Zitronige Linzer-Schnitten

Der Sommer hat sich schnell verabschiedet und seit Samstag regnet und regnet es… Ein Gutes hat das Ganze – Fräulein Schnürschuh kann sich stundenlang in der Küche vergnügen! Derzeit könnte ich jedes einzelne Rezept aus meinem Lieblingsblog Grain de sel nachmachen – Micha trifft einfach genau meinen Geschmack. Also habe ich am Wochenende erst mal eine neue Ration geröstete Ofentomaten hergestellt und dann habe ich noch die Quadrillos bzw. Linzer-Schnitten als zitronige Variante gebacken. Die Ofentomaten sind, wie sie Micha eh schon immer bewirbt, genial (!!!) und auch meine zitronigen Linzer-Schnitten wurden fantastisch. Es hat richtig Spaß gemacht sie herzustellen und nun sind sie in einer Dose verstaut und wir können uns immer wieder eine (oder zwei… oder drei…) rausstibitzen. Naja, die Hälft ist schon weg…

Zutaten für die abgewandelte zitronige Variante:

– 350 g Mehl
– 200 g gemahlene Mandeln
– 140 g Zucker
– 1 Ei
– 1 Prise Salz
– abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
– 1-2 Msp gemahlener Ingwer
– 1-2 Msp gemahlener Kardamom
– 1 Msp Vanilleextrakt
– 2 EL Limoncello
– 250 g weiche Butter in Stücken
– 250 g Gelée-Marmelade Zitronen Limetten
– Mehl
– Eigelb
– Puderzucker

Zubereitung:

Mehl, Mandeln, Zucker, Ei, Salz, Zitronenabrieb, Gewürze, Limoncello und Butterstückchen mit dem Knethaken der Rührmaschine vermengen. Anschließend mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten und in zwei Portionen teilen, diese in Frischhaltefolie wickeln und für mind. 1 Std. in den Kühlschrank geben.

In der Zwischenzeit zwei Backpapierbögen zu je 30 x 36 cm vorbereiten.

Eine Teigportion aus dem Kühlschrank holen und entweder auf bemehlter Arbeitsfläche oder, und ich tue mich so wesentlich leichter, zwischen Frischhaltefolie und dem vorbereiteten Backpapier legen und ebenmäßig auf die Größe des Backpapiers ausrollen. Mit dem Backpapier auf das Backblech heben, mit einer Gabel Löcher einstechen und mit der, in einer Schüssel verrührten, Marmelade bestreichen. In den Kühlschrank stellen.

Die zweite Teigportion aus dem Kühlschrank holen, genau wie die erste auf die Größe des Backpapiers ausrollen und auf ein Backblech heben. 20 Min. in den Kühlschrank stellen. Anschließend mit Hilfe eines kleinen Ausstechers (in etwa von der Größe eines Apfelkernausstechers) vorsichtig Kreise ausstechen – nicht zu nahe beieinander – und auf einem kleinen Stück Backpapier deponieren. Alles zurück in den Kühlschrank stellen und nochmal 10 Min. durchkühlen lassen.

Backofen auf 200 °C vorheizen. Alles aus dem Kühlschrank nehmen und die „durchlöcherte“ Teigplatte vorsichtig auf die Marmeladenteigplatte legen. Das Backpapier behutsam abziehen. Eigelb verquirlen und die obere Teigplatte damit bestreichen. Mit den ausgestochenen Kreisen belegen und in den Backofen (unterste Schiene) schieben. 16-18 Min. backen, vollständig auskühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und in 4 cm große Quadrate schneiden.

Zitronige Linzer-Schnitten

Pistazieneis

In Graz befand sich direkt unter unserer Wohnung eine Eisdiele – wie verführerisch und wie praktisch! Nicht selten also spendierte sich Fräulein Schnürschuh eins bis zwei Kugeln Eis! Dabei lernte ich das beste Pistazieneis überhaupt kennen. Es war herrlich pistazig, schön cremig und ohne jegliche Zusatzstoffe und Aromen. Der Clou aber war die leicht salzige Note. Einfach klasse!

Dieses Pistazieneis diente uns also als Vorbild für unsere eigene Kreation, die dank der karamellisierten Pistazienkerne sogar noch besser war. So wunderbar geklappt hat das durch eine Zutat, von der ich (leicht verzweifelt) bis jetzt noch nicht weiß wo ich sie, wenn sie aufgebraucht ist, wieder herbekommen soll?! Es handelt sich um ein Pistazienpüree, welches zu 100% (!!!) aus sizilianischen Pistazien besteht. Wir haben es dieses Jahr in der Gourmetabteilung des Lafayette in Paris entdeckt und ein Glas mitgenommen – leider nur ein Glas. Ich habe bereits das ganze Internet nach dem Pistazienpüree abgesucht, auch bei dem Hersteller „Dry Fruit“ habe ich gesucht – NIENTE – NIX – nicht die Bohne Pistazienpüree – NIRGENDS! Da muss ich mich nochmal dahinter klemmen… Für die nächsten 3-4 Pistazieneiskreationen reicht es zum Glück noch ☺

Als Basis für die Eiscreme, verwendete ich, wie immer, das Grundrezept von Herrn Lafer. Das ist perfekt, an dem gibt es nichts zu rütteln. Dann habe ich eigentlich nur noch ein paar Löffelchen Pistazienpüree, eine ordentliche Prise Salz, einen Schuss Kirsch und die karamellisierten Pistazien zugegeben. Voilà! Fantastisch! Suchtfaktor hoch drei!

Zutaten für 750 mL Eis:

– 250 ml Milch
– 250 ml Schlagsahne
– 100 g Zucker
– 2 Eier
– 2 Eigelb
– 2-3 TL Pistazienpüree (S: Pate Pure de Pistache de Sicilie von Dry Fruit)
– 1 gute Prise Salz
– 1 Handvoll Pistazienkerne
– 1-2 TL Puderzucker
– 1 Schuss Kirschbrand

Zubereitung:

Ein Wasserbad vorbereiten. Das Pistazienpüree aufrühren.

Milch, Sahne und Zucker in einen Topf geben und unter Rühren kurz aufkochen lassen. Vom Herd ziehen. Eier und Eigelbe in einer Schüssel verrühren und die Sahne-Milch-Mischung langsam einrühren. Über dem Wasserbad unter Rühren auf 75-80 °C erhitzen, bis die Masse bindet (zur Rose abziehen). Sobald die richtige Konsistenz erreicht ist, vom Wasserbad nehmen und abkühlen lassen. Pistazienpüree und Salz unterrühren, abschmecken (!) und über Nacht abgedeckt im Kühlschrank durchziehen lassen.

In der Zwischenzeit die karamellisierten Pistazienkerne vorbereiten. Puderzucker in einer Pfanne erhitzen, bis er schmilzt und ganz leicht braun wird. Pfanne sofort vom Herd ziehen und Pistazienkerne einrühren. Abkühlen lassen und voneinander lösen.

Am nächsten Tag einen Schuss Kirsch unter die Masse rühren und das Eis in der Eismaschine cremig gefrieren lassen. Erst wenn die Eismaschine die letzten Runden dreht, die Pistazienkerne dazugeben. Einen Teil der fertigen Eiscreme unbedingt sofort genießen, denn so ist die Konsistenz perfekt. Den Rest einfrieren und ca. 15 Min. vor dem Verzehr in den Kühlschrank stellen, damit es nicht so hart ist.

Pistazieneis

Lemon-Ricotta Bars

Ich liebe Zitronenkuchen! Süß, sauer, fruchtig, erfrischend, zitronig, sonnig, hmmmm!

Regelmäßig, meist wenn Herr Schnürschuh sich einen Kuchen aussuchen darf, gibt es daher Caprese al limone – den weltbeste Zitronenkuchen. Sehr lecker ist auch die Zitronentarte! Nun fanden die Lemon-Ricotta Bars von Food 52 den Weg auf meine Nachkoch-back-liste und ich schwang also den Schneebesen!

Die köstlich fruchtig-frische Füllung der Ricotta-Lemon Bars zergeht einem wirklich auf der Zunge! Damit ziehen sie vorbei an der Zitronentarte und nehmen Rang 2 in der Kategorie ILOVEZITRONE ein. Aus dem Kühlschrank serviert genau das Richtige für die sommerlichen Temperaturen!

Lemonbars

Zutaten (33×23 cm Form):

Teig
– 220 g Mehl
– 85 g Puderzucker
– 37.5 g Stärke
– 1 EL abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
– ¾ TL Salz
– 175 g zimmerwarme Butter (Würfel von 2.5 cm)

Füllung
– 250 g Ricotta, abgetropft (S: nicht abgetropft)
– 4 Eier (verquirlt)
– 200 g Zucker
– 3 EL Mehl
– 2 EL abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
– 160 mL Zitronensaft
– ¼ TL Salz

Zubereitung:

Backblech oder entsprechende Form mit Backpapier auslegen oder fetten und bemehlen.

Mehl, Puderzucker, Stärke, Zitronenschale und Salz in den Mixer geben und im Pulsmodus kurz miteinander vermengen. Die Butterwürfel zugeben und wieder mit dem Pulsmodus aufmixen, bis grobe Streusel entstehen.

Teig auf das Blech / in die Form geben und mit bemehltem Handrücken flach drücken, bis er einigermaßen homogen verteilt ist. 30 Min. abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 180 °C vorheizen.

Den Teig in den Backofen schieben und ca. 20 Min. backen, bis er leicht gebräunt ist.

Für die Füllung Ricotta, Eier, Zucker und Mehl in eine große Schüssel geben und mit dem Schneebesen verquirlen. Zitronenschale, Zitronensaft und Salz zugeben und gut zu einer homogenen Masse verrühren.

Teigboden aus dem Ofen holen. Temperatur des Backofens auf 165 °C reduzieren.

Die Füllung nochmal gut verrühren und auf den Teigboden gießen. Wieder in den Backofen schieben und weitere 30 Min. backen.

Zitronengebäck aus dem Backofen holen und abkühlen lassen. Mit einem scharfen Messer in Rechtecke schneiden. Dabei das Messer immer wieder reinigen. mit Puderzucker bestäuben.

Lemonbars