Zucchinikuchen

Zur Zeit schaffen’s nur Kuchen auf den Blog, was eigentlich gar keine Absicht ist, sondern sich irgendwie einfach so ergibt. Das Menü des heutigen Abends (Züricher Gschnetzeltes) iat aber schließlich auch schon verbloggt.

Eigentlich war dieses Wochenende gar kein Kuchen nötig. Schlummern doch noch ein paar Stückerl des  herrlichen Ammerländer Apfelkuchens (gefunden bei Britta bzw. Petra) von letztem Wochenende im Gefrierschrank…

A B E R derzeit gibt’s ja überall soviel Zucchini – am Markt werden große, lustig geformte Zucchini fast schon verschenkt und bei mir im Hinterkopf leuchtet immer wieder dieser Zucchinikuchen von Frau Ziii auf, welchen sie als ihren (fast) besten Kuchen tituliert. Die Sucht hat mich überrannt, ich konnte nicht anders und hab heute wie der Teufel drauf los gebacken, kein Wort zu Herrn Schnürschuh!

Soeben haben wir die ersten Stücke verputzt. Wau! Der Kuchen hat eine fantastische Konsistenz, ist saftig und schmeckt irre gut. Die Zucchini schmeckt man, wie von Frau Ziii versprochen, überhaupt nicht. Das Olivenöl hingegen kommt mächtig durch, umso wichtiger ein richtig gutes Olivenöl zu nehmen. Herrn Schnürschuh schmeckt er auch, wobei natürlich nichts über seinen allerliebsten Zitronenkuchen aus Ischia, Caprese al limone, geht. Grundsätzlich sollte ich, wenn es nach ihm geht, eigentlich nur diesen einen Kuchen machen!

Zutaten für eine 26er Springform:

– 3 Eier
– 250 g Vollrohrzucker (S: Muscovado)
– 150 mL geschmacksneutrales Öl (S: Rapsöl)
– 100 mL gutes Olivenöl (S: weltbestes Olivenöl)
– 100 g fein geriebene Nüsse (S: gemahlene Mandeln)
– 400 g fein geriebene Zucchini mitsamt der Schale
– 300 g Mehl
– 1 TL gemahlener Zimt
– 1 TL Weinstein-Backpulver
– 1 TL Natron
– ¼ TL Salz
– 2 EL guter Rum
– 1 EL Zitronensaft

Zubereitung:

Backofen auf 175 °C vorheizen. Springform fetten und mehlen.

Die Eier in der Küchenmaschine für mind. 5 Min. schaumig schlagen, bis sich das Volumen verdreifacht hat. Zucker und Salz nach und nach unterrühren. Rum und Zitronensaft hinzufügen. Schließlich das geschmacksneutrale Öl unter Rühren schön langsam einlaufen lassen, so dass sich Eier und Öl gut verbinden.

Nüsse, Mehl, Zimt, Backpulver und Natron miteinander vermengen. Zucchini sehr gut ausdrücken (am besten in kleinen Portionen mit der Hand). Die Mehlmischung und die Zucchini in 3-4 Portionen zum Teig geben und jeweils kurz unterrühren. Zuletzt das Olivenöl vorsichtig mit der Hand unterheben.

Den Teig in die Springform füllen und ca. 60 Min. backen (S: ca. 10 Minuten weniger). Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

Zucchinikuchen

Gâteau au chocolat (Schokoladenkuchen)

Mein Kollege macht zum Geburtstag immer einen sehr leckeren Schokoladenkuchen. Lange schon habe ich ihn nach dem Rezept gefragt und nun endlich bekommen. Natürlich wurde der Kuchen sofort ausprobiert und ist, wie erwartet, super geworden. Allerdings habe ich dabei gemerkt, dass sich mein Kollege gar nicht an’s Rezept hält 😉 – er hackt die Mandeln, anstatt sie zu mahlen und er hackt auch die Schokolade anstatt sie zu schmelzen! Tut dem Kuchen auch richtig gut, deswegen werde ich das nächste Mal die Hälfte der Mandeln mahlen, die andere Hälfte hacken und bei der Schokoladen werde ich  einfach mehr nehmen (so 175 g), davon 100 g schmelzen und den Rest hacken. Außerdem würde ich ihn 5-10 Min. weniger backen, damit er noch (wie heißt es so schön bei meinen Lieblingsbloggern) „gatschiger“ wird.
Die nächste Schokokreation werden die Schoki-Cookies von Daniel Humm, die ich bei Micha von grain de sel entdeckt habe. Die lachen mich schon lange an!

Zutaten:

–       125 g Butter
–       125 g Zartbitterschokolade
–       100 g geschälte Mandeln
–       4 Eier
–       125 g Zucker
–       1 EL Speisestärke
–       Puderzucker

Zubereitung:

Backofen auf 200 °C vorheizen (S: 170 °C Umluft). Springform (26 cm Ø) ausbuttern und bemehlen.

Schokolade grob hacken und zusammen mit der Butter über Wasserdampf schmelzen. Mandeln mahlen. Eier trennen. Eiweiß zu sehr steifem Schnee schlagen und beiseite stellen. Eigelb mit dem Zucker schaumig rühren, die Mandeln dazugeben. Butter und Schokolade unter den Teig rühren. Den Eischnee vorsichtig unterheben. Zuletzt die Speisestärke durch eine Sieb zur Masse geben und behutsam durchmischen.

Den Teig in die Springform füllen und ca. 40 Min. backen. Aus der Form nehmen, abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

Schokoladenkuchen

Zitrus-Guglhupf

Eigentlich wollte ich mir ja eine Osterlamm-Backform kaufen… Diese gab es aber nur im Maxi-Format – nö, wollt ich doch ein normales Lämmchen! Steht Fräulein Schnürschuh aber nun schon mal vor dem Backformenregal und lächelt ihr die Email-Gugelhupfform von Riess an, auch noch im Angebot, ist sie der Versuchung von Küchenläden sogleich verfallen und musste zuschlagen! Irgendwo wird sich schon noch ein Platzerl dafür finden…

Daher musste ich sofort Guglhupf machen. Ist doch klaro, dass ich da bei Kathas Blog esskultur vorbeischaue und mir ihren Zitrushupf angle. Zitat Katha: „Ein Kuchen mit purem, zarten Zitrus-Obers-Eier-Duft und weichem, flauschigen Teig„. Exakt so ist es! Was für ein toller Guglhupf! Diese Woche habe ich ihn bereits zweimal gebacken.

Zutaten:

– 4 Eier
– 300 mL Sahne (3.5%)
– 230 g Zucker
– 20 g Vanillezucker
– 300 g Mehl
– 1/2 Pack. Weinsteinbackpulver
– 1 gute Prise Salz
– fein abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone (S: plus a bisserl Saft)
– Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

Backofen auf 180 °C vorheizen.
Gugelhupfform sorgfältig buttern und mit Mehl bestäuben.

Mehl, Salz und Backpulver in einer Schüssel miteinander vermischen.
Zucker und Vanillezucker ebenfalls zusammen geben.
Eier trennen.

Eiweiß sehr steif schlagen und beiseite stellen.
Sahne halbfest schlagen. Zuckermischung unterrühren. Eigelbe ebenfalls.

Mehlmischung und Eischnee abwechseln mit einem Teigschaber unter den Teig heben. Zuletzt Zitronenschale (S: plus Zitronensaft) unterziehen. In die Form füllen. Die Form sanft auf die Arbeitsfläche klopfen, um die Masse gleichmäßig zu verteilen und Luftblasen zu entfernen. Und schliesslich für ca. 1 Std. ab damit in den Backofen (bei mir reichten 45 Min.) – am besten die Stäbchenprobe machen. Den Kuchen 5-10 Min. abkühlen lassen und vorsichtig auf ein Gitter stürzen. Sobald der Zitrus-Guglhupf komplett abgekühlt ist mit Puderzucker bestäuben.

Apfel-Mohn-Kuchen

Nach einer Reise geht’s wieder los mit kochen, backen und bloggen. Hab ich ja schon ewig keinen Apfelkuchen mehr gemacht und Mamas Lageräpfel schlummern im Keller. Also dann – zur Auswahl standen zwei Apfelkuchen aus meiner Nachkochliste – Michas Apfel-Mohn-Kuchen oder Paules Zupf-Schuedi mit Äpfeln drin! Da ich noch gut Mohnvorrat hatte und Herr Schnürschuh einen Apfelkuchen mit viel Teig wollte, wurde es dann Variante 1. Das Volumen habe ich reduziert, damit der Kuchen in meine 26er Springform passt.

Ein einfacher, leckerer Rührkuchen mit Äpfeln und Mohn!

Zutaten (26er Springform):

100 g Mohn (S: 85 g weißer Mohn + 15 g Blaumohn)
80 ml Milch
15 g Butter
40 g Zucker
20 g gehackte Mandeln

600 g saure Äpfel (geschält und entkernt)
2 EL Zitronensaft

200 g weiche Butter
175 g Rohrzucker
1 Päckchen Vanillezucker
Salz
4 Eier

240 g Mehl
80 g Einkorn-Vollkorn (S: Emmermehl)
gemahlener Zimt
gemahlener Ingwer
12 g Backpulver
200 mL Buttermilch

Zubereitung:

Mohn mahlen. Milch, Butter und Zucker zum Kochen bringen, Mohn zugeben, nochmal kurz aufkochen und vom Herd ziehen. Gehackte Mandeln unterrühren und 15 Min. ziehen lassen.

Äpfel schälen, entkernen, grob würfeln und gut mit dem Zitronensaft vermengen, damit sie nicht braun werden. Form fetten und bemehlen. Backofen auf 175 °C vorheizen.

Butter, Zucker, Vanillezucker und 1 Prise Salz schaumig rühren. Nach und nach die Eier unterrühren. Mehle, Gewürze und Backpulver in einer Schüssel miteinander vermengen und abwechselnd mit der Buttermilch zügig unter den Teig heben. Zuletzt die Mohnmischung unterrühren und die Äpfel unterheben.

Den Teig in die Form füllen und im Backofen ca. 1 Std. backen. Wird der Kuchen zu braun, mit Alufolie abdecken.

Aus dem Backofen holen und auskühlen lassen. Wie Micha mit einer Zitronenglasur bepinseln oder einfach mit Puderzucker bestäuben.

Apfel-Mohn-Kuchen

Jüdischer Apfelkuchen

Wochenende = Kuchen backen! Ich kann es einfach nicht lassen, auch wenn uns beiden ein Kuchen eigentlich zu viel ist und ich ihn dann meistens in die Arbeit mitnehme…

Ich habe mich für einen Apfelkuchen entschieden und mich erst mal auf die Suche gemacht, was ich nach dem und dem und diesen denn als nächstes machen könnte.

Zunächst wollte ich einen ganz normalen gedeckten Apfelkuchen machen. Dann bin ich aber auf das Rezept von smitten kitchen gestoßen. Und immer, wenn ich „sehr saftig“ (unbelievably moist“) lese, überkommt es mich… Es handelt sich um einen jüdischen Apfelkuchen. Warum genau weiß ich auch nicht? Die einzige Information die ich dazu fand ist diese hier: „Ein Apfelkuchen, der mit Öl zubereitet wird, ist an Chanukka außergewöhnlich beliebt, weil das Öl das Wunder dieses Tages symbolisiert.“

Die Zutaten waren kein Problem, die Zubereitung auch nicht. Schmecken tut er sehr gut, a bisserl süß vielleicht, daher würde ich nächstes Mal 200 g statt 250 g Zucker nehmen. Heute haben wir die letzten Stücke verspeist – immer noch 1A!

Die Menge habe ich um 1/3 reduziert, da ich so eine große „Tube Cake Pan“ gar nicht habe. Vielleicht entspricht diese einer 24er Bundform? Die 2/3 Menge hat auf jeden Fall wunderbar in meine 26er Springform mit Rohrboden gepasst!

Fürs nächste Mal muss ich mich auf die Suche nach einem Rezept für den ultimativen gedeckten Apfelkuchen machen… Tipps?

Zutaten:

– 4 saure Äpfel (S: Topaz)
– ½ EL Zimt
– 3 EL Zucker (S: Muscovado-Zucker)
– 1 Handvoll gehackte Walnüsse (S: Haselnüsse)
– 220 g Mehl
– 1 TL Backpulver
– ½ TL Salz
– 150 g Pflanzenöl (S: Rapsöl)
– 250 g Zucker (S: a bisserl zu viel, besser wären 200 g)
– 50 mL Orangensaft
– ½ TL Vanillepulver
– 3 Eier

Zubereitung:

Äpfel schälen, würfeln, in eine Schüssel geben und mit Zimt und Zucker bestreuen. Nüsse dazugeben und durchziehen lassen.

Form gut fetten und mit Mehl bestäuben. Ofen auf 180 °C vorheizen.
Mehl, Backpulver und Salz in eine Schüssel geben.

Pflanzenöl, Zucker, Orangensaft und Vanillepulver in eine Rührschüssel geben und gut miteinander verrühren. Die Eier einzeln zugeben und gut unterrühren.

Zuletzt die trockenen Zutaten zu der feuchten Masse geben. Nur solange Rühren, bis das Mehl komplett eingerührt ist. Die Hälfte der Masse in die Form füllen. Eine Hälfte Äpfel zugeben. Den restlichen Teig darüber geben und mit den übrigen Äpfeln abschließen.

In den Backofen schieben und ca. 1 h backen. Sobald der Kuchen guuuut zu duften beginnt die Stäbchenprobe machen.

Herausholen, abkühlen lassen, vorsichtig aus der Form holen, mit Puderzucker bestäuben und mit einer Tasse Tee oder Kaffee genießen.

Jüdischer Apfelkuchen

Zitronen-Mohn-Kuchen

Die Kombination Zitrone und Mohn soll sehr gut sein. Perfekt für mich! Ich liebe Beides! Es gibt zahlreiche Rezepte zu Zitronen-Mohn-Kuchen im Netz. Zum Beispiel dieses hier von Smittenkitchen. Oder dieses von Joy of Baking, was auch Paule von Paules ki(t)chen schon ausprobiert und sehr gelobt hat. Hin- und hergerissen war ich! Doch zu den 9 (!) Eiern der Variante 1 konnte ich mich einfach nicht überwinden! 9 Eier! Ist das nicht ein bisschen arg viel? Übertreibe ich?

Ich habe nun Variante 2 gemacht.
Die unten aufgelisteten Zutaten sind aus dem Rezept von Joy of Baking. Die hurtige Zubereitung ist die nach Paule! Herr Schnürschuh war begeistert – bei langem Rühren mit der Küchenmaschine brodelt er immer ’rum – so ging’s in wenigen Minuten.

Aber, nur 2.5 EL Mohn? Wo ich ihn doch so gern mag! Das ist mir ein bisschen wenig vorgekommen. Daher habe ich ca. 60 g gemahlenen Weißmohn genommen, der Weiße versteckt sich so schön hinter der Zitrone 😉 Insgesamt ein sehr guter Kuchen. Der Zitronensirup ist lecker! Von mir aus könnte da ruhig noch mehr rein! Nächstes Mal würde ich den Saft von mind. 2 Zitronen nehmen.

Ich habe nur eine 30er Kastenform. Besser geeignet für das Rezept wäre jedoch eine kleinere Form, dann wird der Kuchen höher und sieht hübscher aus.

Zutaten:

Teig
– 60 mL Milch
– 3 große Eier (S: 4 kleine Eier)
– 1 TL Vanilleextrakt (S: ½ TL Vanillepulver)
– 200 g Mehl
– 1 TL Backpulver
– ¼ TL Salz
– 2.5 EL Mohn (S: 60 g gemahlener Weißmohn)
– abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
– 150 g Zucker (S: Muscovado-Zucker)
– 170 g Butter, zimmerwarm (S: 180 g Butter)

Sirup
– 3 EL Zitronensaft (S: Saft von 1.5 Zitronen, ca. 60 mL)
– 50 g Zucker (S: Muscovado-Zucker)

Zubereitung:

Kastenform buttern und mehlen. Ofen auf 180 °C vorheizen.

Milch, Eier und Vanille in eine Schüssel geben und mit der Gabel schön miteinander verquirlen.

Mehl, Backpulver, Salz, Mohn, Zitronenschale und Zucker in eine Rührschüssel geben und alles gut vermengen. Die weiche Butter und die Hälfte der Eiermilch zugeben und mit der Rührmaschine auf niedriger Stufe 1 Min. rühren, dann auf mittlerer Stufe eine weitere Minute rühren. Die Hälfte der restlichen Eiermilch zugeben und ½ Min. rühren, schließlich den letzten Rest Eiermilch in einer weiteren ½ Min. unterrühren.

Die Masse in die vorbereitete Form füllen, glatt streichen und auf die mittlere Schiene in den Backofen schieben. 45-50 Min. backen.

Während der letzten paar Minuten, die der Kuchen im Backofen ist, den Sirup herstellen. Dafür einfach Zucker und Zitronensaft in einen kleinen Topf geben und aufkochen. Rühren, bis sich der Zucker komplett gelöst hat. Vom Herd ziehen.

Den fertiggebackenen Kuchen etwas auskühlen lassen, dann mit einem dünnen Holzstäbchen von oben ordentlich taktieren, so dass er viele Löcher bekommt, wo später der Sirup reinfließen kann. Aus der Form lösen und von unten ebenfalls löchern. ¼ des Sirups in die Kastenform gießen und den Kuchen wieder hineinsetzten. Den restlichen Sirup über den Kuchen gießen. In der Form abkühlen lassen und (wer es aushält – wir nicht) über Nacht durchziehen lassen.

Zwetschgendatschi

Aus Bayern haben wir ordentlich Zwetschgen mitgebracht. Richtig gute Zwetschgen aus dem Garten der Schwiegereltern – jede einzelne haben wir verwertet und keine einzige war wurmig! Ein Drittel davon haben wir pur verspeist, ein weiteres Drittel wurde zu einer herrlichen Zwetschgentarte (gefunden bei grain de sel) und gestern wurde der Rest zu Zwetschgendatschi verarbeitet!

Zwetschgendatschi schmeckt mir am Besten bei Herrn Schnürschuhs Oma. Sie zaubert mit über 80 die besten Kuchen, Torten und Plätzchen einfach so aus dem Ärmel. Schwierig wird es allerdings, wenn man das Rezept von ihr haben möchte, dann bekommt man Angaben wir „ungefähr“, „a Hand voll“ oder „das mach’ ich halt nach Gefühl“. So also auch letztes Jahr, als ich unbedingt den Zwetschgendatschi wie bei Herrn Schnürschuhs Oma hinbekommen wollte – dünner Teig, saftige Zwetschgen und ordentlich Streusel! Herr Schnürschuh ließ sich das „pi mal Daumen“-Rezept via Telefon durchgeben und ich legte los. Oh je, das war vielleicht ein Reinfall! Ohne eine ordentliche Mengenangabe klappt das bei mir nicht so auf die Schnelle. Der Belag war ja ganz gut, aber der Teig war ein harter, trockener Brocken…

Dieses Jahr musste ich also professioneller an die Sache herangehen. Man hat ja so seine Lieblings-Foodblogs, wo man weiß die Rezepte klappen sicher! Einer davon ist Ziii kocht. Als Frau Ziii ihren Zwetschgenfleck im August bloggte wurde der Link in weiser Voraussicht sofort abgespeichert.

Gestern probierte ich das Rezept aus. Ich habe jedoch nur die halbe Menge gemacht und den Zwetschgendatschi in einer Tarteform gebacken. Endlich, endlich, endlich kann ich nun auch so guten Zwetschgendatschi machen wir Herrn Schnürschuhs Omi! Lecker!

Zutaten für 1 Blech:

Teig
– 300 g Mehl
– 100 mL Milch
– ca. 10 g frische Hefe
– 50 g Zucker
– 50 g Butter
– 1 ganzes Ei und 1 Eigelb
– ¼ TL Salz
– abgeriebene Schale einer halben Bio-Zitrone
– ca. 1 kg Zwetschgen

Streusel
– 100 g kalte Butter
– 50 g Zucker
– 100 g Mehl
– 1 gestrichener TL gemahlener Zimt

Zubereitung:

Zunächst Milch, Zucker und Mehl abmessen bzw. abwiegen, da man fürs Dampferl (den Vorteig) ein bisschen davon klauen muss.

Fürs Dampferl 2-3 EL Milch leicht erwärmen. 1 TL Zucker zugeben. Die Hefe reinbröckeln und darin auflösen. Soviel Mehl zugeben, bis ein glatter, nicht zu fester Teig ohne Klumpen entsteht. Mit Mehl bestäuben und abgedeckt ca. 20 Min. an einem warmen Ort gehen lassen.

Restliche Milch leicht erwärmen, Butter zugeben und darin schmelzen lassen. Zucker unterrühren und kurz bevor das Dampferl fertig ist Ei und Eigelb zugeben, alles gut miteinander verquirlen.

Mehl, Salz, Zitronenabrieb, Eiermilch und das Dampferl mit der Hand oder mit Hilfe des Knethakens einer Rührmaschine zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Falls nötig, noch etwas Mehl zugeben.

Teig zu einer Kugel formen, mit Mehl bestäuben und abgedeckt an einem warmen Ort mind. 1 Std. gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwetschgen waschen, entkernen und in Viertel schneiden. Außerdem die Streusel vorbereiten. Dafür die kalte Butter mit Mehl, Zucker und Zimt vorsichtig mit den Fingern oder mit dem Knethaken zu einer bröseligen Masse verarbeiten. Die Butter sollte nicht zu warm werden. Dann sogleich wieder in den Kühlschrank stellen.

Backofen auf 150 °C vorheizen.

Den Teig auf bemehlter Fläche dünn ausrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech (ich in die gebutterte Tarteform) geben. Dachziegelartig, dicht an dicht mit den Zwetschgen belegen. Die Streusel darüber geben und nochmal kurz gehen lassen.

In den Backofen schieben und 45 – 50 Min. backen. Die letzte Viertelstunde nur noch mit Oberhitze. So frisch wie möglich genießen!

Zitronige Linzer-Schnitten

Der Sommer hat sich schnell verabschiedet und seit Samstag regnet und regnet es… Ein Gutes hat das Ganze – Fräulein Schnürschuh kann sich stundenlang in der Küche vergnügen! Derzeit könnte ich jedes einzelne Rezept aus meinem Lieblingsblog Grain de sel nachmachen – Micha trifft einfach genau meinen Geschmack. Also habe ich am Wochenende erst mal eine neue Ration geröstete Ofentomaten hergestellt und dann habe ich noch die Quadrillos bzw. Linzer-Schnitten als zitronige Variante gebacken. Die Ofentomaten sind, wie sie Micha eh schon immer bewirbt, genial (!!!) und auch meine zitronigen Linzer-Schnitten wurden fantastisch. Es hat richtig Spaß gemacht sie herzustellen und nun sind sie in einer Dose verstaut und wir können uns immer wieder eine (oder zwei… oder drei…) rausstibitzen. Naja, die Hälft ist schon weg…

Zutaten für die abgewandelte zitronige Variante:

– 350 g Mehl
– 200 g gemahlene Mandeln
– 140 g Zucker
– 1 Ei
– 1 Prise Salz
– abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
– 1-2 Msp gemahlener Ingwer
– 1-2 Msp gemahlener Kardamom
– 1 Msp Vanilleextrakt
– 2 EL Limoncello
– 250 g weiche Butter in Stücken
– 250 g Gelée-Marmelade Zitronen Limetten
– Mehl
– Eigelb
– Puderzucker

Zubereitung:

Mehl, Mandeln, Zucker, Ei, Salz, Zitronenabrieb, Gewürze, Limoncello und Butterstückchen mit dem Knethaken der Rührmaschine vermengen. Anschließend mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten und in zwei Portionen teilen, diese in Frischhaltefolie wickeln und für mind. 1 Std. in den Kühlschrank geben.

In der Zwischenzeit zwei Backpapierbögen zu je 30 x 36 cm vorbereiten.

Eine Teigportion aus dem Kühlschrank holen und entweder auf bemehlter Arbeitsfläche oder, und ich tue mich so wesentlich leichter, zwischen Frischhaltefolie und dem vorbereiteten Backpapier legen und ebenmäßig auf die Größe des Backpapiers ausrollen. Mit dem Backpapier auf das Backblech heben, mit einer Gabel Löcher einstechen und mit der, in einer Schüssel verrührten, Marmelade bestreichen. In den Kühlschrank stellen.

Die zweite Teigportion aus dem Kühlschrank holen, genau wie die erste auf die Größe des Backpapiers ausrollen und auf ein Backblech heben. 20 Min. in den Kühlschrank stellen. Anschließend mit Hilfe eines kleinen Ausstechers (in etwa von der Größe eines Apfelkernausstechers) vorsichtig Kreise ausstechen – nicht zu nahe beieinander – und auf einem kleinen Stück Backpapier deponieren. Alles zurück in den Kühlschrank stellen und nochmal 10 Min. durchkühlen lassen.

Backofen auf 200 °C vorheizen. Alles aus dem Kühlschrank nehmen und die „durchlöcherte“ Teigplatte vorsichtig auf die Marmeladenteigplatte legen. Das Backpapier behutsam abziehen. Eigelb verquirlen und die obere Teigplatte damit bestreichen. Mit den ausgestochenen Kreisen belegen und in den Backofen (unterste Schiene) schieben. 16-18 Min. backen, vollständig auskühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und in 4 cm große Quadrate schneiden.

Zitronige Linzer-Schnitten

Lemon-Ricotta Bars

Ich liebe Zitronenkuchen! Süß, sauer, fruchtig, erfrischend, zitronig, sonnig, hmmmm!

Regelmäßig, meist wenn Herr Schnürschuh sich einen Kuchen aussuchen darf, gibt es daher Caprese al limone – den weltbeste Zitronenkuchen. Sehr lecker ist auch die Zitronentarte! Nun fanden die Lemon-Ricotta Bars von Food 52 den Weg auf meine Nachkoch-back-liste und ich schwang also den Schneebesen!

Die köstlich fruchtig-frische Füllung der Ricotta-Lemon Bars zergeht einem wirklich auf der Zunge! Damit ziehen sie vorbei an der Zitronentarte und nehmen Rang 2 in der Kategorie ILOVEZITRONE ein. Aus dem Kühlschrank serviert genau das Richtige für die sommerlichen Temperaturen!

Lemonbars

Zutaten (33×23 cm Form):

Teig
– 220 g Mehl
– 85 g Puderzucker
– 37.5 g Stärke
– 1 EL abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
– ¾ TL Salz
– 175 g zimmerwarme Butter (Würfel von 2.5 cm)

Füllung
– 250 g Ricotta, abgetropft (S: nicht abgetropft)
– 4 Eier (verquirlt)
– 200 g Zucker
– 3 EL Mehl
– 2 EL abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
– 160 mL Zitronensaft
– ¼ TL Salz

Zubereitung:

Backblech oder entsprechende Form mit Backpapier auslegen oder fetten und bemehlen.

Mehl, Puderzucker, Stärke, Zitronenschale und Salz in den Mixer geben und im Pulsmodus kurz miteinander vermengen. Die Butterwürfel zugeben und wieder mit dem Pulsmodus aufmixen, bis grobe Streusel entstehen.

Teig auf das Blech / in die Form geben und mit bemehltem Handrücken flach drücken, bis er einigermaßen homogen verteilt ist. 30 Min. abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 180 °C vorheizen.

Den Teig in den Backofen schieben und ca. 20 Min. backen, bis er leicht gebräunt ist.

Für die Füllung Ricotta, Eier, Zucker und Mehl in eine große Schüssel geben und mit dem Schneebesen verquirlen. Zitronenschale, Zitronensaft und Salz zugeben und gut zu einer homogenen Masse verrühren.

Teigboden aus dem Ofen holen. Temperatur des Backofens auf 165 °C reduzieren.

Die Füllung nochmal gut verrühren und auf den Teigboden gießen. Wieder in den Backofen schieben und weitere 30 Min. backen.

Zitronengebäck aus dem Backofen holen und abkühlen lassen. Mit einem scharfen Messer in Rechtecke schneiden. Dabei das Messer immer wieder reinigen. mit Puderzucker bestäuben.

Lemonbars

Schichtkuchen mit Walnüssen

Letztes Jahr war die Walnussernte bei Mama Schnürschuh sehr, sehr gut, dementsprechend viele Beutel mit gemahlenen Walnüssen hatte sie in der Gefriertruhe gebunkert. Die sollen nun nach und nach aufgebraucht werden. Natürlich durfte ich auch was mitnehmen in die Schweiz.

Ein Kuchenrezept mit Walnüssen musste her! Hatte da schon ein Rezept im Hinterkopf – gesehen bei der Küchenschabe. Einen hübschen Schichtkuchen mit einer Füllung aus Walnüssen, Schokolade, Zimt und Rosinen.

Typisch für mich, habe ich das Rezept nicht ordentlich gelesen und einfach einen Becher Sauerrahm gekauft. Das waren 180 g… Glücklicherweise waren noch Reste von Frischkäse und griechischem Joghurt im Kühlschrank und ich konnte damit auf die notwendigen 250 g aufstocken ;-). Bis auf die Rosinen, die ich ganz ließ, habe ich alles genau wie Küchenschabes Mitkoch gemacht. Ein einfacher, leckerer Kuchen, der optisch auch noch was hermacht! Bloß a bisserl arg süß war er. Das nächste Mal würde ich die Zuckermenge im Teig und/oder in der Füllung deutlich reduzieren.

Zutaten:

Füllung:
– 100 g Walnüsse
– 4 EL Rosinen
– 1 EL gemahlener Zimt (S: 1 TL)
– 1.5 EL Kakaopulver
– 175 g brauner Zucker

Teig:
– 125 g weiche Butter
– 225 g Zucker
– 1 Messerspitze Vanillemark
– 3 Eier (S: 4 kleine Eier)
– 250 ml Sauerrahm (S: 180 g Sauerrahm, 70 g: Joghurt- und Frischkäse)
– 250 g Mehl
– 2 TL Backpulver
– 1 Prise Salz

Zubereitung:

Zutaten rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen und Raumtemperatur annehmen lassen. Backofen auf 180 °C vorheizen. Springform fetten und mit Mehl bestäuben.

Walnüsse und Rosinen fein hacken (S: Walnüsse gemahlen, Rosinen ganz gelassen) und mit Zimt, Kakaopulver und braunem Zucker vermischen.

Butter, Zucker und Vanillemark schaumig rühren. Nach und nach die Eier zugeben und zu einer homogenen Masse verquirlen. Mehl, Backpulver und Salz in einer separaten Schüssel vermengen und abwechselnd mit dem Sauerrahm unter den Teig heben.

1/3 der Teigmasse in die Form streichen. Die Hälfte der Füllung gleichmäßig darauf streuen. Nächstes Drittel Teig vorsichtig einfüllen und glattstreichen und mit der restlichen Füllung bestreuen. Schließlich das letzte 1/3 Teigmasse einfüllen und glattstreichen. Dabei immer wieder mit der Form kräftig auf die Arbeitsfläche klopfen, damit die entstandene Luft aus den Schichten entweichen kann.

In den Backofen schieben und ca. 60 Min. backen. Stäbchenprobe machen! Auskühlen lassen, aus der Form lösen und mit Puderzucker bestreuen.