Gebratene Wachtel mit Topinamburpüree und Frühlingsgemüse

Oh je… Diese Woche habe ich noch kein einziges Mal gebloggt…
Denn es war jeder Abend verplant und das Kochen musste ausfallen. Nun aber ist wieder Zeit und das Wachtelgericht vom Sonntag steht noch aus!

Unser Grazer Slow Food Metzger hatte am Wochenende 4 kleine, frische Wachtelchen in der Auslage. Wir hatten noch nie Wachteln… Also – gleich gekauft! Anschließend machten wir uns auf zum Markt. Dort landete eine weitere Neuheit im Einkaufskorb – die Topinamburknolle! Ich habe sie schon öfter in Graz gesehen und wollte sie nun endlich einmal ausprobieren. Das Sonntagsmenü war damit also fix: Wachteln mit Topinamburpüree und dazu Frühlingsgemüse – ebenfalls frisch vom Markt!

Resümee:
Die Wachteln – lecker – aber Herr Schnürschuh war genervt vom Abfieseln – Zitat: „Das Gefiesle mog i net“.
Topinamburpürre – ganz neuer Geschmack, erinnert ein wenig an Sellerie, sehr gut!
Frühlingsgemüse – nichts Neues – schmeckt eh immer!

Zutaten:

Wachteln
– 4 Wachteln
– Olivenöl
– 1 Knoblauchzehe
– ½ TL Salz
– Gewürze nach Belieben (z.B. Thymian, Rosmarin)

Topinamburpüree
– 250 g Topinambur
– Zitronensaft
– 1 Schalotte
– 1 EL Butter
– 100 mL Gemüsebrühe
– 50 mL Sahne
– Muskatnuss
– Salz, Pfeffer

Frühlingsgemüse
– Olivenöl
– 2-3 junge Frühlingszwiebeln
– je 2 kleine gelbe und orange Karotten
– 1 Stück Knollensellerie
– ½ Zucchini
– ½ rote Zwiebel
– Chilisalz

Zubereitung:

Wachteln
Wachteln unter fließendem Wasser säubern und mit Küchenpapier trocken tupfen. Knoblauch fein hacken. Aus Knoblauch, Olivenöl, Salz und Gewürzen eine Marinade herstellen, die Wachteln damit einreiben und 1-2 Std. marinieren lassen.

Backofen auf 180 °C vorheizen.

Wachteln aus der Marinade nehmen, in einer heißen Pfanne von allen Seiten scharf anbraten. In den Backofen schieben und 20 Min. garen. Anschließend noch 3-4 Minuten den Grill zuschalten.

Topinamburpüree
(à la Lafer)
Schalotte schälen und in feine Ringe schneiden. Topinamburknollen schälen, grob würfeln und in eine Schale mit Wasser und 2 EL Zitronensaft geben.

Butter im Topf erhitzen und Zwiebeln darin glasig braten. Topinamburstücke abtropfen lassen, dazu geben und 5 Min. mitbraten. Gemüsebrühe und Sahne aufgießen, Deckel drauf und das Ganze 25 Min. bei niedriger Temperatur köcheln lassen. Hin und wieder umrühren und darauf achten, dass es nicht überläuft. Dann den Deckel wegnehmen und die Suppe offen weiterköcheln, bis fast alle Flüssigkeit verdampft ist. Pürieren und mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.

Frühlingsgemüse
Gemüse putzen und je nach Größe ganz lassen, der Länge nach halbieren oder vierteln. Pfanne oder Topf erhitzen, ein wenig Olivenöl zugeben und das Gemüse (in folgender Reihenfolge: Karotten, Sellerie, Zwiebeln, Zucchini) bei niedriger Temperatur bissfest garen. Mit Chilisalz würzen.

Einen Klecks Topinamburpürre auf die vorgewärmten Teller geben. Die Wachtel darauflegen und das Gemüse daneben platzieren. Serviern!

Gemüselasagne

Schnippeln, schnippeln und nochmal schnippeln! Wer Lust hat sich auszuschnippeln, hier das perfekte Rezept dazu 🙂 Schmeckt auch noch schnipplisch-gut!

Zutaten:

− Olivenöl
− 1 Handvoll Pilze
− 1 Karotte
− 1 kleine Zucchini
− ½ Aubergine
− 1 Stück Knollensellerie
− 1 Paprika
− 1 Kartoffel
− 1 Knoblauchzehe
− 1 Zwiebel
− 1 Lauchstange
− eine Handvoll Kirschtomaten
− 1 Brokkoli
− Lasagneblätter
− Parmesan
− Béchamelsoße (siehe Mordswaffen)

Zubereitung:

Gemüse waschen und schälen. Pilze in Scheiben schneiden. Karotte, Zucchini, Aubergine, Sellerie, Paprika und Kartoffel in dünne Streifen schneiden. Knoblauch und Zwiebel fein hacken. Lauch in Scheiben schneiden. Tomaten halbieren oder vierteln. Brokkoli in Röschen teilen und im Salzwasser gar kochen. Kalt abschrecken.

Olivenöl in einer Pfanne/Topf erhitzen, Knoblauch kurz darin andünsten und Pilze dazugeben. Bei niedriger Temperatur solange braten, bis die Pilze gar, aber immer noch al dente sind. Beiseite stellen.

In einer großen Pfanne wieder etwas Olivenöl erhitzen, Zwiebel und Lauch hinzufügen und weich dünsten. Dann Sellerie, Karotten, Paprika, Auberginen, Zucchini sowie Kartoffeln zugeben und ebenfalls solange braten, bis das Gemüse gar, aber immer noch bissfest ist.

Schließlich alles Gemüse vorsichtig miteinander vermengen, salzen und pfeffern.

Béchamelsoße zubereiten (siehe Mordswaffen). Parmesan reiben. Ofen auf 180 °C vorheizen.

Auflaufform mit Olivenöl auspinseln. Etwas Béchamelsoße auf dem Boden verstreichen und eine Lage Lasagneblätter darauf legen. Béchamelsoße auf die Nudelplatten streichen, Gemüse darauf geben, mit Parmesan bestreuen und mit Lasagneblättern bedecken. Den Vorgang so lange wiederholen, bis alle Zutaten verbraucht sind bzw. die Form gefüllt ist. Mit Parmesan abschließen.

Gemüselasagne in den Backofen schieben und ca. 30 Min. bei 180 °C backen. Aus dem Ofen nehmen und vor dem Servieren nochmal 5-10 Min. ruhen lassen.

Voilà!

Quelle: www.giallozafferano.it

Parmigiana di melanzane

Unsere Reise nach Ischia vor 2 Jahren inspirierte uns nicht nur zu dem leckeren Zitronenkuchen Caprese al limone, sondern auch zu diversen Anti-Pasti und dem Auberginen-Auflauf Parmigiana di melanzane. Eine fantastische Vorspeise, die es bei uns meinst als Hauptgericht gibt und am nächsten Tag auch noch super schmeckt!

Zutaten für eine eher kleinere Form:

– Olivenöl
– 1 Knoblauchzehe
– 1 kleine Zwiebel
– 1 Flasche passierte Tomaten
– einige Blätter Basilikum
– 1 grosse Aubergine
– 1 Mozzarella-Kugel
– Parmesan
– Zucker
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Zunächst die Tomatensoße zubereiten. Dafür Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. In etwas Olivenöl glasig dünsten. Die passierten Tomaten zugeben und die Soße bei niedriger Temperatur so lange köcheln lassen, bis sie in die Auflaufform darf. Mit einer Prise Zucker und Salz abschmecken. Vom Herd ziehen und frisch gehacktes Basilikum unterrühren.

Aubergine waschen und der Länge nach in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Anschließend jede Auberginenscheibe von beiden Seiten mit Salz bestreuen, in einen Sieb legen und für mindestens 1 Stunde ziehen lassen, damit ihnen ihre bittere Flüssigkeit entzogen wird. Entwässerte Auberginen gründlich unter fließendem Wasser waschen und sorgfältig trocknen. Dann in einer Grillpfanne (eingerieben mit Ö)l von beiden Seiten anbraten.

Parmesan reiben. Mozzarella in dünne Scheiben schneiden. Backofen auf 200 °C vorheizen.

 

Eine Auflaufform mit Öl auspinseln und einen Esslöffel Tomatensoße auf dem Boden verteilen. Erste Schicht Auberginen darauf verteilen. Dann wieder Tomatensoße darüber geben und gleichmäßig verteilen. Mit ein wenig Parmesan bestreuen und etwas Mozzarella darauf verteilen. Nun die zweite Auberginenschicht, um 90 Grad gedreht, auf dem Käse verteilen. Dann wieder Tomatensoße und die beiden Käsesorten drauf. Usw…
So viele Schichten machen bis alle Zutaten verbraucht sind. Die letzte Schicht sollte aus Tomatensosse und Parmesan / Mozzarella bestehen.

Den Auflauf in den vorgeheizten Backofen setzen und 40 Min. bei 200 °C backen.

Quelle: www.giallozafferano.it

Filet Stroganoff

Schon wieder Rote Bete… Heute jedoch dezent verwurschtelt im Filet Stroganoff 🙂

Eigentlich klassische Küche – trotzdem habe ich dieses Gericht noch nie gegessen und es steht schön länger auf der to cook Liste der Schnürschuhs. Es ist in der Zubereitung ähnlich wie Zür’cher G’schnetzeltes, nur mit Rind statt mit Kalb. Geschmeckt hat es super lecker. Das Fleisch war schön zart. Die knackig, sauren Gürkchen passten hervorragen und auch die Roten Bete machten sich gut. Nur der knallrote Farbstoff der Roten Bete breitet sich sehr schnell aus und die Soße wird unschön rosa.

Zutaten für 2 Personen:
– 300 g Rinderfilet
– Öl
– 100 g Champignons
– 2 EL Butter
– 1 Zwiebel
– ½ gekochte Rote Bete
– 3-4 Cornichons
– 200 mL Gemüsebrühe / Fleischbrühe
– ½ TL Kartoffelstärke
– ½ TL Senf
– 2 EL Crème fraîche
– 1 EL Wodka
– 2-3 Stängel glatte Petersilie

Zubereitung:

Rinderfilet in ca. 2 cm große Würfel schneiden und in einer Pfanne mit heißem Öl von beiden Seiten scharf anbraten. Aus der Pfanne nehmen, salzen und beiseite stellen.

Champignons putzen und in grobe Scheiben schneiden. Zwiebel schälen und fein hacken. Rote Bete in feine Streifen schneiden. Cornichons in feine Scheiben schneiden.

1 EL Butter in die Pfanne geben, erhitzen und die gehackten Zwiebeln darin ca. 1 Min. anbraten. Champignons dazugeben und 2 Min. mitrösten. Mit der Brühe ablöschen. Stärke in etwas kaltem Wasser auflösen, unterrühren und das Ganze 4-5 Min. bei niedriger Temperatur köcheln lassen. Senf, Crème fraîche und Wodka unterrühren und für 2-3 Min. sämig einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen und die restliche Butter sowie die frisch gehackte Petersilie unterrühren. Zuletzt das Fleisch, die Rote Bete-Streifen und die Gurken-Scheiben dazugeben und die Pfanne vom Herd ziehen.

Filet Stroganoff auf vorgewärmten Tellern servieren. Dazu passen knusprigen Kartoffelrösti (siehe Mordswaffen)!

Quelle: Echte Klassiker von Monika Schuster

Blau-(Lila) Kartoffelsuppe

In unserem Stamm-Supermarkt hier in Graz liegen hin und wieder seltsam aussehende Kartoffeln im Gemüseregal – es handelt sich um die sogenannte Trüffelkartoffel oder Blaue Kartoffel oder Vitelotte! Die hab‘ ich mir heute für unser Abendessen, Kartoffelsuppe, geschnappt – allerdings mit dem Hintergedanken, dass ich damit an Uwes Blogevent Cookbook of Colors mit dem kniffligen Märzthema BLAU (schon wieder, denn im Februar war das Thema HELLBLAU) mitmachen kann 😉

Zutaten für 4 Personen:
– 4 Trüffelkartoffeln
– 1 Prise Kümmel
– 1 Prise getrockneter Majoran
– ¼ Sellerieknolle
– ½ Zwiebel
– ½ L Gemüsebrühe
– frischer Majoran
– frischer Thymian
– ½ Becher Sahne
– Salz, Pfeffer
– Butter
– Sauerrahm

Zubereitung:

Trüffelkartoffeln in Salzwasser, mit einer Prise Kümmel und getrockneten Majoran, weichkochen. Ausdämpfen lassen, schälen und grob würfeln.

Zwiebeln schälen und fein hacken. Sellerie putzen und würfeln. 1 EL schöne Selleriewürfel beiseitelegen. Butter in einem großen Topf erhitzen, Zwiebel und Sellerie darin andünsten. Kartoffeln dazugeben und mit der Gemüsebrühe soweit auffüllen, dass die Kartoffeln gerade bedeckt sind. Je 1 Zweig Thymian und Majoran fein hacken und zusammen mit der Sahne zu der Suppe geben. Das Ganze nochmals 5 Min. köcheln lassen. Suppe pürieren und die Konsistenz mit der restlichen Gemüsebrühe nach Wunsch anpassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Einlage die restlichen Selleriewürfel in etwas Butter goldbraun braten.

Die Suppe in tiefe Teller füllen, Selleriewürfel darüber streuen und mit einem Klecks Sauerrahm garnieren.

Fleischpflanzerl mit Kartoffel-Gurkensalat

Am Sonntagabend ging es zurück von Luzern nach Graz. Deshalb brauchten wir ein taktisch kluges Mittagessen, von dem nachher nichts im Kühlschrank übrig bleibt. Herr Schnürschuh schlug Fleischpflanzerl vor – hatten wir eh schon lange nicht mehr.
Der Plan ging auch auf – keine Resterl – alles aufgebraucht!

Zutaten: 

Fleischpflanzerl (9-10 Stück)
– 40 g Toastbrot ohne Rinde
– 50 mL Milch
– 1 kleine Zwiebel
– 250 g gemischtes Hackfleisch
– 1 Ei
– ½ TL Senf
– Salz, Pfeffer, (Chilipulver)
– 1 TL Zitronenabrieb
– ½ EL gehackte Petersilie
– Öl

Kartoffelsalat
– siehe Mordswaffen
– 1 Gurke
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Toastbrot würfeln und in der Milch einweichen. Zwiebel schälen und fein würfeln, in einer heißen Pfanne in Öl weich dünsten. Hackfleisch, Zwiebeln, eingeweichtes Brot, Ei und Senf gut vermischen und mit Salz, Pfeffer und nach Belieben etwas Chilipulver abschmecken. Petersilie hacken und mit dem Zitronenabrieb unter die Masse rühren.

Mit feuchten Händen Fleischpflanzerl formen und diese in einer Pfanne bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun im Öl braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Kartoffelsalat (siehe Mordswaffen) zubereiten. Gurke schälen und hobeln und unter den Salat heben. Evtl. nochmal mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Quelle: gesehen bei Alfons Schuhbeck

Gebratene Fischfilets mit Olivenöl-Kartoffelpüree und Blattspinat

Dank einer Weinprobe bei Schubis hat es uns dieses Wochenende wieder in’s wunderschöne Luzern verschlagen. Die Gelegenheit mal wieder ein schönes Fischgericht zu kochen. Herr Schnürschuh machte sich am Samstagmorgen gleich auf zum Fischhändler unseres Vertrauens und ergatterte tolle Fischfilets von der Rotbarbe und dem Winterkabeljau! Zubereitet haben wir die Filets, wie meistens, auf der Hautseite in der Pfanne, so bleiben sie schön saftig. Dazu gab’s Spinat, Tomaten und Kartoffelpüree mit Olivenöl – eine tolle Variante (gesehen bei Saisonküche), die wir regelmäßig im Hause Schnürschuh zubereiten!

Zutaten für 2 Personen:

– Öl
-4 kleine Fischfilets – wir hatten Filets von Rotbarbe und Skrei (Winterkabeljau)
– Olivenöl
– 4 Tomaten
– 4-5 schwarze Oliven
– 2 Zweige Basilikum
– 1 EL Aceto Balsamico
– 150 g frischer Blattspinat
– 300 g Kartoffeln
– 70 mL bestes Olivenöl
– 170 mL Milch
– Salz, Pfeffer
– Muskatnuss

Zubereitung:

Für dieses Gericht sollten Fisch, Tomaten und Spinat parallel zubereitet werden, so dass alles gleichzeitig fertig ist. Das Kartoffelpüree kann man vorbereiten und warm halten. 

Außerdem sollte man unbedingt die Teller vorwärmen, sonst wird das Essen zu schnell kalt.

Für das Kartoffelpüree die Kartoffeln schälen und ca. 25 Min. im Salzwasser weich kochen, ausdämpfen lassen und durch die Kartoffelpresse drücken oder Kartoffeln stampfen. Milch und Olivenöl erwärmen und nach und nach unter den Kartoffelstampf rühren – soviel, bis ein cremiges Kartoffelpüree entsteht. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Die Fischfilets waschen und trocken tupfen. Mit Mehl bestäuben und in einer Pfanne bei niedriger bis mittlerer Temperatur von der Hautseite knusprig braten. Fischfilets wenden, Pfanne vom Herd nehmen und die Filets kurz ziehen lassen. Mit Salz würzen.

Die Tomaten häuten, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Oliven fein hacken. Tomaten und Oliven 2-3 Min. in Olivenöl andünsten, mit Salz, Pfeffer und Aceto Balsamico abschmecken, vom Herd ziehen und frisch gehacktes Basilikum dazu geben.

Den Spinat ordentlich waschen und tropfnass in einer Pfanne bei geschlossenem Deckel dämpfen, bis er zusammenfällt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Einen Metallring auf die warmen Teller setzen. Kartoffelpüree einschichten, den Spinat darauf geben und glatt streichen. Ring vorsichtig abnehmen und zwei Fischfilets darauf setzten. Die Tomaten um das Türmchen herum verteilen.

Rote Bete Suppe mit Wasabi

Als Kind habe ich Rote Bete gehasst. Es gab sie immer als Salat, mit viel Kümmel! Uahhhhh. Meine Mama versuchte uns immer mit dem Spruch: „Esst Kinder, das ist gesund, gut für die Blutzellen!“ für den Rote Bete Salat zu motivieren. Fehlanzeige!

Inzwischen mag ich Rote Bete sehr gerne. Doch lieber ohne Kümmel… Schon öfter habe ich Rezepte für schöne, leuchtend rote Rote Bete Suppen gelesen und nun, wo mir die Rübe doch täglich im Gemüseregal begegnet, wagte ich mich an die Sache – mit der Befürchtung, dass es vielleicht eine erdige Angelegenheit werden könnte. Herr Schnürschuh war überhaupt nicht begeistert und wollte keine Rote Bete Suppe! Da ihm aber für den Abend auch keine bessere Essensalternative einfiel, kapitulierte er und ich konnte loslegen.

Für das Rezept habe ich mich mal wieder bei Johann Lafer umgesehen und eine interessante Variante mit Ingwer und Wasabi gefunden. Und von wegen „erdig“ – die Suppe war köstlich – wir hatten in Kürze alles vertilgt! Herr Schnürschuh mochte die Suppe und ich war selig…

Zutaten für 2-3 Personen:

− 2-3 Zwiebeln
− 15 g frischer Ingwer
− 300 g Rote Bete
− Öl
− 1-2 TL Zucker
− ca. 800 mL Gemüsebrühe
− 30 g Butter
− Salz, Pfeffer
− Saft von etwa ½ Zitrone
− 1 TL Wasabipaste
− 75 g Crème fraîche
− Vollkornbrot
− 1 Stückchen Butter

Zubereitung:

Zwiebeln, Ingwer und Rote Bete schälen und klein schneiden. Öl im Topf erhitzen. Alles ca. 2 Min. anbraten. Zucker dazugeben und karamellisieren lassen. Mit Gemüsebrühe auffüllen und ca. 20 Min. bei mittlerer Hitze weichkochen. In der Zwischenzeit die Crème fraîche mit der Wasabipaste verrühren. Außerdem das Brot in Würfel schneiden und diese in einer Pfanne mit heißer Butter von allen Seiten knusprig braten. Sobald das Gemüse weich ist, die Butter zur Suppe geben und alles mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Die Suppe in Teller füllen, mit einem Klecks Wasabi-Crème fraîche und den Brotwürfeln garnieren.

Käferbohnensalat

Endlich mal was Steirisches!
Am Wochenende holten wir uns am wunderschönen Kaiser-Josef-Markt, dem ältesten und größten Bauernmarkt von Graz, eine steirische Spezialität – die Käferbohne. Man findet diese Bohnenart wirklich nur hier – östlich der Mur und isst sie meist als Salat oder Suppe.

Ich entschied mich auch für die Zubereitung eines Salats und das Schnüschuhsche‘ Urteil fiel durchwegs positiv aus. Wir fanden die Käferbohne nicht nur äußerst hübsch, sondern in der Kombination mit Feldsalat, Kartoffeln, ein wenig Gemüse und dem steirischen Kürbiskernöl (welches wirklich tausendmal besser schmeckt, als Kürbiskernöl aus dem Supermarkt!)  auch sehr lecker!

Zutaten für 2 Personen:

– 1 Haferl Käferbohnen
– 2 Kartoffeln
– ½ Zucchini
– 1 Karotte
– ¼ Sellerieknolle
– Öl
– 1 Zwiebel
– 250 mL Gemüsebrühe
– 1 TL Senf
– 2-3 TL Weißweinessig
– ½ TL Salz
– 1 TL Zucker
– Pfeffer
– Feldsalat
– Steirisches Kürbiskernöl

Zubereitung:

Die Käferbohnen über Nacht in kaltem Wasser einweichen und am nächsten Tag ca. eine Stunde in Salzwasser kochen, bis sie weich sind. Zucchini, Karotte und Sellerie in feine Streifen schneiden und in einer Pfanne in heißem Öl braten. Kartoffeln schälen, ca. 20 Min. in Salzwasser kochen, bis sie weich sind, abgießen, ausdämpfen lassen und in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden.

Für das Dressing zunächst die Zwiebel schälen, in feine Scheiben schneiden und in einer Pfanne in heißem Öl 2-3 Min. weich dünsten. Senf, Salz, Pfeffer, Zucker, Weißweinessig und Gemüsebrühe miteinander vermischen und die gedünsteten Zwiebeln darunter rühren. Kartoffelscheiben und Käferbohnen in eine Schüssel geben, mit dem Dressing übergießen und etwas Kürbiskernöl dazugeben. Das Ganze vorsichtig vermengen und eine Weile ziehen lassen.

In der Zwischenzeit den Feldsalat waschen, putzen und abtropfen lassen.

Zum Anrichten zuerst den Feldsalat in tiefe Teller geben. Kartoffeln und Käferbohnen darauf geben und mit dem Dressing begießen. Die Gemüsestreifen oben drauf setzen und Kürbiskernöl darüber beträufeln.

Ungarisches Gulasch

Heute ging es deftig zu im Hause Schnürschuh! Herr Schnürschuh wünschte sich Gulasch für den Sonntag. Wieso auch nicht? Trotz der Riesenportion war’s ihm dann auch noch zu wenig…

Zutaten für 2 Personen:

– 500 g Rindfleisch
– 2-3 Zwiebeln
– ½ EL Paprikapulver, edelsüß
– ½ EL Paprikapulver, rosenscharf
– Öl
– 1 EL Tomatenmark
– 125 mL Rotwein
– ½ L Gemüsebrühe, besser wäre Rinderbrühe
– 2 Paprika
– 1 Kartoffel (100 g)
– ½ EL Paprikapulver, edelsüß
– ½ Knoblauchzehe
– 1 Prise getrockneter Majoran (oder 1 Zweig frischer Majoran)
– 1 Bio-Zitrone
– 1 Msp. Cayennepfeffer
– 1 Msp. gemahlener Kümmel
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Zwiebeln schälen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Rindfleisch in ca. 3 cm große Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Mit Salz, Pfeffer sowie Paprika edelsüß und rosenscharf würzen, mit Mehl bestäuben und gut durchmischen.

In einem großen Topf Öl erhitzen und die Rindfleischwürfel von allen Seiten scharf anbraten. Die Zwiebeln dazugeben und ca. 3 Min. mitbraten. Tomatenmark einrühren und bei mittlerer Hitze 10 Min. unter Rühren rösten. Mit einem Schuss Rotwein ablöschen, einköcheln lassen, den restlichen Wein dazugeben und nochmals 1-2 Min. köcheln lassen. Schließlich mit Gemüsebrühe bzw. Rinderbrühe aufgießen, einmal aufkochen lassen und abgedeckt bei niedriger Temperatur ca. 2 Std. simmern lassen.

In der Zwischenzeit die Paprika putzen und in ca. 1 cm dicke Streifen schneiden. Die Kartoffel schälen und fein reiben. Beides zum Gulasch geben und für eine weitere Stunde garen. Zu guter Letzte das Ganze offen 10-15 Min. sämig einkochen lassen.

Währenddessen noch die Gewürzpaste zubereiten. Dafür den Knoblauch schälen und fein hacken und die Schale einer viertelten Zitrone abreiben. Das Paprikapulver mit einem Schuss kalten Wasser verrühren, Knoblauch, Zitronenschale, Majoran, Cayennepfeffer und Kümmel dazugeben und zu einer Paste verrühren. Die Würzmischung gegen Ende der Garzeit in das Gulasch rühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und nach Belieben mit Nudeln, Salzkartoffeln oder Reis servieren.

Quelle: Echte Klassiker von Monika Schuster