Knusper-Ricotta-Gnocchi mit Spinat-Koriander-Pesto

Schon länger will ich unbedingt Pankomehl ausprobieren. Überall liest man davon, wie schön knusprig eine Panade damit würde. Bei Herrn Schnürschuh musste ich dafür erst einiges an Überzeugungsarbeit leisten – bat er mir doch an stattdessen aus altem Baguette selbst sowas herzustellen… Nix da. Ab in den Asialaden. Kaufen! Schließlich habe ich dafür auch noch ein vielversprechendes Rezept bei Simone von pi mal butter entdeckt! Die Ricotta-Gnocchi gab es bereits, sie sind klasse und ruckizucki hergestellt. Diese dann in orientalisch gewürztem Pankomehl zu panieren und rauszubrutzeln löste große Entzückung bei mir aus. Dazu ein Pesto aus Spinat und Koriander – klingt das nicht gut?
(Lediglich die Kichererbsen habe ich aus logistischen Gründen 😉 weggelassen)

Zutaten für 2 Personen:

Ricotta-Gnocchi
siehe hier

Panade
– ca. 4 EL Pankomehl (S: a bisserl mehr)
– 1 gehäufter TL Golden Spice Mix (siehe Mordswaffen)
– Abrieb und Saft einer halben Bio-Zitrone (S: nur ein paar Spritzer Zitronensaft)

Sonstiges
– Rapsöl

Pesto
– 250 g Blattspinat
– ½ Knoblauchzehe
– 1 kleines Bund Koriandergrün
– 1 EL Pinienkerne
– Olivenöl
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Knusper-Gnocchi
Die Gnocchi wie hier beschrieben zubereiten. Auf einem mit Öl bepinseltem Teller parat legen.

Aus dem Pankomehl, der Gewürzmischung, dem Zitronenabrieb und -saft die Panade herstellen. In einen tiefen Teller geben und die noch lauwarmen Gnocchi darin wälzen. Die Panade gut andrücken.

Ordentlich Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die panierten Gnocchi darin knusprig rausbraten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Pesto
Spinat waschen und gut abtropfen lassen. Den Knoblauch in etwas Olivenöl anbraten. Spinat zugeben, salzen und pfeffern und zusammenfallen lassen. Spinat vom Herd ziehen und etwas abkühlen lassen. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl rösten. Koriander waschen und gut abschütteln, grobe Stiele entfernen.

Spinat, Pinienkerne, Koriandergrün und etwas Olivenöl zu einem feinen Pesto vermixen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Schließlich die knusprigen Ricotta-Gnocchi mit dem Pesto servieren. Bei Bedarf noch mit etwas Zitronensaft beträufeln.

Knusper-Gnocchi

Basilikumgnocchi, weiße Bohnen und Tomaten

Lafer geht einfach immer! Seine Kürbisgnocchi waren schon ein voller Erfolg. Diesmal wurden die Basilikumgnocchi ausprobiert. Genauso lecker! Toll, auch mit den weißen Bohnen! Die Bohnen musste ich leider aus der Dose nehmen. Blöd, eigentlich habe ich weiße Bohnen da, aber ich bin eine spontane Köchin und da haut das mit dem – am Vortag einweichen – immer nicht hin!

Das Rezept, er nennt sie Olivengnocchi, habe ich auf Lafers Homepage gefunden und bei Micha, die auch gerne mal lafermäßig unterwegs ist.

Zutaten für eine große Portion Gnocchi (haben die Hälfte eingefroren) und eine normale Portion Soße:

Gnocchi
– 500 g mehligkochende Kartoffeln
– 2 Töpfe Basilikum (S: 2 Bund)
– 200 g Ricotta
– 200 g Mehl
– 2 Eigelbe
– 50 g frisch geriebener Parmesan
– Salz
– Muskatnuss

Soße
– 200 g getrocknete weiße Bohnen (S: eine Dose)
– 1 rote Zwiebel
– 4 EL Olivenöl
– 300 g Datteltomaten
– 2 EL Balsamico bianco
– 3-4 Stängel Basilikum
– Parmesan, gehobelt
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die weißen Bohnen über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag abgießen und in reichlich Wasser weichkochen. Abgießen und abkühlen lassen. (Ich habe einfach eine Dose weiße Bohnen gekauft. Diese in einen Sieb geben, kurz unter fließendem Wasser säubern und gut abtropfen lassen.)

Kartoffeln in einen Topf geben, mit Wasser knapp bedecken, auf den Herd stellen, zum Kochen bringen und weich kochen. Abgießen, etwas ausdampfen lassen und noch heiß schälen. Zwei mal durch die Kartoffelpresse drücken.

Basilikumblätter abzupfen und mit dem Ricotta fein pürieren.

Eine große Schüssel parat stellen. Durchgepresste Kartoffeln, Basilikum-Ricotta, Eigelbe, Mehl und Parmesan hinein geben, mit frisch geriebener Muskatnuss und Salz würzen und zu einer homogenen Masse verkneten.

Die Masse in 4 oder 6 Teile teilen. Auf bemehlter Arbeitsfläche mit den Händen zu gleichmäßigen, ca. 2 cm dicken Rollen formen. Die Rollen in ca. 2 cm große Stücke schneiden. Diese zwischen den Händen zu Kugeln formen und auf ein mit Backpapier bestücktes Backblech legen. Dort mit einer Gabel durch leichten Druck „anrollen“, so dass ein ovales Gnocchi mit den typischen Rillen entsteht.

Salzwasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Den Teil der Gnocchi, der direkt verspeist werden soll, sanft ins kochende Wasser gleiten lassen und so lange kochen, bis sie oben schwimmen. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und mit kaltem Wasser abschrecken.

Den Rest kann man wunderbar einfrieren. Einfach mitsamt dem Backpapier auf ein großes Brettl legen und in den Tiefkühler geben. Später können die gefrorenen Gnocchi in eine Gefriertüte oder -box überführt werden, ohne dass sie zusammenkleben.

Für die Soße die Zwiebel schälen und fein würfeln, die Tomaten halbieren.

1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin anbraten. Tomaten, Gnocchi und Bohnen zugeben und ein paar Minuten anbraten. Vom Herd ziehen, Balsamico Bianco, restliches Olivenöl und frisch gehacktes Basilikum unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf großen Pastatellern anrichten und mit Parmesan bestreuen.

Schmeckt warm oder kalt!

Basilikumgnocchi

Tagliatelle mit Artischocken

Bei der Wilden Henne gab’s vor kurzem Tagliatelle mit Artischocken. Wie mögen Artischocken tierisch gern. Daher gab’s auch bei uns diese fantastische und schnell zuzubereitende Pasta!

Zutaten für 2 Personen:

– 3 große Artischocken
– Zitronenwasser (Saft 1 Zitrone + Wasser)
– 1 Paprika
– 1 Chili
– 2 Frühlingszwiebeln
– 1 Knoblauchzehe
– Olivenöl
– Weißwein
– Salz, Pfeffer
– Frische Petersilie
– Tagliatelle (S: 160 g)

Zubereitung:

Artischocken rüsten, in Achtel oder Sechstel schneiden und sofort in Zitronenwasser aufbewahren, damit sie nicht braun werden.

Paprika putzen und in feine Streifen schneiden. Chili ebenso. Zwiebeln schälen und in feine Scheiben schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken.

Artischocken gut abtropfen lassen. Zitronenwasser nicht verwerfen! Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Artischocken darin anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Das Ganze mit einem Schuss Weißwein ablöschen und mit etwas Zitronenwasser auffüllen, so dass der Boden gerade bedeckt ist. Mit dem Deckel verschließen und ca. 15 Min. bei niedriger Temperatur köcheln lassen.

Anschließend den Deckel abnehmen und noch kurz köcheln lassen, bis die restliche Flüssigkeit verdampft ist. Paprika, Chili, Zwiebeln und Knoblauch hinzugeben und mitbraten, bis alles gar ist.

In der Zwischenzeit die Tagliatelle kochen. Sobald sie al dente sind, abgießen und sogleich in die Pfanne zu dem Gemüse geben. Alles gut vermengen, eventuell noch mit Salz, Pfeffer und Olivenöl abschmecken und mit frisch gehackter Petersilie bestreuen. In großen, vorgewärmten Pastatellern servieren.

Linsenlasagne

Herr Schnürschuh liebt Linsen.
Frau Schnürschuh liebt auch Linsen.
Wir haben grüne Linsen, schwarze Linsen, rote Linsen, gelbe Linsen, braune Linsen, …
Bisher gab es Linsen meist in zahlreichen Curry-Varianten aus dem weltbesten Buch 660 Curries, dann auch mal als Linsensuppe oder zu Fisch in Form von Essiglinsen (gesehen bei: Man kann’s essen!).

Nun aber wurden sie italienisch verpackt – als Lasagne! Mensch, wieso bin ich da nicht früher drauf gekommen… Das geht so gut und schmeckt noch viel besser! Zum Glück gibt es Micha von grain de sel – salzkorn, die mich zu diesem Rezept inspiriert hat.

Zutaten:

– Öl
– 1 Knoblauchzehe
– 1 mittelgroße Zwiebel
– 2 (leicht) scharfe Peperoni
– 1-2 mittelgroße Karotten
– ¼ Sellerieknolle
– 3-4 halbgetrocknete Tomaten in Öl
– 1 Schuss Rotwein
– 1 Dose gestückelte Tomaten
– 50 g Tellerlinsen (Kochzeit: 30 Min.)
– 25 g rote Linsen (Kochzeit: 8-10 Min.)
– 25 g gelbe Linsen (Kochzeit: 8-10 Min.)
– Thymian
– Oregano
– Rosmarin
– Salz, Pfeffer
– ca. ¼ L Béchamelsoße (siehe Mordswaffen)
– ½ Kugel Mozzarella
– 1 Handvoll frisch geriebener Bergkäse
– Lasagneplatten

Zubereitung:

Zwiebel schälen und würfeln. Knoblauch ebenfalls schälen und fein hacken. Peperoni putzen und fein hacken. Karotte und Sellerie schälen und klein würfeln.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin anbraten. Peperoni, Karotten- und Selleriewürfel sowie die halbgetrockneten Tomaten zugeben und mitbraten. Mit dem Rotwein ablöschen, gestückelte und die Tellerlinsen einrühren. Zugedeckt 20 Min. bei niedriger Temperatur köcheln lassen.

Nach 20 Min. die roten und gelben Linsen, sowie Oregano, Rosmarin und Thymian unterrühren. Weitere 10 Min. bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis die Linsen gar sind.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken und, falls das Ragout zu sehr eingedickt ist, etwas Wasser angießen.

Parallel zum Linsenragout die Béchamelsoße zubereiten (siehe Mordswaffen), den Käse reiben und den Mozzarella in Scheiben schneiden. Backofen auf 200 °C vorheizen.

Nun kann geschichtet werden. Eine Auflaufform mit Olivenöl auspinseln und den Boden mit einer Schicht Linsenragout plus 1-2 EL Béchamelsoße bedecken. Lasagneblätter darauf legen. Eine Weitere Schicht Linsenragout plus 1-2 EL Béchamelsoße einfüllen und mit Lasagneplatten bedecken. Und so weiter und so fort, bis alles verbraucht ist. Die letzte Schicht bildet reine Béchamelsoße. Diese mit den Mozzarellascheiben belegen und dem Käse bestreuen, in den Ofen schieben und ca. 30 Min. backen, bis der Käse goldgelb ist.

Dazu gibt’s Salat.

Kürbisrisotto mit Chorizo

Am besten schmeckt einfach immer Resteverwertung! Diverse Zutaten schlummern in Kühlschrank, Gefrierschrank oder irgendwelchen Schubladen und müssen verwertet werden. Letzte Woche zum Beispiel waren da Kürbis und Chorizo.

Fräulein Schnürschuh tippt also die Begriffe in eine Suchmaschine ein, natürlich gefolgt von dem Wort Kochblog. Vielleicht auch schon mit einer Idee im Kopf, mindestens aber mit gewissen tagesabhängigen Gelüsten gewappnet! Und schnell ist ein passendes Rezept gefunden – meinst auch in Kombination mit einem neuen, tollen Kochblog – und die Zutaten sind verwertet.

Dieses Rezept habe ich in Julianes Blog Schöner Tag noch gefunden.

Zutaten für 2 Personen:

– Olivenöl
– 1 Schalotte
– 150 g Risottoreis
– 1 Schuss Weißwein
– ca. 750 mL Gemüsebrühe
– 150 g Kürbis
– 80 g Chorizo (hab‘ bisserl weniger genommen)
– Salbeiblätter
– 30 g frisch geriebener Parmesan
– 1-2 EL Butter
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Zwiebel schälen und fein würfeln. Kürbis entkernen, schälen und ca. 2/3 davon grob raspeln. Gemüsebrühe aufsetzen (sie soll immer schön heiß sein).

Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig schwitzen. Risotto zugeben und kurz mitdünsten. Mit Weißwein ablöschen und mit einer Kelle Gemüsebrühe auffüllen. Bei niedriger Hitze unter ständigem Rühren solange köcheln lassen, bis fast keine Brühe mehr übrig ist. Geraspelten Kürbis unterrühren. Dann eine weitere Kelle Gemüsebrühe zugeben und wieder bei niedriger Hitze unter ständigem Rühren köcheln, bis fast keine Flüssigkeit mehr übrig ist. Das Ganze solange wiederholen, bis der Reis gar ist, aber noch Biss hat.

In der Zwischenzeit die Chorizo in feine Scheiben schneiden und den restlichen Kürbis in mundgerechte Scheiben schneiden. Chorizo, Kürbis und Salbeiblätter in eine Pfanne geben und in wenig Olivenöl von jeder Seite ca. 2 Min. braten.

Zuletzt Parmesan sowie Butter unter den Reis rühren und das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken. Risotto in tiefe Teller füllen und mit Chorizo, Kürbis und Salbeiblättern garnieren.

Caponata

Das neue Kochbuch (Österreich Vegetarisch) der Bloggerin, Journalistin, Köchin Katharina Seiser erscheint in wenigen Tagen. Natürlich hab ich’s mir gleich vorbestellt und freu mich riesig drauf. Sie hat mich auch zu folgendem Gericht inspiriert – einer sommerlichen Caponata. Von mir nur ein klein wenig abgewandelt…

Zutaten:

– 1 Aubergine
– 1-2 Zucchini
– 1 Fenchel
– 1-2 Paprika
– 2 Zwiebeln
– 8 Cocktailtomaten
– Olivenöl
– 1 Handvoll Rosinen
– 1 Handvoll Pinienkerne
– 3-4 EL Rotweinessig
– 1 EL Zucker
– Salz, Pfeffer
– frisch abgezupfte Basilikumblätter

Zubereitung:

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten.

Paprika schälen. Zusammen mit der Aubergine und den Zucchini in ca. 1×1 cm große Würfel schneiden. Fenchelknolle vierteln oder achteln. Zwiebeln schälen und grob hacken. Cocktailtomaten vierteln.

Nun Aubergine, Zucchini, Paprika, Fenchel und Zwiebel nach und nach in einer Pfanne mit Olivenöl anbraten, salzen und in einer großen Schüssel sammeln.

Zuletzt die Zwiebeln glasig braten, Tomaten zugeben und 3 Min. einkochen. Rosinen unterrühren und zu dem Gemüse in die Schüssel geben.

Das Ganze mit Essig, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Zuletzt Basilikum und die gerösteten Pinienkerne unterrühren. Mit Frischhaltefolie abdecken und ein paar Stündchen durchziehen lassen.

Die Caponata zimmerwarm mit frischem Weißbrot genießen. Köstlich!

Frittata mit Pfifferlingen

Hurra! Es ist Pilz-Zeit!

Vor ein paar Wochen waren wir für eine Woche auf Urlaub in Bayern. Unbedingt auf dem Programm war Schwammerl suchen an den streng geheimen Pilzplätzen. Zwei mal waren wir dort! Leider war es aber noch nicht soweit – kein Pilz weit und breit – nicht mal ein giftiger.

Hier in der Steiermark wuchsen und wachsen sie aber prächtig. Am Grazer Bauernmarkt kann man sie sich holen! Eine Selber-Suchen-Pilz-Expedition ist für das kommende Wochenende geplant. Ohne Geheimtipp in Bayern normalerweise unmöglich. Vielleicht ist es hier in der Steiermark einfacher?

Traditionell gibt’s Pfifferlinge bei den Schnürschuhs meist in Sahnesoße zu Semmelknödeln bzw. Bandnudeln oder einfach nur mit Ei – genau wie dieses Mal…

Zutaten für 2 Personen:

– ½ Zucchini
– 250 g Pfifferlinge
– 4 Eier
– viel frischen Thymian
– Salz, Pfeffer
– Olivenöl

Zubereitung:

Backofen auf 180 °C vorheizen.

Pfifferlinge vorsichtig mit einem Pinsel putzen. Die großen Pilze halbieren oder vierteln, die kleinen ganz lassen. Zucchini in kleine Würfel schneiden. Thymianblätter abstreifen.

Eier in eins Schüssel geben, salzen und pfeffern, mit einer Gabel verquirlen und Pilze, Zucchiniwürfel sowie Thymian zugeben. Pfanne mit Olivenöl einreiben, heiß werden lassen und die Eiermasse hinein gießen. Ca. 5 Min. bei niedriger Hitze braten, bis das Ei zu stocken beginnt. Dann ab damit in den Backofen und weitere 15-20 Min. garen. Aus dem Backofen nehmen, in Ecken schneiden und genießen!

Ricotta-Gnocchi

Die Bloggerwelt (DeliciousdaysChili und Ciabatta1xumrühren bitte und viele mehr) machte mich mal wieder neugierig: 15-Minuten-Ricotta-Gnocchi!

Hmmm… nicht original… ganz ohne Kartoffeln… ob das was taugt… aber alle schwärmen… Fazit: Sofort ausprobieren!

Herrn Schnürschuh erzählte ich nur, dass es abends Gnocchi gibt. Die neue Variante verschwieg ich ihm zunächst – er hätte mit Sicherheit rumgemäkelt („ohne Kartoffeln, so ein Schmarrn!“).

Wie alle Blogger zuvor schon berichteten, ist die Zubereitung ein Klacks. Schwup die Bohne ist alles fertig und das Resultat… Überzeugt! Die Gnocchi schmecken anders als die Originale, aber trotzdem gut. Saugut!

 

Zutaten für 2 Personen:

– 250 g Ricotta
– 1 Eigelb
– ¼ – ½ TL Meersalz
– 30 g frisch geriebener Parmesan
– 50-75 g Mehl (ich hatte 75 g)
– Mehl für die Arbeitsfläche

Zubereitung:

Ricotta, Eigelb, Salz und Parmesan in einer Schüssel vermengen. Mehl zugeben und rasch unterrühren.

Schon mal einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Es sollte gleich parat sein (sanft köcheln), sobald die Gnocchi fertiggebaut sind. Außerdem ein gut mit Mehl eingestaubtes Holzbrett vorbereiten.

Ordentlich Mehl auf der Arbeitsfläche ausbreiten. 1 EL Gnocchimasse auf die Arbeitsfläche geben. Hände gut einmehlen. Teig mit Mehl bestäuben und daraus eine fingerdicke Wurst formen/rollen. Die Rolle mit einem (in Mehl getauchtem) Messer in gnocchigroße Stücke schneiden und diese auf das vorbereitete Brettl befördern. So nach und nach die ganze Masse verarbeiten. Bei mir wurden es ca. 45 Stück.

Die Gnocchi dann vorsichtig in das leicht köchelnde Salzwasser überführen, einmal umrühren und 2-4 Min. ziehen lassen. Sobald sie oben schwimmen sind sie fertig. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und sogleich servieren.

Wir haben die Gnocchi dann noch kurz in heißer Butter geschwenkt und mit einer Tomatensoße (siehe Mordswaffen) und frisch gehacktem Basilikum verspeist.

Makkaroni-Auflauf

Fräulein Schnürschuh lieeeebt Aufläufe, Gratins, Tartes, …
Deshalb mal wieder eine neue Auflaufvariante – mit Makkaroni und dreierlei Käse. Im Kochbuch von Monika Schuster wird das Ganze in einer runden Auflaufform aus Glas präsentiert, was wirklich klasse aussieht, wenn man die Makkaroni kreisförmig einschichtet. Leider besitze ich so eine Form nicht (Projekt „was fehlt noch in meiner Küche“?) und habe den Auflauf in eine eckige Form geschichtet. War auch schön und schmeckte super!

Zutaten für eine kleine Auflaufform:

– 100 g Makkaroni
– Tomatensoße (siehe Mordswaffen)
– 1 kleine Aubergine
– 1-2 Paprikaschote(n)
– frischer Thymian
– 5-6 Knoblauchzehen
– Salz, Pfeffer
– 50 g Käse nach Belieben (wir hatten Bergkäse)
– 25 g Parmesan
– 100 g Sahne
– 1 große Tomate
– ½-1 Mozzarella
– Butter für die Form
– frisches Basilikum

Zubereitung:

Tomatensoße (siehe Mordswaffen) zubereiten. Makkaroni in kochendem Salzwasser (sehr) bissfest garen, abgießen und abtropfen lassen.

Aubergine in ca. 0.5 cm dicke Scheiben schneiden. Paprika vierteln, putzen und schälen. Anschließend in ca. 2 cm dicke Streifen schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und halbieren.

Eine Grillpfanne mit Öl einreiben und die Auberginen (Scheibe für Scheibe) von beiden Seiten darin anbraten. Dabei immer wieder eine Knoblauchzehe mitbraten. Anschließend die Paprikastreifen, zusammen mit den restlichen Knoblauchzehen, beidseitig anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Knoblauchzehen sollen nur ihr Aroma an das Gemüse abgeben und können anschließend entsorgt ¼werden.

Käse reiben und mit der Sahne und etwas frisch gehacktem Thymian verquirlen. Tomate und Mozzarella in ca. 0.5 cm dicke Scheiben schneiden. Backofen auf 180 °C vorheizen.

Eine Auflaufform mit Butter ausfetten und den Auflauf in folgender Reihenfolge einschichten: Käsemasse – Nudeln –  Käsemasse – Tomatensoße – alles Gemüse – Käsemasse – restliche Nudeln – Tomatensoße – Käsemasse. Den Abschluss bilden die Tomaten- und Mozzarellascheiben, ziegelartig aufgeschichtet.

Den Makkaroni-Auflauf mit Alufolie abdecken, in den Backofen schieben und 30 Min. backen. Alufolie abnehmen, den Ofen auf 220 °C hochschalten und weitere 10 Min. goldbraun überbacken.

Herausnehmen, etwas ausdampfen lassen und mit Basilikumblättern bestreuen.

Tramezzini mit Grillgemüse

Im Dezember 2009 waren Herr Schnürschuh und ich in Venedig. Dank eiskalter, aber sonniger Wintertage und einem Minimum an Touristen hatten wir ein paar wunderschöne Tage dort.

Ach und wie viele Klischees über Venedig haben wir gehört! Alles völlig überteuert, es stinkt, keine guten Hotels, kein gutes Frühstück, usw.

Und – nichts davon traf zu. Wir hatten ein schönes, zentrales Hotel nahe Giardini della Biennale, den Gärten der Biennale. Mit gutem Frühstück (Definition gutes Frühstück: frisch gepresster Orangensaft, guter Kaffee, frisches Brot, Schinken, Käse, ein frisch gebackener Kuchen und etwas Obst) und tollem Service. Wir durchquerten ganz Venedig, klapperten alle Gässchen und Kanäle ab und kuckten uns nach normalen (keinen touristischen) Weinlokalen, Cafés und Restaurants um. Diese sind nicht überteuert, gemütlich und einfach italienisch. Wenn zwischendurch der Magen knurrte, machten wir Halt in einem der zahlreichen Mini-Stehlokale und bestellten immer den Hauswein und dazu venezianische Tramezzini. Die gibt es immer und überall. Gefüllt in allen möglichen Varianten – ich hab sie alle durchprobiert!

Hmmmmm. Tramezzini. Eine tolle Urlaubserinnerung, die darauf wartete nachgekocht zu werden. Kaum in Luzern angekommen suchte ich in jedem Supermarkt nach Tramezzinibrot (Toastbrot? Nein! Original muss es sein – dünnes, pappiges Tramezzinibrot!), auch im Edelkaufhaus und gegenüber bei unserem Stammitaliener fragte ich nach… Und trotz der Nähe zu Italien konnte ich in Luzern keines auftreiben.

Juli 2012 – Graz!
Es war Montag, ich hatte toll viel Zeit zum Kochen! Da wir aber noch riesen Resteberge vom Wochenende hatten, wollte ich etwas für Dienstag (wo ich keine Zeit zum Kochen hatte) vorbereiten. Ich grübelte, durchsuchte das Netz, Kochblogs, durchblätterte Kochbücher, aber nichts passte, nichts wurde meiner Kochlust gerecht. Schließlich wendete ich mich verzweifelt an Herrn Schnürschuh: „Was soll ich denn kochen?“. „Mach doch Grillgemüse oder Pesto?!“.“Hmmmm, keine Herausforderung….“ Grübelnde, surfende, blätternde Minuten später stehe ich im Sparmarkt und kaufe Zucchini, Fenchel, Auberginen, Paprika, usw. für’s Grillgemüse! Auf dem Weg zur Kasse fällt mir ein – kein Fencheltee mehr da! (Wozu? Tatsächlich trinken wir jeden Morgen Fencheltee…) Schnell noch zum Teeregal – und – ach – was ist mir da gerade in’s Auge gestochen!!! Schnell zurück und tatsächlich – im Toast & Co Regal liegen Tramezzinibrote!!! Was bin ich froh – jetzt habe ich auch den perfekten Essensplan – Grillgemüse braten heute – Tramezzini mit Grillgemüse bauen morgen! Und mit den sehr reifen Tomaten vom Markt gibt’s zu dem Grillgemüse noch einen Klecks Tomatensalsa in die Tramezzini! Und ein bisschen Ricotta.

 

Zutaten:

Grillgemüse
– Gemüse (z.B. Aubergine, Zucchini, Paprika, Fenchel)
– bestes Olivenöl
– frischer Thymian
– 4-5 Knoblauchzehen

Tomatensalsa
– 2-3 große Tomaten
– 1 Frühlingszwiebel
– ½ Knoblauchzehe
– 1 Prise Zucker
– Salz, Pfeffer
– bestes Olivenöl
– ½ TL Aceto Balsamico

Tramezzini
– Tramezzinibrot
– Ricotta
– bestes Olivenöl

Zubereitung:

Grillgemüse
Aubergine in ca. 0.5 cm dicke Scheiben schneiden, auf der Arbeitsfläche auslegen, salzen, umdrehen, nochmal salzen. In einen Sieb geben und 30 Min. oder länger ziehen lassen. Durch das Salz werden die Bitterstoffe entzogen. Anschließend die Scheiben unter fließend kaltem Wasser vom Salz befreien und zwischen Küchenpapier oder einem Geschirrtuch gut trocknen. Knoblauch schälen und halbieren. Zucchini in 0.5 cm dicke Scheiben schneiden. Fenchel putzen und ebenfalls in Scheiben schneiden.

Grillpfanne mit Öl einreiben. Die Auberginen-, Zucchini-, und Fenchelscheiben in der Grillpfanne nach und nach von beiden Seiten anbraten, so dass das Gemüse ein schönes Grillmuster bekommt. Knoblauchzehen zum Gemüse in die Pfanne geben und mitbraten.

Paprika vierteln und vom Kerngehäuse befreien. Backofen auf 200 °C vorheizen. Paprikastücke mit der Hautseite nach oben auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und mit Olivenöl einpinseln. Im Backofen 30 Min. garen, bis die Haut Blasen wirft. Aus dem Ofen nehmen und mit einem befeuchtetem Geschirrtuch/Küchenpapier abdecken. Sobald sie abgekühlt sind, die Schale abziehen.

Das Grillgemüse, inklusive Knoblauch, in eine Auflaufform schichten, zwischendurch salzen (außer die Auberginen) und mit Thymianzweigen belegen sowie mit Olivenöl beträufeln. Am Ende nochmal einen ordentlichen Schuss Olivenöl darüber geben, so dass sich das Gemüse schön vollsaugen kann. Das Gemüse über Nacht im Kühlschrank marinieren.

Tomatensalsa
Für die Tomatensalsa die Tomaten einritzen und kurz in kochendes Wasser legen. Herausnehmen und die Haut abziehen. Kerne und Saft entfernen und das Fleisch in Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen. Knoblauch fein hacken, Zwiebel in feine Ringe schneiden. Olivenöl im Topf sanft erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin anschwitzen. Tomatenwürfel zugeben und das Ganze bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis die Flüssigkeit komplett verdampft ist. Vom Herd ziehen und mit Zucker, Salz, Pfeffer und Balsamicoessig abschmecken.

Tramezzini
Am nächsten Tag das Grillgemüse rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit es nicht so kalt ist.

Tramezzinibrot auf ein Brettl legen, mit dem Teigroller ein wenig platt-woakln und mit Olivenöl beträufeln. Eine Hälfte belegen (1. Ricotta / 2. Tomatensalsa / 3. Grilgemüse) und die andere Hälfte draufklappen. Mit einem Brotmesser halbieren, so dass die typischen Tramezzini-Dreiecke entstehen. Voilà!