Schichtkuchen mit Walnüssen

Letztes Jahr war die Walnussernte bei Mama Schnürschuh sehr, sehr gut, dementsprechend viele Beutel mit gemahlenen Walnüssen hatte sie in der Gefriertruhe gebunkert. Die sollen nun nach und nach aufgebraucht werden. Natürlich durfte ich auch was mitnehmen in die Schweiz.

Ein Kuchenrezept mit Walnüssen musste her! Hatte da schon ein Rezept im Hinterkopf – gesehen bei der Küchenschabe. Einen hübschen Schichtkuchen mit einer Füllung aus Walnüssen, Schokolade, Zimt und Rosinen.

Typisch für mich, habe ich das Rezept nicht ordentlich gelesen und einfach einen Becher Sauerrahm gekauft. Das waren 180 g… Glücklicherweise waren noch Reste von Frischkäse und griechischem Joghurt im Kühlschrank und ich konnte damit auf die notwendigen 250 g aufstocken ;-). Bis auf die Rosinen, die ich ganz ließ, habe ich alles genau wie Küchenschabes Mitkoch gemacht. Ein einfacher, leckerer Kuchen, der optisch auch noch was hermacht! Bloß a bisserl arg süß war er. Das nächste Mal würde ich die Zuckermenge im Teig und/oder in der Füllung deutlich reduzieren.

Zutaten:

Füllung:
– 100 g Walnüsse
– 4 EL Rosinen
– 1 EL gemahlener Zimt (S: 1 TL)
– 1.5 EL Kakaopulver
– 175 g brauner Zucker

Teig:
– 125 g weiche Butter
– 225 g Zucker
– 1 Messerspitze Vanillemark
– 3 Eier (S: 4 kleine Eier)
– 250 ml Sauerrahm (S: 180 g Sauerrahm, 70 g: Joghurt- und Frischkäse)
– 250 g Mehl
– 2 TL Backpulver
– 1 Prise Salz

Zubereitung:

Zutaten rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen und Raumtemperatur annehmen lassen. Backofen auf 180 °C vorheizen. Springform fetten und mit Mehl bestäuben.

Walnüsse und Rosinen fein hacken (S: Walnüsse gemahlen, Rosinen ganz gelassen) und mit Zimt, Kakaopulver und braunem Zucker vermischen.

Butter, Zucker und Vanillemark schaumig rühren. Nach und nach die Eier zugeben und zu einer homogenen Masse verquirlen. Mehl, Backpulver und Salz in einer separaten Schüssel vermengen und abwechselnd mit dem Sauerrahm unter den Teig heben.

1/3 der Teigmasse in die Form streichen. Die Hälfte der Füllung gleichmäßig darauf streuen. Nächstes Drittel Teig vorsichtig einfüllen und glattstreichen und mit der restlichen Füllung bestreuen. Schließlich das letzte 1/3 Teigmasse einfüllen und glattstreichen. Dabei immer wieder mit der Form kräftig auf die Arbeitsfläche klopfen, damit die entstandene Luft aus den Schichten entweichen kann.

In den Backofen schieben und ca. 60 Min. backen. Stäbchenprobe machen! Auskühlen lassen, aus der Form lösen und mit Puderzucker bestreuen.

Tapas

Wer liebt sie nicht – italienische „Antipasti“, arabische „Mezze“ oder spanische „Tapas“ – viele viele kleine Gerichte, wild auf dem Tisch verteilt, überall kosten, mit Löffel, Gabel, Brot oder mit den Fingern, kleine Häppchen in den Mund schieben – Salate, Süppchen, pikante Teilchen, Gemüse, Fleisch und Fisch – genüsslich so dahin speisen, vielleicht noch ein Glaserl Wein dazu… Eine herrliche Zeremonie. Die zwar sau viel Arbeit macht, sich aber am Ende immer auszahlt und die Mittagspause am nächsten Tag auch nochmal zu einem Genuss werden lässt!

Kürzlich gab es also Tapas! Unter anderem mit folgenden drei Köstlichkeiten:
1. Pimientos de Padrón
2. Frittierte Sardellen (Herr Schnürschuh ist nämlich auf die Sardelle gekommen und frittiert wie wild Sardellen, sobald er welche auftreiben kann)
3. Gegrillter Oktopus auf Bohnensalat (mit mitgebrachten Schwarzaugenbohnen aus Kreta)

Pimientos de Padrón

Zutaten:
– Pimientos de Padrón
– Fleur de Sel
– Olivenöl

Zubereitung:
Pimientos waschen und sehr gut abtropfen lassen bzw. mit Küchenpapier trocken tupfen. Öl in eine große Pfanne (für die es einen Deckel gibt!)  geben und schön heiß werden lassen. Pimientos in die Pfanne geben, Deckel drauf und so lange von allen Seiten braten, bis die kleinen Paprika dunkel werden und Blasen werfen. Achtung: es spritzt wie verrückt! Zum Schluss nur noch mit Fleur de Sel bestreuen. Fertig. Lecker!

Frittierte Sardellen

Zutaten:
– frische Sardellen
– etwas Mehl
– Rapsöl zum Frittieren
– Salz
– Zitrone

Zubereitung:
Sardellen ausnehmen, den Kopf entfernen, unter fließend kaltem Wasser gründlich waschen, mit Küchenpapier trocken tupfen und mit Mehl bestäuben. Ordentlich Öl (1-2 cm) in eine große Pfanne geben und heiß werden lassen. Das Öl hat dir richtige Temperatur erreicht, wenn Blasen an einem eingetauchten Holzstäbchen hochsteigen. Sardellen in die Pfanne geben und ca. 5 Min. braten, bis sie knusprig braun sind. Die frittierten Sardellen auf Küchenpapier abtropfen lassen, salzen und kurz vor dem Verzehr mit Zitronensaft beträufeln.

Bohnensalat mit gegrilltem Oktopus

Zutaten für 2 Personen:

Gegrillter Oktopus
– 1 Oktopus (ca. 1kg)
– 1 Lorbeerblatt
– Salz
– Olivenöl
– angedrückte Knoblauchzehe
– frische Kräuter nach Belieben
– Salz

Bohnensalat
– 1 Handvoll Bohnen (S: Schwarzaugenbohnen)
– 1 kleine Zwiebel
– 1-2 Stängel Petersilie
– 1-2 Stängel Dill
– 1-2 Tomaten
– 2-3 EL Olivenöl
– 1-2 EL Weißweinessig
– Salz, Pfeffer
– Zucker

Zubereitung:

Bohnensalat
Bohnen in eine Schüssel geben, mit kaltem Wasser bedecken und über Nacht einweichen lassen. Am nächsten Tag einen Topf mit Wasser aufsetzen, zum Kochen bringen und die Bohnen darin ca. 30 Min. weich kochen. Abgießen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit Zwiebel schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden. Tomaten putzen und in kleine Würfel schneiden. Petersilie und Dill hacken.

Alle Zutaten miteinander vermengen und mit Essig, Olivenöl, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Ein paar Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

Gegrillter Oktopus
Oktopus gründlich unter fließend kaltem Wasser waschen. Kopf und Kauwerkzeuge entfernen. Den Oktopus in einen Topf mit kaltem Wasser, 1 Lorbeerblatt und etwas Salz geben, auf den Herd stellen, Deckel drauf und bei mittlerer Stufe bis knapp unter den Siedepunkt erhitzen. Herd ausschalten und auf der Herdplatte auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

Oktopus aus dem Topf nehmen und die Haut unter fließend kaltem Wasser etwas abrubbeln. Trocken tupfen und die Tentakel abschneiden. Die Tentakel über Nacht in einer Mischung aus Olivenöl, frischen Kräutern und Knoblauch marinieren.

Am nächsten Tag die marinierten Tentakel auf dem Grill oder in einer Grillpfanne von beiden Seiten grillen.

Den gegrillten Pulpo auf dem Bohnensalat anrichten, mit Salz bestreuen und sogleich servieren.

Kosheri

Ottolenghi hat mal wieder zugeschlagen! Heute gab es ein Gericht aus seinem Buch Das KochbuchKosheri! In Ägypten zu Hause und heiß begehrt, daher wird es dort an jeder Ecke angeboten. In Kosheri sind Nudeln, Reis und Linsen auf einmal – das habe ich noch nie gehabt. Dazu gibt es eine feurige Tomatensoße.

Wauhhh. Wirklich köstlich! Kommt in die „das machen wir jetzt öfter“ Kategorie.

Zutaten für 2 Personen: 

Tomatensoße
– Olivenöl
– 1 Knoblauchzehe
– 2 Chilis
– 1 Dose gehackte Tomaten
– 2 EL Apfelessig
– ½ – 1 TL Kreuzkümmel
– Salz, Pfeffer
– 1 Bund frischer Koriander

Kosheri
– 150 g grüne Linsen
– 100 g Basmatireis
– 20 g Butter
– 25 g kurze Fadennudeln
– 200 mL Wasser
– 1 Messerspitze Muskatnuss
– ½ TL Zimt
– Salz, Pfeffer
– Olivenöl
– 2 Zwiebeln

Zubereitung:

Tomatensoße
Knoblauch schälen und andrücken. Chilis putzen, entkernen und fein hacken. Olivenöl in einem Topf erhitzen, den Knoblauch und die Chilischoten hineingeben und 2 Min. anbraten. Tomaten, Essig und Kreuzkümmel zugeben und zum Kochen bringen. Bei niedriger Temperatur 30-40 Min. köcheln lassen, bis die Soße etwas eingedickt ist. Vom Herd nehmen, Knoblauch ‚rausfischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, Koriander grob hacken und unterrühren. Kurz vor der Servieren nochmal erhitzen.

Kosheri
Die Linsen in einen Sieb geben und unter fließendem kaltem Wasser abspülen. In einen großen Topf füllen, mit reichlich kaltem Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Bei niedriger Temperatur 20-25 Min. köcheln lassen. Abgießen und beiseite stellen.

Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebeln zugeben und bei mittlerer Temperatur 20-30 Min. braten, bis sie goldbraun sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Reis in eine Schüssel füllen, mit kaltem Wasser bedecken, waschen und gründlich abtropfen lassen. Die Butter in einem großen Topf zerlassen. Die Fadennudeln zugeben und unter ständigem Rühren goldbraun braten. Reis zugeben, rühren, bis die Körner vollständig von der Butter überzogen sind. Frisch geriebene Muskatnuss, Zimt, Salz und Pfeffer zugeben und zum Kochen bringen. Geschlossen bei niedriger Temperatur 12 Min. köcheln lassen. Herd ausschalten, den Deckel abnehmen, den Topf mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und den Deckel wieder auflegen. 5 Min. stehen lassen.

Zum Servieren den Reis mit einer Gabel auflockern, die Linsen und den Großteil der Zwiebeln untermischen. Nach Bedarf nochmals abschmecken. Auf dem Teller zu einem Berg auftürmen, mit den restlichen Zwiebeln garnieren und mit der Tomatensoße servieren.

Sablés Infiniment Chocolat

Ich verfolge viele Kochblogs, viele viele, richtig viele. Jetzt nach unserem Urlaub auf Kreta dauerte es schon eine Weile, um wieder up to date zu sein. War aber bei dem Wetter ja eh kein Problem… Natürlich habe ich so meine Lieblingsblogs. Einer davon ist grain de sel von Micha. Viele ihrer Rezepte sind genau nach meinem Geschmack und ich habe Lust sie nach zu kochen. Die Mischung aus Süßem und Deftigem ist genau richtig und die Zutaten, kaum Fleisch, viel Gemüse und Kräuter, gefallen mir sehr. Auch diesmal habe ich ein Rezept bei Ihr gefunden, welches ich unbedingt nachbacken wollte – wie so viele andere das auch auch schon getan haben, denn es handelt sich um ein sogenanntes Blogbuster-Rezept! Original ist es von dem Pariser Pâtissier Pierre Hermé. Das die Schokosablés der Hammer sein werden war keine Frage! Lecker!

Zutaten: 

– 175 g Mehl
– 30 g Kakao
– 5 g Natron
– 150 g weiche Butter
– 120 g Rohrzucker
– 50 g Puderzucker
– 5 g Fleur de sel
– Mark einer Vanilleschote
– 150 g Zartbitter-Schokolade (70%)

Zubereitung:

Schokolade hacken. Mehl, Kakao und Natron vermischen und sieben. Die sehr weiche Butter mit dem Rohrzucker, Puderzucker, Salz und dem Vanillemark gut vermischen. Die Mehl-Kakaomischung dazugeben und alles vermengen – die gehackte Schokolade zuletzt unterkneten.

Nur so viel wie nötig kneten. Darauf achten, dass sich beim Rollen keine Luft einschließt. Aus dem Teig zwei 4 cm dicke Rollen formen (der Teig ist etwas bröselig, es hilft, die Rollen in Klarsichtfolie zu formen). 2-3 Stunden in den Kühlschrank stellen. Ein paar Minuten warten, bis der Teig sich ohne zu brechen schneiden lässt. Dann 1 cm dicke Scheiben schneiden und mit gutem Abstand auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech verteilen.

Bei 170 °C Umluft nicht mehr als 11-12 Minuten backen, sie dürfen nicht austrocknen. Komplett abkühlen lassen und in einer Blechdose aufbewahren.