Schokoladenturm

Die Kunst unseres Silvestermenüs lag darin, genau so viel zu kochen, wie wir auch aßen, kein bisschen mehr, so dass man nicht Tage danach noch Resteessen machen muss. Das war knifflig beim Amuse-Bouche und bei der Nachspeise, deren Rezept heute dran ist. Damit es mengentechnisch ungefähr stimmte, habe ich die Hälfte des Originalrezepts gemacht – außer bei den Schkoladenblättern, was auch ganz gut war, so konnten wir uns die schönsten Schokoblätter für’s Anrichten aussuchen.

Das Ganze hat sehr gut geklappt. Die Vorbereitungen dafür liefen einen Tag vorher, so dass wir am Silvesterabend nur noch den Turm stapeln mussten.

Gefunden habe ich dieses köstliche Dessert bei Eveline von Küchentanz und nur ein wenig abgewandelt, da ein paar Zutaten nicht parat waren.

Zutaten für 2 Personen: 

Schokoladenblätter
– 15 g Mehl
– 1 Ei
– 35 g Zucker
– 70 mL Milch
– 15 g Mandelmus (S: Haselnussmus)
– 50 g dunkle Schokolade (70 %)

Dunkle Schokoladenmousse
– 1 getrenntes kleines Ei
– 25 g Zucker
– 25 g dunkle Schokolade (70 %)
– 5 g Butter
– 20 g Sahne
– 1 cL Rum

Weiße Schokoladenmousse
– 1 kleines Ei
– 8 g Zucker
– 25 g weiße Kuvertüre (S: weiße Schokolade)
– 25 g Magerquark
– ½ Blatt Gelatine
– 1-2 EL Limettensaft
– 5 mL Vogelbeer-Sirup aus dem Glas (S: 1 TL Aprikosenmarmelade)
– 60 mL Sahne

Zubereitung:

Schokoladenblätter
Ei und Zucker über dem Wasserbad schaumig schlagen. Milch, Schokolade und die Nussmus in einem Töpfchen erwärmen, gut verrühren und wieder abkühlen lassen. Eimasse, Schoko-Nuss-Milch und Mehl zu einem glatten Teig verrühren und abgedeckt 1 Std. kühl stellen.

Backofen auf 160 °C vorheizen.

Die Masse dünn auf ein Silpatt (S: Backpapier) streichen, auf ein Backblech legen, in den Backofen schieben und 10 Min. backen. Blech kurz herausziehen und mit sanftem Druck Schoko-Kreise (oder jede beliebige Form) „vorausstechen“. Das Blech schnell wieder in den Ofen schieben und die Schokoladenblätter in ca. 5 Min. fertig backen. Aus dem Backofen nehmen, ganz kurz abkühlen lassen und die vorgestanzten Kreise im lauwarmen Zustand vorsichtig ablösen.

Dunkle Schokoladenmousse
Schokolade grob hacken und über dem Wasserbad schmelzen. Butter zugeben und verrühren. Eigelb mit 15 g Zucker über dem Wasserbad schaumig schlagen. Vom Wasserbad nehmen und die flüssige Schokolade sowie den Rum unterrühren. Sahne schlagen. Eiweiß mit 10 g Zucker zu Schnee schlagen. Beides vorsichtig unter die Schokoladencreme heben. In einen Spritzbeutel füllen, verschnüren und mind. 4 Std., besser über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

Weiße Schokoladenmousse
Schokolade grob hacken und über dem Wasserbad schmelzen. Ei und Zucker über dem Wasserbad schaumig schlagen. Vom Wasserbad nehmen und die geschmolzene Schokolade sowie den Magerquark unterrühren. Gelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und in dem leicht erwärmten Limettensaft auflösen. Zusammen mit dem Vogelbeersirup (S: Aprikosenmarmelade) unter die Creme rühren. Sahne schlagen und kurz bevor die Mousse beginnt einzudicken unterheben. In einen Spritzbeutel füllen, verschnüren und mind. 4 Std., besser über Nacht, im Kühlschrank durchziehen lassen.

Zum Schluss muss das Kunstwerk nur noch hübsch aufgetürmt und serviert werden. Voilà.

Apfelschlangerl

Lange schon macht uns Katharina mit ihren Apfelschlangerln den Mund wässrig! Das Rezept blieb immer geheim und machte die Bloggerwelt natürlich tierisch neugierig! Nun aber ist es endlich raus – und steht im Kochbuch Österreich Vegetarisch von Katharina Seiser und Meinrad Neunkirchner geschrieben.

Fehlten nur noch Mama Schnürschuhs Boskop und ich konnte sie am Wochenende endlich nachbacken! Wie immer bei Katharina haben sie tiptop funktioniert. Die Zutaten und Mengen passen einfach – da klebt nichts, da muss man sich nicht ärgern oder gar improvisieren. Witzig auch die Idee den Butter zu reiben. Ich habe gestaunt! Geschmeckt haben sie auch wunderbar, erinnern ein bisschen an Apfelstrudel. Ganz neu für mich war der ungesüßte Mürbteig außen rum, der gut mit den sauer-süßen Äpfeln harmoniert.

Beim nächsten Mal würde ich noch in Rum getränkte Weinberln (Rosinen) mit zu den Äpfel geben, weil ich Weinberln so gern mag. Und außerdem würde ich die Äpfel nicht so filigran schneiden (da hab ich’s wohl zu gut gemeint) – sondern grobe Schnitze machen, damit die Äpfel nicht zu Mus verkochen.

Mein absoluter Favorit von Katharina bleiben allerdings ihre Zimtschnecken! Veflixt gut!

Zutaten:

Teig
– 420 g Mehl
– gute Prise Salz
– 280 g kalte Butter
– 3 Eigelb
– 2 EL Sauerrahm
– 2 EL Most oder Weißwein

Füllung
– 1 schwacher TL Zimt, gemahlen
– 3-4 EL Zucker
– 1.5 – 2 kg säuerliche, eher festere Äpfel (z. B.: Elstar, Topaz, Boskop)

Sonstiges
– Puderzucker

  

Zubereitung:

Mehl mit Salz mischen und auf die Arbeitsfläche häufen. Kalte Butter mit einer Küchenreibe über das Mehl ‚raspeln’ und mit restlichen Zutaten rasch zu einem glatten Teig verkneten. Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und ca. 1 Std. im Kühlschrank rasten lassen.

Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen, in Viertel und schließlich in nicht allzu dünne Scheiben schneiden. In eine große Schüssel geben und Zucker und Zimt vermengen.

Backofen auf 200 °C vorheizen.

Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf bemehlter Arbeitsfläche zu einem Rechteck auswoakeln. Etwas größer als ein Backblech. Auf Backpapier legen.

Apfelmischung auf dem mittleren Drittel verteilen. Kurze Seiten einschlagen. Dann die beiden langen Seiten über der Füllung einschlagen. Backpapier samt Apfelschlangerl auf ein Backblech hieven und in den Backofen schieben. 35 – 40 Min. hellbraun backen, abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

Crème Brûlée

Neben Tiramisu und Mousse au Chocolat gehört Crème Brûlée zu unseren absoluten Lieblingsnachspeisen. Das Rezept (etwas abgewandelt nach ‚Echte Klassiker, die jeder liebt‘) ist sehr einfach und gelingt immer. Eine Sache ist jedoch essentiell für die ‚gebrannte  Crème‘ – der Bunsenbrenner, dessen Kauf wir noch keinen Tag bereut haben!
Verführt zu diesem herrlichem Dessert wurden wir von Bekannten von Herrn Schnürschuhs Eltern – Gabi & Edi  😉

Zutaten für 2 Crème Brûlée Förmchen:

– 3 Eigelbe
– 24 g Zucker
– 120 g Sahne
– 120 g Milch
– 1 Prise Zimt
– 1 Vanilleschote
– 1 Kardamomkapsel
– brauner Zucker

Zubereitung:

Backofen auf 120 °C (Umluft) vorheizen. Backblech mit einem Backpapier auslegen. Die Crème Brûlée Förmchen darauf stellen. 1-1.5 L Wasser zum Kochen bringen.

Milch und Sahne in einen Topf geben. Vanilleschote auskratzen und Mark sowie Schote in die Sahne-Milch-Mischung geben. Kardamomkapsel andrücken und ebenfalls dazugeben. Das Ganze einmal aufkochen und mit einer kleinen Prise Zimt verfeinern.

In der Zwischenzeit die Eigelbe in eine Schüssel geben und mit dem Zucker verrühren. Die Sahne-Milch-Mischung durch einen Sieb langsam in die Eigelbmasse rühren. Dabei aufpassen, dass sich keine Blasen bilden.

Die fertige Masse in die Förmchen füllen und das Blech vorsichtig in den vorgeheizten Backofen balancieren. Soviel von dem heißen Wasser ins Blech gießen bis die Förmchen zur Hälfte im Wasser stehen. Die Crème 25-30 Min. garen.

Blech aus dem Ofen nehmen, die Förmchen vorsichtig aus dem heißen Wasser nehmen und abkühlen lassen. Zum Abschluss die Crème mit braunem Zucker bestreuen und mit dem Bunsenbrenner hellbraun karamellisieren.

Schokosoufflé Medium

Und hier kommt das Dessert unseres Silvestermenüs – Schokosoufflé mit flüssigem Kern…

Zutaten für 6 Souffléförmchen:

– 100 g weiche Butter
– 80 g Zucker
– 2 Eier
– 2 Eigelb
– 80 g Mehl
– 90 g Zartbitterschokolade

Zubereitung:

Schokolade über dem Wasserbad schmelzen. Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen. Eier und Eigelb nach und nach unterziehen (jedes Ei ca. 3 Minuten). Mehl und geschmolzene Schokolade zugeben und da Ganze schön vermengen. In gebutterte und mit Backpapier ausgelegte Souffléförmchen füllen und einfrieren. Die Soufflés sollen komplett durchgefroren sein.

Ofen auf 180 °C vorheizen. Im gefrorenen Zustand 16 Minuten bei Umluft backen.

Für dieses Rezept muss man vorher vielleicht ein bisschen experimentieren, da die Backzeit von Ofen zu Ofen variiert. Einfach mal ausprobieren und die Zeit bei Bedarf entsprechend anpassen. Bei uns war sind die Soufflés nach 16 Minuten perfekt – schön fluffig und mit flüssigem Kern!

Rote Grütze mit Vanillesoße

Zutaten für 2 Personen:

– 2 Scheiben Ingwer
– 1 Vanilleschote
– 40 g Zucker
– 100 mL Rotwein
– 400 mL roter Saft (z.B. Kirschsaft)
– 35 g Stärke
– 2 Stücke Zitronenschale (8 cm)
– ca. 300 g Früchte (hier: 1 Glas Sauerkirschen, 1 Packung TK-Himbeeren und 1 Handvoll gefrorene, selbstgesammelte Schwarzbeeren)

Zubereitung:

Früchte, je nachdem, auftauen lassen, abtropfen lassen oder säubern und waschen.
Ingwerscheiben schälen und Mark aus der Vanilleschote herausschaben. Zucker im Topf hellbraun karamellisieren lassen und mit Rotwein ablöschen. 2 Min. einkochen lassen. Saft dazugeben und Stärke einrühren. Aufkochen lassen und Ingwer, Vanilleschote und- mark sowie die Zitronenschalen zugeben. 10 Min. köcheln lassen. Früchte in die Grütze rühren, noch einmal aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen und Vanilleschote, Ingwerstücke und Zitronenschalen herausnehmen.
In Gläser oder Schälchen füllen und auskühlen lassen.

(Ich bin gerade noch dabei die optimale Stärkemenge auszutüftelln. Nimmt man die Menge aus diesem Rezept wird die Grütze ziemlich fest. Beim nächsten Mal würde ich etwas weniger reintun. So 25 g… )

Dazu gibt’s himmlische Vanillesoße!

Quelle: Echte Klassiker von Monika Schuster