Apfel-Mohn-Kuchen

Nach einer Reise geht’s wieder los mit kochen, backen und bloggen. Hab ich ja schon ewig keinen Apfelkuchen mehr gemacht und Mamas Lageräpfel schlummern im Keller. Also dann – zur Auswahl standen zwei Apfelkuchen aus meiner Nachkochliste – Michas Apfel-Mohn-Kuchen oder Paules Zupf-Schuedi mit Äpfeln drin! Da ich noch gut Mohnvorrat hatte und Herr Schnürschuh einen Apfelkuchen mit viel Teig wollte, wurde es dann Variante 1. Das Volumen habe ich reduziert, damit der Kuchen in meine 26er Springform passt.

Ein einfacher, leckerer Rührkuchen mit Äpfeln und Mohn!

Zutaten (26er Springform):

100 g Mohn (S: 85 g weißer Mohn + 15 g Blaumohn)
80 ml Milch
15 g Butter
40 g Zucker
20 g gehackte Mandeln

600 g saure Äpfel (geschält und entkernt)
2 EL Zitronensaft

200 g weiche Butter
175 g Rohrzucker
1 Päckchen Vanillezucker
Salz
4 Eier

240 g Mehl
80 g Einkorn-Vollkorn (S: Emmermehl)
gemahlener Zimt
gemahlener Ingwer
12 g Backpulver
200 mL Buttermilch

Zubereitung:

Mohn mahlen. Milch, Butter und Zucker zum Kochen bringen, Mohn zugeben, nochmal kurz aufkochen und vom Herd ziehen. Gehackte Mandeln unterrühren und 15 Min. ziehen lassen.

Äpfel schälen, entkernen, grob würfeln und gut mit dem Zitronensaft vermengen, damit sie nicht braun werden. Form fetten und bemehlen. Backofen auf 175 °C vorheizen.

Butter, Zucker, Vanillezucker und 1 Prise Salz schaumig rühren. Nach und nach die Eier unterrühren. Mehle, Gewürze und Backpulver in einer Schüssel miteinander vermengen und abwechselnd mit der Buttermilch zügig unter den Teig heben. Zuletzt die Mohnmischung unterrühren und die Äpfel unterheben.

Den Teig in die Form füllen und im Backofen ca. 1 Std. backen. Wird der Kuchen zu braun, mit Alufolie abdecken.

Aus dem Backofen holen und auskühlen lassen. Wie Micha mit einer Zitronenglasur bepinseln oder einfach mit Puderzucker bestäuben.

Apfel-Mohn-Kuchen

Jüdischer Apfelkuchen

Wochenende = Kuchen backen! Ich kann es einfach nicht lassen, auch wenn uns beiden ein Kuchen eigentlich zu viel ist und ich ihn dann meistens in die Arbeit mitnehme…

Ich habe mich für einen Apfelkuchen entschieden und mich erst mal auf die Suche gemacht, was ich nach dem und dem und diesen denn als nächstes machen könnte.

Zunächst wollte ich einen ganz normalen gedeckten Apfelkuchen machen. Dann bin ich aber auf das Rezept von smitten kitchen gestoßen. Und immer, wenn ich „sehr saftig“ (unbelievably moist“) lese, überkommt es mich… Es handelt sich um einen jüdischen Apfelkuchen. Warum genau weiß ich auch nicht? Die einzige Information die ich dazu fand ist diese hier: „Ein Apfelkuchen, der mit Öl zubereitet wird, ist an Chanukka außergewöhnlich beliebt, weil das Öl das Wunder dieses Tages symbolisiert.“

Die Zutaten waren kein Problem, die Zubereitung auch nicht. Schmecken tut er sehr gut, a bisserl süß vielleicht, daher würde ich nächstes Mal 200 g statt 250 g Zucker nehmen. Heute haben wir die letzten Stücke verspeist – immer noch 1A!

Die Menge habe ich um 1/3 reduziert, da ich so eine große „Tube Cake Pan“ gar nicht habe. Vielleicht entspricht diese einer 24er Bundform? Die 2/3 Menge hat auf jeden Fall wunderbar in meine 26er Springform mit Rohrboden gepasst!

Fürs nächste Mal muss ich mich auf die Suche nach einem Rezept für den ultimativen gedeckten Apfelkuchen machen… Tipps?

Zutaten:

– 4 saure Äpfel (S: Topaz)
– ½ EL Zimt
– 3 EL Zucker (S: Muscovado-Zucker)
– 1 Handvoll gehackte Walnüsse (S: Haselnüsse)
– 220 g Mehl
– 1 TL Backpulver
– ½ TL Salz
– 150 g Pflanzenöl (S: Rapsöl)
– 250 g Zucker (S: a bisserl zu viel, besser wären 200 g)
– 50 mL Orangensaft
– ½ TL Vanillepulver
– 3 Eier

Zubereitung:

Äpfel schälen, würfeln, in eine Schüssel geben und mit Zimt und Zucker bestreuen. Nüsse dazugeben und durchziehen lassen.

Form gut fetten und mit Mehl bestäuben. Ofen auf 180 °C vorheizen.
Mehl, Backpulver und Salz in eine Schüssel geben.

Pflanzenöl, Zucker, Orangensaft und Vanillepulver in eine Rührschüssel geben und gut miteinander verrühren. Die Eier einzeln zugeben und gut unterrühren.

Zuletzt die trockenen Zutaten zu der feuchten Masse geben. Nur solange Rühren, bis das Mehl komplett eingerührt ist. Die Hälfte der Masse in die Form füllen. Eine Hälfte Äpfel zugeben. Den restlichen Teig darüber geben und mit den übrigen Äpfeln abschließen.

In den Backofen schieben und ca. 1 h backen. Sobald der Kuchen guuuut zu duften beginnt die Stäbchenprobe machen.

Herausholen, abkühlen lassen, vorsichtig aus der Form holen, mit Puderzucker bestäuben und mit einer Tasse Tee oder Kaffee genießen.

Jüdischer Apfelkuchen

Toskanischer Apfelkuchen

Apfelkuchen die Zweite. Wie hier schon berichtet, ist diesmal Frau Küchenschabes toskanischer Apfelkuchen dran! Ich habe mir noch erlaubt die Weinberl (Rosinen) in Rum einzulegen und Zitronenschale dazu zu geben.

Da viele Bloggerkollegen (hier und hier und hier)  ihn schon für fantastisch befunden haben, muss ich nicht mehr viel dazu sagen. Hmmmmm. Erinnert ein bisschen an Apfelstrudel. Hmmmmmm.

Welcher ist nun besser? Der umgedrehte oder der toskanische Apfelkuchen? Mein Favorit ist der toskanische Apfelkuchen,  Herr Schnürschuh kann sich nicht entscheiden und möchte einen direkten Vergleich. Hehe.

Welcher ist euer weltbester Apfelkuchen?

Zutaten:

– ca. 800 g saure Äpfel
– Saft und abgeriebene Schale einer Zitrone
– 2 Eier
– 200 g Zucker
– 1 gute Messerspitze gemahlene Vanille
– 100 g zerlassene Butter
– 1 gute Handvoll in Rum eingelegte Weinberl (Rosinen)
– 1 TL Backpulver
– 100 g Mehl
– 100 mL Milch
– 2 EL Zucker-Zimt-Mischung

Zubereitung:

Ofen auf 180 °C vorheizen. Springform mit Öl einpinseln und bemehlen. Alle Zutaten auf Raumtemperatur bringen.

Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in Spalten schneiden. Zitronenabrieb und Weinberl (Rosinen) dazu geben, mit dem Zitronensaft beträufeln und in die Form füllen.

Vanille unter den Zucker rühren. Eier und Zucker schaumig rühren, nach und nach die lauwarme Butter zugeben. Mehl mit dem Backpulver vermengen und abwechselnd mit der Milch unterrühren.

Den Teig über die Äpfel gießen. Mit der Springform leicht auf die Arbeitsfläche klopfen, damit sich der Teig gut verteilt, glatt streichen und in den Ofen schieben.

60 – 70 Min. backen. Die letzten 15 Min. den Kuchen mit der Zucker-Zimt-Mischung bestreuen und im Ofen karamellisieren lassen.

Umgedrehter Apfelkuchen

Mama Schnürschuh gab mir eine riesen Tüte Boskoop mit nach Luzern mit. Was soll es da anderes geben als Apfelkuchen!
Alle meine Koch- bzw. Backbücher, diverse Blogs und Internetseiten habe ich durchstöbert, um den „Richtigen“ zu finden. Gar nicht so einfach, bei der immensen Vielfalt an Apfelkuchen-Rezepten.
Basis für meine „Recherche“ waren folgende Anforderungen, die ich mir in den Kopf gesetzt habe:
– kein Mürb-, Hefe- oder gar Blätterteig
– pur, ohne großen Schnickschnack wie Pudding, Baiser, …
– wenn was rein darf, dann Zitrone, Nüsse, „Weinberrrrl“ (Rosinen) oder ein Schnapserl
– nicht so viel Teig
– saftig, fruchtig
– Herr Schnürschuh hat auch ein Wörtchen mitzureden!

Schließlich kamen der „Umgedrehte Apfelkuchen“ von Frau Stuber und ein Bloggerliebling, der „toskanische Apfelkuchen“, welcher als Erstes von Frau Küchenschabe (dann hier und hier und hier) verbloggt wurde, in die engere Wahl. Die Tüte Boskoop reicht für mindestens drei Apfelkuchen, so kann ich beide Kuchen ausprobieren. Los ging’s mit dem Umgedrehten Apfelkuchen.

Resümee: lecker karamellisierte Äpfel und Walnüsse, toller, fluffiger Teig, saftig, apfelig – gute Wahl!


Zutaten:

Eischwerteig
– 3 Eier
– 3 Eischwer Puderzucker
– 3 Eischwer zerlassene Butter
– 3 Eischwer Mehl, davon 1/3 Speisestärke
– 1 TL Backpulver
– abgeriebene Zitronenschale

Belag 
– 50 g zerlassene Butter
– 80 g Zucker
– ca. 50 g Walnusshälften
– ca. 500 g saure Äpfel (S: Boskoop)
– Zitronensaft

Zubereitung:

Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen, in Spalten schneiden und mit Zitronensaft beträufeln, dass sie nicht braun werden.

Eine Springform mit Backpapier auslegen. Den Formboden mit der Butter beträufeln und gleichmäßig mit Zucker bestreuen. Eine Reihe Walnüsse (mit der Rundung nach unten) am Rand entlang bilden. Die Äpfel einschlichten.

Backofen auf 190 °C vorheizen.

Für den Teig die Eier wiegen. Gleich viel Puderzucker, Butter sowie Mehl plus Speisestärke abwiegen. Das Mehl mit der Speisestärke und dem Backpulver mischen und sieben. Die Eier mit dem Puderzucker schaumig rühren. Mit dem Rührlöffel einige Esslöffel der Mehlmischung und die Zitronenschale unterrühren. Das restliche Mehl, abwechselnd mit der lauwarmen Butter, nach und nach unterrühren.

Teig auf die in die Form geschichteten Äpfel füllen, glatt streichen und in den Ofen schieben. Ca. 45 Min. goldgelb backen. Nach dem Backen den Kuchen kurz abdämpfen lassen, auf eine Platte stürzen und das Backpapier vorsichtig abziehen.

Quelle: Ich helf die backen von Hedwig Maria Stuber.

Apfelschlangerl

Lange schon macht uns Katharina mit ihren Apfelschlangerln den Mund wässrig! Das Rezept blieb immer geheim und machte die Bloggerwelt natürlich tierisch neugierig! Nun aber ist es endlich raus – und steht im Kochbuch Österreich Vegetarisch von Katharina Seiser und Meinrad Neunkirchner geschrieben.

Fehlten nur noch Mama Schnürschuhs Boskop und ich konnte sie am Wochenende endlich nachbacken! Wie immer bei Katharina haben sie tiptop funktioniert. Die Zutaten und Mengen passen einfach – da klebt nichts, da muss man sich nicht ärgern oder gar improvisieren. Witzig auch die Idee den Butter zu reiben. Ich habe gestaunt! Geschmeckt haben sie auch wunderbar, erinnern ein bisschen an Apfelstrudel. Ganz neu für mich war der ungesüßte Mürbteig außen rum, der gut mit den sauer-süßen Äpfeln harmoniert.

Beim nächsten Mal würde ich noch in Rum getränkte Weinberln (Rosinen) mit zu den Äpfel geben, weil ich Weinberln so gern mag. Und außerdem würde ich die Äpfel nicht so filigran schneiden (da hab ich’s wohl zu gut gemeint) – sondern grobe Schnitze machen, damit die Äpfel nicht zu Mus verkochen.

Mein absoluter Favorit von Katharina bleiben allerdings ihre Zimtschnecken! Veflixt gut!

Zutaten:

Teig
– 420 g Mehl
– gute Prise Salz
– 280 g kalte Butter
– 3 Eigelb
– 2 EL Sauerrahm
– 2 EL Most oder Weißwein

Füllung
– 1 schwacher TL Zimt, gemahlen
– 3-4 EL Zucker
– 1.5 – 2 kg säuerliche, eher festere Äpfel (z. B.: Elstar, Topaz, Boskop)

Sonstiges
– Puderzucker

  

Zubereitung:

Mehl mit Salz mischen und auf die Arbeitsfläche häufen. Kalte Butter mit einer Küchenreibe über das Mehl ‚raspeln’ und mit restlichen Zutaten rasch zu einem glatten Teig verkneten. Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und ca. 1 Std. im Kühlschrank rasten lassen.

Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen, in Viertel und schließlich in nicht allzu dünne Scheiben schneiden. In eine große Schüssel geben und Zucker und Zimt vermengen.

Backofen auf 200 °C vorheizen.

Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf bemehlter Arbeitsfläche zu einem Rechteck auswoakeln. Etwas größer als ein Backblech. Auf Backpapier legen.

Apfelmischung auf dem mittleren Drittel verteilen. Kurze Seiten einschlagen. Dann die beiden langen Seiten über der Füllung einschlagen. Backpapier samt Apfelschlangerl auf ein Backblech hieven und in den Backofen schieben. 35 – 40 Min. hellbraun backen, abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

Sellerie-Apfel-Suppe

Seit langer Zeit nun stand ein cremiges Selleriesüppchen auf meiner gedanklichen „to cook Liste“ und immer wenn es dann um die Essensauswahl ging, habe ich sie wieder vergessen. Das geht mir übrigens ständig so…
Diese Woche hatte ich dann aber doch einen kurzen Lichtblick und mir sofort ein Rezept ausgesucht (ich muss gestehen, Herr Lafer ist wieder im Spiel), ausgedruckt und am Abend, leicht modifiziert, nachgekocht.

Resultat: Superhammerlecker – nur den Sellerie muss man halt mögen – die Schnürschuhs tun das!

Zubereitung für 2 Personen:

– 300 g Sellerieknolle
– 2 Stangen Staudensellerie
– 1 Apfel, süß-säuerlich
– 100 mL Apfelwein
– 500 mL Gemüsebrühe
– 100 mL Sahne
– Olivenöl
– 1 EL Zucker
– Salz, Cayennepfeffer
– Zitronensaft
– Butter

Zubereitung:

Sellerieknolle, 1 Selleriestaude und ½ Apfel schälen und alles grob würfeln. In Butter anbraten und mit dem Apfelwein ablöschen. Mit Sahne und Gemüsebrühe aufgießen und bei mittlerer Hitze ca. 20 Min. köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die zweite Selleriestaude und die andere Hälfte des Apfels schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. In heißem Olivenöl anbraten, mit Zucker bestreuen und karamellisieren lassen.

Die Selleriesuppe pürieren, durch ein Sieb streichen und mit Salz, Cayennepfeffer und Zitronensaft abschmecken. Ein gutes Stück Butter hinein geben und die Suppe schön schaumig aufmixen. In tiefe Teller geben und mit den karamellisierten Sellerie- und Apfelstückchen servieren.