühe begießen, aufkochen und bei niedriger Temperatur ca. 20 Min. weich garen. Currypulver, Sahne und Kokosmilch hinzugeben und mit dem Zauberstab fein pürieren. Anschließend die Suppe durch einen Sieb passieren und zurück in den Topf gießen. Schließlich Knoblauchzehe, Zimtrinde und Vanilleschote zugeben, einige Minuten ziehen lassen und wieder entfernen. Suppe nochmal heiß werden lassen, mit Salz und 1 Prise Galgant (habe ich weggelassen) abschmecken und zuletzt die kalte Butter mit dem Zauberstab untermixen.

Für die Einlage die beiseite gelegte Paprika und den Kürbis in ca. 0.5 cm große Würfel schneiden und in einem kleinen Topf in der restlichen Brühe weichkochen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist. Olivenöl zugeben, mit Chilisalz abschmecken und mit frisch gehackter Petersilie bestreuen.

Für die Croûtons zunächst die Toastbrotrinde entfernen, dann die Scheiben in ca. 0.5 – 1 cm große Würfel schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Weißbrotwürfel darin kross anbraten. Pfanne vom Herd ziehen und die Vanilleschote sowie die in grobe Scheiben geschnittene Knoblauchzehe zugeben. Vanilleschote und Knoblauch nach ein paar Minuten wieder entfernen.

Suppe kurz vor dem Servieren nochmal aufschäumen und in vorgewärmte Teller füllen. Mit den Gemüsewürfeln und den Croûtons garnieren und sogleich servieren.

Vibrant Chicken Curry

Viele Foodblogger haben es schon im Regal stehen. Das Kochbuch 660 Curries von Raghavan Iyer! Vor allem Petra von Foodfreak hat schon sehr viele Rezepte daraus gekocht und es 2008 zum Kochbuch des Jahres gekürt. Aber auch Petra von Chili und Ciabatta kocht gerne aus dem Buch. Nun kitzelt es mir in den Fingern… Wie lange wird es wohl noch dauern, bis es auch in meinem Regal steht… Das Vibrant Chicken Curry von Raghavan Iyer habe ich bei Foodfreak entdeckt, das Rezept aus den Tiefen des Internets gezogen und sofort nachgekocht. Es war super und dank der Zwiebelpaste eine weitere Bereicherung in Sachen Kulinarik.

Die Mengenangaben der Zutaten habe ich zum Nachkochen bewusst vom Original abgeschrieben, denn ich habe die Cups nicht so akurat umgerechnet, sondern eher pi mal Daumen gewurschtelt… Die Mengen, die ich verwendet habe, stehen in Klammern dahinter.

    
        

Zutaten für 4 Personen:

– ¼ Cup Ingwerpaste (siehe Mordswaffen) (S: ca. 20 g)
– 2 EL Knoblauchpaste (siehe Mordswaffen) (S: ca. 1 EL)
– 1 Huhn (1.5 kg, ohne Haut, in 8 Stücke geteilt) (S: 1 Hühnerbrust, in grobe Stücke geschnitten)
– 2 EL Rapsöl (S: a bisserl was)
– 450 mL passierte Tomaten (S: ca. 300 mL)
– ½ Cup Röstzwiebelpaste (siehe Mordswaffen) (S: ca. 30 g)
– 1 EL Koriandersamen, gemahlen (S: 1 TL)
– 2 TL Paprikapulver (S: 1 TL)
– 1.5 TL Salz (S: ¼ TL)
– 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen (S: ½ TL)
– ½ TL Kurkuma, gemahlen (S: ½ TL)
– ½ TL Cayennepfeffer, gemahlen (S: ½ TL)
– 2 EL frischer Koriander (S: 1 Bund)
– Basmatireis

Zubereitung:

Knoblauch- und Ingwerpaste miteinander verrühren und die Hühnchenstücke damit einreiben. Öl in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch darin ca. 3 Min. von beiden Seiten anbraten. Herausnehmen und beiseite stellen.

Tomatensoße, Zwiebelpaste und die Gewürze (Koriandersamen, Paprikapulver, Salz, Kreuzkümmel, Kurkuma, Cayennepeffer) in die heiße Pfanne geben, gut verrühren und zugedeckt bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis ein kleiner Ölfilm an der Oberfläche erscheint – ca. 20-25 Min.

Hühnchen zurück in die Pfanne geben, mit der Soße bedecken und so lange zugedeckt, bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis das Fleisch gar ist (S: 10-12 Min.).

In der Zwischenzeit den Reis kochen und kurz vor dem Servieren den Koriander hacken.

Das Curry mit dem Reis auf großen Tellern anrichten, mit frisch gehacktem Koriander bestreuen und genießen.

Gemüsecurry mit Blumenkohl und Kürbis

Kalt ist’s. Und regnerisch. Überall hustelts und schnupfelts. Müde! Raue Hände. Die Lippen springen auf. Die Haare stehen zu Berge. Kalte Füße. Trockene Luft.

Aber, aber, Essenstechnisch darf’s wieder deftig sein, und würzig. Die Lust auf scharfes Essen steigt! Und wie! Da passt dieses Curry von Jamie Oliver gerade recht. Sehr empfehlenswert!

Zutaten für 4 Personen:

– 1 kleine Zwiebel
– 1 Chili
– 1 Knoblauchzehe
– 1 Stückchen Ingwer
– 1 Bund frischer Koriander
– 1 Paprika
– 1 kleiner Blumenkohl
– 2-3 Tomaten
– ½ Kürbis
– 1 Dose Kichererbsen
– Rapsöl + ein Stückchen Butter
– 1-2 EL Jalfrezi Curry Paste (siehe Mordswaffen)
– 1 Dose gewürfelte Tomaten
– 2 EL Balsamicoessig
– Salz, Pfeffer
– 1 Zitrone in Spalten geschnitten
– 1 kleiner Becher Naturjoghurt
– Basmatireis nach Belieben

Zubereitung: 

Zunächst das Gemüse vorbereiten. Dafür Zwiebel schälen und grob hacken. Chilischote entkernen und in feine Ringe schneiden. Ingwer und Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Koriander waschen, Blätter abzupfen und die Stiele fein hacken. Paprika putzen und in grobe Würfel schneiden. Blumenkohl in Röschen schneiden, große Röschen nochmal teilen. Tomaten vierteln oder achteln. Kürbis entkernen, schälen und 2-3 cm große Würfel schneiden. Kichererbsen gut abtropfen lassen.

Jalfrezi Curry Paste vorbereiten (siehe Mordswaffen).

Öl und Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, Chili und Korianderstiele zugeben und ca. 10 Min. anschwitzen. Paprika, Kürbis, Kichererbsen und Currypaste zugeben und kurz mitbraten, bis die Currypaste gut verteilt ist. Schließlich Blumenkohlröschen, frische Tomaten, Dosentomaten und Essig unterrühren. Die leere Tomatendose mit Wasser auffüllen und zum Gemüse geben. Umrühren, aufkochen lassen und geschlossen, bei niedriger Temperatur ca. 45 Min. köcheln lassen. Die letzten 15 Min. den Deckel wegnehmen und offen köcheln lassen.

In der Zwischenzeit den Reis kochen.

Sobald das Gemüse gar ist, das Curry mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken und mit dem Reis, einem Klecks Naturjoghurt und den Korianderblättern servieren. Die Zitronenspalten zum Ausdrücken dazu reichen.

Kürbissuppe mit frittiertem Gemüse

Herr Schnürschuh hat aktuell die „alles muss raus“ Phase. Recht hat er! Bevor man neue Zutaten kauft, erst mal die alten verwerten. Im Angebot habe ich weiße Kuvertüre, Marzipan, Kokosflocken, Nüsse und in ein Packerl eingefrorene Kürbiswürfel, was alles verwertet werden muss. Zuerst kommt der Kürbis dran – der muss unbedingt weg, wo es jetzt doch schon frischen Kürbis gibt…

Ganz klassisch habe ich die altbewährte Kürbissuppe daraus gemacht. Schmeckt immer und macht mit dem frittierten Gemüse direkt was her!

Gefunden bei Johann Lafer, minimal modifiziert.

Zutaten für 2 Personen:

– 500 g Kürbis
– 1 Schalotte
– 1 kleine Knoblauchzehe
– 2 EL Butter
– 1 TL Currypulver
– 50 mL Weißwein
– 300 mL Gemüsebrühe
– 100 g Sahne und ein bisschen für die Deko
– Muskat
– Salz, Pfeffer
– ein bisserl von Möhre, Knollensellerie Lauch
– Rapsöl

Zubereitung:

Kürbis schälen, von den Kernen befreien und in grobe Würfel schneiden. Schalotte und Knoblauch schälen und fein hacken.

Butter in einem Topf schmelzen, Schalotten- und Knoblauchwürfel zugeben und darin glasig dünsten. Kürbiswürfel hineinrühren, kurz mitbraten, mit dem Currypulver bestreuen und eine weitere Minute braten. Mit dem Weißwein ablöschen, Gemüsebrühe und Sahne dazu gießen und das Ganze so lange bei niedriger Temperatur köcheln, bis der Kürbis weich ist, ca. 15-20 Minuten. Suppe mit dem Zauberstab fein pürieren und mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.

Möhre, Knollensellerie und Lauch putzen und in gleich lange, sehr feine Streifen schneiden. Rapsöl in einem kleinen Topf auf 180 °C erhitzen. Soviel, dass das Gemüse gut darin schwimmen kann. Das Öl ist heiß genug, wenn man den Stil eines Holzkochlöffels in das Öl taucht und daran Bläschen hochsteigen. Das Gemüse nach und nach darin goldgelb frittieren, auf Küchenpapier abtropfen lassen und salzen.

Sahne steif schlagen, nicht zu fest.

Die Suppe kurz vor dem Servieren nochmal schaumig aufmixen und in tiefe Teller füllen. Mit einen Klecks geschlagener Sahne verfeinern und das frittierte Gemüse vorsichtig oben drauf setzen.

Curry (indisches Hühnercurry)

Schon länger gab es im Hause Schnürschuh kein asiatisches Gericht mehr! Deshalb kam diese Woche ein indisches Hühnercurry auf unsere Teller. Dazu gab es Parikasalat mit Koriander.

Zutaten für 2 Personen:

– Hühnerbrust
– Öl (z.B. Rapsöl)
– 1 Zwiebel
– 1 Knoblauchzehe
– ½ TL frisch geriebene Ingwerwurzel
– 3-4 Tomaten, gehäutet und von Samen befreit
– 12 g Currypulver
– ½ TL Chilipulver (nach Belieben mehr oder weniger)
– 2 El frisch gehacktes Koriandergrün
– ½ Ananas, geschält und in Stücke geschnitten (nur, wer’s mag)
– ½ TL Garam masala (siehe unten)
– ¾ Becher Naturjoghurt
– Salz
– 1 Handvoll Cashewnüsse
– Koriandergrün
– 150 g Basmatireis

Zubereitung:

Hühnerbrust säubern und in Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Tomaten klein würfeln. Öl in einer Pfanne oder einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer darin bei geringer Hitze goldgelb anschwitzen. Curry- und Chilipulver 1 Minute mitbraten. Tomaten und gehacktes Koriandergrün zugeben, salzen und unter Rühren zu einem Püree verkochen. Fleisch untermischen und alles zugedeckt bei geringer Hitze 45 Minuten garen, gelegentlich umrühren.

In der Zwischenzeit die Cashewnüsse in einer Pfanne ohne Fett vorsichtig rösten und den Reis rechtzeitig ansetzen.

Eigentlich gehört in das Originalrezept aus dem Buch „Asiatisch kochen – Teubner Verlag“ keine Ananas rein. Weil ich das aber so gerne mag, gebe ich die letzten 15 Minuten noch Ananasstücke zum Curry.

Garam masala und den Joghurt einrühren und 5 Minuten offen köcheln lassen. Eventuell noch mit Salz abschmecken. Wenn es zu scharf ist, noch ein bisschen Joghurt darunter rühren.
Das Curry, mit den Cashewnüssen und Koriander garniert, auf dem Reis anrichten.

Garam masala ist eine indische Gewürzmischung. Man kann sie sich auch selbst herstellen. Dafür folgende Gewürze vorsichtig in einer Pfanne rösten (außer Pfefferkörner und Muskatnuss) und fein mahlen:

– 1 TL grüne oder schwarze Kardamomkapseln
– 1 EL schwarzer Pfefferkörner
– 2 EL Kreuzkümmel
– 2 EL Korianderkörner
– 1 TL Muskatnuss
– 1 TL Gewürznelken
– 1–2 Zimtstangen

Dazu gab es Herrn Schnürschuhs fantastischen Paprikasalat! Dafür 6 bunte Paprika (oder so viele man will) schälen und in Würfel schneiden. Außerdem 2 Tomaten (oder soviel man will) kreuzförmig einritzen, mit kochendem Wasser überbrühen, schälen und ebenfalls würfeln. Paprika und Tomaten in eine Schüssel geben, mit gehacktem Koriandergrün, Zucker, Salz und Limettensaft abschmecken.