Rindersteak mit Safranzwiebeln und Tomaten-Basilikum-Bulgur

Nach elf Monaten ist unsere Zeit in der schönen Stadt Graz beendet. Die Kisten sind gepackt (schlappe 15 an der Zahl) und auf dem Weg nach Luzern. An unserem letzten Sonntag in Graz gab es noch einmal Rindersteaks von unserem Lieblingsmetzger am Hauptplatz, nach einem hervorragendem Rezept von Annemarie Wildeisen.

  

Zutaten für 2 Personen:

Rindersteaks mit Safranzwiebeln
– 2 Rindersteaks
– Salz, Pfeffer
– Öl
– 25 mL Patis oder Pernod (S: Brühe)
– 400 g mittlere Zwiebeln
– 20 g Butter
– 125 mL Weißwein
– 1 Briefchen Safran
– 1 Stückchen unbehandelte Orangenschale
– 3-4 Thymianzweige
– 6 Cocktailtomaten
– 2 EL Olivenöl

Tomaten-Basilikum-Bulgur
– 200 mL Hühnerbrühe (S: Gemüsebrühe)
– 100 g Bulgur
– 1 Knoblauchzehe
– 2 Frühlingszwiebeln
– 200 g Cocktailtomaten
– Salz, Pfeffer
– 1-2 EL Olivenöl
– 2-3 Stängel Basilikum

Zubereitung:

Rindersteaks mit Safranzwiebeln
Rindersteaks rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, so dass sie nicht zu kalt sind. Backofen auf 80 °C vorheizen. Rost in den Backofen schieben und einen Teller darunter stellen, um später den Fleischsaft aufzufangen.

Etwas Öl in eine große Pfanne geben, heiß werden lassen und die Rindersteaks darin scharf von jeder Seite 1-2 Min. anbraten. Auf den Rost legen und im Backofen ca. 50 – 60 Min. garen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen und je nach Größe vierteln oder sechsteln. Den Bratensatz mit Patis oder Pernod auflösen (ich hatte weder Patis, noch Pernod und habe daher den Bratensatz mit Brühe gelöst). In einer weiteren Pfanne oder in einem großen Topf die Butter erhitzen und die Zwiebeln darin anschwitzen. Den gelösten Bratensatz und Weißwein dazugeben und aufkochen. Safran in etwas heißer Kochflüssigkeit auflösen und unterrühren. Zwiebeln mit Salz und Pfeffer würzen, die Orangenschale dazulegen, Thymianblättchen abzupfen und ebenfalls beifügen. Das Ganze zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 25 Min. weich dünsten. Die letzten 10-15 Min. den Deckel abnehmen und die Flüssigkeit auf ca. 100 mL einkochen lassen.

Unmittelbar vor dem Servieren die Ofentemperatur auf 230 °C erhöhen und die Steaks in der aufsteigenden Hitze 4-5 Min. Temperatur annehmen lassen.

Gleichzeitig die Cocktailtomaten halbieren und die Schnittflächen mit Salz und Pfeffer würzen. In einer Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen und die Tomaten mit der Schnittfläche nach unten darin 1-2 Min. anbraten.

Die Safranzwiebeln nochmal kurz aufkochen und das restliche Olivenöl unterrühren. Die angebratenen Cocktailtomaten vorsichtig unterheben und eventuell noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tomaten-Basilikum-Bulgur
Brühe in einem Topf aufkochen und den Bulgur einrühren. Einmal aufkochen lassen, dann den Herd ausschalten und den Bulgur zugedeckt ca. 20 Min. quellen lassen.

Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln putzen und mitsamt dem Grün fein hacken. Cocktailtomaten halbieren oder vierteln und mit Salz und Pfeffer würzen.

Olivenöl in einem weiteren Topf erhitzen, Knoblauch und Frühlingszwiebeln darin anschwitzen. Tomaten zugeben und alles zugedeckt bei niedriger Temperatur ca. 5 Min. dünsten. Beiseite stellen.

Kurz vor dem Servieren die Basilikumblätter abzupfen und hacken. Tomaten und Basilikum unter den Bulgur mischen und alles nochmal schön heiß werden lassen.

Zuletzt die Steaks mit Salz und Pfeffer würzen. Auf vorgewärmten Tellern mit den leuchtend gelben Safranzwiebeln auf dem Tomaten-Basilikum-Bulgur anrichten.

Paprika-Kürbis-Suppe

Neues Buch (Meine Küche der Gewürze) die Zweite! Und schon wieder ein Supperl. Irgendwie muss man der Kälte ja trotzen! In Sachen Zutaten und Zubereitung habe ich die Suppe gegenüber dem Schuhbeck-Rezept nur leicht modifiziert. Und was soll man sagen?! Guad war’s!

Zutaten für 4 Personen:

Suppe und Einlage
– 2 rote Paprikaschoten (S: 3 rote Spitzpaprika)
– 600 g Butternuss- oder Muskatkürbis
– 900 mL Hühnerbrühe (S: Gemüsebrühe)
– 100 g Sahne
– 100 mL Kokosmilch
– 1 TL Currypulver
– 1 halbierte Knoblauchzehe
– 1 Splitter Zimtrinde
– ½ ausgekratzte Vanilleschote
– 40 g kalte Butter
– gemahlener Galgant (S: weggelassen)
– mildes Chilipulver (S: ordentlich Cayennepfeffer)
– 1 EL Olivenöl
– 2-3 Stängel Petersilie
– Salz / Chilisalz

Croûtons
– 3 Toastbrotscheiben
– 2 EL Olivenöl
– 1 Knoblauchzehe
– ½ ausgekratzte Vanilleschote

Zubereitung:

Paprika putzen. 1 Paprikahälfte beiseite legen. Den Rest in grobe Würfel schneiden. Kürbis putzen und schälen. Ca. 100 g beiseite legen. Den Rest in grobe Würfel schneiden. Gemüse in einen großen Topf geben, mit 800 mL Brühe begießen, aufkochen und bei niedriger Temperatur ca. 20 Min. weich garen. Currypulver, Sahne und Kokosmilch hinzugeben und mit dem Zauberstab fein pürieren. Anschließend die Suppe durch einen Sieb passieren und zurück in den Topf gießen. Schließlich Knoblauchzehe, Zimtrinde und Vanilleschote zugeben, einige Minuten ziehen lassen und wieder entfernen. Suppe nochmal heiß werden lassen, mit Salz und 1 Prise Galgant (habe ich weggelassen) abschmecken und zuletzt die kalte Butter mit dem Zauberstab untermixen.

Für die Einlage die beiseite gelegte Paprika und den Kürbis in ca. 0.5 cm große Würfel schneiden und in einem kleinen Topf in der restlichen Brühe weichkochen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist. Olivenöl zugeben, mit Chilisalz abschmecken und mit frisch gehackter Petersilie bestreuen.

Für die Croûtons zunächst die Toastbrotrinde entfernen, dann die Scheiben in ca. 0.5 – 1 cm große Würfel schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Weißbrotwürfel darin kross anbraten. Pfanne vom Herd ziehen und die Vanilleschote sowie die in grobe Scheiben geschnittene Knoblauchzehe zugeben. Vanilleschote und Knoblauch nach ein paar Minuten wieder entfernen.

Suppe kurz vor dem Servieren nochmal aufschäumen und in vorgewärmte Teller füllen. Mit den Gemüsewürfeln und den Croûtons garnieren und sogleich servieren.

Spinatsuppe

Nachdem die Schnürschuhs von einem kürzlichen Event doch Recht in Anspruch genommen waren, ist nun endlich wieder Zeit zum Kochen & Bloggen. Wir bekamen zu besagtem Event das Kochbuch Meine Küche der Gewürze von Alfons Schuhbeck geschenkt. Daraus habe ich mir gleich ein Rezept ausgesucht: Spinatsuppe – schön grün – und lecker!

Für 4 Personen:

– 300 g junger Spinat
– Salz
– 1 Zwiebel
– 1 kleine festkochende Kartoffel
– ½ Stängel Zitronengras
– 30 g kalte Butter
– 800 mL Hühnerbrühe (S: Gemüsebrühe)
– 2 EL Kokos-Chips
– 1 Knoblauchzehe
– 100 g Sahne
– 100 mL Kokosmilch
– 1 Streifen unbehandelte Zitronenschale
– mildes Chilipulver
– Muskatnuss

Zubereitung:

Spinat verlesen, waschen und trocken schleudern. Grobe Stiele entfernen. 1 Handvoll Spinatblätter beiseite legen. Den Rest in kochendem Salzwasser 1 Min. blanchieren, eiskalt abschrecken und abtropfen lassen. Anschließend nochmals zwischen den Händen ordentlich ausdrücken. Ebenfalls beiseite stellen.

Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Kartoffel schälen und ebenfalls in kleine Würfelchen schneiden. 1 EL Butter in einem Topf erhitzen und Zwiebel- und Kartoffelwürfel darin anschwitzen. Mit der Brühe auffüllen und das Zitronengras zugeben. Deckel drauf setzen und ca. 25 Min. bei niedriger Temperatur ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Kokos-Chips in einer Pfanne ohne Fett hell rösten und die Knoblauchzehe schälen und in feine Scheiben schneiden.

Sobald die Kartoffeln weich sind, das Zitronengras aus der Suppe fischen, Kokosmilch und Sahne zugeben und die Suppe fein pürieren. Zitronenschale hinzufügen, ein paar Minuten ziehen lassen, dann wieder herausnehmen.

Schließlich die Suppe nochmal schön heiß werden lassen und mit der restlichen kalten Butter, dem blanchierten Spinat und den Knoblauchscheiben schaumig aufmixen. Mit Salz, einer Prise Chili und etwas frisch geriebener Muskatnuss abschmecken und die beiseite gelegten Spinatblätter unterrühren. In tiefe Tellern füllen, mit den Kokos-Chips bestreuen und servieren.