Wickelklöße mit Spinat und Haselnuss-Bröselbutter

SPAM über SPAM… Die Kochkrimi-Datenbank wurde nun schon zum zweiten Mal damit überflutet und mir deshalb mein Blog deaktiviert! Nun habe ich einen weiteren Filter eingebaut und hoffe auf Besserung.

Als Entschuldigung gibt es ein leckeres Rezept aus dem herrlichen Kochbuch Deutschland Vegetarisch von Stevan Paul und Katharina Seiser. Gleichzeitig auch eine Premiere – denn dies waren meine ersten „Klöße“ überhaupt! Normalerweise gibt’s ja bei uns nur Knödel (Semmelknödel, Kartoffelknödel, Serviettenknödel, …).

Die Zubereitung ist schön einfach – in den vielen Wartezeiten kann man gemächlich alles vorbereiten, einen Salat dazu machen, den Tisch decken und sogar noch zwischendurch a bisserl saubermachen.

Was ich nicht ganz verstehe ist, wieso man den in Frischhaltefolie und Alufolie gewickelten Kloß in siedendes „Salz“wasser geben soll? Wie soll das Salz da noch an den Knödel, äh Kloß, kommen? Vielleicht ist es auch nur ein Schreibfehler. Mit oder ohne Salzwasser, geschmeckt hat’s auf jeden Fall fantastisch!

Zutaten für 4 Personen:

Klöße
– 1 kg große, mehlig kochende Kartoffeln
– 100 g Mehl
– 50 g Weizengrieß
– 20 g Speisestärke
– 1 Eigelb
– Salz
– Grieß

Füllung
– 500 g Blattspinat
– 1 Zwiebel
– 1 Knoblauchzehe
– 2 EL Sonnenblumenöl (S: Rapsöl)
– Salz
– weißer Pfeffer aus der Mühle

Haselnuss-Bröselbutter
– 2 EL Sonnenblumenöl (S: Rapsöl)
– 4 EL Haselnussblättchen (S: nirgends zu kaufen gefunden, selbst versucht herzustellen)
– 100 g Butter
– 4 Zweige Petersilie
– Salz
– 4 EL Sonnenblumenöl (S: Rapsöl)

Zubereitung:

Zunächst die Kartoffeln in Salzwasser weich kochen (35-45 Min.).

In der Zwischenzeit den Spinat in lauwarmem Wasser waschen und trocken schleudern. Zwiebel und Knoblauch schälen, fein würfeln. Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin glasig braten. Spinat zugeben und zusammenfallen lassen. Pfanne vom Herd ziehen. Spinat mit Salz und Pfeffer abschmecken und im Sieb abtropfen lassen. Abkühlen.

Die fertig gekochten Kartoffeln abgießen, etwas ausdämpfen lassen, schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Komplett auskühlen lassen. Mehl, Grieß und Speisestärke miteinander vermengen und zusammen mit dem Eigelb und wenig Salz zu der Kartoffelmasse geben. Zügig zu einem glatten Teig verarbeiten und diesen auf bemehlter oder mit Grieß ausgestreuter Arbeitsfläche zu einem Rechteck von 35 x 25 cm ausrollen.

Ein großes Stück Alufolie ausbreiten. Darauf ein ebenso großes Stück Frischhaltefolie legen und dieses mit Grieß bestreuen. Den Teig darauf legen und mit dem Spinat bestreichen. Dabei rundherum einen Rand lassen. Vorsichtig von der Längsseite her aufrollen. Zuerst in die Frischhaltefolie, dann in die Alufolie wickeln. Wie ein Bonbon verschließen.

Einen Bräter mit Salzwasser aufsetzen, zum Kochen bringen. Die Kartoffelrolle einlegen und darin zugedeckt ca. 25 Min. garen lassen. Vorsichtig herausnehmen und abkühlen lassen.

Für die Haselnuss-Bröselbutter die Semmelbrösel und Haselnussblättchen in einer beschichteten Pfanne goldbraun rösten. Butter zugeben, aufschäumen lassen, salzen und vom Herd ziehen. Petersilie hacken und unterrühren. Warm stellen.

Zuletzt noch den Wickelkloß auspacken und in 3-4 cm dicke Scheiben schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Kloß-Scheiben darin 3-4 Min. von jeder Seite braten, bis sie schön goldbraun sind.

Dann darf angerichtet werden. Dafür die gerösteten, gewickelten Kartoffel-Spinat-Scheiben auf einem vorgewärmten Teller anrichten und mit der Haselnuss-Bröselbutter servieren. Dazu passt Salat!

Wickelklösse mit Spinat und Haselnuss-Bröselbutter

Sablés Infiniment Chocolat

Ich verfolge viele Kochblogs, viele viele, richtig viele. Jetzt nach unserem Urlaub auf Kreta dauerte es schon eine Weile, um wieder up to date zu sein. War aber bei dem Wetter ja eh kein Problem… Natürlich habe ich so meine Lieblingsblogs. Einer davon ist grain de sel von Micha. Viele ihrer Rezepte sind genau nach meinem Geschmack und ich habe Lust sie nach zu kochen. Die Mischung aus Süßem und Deftigem ist genau richtig und die Zutaten, kaum Fleisch, viel Gemüse und Kräuter, gefallen mir sehr. Auch diesmal habe ich ein Rezept bei Ihr gefunden, welches ich unbedingt nachbacken wollte – wie so viele andere das auch auch schon getan haben, denn es handelt sich um ein sogenanntes Blogbuster-Rezept! Original ist es von dem Pariser Pâtissier Pierre Hermé. Das die Schokosablés der Hammer sein werden war keine Frage! Lecker!

Zutaten: 

– 175 g Mehl
– 30 g Kakao
– 5 g Natron
– 150 g weiche Butter
– 120 g Rohrzucker
– 50 g Puderzucker
– 5 g Fleur de sel
– Mark einer Vanilleschote
– 150 g Zartbitter-Schokolade (70%)

Zubereitung:

Schokolade hacken. Mehl, Kakao und Natron vermischen und sieben. Die sehr weiche Butter mit dem Rohrzucker, Puderzucker, Salz und dem Vanillemark gut vermischen. Die Mehl-Kakaomischung dazugeben und alles vermengen – die gehackte Schokolade zuletzt unterkneten.

Nur so viel wie nötig kneten. Darauf achten, dass sich beim Rollen keine Luft einschließt. Aus dem Teig zwei 4 cm dicke Rollen formen (der Teig ist etwas bröselig, es hilft, die Rollen in Klarsichtfolie zu formen). 2-3 Stunden in den Kühlschrank stellen. Ein paar Minuten warten, bis der Teig sich ohne zu brechen schneiden lässt. Dann 1 cm dicke Scheiben schneiden und mit gutem Abstand auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech verteilen.

Bei 170 °C Umluft nicht mehr als 11-12 Minuten backen, sie dürfen nicht austrocknen. Komplett abkühlen lassen und in einer Blechdose aufbewahren.