Mezze-Abend No.2

Ich habe es bestimmt schon zig mal erwähnt. Ich l i e b e Mezze. Es gibt nichts Schöneres als einen Tisch voller verschiedener Schüsselchen, wo man sich überall genüsslich etwas heraus stibitzen kann. Dabei ist alles möglich – Salat, Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte, Mus/Püree, Frittiertes, Brot, … und dies mit orientalischen Aromen, Gewürzen und Kräutern – Minze, Petersilie, Koriander, Kreuzkümmel, Piment, Zimt, Zitrone, Granatapfel, … Einfach fantastisch!

Vor kurzem besuchten uns Herr Schnürschuhs Bruder und dessen Freundin. Die Gelegenheit für mich! Ich nahm mir einen Tag frei und schnippelte, kochte, buk, brutzelte. Welch eine Freude. Ich hoffe die beiden haben die Mezzetafel genauso genossen wie wir!

Hierzu gibt es diesmal einen großen Monsterblogeintrag mit allen Rezepten des Abends. Leider hab ich für einige Gerichte keine Bilder, aber die werden nachgetragen.

Mezzeabend
–       Hummus mit Kawarma
–       Baba Ghanoush
–       Basmati- & Wildreis mit Kichererbsen, Korinthen und Kräutern
–       Orientalischer Salat
–       Marinierte Auberginen
–       Marinierte Möhren
–       Fladenbrot
–       Pistazien Crème brûlée

Mein Standardwerk für Mezze ist das Kochbuch Jerusalem von Ottolenghi. Trend hin oder her, es ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Das ganze Buch ist vollgeklebt mit „Einmerkerln“, es gibt fast kein Gericht, welches ich nicht gern ausprobieren möchte und alle bisher erprobten sind einwandfrei gelungen und haben fantastisch geschmeckt. Es folgt noch eine Liste mit bereits für lecker befunden Gerichten aus dem Buch und eine mit Gerichten, die ich gerne als Nächstes ausprobieren möchte.

Viele tolle Rezepte gibt es natürlich noch bei den Bloggerkollegen im Netz. Zudem besitze ich noch das Kochbuch Veggiestan von Sally Butcher, woraus ich auch schon leckere orientalische Köstlichkeiten gekocht habe (z.B. hier).

Wichtig, für eine tolle Mezzetafel, ist viel, viel Zeit. Für eine Handvoll Schüsselchen braucht man schon mal einen ganzen Tag. Doch es lohnt sich!

Leckere Rezepte aus Jerusalem:
– Na’amas Fattoush
– Würzige Kichererbsen mit buntem Salat
– Salat von geröstetem Blumenkohl mit Haselnüssen (Blogbuster)
– Tabbouleh
– Sabih
– Mejadra
– Couscous mit Tomate & Zwiebel
– Fisch-Kebabs mit Auberginenpüree

Todo Rezepte aus Jerusalem:
– Butternusskürbis mit Tahini- Sauce & Zatar
– Bohnen-Paprika-Salat
– Kohlrabisalat
– Auberginen mit Chermoula, Bulgur & Joghurt
– A’ja (Brotfrikadellen)
– Würziger Möhrensalat
– Falafel
– Auberginensuppe mit Mograbieh (woher krieg ich nur diese großen Couscouskügelchen… )
– Fleischbällchen (muss noch eine Quelle für gutes Lammhackfleisch auftun…)
– Fischfrikadellen in Tomatensoße
– Sfiha oder Lahm Bi’ajeen
– …


Hummus

Es hat ein paar Anläufe gedauert, bis der Hummus so wurde, wie wir es uns vorgestellt haben. Doch dank der Tipps unseres libanesischen Kollegens Mohamad sowie guter Zutaten klappt es inzwischen einwandfrei. Die Zubereitung ist zwar ein bisserl (!) aufwändig, aber es lohnt sich! Das Zeug schmeckt so so so gut, einfach zum reinlegen!

Das Grundrezept lieferte uns Ottolenghi (Jerusalem). Ich modifiziere es nur leicht ab, indem weniger Knoblauch verwende und diesen vorher anbrate, da ich rohen Knoblauch nicht so gut vertrage. Außerdem benutze ich etwas weniger Tahini und meist braucht es mehr eiskaltes Wasser und Zitronensaft als angegeben – das mache ich einfach nach Gefühl, bis Konsistenz und Geschmack perfekt cremig sind.

Laut meines Kollegen darf man auf keinen Fall Kichererbsen aus der Dose nehmen und noch wichtiger ist es die Kichererbsen zu schälen. Seine Mutter benutzt dafür einfach eine flotte Lotte – schälen und pürieren gleichzeitig. Haben wir leider nicht. Das heißt ich setze mich nach dem Kochen der Kichererbsen mit der großen Schüssel an den Esszimmertisch und häute jede Kichererbse einzeln – eine Heidenarbeit! Wichtig dabei: die Kichererbsen nicht zu lange kochen, dann sind sie total zermatscht und das Häuten ein Drama! Ob ich mir vielleicht doch eines Tage so eine flotte Lotte zulegen soll? Eigentlich hab ich ja Kücheninstrumentekaufverbot… Doch bevor ich mir so etwas zulege, muss ich sowieso erst mal testen, ob das hinhaut.

Für das eiskalte Wasser nehme ich ein Glas Wasser und friere es ein, bevor ich beginne die Kichererbsen zu kochen. So ist es wunderbar, wenn ich beim Pürierschritt angelangt bin.

Gute Kichererbsen und das beste Tahini bekomme ich von Rapunzel.

Zutaten für 6 Personen:

– 250 g Kichererbsen, getrocknet
– 1 TL Backnatron
– 270 g helles Tahini (S: weniger)
– 4 EL Zitronensaft
– 4 Knoblauchzehen (S: 1 Zehe)
– 1½ TL Salz
– 100 mL eiskaltes Wasser (S: nach Bedarf, meistens mehr)
– Öl

Zubereitung:

Die Kichererbsen am Tag zuvor mit reichlich Wasser (doppelte Menge) bedecken und über Nacht einweichen. Am nächsten Tag abgießen, abtropfen lassen und mit dem Natron in einen Topf geben. Bei starker Hitze ca. 3 Min. unter Rühren erhitzen. Mit 1.5 L Wasser auffüllen, zum Kochen bringen und abschäumen. Weich (so dass man sie einfach zwischen den Fingern zerdrücken kann), aber nicht zu weich (Matsch) kochen – das dauert je nach Sorte/Alter zwischen 20 und 40 Min.

In der Zwischenzeit den Knoblauch schälen, fein schneiden und in etwas Öl sanft anbraten.

Kichererbsen abgießen und häuten. Anschließend zusammen mit Tahini, Knoblauch, Zitronensaft, Salz und dem eiskalten Wasser pürieren, bis eine glatte, cremige Paste entstanden ist. Abschmecken, abdecken und mind. 30 Min. ruhen lassen. Vor dem Servieren mit etwas Olivenöl beträufeln.

Hummus


Kawarma

Meine Liebe zu Lamm hält sich in Grenzen. Denn habe ich kein ordentliches Stück Fleisch, kann ich es einfach nicht essen. Soll es doch nicht „bockeln“! In Luzern kaufe ich Lammfleisch nur noch bei Holzenfleisch. Ein Stand von Holzenfleisch findet sich jeden Samstag auf dem Luzerner Markt. Für Spezialwünsche (z.B. Schweinebraten) kann man auch vorbestellen.

Kawarma muss ordentlich lange mariniert werden und wird dann nach dem Anbraten auf Hummus serviert. Es begleitet uns fast immer, meist als einziges Fleischgericht, wenn wir Mezze machen.

Zutaten für 6 Personen:

Fleisch
– 300 g Lammnacken (S: mageres Stück vom Lamm)
– 1 EL Butter oder Ghee
– 1 TL Olivenöl

Marinade
– ¼ TL gemahlener schwarzer Pfeffer
– ¼ TL gemahlener weißer Pfeffer
– 1 TL gemahlener Piment
– ½ TL Zimt
– 1 kräftige Prise frisch geriebene Muskatnuss
– 1 TL getrockenete Za’atar- oder Oreganoblätter, zerrieben (S: Oregano)
– 1 EL Weißweinessig
– 1 EL gehackte Minze
– 1 EL gehackte Petersilie
– 1 TL Salz

Zubereitung:

Lammfleisch in kleine Stücke schneiden. Alle Zutaten für die Marinade und das Fleisch in eine Schüssel geben, gut vermengen und zugedeckt im Kühlschrank mind. 30 Min. durchziehen lassen (S: länger oder über Nacht).

Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Butter oder Ghee und Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze heiß werden lassen. Das Fleisch portionsweise 2 Min. braten. Es sollte in der Mitte noch leicht rosa sein. Auf Hummus servieren.

Hummus mit Kawarma


Orientalischer Salat

Den Salat mache ich, je nach Zutaten die ich gerade parat habe. Nicht fehlen dürfen jedoch frische Kräuter, wie Minze, Koriander und Petersilie! Perfekt ist er mit Granatapfelkernen.

Zutaten für 4 Personen:

– 1 Nostrano Gurke
– 1 Paprika
– eine gute Handvoll Cocktail- oder Datteltomaten
– eine Handvoll Radieserl
– 1 rote Zwiebel
– 1 kleine Chili
– ½ Granatapfel
– 1 EL gehackte Minze
– 1 EL gehacktes Korinadergrün
– 1 EL gehackte Petersilie
– Salz, Pfeffer
– Olivenöl
– Zitronen- oder Limettensaft
– 1 Prise Zucker

Zubereitung:

Gemüse putzen. Gurke, Paprika und Zwiebel in mittelgroße Würfel schneiden. Tomaten halbieren oder vierteln. Radieserl halbieren und in Scheiben schneiden. Chili fein hacken. Granatapfelkerne auslösen. Alles zusammen mit den frisch gehackten Kräutern in eine Schüssel geben und mit etwas Zitronen- oder Limettensaft, Salz, Pfeffer, Zucker und Olivenöl abschmecken.


Baba Ghanoush

Der Auberginendip ist auch so etwas Köstliches! Hmmmm! Leider, leider habe ich nicht die Möglichkeit die Auberginen zu grillen. So bekämen sie noch ein schönes Raucharoma. Aber bald, bald werden wir einen Balkon haben und dann werde ich Auberginen grillen was das Zeug hält!

Das Rezept ist ebenfalls aus Ottolenghis Jerusalem. Allerdings habe ich noch etwas Tahini reingemogelt. Es scheiden sich ja die Geister, ob das Sesammus da nun reingehört oder nicht. Ich mag es jedoch, wird das Baba Ghanoush dadurch noch cremiger. Laut Mohamad kommt auch Tahini rein.

Zutaten für 4 Personen:

– 4 große Auberginen
– 2 Knoblauchzehen, zerdrückt (S: 1 Zehe)
– abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
– 2 EL Zitronensaft
– 5 EL Olivenöl
– 2 EL hackte Petersilie
– 2 EL Minze
– ½ Granatapfel
– 1-2 EL Tahini
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Auberginen von allen Seiten mit einem Messer einstechen. Auf das Backblech legen und unter dem Backofengrill mind. 1 Stunde brutzeln lassen, bis sie aufplatzen und zerfallen. Dabei alle 20 Min. wenden. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit den Knoblauch schälen, fein schneiden und in etwas Öl sanft anbraten. Beiseite stellen.

Auberginen aufschneiden und mit Hilfe eines Löffels das Fruchtfleisch herausschaben. In einen Sieb geben und mind. 1 Stunde abtropfen lassen. Anschließend in eine große Schüssel geben und mit Knoblauch, Zitronensaft, -schale (ein wenig für die Garnitur aufheben), Tahini und Olivenöl vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mind. 1 Stunde bei Zimmertemperatur durchziehen lassen.

Kurz vor dem Servieren die frisch gehackten Kräuter unterziehen, nochmals abschmecken und mit etwas Zitronenschale und den Granatapfelkernen garnieren.


Basmati- & Wildreis mit Kichererbsen, Korinthen und Kräutern

Den Reis gab es auch schön öfter im Hause Schnürschuh. Meist als Einzelgericht mit Salat. Eine schöne Kombination, vor allem mit den Röstzwiebeln! Ebenfalls aus Ottolenghis Jerusalem.

Zutaten für 6 Personen:

– 50 g Wildreis
– 2½ EL Olivenöl
– 220 g Basmatireis
– 330 mL kochendes Wasser
– 2 TL Kreuzkümmelsamen
– 1½ TL Currypulver
– 240 g gegarte Kichererbsen (S: geschält)
– 180 mL SonnenbluDimenöl (S: Rapsöl)
– 1 mittelgroße Zwiebel
– ½ TL Mehl
– 100 g Korinthen (S: Rosinen)
– 2 EL gehackte Petersilie
– 1 EL gehacktes Koriandergrün
– 1 EL gehackter Dill
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Wildreis in einem kleinen Topf mit reichlich Wasser bedecken, zum Kochen bringen und etwa 40 Min. köcheln lassen, bis die Körner gar, aber noch bissfest sind. Abgießen und zur Seite stellen.

1 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen. Den Basmatireis mit ¼ TL Salz unter Rühren darin anschwitzen. Das kochende Wasser angießen und den Reis zugedeckt ca. 15 Min. bei sehr geringer Hitze garen. Topf vom Herd ziehen, Deckel abnehmen, den Topf mit einem Geschirrtuch abdecken und den Deckel wieder auflegen. 10 Min. ruhen lassen.

Restliches Öl in einem kleinen Topf erhitzen. Kreuzkümmel sowie Currypulver einige Sekunden darin anschwitzen und sofort die Kichererbsen mit ¼ TL Salz hinzufügen. 1-2 Min. unter Rühren erwärmen, dann in eine große Schüssel füllen.

Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Den Topf mit Küchenpapier ausreiben, Sonnenblumenöl (S: Rapsöl) hineinfüllen und bei starker Hitze heiß werden lassen. Das Öl ist richtig temperiert, wenn an einem eingetauchten Zahnstocher Bläschen hochsteigen. Die Zwiebelringe in Mehl wenden, bis sie damit überzogen sind und portionsweise im heißen Öl 2-3 Min. goldbraun frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Salz bestreuen.

Den Reis mit den Kichererbsen, Korinthen (S: Rosinen), Kräutern und Zwiebelringen mischen, noch einmal abschmecken und warm oder bei Zimmertemperatur servieren.


Marinierte Auberginen

Neben Hummus gehört dieses Gericht zu meinen absoluten Favoriten. Aus den „einfachen“ Auberginen wird etwas richtig leckeres. Wichtig dabei ist es, die Marinade rechtzeitig vorzubereiten, so dass die Auberginen, direkt aus dem Ofen kommend, damit vermengt werden können. Gut durchgezogen dann ein Genuss! Gefunden habe ich das Rezept bei delicious days. Nicky hat es, weil das ja klar ist, etwas adaptiert von Ottolenghi (The Cookbook).

Zutaten für 4 Personen:

Auberginen
– 2-3 Auberginen
– Olivenöl
– Meersalz
– frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Marinade
– 5 EL Olivenöl
– 5 EL Zitronensaft
– 1 kleiner Chili
– 3-4 EL Kräuter (S: Minze, Koriander, Petersilie)
– 1-2 Knoblauchzehen
– Meersalz
– frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Enden der Auberginen abschneiden und diese quer in 2 gleich große Hälften teilen. Die Hälften der Länge nach halbieren und jedes Stück in sechs bis acht Spalten schneiden. Am Ende sollen alle Spalten ungefähr gleich groß sein.

Die Spalten mit Olivenöl einpinseln, mit der Hautseite nach unten auf das Backblech setzen und mit Salz und Pfeffer würzen. Im Backofen 20-25 Min. backen, bis die Ecken anfangen zu bräunen und die Spalten weich sind.

In der Zwischenzeit die Marinade vorbereiten. Chili putzen, Kerne bei Bedarf entfernen und fein schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken (S: vorher angebraten), Kräuter grob hacken. Alle Zutaten für die Marinade in einer Schüssel vermischen. Beiseite stellen.

Sobald die Auberginen fertig sind, aus dem Ofen holen und sogleich vorsichtig mit der Marinade vermengen. Gut durchziehen lassen, am besten über Nacht.

Marinierte Auberginen


Marinierte Möhren

Den orientalischen Möhrensalat habe ich beim Trüffelschwein gefunden. Ideal, wenn es junge Karotten gibt. Hier gilt auch – die warmen Möhren mit der Marinade vermengen und gut durchziehen lassen. Köstlich!

Zutaten für 4 Personen:

– 500 g Bundkarotten
– 1 Knoblauchzehe
– 2 EL Rotweinweinessig
– 2 EL Olivenöl
– 1 TL Harissa
– 1 TL Kreuzkümmelpulver
– ¾ TL Salz
– 1 EL schwarze Sesamsamen

Zubereitung:

Karotten putzen, Grün entfernen, anschließend längs halbieren. In Salzwasser ca. 2 Minuten blanchieren. Abgießen und abtropfen lassen. Knoblauch (S: vorher angebraten) fein hacken und mit den restlichen Zutaten vermengen. Sofort mit den Möhren mischen. Mind. 20 Minuten ziehen lassen.

Zum Servieren Karotten anrichten und mit Sesamsamen bestreuen.


Fladenbrot

Dieses Fladenbrot habe ich schon unzählige Male gemacht. Es klappt immer, geht super fix und lässt sich wunderbar einfrieren. Ich mache für Herrn Schnürschuh und mich meist das halbe Rezept, das reicht uns locker. Danke Jessica von berliner küche für dieses klasse Rezept!

Zutaten für 1 großes Laib:

– 450 g Mehl
– 300 ml Wasser (lauwarm)
– 20 g frische Hefe
– 1 TL Zucker
– 1 TL Salz
– Olivenöl
– Sesam
– Schwarzkümmel

Zubereitung:

Die Hefe mit dem Zucker im lauwarmen Wasser auflösen und anschließend mit dem Mehl und dem Salz zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig mindestens eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen (gerne auch länger). Wenn er seine Größe etwa verdoppelt hat, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, mit Mehl bestäuben und vorsichtig in Form bringen. Mit dem Finger ein paar Vertiefungen in den Teig drücken und noch einmal für 30 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 230°C vorheizen. Das Fladenbrot mit Olivenöl bepinseln und mit Schwarzkümmel sowie Sesam bestreuen. Nun für 10 bis 15 Minuten backen, bis es von außen goldbraun ist.

Fladenbrot


Pistazien Crème brûlée

Als Dessert gab es Crème brûlée mit Pistazien und Kardamom für die orientalische Note. Gefunden bei Britta von Kamafoodra, die es wiederum hier entdeckt hat.

Der Klassiker geht immer und schmeckt immer. Mir war es eine Note zu süß, nächstes Mal würde ich weniger Zucker nehmen – wie bei meiner klassischen Crème brûlée. Auch bei der Zubereitung habe ich mich an dieses Rezept gehalten.

Zutaten für 6 Personen:

– 80 g Zucker (S: künftig weniger)
– 50 g Pistazien, geschält und ungesalzen
– 4 Eigelb
– 250 ml Vollmilch
– 250 ml Sahne
– 1 Vanilleschote
– einige Tropfen Bittermandelöl (S: 1 Prise Kardamom)
– etwas Zucker zum Karamellisieren

Zubereitung:
Backofen auf 120 °C (Umluft) vorheizen. Backblech mit einem Backpapier auslegen. Die Crème Brûlée Förmchen darauf stellen. 1-1.5 L Wasser zum Kochen bringen.

Die Pistazien im Mixer fein mahlen.

Milch und Sahne in einen Topf geben. Vanilleschote auskratzen und Mark sowie Schote in die Sahne-Milch-Mischung geben. Das Ganze einmal aufkochen und mit einer Prise Kardamom verfeinern.

In der Zwischenzeit die Eigelbe in eine Schüssel geben und mit dem Zucker zu einer hellen Masse aufschlagen. Pistazien in die Masse einrühren. Die Sahne-Milch-Mischung durch einen Sieb langsam in die Eigelb-Pistazien-Masse rühren. Dabei aufpassen, dass sich keine Blasen bilden.

Die Crème in die Förmchen füllen und das Blech vorsichtig in den vorgeheizten Backofen balancieren. Soviel von dem heißen Wasser ins Blech gießen bis die Förmchen zur Hälfte im Wasser stehen. 25-30 Min. garen.

Blech aus dem Ofen nehmen, die Förmchen vorsichtig aus dem heißen Wasser nehmen und abkühlen lassen (bzw. über Nacht im Kühlschrank aufbewahren). Zum Abschluss die Crème mit braunem Zucker bestreuen und mit dem Bunsenbrenner hellbraun karamellisieren.

Khao Yam Bangkok

Natürlich habe ich von meiner Thailandreise ein Kochbuch mitgebracht und zwar das Buch Innovative Thai Cuisine by Chef Ian Kittichai, dass es in dem fantastischen Restaurant ISSAYA Siamese Club in Bangkok zu kaufen gibt. Dort waren wir zwei mal und haben, neben vielen anderen leckeren Gerichten, jedes Mal den köstlichen Salat Khao Yam gegessen. Er wird wunderschön angerichtet und dann am Platz mit dem Dressing vermengt. Die vielen aufwendig geschnippelt oder frittierten Zutaten harmonieren fantastisch und explodieren im Mund!

Die Zutaten sind in Gramm angegeben. Wir haben das eher so pi mal Daumen gemacht (bis auf die Mengenverhältnisse im Dressing). Der Salat ist sehr aufwändig, aber es lohnt sich!

Zutaten:

– 60 g Jasmin Reis
– 25 g Mini-Gurke (falls Salatgurke: Kerne mit einem Löffel auskratzen)
– 60 g Zitronengras
– 10 g Blätter vom Echten Koriander
– 10 g Blätter vom Langen Koriander/Sägezahn-Koriander (S: weggelassen)
– 50 g Schalotte(n)
– 2 g Red Finger Chilis
– 15 g frische Kokosnuss
– 10 g Knoblauch
– 60 g Pomelo (geschält und gehäutet)
– 25 g Schlangenbohnen
– 1 g Zitronenzesten
– Rapsöl zum Frittieren
– 40 mL Tamarindenpaste
– 10 mL Fischsoße
– 10 g Zucker
– 30 mL Sojasoße
– 3 g gemahlener Chili
– 1-2 Limetten, in Spalten

Zubereitung:

Zunächst alle Zutaten folgendermaßen vorbereiten und getrennt parat legen:
Reis kochen, abkühlen lassen.
Die Gurke der Länge nach vierteln und in feine Scheiben schneiden.
Vom Zitronengras mit einem scharfen Messer den Strunk abschneiden und die äußeren harten Blätter abnehmen. In feine Scheiben schneiden (S: kurz blanchiert).
Echten Koriander, wenn überhaupt, nur grob hacken. Sägezahn-Koriander in Streifen schneiden.
Chilis entkernen, in feine Streifen schneiden und in kaltes Wasser legen, damit sie sich einrollen.
Kokosnuss raspeln und leicht rösten.
Schalotten und Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden.
Die Pomelo schälen, aus der Haut puhlen und in kleine Würfel schneiden.
Schlangenbohnen putzen und in feine Scheiben schneiden (S: kurz blanchiert).

Gut Rapsöl in einem Topf erhitzen. Die Hälfte der Schalottenscheibchen (25 g) und die Knoblauchscheibchen nacheinander darin knusprig frittieren. 10 g von dem gekochten Reis ebenfalls frittieren oder in etwas Öl knusprig braten.

Den restlichen gekochten Reis auf einem großen Teller oder einer Platte verteilen. Die vorbereiteten Zutaten geduldig, Reihe für Reihe auf den Teller schlichten:
Gurken, Zitronengras, Echter Koriander, Schalotten, eingerollte Chilis, gebratener/frittierter Reis, Kokosraspel, frittierte Schalotten, frittierter Knoblauch, Sägezahn-Koriander, Pomelo, Schlangenbohnen und Zitronenzesten!

Für das Dressing Tamarindepaste, Fischsoße, Zucker und Sojasoße gut miteinander vermengen.

Und schließlich servieren. Dafür den Salat mit Limettensaft (die Viertel über dem Salat auspressen) und Dressing beträufeln, nach Geschmack mit Chilipulver bestreuen, sanft miteinander vermengen und genießen.
(Nicht das komplette Dressing auf einmal darauf geben, lieber vorsichtig nach eigenem Geschmack abschmecken)

Khao Yam Bangkok

Orientalisch: Hackspieße mit Karottenpüree

Als vor ungefähr einem Monat bushcooks kitchen die Lammhackspieße mit orientalischem Kartoffelpüree postete, kam der Link sogleich auf meine Nachkochliste. Vor allem das Karottenpürre hat es mir angetan.

Groß abändern braucht man da nix – schmeckt einfach fantastisch, das Karottenpüree ein Gedicht – es wird mir mit Sicherheit treu bleiben! Nur aus Lammhack wurde Rinderhack. Ich bin nicht soooo der Lammfan…

Zutaten für 2 Personen:

Hackspieße
– 250 g Lammhack (S: Rinderhack)
– 2-3 Stängel Petersilie
– ½ Knoblauchzehe
– ½ TL scharfer Senf
– ½ TL Kreuzkümmelsamen
– ½ TL Zimtpulver
– Öl
– Salz, Pfeffer
– große Holzspieße

Karottenpüree
– 500 g Karotten
– Olivenöl
– ½-1 TL Zucker
– 2 TL Kreuzkümmelsamen
– ½ TL Zimt
– ½ TL Kurkuma
– ½ TL Chilipulver
– 1 Orange
– Salz, Pfeffer

Joghurt
– 200 g Joghurt mit 10% Fett
– 2-3 Stängel Petersilie
– ½ Knoblauchzehe, fein gehackt
– Olivenöl
– Salz, Pfeffer
– weißer Sesam

Zubereitung:

Hackspieße
Petersilie hacken. Knoblauch schälen und fein hacken. Kreuzkümmelsamen in einer Pfanne erhitzen, bis sie zu duften beginne. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen und fein mahlen.

Hackfleisch, Petersilie, Knoblauch, Senf, gemahlenen Kreuzkümmel und Zimt in eine große Schüssel geben und zu einer homogenen Masse verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit den Fingern kleine ovale „Knödel“ um das obere Ende der Holzspieße „bauen“ und leicht andrücken. Auf einem großen Teller zwischenlagern.

Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Spieße darin von allen Seiten schön anbraten.

Karottenpüree
Karotten schälen und in dünne Scheiben schneiden. In einen Topf geben, mit Salz und Zucker bestreuen. Etwas Wasser ziehen lassen. Ein bisschen Olivenöl zugeben und den Topf auf den Herd stellen. Zum Kochen bringen. Bei niedriger Temperatur zugedeckt weich kochen.

In der Zwischenzeit den Kreuzkümmel in der Pfanne erhitzen, bis er duftet. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen, fein mahlen und mit Zimt, Kurkuma und Chili vermengen. Die Orange auspressen.

Die Karotten mit dem Saft der Orange pürieren. Die Gewürze unterrühren. Mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Joghurt
Den Joghurt mit frisch gehackter Petersilie vermengen und mit ein bisschen Knofi, Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken.

Zuletzt den weißen Sesam in einer Pfanne ohne Öl rösten und anrichten! Dafür das Karottenpüree auf einen Teller geben, dazu den Joghurt und etwas Sesam. Den Hackspieß oben drauf legen und sogleich servieren.

Orientalisch: Hackspieße mit Karottenpüree

Kosheri

Ottolenghi hat mal wieder zugeschlagen! Heute gab es ein Gericht aus seinem Buch Das KochbuchKosheri! In Ägypten zu Hause und heiß begehrt, daher wird es dort an jeder Ecke angeboten. In Kosheri sind Nudeln, Reis und Linsen auf einmal – das habe ich noch nie gehabt. Dazu gibt es eine feurige Tomatensoße.

Wauhhh. Wirklich köstlich! Kommt in die „das machen wir jetzt öfter“ Kategorie.

Zutaten für 2 Personen: 

Tomatensoße
– Olivenöl
– 1 Knoblauchzehe
– 2 Chilis
– 1 Dose gehackte Tomaten
– 2 EL Apfelessig
– ½ – 1 TL Kreuzkümmel
– Salz, Pfeffer
– 1 Bund frischer Koriander

Kosheri
– 150 g grüne Linsen
– 100 g Basmatireis
– 20 g Butter
– 25 g kurze Fadennudeln
– 200 mL Wasser
– 1 Messerspitze Muskatnuss
– ½ TL Zimt
– Salz, Pfeffer
– Olivenöl
– 2 Zwiebeln

Zubereitung:

Tomatensoße
Knoblauch schälen und andrücken. Chilis putzen, entkernen und fein hacken. Olivenöl in einem Topf erhitzen, den Knoblauch und die Chilischoten hineingeben und 2 Min. anbraten. Tomaten, Essig und Kreuzkümmel zugeben und zum Kochen bringen. Bei niedriger Temperatur 30-40 Min. köcheln lassen, bis die Soße etwas eingedickt ist. Vom Herd nehmen, Knoblauch ‚rausfischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, Koriander grob hacken und unterrühren. Kurz vor der Servieren nochmal erhitzen.

Kosheri
Die Linsen in einen Sieb geben und unter fließendem kaltem Wasser abspülen. In einen großen Topf füllen, mit reichlich kaltem Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Bei niedriger Temperatur 20-25 Min. köcheln lassen. Abgießen und beiseite stellen.

Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebeln zugeben und bei mittlerer Temperatur 20-30 Min. braten, bis sie goldbraun sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Reis in eine Schüssel füllen, mit kaltem Wasser bedecken, waschen und gründlich abtropfen lassen. Die Butter in einem großen Topf zerlassen. Die Fadennudeln zugeben und unter ständigem Rühren goldbraun braten. Reis zugeben, rühren, bis die Körner vollständig von der Butter überzogen sind. Frisch geriebene Muskatnuss, Zimt, Salz und Pfeffer zugeben und zum Kochen bringen. Geschlossen bei niedriger Temperatur 12 Min. köcheln lassen. Herd ausschalten, den Deckel abnehmen, den Topf mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und den Deckel wieder auflegen. 5 Min. stehen lassen.

Zum Servieren den Reis mit einer Gabel auflockern, die Linsen und den Großteil der Zwiebeln untermischen. Nach Bedarf nochmals abschmecken. Auf dem Teller zu einem Berg auftürmen, mit den restlichen Zwiebeln garnieren und mit der Tomatensoße servieren.

Lahmacun (Ottolenghi Style)

Lahmacun steht schon lange auf meiner Nachkochliste. Irgendwie wollt ich es jedoch ein bisschen aufpeppen. Da googelte ich einfach mal Lahmacun + Ottolenghi und siehe da – schon hab ich ein herrliches Rezept. Ich frage mich, wie lange es wohl noch dauern wird, bis ich mir ein Kochbuch von Ottolenghi hole…

Das Ganze hat auf jeden Fall hervorragend geschmeckt!

Der Teig ist ganz anders als ein Pizza-Hefeteig – mit Ei, Milch und Öl. In dem Video sagt Ottolenghi dies sei so „seine Version“. Hat gut geschmeckt und ließ sich einwandfrei verarbeiten. Man kann aber auch ganz normalen Hefeteig machen.

Ein bisserl kompliziert war die Zutatenliste. Ich musste an einigen Stellen improvisieren! Macht aber doch irgendwie Spaß 😉
1- Milchpulver: So was habe ich nicht. Daher habe ich normale Milch verwendet und die Rezeptur entsprechend angepasst.
2 – „fast-action dried yeast“: Was ist das? Hefe mit Backhilfsmitteln? Neeee. Also einfach 10 g Frischhefe, entsprechend der Mehlmenge, genommen…
3 – Granatapfelsirup: auch nicht im Hause! Ebenfalls fruchtig und süß: Birno (siehe hier)!
4 – Sumach: ein rotes Gewürz, sorgt für die nötige Säure in vielen orientalischen Gerichten. Habe ich leider auch nicht und durch Essig ersetzt. Das muss ich jetzt unbedingt mal besorgen!

In den Salat habe ich noch Radieschensprossen und Granatapfelkerne gemogelt. Der war richtig köstlich – in der Zwischenzeit gab es ihn schon zum zweiten Mal.

Zutaten für 6 kleine Lahmacun:

Teig
– 125 g Mehl
– 1 TL Salz
– 10 g frische Hefe
– 1 TL Zucker
– 30 mL neutrales Öl
– 1 kleines Ei
– 25 mL Wasser, lauwarm
– 25 mL Milch, zimmerwarm
– Olivenöl

Belag
– 250 g Rinderhack
– 1 Zwiebel
– 1 TL Salz
– ½-1 TL Zimt
– ½-1 TL Piment
– ½-1 TL Chili
– 1 Bund frische Petersilie
– 1-2 TL Granatapfelsirup (S: Birno)
– 1 EL Sumach (S: Essig)
– 2 EL Tahini (Sesammus)
– 25 g Pinienkerne
– 2 EL Zitronensaft

Salat
– ½ Gurke
– 1 Handvoll Cocktailtomaten
– 5 Radieschen
– 1 kleine rote Zwiebel
– 1 Handvoll frische Petersilie
– 1 Handvoll Radieschensprossen
– 1 kleiner Granatapfel
– Zitronensaft
– Olivenöl
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Teig
Hefe und Zucker im lauwarmen Wasser auflösen. Mehl und Salz in eine große Schüssel geben und vermengen. In die Mitte eine Mulde machen und Öl, Ei, Milch und Hefe-Wasser hinzugeben und alles gut mit einer Küchenmaschine verquirlen. Eventuell noch etwas Mehl hinzufügen. Es sollte ein glatter, elastischer Teig entstehen. Teig zu einer Kugel formen, mit wenig Olivenöl einreiben und gut verschlossen an einem warmen Ort ca. 1 Std. gehen lassen, bis sich das Volumen ungefähr verdoppelt hat.

Belag
Zwiebel schälen und fein hacken. Chili putzen und in feine Streifen schneiden. Petersilie grob hacken. Hackfleisch, Zwiebeln, Gewürze, Chili, Petersilie, Granatapfelsirup und Sumach in eine Schüssel geben, gut miteinander vermengen und bis zur Weiterverwendung abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

Ofen auf 210 °C vorheizen. Mehrere Lagen Backpapier (ca. 20×20 cm) vorbereiten.

Teig aufteilen (je ca. 40 g) und Kugeln formen. Die Teigkugeln auf einer Arbeitsfläche rund ausrollen – ca. 2 mm dick und mit einem Durchmesser von ungefähr 15 cm. Auf beiden Seiten dünn mit Olivenöl einpinseln und zwischen zwei zurechtgeschnittenen Backpapierlagen legen. Turm bauen, abdecken und weitere 15 Min. gehen lassen.

Für den Salat zunächst die Gurke schälen und in ca. 1 cm große Stücke schneiden. Cocktailtomaten halbieren oder vierteln. Zwiebel schälen und in feine Scheiben schneiden. Radieschen ebenfalls in feine Scheiben schneiden. Radieschensprossen gut waschen und abtropfen lassen. Granatapfelkerne heraus lösen. Petersilie grob hacken. Alle Zutaten in eine Schüssel geben, mit Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer nach Belieben abschmecken.

Schließlich die Fladen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen, dünn mit Tahini bestreichen, Belag darauf geben, gut verteilen und leicht andrücken. Mit Pinienkernen bestreuen und in den Backofen schieben. 12 bis 15 Min. backen, bis der Boden goldbraun ist.

Lahmacun aus dem Backofen holen, etwas Salat oben drauf setzten und mit Zitronensaft beträufeln.

Tagliatelle mit Artischocken

Bei der Wilden Henne gab’s vor kurzem Tagliatelle mit Artischocken. Wie mögen Artischocken tierisch gern. Daher gab’s auch bei uns diese fantastische und schnell zuzubereitende Pasta!

Zutaten für 2 Personen:

– 3 große Artischocken
– Zitronenwasser (Saft 1 Zitrone + Wasser)
– 1 Paprika
– 1 Chili
– 2 Frühlingszwiebeln
– 1 Knoblauchzehe
– Olivenöl
– Weißwein
– Salz, Pfeffer
– Frische Petersilie
– Tagliatelle (S: 160 g)

Zubereitung:

Artischocken rüsten, in Achtel oder Sechstel schneiden und sofort in Zitronenwasser aufbewahren, damit sie nicht braun werden.

Paprika putzen und in feine Streifen schneiden. Chili ebenso. Zwiebeln schälen und in feine Scheiben schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken.

Artischocken gut abtropfen lassen. Zitronenwasser nicht verwerfen! Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Artischocken darin anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Das Ganze mit einem Schuss Weißwein ablöschen und mit etwas Zitronenwasser auffüllen, so dass der Boden gerade bedeckt ist. Mit dem Deckel verschließen und ca. 15 Min. bei niedriger Temperatur köcheln lassen.

Anschließend den Deckel abnehmen und noch kurz köcheln lassen, bis die restliche Flüssigkeit verdampft ist. Paprika, Chili, Zwiebeln und Knoblauch hinzugeben und mitbraten, bis alles gar ist.

In der Zwischenzeit die Tagliatelle kochen. Sobald sie al dente sind, abgießen und sogleich in die Pfanne zu dem Gemüse geben. Alles gut vermengen, eventuell noch mit Salz, Pfeffer und Olivenöl abschmecken und mit frisch gehackter Petersilie bestreuen. In großen, vorgewärmten Pastatellern servieren.

Mohnpesto

… wer hätte gedacht, dass Herr Schnürschuh einfach „Hört sich gut an, mach‘ ma!“ sagen würden, nachdem ich ihm vorgeschlagen habe, mal was ganz anderes mit dem Österreichischen Mohn anzustellen. Hab ich doch bei Sylvia von Rock the kitchen! ein interessantes Rezept für Mohnpesto entdeckt! Ja, wenn das so ist… Gleich am nächsten Tag habe ich Sylvias Mohnpesto eins zu eins nachgekocht.

Fazit: Genial. Schmeckt mindestens so gut wie der Klassiker Pesto alla genovese. Gibt’s jetzt öfter.

Zutaten für 1 Glas (ca. 200 mL):

– 80 g Mohn, gemahlen
– ½ Knoblauchzehe
– 40 g Parmesan
– 1 kleine Chilischote
– 1 EL Pinienkerne
– 60 mL bestes Olivenöl
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Mohn mit Hilfe einer Mohnmühle (z.B. von Jupiter) quetschen. Knoblauch schälen. Parmesan reiben. Chilischote entkernen. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten, abkühlen lassen.

Alle Zutaten zu einer cremigen, nicht zu feinen Masse vermixen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. An frisch gekochter Pasta genießen!

Zur Aufbewahrung in ein sauberes Glas füllen, mit Olivenöl überdecken und in den Kühlschrank stellen.

 

Indisch kochen mit Annu & Manu

Letztes Wochenende waren wir zu Gast bei unseren indischen Freunden Annu & Manu. Manu weiß wie gerne ich koche und bot an zusammen zu kochen. Nichts lieber als das! Die beiden haben ein kleines indisches Menü zusammengestellt und wir kochten wild drauf los!

Zuerst gab es gefüllten Blätterteig: Chicken Puffs. Anschließend kochten die Herren Chicken Biryani, ein muslimisches Gericht aus Manus Heimatstadt Kerala. Annu und ich waren für die Beilagen Minzjoghurt und Mangochutney zuständig und kochten außerdem ein weiteres Gericht mit Garnelen „Prawn Masala“. Dazu gab es immer Papadams – dünne, knusprige Fladen aus Linsenmehl, die man nur kurz in der Mikrowelle aufwärmt.

Es hat riesen Spaß gemacht, vor allem weil Manu gerne improvisiert und dabei entweder die Hälfte vergisst (wie bei den Chicken Puffs Knoblauch, Ingwer und Koriander) oder gigantische Gewürzmengen verwendet oder auf gewisse Schritte keine Lust hat und sie daher einfach weglässt (zum Beispiel die Chicken Puffs mit Eigelb zu bestreichen). Annu hingegen kocht wie sie es gelernt hat oder nach Rezept und schmeckt vorsichtig ab. All die Speisen haben, egal ob improvisiert oder nicht, hervorragend geschmeckt.

Ich habe versucht die Rezepte mit Hilfe von Annus Notizen und dem Internet so gut wie möglich widerzugeben und hoffe es ist alles indisch richtig.

Chicken Puffs (Füllung)

Chicken Puffs

Zutaten für 1 Packung Blätterteig:

– Öl
– 1 Hühnerbrust
– 1 große Zwiebel
– 1 Stück Ingwer
– 1 Knoblauchzehe
– 2-3 Curryblätter
– 1 TL Garam masala
– ½ TL Kurkuma
– ½ TL Chilipulver
– Salz
– 1 Bund frischer Koriander
– 1 Packung Blätterteig

Zubereitung:

Backofen auf 200 °C vorheizen.

Hühnerbrust unter fließend kaltem Wasser gründlich waschen, trocken tupfen und in grobe Stücke schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Hühnerbrust gut darin anbraten. Vom Herd ziehen und abkühlen lassen. Anschließend im Mixer zerkleinern.

Zwiebel schälen und in feine Scheiben schneiden. Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Wieder etwas Öl in der Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Ingwer, Knoblauch und Curryblätter zugeben und kurz mitbraten. Garam Masala, Kurkuma und Chilipulver einrühren, angehen lassen. Schließlich das zerkleinerte Fleisch sowie den frisch gehackten Koriander zugeben und alles gut miteinander verrühren. Mit Salz abschmecken. Falls die Füllung zu trocken ist, noch ein bisschen Wasser unterrühren. Vom Herd ziehen und abkühlen lassen.

Blätterteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auslegen und mit einem Nudelholz leicht ausrollen. Mit einem Messer in Rechtecke schneiden. Jeweils etwas Füllung in die Mitte geben und hübsche Päckchen (z.B. Kuverts) formen. Die Seiten mit Wasser befeuchten und festdrücken. Wer mag kann die Oberfläche noch mit verquirltem Eigelb bestreichen.

Chicken Puffs auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, in den Backofen schieben und ca. 30 Min. bei 200 °C backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen.

Chicken Biryani (aus Kerala)

Zutaten für 4-6 Personen:

Karamellisierte Zwiebeln
– 3-4 EL Ghee/Öl
– 5-6 mittelgroße Zwiebeln

Reis
– 1 EL Ghee/Öl
– 2 Tassen Basmatireis
– 3 Tassen Wasser
– 4 Nelken
– 4 Kardamomkapseln
– 1 Sternanis
– 1 Lorbeerblatt
– 1 Muskatblüte
– 1 kleines Stück Zimtstange
– Salz
– 2 TL Zitronensaft

Marinade
– ½ kg Hähnchenkeulen
– ¼ TL Kurkuma
– 1 TL rotes Chilipulver
– ½ Tasse Joghurt
– ½ TL Biryani Masala (Mischung aus Bockshornklee, Kardamom, Fenchel, Koriander, Kreuzkümmel, Zimt, Pfeffer, Chili)
– Salz

Chicken Masala
– 4 mittelgroße Zwiebeln
– 2 mittelgroße Tomaten
– 6-8 grüne Chilis
– 1 großes Stück Ingwer
– 3-4 Knoblauchzehen
– 1 TL Biryani Masala
– ½ TL Chilipulver
– 2 EL gemahlener Koriander
– ¼ TL Kurkuma
– 2-3 Stängel Minze
– 1 Bund frischer Koriander
– 2 EL Öl

Garnitur:
– 1 Handvoll Cashew-Kerne
– 1 Handvoll Rosinen
– 3-5 EL Öl
– 3-4 mittelgroße Zwiebeln
– 1 Bund frischer Koriander
– 1-2 Safranfäden
– 2 EL Milch

Zubereitung:

Karamellisierte Zwiebeln
Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden. Öl/Ghee in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin anbraten. Bei niedriger Temperatur unter ständigem Rühren so lange schmoren, bis die Zwiebeln schön karamellisiert sind, ca. 1 Std. Vom Herd ziehen und abkühlen lassen.

Marinade
Hähnchenkeulen unter fließend kaltem Wasser gründlich waschen und grob einritzen. Kurkuma, Chilipulver, Joghurt, Biryani Masala und Salz verrühren. Die Hähnchenkeulen damit einstreichen, kühl stellen und 1 Std. oder besser über Nacht marinieren lassen. Anschließend in einer Pfanne von allen Seiten gut anbraten und beiseite stellen.

Chicken Masala
Ingwer und Knoblauch schälen und in grobe Stücke schneiden, Chili putzen und kleinschneiden. Mit etwas Wasser pürieren. Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden. Tomaten putzen und in grobe Würfel schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin braten, bis sie leicht braun sind. Ingwer-Knoblauch-Chili-Paste einrühren und 2-3 Min. mitrösten. Tomaten zugeben und kurz köcheln lassen. Schließlich die Gewürze (Briyani Masala, Kurkuma, Chilipulver, Koriander) einstreuen und gut unterrühren, genauso die frisch gehackten Kräuter Koriander und Minze. Zuletzt die gebratenen Hähnchenkeulen zugeben und das Ganze zugedeckt ca. 15 Min. bei niedriger Hitze köcheln lassen. Wenn nötig noch etwas Wasser aufgießen.

Reis
Reis gründlich waschen, bis das Wasser klar ist. Topf erhitzen und die Gewürze darin kurz rösten, bis sie duften. Mit dem Wasser ablöschen, Reis und Salz zugeben und bei niedriger Hitze köcheln bis der Reis noch gut Biss hat (8-10 Min.). Vom Herd nehmen und mit Zitronensaft beträufeln.

Finish
Milch erwärmen. Safran darin auflösen. Die Hälfte des Reises auf das Chicken Masala schichten. Mit der Safranmilch übergießen und die karamellisierten Zwiebeln, Cashewnüsse und Rosinen oben drauf geben. Mit frisch gehacktem Koriander und Minze bestreuen und noch 3-4 EL Reis darüber schichten. Topf verschließen und das Ganze 5 Min. bei niedriger Temperatur köcheln lassen. Ofen ausschalten und weitere 10 Min. auf der ausgeschalteten Herdplatte ziehen lassen.

Chicken Biryani mit dem restlichen Reis, Minzjoghurt, Pacha Manga Chammanthi und Papadam servieren.

Pacha Manga Chammanthi

Zutaten für 4-6 Personen:

– ½ Tasse rohe Mango
– ¾ Tasse frisch geraspelte Kokosnuss
– 3 grüne Chilis
– 1 Stück Ingwer
– 1 Schalotte
– Salz

Zubereitung:

Alle Zutaten schälen und in grobe Stücke schneiden, im Mixer pürieren und mit Salz abschmecken. Nach Belieben mit der Menge Kokosnuss / Mango variieren: wer es gerne sauer mag, gibt noch etwas Mango zu, wer es lieber milder möchte, gibt noch etwas Kokosraspel dazu.

Minzjoghurt

Zutaten für 4-6 Personen:

– 1 großen Becher Naturjoghurt
– ½ Gurke
– 1 EL indische Gewürzzubereitung mit Minze (Annu verwendete „MDH Chutney Podina Masala“ mit Salz, Minze, getrocknete Mangos, Granatapfelsamen, Chilli, Koriander, schwarzer Pfeffer, Melone, Kümmel, Muskatnuss)
– Zitronensaft

Zubereitung:

Gurke schälen und in kleine Würfel schneiden. Joghurt mit Gurkenwürfelchen und Podina Masala vermengen. Mit Zitronensaft und evtl. noch etwas Salz abschmecken.

Prawn Masala

Zutaten für 4-6 Personen:

– 1 Stück Ingwer
– 4 Knoblauchzehen
– ½ TL Kreuzkümmel
– Öl
– 250 g Garnelen (geschält, entdarmt)
– 2-3 Zwiebeln
– 2 grüne Chilis
– 2 Tomaten
– 2 TL Chilipulver
– 1 TL gemahlener Koriander
– 1 TL Kurkuma
– 1 Bund frischer Koriander
– Tamarindenpaste
– Salz

Zubereitung:

Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken oder reiben. Mit dem Kreuzkümmel und etwas Wasser zu einer Paste vermengen.

Zwiebeln schälen und fein hacken. Chilis mitsamt den Kernen in Scheiben schneiden. Tomaten putzen und in Würfel schneiden. Garnelen unter fließend kaltem Wasser gründlich waschen und trocken tupfen.

Öl in einer Pfanne erhitzen, Chilis und Zwiebeln zugeben und braten, bis die Zwiebeln leicht gebräunt sind. Ingwer-Knoblauch-Paste zugeben und kurz mitbraten. Tomaten zugeben und das Ganze ein paar Minuten bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis die Tomaten weich sind. Garnelen zugeben und alles gut miteinander verrühren. Geschlossen bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis die Garnelen gar sind. Mit Salz und Tamarindenpaste abschmecken und mit frisch gehacktem Koriander bestreuen.

Spinatsuppe

Nachdem die Schnürschuhs von einem kürzlichen Event doch Recht in Anspruch genommen waren, ist nun endlich wieder Zeit zum Kochen & Bloggen. Wir bekamen zu besagtem Event das Kochbuch Meine Küche der Gewürze von Alfons Schuhbeck geschenkt. Daraus habe ich mir gleich ein Rezept ausgesucht: Spinatsuppe – schön grün – und lecker!

Für 4 Personen:

– 300 g junger Spinat
– Salz
– 1 Zwiebel
– 1 kleine festkochende Kartoffel
– ½ Stängel Zitronengras
– 30 g kalte Butter
– 800 mL Hühnerbrühe (S: Gemüsebrühe)
– 2 EL Kokos-Chips
– 1 Knoblauchzehe
– 100 g Sahne
– 100 mL Kokosmilch
– 1 Streifen unbehandelte Zitronenschale
– mildes Chilipulver
– Muskatnuss

Zubereitung:

Spinat verlesen, waschen und trocken schleudern. Grobe Stiele entfernen. 1 Handvoll Spinatblätter beiseite legen. Den Rest in kochendem Salzwasser 1 Min. blanchieren, eiskalt abschrecken und abtropfen lassen. Anschließend nochmals zwischen den Händen ordentlich ausdrücken. Ebenfalls beiseite stellen.

Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Kartoffel schälen und ebenfalls in kleine Würfelchen schneiden. 1 EL Butter in einem Topf erhitzen und Zwiebel- und Kartoffelwürfel darin anschwitzen. Mit der Brühe auffüllen und das Zitronengras zugeben. Deckel drauf setzen und ca. 25 Min. bei niedriger Temperatur ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Kokos-Chips in einer Pfanne ohne Fett hell rösten und die Knoblauchzehe schälen und in feine Scheiben schneiden.

Sobald die Kartoffeln weich sind, das Zitronengras aus der Suppe fischen, Kokosmilch und Sahne zugeben und die Suppe fein pürieren. Zitronenschale hinzufügen, ein paar Minuten ziehen lassen, dann wieder herausnehmen.

Schließlich die Suppe nochmal schön heiß werden lassen und mit der restlichen kalten Butter, dem blanchierten Spinat und den Knoblauchscheiben schaumig aufmixen. Mit Salz, einer Prise Chili und etwas frisch geriebener Muskatnuss abschmecken und die beiseite gelegten Spinatblätter unterrühren. In tiefe Tellern füllen, mit den Kokos-Chips bestreuen und servieren.

Paprika-Tomaten-Suppe

Endlich mal wieder ein Blogeintrag! Eine herrlich, erfrischende, sehr leckere Paprika-Tomaten-Suppe, mal ganz anders zubereitet!

Zutaten für 2 Personen:

Suppe
– 3 gleichfarbige Paprika
– 75 mL Olivenöl
– 3 Knoblauchzehen
– 1 sehr scharfe Chilischote
– frischer Koriander
– 1 kleiner Fenchel
– 1 Zwiebel
– 1.2 kg reife Tomaten
– Salz

Salat
– bisserl von dem Gemüse (Gurke, rote und gelbe Paprika, Cocktailtomaten)
– bisserl von den frischen Kräutern, kleine Blätter (Basilikum, Koriander, Minze)
– Salz, Pfeffer
– Olivenöl
(Eine Mengenangabe bei einer so kleinen Menge ist schwer, deshalb habe ich es offen gelassen. Alles in allem soll es soviel sein, dass es als Suppeneinlage für 2 Teller Suppe reicht)

Zubereitung:

Knoblauch schälen und andrücken. Chilischote halbieren und entkernen. Zwiebel schälen und hacken. Paprikaschoten vom Kerngehäuse befreien. Paprika, Tomaten und Fenchel grob würfeln. Koriander hacken.

Backofen auf 190 °C vorheizen.

Olivenöl in einem (backofensicheren) Topf erhitzen. Knoblauch, Chili und Koriander zugeben und ca. 5 Min. anbraten, bis der Knoblauch Farbe annimmt. Zwiebel und Fenchel zugeben und weitere 10 Min. braten. Herd ausschalten. Paprika und Tomaten zugeben, salzen, umrühren und den Topf (ohne Deckel) in den Backofen stellen. 30-40 Min. im Backofen schmoren lassen, dabei ca. alle 10 Min. umrühren.

In der Zwischenzeit den Salat vorbereiten. Dafür die Gurke schälen, halbieren, Kerne entfernen und in schöne Stücke schneiden. Paprika säubern und in Stückchen der selben Größe schneiden. Tomaten halbieren. Das Gemüse mit den frischen Kräutern in eine Schüssel geben und mit Salz und Pfeffer würzen.

Suppe aus dem Backofen nehmen, abkühlen lassen und zuerst mit dem Stabmixer pürieren und anschließend durch ein Sieb passieren. Eventuell noch mit Salz abschmecken.

Die Suppe, ganz nach Belieben, kalt oder im Kühlschrank gut durchgekühlt eiskalt genießen. Vor dem Servieren den Salat behutsam oben drauf geben und mit Olivenöl beträufeln.

Quelle: Keep it Seasonal von Annie Wayte