Mezze-Abend No.2

Ich habe es bestimmt schon zig mal erwähnt. Ich l i e b e Mezze. Es gibt nichts Schöneres als einen Tisch voller verschiedener Schüsselchen, wo man sich überall genüsslich etwas heraus stibitzen kann. Dabei ist alles möglich – Salat, Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte, Mus/Püree, Frittiertes, Brot, … und dies mit orientalischen Aromen, Gewürzen und Kräutern – Minze, Petersilie, Koriander, Kreuzkümmel, Piment, Zimt, Zitrone, Granatapfel, … Einfach fantastisch!

Vor kurzem besuchten uns Herr Schnürschuhs Bruder und dessen Freundin. Die Gelegenheit für mich! Ich nahm mir einen Tag frei und schnippelte, kochte, buk, brutzelte. Welch eine Freude. Ich hoffe die beiden haben die Mezzetafel genauso genossen wie wir!

Hierzu gibt es diesmal einen großen Monsterblogeintrag mit allen Rezepten des Abends. Leider hab ich für einige Gerichte keine Bilder, aber die werden nachgetragen.

Mezzeabend
–       Hummus mit Kawarma
–       Baba Ghanoush
–       Basmati- & Wildreis mit Kichererbsen, Korinthen und Kräutern
–       Orientalischer Salat
–       Marinierte Auberginen
–       Marinierte Möhren
–       Fladenbrot
–       Pistazien Crème brûlée

Mein Standardwerk für Mezze ist das Kochbuch Jerusalem von Ottolenghi. Trend hin oder her, es ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Das ganze Buch ist vollgeklebt mit „Einmerkerln“, es gibt fast kein Gericht, welches ich nicht gern ausprobieren möchte und alle bisher erprobten sind einwandfrei gelungen und haben fantastisch geschmeckt. Es folgt noch eine Liste mit bereits für lecker befunden Gerichten aus dem Buch und eine mit Gerichten, die ich gerne als Nächstes ausprobieren möchte.

Viele tolle Rezepte gibt es natürlich noch bei den Bloggerkollegen im Netz. Zudem besitze ich noch das Kochbuch Veggiestan von Sally Butcher, woraus ich auch schon leckere orientalische Köstlichkeiten gekocht habe (z.B. hier).

Wichtig, für eine tolle Mezzetafel, ist viel, viel Zeit. Für eine Handvoll Schüsselchen braucht man schon mal einen ganzen Tag. Doch es lohnt sich!

Leckere Rezepte aus Jerusalem:
– Na’amas Fattoush
– Würzige Kichererbsen mit buntem Salat
– Salat von geröstetem Blumenkohl mit Haselnüssen (Blogbuster)
– Tabbouleh
– Sabih
– Mejadra
– Couscous mit Tomate & Zwiebel
– Fisch-Kebabs mit Auberginenpüree

Todo Rezepte aus Jerusalem:
– Butternusskürbis mit Tahini- Sauce & Zatar
– Bohnen-Paprika-Salat
– Kohlrabisalat
– Auberginen mit Chermoula, Bulgur & Joghurt
– A’ja (Brotfrikadellen)
– Würziger Möhrensalat
– Falafel
– Auberginensuppe mit Mograbieh (woher krieg ich nur diese großen Couscouskügelchen… )
– Fleischbällchen (muss noch eine Quelle für gutes Lammhackfleisch auftun…)
– Fischfrikadellen in Tomatensoße
– Sfiha oder Lahm Bi’ajeen
– …


Hummus

Es hat ein paar Anläufe gedauert, bis der Hummus so wurde, wie wir es uns vorgestellt haben. Doch dank der Tipps unseres libanesischen Kollegens Mohamad sowie guter Zutaten klappt es inzwischen einwandfrei. Die Zubereitung ist zwar ein bisserl (!) aufwändig, aber es lohnt sich! Das Zeug schmeckt so so so gut, einfach zum reinlegen!

Das Grundrezept lieferte uns Ottolenghi (Jerusalem). Ich modifiziere es nur leicht ab, indem weniger Knoblauch verwende und diesen vorher anbrate, da ich rohen Knoblauch nicht so gut vertrage. Außerdem benutze ich etwas weniger Tahini und meist braucht es mehr eiskaltes Wasser und Zitronensaft als angegeben – das mache ich einfach nach Gefühl, bis Konsistenz und Geschmack perfekt cremig sind.

Laut meines Kollegen darf man auf keinen Fall Kichererbsen aus der Dose nehmen und noch wichtiger ist es die Kichererbsen zu schälen. Seine Mutter benutzt dafür einfach eine flotte Lotte – schälen und pürieren gleichzeitig. Haben wir leider nicht. Das heißt ich setze mich nach dem Kochen der Kichererbsen mit der großen Schüssel an den Esszimmertisch und häute jede Kichererbse einzeln – eine Heidenarbeit! Wichtig dabei: die Kichererbsen nicht zu lange kochen, dann sind sie total zermatscht und das Häuten ein Drama! Ob ich mir vielleicht doch eines Tage so eine flotte Lotte zulegen soll? Eigentlich hab ich ja Kücheninstrumentekaufverbot… Doch bevor ich mir so etwas zulege, muss ich sowieso erst mal testen, ob das hinhaut.

Für das eiskalte Wasser nehme ich ein Glas Wasser und friere es ein, bevor ich beginne die Kichererbsen zu kochen. So ist es wunderbar, wenn ich beim Pürierschritt angelangt bin.

Gute Kichererbsen und das beste Tahini bekomme ich von Rapunzel.

Zutaten für 6 Personen:

– 250 g Kichererbsen, getrocknet
– 1 TL Backnatron
– 270 g helles Tahini (S: weniger)
– 4 EL Zitronensaft
– 4 Knoblauchzehen (S: 1 Zehe)
– 1½ TL Salz
– 100 mL eiskaltes Wasser (S: nach Bedarf, meistens mehr)
– Öl

Zubereitung:

Die Kichererbsen am Tag zuvor mit reichlich Wasser (doppelte Menge) bedecken und über Nacht einweichen. Am nächsten Tag abgießen, abtropfen lassen und mit dem Natron in einen Topf geben. Bei starker Hitze ca. 3 Min. unter Rühren erhitzen. Mit 1.5 L Wasser auffüllen, zum Kochen bringen und abschäumen. Weich (so dass man sie einfach zwischen den Fingern zerdrücken kann), aber nicht zu weich (Matsch) kochen – das dauert je nach Sorte/Alter zwischen 20 und 40 Min.

In der Zwischenzeit den Knoblauch schälen, fein schneiden und in etwas Öl sanft anbraten.

Kichererbsen abgießen und häuten. Anschließend zusammen mit Tahini, Knoblauch, Zitronensaft, Salz und dem eiskalten Wasser pürieren, bis eine glatte, cremige Paste entstanden ist. Abschmecken, abdecken und mind. 30 Min. ruhen lassen. Vor dem Servieren mit etwas Olivenöl beträufeln.

Hummus


Kawarma

Meine Liebe zu Lamm hält sich in Grenzen. Denn habe ich kein ordentliches Stück Fleisch, kann ich es einfach nicht essen. Soll es doch nicht „bockeln“! In Luzern kaufe ich Lammfleisch nur noch bei Holzenfleisch. Ein Stand von Holzenfleisch findet sich jeden Samstag auf dem Luzerner Markt. Für Spezialwünsche (z.B. Schweinebraten) kann man auch vorbestellen.

Kawarma muss ordentlich lange mariniert werden und wird dann nach dem Anbraten auf Hummus serviert. Es begleitet uns fast immer, meist als einziges Fleischgericht, wenn wir Mezze machen.

Zutaten für 6 Personen:

Fleisch
– 300 g Lammnacken (S: mageres Stück vom Lamm)
– 1 EL Butter oder Ghee
– 1 TL Olivenöl

Marinade
– ¼ TL gemahlener schwarzer Pfeffer
– ¼ TL gemahlener weißer Pfeffer
– 1 TL gemahlener Piment
– ½ TL Zimt
– 1 kräftige Prise frisch geriebene Muskatnuss
– 1 TL getrockenete Za’atar- oder Oreganoblätter, zerrieben (S: Oregano)
– 1 EL Weißweinessig
– 1 EL gehackte Minze
– 1 EL gehackte Petersilie
– 1 TL Salz

Zubereitung:

Lammfleisch in kleine Stücke schneiden. Alle Zutaten für die Marinade und das Fleisch in eine Schüssel geben, gut vermengen und zugedeckt im Kühlschrank mind. 30 Min. durchziehen lassen (S: länger oder über Nacht).

Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Butter oder Ghee und Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze heiß werden lassen. Das Fleisch portionsweise 2 Min. braten. Es sollte in der Mitte noch leicht rosa sein. Auf Hummus servieren.

Hummus mit Kawarma


Orientalischer Salat

Den Salat mache ich, je nach Zutaten die ich gerade parat habe. Nicht fehlen dürfen jedoch frische Kräuter, wie Minze, Koriander und Petersilie! Perfekt ist er mit Granatapfelkernen.

Zutaten für 4 Personen:

– 1 Nostrano Gurke
– 1 Paprika
– eine gute Handvoll Cocktail- oder Datteltomaten
– eine Handvoll Radieserl
– 1 rote Zwiebel
– 1 kleine Chili
– ½ Granatapfel
– 1 EL gehackte Minze
– 1 EL gehacktes Korinadergrün
– 1 EL gehackte Petersilie
– Salz, Pfeffer
– Olivenöl
– Zitronen- oder Limettensaft
– 1 Prise Zucker

Zubereitung:

Gemüse putzen. Gurke, Paprika und Zwiebel in mittelgroße Würfel schneiden. Tomaten halbieren oder vierteln. Radieserl halbieren und in Scheiben schneiden. Chili fein hacken. Granatapfelkerne auslösen. Alles zusammen mit den frisch gehackten Kräutern in eine Schüssel geben und mit etwas Zitronen- oder Limettensaft, Salz, Pfeffer, Zucker und Olivenöl abschmecken.


Baba Ghanoush

Der Auberginendip ist auch so etwas Köstliches! Hmmmm! Leider, leider habe ich nicht die Möglichkeit die Auberginen zu grillen. So bekämen sie noch ein schönes Raucharoma. Aber bald, bald werden wir einen Balkon haben und dann werde ich Auberginen grillen was das Zeug hält!

Das Rezept ist ebenfalls aus Ottolenghis Jerusalem. Allerdings habe ich noch etwas Tahini reingemogelt. Es scheiden sich ja die Geister, ob das Sesammus da nun reingehört oder nicht. Ich mag es jedoch, wird das Baba Ghanoush dadurch noch cremiger. Laut Mohamad kommt auch Tahini rein.

Zutaten für 4 Personen:

– 4 große Auberginen
– 2 Knoblauchzehen, zerdrückt (S: 1 Zehe)
– abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
– 2 EL Zitronensaft
– 5 EL Olivenöl
– 2 EL hackte Petersilie
– 2 EL Minze
– ½ Granatapfel
– 1-2 EL Tahini
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Auberginen von allen Seiten mit einem Messer einstechen. Auf das Backblech legen und unter dem Backofengrill mind. 1 Stunde brutzeln lassen, bis sie aufplatzen und zerfallen. Dabei alle 20 Min. wenden. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit den Knoblauch schälen, fein schneiden und in etwas Öl sanft anbraten. Beiseite stellen.

Auberginen aufschneiden und mit Hilfe eines Löffels das Fruchtfleisch herausschaben. In einen Sieb geben und mind. 1 Stunde abtropfen lassen. Anschließend in eine große Schüssel geben und mit Knoblauch, Zitronensaft, -schale (ein wenig für die Garnitur aufheben), Tahini und Olivenöl vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mind. 1 Stunde bei Zimmertemperatur durchziehen lassen.

Kurz vor dem Servieren die frisch gehackten Kräuter unterziehen, nochmals abschmecken und mit etwas Zitronenschale und den Granatapfelkernen garnieren.


Basmati- & Wildreis mit Kichererbsen, Korinthen und Kräutern

Den Reis gab es auch schön öfter im Hause Schnürschuh. Meist als Einzelgericht mit Salat. Eine schöne Kombination, vor allem mit den Röstzwiebeln! Ebenfalls aus Ottolenghis Jerusalem.

Zutaten für 6 Personen:

– 50 g Wildreis
– 2½ EL Olivenöl
– 220 g Basmatireis
– 330 mL kochendes Wasser
– 2 TL Kreuzkümmelsamen
– 1½ TL Currypulver
– 240 g gegarte Kichererbsen (S: geschält)
– 180 mL SonnenbluDimenöl (S: Rapsöl)
– 1 mittelgroße Zwiebel
– ½ TL Mehl
– 100 g Korinthen (S: Rosinen)
– 2 EL gehackte Petersilie
– 1 EL gehacktes Koriandergrün
– 1 EL gehackter Dill
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Wildreis in einem kleinen Topf mit reichlich Wasser bedecken, zum Kochen bringen und etwa 40 Min. köcheln lassen, bis die Körner gar, aber noch bissfest sind. Abgießen und zur Seite stellen.

1 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen. Den Basmatireis mit ¼ TL Salz unter Rühren darin anschwitzen. Das kochende Wasser angießen und den Reis zugedeckt ca. 15 Min. bei sehr geringer Hitze garen. Topf vom Herd ziehen, Deckel abnehmen, den Topf mit einem Geschirrtuch abdecken und den Deckel wieder auflegen. 10 Min. ruhen lassen.

Restliches Öl in einem kleinen Topf erhitzen. Kreuzkümmel sowie Currypulver einige Sekunden darin anschwitzen und sofort die Kichererbsen mit ¼ TL Salz hinzufügen. 1-2 Min. unter Rühren erwärmen, dann in eine große Schüssel füllen.

Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Den Topf mit Küchenpapier ausreiben, Sonnenblumenöl (S: Rapsöl) hineinfüllen und bei starker Hitze heiß werden lassen. Das Öl ist richtig temperiert, wenn an einem eingetauchten Zahnstocher Bläschen hochsteigen. Die Zwiebelringe in Mehl wenden, bis sie damit überzogen sind und portionsweise im heißen Öl 2-3 Min. goldbraun frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Salz bestreuen.

Den Reis mit den Kichererbsen, Korinthen (S: Rosinen), Kräutern und Zwiebelringen mischen, noch einmal abschmecken und warm oder bei Zimmertemperatur servieren.


Marinierte Auberginen

Neben Hummus gehört dieses Gericht zu meinen absoluten Favoriten. Aus den „einfachen“ Auberginen wird etwas richtig leckeres. Wichtig dabei ist es, die Marinade rechtzeitig vorzubereiten, so dass die Auberginen, direkt aus dem Ofen kommend, damit vermengt werden können. Gut durchgezogen dann ein Genuss! Gefunden habe ich das Rezept bei delicious days. Nicky hat es, weil das ja klar ist, etwas adaptiert von Ottolenghi (The Cookbook).

Zutaten für 4 Personen:

Auberginen
– 2-3 Auberginen
– Olivenöl
– Meersalz
– frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Marinade
– 5 EL Olivenöl
– 5 EL Zitronensaft
– 1 kleiner Chili
– 3-4 EL Kräuter (S: Minze, Koriander, Petersilie)
– 1-2 Knoblauchzehen
– Meersalz
– frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Enden der Auberginen abschneiden und diese quer in 2 gleich große Hälften teilen. Die Hälften der Länge nach halbieren und jedes Stück in sechs bis acht Spalten schneiden. Am Ende sollen alle Spalten ungefähr gleich groß sein.

Die Spalten mit Olivenöl einpinseln, mit der Hautseite nach unten auf das Backblech setzen und mit Salz und Pfeffer würzen. Im Backofen 20-25 Min. backen, bis die Ecken anfangen zu bräunen und die Spalten weich sind.

In der Zwischenzeit die Marinade vorbereiten. Chili putzen, Kerne bei Bedarf entfernen und fein schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken (S: vorher angebraten), Kräuter grob hacken. Alle Zutaten für die Marinade in einer Schüssel vermischen. Beiseite stellen.

Sobald die Auberginen fertig sind, aus dem Ofen holen und sogleich vorsichtig mit der Marinade vermengen. Gut durchziehen lassen, am besten über Nacht.

Marinierte Auberginen


Marinierte Möhren

Den orientalischen Möhrensalat habe ich beim Trüffelschwein gefunden. Ideal, wenn es junge Karotten gibt. Hier gilt auch – die warmen Möhren mit der Marinade vermengen und gut durchziehen lassen. Köstlich!

Zutaten für 4 Personen:

– 500 g Bundkarotten
– 1 Knoblauchzehe
– 2 EL Rotweinweinessig
– 2 EL Olivenöl
– 1 TL Harissa
– 1 TL Kreuzkümmelpulver
– ¾ TL Salz
– 1 EL schwarze Sesamsamen

Zubereitung:

Karotten putzen, Grün entfernen, anschließend längs halbieren. In Salzwasser ca. 2 Minuten blanchieren. Abgießen und abtropfen lassen. Knoblauch (S: vorher angebraten) fein hacken und mit den restlichen Zutaten vermengen. Sofort mit den Möhren mischen. Mind. 20 Minuten ziehen lassen.

Zum Servieren Karotten anrichten und mit Sesamsamen bestreuen.


Fladenbrot

Dieses Fladenbrot habe ich schon unzählige Male gemacht. Es klappt immer, geht super fix und lässt sich wunderbar einfrieren. Ich mache für Herrn Schnürschuh und mich meist das halbe Rezept, das reicht uns locker. Danke Jessica von berliner küche für dieses klasse Rezept!

Zutaten für 1 großes Laib:

– 450 g Mehl
– 300 ml Wasser (lauwarm)
– 20 g frische Hefe
– 1 TL Zucker
– 1 TL Salz
– Olivenöl
– Sesam
– Schwarzkümmel

Zubereitung:

Die Hefe mit dem Zucker im lauwarmen Wasser auflösen und anschließend mit dem Mehl und dem Salz zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig mindestens eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen (gerne auch länger). Wenn er seine Größe etwa verdoppelt hat, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, mit Mehl bestäuben und vorsichtig in Form bringen. Mit dem Finger ein paar Vertiefungen in den Teig drücken und noch einmal für 30 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 230°C vorheizen. Das Fladenbrot mit Olivenöl bepinseln und mit Schwarzkümmel sowie Sesam bestreuen. Nun für 10 bis 15 Minuten backen, bis es von außen goldbraun ist.

Fladenbrot


Pistazien Crème brûlée

Als Dessert gab es Crème brûlée mit Pistazien und Kardamom für die orientalische Note. Gefunden bei Britta von Kamafoodra, die es wiederum hier entdeckt hat.

Der Klassiker geht immer und schmeckt immer. Mir war es eine Note zu süß, nächstes Mal würde ich weniger Zucker nehmen – wie bei meiner klassischen Crème brûlée. Auch bei der Zubereitung habe ich mich an dieses Rezept gehalten.

Zutaten für 6 Personen:

– 80 g Zucker (S: künftig weniger)
– 50 g Pistazien, geschält und ungesalzen
– 4 Eigelb
– 250 ml Vollmilch
– 250 ml Sahne
– 1 Vanilleschote
– einige Tropfen Bittermandelöl (S: 1 Prise Kardamom)
– etwas Zucker zum Karamellisieren

Zubereitung:
Backofen auf 120 °C (Umluft) vorheizen. Backblech mit einem Backpapier auslegen. Die Crème Brûlée Förmchen darauf stellen. 1-1.5 L Wasser zum Kochen bringen.

Die Pistazien im Mixer fein mahlen.

Milch und Sahne in einen Topf geben. Vanilleschote auskratzen und Mark sowie Schote in die Sahne-Milch-Mischung geben. Das Ganze einmal aufkochen und mit einer Prise Kardamom verfeinern.

In der Zwischenzeit die Eigelbe in eine Schüssel geben und mit dem Zucker zu einer hellen Masse aufschlagen. Pistazien in die Masse einrühren. Die Sahne-Milch-Mischung durch einen Sieb langsam in die Eigelb-Pistazien-Masse rühren. Dabei aufpassen, dass sich keine Blasen bilden.

Die Crème in die Förmchen füllen und das Blech vorsichtig in den vorgeheizten Backofen balancieren. Soviel von dem heißen Wasser ins Blech gießen bis die Förmchen zur Hälfte im Wasser stehen. 25-30 Min. garen.

Blech aus dem Ofen nehmen, die Förmchen vorsichtig aus dem heißen Wasser nehmen und abkühlen lassen (bzw. über Nacht im Kühlschrank aufbewahren). Zum Abschluss die Crème mit braunem Zucker bestreuen und mit dem Bunsenbrenner hellbraun karamellisieren.

Couscous mit geschmorten Kichererbsen und würzigen Auberginenwürfeln

Nur schon die Zutatenliste verriet mir, dass dieses Gericht der Knaller sein wird. Sehr, sehr köstlich! Gefunden hier, was von hier kommt und ursprünglich von hier ist.

Zutaten für 2 Personen:

Auberginen
– 1 grosse Aubergine
– ½ Bund Minze
– Saft von 1 Zitrone
– 2 Knoblauchzehen
– 1 TL Koriander, gemahlen
– 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
– 1 TL Paprikapulver
– 1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
– ½ TL Cayennepfeffer
– ½ TL Harissapaste
– ½ TL Salz
– 2 EL Olivenöl

Kichererbsen
– 1 Zwiebel
– 1 EL Öl
– 1 Knoblauchzehe
– ½ TL Paprikapulver
– 1 Prise Cayennepfeffer
– 1 Dose gehackte Tomaten
– 75-100 mL Gemüsebrühe
– 1 TL Zucker
– 1-2 EL Tomatenmark
– 1 Dose Kichererbsen
– 1 Lorbeerblatt
– Salz
– 1 EL frischer Koriander

Couscous
– 150 g Couscous
– 300 mL Gemüsebrühe
– geriebene Schale ½ Zitrone
– 25 g Mandelblättchen
– 35 g getrocknete Aprikosen
– 1-2 EL Rosinen
– 1-2 EL frischer Koriander
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Auberginen
Aubergine in grobe Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Minze hacken, Knoblauch schälen und fein hacken. Beides mit den restlichen Zutaten zu einer Marinade verrühren. Über die Auberginenwürfel geben und alles gut miteinander vermengen. Abdecken und mind. 30 Min. marinieren.

Backofen auf 190 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die marinierten Auberginenwürfel gleichmäßig auf dem Backblech verteilen und ca. 30 Min. im Backofen rösten.

Kichererbsen
Zwiebel schälen und in feine Scheiben schneiden. Knoblauch schälen, fein hacken. Kichererbsen waschen und gut abtropfen lassen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin anbraten, bis sie beginnen leicht braun zu werden. Knoblauch zugeben und weitere 2 Min. unter Rühren braten. Gemüsebrühe, gehackte Tomaten und Zucker zugeben und bei niedriger Temperatur simmern lassen, bis die Soße etwas eingedickt ist. Tomatenmark, Kichererbsen und Lorbeerblatt hinzufügen und weitere 5 Min. simmern lassen. In der Zwischenzeit den Koriander hacken. Zuletzt noch die Soße mit Salz abschmecken, den Koriander unterrühren und das Lorbeerblatt entfernen.

Couscous
Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett rösten. Aprikosen in kleine Würfel schneiden. Koriander hacken. Couscous in einen Topf geben und mit heißer Gemüsebrühe übergießen. Zum Kochen bringen, abdecken und vom Herd ziehen. Nach ca. 5 Min. quellen mit einer Gabel auflockern. Aprikosen, Rosinen, Mandelblättchen, Zitronenschale und Koriander zugeben und alles gut miteinander verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Schließlich auf einem großen Teller in der Reihenfolge – Couscous, Kichererbsen, geröstete Auberginen – anrichten und servieren.

Couscous, Kichererbsen, Aubergine

Caponata

Das neue Kochbuch (Österreich Vegetarisch) der Bloggerin, Journalistin, Köchin Katharina Seiser erscheint in wenigen Tagen. Natürlich hab ich’s mir gleich vorbestellt und freu mich riesig drauf. Sie hat mich auch zu folgendem Gericht inspiriert – einer sommerlichen Caponata. Von mir nur ein klein wenig abgewandelt…

Zutaten:

– 1 Aubergine
– 1-2 Zucchini
– 1 Fenchel
– 1-2 Paprika
– 2 Zwiebeln
– 8 Cocktailtomaten
– Olivenöl
– 1 Handvoll Rosinen
– 1 Handvoll Pinienkerne
– 3-4 EL Rotweinessig
– 1 EL Zucker
– Salz, Pfeffer
– frisch abgezupfte Basilikumblätter

Zubereitung:

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten.

Paprika schälen. Zusammen mit der Aubergine und den Zucchini in ca. 1×1 cm große Würfel schneiden. Fenchelknolle vierteln oder achteln. Zwiebeln schälen und grob hacken. Cocktailtomaten vierteln.

Nun Aubergine, Zucchini, Paprika, Fenchel und Zwiebel nach und nach in einer Pfanne mit Olivenöl anbraten, salzen und in einer großen Schüssel sammeln.

Zuletzt die Zwiebeln glasig braten, Tomaten zugeben und 3 Min. einkochen. Rosinen unterrühren und zu dem Gemüse in die Schüssel geben.

Das Ganze mit Essig, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Zuletzt Basilikum und die gerösteten Pinienkerne unterrühren. Mit Frischhaltefolie abdecken und ein paar Stündchen durchziehen lassen.

Die Caponata zimmerwarm mit frischem Weißbrot genießen. Köstlich!

Makkaroni-Auflauf

Fräulein Schnürschuh lieeeebt Aufläufe, Gratins, Tartes, …
Deshalb mal wieder eine neue Auflaufvariante – mit Makkaroni und dreierlei Käse. Im Kochbuch von Monika Schuster wird das Ganze in einer runden Auflaufform aus Glas präsentiert, was wirklich klasse aussieht, wenn man die Makkaroni kreisförmig einschichtet. Leider besitze ich so eine Form nicht (Projekt „was fehlt noch in meiner Küche“?) und habe den Auflauf in eine eckige Form geschichtet. War auch schön und schmeckte super!

Zutaten für eine kleine Auflaufform:

– 100 g Makkaroni
– Tomatensoße (siehe Mordswaffen)
– 1 kleine Aubergine
– 1-2 Paprikaschote(n)
– frischer Thymian
– 5-6 Knoblauchzehen
– Salz, Pfeffer
– 50 g Käse nach Belieben (wir hatten Bergkäse)
– 25 g Parmesan
– 100 g Sahne
– 1 große Tomate
– ½-1 Mozzarella
– Butter für die Form
– frisches Basilikum

Zubereitung:

Tomatensoße (siehe Mordswaffen) zubereiten. Makkaroni in kochendem Salzwasser (sehr) bissfest garen, abgießen und abtropfen lassen.

Aubergine in ca. 0.5 cm dicke Scheiben schneiden. Paprika vierteln, putzen und schälen. Anschließend in ca. 2 cm dicke Streifen schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und halbieren.

Eine Grillpfanne mit Öl einreiben und die Auberginen (Scheibe für Scheibe) von beiden Seiten darin anbraten. Dabei immer wieder eine Knoblauchzehe mitbraten. Anschließend die Paprikastreifen, zusammen mit den restlichen Knoblauchzehen, beidseitig anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Knoblauchzehen sollen nur ihr Aroma an das Gemüse abgeben und können anschließend entsorgt ¼werden.

Käse reiben und mit der Sahne und etwas frisch gehacktem Thymian verquirlen. Tomate und Mozzarella in ca. 0.5 cm dicke Scheiben schneiden. Backofen auf 180 °C vorheizen.

Eine Auflaufform mit Butter ausfetten und den Auflauf in folgender Reihenfolge einschichten: Käsemasse – Nudeln –  Käsemasse – Tomatensoße – alles Gemüse – Käsemasse – restliche Nudeln – Tomatensoße – Käsemasse. Den Abschluss bilden die Tomaten- und Mozzarellascheiben, ziegelartig aufgeschichtet.

Den Makkaroni-Auflauf mit Alufolie abdecken, in den Backofen schieben und 30 Min. backen. Alufolie abnehmen, den Ofen auf 220 °C hochschalten und weitere 10 Min. goldbraun überbacken.

Herausnehmen, etwas ausdampfen lassen und mit Basilikumblättern bestreuen.

Panzanella

Der toskanischer Brotsalat Panzanella ist ein Klassiker, der nicht nur fantastisch schmeckt, sondern auch perfekt in den Sommer passt.

Zutaten:

– Olivenöl
– Rapsöl
– 3 Paprika (bunt)
– 1 Zucchini
– 1 kleine Aubergine
– mehrere Zweige Thymian
– mehrere Knoblauchzehen
– ½ Gurke
– 1 Baguette oder Ciabatta (ca. 150 g)
– 1 Handvoll schwarze Oliven (ohne Kern)
– Chilisalz
– Salz, Pfeffer
– 1 EL mittelscharfer Senf
– 2 EL Weißweinessig
– 2 EL Olivenöl
– 2 Prisen Zucker
– Cayennpfeffer

Zubereitung:

Den Backofen auf Grillfunktion vorheizen.

Paprika säubern und vierteln. Paprikastücke mit der Hautseite nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit Olivenöl einpinseln. In den vorgeheizten Backofen schieben (Mitte) und darin 12 Min. grillen. Blech herausnehmen, Paprikastücke mit mehreren Lagen feuchtem Küchenpapier abdecken, abkühlen lassen und schälen.
60 g rote Paprika für die Vinaigrette beiseite legen, den Rest in dünne Streifen schneiden.

Knoblauchzehen schälen, halbieren und mit Öl beträufeln. Grillpfanne mit Rapsöl einreiben. Zucchini und Aubergine in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden und in der Grillpfanne von beiden Seiten anbraten. Die Knoblauchzehen und Thymianzweige mit in die Pfanne legen, damit sie ihr Aroma abgeben. 1 gegrillte Knoblauchzehe beiseite legen. Die restlichen gegrillten Knoblauchzehen, sowie den „verbrauchten“ Thymian entsorgen.

Die Gurke waschen, halbieren und die Kerne herausschaben. In kleine Würfel schneiden. Ciabatta oder Baguette zuerst in Scheiben, dann in kleine Würfel schneiden. In einer Pfanne mit etwas Olivenöl von allen Seiten goldbraun rösten. Mit Chilisalz bestreuen.

Von der gegrillten Knoblauchzehe 2 feine Scheiben abzweigen und zusammen mit der beiseite gelegten Paprika, dem Senf, Essig und Olivenöl fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und Cayennepfeffer abschmecken.

Gegrillte Auberginen und Zucchini (bei Bedarf in kleinere Stücke schneiden) zusammen mit den Paprikastreifen, der Gurke, den Oliven und den Brotwürfeln in eine Schüssel geben und mit der Vinaigrette vermengen. Mit Thymian bestreuen und sogleich genießen, damit die Brotwürfel noch schön knusprig sind.

Quelle: Echte Klassiker, die jeder liebt von Monika Schuster.

Gemüsestrudel

Am Donnerstag waren wir, was zur Zeit eher selten vorkommt, mal wieder etwas früher von der Arbeit zu Hause – die Gelegenheit für mich etwas richtig Aufwendiges zu kochen! Dafür habe ich mir den Gemüsestrudel von Giallo Zafferano ausgesucht, der eigentlich gar nichts so Besonderes ist, aber höllisch viel Arbeit macht und am Ende wunderhübsch aussieht!

Zutaten für 2 Personen:

Mürbteig
– 100 g Mehl
– 50 g kalte Butterwürfel
– 1 Prise Salz
– 35 mL Eiswasser

Strudel
– 1 Zwiebel
– 1 kleine Karotte
– ½ Zucchini
– ½ Aubergine
– 1 Paprika
– 4-5 Champignons
– 50 g frisch geriebene Parmesan-Bergkäse-Mischung
– Olivenöl
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Mürbteig
Mehl, Butterwürfel und eine Prise Salz in den Mixer geben und für ein paar Sekunden mixen, bis das Ganze eine sandige Konsistenz annimmt. Auf eine kalte Arbeitsfläche kippen, in der Mitte eine Mulde machen und das Eiswasser in die Mulde gießen. Dann das Ganze so schnell wie möglich zu einem festen Teig verarbeiten, in Klarsichtfolie wickeln und für 40 Min. in den Kühlschrank geben.

Strudel
In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Dafür zuerst die Zwiebel schälen und fein hacken. Karotte, Paprika, Zucchini und Aubergine säubern und in ca. 5 cm lange Streifen schneiden. Champignons putzen und grob stifteln. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Dann zunächst die Karotten- und Paprikastreifen zugeben und ein paar Minuten braten, anschließend die Zucchini- und Auberginenstreifen zugeben und ebenfalls ein paar Minuten dünsten. Zuletzt die Champignons unterrühren und kurz mitbraten. Gemüse aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen.

Mürbteig auf der Arbeitsplatte (am besten zwischen Frischhaltefolie) schön dünn zu einem Rechteck ausrollen und auf eine Backpapier legen. Eine kleine Menge Teig für die Verzierung aufheben. Füllung darauf verteilen, dabei einen Rand von ca. 5 cm lassen, und mit Käse bestreuen. Nun mit Hilfe des Backpapiers vorsichtig einrollen, die Seiten nach unten einschlagen und den Strudel nach Belieben mit dünnen Teigwürsteln verzieren. Zuletzt noch die Oberseite des Strudels mit verquirltem Ei bestreichen und das gute Stück in den auf 180 °C vorgeheizten Backofen schieben. Ca. 40 Min. backen, bis der Strudel eine schöne, goldbraun Farbe hat.

Nach Belieben, warm oder kalt servieren.

 

Auberginen-Kichererbsen-Suppe mit Crème fraîche

Am Wochenende fiel mir da Kochbuch Keep It Seasonal von Annie Wayte in die Hände. Es beinhaltet nur Suppen-, Salat- und Sandwich-Rezepte. Beim Durchblättern habe ich viele Rezepte entdeckt, die sich lecker anhören – mit tollen Zutaten und herrlichen Gewürzen. Zwei davon habe ich schon ausprobiert. Numero 1, die Auberginen-Kichererbsen-Suppe, kommt hier…

Zutaten für 2 Personen:

– 225 g getrocknete Kichererbsen
– ½ Chilischote
– 3 Knoblauchzehen, angedrückt
– ½ Bund Koriander, grob gehackt (Stiele beiseite stellen)
– 1 Aubergine (ca. 400g)
– 1 Knoblauchzehe
– 2 Schalotten
– Olivenöl
– 1 Messerspitze geräucherten Chili
– 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
– 1 TL gemahlene Koriandersamen
– 1 Messerspitze Kurkuma
– 1 Messerspitze Paprika
– Salz
– 2-3 TL Zitronensaft
– 3 TL Crème fraîche
– ½ Chili, in feine Streifen geschnitten
– Korianderblätter
– Pfefferminzblätter
– ½ TL Zitronenzesten

Zubereitung:

Die getrockneten Kichererbsen in eine Schüssel geben, mit Wasser bedecken und über Nacht im Kühlschrank einweichen.

Ofen auf 190 °C vorheizen.

Die Aubergine mit einer Gabel einstechen (damit sie nicht platzt), in eine Form setzen und im Ofen braten bis das Fleisch weich ist – ca. 40 Minuten. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Dann von der Schale befreien und das Fleisch durchhacken, bis ein grobes Püree entsteht.

In der Zwischenzeit die Kichererbsen abtropfen lassen und in eine große Pfanne geben. Mit kaltem Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Sich an der Oberfläche bildenden Schaum abschöpfen und die Temperatur soweit erniedrigen, dass das Ganze nur noch simmert. Anschließend die Chilischote, die 3 angedrückten Knoblauchzehen und die Korianderstiele hinzugeben und für 25 Minuten simmern lassen. Dabei immer wieder umrühren. Mit Salz würzen und weitere 25 Minuten simmern lassen, bis die Kichererbsen weich sind. Pfanne vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Schließlich die Kichererbsen absieben, dabei das Kochwasser auffangen und Chilischote, Knoblauchzehen und Korianderstiele entfernen.

Schalotten und 1 Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Olivenöl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze heiß werden lassen, Schalotten und Knoblauch, sowie die Gewürze (geräuchertes Chilipulver, gemahlener Kreuzkümmel, gemahlene Koriandersamen, Kurkuma, Paprikapulver) zugeben und andünsten, bis die Schalotten glasig sind (ca. 5 Minuten).

In einem nächsten Schritt das Auberginenpüree und die Kichererbsen sowie 350 mL Kichererbsen-Kochflüssigkeit zugeben und mit Salz abschmecken. Weitere 10 Minuten simmern lassen.

2/3 der Suppe mixen (ich habe nur 1/3 gemixt und fand es ein bisschen zu kichererbsig, deshalb besser etwas mehr pürieren), zurück in den Topf geben und gut verrühren. Die Konsistenz mit heißem Wasser nach Belieben anpassen (lieber etwas mehr Flüssigkeit zugeben, denn die Suppe dickt sehr schnell nach). Zuletzt noch den gehackten Koriander zugeben und mit dem Zitronensaft und evtl. noch etwas Salz abschmecken. 

Suppe in Teller füllen, einen Klecks Crème fraîche darauf geben und mit den Chilistreifen, Koriander- und Minzblättern, sowie Zitronenzesten garnieren.

Mediterraner Auflauf – 1

Wenn Fräulein Schnürschuh ganz alleine entscheiden darf, was es zu essen geben soll, läuft das meistens auf etwas „Gemüsiges“ hinaus. Deshalb gab es heute Abend einen mediterranen Auflauf mit gegrillten Zucchini, Auberginen und Paprikas.

Zutaten:

Grillgemüse
– 1 Aubergine
– 2 Zucchini
– 2-3 Paprika

Tomatensoße
– 1 TL Tomatenmark
– ½ TL Puderzucker
–  1 guten Schuss Rotwein
– 1-2 Knoblauchzehen
– 1 Zwiebel
– 2-3 getrocknete Tomaten (in Öl)
– Passierte Tomaten
– Salz, Pfeffer, Zucker
– Chili, Basilikum, Thymian

Zubereitung:

Aubergine in 0.5 cm dicke Scheiben schneiden, ordentlich salzen und mind. 30 min. ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Zucchini in Scheiben schneiden und die Paprika schälen und in größere Stücke schneiden.

Zucchini und Paprika nach und nach in einer Grillpfanne (die Pfanne nur ein bisschen mit Öl einreiben) anbraten. Dann die „entwässerten“ Auberginen unter kaltem Wasser waschen, zwischen Küchenpapier oder einem Geschirrtuch ordentlich trocknen und ebenfalls in der Grillpfane anbraten.

Währenddessen die Tomatensoße zubereiten. Dafür Zwiebel und Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Puderzucker im Topf karamellisieren – sobald er hellbraun wird, Tomatenmark zugeben und „tomatisieren“, anschließend mit Rotwein ablöschen. Sobald der Rotwein verdampft ist, Knoblauch, Zwiebeln und die getrockneten, in Streifen geschnittenen Tomaten dazugeben. Etwas brutzeln lassen und schliesslich die passierten Tomaten zugeben. Die Soße so lange wie möglich auf niedriger Stufe köcheln lassen (je länger desto besser schmeckt’s). Dabei anfangs den Deckel des Kochtopfs ein wenig geöffnet lassen, um die Soße etwas einzudicken. Am Ende mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Vom Herd nehmen und mit Chili, frisch gehacktem Basilikum und abgefriemeltem Thymian nach Geschmack verfeinern.

Bevor nun geschichtet werden kann, den Backofen auf 200 °C vorheizen, die Auflaufform mit Öl einpinseln und mit einer Knoblauchzehe einreiben.

Die erste Schicht bilden die gegrillten Zucchinischeiben, diese ein bisschen salzen, dann die Hälfte der Tomatensoße darauf verteilen. Dann folgen die Auberginenscheiben, welche dann mit der restlichen Tomatensoße bedeckt werden. Darauf werden die Paprikastücke platziert und die Krönung bildet eine gute Schicht frisch geriebener Parmesan!

Das Ganze in den Backofen stellen und 20 min. bei 200 °C überbacken. Die letzen 5 min. den Grill zuschalten.

Warm oder als Antipasti kalt geniessen…