Kürbissuppe mit frittiertem Gemüse

Herr Schnürschuh hat aktuell die „alles muss raus“ Phase. Recht hat er! Bevor man neue Zutaten kauft, erst mal die alten verwerten. Im Angebot habe ich weiße Kuvertüre, Marzipan, Kokosflocken, Nüsse und in ein Packerl eingefrorene Kürbiswürfel, was alles verwertet werden muss. Zuerst kommt der Kürbis dran – der muss unbedingt weg, wo es jetzt doch schon frischen Kürbis gibt…

Ganz klassisch habe ich die altbewährte Kürbissuppe daraus gemacht. Schmeckt immer und macht mit dem frittierten Gemüse direkt was her!

Gefunden bei Johann Lafer, minimal modifiziert.

Zutaten für 2 Personen:

– 500 g Kürbis
– 1 Schalotte
– 1 kleine Knoblauchzehe
– 2 EL Butter
– 1 TL Currypulver
– 50 mL Weißwein
– 300 mL Gemüsebrühe
– 100 g Sahne und ein bisschen für die Deko
– Muskat
– Salz, Pfeffer
– ein bisserl von Möhre, Knollensellerie Lauch
– Rapsöl

Zubereitung:

Kürbis schälen, von den Kernen befreien und in grobe Würfel schneiden. Schalotte und Knoblauch schälen und fein hacken.

Butter in einem Topf schmelzen, Schalotten- und Knoblauchwürfel zugeben und darin glasig dünsten. Kürbiswürfel hineinrühren, kurz mitbraten, mit dem Currypulver bestreuen und eine weitere Minute braten. Mit dem Weißwein ablöschen, Gemüsebrühe und Sahne dazu gießen und das Ganze so lange bei niedriger Temperatur köcheln, bis der Kürbis weich ist, ca. 15-20 Minuten. Suppe mit dem Zauberstab fein pürieren und mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.

Möhre, Knollensellerie und Lauch putzen und in gleich lange, sehr feine Streifen schneiden. Rapsöl in einem kleinen Topf auf 180 °C erhitzen. Soviel, dass das Gemüse gut darin schwimmen kann. Das Öl ist heiß genug, wenn man den Stil eines Holzkochlöffels in das Öl taucht und daran Bläschen hochsteigen. Das Gemüse nach und nach darin goldgelb frittieren, auf Küchenpapier abtropfen lassen und salzen.

Sahne steif schlagen, nicht zu fest.

Die Suppe kurz vor dem Servieren nochmal schaumig aufmixen und in tiefe Teller füllen. Mit einen Klecks geschlagener Sahne verfeinern und das frittierte Gemüse vorsichtig oben drauf setzen.

Mezze-Abend No.1

Zum Geburtstag bekam ich von Mama Schnürschuh das Buch Veggiestan von Sally Butcher. Die Kombination Orientalisch & Vegetarisch gefällt mir sehr gut, auch weil ich schon länger mit Herrn Schnürschuh einen Mezze-Abend plane.

Mezze bedeutet viele verschiedene, kleine und große Gerichte auf dem Tisch ausbreiten und gemächlich verspeisen. Wir haben uns dafür einen Sonntagabend reserviert, da die Zubereitung von 4-5 Gerichten schon eine ganze Weile dauert. So wurschtelten wir den ganzen Sonntag so vor uns hin ☺

Die Rezepte aus dem Buch sind schön beschrieben, gelingen sehr gut und schmecken fantastisch – optimal für unseren Mezze-Abend. Und es gibt noch sooooo viele Rezepte auszuprobieren. Ich freue mich schon auf’s nächste Mal!

No.1
Yufka – Türkisches Fladenbrot

Zutaten für 15 Fladen:

– 100 g Weizenmehl (Type 550)
– 50 g Weizenvollkornmehl
– 1 Prise Salz
– 2 EL zerlassene Butter
– ca. 100 mL lauwarmes Wasser

Zubereitung:

Mehl und Salz in eine Schüssel geben. In der Mitte eine Mulde bilden. Butter und Wasser hinzugeben und zunächst mit einem Holzlöffel verrühren. Anschließend mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten.

Teig auf einem bemehlten Brett in 15 Stücke teilen, mit einem feuchten Tuch abdecken und 30 Min. ruhen lassen.

Die Teigbällchen auf bemehlter Arbeitsfläche mit der Hand plattdrücken und zu sehr dünnen Kreisen (ca. 20 cm Durchmesser) ausrollen.

Pfanne gut erhitzen und die Fladen von jeder Seite ca. 30 Sek. backen. Abkühlen lassen und zu Dips, Schmorgerichten und sonstigen Köstlichkeiten reichen.

No.2
Fatayer – Spinattaschen 

Zutaten für ca. 20 Stück:

Hefeteig
– 3-4 g Trockenhefe bzw. 6 g frische Hefe
– ½ TL Zucker
– 75 mL lauwarmes Wasser
– 250 g Mehl
– ½ TL Salz
– 1 EL Olivenöl

Spinatfüllung
– Olivenöl
– ½ kg frischer oder tiefgekühlter Spinat
– 1 Zwiebel
– ½ EL Sumach (habe ich leider nirgendwo bekommen und daher weggelassen)
– 60 g Pinienkerne oder Walnüsse (ich nahm Beides)
– ½ EL Granatapfelpaste (habe ich leider auch nicht gefunden, stattdessen gab ich Granatapfelsaft zur Füllung)
– ½ EL Zitronensaft
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Hefe, Zucker und Wasser miteinander verrühren und 10-15 Min. stehen lassen. Mehl und Salz in eine Schüssel geben, Öl und Hefewasser zugeben und das Ganze so lange kneten, bis ein glatter Teig entsteht. Zudecken und an einem warmen Ort mind. 1 Std. gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Zwiebel schälen und fein hacken. Nüsse ebenfalls hacken (dürfen ruhig gröber sein). Spinat waschen bzw. auftauen und abtropfen lassen.

In einem Topf etwas Öl erhitzen, Zwiebeln darin glasig dünsten. Spinat, Nüsse und Sumach zugeben und ein paar Minuten mitbraten. Topf vom Herd ziehen. Mit Granatapfelpaste, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und beiseite stellen.

Backofen auf 190 °C vorheizen.

Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und Kreise mit einem Durchmesser von 6-8 cm ausstechen. Einen Teelöffel Spinatfüllung in die Mitte des Kreises setzen, etwas andrücken. Den Kreis gedanklich dritteln, die drei Teigränder zur Mitte hochklappen und aneinander drücken. Die Ränder durch festes Andrücken ebenfalls verkleben. Es sollen kleine Pyramiden entstehen. Die fertigen Pyramiden auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen.

Blech in den Backofen schieben und die Teigtaschen 20 Min. backen, bis sie leicht gebräunt sind. Abkühlen lassen und zimmerwarm genießen.

No.3
Burani Bonjon – Auberginen mit Joghurtsoße

Zutaten für 2 Personen:

Auberginengemüse
– Rapsöl
– 1 Aubergine
– Salz
– 1 Zwiebel
– 2 Chilis
– ½ TL Kurkuma
– 2-3 Tomaten
– frisches Koriandergrün (ca. 1 Handvoll)

Joghurtsoße
– 100 g Vollmilchjoghurt
– 1 Knoblauchzehe
– Zitronensaft
– 1 Handvoll frische Minze
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Auberginen in 6-7 cm dicke Scheiben schneiden, von beiden Seiten salzen und 30 Min. ziehen lassen. Unter fließend kaltem Wasser abspülen und gut abtrocknen.

Zwiebel schälen und fein hacken. Chilis vom Kerngehäuse befreien und ebenfalls fein hacken. Tomaten häuten und in Würfel schneiden.

Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Auberginenscheiben nach und nach von beiden Seiten anbraten. Auf einem großen Teller sammeln und mit Kurkuma würzen.

Wieder etwas Öl in der Pfanne erhitzen, Zwiebel und Chili darin glasig dünsten. Auberginen, Tomaten und frisch gehacktes Koriandergrün zugeben und mit ein bisschen Wasser auffüllen, so dass das Gemüse gerade bedeckt ist. Das Ganze zugedeckt 30 Min. bei niedriger Temperatur köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Joghurtsoße zubereiten. Dafür Knoblauch schälen und fein hacken. Joghurt mit dem Knoblauch und der frisch gehackten Minze vermengen und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Im Kühlschrank durchkühlen lassen.

Auberginengemüse eventuell noch mit Salz abschmecken, auf eine Platte geben und mit der Joghurtsoße bedecken. Mit Koriandergrün bestreuen und sogleich servieren.

No.4
Sarasura / Türlü / Güveç / Briami – Orientalische Ratatouille 

Zutaten für 2 Personen:

– 1 kleine Aubergine
– 1 Zucchini
– 1 Kartoffel
– 1 Paprika
– 1 Zwiebel
– 2-3 Knoblauchzehen
– 2 Tomaten
– 1 TL getrockneter Oregano
– 1-2 Lorbeerblätter
– Salz, schwarzer Pfeffer
– frische Petersilie

Zubereitung:

Kartoffel schälen, Paprika putzen und vom Kerngehäuse befreien. Kartoffeln, Paprika, Aubergine und Zucchini in 3-4 cm große Würfel schneiden. Zwiebel schälen und grob hacken. Knoblauch schälen und andrücken. Tomaten vierteln.

Backofen auf 180 °C vorheizen.

Auberginen-, Zucchini-, Paprika-, Kartoffelwürfel, Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, Oregano und Lorbeerblätter vermengen, mit Salz und Pfeffer würzen und auf einem Backblech verteilen. Einen guten Schuss Wasser zugießen, so dass der Boden gerade benetzt ist. Zudecken und 1,5 h im Ofen backen bis das Gemüse weich ist.

Aus dem Backofen nehmen, mit einer Handvoll frisch gehackter Petersilie bestreuen und servieren.

No.5
Loubia bi Harissa – Feurige grüne Bohnen

Zutaten für 2 Personen:

– Butter
– 150 g grüne Bohnen
– 1 kleine rote Zwiebel
– 4-5 Cocktailtomaten
– 1 Knoblauchzehe
– Saft und abgeriebene Schale von ½ Limette
– 1 TL Harissa (siehe Mordswaffen)
– ½ TL Rosenblütenwasser (hatte ich leider nicht da)
– 2-3 EL Olivenöl

Zubereitung:

Bohnen putzen und schräg in ca. 5 cm lange Stücke schneiden. Salzwasser aufsetzen, zum Kochen bringen und die Bohnen darin knackig kochen (sie sollten noch gut Biss haben). Mit Eiswasser abschrecken und abtropfen lassen.

Zwiebel schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. In einem Topf ein Stückchen Butter erhitzen, Zwiebel darin glasig schwitzen. Knoblauch und Tomaten zugeben und ca. 5 Min. bei mittlerer Hitze mitdünsten. Zuletzt die Bohnen unterrühren und so lange garen, bis sie weich sind. Topf vom Herd ziehen.

Die Bohnen mit einer Mischung aus Limettensaft, Limettenschale, Harissa, Rosenblütenwasser und Olivenöl marinieren und etwas ziehen lassen. Zimmerwarm servieren.

No.6
Grüner Erbsen-Hummus

Zutaten für 2 Personen:

– 125 g Tiefkühlerbsen
– 1 TL Tahin
– Saft einer halben Zitrone
– 1 EL Olivenöl
– 1 Knoblauchzehe, geschält
– ½ TL Kreuzkümmel, gemahlen
– frische Petersilie
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Einen Topf mit Wasser aufsetzen, salzen, zum Kochen bringen und die Erbsen darin ca. 5 Min. garen. Abgießen, mit Eiswasser abschrecken und abtropfen lassen.

Erbsen, Tahin, Zitronensaft, Olivenöl, Knoblauch, Kreuzkümmel und Petersilie kurz pürieren. Je nach Konsistenz noch etwas kaltes Wasser zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und in eine Schüssel überführen. Vor dem Servieren mit einer Prise Cayennepfeffer verfeinern und mit Olivenöl beträufeln.

Quelle: Veggiestan von Sally Butcher

Paprika-Tomaten-Suppe

Endlich mal wieder ein Blogeintrag! Eine herrlich, erfrischende, sehr leckere Paprika-Tomaten-Suppe, mal ganz anders zubereitet!

Zutaten für 2 Personen:

Suppe
– 3 gleichfarbige Paprika
– 75 mL Olivenöl
– 3 Knoblauchzehen
– 1 sehr scharfe Chilischote
– frischer Koriander
– 1 kleiner Fenchel
– 1 Zwiebel
– 1.2 kg reife Tomaten
– Salz

Salat
– bisserl von dem Gemüse (Gurke, rote und gelbe Paprika, Cocktailtomaten)
– bisserl von den frischen Kräutern, kleine Blätter (Basilikum, Koriander, Minze)
– Salz, Pfeffer
– Olivenöl
(Eine Mengenangabe bei einer so kleinen Menge ist schwer, deshalb habe ich es offen gelassen. Alles in allem soll es soviel sein, dass es als Suppeneinlage für 2 Teller Suppe reicht)

Zubereitung:

Knoblauch schälen und andrücken. Chilischote halbieren und entkernen. Zwiebel schälen und hacken. Paprikaschoten vom Kerngehäuse befreien. Paprika, Tomaten und Fenchel grob würfeln. Koriander hacken.

Backofen auf 190 °C vorheizen.

Olivenöl in einem (backofensicheren) Topf erhitzen. Knoblauch, Chili und Koriander zugeben und ca. 5 Min. anbraten, bis der Knoblauch Farbe annimmt. Zwiebel und Fenchel zugeben und weitere 10 Min. braten. Herd ausschalten. Paprika und Tomaten zugeben, salzen, umrühren und den Topf (ohne Deckel) in den Backofen stellen. 30-40 Min. im Backofen schmoren lassen, dabei ca. alle 10 Min. umrühren.

In der Zwischenzeit den Salat vorbereiten. Dafür die Gurke schälen, halbieren, Kerne entfernen und in schöne Stücke schneiden. Paprika säubern und in Stückchen der selben Größe schneiden. Tomaten halbieren. Das Gemüse mit den frischen Kräutern in eine Schüssel geben und mit Salz und Pfeffer würzen.

Suppe aus dem Backofen nehmen, abkühlen lassen und zuerst mit dem Stabmixer pürieren und anschließend durch ein Sieb passieren. Eventuell noch mit Salz abschmecken.

Die Suppe, ganz nach Belieben, kalt oder im Kühlschrank gut durchgekühlt eiskalt genießen. Vor dem Servieren den Salat behutsam oben drauf geben und mit Olivenöl beträufeln.

Quelle: Keep it Seasonal von Annie Wayte

Caponata

Das neue Kochbuch (Österreich Vegetarisch) der Bloggerin, Journalistin, Köchin Katharina Seiser erscheint in wenigen Tagen. Natürlich hab ich’s mir gleich vorbestellt und freu mich riesig drauf. Sie hat mich auch zu folgendem Gericht inspiriert – einer sommerlichen Caponata. Von mir nur ein klein wenig abgewandelt…

Zutaten:

– 1 Aubergine
– 1-2 Zucchini
– 1 Fenchel
– 1-2 Paprika
– 2 Zwiebeln
– 8 Cocktailtomaten
– Olivenöl
– 1 Handvoll Rosinen
– 1 Handvoll Pinienkerne
– 3-4 EL Rotweinessig
– 1 EL Zucker
– Salz, Pfeffer
– frisch abgezupfte Basilikumblätter

Zubereitung:

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten.

Paprika schälen. Zusammen mit der Aubergine und den Zucchini in ca. 1×1 cm große Würfel schneiden. Fenchelknolle vierteln oder achteln. Zwiebeln schälen und grob hacken. Cocktailtomaten vierteln.

Nun Aubergine, Zucchini, Paprika, Fenchel und Zwiebel nach und nach in einer Pfanne mit Olivenöl anbraten, salzen und in einer großen Schüssel sammeln.

Zuletzt die Zwiebeln glasig braten, Tomaten zugeben und 3 Min. einkochen. Rosinen unterrühren und zu dem Gemüse in die Schüssel geben.

Das Ganze mit Essig, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Zuletzt Basilikum und die gerösteten Pinienkerne unterrühren. Mit Frischhaltefolie abdecken und ein paar Stündchen durchziehen lassen.

Die Caponata zimmerwarm mit frischem Weißbrot genießen. Köstlich!