Birnentarte mit Camembert und Thymian

Heute war es spät, als wir nach Hause kamen. Herr Schnürschuh musste gleich wieder los – Geschäftessen im Aiola Upstairs in Graz. Ich, neidisch auf’s Aiola Upstairs, wollte mich auch nicht mit einem Käsebrot abspeisen und hatte da, nachdem ich die Birnen aus Mama Schnürschuhs Garten erblickte, so eine Idee… Vor Kurzem war da so ein Rezept auf Zeit Online… Ganz fix ging das… Kombination Birne, Camembert, Thymian… Eher für Fräulein Schnürschuhs Gaumen… Ab zum Spar, Blätterteig und Camembert ins Stoffsackerl und Birnentarte ausprobieren.
Fazit: Perfekt, wenn’s mal pressiert – Einfach, schnell, lecker!

Die Schreiberlinge der Zeit verwenden Ziegenkäse (Camembert oder Frischkäse). Ein Dilemma. So stand ich also vor der Käsetheke – Ziegenfrischkäse in der Hand, schnuppern – regionaler Bio-Kuhmilch-Camembert, passt ja auch, – dann Camembert von der Ziege, schnuppern, – was, wenn die Tarte dann so derb nach Ziege riecht bzw. schmeckt – dann mag ich sie womöglich nicht mehr – aber der Naturjoghurt aus Ziegenmilch, den ich vor ein paar Wochen aus Versehen kaufte, schmeckte kein bisschen unangenehm, richtig gut war der! – doch mit dem Kuh-Camembert bin ich auf der sicheren Seite! So wanderte meine Hand von Ziege zu Kuh, hin und wieder zurück, gefühlte zehn Minuten, bis mich mein Mut verließ und ich zum Kuh-Camembert griff. „Sicher ist sicher! Der Magen knurrt!“

Zutaten für 1x Fräulein Schnürschuh:

– die Hälfte von einem Blätterteigbogen (1 Bogen ~ 240 g)
– ½ Camembert
– 1 Birne
– 1-2 Zweige Thymian
– Salz, Pfeffer
– 1-2 TL Honig

Zubereitung:

Backofen auf 210 °C vorheizen.

Den Blätterteig ein bisschen auswoakeln und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Die Ränder leicht einschlagen.

Camembert in dünne Scheiben schneiden. Birne schälen und spalteln. Zuerst den Käse, dann die Birnenspalten auf dem Teig verteilen. Thymianblätter von den Zweigerln streifen und darüber streuen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Tarte in den vorgeheizten Backofen schieben und ca. 15 Min. backen, bis sie eine schöne goldbrauen Farbe bekommen hat. Herausnehmen, mit dem Honig beträufeln, in Stücke schneiden und verspeisen.

Kathas weltbeste Zimtschnecken

Eines weiß ich gewiss! Wenn das neue Buch von Katharina Seiser Österreich Vegetarisch rauskommt, bin ich eine der Ersten, die sich dieses Buch schnappen wird! Alle bisher erprobten Rezepte auf Katharinas Blog esskultur sehen nicht nur verführerisch aus, sie gelingen auch immer perfekt und schmecken köstlich.

Dies auch die herrlichen Zimtschnecken! Schon lange liebäugle ich mit dem Gebäck. Nun, für die Einweihung unser NEUEN, WUNDERSCHÖNEN, SEHNLICHST GEWÜNSCHTEN Kitchen Aid Küchenmaschine, waren sie dann aber geradezu prädestiniert.

Das Rezept für die Zimtschnecken habe ich komplett von Katharina übernommen (unbedingt mal reinschauen, sie beschreibt die ganze Prozedur nochmal genauer) und nur die Menge auf 1/3 reduziert, da wir nur zu zweit sind und ich leider keinen Platz zum Einfrieren habe.

Und waren diese Zimtschnecken gut. So guuuuut…

    

Rezept für ca. 20 Stück:

Teig
– 135 mL Milch
– 40 g Butter
– 14 g frische Hefe
– ½ Ei (das geht… siehe unten… )
– 250 g Mehl
– 1 Prise Salz
– 40 g Puderzucker
– ½ TL Kardamom, gemahlen

Füllung
– 40 g ganz weiche Butter
– 25-30 g Zucker
– 1 TL Zimt, gemahlen

Sonstiges
– restliches ½ Ei
– Hagelzucker

Zubereitung:

Milch leicht erwärmen. 4-5 EL von der warmen Milch in eine Tasse geben, mit 1 TL Puderzucker verrühren. Die Hefe hineinbröckeln und darin auflösen. Den Butter in die restliche Milch geben. 1 Ei in einer Tasse aufschlagen und verquirlen.

Mehl, Zucker, Kardamom und Salz in eine Rührschüssel geben und vermengen. Die Hälfte vom verquirlten Ei, gebutterte Milch und Hefemilch hinzugeben und das Ganze mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder mit der Hand so lange kneten, bis sich der Teig vom Rand löst (ca. 10 Min.). Schüssel abdecken und 30 Min. an einem warmen Ort gehen lassen.

Anschließend den Teig nochmal kurz durchkneten, auf einer bemehlten Arbeitsfläche rechteckig auswoakeln und mit der weichen Butter bestreichen. Zimt und Zucker miteinander vermischen und auf die weiche Butter streuen. Die Schnecken nun vorsichtig und möglichst straff von unten nach oben einrollen. Schließlich ca. 1-2 cm dicke Scheiben von der Rolle schneiden. Dabei schneiden, nicht drücken! Ich finde es funktioniert am besten mit dem Brotmesser.

Die abgeschnittenen Scheiben nicht zu eng auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, abdecken und nochmals 30 Min. gehen lassen. Bei mir wurden es 2 Schnecken-Bleche. Backofen auf 250 °C vorheizen.

Zuletzt die Schnecken mit dem restlichen verquirlten Eigelb bepinseln, mit Hagelzucker bestreuen und 8-10 Min. auf der mittleren Schiene im Backofen backen. Achtung, nicht zu dunkel werden lassen, denn es geht sehr schnell.

Die fertigen Zimtschnecken aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen. Unbedingt lauwarm probieren!

Frittata mit Pfifferlingen

Hurra! Es ist Pilz-Zeit!

Vor ein paar Wochen waren wir für eine Woche auf Urlaub in Bayern. Unbedingt auf dem Programm war Schwammerl suchen an den streng geheimen Pilzplätzen. Zwei mal waren wir dort! Leider war es aber noch nicht soweit – kein Pilz weit und breit – nicht mal ein giftiger.

Hier in der Steiermark wuchsen und wachsen sie aber prächtig. Am Grazer Bauernmarkt kann man sie sich holen! Eine Selber-Suchen-Pilz-Expedition ist für das kommende Wochenende geplant. Ohne Geheimtipp in Bayern normalerweise unmöglich. Vielleicht ist es hier in der Steiermark einfacher?

Traditionell gibt’s Pfifferlinge bei den Schnürschuhs meist in Sahnesoße zu Semmelknödeln bzw. Bandnudeln oder einfach nur mit Ei – genau wie dieses Mal…

Zutaten für 2 Personen:

– ½ Zucchini
– 250 g Pfifferlinge
– 4 Eier
– viel frischen Thymian
– Salz, Pfeffer
– Olivenöl

Zubereitung:

Backofen auf 180 °C vorheizen.

Pfifferlinge vorsichtig mit einem Pinsel putzen. Die großen Pilze halbieren oder vierteln, die kleinen ganz lassen. Zucchini in kleine Würfel schneiden. Thymianblätter abstreifen.

Eier in eins Schüssel geben, salzen und pfeffern, mit einer Gabel verquirlen und Pilze, Zucchiniwürfel sowie Thymian zugeben. Pfanne mit Olivenöl einreiben, heiß werden lassen und die Eiermasse hinein gießen. Ca. 5 Min. bei niedriger Hitze braten, bis das Ei zu stocken beginnt. Dann ab damit in den Backofen und weitere 15-20 Min. garen. Aus dem Backofen nehmen, in Ecken schneiden und genießen!

Ricotta-Gnocchi

Die Bloggerwelt (DeliciousdaysChili und Ciabatta1xumrühren bitte und viele mehr) machte mich mal wieder neugierig: 15-Minuten-Ricotta-Gnocchi!

Hmmm… nicht original… ganz ohne Kartoffeln… ob das was taugt… aber alle schwärmen… Fazit: Sofort ausprobieren!

Herrn Schnürschuh erzählte ich nur, dass es abends Gnocchi gibt. Die neue Variante verschwieg ich ihm zunächst – er hätte mit Sicherheit rumgemäkelt („ohne Kartoffeln, so ein Schmarrn!“).

Wie alle Blogger zuvor schon berichteten, ist die Zubereitung ein Klacks. Schwup die Bohne ist alles fertig und das Resultat… Überzeugt! Die Gnocchi schmecken anders als die Originale, aber trotzdem gut. Saugut!

 

Zutaten für 2 Personen:

– 250 g Ricotta
– 1 Eigelb
– ¼ – ½ TL Meersalz
– 30 g frisch geriebener Parmesan
– 50-75 g Mehl (ich hatte 75 g)
– Mehl für die Arbeitsfläche

Zubereitung:

Ricotta, Eigelb, Salz und Parmesan in einer Schüssel vermengen. Mehl zugeben und rasch unterrühren.

Schon mal einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Es sollte gleich parat sein (sanft köcheln), sobald die Gnocchi fertiggebaut sind. Außerdem ein gut mit Mehl eingestaubtes Holzbrett vorbereiten.

Ordentlich Mehl auf der Arbeitsfläche ausbreiten. 1 EL Gnocchimasse auf die Arbeitsfläche geben. Hände gut einmehlen. Teig mit Mehl bestäuben und daraus eine fingerdicke Wurst formen/rollen. Die Rolle mit einem (in Mehl getauchtem) Messer in gnocchigroße Stücke schneiden und diese auf das vorbereitete Brettl befördern. So nach und nach die ganze Masse verarbeiten. Bei mir wurden es ca. 45 Stück.

Die Gnocchi dann vorsichtig in das leicht köchelnde Salzwasser überführen, einmal umrühren und 2-4 Min. ziehen lassen. Sobald sie oben schwimmen sind sie fertig. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und sogleich servieren.

Wir haben die Gnocchi dann noch kurz in heißer Butter geschwenkt und mit einer Tomatensoße (siehe Mordswaffen) und frisch gehacktem Basilikum verspeist.