Knusper-Ricotta-Gnocchi mit Spinat-Koriander-Pesto

Schon länger will ich unbedingt Pankomehl ausprobieren. Überall liest man davon, wie schön knusprig eine Panade damit würde. Bei Herrn Schnürschuh musste ich dafür erst einiges an Überzeugungsarbeit leisten – bat er mir doch an stattdessen aus altem Baguette selbst sowas herzustellen… Nix da. Ab in den Asialaden. Kaufen! Schließlich habe ich dafür auch noch ein vielversprechendes Rezept bei Simone von pi mal butter entdeckt! Die Ricotta-Gnocchi gab es bereits, sie sind klasse und ruckizucki hergestellt. Diese dann in orientalisch gewürztem Pankomehl zu panieren und rauszubrutzeln löste große Entzückung bei mir aus. Dazu ein Pesto aus Spinat und Koriander – klingt das nicht gut?
(Lediglich die Kichererbsen habe ich aus logistischen Gründen 😉 weggelassen)

Zutaten für 2 Personen:

Ricotta-Gnocchi
siehe hier

Panade
– ca. 4 EL Pankomehl (S: a bisserl mehr)
– 1 gehäufter TL Golden Spice Mix (siehe Mordswaffen)
– Abrieb und Saft einer halben Bio-Zitrone (S: nur ein paar Spritzer Zitronensaft)

Sonstiges
– Rapsöl

Pesto
– 250 g Blattspinat
– ½ Knoblauchzehe
– 1 kleines Bund Koriandergrün
– 1 EL Pinienkerne
– Olivenöl
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Knusper-Gnocchi
Die Gnocchi wie hier beschrieben zubereiten. Auf einem mit Öl bepinseltem Teller parat legen.

Aus dem Pankomehl, der Gewürzmischung, dem Zitronenabrieb und -saft die Panade herstellen. In einen tiefen Teller geben und die noch lauwarmen Gnocchi darin wälzen. Die Panade gut andrücken.

Ordentlich Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die panierten Gnocchi darin knusprig rausbraten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Pesto
Spinat waschen und gut abtropfen lassen. Den Knoblauch in etwas Olivenöl anbraten. Spinat zugeben, salzen und pfeffern und zusammenfallen lassen. Spinat vom Herd ziehen und etwas abkühlen lassen. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl rösten. Koriander waschen und gut abschütteln, grobe Stiele entfernen.

Spinat, Pinienkerne, Koriandergrün und etwas Olivenöl zu einem feinen Pesto vermixen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Schließlich die knusprigen Ricotta-Gnocchi mit dem Pesto servieren. Bei Bedarf noch mit etwas Zitronensaft beträufeln.

Knusper-Gnocchi

Zitrus-Guglhupf

Eigentlich wollte ich mir ja eine Osterlamm-Backform kaufen… Diese gab es aber nur im Maxi-Format – nö, wollt ich doch ein normales Lämmchen! Steht Fräulein Schnürschuh aber nun schon mal vor dem Backformenregal und lächelt ihr die Email-Gugelhupfform von Riess an, auch noch im Angebot, ist sie der Versuchung von Küchenläden sogleich verfallen und musste zuschlagen! Irgendwo wird sich schon noch ein Platzerl dafür finden…

Daher musste ich sofort Guglhupf machen. Ist doch klaro, dass ich da bei Kathas Blog esskultur vorbeischaue und mir ihren Zitrushupf angle. Zitat Katha: „Ein Kuchen mit purem, zarten Zitrus-Obers-Eier-Duft und weichem, flauschigen Teig„. Exakt so ist es! Was für ein toller Guglhupf! Diese Woche habe ich ihn bereits zweimal gebacken.

Zutaten:

– 4 Eier
– 300 mL Sahne (3.5%)
– 230 g Zucker
– 20 g Vanillezucker
– 300 g Mehl
– 1/2 Pack. Weinsteinbackpulver
– 1 gute Prise Salz
– fein abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone (S: plus a bisserl Saft)
– Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

Backofen auf 180 °C vorheizen.
Gugelhupfform sorgfältig buttern und mit Mehl bestäuben.

Mehl, Salz und Backpulver in einer Schüssel miteinander vermischen.
Zucker und Vanillezucker ebenfalls zusammen geben.
Eier trennen.

Eiweiß sehr steif schlagen und beiseite stellen.
Sahne halbfest schlagen. Zuckermischung unterrühren. Eigelbe ebenfalls.

Mehlmischung und Eischnee abwechseln mit einem Teigschaber unter den Teig heben. Zuletzt Zitronenschale (S: plus Zitronensaft) unterziehen. In die Form füllen. Die Form sanft auf die Arbeitsfläche klopfen, um die Masse gleichmäßig zu verteilen und Luftblasen zu entfernen. Und schliesslich für ca. 1 Std. ab damit in den Backofen (bei mir reichten 45 Min.) – am besten die Stäbchenprobe machen. Den Kuchen 5-10 Min. abkühlen lassen und vorsichtig auf ein Gitter stürzen. Sobald der Zitrus-Guglhupf komplett abgekühlt ist mit Puderzucker bestäuben.

Bandnudeln mit Morchelragout

Die Zeit des Knollengemüses ist vorbei. Der Luzerner Markt zeigt sich wieder in seiner vollen Pracht und Fräulein Schnürschuh kann sich fast nicht mehr zurückhalten beim samstäglichen Einkauf! Spargel grün und weiß, Favabohnen, Artischocken in allen Formen und Größen, Spinat, Salate ohne Ende, Wildkräuter und mir bis dato noch fremde Morcheln! Schon lange wollte ich die ausprobieren und hab’ erst mal nur eine Hand voll gekauft – zum probieren. Diese gab’s klassisch mit viel Butter, Knoblauch und Zwiebeln, einen Klecks Crème fraîche und frischen Bandnudeln. Da eine Hand voll Morcheln nicht gerade so viel ist, habe ich dem Pilzragout noch Champignons untergejubelt, beim nächsten Mal aber nicht mehr nötig, die Morcheln schmecken nämlich fantastisch!

Zutaten für 2 Personen:

– 1 Schale Morcheln (S: Morcheln und Champignons)
– 1-2 EL Butter
– 1 Schalotte
– 1 Knoblauchzehe
– 1 Schuss Weißwein
– 1 Klecks Crème fraîche
– Salz, Pfeffer
– 200 g frische Bandnudeln

Zubereitung:

Morcheln sehr gut putzen, in ihren Waben versteckt sich viel Waldboden. Champignons ebenfalls. Pilze nach Belieben halbieren oder vierteln. Schalotte und Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Nudelwasser aufsetzen.

Butter in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin glasig braten. MIt einem guten Schuss Weißwein ablöschen, einkochen lassen. Pilze zugeben und mitbraten. Gleichzeitig die Bandnudeln in das sprudelnd, kochende Wasser geben. Pilze mit Salz, Pfeffer und einem Klecks Crème fraîche abschmecken. Die Nudeln abgießen und mit etwas Nudelwasser unter die Pilze heben.

In großen Pastatellern servieren und, wer mag, mit frischen gehackten Kräutern bestreuen.

Bandnudeln mit Morchelragout

Zitronen-Mohn-Küchlein

Dieses Rezept heißt eigentlich Zitronen-Mohn-Rosen und stammt aus dem schönen Kochbuch Citrus von Luzia Ellert, Gabriele Halper und Katharina Seiser. Solche Rosenformen besitze ich aber nicht, daher habe ich einfach ein Muffinblech benutzt. Ich liebe Mohn, ich liebe Zitronen – es war also schon von vornherein klar, dass mir Küchlein sehr schmecken werden!

Zutaten:

– 1 unbehandelte Zitrone (S: eine schöne, große Zitrone)
– 150 g weiche Butter
– 150 g brauner Zucker
– 3 Eier (Zimmertemperatur)
– 60 g gequetschter Mohn (S: Blaumohn)
– 100 g Mehl
– 1 TL Backpulver
– Puderzucker

Zubereitung:

Schale der Zitrone abreiben, Saft auspressen.

Backofen auf 180 °C vorheizen.

Weiche Butter und Zucker in die Rührschüssel geben und 10 Min. sehr schaumig rühren. Eier, eins nach dem anderen, zugeben und unterrühren.

Mohn, Mehl und Backpulver miteinander vermischen, sieben (S: hab ich nicht gemacht) und unter den Teig ziehen. Zitronenabrieb und –saft ebenfalls unter den Teig rühren. Teig in gebutterte/bemehlte oder mit Muffinformen ausgelegte Förmchen füllen und in den Backofen schieben. Ca. 15 Min. backen.

Küchlein abkühlen lassen, aus der Form holen und mit Puderzucker bestäuben.

Zitronen-Mohn-Küchlein

Wickelklöße mit Spinat und Haselnuss-Bröselbutter

SPAM über SPAM… Die Kochkrimi-Datenbank wurde nun schon zum zweiten Mal damit überflutet und mir deshalb mein Blog deaktiviert! Nun habe ich einen weiteren Filter eingebaut und hoffe auf Besserung.

Als Entschuldigung gibt es ein leckeres Rezept aus dem herrlichen Kochbuch Deutschland Vegetarisch von Stevan Paul und Katharina Seiser. Gleichzeitig auch eine Premiere – denn dies waren meine ersten „Klöße“ überhaupt! Normalerweise gibt’s ja bei uns nur Knödel (Semmelknödel, Kartoffelknödel, Serviettenknödel, …).

Die Zubereitung ist schön einfach – in den vielen Wartezeiten kann man gemächlich alles vorbereiten, einen Salat dazu machen, den Tisch decken und sogar noch zwischendurch a bisserl saubermachen.

Was ich nicht ganz verstehe ist, wieso man den in Frischhaltefolie und Alufolie gewickelten Kloß in siedendes „Salz“wasser geben soll? Wie soll das Salz da noch an den Knödel, äh Kloß, kommen? Vielleicht ist es auch nur ein Schreibfehler. Mit oder ohne Salzwasser, geschmeckt hat’s auf jeden Fall fantastisch!

Zutaten für 4 Personen:

Klöße
– 1 kg große, mehlig kochende Kartoffeln
– 100 g Mehl
– 50 g Weizengrieß
– 20 g Speisestärke
– 1 Eigelb
– Salz
– Grieß

Füllung
– 500 g Blattspinat
– 1 Zwiebel
– 1 Knoblauchzehe
– 2 EL Sonnenblumenöl (S: Rapsöl)
– Salz
– weißer Pfeffer aus der Mühle

Haselnuss-Bröselbutter
– 2 EL Sonnenblumenöl (S: Rapsöl)
– 4 EL Haselnussblättchen (S: nirgends zu kaufen gefunden, selbst versucht herzustellen)
– 100 g Butter
– 4 Zweige Petersilie
– Salz
– 4 EL Sonnenblumenöl (S: Rapsöl)

Zubereitung:

Zunächst die Kartoffeln in Salzwasser weich kochen (35-45 Min.).

In der Zwischenzeit den Spinat in lauwarmem Wasser waschen und trocken schleudern. Zwiebel und Knoblauch schälen, fein würfeln. Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin glasig braten. Spinat zugeben und zusammenfallen lassen. Pfanne vom Herd ziehen. Spinat mit Salz und Pfeffer abschmecken und im Sieb abtropfen lassen. Abkühlen.

Die fertig gekochten Kartoffeln abgießen, etwas ausdämpfen lassen, schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Komplett auskühlen lassen. Mehl, Grieß und Speisestärke miteinander vermengen und zusammen mit dem Eigelb und wenig Salz zu der Kartoffelmasse geben. Zügig zu einem glatten Teig verarbeiten und diesen auf bemehlter oder mit Grieß ausgestreuter Arbeitsfläche zu einem Rechteck von 35 x 25 cm ausrollen.

Ein großes Stück Alufolie ausbreiten. Darauf ein ebenso großes Stück Frischhaltefolie legen und dieses mit Grieß bestreuen. Den Teig darauf legen und mit dem Spinat bestreichen. Dabei rundherum einen Rand lassen. Vorsichtig von der Längsseite her aufrollen. Zuerst in die Frischhaltefolie, dann in die Alufolie wickeln. Wie ein Bonbon verschließen.

Einen Bräter mit Salzwasser aufsetzen, zum Kochen bringen. Die Kartoffelrolle einlegen und darin zugedeckt ca. 25 Min. garen lassen. Vorsichtig herausnehmen und abkühlen lassen.

Für die Haselnuss-Bröselbutter die Semmelbrösel und Haselnussblättchen in einer beschichteten Pfanne goldbraun rösten. Butter zugeben, aufschäumen lassen, salzen und vom Herd ziehen. Petersilie hacken und unterrühren. Warm stellen.

Zuletzt noch den Wickelkloß auspacken und in 3-4 cm dicke Scheiben schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Kloß-Scheiben darin 3-4 Min. von jeder Seite braten, bis sie schön goldbraun sind.

Dann darf angerichtet werden. Dafür die gerösteten, gewickelten Kartoffel-Spinat-Scheiben auf einem vorgewärmten Teller anrichten und mit der Haselnuss-Bröselbutter servieren. Dazu passt Salat!

Wickelklösse mit Spinat und Haselnuss-Bröselbutter

Khao Yam Bangkok

Natürlich habe ich von meiner Thailandreise ein Kochbuch mitgebracht und zwar das Buch Innovative Thai Cuisine by Chef Ian Kittichai, dass es in dem fantastischen Restaurant ISSAYA Siamese Club in Bangkok zu kaufen gibt. Dort waren wir zwei mal und haben, neben vielen anderen leckeren Gerichten, jedes Mal den köstlichen Salat Khao Yam gegessen. Er wird wunderschön angerichtet und dann am Platz mit dem Dressing vermengt. Die vielen aufwendig geschnippelt oder frittierten Zutaten harmonieren fantastisch und explodieren im Mund!

Die Zutaten sind in Gramm angegeben. Wir haben das eher so pi mal Daumen gemacht (bis auf die Mengenverhältnisse im Dressing). Der Salat ist sehr aufwändig, aber es lohnt sich!

Zutaten:

– 60 g Jasmin Reis
– 25 g Mini-Gurke (falls Salatgurke: Kerne mit einem Löffel auskratzen)
– 60 g Zitronengras
– 10 g Blätter vom Echten Koriander
– 10 g Blätter vom Langen Koriander/Sägezahn-Koriander (S: weggelassen)
– 50 g Schalotte(n)
– 2 g Red Finger Chilis
– 15 g frische Kokosnuss
– 10 g Knoblauch
– 60 g Pomelo (geschält und gehäutet)
– 25 g Schlangenbohnen
– 1 g Zitronenzesten
– Rapsöl zum Frittieren
– 40 mL Tamarindenpaste
– 10 mL Fischsoße
– 10 g Zucker
– 30 mL Sojasoße
– 3 g gemahlener Chili
– 1-2 Limetten, in Spalten

Zubereitung:

Zunächst alle Zutaten folgendermaßen vorbereiten und getrennt parat legen:
Reis kochen, abkühlen lassen.
Die Gurke der Länge nach vierteln und in feine Scheiben schneiden.
Vom Zitronengras mit einem scharfen Messer den Strunk abschneiden und die äußeren harten Blätter abnehmen. In feine Scheiben schneiden (S: kurz blanchiert).
Echten Koriander, wenn überhaupt, nur grob hacken. Sägezahn-Koriander in Streifen schneiden.
Chilis entkernen, in feine Streifen schneiden und in kaltes Wasser legen, damit sie sich einrollen.
Kokosnuss raspeln und leicht rösten.
Schalotten und Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden.
Die Pomelo schälen, aus der Haut puhlen und in kleine Würfel schneiden.
Schlangenbohnen putzen und in feine Scheiben schneiden (S: kurz blanchiert).

Gut Rapsöl in einem Topf erhitzen. Die Hälfte der Schalottenscheibchen (25 g) und die Knoblauchscheibchen nacheinander darin knusprig frittieren. 10 g von dem gekochten Reis ebenfalls frittieren oder in etwas Öl knusprig braten.

Den restlichen gekochten Reis auf einem großen Teller oder einer Platte verteilen. Die vorbereiteten Zutaten geduldig, Reihe für Reihe auf den Teller schlichten:
Gurken, Zitronengras, Echter Koriander, Schalotten, eingerollte Chilis, gebratener/frittierter Reis, Kokosraspel, frittierte Schalotten, frittierter Knoblauch, Sägezahn-Koriander, Pomelo, Schlangenbohnen und Zitronenzesten!

Für das Dressing Tamarindepaste, Fischsoße, Zucker und Sojasoße gut miteinander vermengen.

Und schließlich servieren. Dafür den Salat mit Limettensaft (die Viertel über dem Salat auspressen) und Dressing beträufeln, nach Geschmack mit Chilipulver bestreuen, sanft miteinander vermengen und genießen.
(Nicht das komplette Dressing auf einmal darauf geben, lieber vorsichtig nach eigenem Geschmack abschmecken)

Khao Yam Bangkok

Kartoffelpici mit Artischocken-Fenchel-Gemüse

Die Micha, die hat’s faustdick hinter den Ohren. Schießt sie doch ein Rezept nach dem anderen raus! Meist landen diese Rezepte dann nicht nur auf der Nachkochliste, sondern brennen mir so unter den Nägeln, dass sie auf der Stelle ausprobiert werden müssen! So auch Michas Kartoffel-Pici (ursprünglich von hundertachtziggrad– eine neue Pastavariante,  mit Kartoffeln im Teig! Oh ja, da musste ich ran. Nur bis Freitag wollte ich warten, denn am Freitag habe ich immer viel Muse und kann kochen bis in die Nacht, schließlich ist Wochenende in Sicht! Gleichzeitig bot sich das Rezept an, meinen neuen superscharfen Hobel auszuprobieren, um den Fenchel in hauchdünne Scheibchen zu schneiden!

Das Ergebnis war fantastisch, nicht nur die Pasta, auch das von Micha kreierte Fenchel-Artischocken-Gemüse dazu – wirklich köstlich. Die Pici gingen übrigens wunderbar von der Hand. Super Teig, die Würstel sind fix gedreht und man kann wunderbar gefrorene Vorräte anlegen!

2

Zutaten:

Teig
– 50 g Kartoffel(n), mehlig kochend
– 100 g Mehl
– 50 g Hartweizenmehl
– 1 Ei
– 1 EL Öl
– ½ TL Salz

Gemüse
– etwas braune Butter (S: Ghee)
– Olivenöl
– 2 kleine Fenchelknollen, in feine Streifen geschnitten (S: in feine Scheiben gehobelt)
– 2 Artischocken
– 2 Knoblauchzehen
– 1 Zitrone (Saft für das Zitronenwasser, Abrieb der ½ Zitrone zum Abschmecken)
– 1 kleiner TL Vanillezucker
– 1 TL frischer Thymian
– etwas Gemüsebrühe
– 1 Schuss Pastis (S: Arak)
– Piment d’Espelette
– 1 EL Crème fraîche
– 2-3 Stängel Petersilie
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Teig
Kartoffel(n) weich kochen, kurz ausdämpfen lassen, schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Noch warm mit den restlichen Zutaten zu einem Teig vermengen. In Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Min. ruhen lassen.

Mit der Nudelmaschine (gröbste Einstellung) Bahnen herstellen oder den Teig einfach auf der bemehlten Arbeitsfläche mit dem Teigwoakler ausrollen. In Streifen schneiden und diese zwischen den Händen oder auf der Arbeitsfläche zu Würsteln, die aussehen wie dünne Schupfnudeln, formen. Auf einem mit Hartweizenmehl bestäubten Blech oder Brettl zwischenlagern.

Gemüse
Fenchel putzen, in feine Streifen schneiden oder feine Scheiben hobeln. Artischocken rüsten, in Spalten schneiden und bis zur Weiterverarbeitung in Zitronenwasser legen. Knoblauch schälen und fein hacken. Ghee oder braune Butter in einer Pfanne erhitzen und die Fenchelscheiben darin zart golden braten, salzen und pfeffern. Vanillezucker zugeben und karamellisieren lassen. Aus der Pfanne nehmen.

Etwas Olivenöl in die Pfanne geben, erhitzen und die Artischocken darin anbraten. Knoblauch und frisch abgezupften Thymian zugeben und kurz mitrösten. Mit ca. 2 EL Gemüsebrühe ablöschen. Deckel auflegen und die Artischocken bei niedriger Temperatur bissfest garen.

In der Zwischenzeit Salzwasser aufsetzen und die Pici darin ca. 3 Min. kochen.

Fenchel zu den Artischocken geben. Mit dem Anisschnaps ablöschen und mit dem Chilipulver und Zitronenabrieb abschmecken. Zuletzt die Crème fraîche sowie die frisch gehackte Petersilie unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Pasta unter das Gemüse heben und sogleich servieren.

Kartoffelpici

Apfel-Mohn-Kuchen

Nach einer Reise geht’s wieder los mit kochen, backen und bloggen. Hab ich ja schon ewig keinen Apfelkuchen mehr gemacht und Mamas Lageräpfel schlummern im Keller. Also dann – zur Auswahl standen zwei Apfelkuchen aus meiner Nachkochliste – Michas Apfel-Mohn-Kuchen oder Paules Zupf-Schuedi mit Äpfeln drin! Da ich noch gut Mohnvorrat hatte und Herr Schnürschuh einen Apfelkuchen mit viel Teig wollte, wurde es dann Variante 1. Das Volumen habe ich reduziert, damit der Kuchen in meine 26er Springform passt.

Ein einfacher, leckerer Rührkuchen mit Äpfeln und Mohn!

Zutaten (26er Springform):

100 g Mohn (S: 85 g weißer Mohn + 15 g Blaumohn)
80 ml Milch
15 g Butter
40 g Zucker
20 g gehackte Mandeln

600 g saure Äpfel (geschält und entkernt)
2 EL Zitronensaft

200 g weiche Butter
175 g Rohrzucker
1 Päckchen Vanillezucker
Salz
4 Eier

240 g Mehl
80 g Einkorn-Vollkorn (S: Emmermehl)
gemahlener Zimt
gemahlener Ingwer
12 g Backpulver
200 mL Buttermilch

Zubereitung:

Mohn mahlen. Milch, Butter und Zucker zum Kochen bringen, Mohn zugeben, nochmal kurz aufkochen und vom Herd ziehen. Gehackte Mandeln unterrühren und 15 Min. ziehen lassen.

Äpfel schälen, entkernen, grob würfeln und gut mit dem Zitronensaft vermengen, damit sie nicht braun werden. Form fetten und bemehlen. Backofen auf 175 °C vorheizen.

Butter, Zucker, Vanillezucker und 1 Prise Salz schaumig rühren. Nach und nach die Eier unterrühren. Mehle, Gewürze und Backpulver in einer Schüssel miteinander vermengen und abwechselnd mit der Buttermilch zügig unter den Teig heben. Zuletzt die Mohnmischung unterrühren und die Äpfel unterheben.

Den Teig in die Form füllen und im Backofen ca. 1 Std. backen. Wird der Kuchen zu braun, mit Alufolie abdecken.

Aus dem Backofen holen und auskühlen lassen. Wie Micha mit einer Zitronenglasur bepinseln oder einfach mit Puderzucker bestäuben.

Apfel-Mohn-Kuchen

Weihnachtsplätzchen

Plätzchen

So sieht er aus – mein Plätzchenteller.
Beginnend bei 12 Uhr, im Uhrzeigersinn: Walnüssplätzchen, Mini-Quarkstollen, Spitzbuben, Chai-Gewürzplätzchen, Vanillekipferl.

Mit 5 Sorten! Genau richtig, um…
– ein bisschen was zu verschenken
– einen guten Vorrat zum selber Naschen zu haben
– neben unsern TOP3 Klassiker Plätzchen, noch zwei neue Sorten ausprobieren zu können.

Rundum zufrieden bin ich mit diesen fünf Sorten (für das Rezept einfach auf den Namen klicken):

Walnussplätzchen:
Herrn Schnürschuhs absoluter Favorit unter allen Plätzchen. Ein „Familienrezept“, von dem jährlich mehrere Chargen produziert werden. Sie sind schnell gemacht, der Teig ist leeeecker und lässt sich prima verarbeiten. Zudem können die hauseigenen Walnüsse verwertet werden. Im Originalrezept werden aus dem Teig haselnussgroße Kugeln geformt und leicht angedrückt. Ich jedoch steche, genau wie es das Familienrezept sagt, Plätzchen aus. Dann kann ich auch endlich meine schönen Ausstechformen benutzen – besonders stolz bin ich auf das Rentier, den Nikolaus, den Christbaum und dieses Jahr angeschafft, den Pilz (als Kinder war der Pilz – ein kleiner grüner Plastikausstecher, den Mama nie verwenden wollte, da die Pilz-Plätzchen so schnell braun wurden – schon mein Favorit und nun hat er mich bei Michas Spitzbuben wieder angelacht)!

Vanillekipferl:
Ein absoluter Klassiker und sooooo lecker. Vanillekipferl sind meine liebsten Plätzchen, weil so filigran, so schön mürbe und das bisserl Salz… ! Ganz penibel bin ich bei der Herstellung, denn so habe ich es von meine Mama gelernt. Sie müssen schön klein sein und die perfekte Kipferlform haben. Ausgestochene (so was gibt es) oder lieblos „gebogene Würsterl“ werden verachtet. Mein Perfektionismus nimmt mich dann bei der Herstellung vollends ein und ich habe sie dieses Jahr Kügelchen für Kügelchen abgewogen – 5 g ein jedes…
Das Rezept stamm von meiner Mama und die hat es, wie ihre meisten Plätzchenrezepte aus dem Buch „Backvergnügen wie noch nie„. Das Buch ist schon total zerfleddert, weil wir als Kinder jährlich Lebkuchenmann, Lebkuchenhaus & Co bestaunten und vergeblich versuchten unsere Mama dazu zu überreden das bunt verzierte Gebäck mit uns zu machen. Allerdings enthält das Rezept 2 Eigelbe. Das scheint jedoch, zumindest laut den österreichischen Bloggerdamen Katha, Frau Küchenschabe und Eline ziemlich verpönt zu sein – ein Unding sozusagen. Ich finde das Rezept sehr gut, trotzdem juckt es mich nun in den Fingern, vor allem da ich auf die drei Damen sehr viel halte! Nächstes Jahr werde ich Mamas Eigelbrezept herausfordern, und zwar mit Frau Küchenschabes Rezept ohne Ei!

Spitzbuben:
Der Klassiker schlechthin, dazu muss ich nicht viel sagen, jeder kennt sie, jeder liebt sie, nur heißen tun sie überall anders! Woher dieses Rezept ursprünglich stammt weiß ich nicht, ich habe es von Herrn Schnürschuhs Mama und finde es einwandfrei.

Chai-Gewürzplätzchen:
Sie heißen eigentlich Chai-Cookies und stammen aus dem Hause grain de sel. Sehr lecker, auch für die restliche kalte Jahreszeit wunderbar geeignet – fast ein bisschen mehr als zu Weihnachten, weil Cookies dem Herrn Schnürschuh nicht weihnachtlich genug sind.

Mini-Quarkstollen:
Der Knaller schlechthin! Mei, sind die gut – was auch schon PaulePetra, Juliane, Kirsten und Micha festgestellt haben. Entdeckt habe ich sie bei Micha, ursprünglich kommen sie aber von Alina. Das allerbeste daran – endlich konnte ich mein selbstgemachtes Zitronat (ein netter, älterer Herr aus Italien oder dem Tessin verkauft Ende des Jahres schöne, große Cedrat Zitronen am Luzerner Markt!) verwenden! Das Grundrezept geht von 150 g Rosinen aus – die Bloggermädels machten daraus 2 x 75 g Trockenfrüchte, ich machte daraus 150 g meiner liebsten Trockenfrüchte (Sultaninen, Cranberries, kandierter Ingwer, Zitronat). Dann sind da noch Mandeln, Pistazien Rum und Orangenschale drin – ist doch klar, dass die schmecken. Die Zubereitung ist super easy und machte mir große Freude. Nach der Arbeit habe ich sie spontan gemacht und war um halb elf fröhlich geschafft!

Plätzchen Plätzchen

Schupfnudeln

Schupfnudeln gab’s bei uns früher nur in der süßen Varianten mit Äpfeln und Rahm – genannt „Stemp’n“. Erst als Jugendliche entdeckte ich auf dem Volksfest (Duld, Kirmes, Määs oder der Jahrmarkt in Oberbayern) Schupfnudeln mit Sauerkraut. Ich mag sie gern. Schön deftig, perfekt für die kalte Jahreszeit. Als ich nun in Deutschland Vegetarisch darauf gestoßen bin, war klar was es als nächstes geben würde! Wirklich köstlich!

(Wenn ich mich richtig entsinne habe ich das halbe Schupfnudel- und das ganze Sauerkrautrezept gemacht, was auch gut so war. Im Originalrezept gibt es dazu noch einen Sauerrahmdip, darauf habe ich verzichtet. Stattdessen habe ich aber ins Sauerkraut Speck reingemogelt, weil Herr Schnürschuh das halt so gerne mag.)

Zutaten für 4 Personen:

Schupfnudeln
– 1 kg große, mehlig kochende Kartoffeln
– Salz
– 120 g Mehl
– 50 g Weizengrieß
– 20 g Speisestärke
– 1 Ei

Sauerkraut
– 1 Stückerl Speck
– evtl. etwas Öl
– 1 Zwiebel
– 250 g Sauerkraut
– 1 Msp. Kümmelsaat
– 1 EL Zucker
– 50 mL Weißwein
– 100 mL Apfelsaft
– Salz, Pfeffer

Und
– Öl
– 5 Zweige Majoran (S: ½ -1 TL getrockneter Majoran)

Zubereitung:

Schupfnudeln
Die Kartoffeln ungeschält im Salzwasser weichkochen. Kurz ausdampfen lassen, schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Abkühlen lassen.

Mehl, Grieß und Speisestärke miteinander vermengen. Ei verquirlen. Beides zur kalten Kartoffelmasse geben, salzen und alles zu einem glatten Teig verkneten.

Arbeitsfläche mit Grieß und Mehl bestäuben. Ein Backblech mit Öl einpinseln.

Den Teig portionieren. Würste drehen und in Stücke teilen. Daraus haselnussgroße Kugeln drehen und diese zwischen den Handflächen zu Schupfnuden rollen. Leicht im Mehl-Grieß-Gemisch wenden.

Salzwasser aufsetzen, zum Kochen bringen und die Schupfnudeln darin portionsweise 2-3 Min. garen. Mit dem Schaumlöffel herausnehmen und auf dem geölten Backblech leicht ausdampfen lassen.

Sauerkraut
Zwiebel schälen und in feine Streifen schneiden. Speck in Würfel schneiden. In einer großen Pfanne auslassen. Falls nötig noch etwas Öl zugeben und Zwiebeln, Sauerkraut und Kümmel darin braten, bis alle Flüssigkeit verdampft ist und das Kraut leicht Farbe angenommen hat. Zucker unterrühren, mit Weißwein ablöschen und mit dem Apfelsaft auffüllen. Wiederum so lange schmoren, bis alle Flüssigkeit verdampft ist und das Kraut zu bräunen beginnt. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Öl in einer großen, beschichteten Pfanne erhitzen und die Schnupfnudeln darin rundherum goldbraun braten. Sauerkraut zugeben und weitere 2 Min. braten. Majoran abzupfen, hacken und unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und servieren!

Schupfnudeln
Quelle: Deutschland Vegetarisch von Stefan Paul und Katharina Seiser.