Weihnachtsplätzchen

Plätzchen

So sieht er aus – mein Plätzchenteller.
Beginnend bei 12 Uhr, im Uhrzeigersinn: Walnüssplätzchen, Mini-Quarkstollen, Spitzbuben, Chai-Gewürzplätzchen, Vanillekipferl.

Mit 5 Sorten! Genau richtig, um…
– ein bisschen was zu verschenken
– einen guten Vorrat zum selber Naschen zu haben
– neben unsern TOP3 Klassiker Plätzchen, noch zwei neue Sorten ausprobieren zu können.

Rundum zufrieden bin ich mit diesen fünf Sorten (für das Rezept einfach auf den Namen klicken):

Walnussplätzchen:
Herrn Schnürschuhs absoluter Favorit unter allen Plätzchen. Ein „Familienrezept“, von dem jährlich mehrere Chargen produziert werden. Sie sind schnell gemacht, der Teig ist leeeecker und lässt sich prima verarbeiten. Zudem können die hauseigenen Walnüsse verwertet werden. Im Originalrezept werden aus dem Teig haselnussgroße Kugeln geformt und leicht angedrückt. Ich jedoch steche, genau wie es das Familienrezept sagt, Plätzchen aus. Dann kann ich auch endlich meine schönen Ausstechformen benutzen – besonders stolz bin ich auf das Rentier, den Nikolaus, den Christbaum und dieses Jahr angeschafft, den Pilz (als Kinder war der Pilz – ein kleiner grüner Plastikausstecher, den Mama nie verwenden wollte, da die Pilz-Plätzchen so schnell braun wurden – schon mein Favorit und nun hat er mich bei Michas Spitzbuben wieder angelacht)!

Vanillekipferl:
Ein absoluter Klassiker und sooooo lecker. Vanillekipferl sind meine liebsten Plätzchen, weil so filigran, so schön mürbe und das bisserl Salz… ! Ganz penibel bin ich bei der Herstellung, denn so habe ich es von meine Mama gelernt. Sie müssen schön klein sein und die perfekte Kipferlform haben. Ausgestochene (so was gibt es) oder lieblos „gebogene Würsterl“ werden verachtet. Mein Perfektionismus nimmt mich dann bei der Herstellung vollends ein und ich habe sie dieses Jahr Kügelchen für Kügelchen abgewogen – 5 g ein jedes…
Das Rezept stamm von meiner Mama und die hat es, wie ihre meisten Plätzchenrezepte aus dem Buch „Backvergnügen wie noch nie„. Das Buch ist schon total zerfleddert, weil wir als Kinder jährlich Lebkuchenmann, Lebkuchenhaus & Co bestaunten und vergeblich versuchten unsere Mama dazu zu überreden das bunt verzierte Gebäck mit uns zu machen. Allerdings enthält das Rezept 2 Eigelbe. Das scheint jedoch, zumindest laut den österreichischen Bloggerdamen Katha, Frau Küchenschabe und Eline ziemlich verpönt zu sein – ein Unding sozusagen. Ich finde das Rezept sehr gut, trotzdem juckt es mich nun in den Fingern, vor allem da ich auf die drei Damen sehr viel halte! Nächstes Jahr werde ich Mamas Eigelbrezept herausfordern, und zwar mit Frau Küchenschabes Rezept ohne Ei!

Spitzbuben:
Der Klassiker schlechthin, dazu muss ich nicht viel sagen, jeder kennt sie, jeder liebt sie, nur heißen tun sie überall anders! Woher dieses Rezept ursprünglich stammt weiß ich nicht, ich habe es von Herrn Schnürschuhs Mama und finde es einwandfrei.

Chai-Gewürzplätzchen:
Sie heißen eigentlich Chai-Cookies und stammen aus dem Hause grain de sel. Sehr lecker, auch für die restliche kalte Jahreszeit wunderbar geeignet – fast ein bisschen mehr als zu Weihnachten, weil Cookies dem Herrn Schnürschuh nicht weihnachtlich genug sind.

Mini-Quarkstollen:
Der Knaller schlechthin! Mei, sind die gut – was auch schon PaulePetra, Juliane, Kirsten und Micha festgestellt haben. Entdeckt habe ich sie bei Micha, ursprünglich kommen sie aber von Alina. Das allerbeste daran – endlich konnte ich mein selbstgemachtes Zitronat (ein netter, älterer Herr aus Italien oder dem Tessin verkauft Ende des Jahres schöne, große Cedrat Zitronen am Luzerner Markt!) verwenden! Das Grundrezept geht von 150 g Rosinen aus – die Bloggermädels machten daraus 2 x 75 g Trockenfrüchte, ich machte daraus 150 g meiner liebsten Trockenfrüchte (Sultaninen, Cranberries, kandierter Ingwer, Zitronat). Dann sind da noch Mandeln, Pistazien Rum und Orangenschale drin – ist doch klar, dass die schmecken. Die Zubereitung ist super easy und machte mir große Freude. Nach der Arbeit habe ich sie spontan gemacht und war um halb elf fröhlich geschafft!

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Schupfnudeln

Schupfnudeln gab’s bei uns früher nur in der süßen Varianten mit Äpfeln und Rahm – genannt „Stemp’n“. Erst als Jugendliche entdeckte ich auf dem Volksfest (Duld, Kirmes, Määs oder der Jahrmarkt in Oberbayern) Schupfnudeln mit Sauerkraut. Ich mag sie gern. Schön deftig, perfekt für die kalte Jahreszeit. Als ich nun in Deutschland Vegetarisch darauf gestoßen bin, war klar was es als nächstes geben würde! Wirklich köstlich!

(Wenn ich mich richtig entsinne habe ich das halbe Schupfnudel- und das ganze Sauerkrautrezept gemacht, was auch gut so war. Im Originalrezept gibt es dazu noch einen Sauerrahmdip, darauf habe ich verzichtet. Stattdessen habe ich aber ins Sauerkraut Speck reingemogelt, weil Herr Schnürschuh das halt so gerne mag.)

Zutaten für 4 Personen:

Schupfnudeln
– 1 kg große, mehlig kochende Kartoffeln
– Salz
– 120 g Mehl
– 50 g Weizengrieß
– 20 g Speisestärke
– 1 Ei

Sauerkraut
– 1 Stückerl Speck
– evtl. etwas Öl
– 1 Zwiebel
– 250 g Sauerkraut
– 1 Msp. Kümmelsaat
– 1 EL Zucker
– 50 mL Weißwein
– 100 mL Apfelsaft
– Salz, Pfeffer

Und
– Öl
– 5 Zweige Majoran (S: ½ -1 TL getrockneter Majoran)

Zubereitung:

Schupfnudeln
Die Kartoffeln ungeschält im Salzwasser weichkochen. Kurz ausdampfen lassen, schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Abkühlen lassen.

Mehl, Grieß und Speisestärke miteinander vermengen. Ei verquirlen. Beides zur kalten Kartoffelmasse geben, salzen und alles zu einem glatten Teig verkneten.

Arbeitsfläche mit Grieß und Mehl bestäuben. Ein Backblech mit Öl einpinseln.

Den Teig portionieren. Würste drehen und in Stücke teilen. Daraus haselnussgroße Kugeln drehen und diese zwischen den Handflächen zu Schupfnuden rollen. Leicht im Mehl-Grieß-Gemisch wenden.

Salzwasser aufsetzen, zum Kochen bringen und die Schupfnudeln darin portionsweise 2-3 Min. garen. Mit dem Schaumlöffel herausnehmen und auf dem geölten Backblech leicht ausdampfen lassen.

Sauerkraut
Zwiebel schälen und in feine Streifen schneiden. Speck in Würfel schneiden. In einer großen Pfanne auslassen. Falls nötig noch etwas Öl zugeben und Zwiebeln, Sauerkraut und Kümmel darin braten, bis alle Flüssigkeit verdampft ist und das Kraut leicht Farbe angenommen hat. Zucker unterrühren, mit Weißwein ablöschen und mit dem Apfelsaft auffüllen. Wiederum so lange schmoren, bis alle Flüssigkeit verdampft ist und das Kraut zu bräunen beginnt. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Öl in einer großen, beschichteten Pfanne erhitzen und die Schnupfnudeln darin rundherum goldbraun braten. Sauerkraut zugeben und weitere 2 Min. braten. Majoran abzupfen, hacken und unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und servieren!

Schupfnudeln
Quelle: Deutschland Vegetarisch von Stefan Paul und Katharina Seiser.