Schwarzbeerstrudel

Die allerbeste Fastenspeise zu Hause bei der Mama ist der Schwarzbeerstrudel. Die ganze Familie liebt ihn und zum Teil streiten wir uns darum. Wahrscheinlich, weil es ihn so selten gibt. Dafür dürfen nämlich NUR Schwarzbeeren (bei Mama heißen sie Schwarzbeeren – die meisten kennen sie jedoch unter dem Namen Heidelbeeren oder Blaubeeren) aus dem Wald verwendet werden! Und diese sind rar, denn sie sind mühsam zu pflücken und in manchen Jahren gibt es sie gar nicht. Die ganze Familie muss dann mit in den Wald (sonst gibt’s keinen Strudel!) und in gebuckelter Lage, von Mücken geplagt, mit einem Eimer bewaffnet, Schwarzbeeren pflücken. Am Ende hat dann Mama Schnürschuh, dank Geschick und jahrelanger Erfahrung, meist so viele Schwarzbeeren wie der Rest… Die gesammelten Beeren werden dann noch geputzt und direkt eingefroren.

Gekaufte Heidelbeeren sind übrigens kein Vergleich – sie sind nur halb so aromatisch, süss und wässrig. Mama würde sie niemals verwenden – dann doch lieber Apfelstrudel!

Da bei den Schnürschuhs auch noch eine Tupperschüssel Blaubeeren im Gefrierschrank war, habe ich mich wieder mal an Mamas Schwarzbeerstrudel gewagt. Natürlich war er nicht annähernd so gut wie daheim, aber schlecht war er auch nicht!

Zutaten:

– 200 g Mehl
– 2 Prisen Salz
– ca. 5 EL Öl
– ca. 5 EL Wasser
– 1 Stückchen Butter
– 1 Becher Sahne
– ½ Becher Sauerrahm
– Schwarzbeeren (gefroren)
– Zucker

Zubereitung:

Mehl und Salz auf die Arbeitsfläche geben und eine Mulde machen. Öl und Wasser zu gleichen Teilen in die Mulde geben und das Ganze verkneten. Esslöffelweise immer wieder etwas Öl und Wasser dazugeben, bis ein schöner, geschmeidiger Teig entsteht. Am Ende kurz überprüfen ob der Teig gut durchgeknetet ist. Dafür die Teigkugel mit einem Messer durchschneiden – es sollen keine Mehlklümpchen mehr zu sehen sein, der Teig soll schön homogen sein. Teig abdecken und eine halbe Stunde ruhen lassen.

Ein Stückchen Butter in die Auflaufform geben und schmelzen lassen. Einen Schuss Sahne dazugeben und mit Zucker (1 gehäufter TL) bestreuen.

Teig zu einer Wurst rollen und in 4-5 Stücke teilen.

Die Hälfte der Sahne und den Sauerrahm verquirlen.

Teigstücke mit Mehl schön dünn ausrollen, ca. 2 EL Sahnemischung in die Mitte geben und etwas verstreichen. 2-3 EL Schwarzbeeren darauf verteilen und zuckern (ca. 2 TL). Nochmal ca. 2 EL Sahnemischung darüber geben und den Teig vorsichtig von oben nach unten einrollen, dabei die Seiten immer etwas einschlagen, so dass nichts herausläuft. In die Form legen.


Am Ende noch etwas Sahne zwischen die Strudel gießen und bei 180 °C für ca. 45 Min. goldbraun backen.

Man könnte natürlich ein einziges, großes Stück Strudel machen und ihn mit Puderzucker bestreuen. Ich wollte ihn jedoch genau so machen, wie ich ihn zu Hause immer bekomme… ;-)

Dank der blauen Blaubeeren (die sich leider im Sauren etwas ins rötliche verfärben) ist dies mein Beitrag zu Uwes Blogevent: Im Februar sind wir alle hellblau.

Ein Gedanke zu “Schwarzbeerstrudel

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