Müsliriegel

Eigentlich wollte ich gestern Granola machen. Dann aber bin ich auf die Müsliriegel aus meiner neuen Errungenschaft, dem Buch Geschenkideen aus der Küche von Nicole Stich, aufmerksam geworden und habe mir diese in den Kopf gesetzt. Da ich nicht genau die gleichen Zutaten da hatte, musste ich ein wenig improvisieren, aber der Zutatenauswahl sind hier sowieso keine Grenzen gesetzt – man darf kreativ sein.

Die Zubereitung ist super einfach, es geht ganz fix und heraus kommen klasse Müsliriegel! Da hatte ich heute gleich ein Mitbringsel für Andrea & Roberto, bei denen wir zum guatemaltekischen Frühstück eingeladen waren. Auf das Urteil bin ich gespannt!

Zutaten:

– 100 g Mandelblättchen (S: verschiedene Nüsse, klein geschnitten)
– 50 g Kokosraspel (S: Kokoschips)
– 75 g kernige Haferflocken
– 50 g Butter
– 50 g dunkelbrauner Roh-Rohrzucker
– 50 g heller Sirup (S: Ahornsirup + Birno + Honig)
– 1 EL Honig
– 1 TL Vanilleextrakt (S: Vanillepulver)
– 50 g Trockenfrüchte (S: Cranberries)
– 1 Prise Meersalz (S: Vanillesalz)
– 50 g Rice Krispies (S: Reiswaffeln, im Gefrierbeutel zerkleinert)

Zubereitung:

Backofen auf 175 °C vorheizen.

Nüsse, Kokosraspel (oder Kokoschips) und Haferflocken auf einem mit Backpapier belegten Backblech ausbreiten und im Backofen ca. 10 Min. leicht Farbe annehmen lassen, dabei immer wieder durchmengen. Achtung, die Kokosraspel bzw. Kokoschips werden sehr schnell braun. Ich habe daher nach ca. 5 Min. auf 150 °C zurückgeschalten. Aus dem Backofen nehmen, in eine große Schüssel geben und abkühlen lassen.

Trockenfrüchte klein schneiden und mit den Rice Krispies (oder zerkleinerten Reiswaffeln) und einer Prise Salz zu der Haferflocken-Nuss-Kokos-Mischung geben.

Butter, Zucker, Sirup, Honig und Vanille in einen Topf geben und aufkochen lassen. So lange rühren, bis sich der Zucker gelöst hat und ein schöner Sirup entstanden ist. Vom Herd ziehen.

Den Sirup zum Rest in die Schüssel geben und alles sehr gut vermengen. Das geht am besten mit den Händen. In eine, mit Backpapier ausgekleidete (das Backpapier soll ein bisschen überstehen), Form der Größe 22 x 30 cm (notfalls in eine 28 cm Springform) geben und richtig fest anpressen (mit dem Handrücken oder etwas Schwerem), so dass alles gut zusammenhält und eine glatte Oberfläche entsteht. Für ca. 20 Min. in den Kühlschrank stellen.

Sobald die Masse schön fest geworden ist, mit Hilfe des Backpapiers aus der Form heben und mit dem Sägemesser in Riegel schneiden.

In einer Dose, an einem kühlen Ort, luftdicht verschlossen, aufbewahren.

Quelle: Geschenkideen aus der Küche von Nicole Stich.

Lahmacun (Ottolenghi Style)

Lahmacun steht schon lange auf meiner Nachkochliste. Irgendwie wollt ich es jedoch ein bisschen aufpeppen. Da googelte ich einfach mal Lahmacun + Ottolenghi und siehe da – schon hab ich ein herrliches Rezept. Ich frage mich, wie lange es wohl noch dauern wird, bis ich mir ein Kochbuch von Ottolenghi hole…

Das Ganze hat auf jeden Fall hervorragend geschmeckt!

Der Teig ist ganz anders als ein Pizza-Hefeteig – mit Ei, Milch und Öl. In dem Video sagt Ottolenghi dies sei so „seine Version“. Hat gut geschmeckt und ließ sich einwandfrei verarbeiten. Man kann aber auch ganz normalen Hefeteig machen.

Ein bisserl kompliziert war die Zutatenliste. Ich musste an einigen Stellen improvisieren! Macht aber doch irgendwie Spaß 😉
1- Milchpulver: So was habe ich nicht. Daher habe ich normale Milch verwendet und die Rezeptur entsprechend angepasst.
2 – „fast-action dried yeast“: Was ist das? Hefe mit Backhilfsmitteln? Neeee. Also einfach 10 g Frischhefe, entsprechend der Mehlmenge, genommen…
3 – Granatapfelsirup: auch nicht im Hause! Ebenfalls fruchtig und süß: Birno (siehe hier)!
4 – Sumach: ein rotes Gewürz, sorgt für die nötige Säure in vielen orientalischen Gerichten. Habe ich leider auch nicht und durch Essig ersetzt. Das muss ich jetzt unbedingt mal besorgen!

In den Salat habe ich noch Radieschensprossen und Granatapfelkerne gemogelt. Der war richtig köstlich – in der Zwischenzeit gab es ihn schon zum zweiten Mal.

Zutaten für 6 kleine Lahmacun:

Teig
– 125 g Mehl
– 1 TL Salz
– 10 g frische Hefe
– 1 TL Zucker
– 30 mL neutrales Öl
– 1 kleines Ei
– 25 mL Wasser, lauwarm
– 25 mL Milch, zimmerwarm
– Olivenöl

Belag
– 250 g Rinderhack
– 1 Zwiebel
– 1 TL Salz
– ½-1 TL Zimt
– ½-1 TL Piment
– ½-1 TL Chili
– 1 Bund frische Petersilie
– 1-2 TL Granatapfelsirup (S: Birno)
– 1 EL Sumach (S: Essig)
– 2 EL Tahini (Sesammus)
– 25 g Pinienkerne
– 2 EL Zitronensaft

Salat
– ½ Gurke
– 1 Handvoll Cocktailtomaten
– 5 Radieschen
– 1 kleine rote Zwiebel
– 1 Handvoll frische Petersilie
– 1 Handvoll Radieschensprossen
– 1 kleiner Granatapfel
– Zitronensaft
– Olivenöl
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Teig
Hefe und Zucker im lauwarmen Wasser auflösen. Mehl und Salz in eine große Schüssel geben und vermengen. In die Mitte eine Mulde machen und Öl, Ei, Milch und Hefe-Wasser hinzugeben und alles gut mit einer Küchenmaschine verquirlen. Eventuell noch etwas Mehl hinzufügen. Es sollte ein glatter, elastischer Teig entstehen. Teig zu einer Kugel formen, mit wenig Olivenöl einreiben und gut verschlossen an einem warmen Ort ca. 1 Std. gehen lassen, bis sich das Volumen ungefähr verdoppelt hat.

Belag
Zwiebel schälen und fein hacken. Chili putzen und in feine Streifen schneiden. Petersilie grob hacken. Hackfleisch, Zwiebeln, Gewürze, Chili, Petersilie, Granatapfelsirup und Sumach in eine Schüssel geben, gut miteinander vermengen und bis zur Weiterverwendung abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

Ofen auf 210 °C vorheizen. Mehrere Lagen Backpapier (ca. 20×20 cm) vorbereiten.

Teig aufteilen (je ca. 40 g) und Kugeln formen. Die Teigkugeln auf einer Arbeitsfläche rund ausrollen – ca. 2 mm dick und mit einem Durchmesser von ungefähr 15 cm. Auf beiden Seiten dünn mit Olivenöl einpinseln und zwischen zwei zurechtgeschnittenen Backpapierlagen legen. Turm bauen, abdecken und weitere 15 Min. gehen lassen.

Für den Salat zunächst die Gurke schälen und in ca. 1 cm große Stücke schneiden. Cocktailtomaten halbieren oder vierteln. Zwiebel schälen und in feine Scheiben schneiden. Radieschen ebenfalls in feine Scheiben schneiden. Radieschensprossen gut waschen und abtropfen lassen. Granatapfelkerne heraus lösen. Petersilie grob hacken. Alle Zutaten in eine Schüssel geben, mit Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer nach Belieben abschmecken.

Schließlich die Fladen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen, dünn mit Tahini bestreichen, Belag darauf geben, gut verteilen und leicht andrücken. Mit Pinienkernen bestreuen und in den Backofen schieben. 12 bis 15 Min. backen, bis der Boden goldbraun ist.

Lahmacun aus dem Backofen holen, etwas Salat oben drauf setzten und mit Zitronensaft beträufeln.

Nachgebacken: Kahrins Lahme Schnecken

Kathrin von Photisserie hat wieder gebloggt! Und was für ein tolles Gebäck – lahme Schnecken. Da konnte ich nicht an mir halten, sie wurden sofort nachgebacken! Ich war neugierig auf Hefeteig mit Kartoffeln und auf diese Sirup-Zimt-Füllung. Das Rezept habe ich nur ganz leicht abgeändert, da ich ein paar Zutaten nicht bekommen habe und da mir die Zimt- und Zuckermenge ein wenig zu hoch erschien.

Statt Zuckerrübensirup habe ich Seetaler Hochstamm Birno (Birnensaftkonzentrat aus Mostbirnen von Seetaler Hochstammbäumen) verwendet. Ein Produkt aus der Schweiz, was wirklich sehr gut gepasst hat. Dieser Birno lachte mich ja schon lange aus den Supermarktregalen der Schweiz an, endlich hatte ich einen Grund ihn mir zu holen ;-). Statt Muscovado-Zucker habe ich Jacutinga Vollrohrzucker verwendet. Da im Rezept nicht stand, was man mit diesem machen soll, habe ich ihn einfach auf die Füllung gestreut, so wie ich es von Katharinas Zimtschnecken kenne. Gepackt habe ich die Schnecken in eine Springform, da es meine einzige runde, tiefe Backform ist. Das hat perfekt gepasst. Und weil Hefeteig nur frisch schmeckt, habe ich die Schnecken, die wir nicht sofort verschlungen haben, aufgeteilt und eingefroren.

Kathrins lahme Schnecken waren der absolute Hammer! Die Zubereitung war einfach, sie sind sehr gut gelungen, haben wunderhübsch ausgesehen und hervorragend geschmeckt. Ich habe keine Ahnung, warum man Kartoffeln in den Teig packt, das Resultat war auf jeden Fall super fluffig und köstlich.

  

Zutaten:

Hefeteig
– 300 g gekochte, zerstampfe Kartoffeln
– 75 g weiche Butter
– 1 Ei (zimmerwarm)
– 200 mL Buttermilch (zimmerwarm)
– 600 g Mehl (Typ 405)
– 1 Päckchen Trockenhefe
– 50 g Zucker
– 5 g Salz

Füllung
– 85 g bzw. 2 EL Zuckerrübensirup (S: 2-3 EL Birno)
– 3 TL Zimt (S: 2 TL Zimt)
– 50 g Butter
– 100 g Muscovado-Zucker (S: 75 g Jacutinga-Vollrohrzucker)

Crème
– 175 g Frischkäse
– 50 g Zucker (S: Puderzucker)

Zubereitung:

Zerstampfe Kartoffeln mit weicher Butter, Ei und Buttermilch verrühren. Mehl, Hefe, Zucker und Salz in einer Schüssel vermischen und zur Kartoffelmasse geben. Alles gut miteinander verkneten. Eine Kugel formen und den Hefeteig zugedeckt an einem warmen Ort ca. 2 Std. gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Zuckerrübensirup mit Zimt und Butter in einem Topf erwärmen, bis alles gut miteinander vermengt ist. Abkühlen lassen.

Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen, den Rand mit Öl einpinseln. Backofen auf 180 °C vorheizen.

Den Teig nach dem Gehen nochmal kurz durchkneten und auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche zu einem Rechteck mit ca. 50×30 cm auswoakeln. Mit der Füllung besteichen und mit dem braunen Zucker bestreuen (falls die Füllung zu zäh geworden ist, einfach nochmal kurz erwärmen). Nun die Längsseite von unten nach oben vorsichtig aufrollen und ca. 5 cm große Schnecken von der Rolle schneiden (das geht am besten mit einem in Mehl gewendeten Sägemesser). Die Schnecken, eine nach der anderen, mit dem schönen Schneckenmuster nach oben in die Springform setzen. Bei mir wurden es 17 nicht ganz gleich große Schnecken ;-). Diese nochmals 30 Min. abgedeckt gehen lassen.

Anschließend die Springform in den Backofen schieben und die Schnecken ca. 30 Min. backen. Beim Backen ein Schälchen Wasser mit in den Backofen stellen. In der Zwischenzeit den Frischkäse mit dem Zucker zu einer Crème verrühren.

Die lahmen Schnecken aus dem Backofen holen, den Rand der Springform entfernen und die Schnecken, wie im Originalrezept von Kathrin, noch lauwarm mit dem Frischkäse bestreichen. Ich habe einen Teil der Schnecken eingefroren und deshalb nur ein bisserl Frischkäsecreme zubereitet und diese dazu gereicht.