Auberginen mit Chermoula, Bulgur & Joghurt

Auf dem Luzerner Wochenmarkt gab es 3 für 2 – Auberginen. Da heißt es zugreifen! Überhaupt mag ich Auberginen gerne – obwohl viele behaupten die würden ja nach nichts schmecken…

Auberginenrezepte gibt es zahlreiche in Ottolenghis Büchern und weil es so schön einfach ist, habe ich das Rezept „Auberginen mit Chermoula, Bulgur & Joghurt“ aus dem Buch Jerusalem gewählt. Gute Entscheidung! Es war köstlich!

In der Zwischenzeit ist übrigens das neue Buch „Türkei vegetarisch“ aus der Vegetarisch Reihe von Katharina Seiser heraus gekommen und auch schon bei mir eingetrudelt. Bis auf „Italien vegetarisch“ habe ich alle aus der Serie. Man findet in den Büchern tolle, einfache Rezepte und das Konzept mit der Aufteilung in Jahreszeiten gefällt mir. Jedenfalls habe ich beim Durchblättern von „Türkei vegetarisch“ viele vielversprechende Auberginenrezepte gefunden. Das erste wird morgen gekocht. Vielleicht schafft es das Rezept ja auch auf den Blog…

Zutaten für 4 Personen:

  • 2 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • 2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 2 TL gemahlener Koriander
  • 1 TL Chiliflocken
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 2 EL fein gehackte Schale von eingelegten Zitronen (S: frische Zitrone)
  • 140 mL Olivenöl, plus Olivenöl zum Beträufeln
  • 2 mittelgroße Auberginen
  • 50 g feiner Bulgur (S: grober Bulgur)
  • 25 g Sultaninen (S: keine da, daher Cranberries)
  • 10 g Koriandergrün, gehackt, plus Koriandergrün zum Bestreuen
  • 10 g frische Minze, gehackt
  • 6 grüne Oliven, entsteint und halbiert
  • 1 EL Mandelblättchen, geröstet
  • 2 Frühlingszwiebeln, gehackt
  • 5 EL Zitronensaft
  • 120 g griechischer Joghurt
  • Salz

Zubereitung:

Den Backofen auf 200 °C vorheizen.

Für die Chermoula in einer kleinen Schüssel Knoblauch, Kreuzkümmel, Koriander, Chili, Paprikapulver, die Zitronenschale, zwei Drittel des Olivenöls sowie ½ TL Salz vermengen.

Die Aubergine der Länge nach halbieren und das Fruchtfleisch rautenförmig einschneiden. Dabei darauf achten, dass die Schale intakt bleibt. Die Hälften gleichmäßig mit der Chermoula bestreichen, mit der Schnittfläche nach oben auf ein Backblech legen und 40 Min. im Backofen garen.

Inzwischen den Bulgur in einer Schüssel mit 140 mL kochendem Wasser übergießen.

Die Sultaninen 10 Min. in 50 mL warmen Wasser einweichen, anschließend abgießen und mit dem restlichen Öl zum Bulgur geben. Kräuter, Oliven, Mandelblättchen, Frühlingszwiebeln und Zitronensaft hinzufügen, mit einer Prise Salz würzen und alles gut durchmischen. Den Salat danach noch einmal abschmecken.

Die Auberginenhälften auf vier Teller verteilen, den Bulgursalat darauf anrichten und mit dem Joghurt garnieren. Das gehackte Koriandergrün darüber streuen, etwas Olivenöl aufträufeln und die Auberginen warm oder bei Zimmertemperatur servieren.

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Pulled Pork Burger

Letztes Wochenende zelebrierten wir erfolgreich ein kleines, in vielen Blogs bereits hoch gelobtes, Kochprojekt: Pulled Pork! Ich hatte bereits in einigen Blogs darüber gelesen und plötzlich fing auch Herr Schnürschuh an davon zu schwärmen. Dann war’s also klar – es wurde ein Schulterbraten vom Wollschwein bei Holzenfleisch geordert, ich holte das Stück am Samstagmorgen am Luzerner Marktstand ab und sogleich ging es los. Das Rezept stammt von Uwe und weil es daran nichts zu rütteln gibt, habe ich es auch genau so übernommen – BBQ-Soße, Krautsalat, Burger Buns und das Pulled Pork!

Die Tage davor hatte ich die ersten Vorbereitungen getroffen…

– Tomatenketchup nach diesem Rezept zubereitet (super!)
Uwes BBQ-Soße gekocht
Uwes Burger Buns gebacken und eingefroren
– Spritze und Kanüle für die Ananassaft-Infusion gekauft

Am Samstag, gleich in der Früh, ging’s los. Herr Schnürschuh rieb das Fleisch mit der Gewürzmischung ein und packte es für 24 h in den Kühlschrank. Da wir unmöglich zu zweit so ein großes Stück Fleisch essen können, ohne dass wir es nach 3 Tagen nicht mehr sehen können, haben wir „nur“ 700 g Schulter verwendet.

Am Sonntagmorgen wurde dann das marinierte Stück mit ca. 300 mL Ananassaft geimpft und kam, mit einem Bratenthermometer bestückt, zunächst bei 90 °C Umluft (unser Ofen hat leider keine Ober-/Unterhitze-Funktion) auf ein Gitter in den Backofen – Backblech darunter. Obwohl der Braten deutlich kleiner war, als Uwes, brauchte er trotzdem genauso lang (ca. 10 Stunden). Wir erhöhten sogar nach 6 h auf 95 °C, dann auf 100 °C und die letzte Stunde auf 105 °C – bis schließlich um 19 Uhr die 88 °C Kerntemperatur erreicht war. Wie Uwe, pinselten wir es immer wieder mit dem austretenden Saft ein. Anschließend ließen wir es noch kurz in Alufolie ruhen, bis Herr Schnürschuh das gute Stück freudig auseinander reißen konnte. Der Krautsalat war auch schon fertig und gut durchgezogen.

Zuletzt mussten nur noch die bereits aufgetauten Burger Buns in der Grillpfanne erhitzt werden und wir konnten endlich unsere Burger zusammenbauen und genießen. Lecker, lecker, lecker!
Für das Rezept – einfach hier entlang!

Pulled Pork Burger

Mezze-Abend No.2

Ich habe es bestimmt schon zig mal erwähnt. Ich l i e b e Mezze. Es gibt nichts Schöneres als einen Tisch voller verschiedener Schüsselchen, wo man sich überall genüsslich etwas heraus stibitzen kann. Dabei ist alles möglich – Salat, Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte, Mus/Püree, Frittiertes, Brot, … und dies mit orientalischen Aromen, Gewürzen und Kräutern – Minze, Petersilie, Koriander, Kreuzkümmel, Piment, Zimt, Zitrone, Granatapfel, … Einfach fantastisch!

Vor kurzem besuchten uns Herr Schnürschuhs Bruder und dessen Freundin. Die Gelegenheit für mich! Ich nahm mir einen Tag frei und schnippelte, kochte, buk, brutzelte. Welch eine Freude. Ich hoffe die beiden haben die Mezzetafel genauso genossen wie wir!

Hierzu gibt es diesmal einen großen Monsterblogeintrag mit allen Rezepten des Abends. Leider hab ich für einige Gerichte keine Bilder, aber die werden nachgetragen.

Mezzeabend
–       Hummus mit Kawarma
–       Baba Ghanoush
–       Basmati- & Wildreis mit Kichererbsen, Korinthen und Kräutern
–       Orientalischer Salat
–       Marinierte Auberginen
–       Marinierte Möhren
–       Fladenbrot
–       Pistazien Crème brûlée

Mein Standardwerk für Mezze ist das Kochbuch Jerusalem von Ottolenghi. Trend hin oder her, es ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Das ganze Buch ist vollgeklebt mit „Einmerkerln“, es gibt fast kein Gericht, welches ich nicht gern ausprobieren möchte und alle bisher erprobten sind einwandfrei gelungen und haben fantastisch geschmeckt. Es folgt noch eine Liste mit bereits für lecker befunden Gerichten aus dem Buch und eine mit Gerichten, die ich gerne als Nächstes ausprobieren möchte.

Viele tolle Rezepte gibt es natürlich noch bei den Bloggerkollegen im Netz. Zudem besitze ich noch das Kochbuch Veggiestan von Sally Butcher, woraus ich auch schon leckere orientalische Köstlichkeiten gekocht habe (z.B. hier).

Wichtig, für eine tolle Mezzetafel, ist viel, viel Zeit. Für eine Handvoll Schüsselchen braucht man schon mal einen ganzen Tag. Doch es lohnt sich!

Leckere Rezepte aus Jerusalem:
– Na’amas Fattoush
– Würzige Kichererbsen mit buntem Salat
– Salat von geröstetem Blumenkohl mit Haselnüssen (Blogbuster)
– Tabbouleh
– Sabih
– Mejadra
– Couscous mit Tomate & Zwiebel
– Fisch-Kebabs mit Auberginenpüree

Todo Rezepte aus Jerusalem:
– Butternusskürbis mit Tahini- Sauce & Zatar
– Bohnen-Paprika-Salat
– Kohlrabisalat
– Auberginen mit Chermoula, Bulgur & Joghurt
– A’ja (Brotfrikadellen)
– Würziger Möhrensalat
– Falafel
– Auberginensuppe mit Mograbieh (woher krieg ich nur diese großen Couscouskügelchen… )
– Fleischbällchen (muss noch eine Quelle für gutes Lammhackfleisch auftun…)
– Fischfrikadellen in Tomatensoße
– Sfiha oder Lahm Bi’ajeen
– …


Hummus

Es hat ein paar Anläufe gedauert, bis der Hummus so wurde, wie wir es uns vorgestellt haben. Doch dank der Tipps unseres libanesischen Kollegens Mohamad sowie guter Zutaten klappt es inzwischen einwandfrei. Die Zubereitung ist zwar ein bisserl (!) aufwändig, aber es lohnt sich! Das Zeug schmeckt so so so gut, einfach zum reinlegen!

Das Grundrezept lieferte uns Ottolenghi (Jerusalem). Ich modifiziere es nur leicht ab, indem weniger Knoblauch verwende und diesen vorher anbrate, da ich rohen Knoblauch nicht so gut vertrage. Außerdem benutze ich etwas weniger Tahini und meist braucht es mehr eiskaltes Wasser und Zitronensaft als angegeben – das mache ich einfach nach Gefühl, bis Konsistenz und Geschmack perfekt cremig sind.

Laut meines Kollegen darf man auf keinen Fall Kichererbsen aus der Dose nehmen und noch wichtiger ist es die Kichererbsen zu schälen. Seine Mutter benutzt dafür einfach eine flotte Lotte – schälen und pürieren gleichzeitig. Haben wir leider nicht. Das heißt ich setze mich nach dem Kochen der Kichererbsen mit der großen Schüssel an den Esszimmertisch und häute jede Kichererbse einzeln – eine Heidenarbeit! Wichtig dabei: die Kichererbsen nicht zu lange kochen, dann sind sie total zermatscht und das Häuten ein Drama! Ob ich mir vielleicht doch eines Tage so eine flotte Lotte zulegen soll? Eigentlich hab ich ja Kücheninstrumentekaufverbot… Doch bevor ich mir so etwas zulege, muss ich sowieso erst mal testen, ob das hinhaut.

Für das eiskalte Wasser nehme ich ein Glas Wasser und friere es ein, bevor ich beginne die Kichererbsen zu kochen. So ist es wunderbar, wenn ich beim Pürierschritt angelangt bin.

Gute Kichererbsen und das beste Tahini bekomme ich von Rapunzel.

Zutaten für 6 Personen:

– 250 g Kichererbsen, getrocknet
– 1 TL Backnatron
– 270 g helles Tahini (S: weniger)
– 4 EL Zitronensaft
– 4 Knoblauchzehen (S: 1 Zehe)
– 1½ TL Salz
– 100 mL eiskaltes Wasser (S: nach Bedarf, meistens mehr)
– Öl

Zubereitung:

Die Kichererbsen am Tag zuvor mit reichlich Wasser (doppelte Menge) bedecken und über Nacht einweichen. Am nächsten Tag abgießen, abtropfen lassen und mit dem Natron in einen Topf geben. Bei starker Hitze ca. 3 Min. unter Rühren erhitzen. Mit 1.5 L Wasser auffüllen, zum Kochen bringen und abschäumen. Weich (so dass man sie einfach zwischen den Fingern zerdrücken kann), aber nicht zu weich (Matsch) kochen – das dauert je nach Sorte/Alter zwischen 20 und 40 Min.

In der Zwischenzeit den Knoblauch schälen, fein schneiden und in etwas Öl sanft anbraten.

Kichererbsen abgießen und häuten. Anschließend zusammen mit Tahini, Knoblauch, Zitronensaft, Salz und dem eiskalten Wasser pürieren, bis eine glatte, cremige Paste entstanden ist. Abschmecken, abdecken und mind. 30 Min. ruhen lassen. Vor dem Servieren mit etwas Olivenöl beträufeln.

Hummus


Kawarma

Meine Liebe zu Lamm hält sich in Grenzen. Denn habe ich kein ordentliches Stück Fleisch, kann ich es einfach nicht essen. Soll es doch nicht „bockeln“! In Luzern kaufe ich Lammfleisch nur noch bei Holzenfleisch. Ein Stand von Holzenfleisch findet sich jeden Samstag auf dem Luzerner Markt. Für Spezialwünsche (z.B. Schweinebraten) kann man auch vorbestellen.

Kawarma muss ordentlich lange mariniert werden und wird dann nach dem Anbraten auf Hummus serviert. Es begleitet uns fast immer, meist als einziges Fleischgericht, wenn wir Mezze machen.

Zutaten für 6 Personen:

Fleisch
– 300 g Lammnacken (S: mageres Stück vom Lamm)
– 1 EL Butter oder Ghee
– 1 TL Olivenöl

Marinade
– ¼ TL gemahlener schwarzer Pfeffer
– ¼ TL gemahlener weißer Pfeffer
– 1 TL gemahlener Piment
– ½ TL Zimt
– 1 kräftige Prise frisch geriebene Muskatnuss
– 1 TL getrockenete Za’atar- oder Oreganoblätter, zerrieben (S: Oregano)
– 1 EL Weißweinessig
– 1 EL gehackte Minze
– 1 EL gehackte Petersilie
– 1 TL Salz

Zubereitung:

Lammfleisch in kleine Stücke schneiden. Alle Zutaten für die Marinade und das Fleisch in eine Schüssel geben, gut vermengen und zugedeckt im Kühlschrank mind. 30 Min. durchziehen lassen (S: länger oder über Nacht).

Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Butter oder Ghee und Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze heiß werden lassen. Das Fleisch portionsweise 2 Min. braten. Es sollte in der Mitte noch leicht rosa sein. Auf Hummus servieren.

Hummus mit Kawarma


Orientalischer Salat

Den Salat mache ich, je nach Zutaten die ich gerade parat habe. Nicht fehlen dürfen jedoch frische Kräuter, wie Minze, Koriander und Petersilie! Perfekt ist er mit Granatapfelkernen.

Zutaten für 4 Personen:

– 1 Nostrano Gurke
– 1 Paprika
– eine gute Handvoll Cocktail- oder Datteltomaten
– eine Handvoll Radieserl
– 1 rote Zwiebel
– 1 kleine Chili
– ½ Granatapfel
– 1 EL gehackte Minze
– 1 EL gehacktes Korinadergrün
– 1 EL gehackte Petersilie
– Salz, Pfeffer
– Olivenöl
– Zitronen- oder Limettensaft
– 1 Prise Zucker

Zubereitung:

Gemüse putzen. Gurke, Paprika und Zwiebel in mittelgroße Würfel schneiden. Tomaten halbieren oder vierteln. Radieserl halbieren und in Scheiben schneiden. Chili fein hacken. Granatapfelkerne auslösen. Alles zusammen mit den frisch gehackten Kräutern in eine Schüssel geben und mit etwas Zitronen- oder Limettensaft, Salz, Pfeffer, Zucker und Olivenöl abschmecken.


Baba Ghanoush

Der Auberginendip ist auch so etwas Köstliches! Hmmmm! Leider, leider habe ich nicht die Möglichkeit die Auberginen zu grillen. So bekämen sie noch ein schönes Raucharoma. Aber bald, bald werden wir einen Balkon haben und dann werde ich Auberginen grillen was das Zeug hält!

Das Rezept ist ebenfalls aus Ottolenghis Jerusalem. Allerdings habe ich noch etwas Tahini reingemogelt. Es scheiden sich ja die Geister, ob das Sesammus da nun reingehört oder nicht. Ich mag es jedoch, wird das Baba Ghanoush dadurch noch cremiger. Laut Mohamad kommt auch Tahini rein.

Zutaten für 4 Personen:

– 4 große Auberginen
– 2 Knoblauchzehen, zerdrückt (S: 1 Zehe)
– abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
– 2 EL Zitronensaft
– 5 EL Olivenöl
– 2 EL hackte Petersilie
– 2 EL Minze
– ½ Granatapfel
– 1-2 EL Tahini
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Auberginen von allen Seiten mit einem Messer einstechen. Auf das Backblech legen und unter dem Backofengrill mind. 1 Stunde brutzeln lassen, bis sie aufplatzen und zerfallen. Dabei alle 20 Min. wenden. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit den Knoblauch schälen, fein schneiden und in etwas Öl sanft anbraten. Beiseite stellen.

Auberginen aufschneiden und mit Hilfe eines Löffels das Fruchtfleisch herausschaben. In einen Sieb geben und mind. 1 Stunde abtropfen lassen. Anschließend in eine große Schüssel geben und mit Knoblauch, Zitronensaft, -schale (ein wenig für die Garnitur aufheben), Tahini und Olivenöl vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mind. 1 Stunde bei Zimmertemperatur durchziehen lassen.

Kurz vor dem Servieren die frisch gehackten Kräuter unterziehen, nochmals abschmecken und mit etwas Zitronenschale und den Granatapfelkernen garnieren.


Basmati- & Wildreis mit Kichererbsen, Korinthen und Kräutern

Den Reis gab es auch schön öfter im Hause Schnürschuh. Meist als Einzelgericht mit Salat. Eine schöne Kombination, vor allem mit den Röstzwiebeln! Ebenfalls aus Ottolenghis Jerusalem.

Zutaten für 6 Personen:

– 50 g Wildreis
– 2½ EL Olivenöl
– 220 g Basmatireis
– 330 mL kochendes Wasser
– 2 TL Kreuzkümmelsamen
– 1½ TL Currypulver
– 240 g gegarte Kichererbsen (S: geschält)
– 180 mL SonnenbluDimenöl (S: Rapsöl)
– 1 mittelgroße Zwiebel
– ½ TL Mehl
– 100 g Korinthen (S: Rosinen)
– 2 EL gehackte Petersilie
– 1 EL gehacktes Koriandergrün
– 1 EL gehackter Dill
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Wildreis in einem kleinen Topf mit reichlich Wasser bedecken, zum Kochen bringen und etwa 40 Min. köcheln lassen, bis die Körner gar, aber noch bissfest sind. Abgießen und zur Seite stellen.

1 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen. Den Basmatireis mit ¼ TL Salz unter Rühren darin anschwitzen. Das kochende Wasser angießen und den Reis zugedeckt ca. 15 Min. bei sehr geringer Hitze garen. Topf vom Herd ziehen, Deckel abnehmen, den Topf mit einem Geschirrtuch abdecken und den Deckel wieder auflegen. 10 Min. ruhen lassen.

Restliches Öl in einem kleinen Topf erhitzen. Kreuzkümmel sowie Currypulver einige Sekunden darin anschwitzen und sofort die Kichererbsen mit ¼ TL Salz hinzufügen. 1-2 Min. unter Rühren erwärmen, dann in eine große Schüssel füllen.

Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Den Topf mit Küchenpapier ausreiben, Sonnenblumenöl (S: Rapsöl) hineinfüllen und bei starker Hitze heiß werden lassen. Das Öl ist richtig temperiert, wenn an einem eingetauchten Zahnstocher Bläschen hochsteigen. Die Zwiebelringe in Mehl wenden, bis sie damit überzogen sind und portionsweise im heißen Öl 2-3 Min. goldbraun frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Salz bestreuen.

Den Reis mit den Kichererbsen, Korinthen (S: Rosinen), Kräutern und Zwiebelringen mischen, noch einmal abschmecken und warm oder bei Zimmertemperatur servieren.


Marinierte Auberginen

Neben Hummus gehört dieses Gericht zu meinen absoluten Favoriten. Aus den „einfachen“ Auberginen wird etwas richtig leckeres. Wichtig dabei ist es, die Marinade rechtzeitig vorzubereiten, so dass die Auberginen, direkt aus dem Ofen kommend, damit vermengt werden können. Gut durchgezogen dann ein Genuss! Gefunden habe ich das Rezept bei delicious days. Nicky hat es, weil das ja klar ist, etwas adaptiert von Ottolenghi (The Cookbook).

Zutaten für 4 Personen:

Auberginen
– 2-3 Auberginen
– Olivenöl
– Meersalz
– frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Marinade
– 5 EL Olivenöl
– 5 EL Zitronensaft
– 1 kleiner Chili
– 3-4 EL Kräuter (S: Minze, Koriander, Petersilie)
– 1-2 Knoblauchzehen
– Meersalz
– frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Enden der Auberginen abschneiden und diese quer in 2 gleich große Hälften teilen. Die Hälften der Länge nach halbieren und jedes Stück in sechs bis acht Spalten schneiden. Am Ende sollen alle Spalten ungefähr gleich groß sein.

Die Spalten mit Olivenöl einpinseln, mit der Hautseite nach unten auf das Backblech setzen und mit Salz und Pfeffer würzen. Im Backofen 20-25 Min. backen, bis die Ecken anfangen zu bräunen und die Spalten weich sind.

In der Zwischenzeit die Marinade vorbereiten. Chili putzen, Kerne bei Bedarf entfernen und fein schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken (S: vorher angebraten), Kräuter grob hacken. Alle Zutaten für die Marinade in einer Schüssel vermischen. Beiseite stellen.

Sobald die Auberginen fertig sind, aus dem Ofen holen und sogleich vorsichtig mit der Marinade vermengen. Gut durchziehen lassen, am besten über Nacht.

Marinierte Auberginen


Marinierte Möhren

Den orientalischen Möhrensalat habe ich beim Trüffelschwein gefunden. Ideal, wenn es junge Karotten gibt. Hier gilt auch – die warmen Möhren mit der Marinade vermengen und gut durchziehen lassen. Köstlich!

Zutaten für 4 Personen:

– 500 g Bundkarotten
– 1 Knoblauchzehe
– 2 EL Rotweinweinessig
– 2 EL Olivenöl
– 1 TL Harissa
– 1 TL Kreuzkümmelpulver
– ¾ TL Salz
– 1 EL schwarze Sesamsamen

Zubereitung:

Karotten putzen, Grün entfernen, anschließend längs halbieren. In Salzwasser ca. 2 Minuten blanchieren. Abgießen und abtropfen lassen. Knoblauch (S: vorher angebraten) fein hacken und mit den restlichen Zutaten vermengen. Sofort mit den Möhren mischen. Mind. 20 Minuten ziehen lassen.

Zum Servieren Karotten anrichten und mit Sesamsamen bestreuen.


Fladenbrot

Dieses Fladenbrot habe ich schon unzählige Male gemacht. Es klappt immer, geht super fix und lässt sich wunderbar einfrieren. Ich mache für Herrn Schnürschuh und mich meist das halbe Rezept, das reicht uns locker. Danke Jessica von berliner küche für dieses klasse Rezept!

Zutaten für 1 großes Laib:

– 450 g Mehl
– 300 ml Wasser (lauwarm)
– 20 g frische Hefe
– 1 TL Zucker
– 1 TL Salz
– Olivenöl
– Sesam
– Schwarzkümmel

Zubereitung:

Die Hefe mit dem Zucker im lauwarmen Wasser auflösen und anschließend mit dem Mehl und dem Salz zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig mindestens eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen (gerne auch länger). Wenn er seine Größe etwa verdoppelt hat, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, mit Mehl bestäuben und vorsichtig in Form bringen. Mit dem Finger ein paar Vertiefungen in den Teig drücken und noch einmal für 30 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 230°C vorheizen. Das Fladenbrot mit Olivenöl bepinseln und mit Schwarzkümmel sowie Sesam bestreuen. Nun für 10 bis 15 Minuten backen, bis es von außen goldbraun ist.

Fladenbrot


Pistazien Crème brûlée

Als Dessert gab es Crème brûlée mit Pistazien und Kardamom für die orientalische Note. Gefunden bei Britta von Kamafoodra, die es wiederum hier entdeckt hat.

Der Klassiker geht immer und schmeckt immer. Mir war es eine Note zu süß, nächstes Mal würde ich weniger Zucker nehmen – wie bei meiner klassischen Crème brûlée. Auch bei der Zubereitung habe ich mich an dieses Rezept gehalten.

Zutaten für 6 Personen:

– 80 g Zucker (S: künftig weniger)
– 50 g Pistazien, geschält und ungesalzen
– 4 Eigelb
– 250 ml Vollmilch
– 250 ml Sahne
– 1 Vanilleschote
– einige Tropfen Bittermandelöl (S: 1 Prise Kardamom)
– etwas Zucker zum Karamellisieren

Zubereitung:
Backofen auf 120 °C (Umluft) vorheizen. Backblech mit einem Backpapier auslegen. Die Crème Brûlée Förmchen darauf stellen. 1-1.5 L Wasser zum Kochen bringen.

Die Pistazien im Mixer fein mahlen.

Milch und Sahne in einen Topf geben. Vanilleschote auskratzen und Mark sowie Schote in die Sahne-Milch-Mischung geben. Das Ganze einmal aufkochen und mit einer Prise Kardamom verfeinern.

In der Zwischenzeit die Eigelbe in eine Schüssel geben und mit dem Zucker zu einer hellen Masse aufschlagen. Pistazien in die Masse einrühren. Die Sahne-Milch-Mischung durch einen Sieb langsam in die Eigelb-Pistazien-Masse rühren. Dabei aufpassen, dass sich keine Blasen bilden.

Die Crème in die Förmchen füllen und das Blech vorsichtig in den vorgeheizten Backofen balancieren. Soviel von dem heißen Wasser ins Blech gießen bis die Förmchen zur Hälfte im Wasser stehen. 25-30 Min. garen.

Blech aus dem Ofen nehmen, die Förmchen vorsichtig aus dem heißen Wasser nehmen und abkühlen lassen (bzw. über Nacht im Kühlschrank aufbewahren). Zum Abschluss die Crème mit braunem Zucker bestreuen und mit dem Bunsenbrenner hellbraun karamellisieren.

Couscous mit geschmorten Kichererbsen und würzigen Auberginenwürfeln

Nur schon die Zutatenliste verriet mir, dass dieses Gericht der Knaller sein wird. Sehr, sehr köstlich! Gefunden hier, was von hier kommt und ursprünglich von hier ist.

Zutaten für 2 Personen:

Auberginen
– 1 grosse Aubergine
– ½ Bund Minze
– Saft von 1 Zitrone
– 2 Knoblauchzehen
– 1 TL Koriander, gemahlen
– 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
– 1 TL Paprikapulver
– 1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
– ½ TL Cayennepfeffer
– ½ TL Harissapaste
– ½ TL Salz
– 2 EL Olivenöl

Kichererbsen
– 1 Zwiebel
– 1 EL Öl
– 1 Knoblauchzehe
– ½ TL Paprikapulver
– 1 Prise Cayennepfeffer
– 1 Dose gehackte Tomaten
– 75-100 mL Gemüsebrühe
– 1 TL Zucker
– 1-2 EL Tomatenmark
– 1 Dose Kichererbsen
– 1 Lorbeerblatt
– Salz
– 1 EL frischer Koriander

Couscous
– 150 g Couscous
– 300 mL Gemüsebrühe
– geriebene Schale ½ Zitrone
– 25 g Mandelblättchen
– 35 g getrocknete Aprikosen
– 1-2 EL Rosinen
– 1-2 EL frischer Koriander
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Auberginen
Aubergine in grobe Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Minze hacken, Knoblauch schälen und fein hacken. Beides mit den restlichen Zutaten zu einer Marinade verrühren. Über die Auberginenwürfel geben und alles gut miteinander vermengen. Abdecken und mind. 30 Min. marinieren.

Backofen auf 190 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die marinierten Auberginenwürfel gleichmäßig auf dem Backblech verteilen und ca. 30 Min. im Backofen rösten.

Kichererbsen
Zwiebel schälen und in feine Scheiben schneiden. Knoblauch schälen, fein hacken. Kichererbsen waschen und gut abtropfen lassen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin anbraten, bis sie beginnen leicht braun zu werden. Knoblauch zugeben und weitere 2 Min. unter Rühren braten. Gemüsebrühe, gehackte Tomaten und Zucker zugeben und bei niedriger Temperatur simmern lassen, bis die Soße etwas eingedickt ist. Tomatenmark, Kichererbsen und Lorbeerblatt hinzufügen und weitere 5 Min. simmern lassen. In der Zwischenzeit den Koriander hacken. Zuletzt noch die Soße mit Salz abschmecken, den Koriander unterrühren und das Lorbeerblatt entfernen.

Couscous
Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett rösten. Aprikosen in kleine Würfel schneiden. Koriander hacken. Couscous in einen Topf geben und mit heißer Gemüsebrühe übergießen. Zum Kochen bringen, abdecken und vom Herd ziehen. Nach ca. 5 Min. quellen mit einer Gabel auflockern. Aprikosen, Rosinen, Mandelblättchen, Zitronenschale und Koriander zugeben und alles gut miteinander verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Schließlich auf einem großen Teller in der Reihenfolge – Couscous, Kichererbsen, geröstete Auberginen – anrichten und servieren.

Couscous, Kichererbsen, Aubergine

Knusper-Ricotta-Gnocchi mit Spinat-Koriander-Pesto

Schon länger will ich unbedingt Pankomehl ausprobieren. Überall liest man davon, wie schön knusprig eine Panade damit würde. Bei Herrn Schnürschuh musste ich dafür erst einiges an Überzeugungsarbeit leisten – bat er mir doch an stattdessen aus altem Baguette selbst sowas herzustellen… Nix da. Ab in den Asialaden. Kaufen! Schließlich habe ich dafür auch noch ein vielversprechendes Rezept bei Simone von pi mal butter entdeckt! Die Ricotta-Gnocchi gab es bereits, sie sind klasse und ruckizucki hergestellt. Diese dann in orientalisch gewürztem Pankomehl zu panieren und rauszubrutzeln löste große Entzückung bei mir aus. Dazu ein Pesto aus Spinat und Koriander – klingt das nicht gut?
(Lediglich die Kichererbsen habe ich aus logistischen Gründen 😉 weggelassen)

Zutaten für 2 Personen:

Ricotta-Gnocchi
siehe hier

Panade
– ca. 4 EL Pankomehl (S: a bisserl mehr)
– 1 gehäufter TL Golden Spice Mix (siehe Mordswaffen)
– Abrieb und Saft einer halben Bio-Zitrone (S: nur ein paar Spritzer Zitronensaft)

Sonstiges
– Rapsöl

Pesto
– 250 g Blattspinat
– ½ Knoblauchzehe
– 1 kleines Bund Koriandergrün
– 1 EL Pinienkerne
– Olivenöl
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Knusper-Gnocchi
Die Gnocchi wie hier beschrieben zubereiten. Auf einem mit Öl bepinseltem Teller parat legen.

Aus dem Pankomehl, der Gewürzmischung, dem Zitronenabrieb und -saft die Panade herstellen. In einen tiefen Teller geben und die noch lauwarmen Gnocchi darin wälzen. Die Panade gut andrücken.

Ordentlich Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die panierten Gnocchi darin knusprig rausbraten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Pesto
Spinat waschen und gut abtropfen lassen. Den Knoblauch in etwas Olivenöl anbraten. Spinat zugeben, salzen und pfeffern und zusammenfallen lassen. Spinat vom Herd ziehen und etwas abkühlen lassen. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl rösten. Koriander waschen und gut abschütteln, grobe Stiele entfernen.

Spinat, Pinienkerne, Koriandergrün und etwas Olivenöl zu einem feinen Pesto vermixen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Schließlich die knusprigen Ricotta-Gnocchi mit dem Pesto servieren. Bei Bedarf noch mit etwas Zitronensaft beträufeln.

Knusper-Gnocchi

Khao Yam Bangkok

Natürlich habe ich von meiner Thailandreise ein Kochbuch mitgebracht und zwar das Buch Innovative Thai Cuisine by Chef Ian Kittichai, dass es in dem fantastischen Restaurant ISSAYA Siamese Club in Bangkok zu kaufen gibt. Dort waren wir zwei mal und haben, neben vielen anderen leckeren Gerichten, jedes Mal den köstlichen Salat Khao Yam gegessen. Er wird wunderschön angerichtet und dann am Platz mit dem Dressing vermengt. Die vielen aufwendig geschnippelt oder frittierten Zutaten harmonieren fantastisch und explodieren im Mund!

Die Zutaten sind in Gramm angegeben. Wir haben das eher so pi mal Daumen gemacht (bis auf die Mengenverhältnisse im Dressing). Der Salat ist sehr aufwändig, aber es lohnt sich!

Zutaten:

– 60 g Jasmin Reis
– 25 g Mini-Gurke (falls Salatgurke: Kerne mit einem Löffel auskratzen)
– 60 g Zitronengras
– 10 g Blätter vom Echten Koriander
– 10 g Blätter vom Langen Koriander/Sägezahn-Koriander (S: weggelassen)
– 50 g Schalotte(n)
– 2 g Red Finger Chilis
– 15 g frische Kokosnuss
– 10 g Knoblauch
– 60 g Pomelo (geschält und gehäutet)
– 25 g Schlangenbohnen
– 1 g Zitronenzesten
– Rapsöl zum Frittieren
– 40 mL Tamarindenpaste
– 10 mL Fischsoße
– 10 g Zucker
– 30 mL Sojasoße
– 3 g gemahlener Chili
– 1-2 Limetten, in Spalten

Zubereitung:

Zunächst alle Zutaten folgendermaßen vorbereiten und getrennt parat legen:
Reis kochen, abkühlen lassen.
Die Gurke der Länge nach vierteln und in feine Scheiben schneiden.
Vom Zitronengras mit einem scharfen Messer den Strunk abschneiden und die äußeren harten Blätter abnehmen. In feine Scheiben schneiden (S: kurz blanchiert).
Echten Koriander, wenn überhaupt, nur grob hacken. Sägezahn-Koriander in Streifen schneiden.
Chilis entkernen, in feine Streifen schneiden und in kaltes Wasser legen, damit sie sich einrollen.
Kokosnuss raspeln und leicht rösten.
Schalotten und Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden.
Die Pomelo schälen, aus der Haut puhlen und in kleine Würfel schneiden.
Schlangenbohnen putzen und in feine Scheiben schneiden (S: kurz blanchiert).

Gut Rapsöl in einem Topf erhitzen. Die Hälfte der Schalottenscheibchen (25 g) und die Knoblauchscheibchen nacheinander darin knusprig frittieren. 10 g von dem gekochten Reis ebenfalls frittieren oder in etwas Öl knusprig braten.

Den restlichen gekochten Reis auf einem großen Teller oder einer Platte verteilen. Die vorbereiteten Zutaten geduldig, Reihe für Reihe auf den Teller schlichten:
Gurken, Zitronengras, Echter Koriander, Schalotten, eingerollte Chilis, gebratener/frittierter Reis, Kokosraspel, frittierte Schalotten, frittierter Knoblauch, Sägezahn-Koriander, Pomelo, Schlangenbohnen und Zitronenzesten!

Für das Dressing Tamarindepaste, Fischsoße, Zucker und Sojasoße gut miteinander vermengen.

Und schließlich servieren. Dafür den Salat mit Limettensaft (die Viertel über dem Salat auspressen) und Dressing beträufeln, nach Geschmack mit Chilipulver bestreuen, sanft miteinander vermengen und genießen.
(Nicht das komplette Dressing auf einmal darauf geben, lieber vorsichtig nach eigenem Geschmack abschmecken)

Khao Yam Bangkok

Orientalisch: Hackspieße mit Karottenpüree

Als vor ungefähr einem Monat bushcooks kitchen die Lammhackspieße mit orientalischem Kartoffelpüree postete, kam der Link sogleich auf meine Nachkochliste. Vor allem das Karottenpürre hat es mir angetan.

Groß abändern braucht man da nix – schmeckt einfach fantastisch, das Karottenpüree ein Gedicht – es wird mir mit Sicherheit treu bleiben! Nur aus Lammhack wurde Rinderhack. Ich bin nicht soooo der Lammfan…

Zutaten für 2 Personen:

Hackspieße
– 250 g Lammhack (S: Rinderhack)
– 2-3 Stängel Petersilie
– ½ Knoblauchzehe
– ½ TL scharfer Senf
– ½ TL Kreuzkümmelsamen
– ½ TL Zimtpulver
– Öl
– Salz, Pfeffer
– große Holzspieße

Karottenpüree
– 500 g Karotten
– Olivenöl
– ½-1 TL Zucker
– 2 TL Kreuzkümmelsamen
– ½ TL Zimt
– ½ TL Kurkuma
– ½ TL Chilipulver
– 1 Orange
– Salz, Pfeffer

Joghurt
– 200 g Joghurt mit 10% Fett
– 2-3 Stängel Petersilie
– ½ Knoblauchzehe, fein gehackt
– Olivenöl
– Salz, Pfeffer
– weißer Sesam

Zubereitung:

Hackspieße
Petersilie hacken. Knoblauch schälen und fein hacken. Kreuzkümmelsamen in einer Pfanne erhitzen, bis sie zu duften beginne. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen und fein mahlen.

Hackfleisch, Petersilie, Knoblauch, Senf, gemahlenen Kreuzkümmel und Zimt in eine große Schüssel geben und zu einer homogenen Masse verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit den Fingern kleine ovale „Knödel“ um das obere Ende der Holzspieße „bauen“ und leicht andrücken. Auf einem großen Teller zwischenlagern.

Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Spieße darin von allen Seiten schön anbraten.

Karottenpüree
Karotten schälen und in dünne Scheiben schneiden. In einen Topf geben, mit Salz und Zucker bestreuen. Etwas Wasser ziehen lassen. Ein bisschen Olivenöl zugeben und den Topf auf den Herd stellen. Zum Kochen bringen. Bei niedriger Temperatur zugedeckt weich kochen.

In der Zwischenzeit den Kreuzkümmel in der Pfanne erhitzen, bis er duftet. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen, fein mahlen und mit Zimt, Kurkuma und Chili vermengen. Die Orange auspressen.

Die Karotten mit dem Saft der Orange pürieren. Die Gewürze unterrühren. Mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Joghurt
Den Joghurt mit frisch gehackter Petersilie vermengen und mit ein bisschen Knofi, Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken.

Zuletzt den weißen Sesam in einer Pfanne ohne Öl rösten und anrichten! Dafür das Karottenpüree auf einen Teller geben, dazu den Joghurt und etwas Sesam. Den Hackspieß oben drauf legen und sogleich servieren.

Orientalisch: Hackspieße mit Karottenpüree

Basilikumgnocchi, weiße Bohnen und Tomaten

Lafer geht einfach immer! Seine Kürbisgnocchi waren schon ein voller Erfolg. Diesmal wurden die Basilikumgnocchi ausprobiert. Genauso lecker! Toll, auch mit den weißen Bohnen! Die Bohnen musste ich leider aus der Dose nehmen. Blöd, eigentlich habe ich weiße Bohnen da, aber ich bin eine spontane Köchin und da haut das mit dem – am Vortag einweichen – immer nicht hin!

Das Rezept, er nennt sie Olivengnocchi, habe ich auf Lafers Homepage gefunden und bei Micha, die auch gerne mal lafermäßig unterwegs ist.

Zutaten für eine große Portion Gnocchi (haben die Hälfte eingefroren) und eine normale Portion Soße:

Gnocchi
– 500 g mehligkochende Kartoffeln
– 2 Töpfe Basilikum (S: 2 Bund)
– 200 g Ricotta
– 200 g Mehl
– 2 Eigelbe
– 50 g frisch geriebener Parmesan
– Salz
– Muskatnuss

Soße
– 200 g getrocknete weiße Bohnen (S: eine Dose)
– 1 rote Zwiebel
– 4 EL Olivenöl
– 300 g Datteltomaten
– 2 EL Balsamico bianco
– 3-4 Stängel Basilikum
– Parmesan, gehobelt
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die weißen Bohnen über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag abgießen und in reichlich Wasser weichkochen. Abgießen und abkühlen lassen. (Ich habe einfach eine Dose weiße Bohnen gekauft. Diese in einen Sieb geben, kurz unter fließendem Wasser säubern und gut abtropfen lassen.)

Kartoffeln in einen Topf geben, mit Wasser knapp bedecken, auf den Herd stellen, zum Kochen bringen und weich kochen. Abgießen, etwas ausdampfen lassen und noch heiß schälen. Zwei mal durch die Kartoffelpresse drücken.

Basilikumblätter abzupfen und mit dem Ricotta fein pürieren.

Eine große Schüssel parat stellen. Durchgepresste Kartoffeln, Basilikum-Ricotta, Eigelbe, Mehl und Parmesan hinein geben, mit frisch geriebener Muskatnuss und Salz würzen und zu einer homogenen Masse verkneten.

Die Masse in 4 oder 6 Teile teilen. Auf bemehlter Arbeitsfläche mit den Händen zu gleichmäßigen, ca. 2 cm dicken Rollen formen. Die Rollen in ca. 2 cm große Stücke schneiden. Diese zwischen den Händen zu Kugeln formen und auf ein mit Backpapier bestücktes Backblech legen. Dort mit einer Gabel durch leichten Druck „anrollen“, so dass ein ovales Gnocchi mit den typischen Rillen entsteht.

Salzwasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Den Teil der Gnocchi, der direkt verspeist werden soll, sanft ins kochende Wasser gleiten lassen und so lange kochen, bis sie oben schwimmen. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und mit kaltem Wasser abschrecken.

Den Rest kann man wunderbar einfrieren. Einfach mitsamt dem Backpapier auf ein großes Brettl legen und in den Tiefkühler geben. Später können die gefrorenen Gnocchi in eine Gefriertüte oder -box überführt werden, ohne dass sie zusammenkleben.

Für die Soße die Zwiebel schälen und fein würfeln, die Tomaten halbieren.

1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin anbraten. Tomaten, Gnocchi und Bohnen zugeben und ein paar Minuten anbraten. Vom Herd ziehen, Balsamico Bianco, restliches Olivenöl und frisch gehacktes Basilikum unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf großen Pastatellern anrichten und mit Parmesan bestreuen.

Schmeckt warm oder kalt!

Basilikumgnocchi

Tapas

Wer liebt sie nicht – italienische „Antipasti“, arabische „Mezze“ oder spanische „Tapas“ – viele viele kleine Gerichte, wild auf dem Tisch verteilt, überall kosten, mit Löffel, Gabel, Brot oder mit den Fingern, kleine Häppchen in den Mund schieben – Salate, Süppchen, pikante Teilchen, Gemüse, Fleisch und Fisch – genüsslich so dahin speisen, vielleicht noch ein Glaserl Wein dazu… Eine herrliche Zeremonie. Die zwar sau viel Arbeit macht, sich aber am Ende immer auszahlt und die Mittagspause am nächsten Tag auch nochmal zu einem Genuss werden lässt!

Kürzlich gab es also Tapas! Unter anderem mit folgenden drei Köstlichkeiten:
1. Pimientos de Padrón
2. Frittierte Sardellen (Herr Schnürschuh ist nämlich auf die Sardelle gekommen und frittiert wie wild Sardellen, sobald er welche auftreiben kann)
3. Gegrillter Oktopus auf Bohnensalat (mit mitgebrachten Schwarzaugenbohnen aus Kreta)

Pimientos de Padrón

Zutaten:
– Pimientos de Padrón
– Fleur de Sel
– Olivenöl

Zubereitung:
Pimientos waschen und sehr gut abtropfen lassen bzw. mit Küchenpapier trocken tupfen. Öl in eine große Pfanne (für die es einen Deckel gibt!)  geben und schön heiß werden lassen. Pimientos in die Pfanne geben, Deckel drauf und so lange von allen Seiten braten, bis die kleinen Paprika dunkel werden und Blasen werfen. Achtung: es spritzt wie verrückt! Zum Schluss nur noch mit Fleur de Sel bestreuen. Fertig. Lecker!

Frittierte Sardellen

Zutaten:
– frische Sardellen
– etwas Mehl
– Rapsöl zum Frittieren
– Salz
– Zitrone

Zubereitung:
Sardellen ausnehmen, den Kopf entfernen, unter fließend kaltem Wasser gründlich waschen, mit Küchenpapier trocken tupfen und mit Mehl bestäuben. Ordentlich Öl (1-2 cm) in eine große Pfanne geben und heiß werden lassen. Das Öl hat dir richtige Temperatur erreicht, wenn Blasen an einem eingetauchten Holzstäbchen hochsteigen. Sardellen in die Pfanne geben und ca. 5 Min. braten, bis sie knusprig braun sind. Die frittierten Sardellen auf Küchenpapier abtropfen lassen, salzen und kurz vor dem Verzehr mit Zitronensaft beträufeln.

Bohnensalat mit gegrilltem Oktopus

Zutaten für 2 Personen:

Gegrillter Oktopus
– 1 Oktopus (ca. 1kg)
– 1 Lorbeerblatt
– Salz
– Olivenöl
– angedrückte Knoblauchzehe
– frische Kräuter nach Belieben
– Salz

Bohnensalat
– 1 Handvoll Bohnen (S: Schwarzaugenbohnen)
– 1 kleine Zwiebel
– 1-2 Stängel Petersilie
– 1-2 Stängel Dill
– 1-2 Tomaten
– 2-3 EL Olivenöl
– 1-2 EL Weißweinessig
– Salz, Pfeffer
– Zucker

Zubereitung:

Bohnensalat
Bohnen in eine Schüssel geben, mit kaltem Wasser bedecken und über Nacht einweichen lassen. Am nächsten Tag einen Topf mit Wasser aufsetzen, zum Kochen bringen und die Bohnen darin ca. 30 Min. weich kochen. Abgießen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit Zwiebel schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden. Tomaten putzen und in kleine Würfel schneiden. Petersilie und Dill hacken.

Alle Zutaten miteinander vermengen und mit Essig, Olivenöl, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Ein paar Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

Gegrillter Oktopus
Oktopus gründlich unter fließend kaltem Wasser waschen. Kopf und Kauwerkzeuge entfernen. Den Oktopus in einen Topf mit kaltem Wasser, 1 Lorbeerblatt und etwas Salz geben, auf den Herd stellen, Deckel drauf und bei mittlerer Stufe bis knapp unter den Siedepunkt erhitzen. Herd ausschalten und auf der Herdplatte auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

Oktopus aus dem Topf nehmen und die Haut unter fließend kaltem Wasser etwas abrubbeln. Trocken tupfen und die Tentakel abschneiden. Die Tentakel über Nacht in einer Mischung aus Olivenöl, frischen Kräutern und Knoblauch marinieren.

Am nächsten Tag die marinierten Tentakel auf dem Grill oder in einer Grillpfanne von beiden Seiten grillen.

Den gegrillten Pulpo auf dem Bohnensalat anrichten, mit Salz bestreuen und sogleich servieren.

Kosheri

Ottolenghi hat mal wieder zugeschlagen! Heute gab es ein Gericht aus seinem Buch Das KochbuchKosheri! In Ägypten zu Hause und heiß begehrt, daher wird es dort an jeder Ecke angeboten. In Kosheri sind Nudeln, Reis und Linsen auf einmal – das habe ich noch nie gehabt. Dazu gibt es eine feurige Tomatensoße.

Wauhhh. Wirklich köstlich! Kommt in die „das machen wir jetzt öfter“ Kategorie.

Zutaten für 2 Personen: 

Tomatensoße
– Olivenöl
– 1 Knoblauchzehe
– 2 Chilis
– 1 Dose gehackte Tomaten
– 2 EL Apfelessig
– ½ – 1 TL Kreuzkümmel
– Salz, Pfeffer
– 1 Bund frischer Koriander

Kosheri
– 150 g grüne Linsen
– 100 g Basmatireis
– 20 g Butter
– 25 g kurze Fadennudeln
– 200 mL Wasser
– 1 Messerspitze Muskatnuss
– ½ TL Zimt
– Salz, Pfeffer
– Olivenöl
– 2 Zwiebeln

Zubereitung:

Tomatensoße
Knoblauch schälen und andrücken. Chilis putzen, entkernen und fein hacken. Olivenöl in einem Topf erhitzen, den Knoblauch und die Chilischoten hineingeben und 2 Min. anbraten. Tomaten, Essig und Kreuzkümmel zugeben und zum Kochen bringen. Bei niedriger Temperatur 30-40 Min. köcheln lassen, bis die Soße etwas eingedickt ist. Vom Herd nehmen, Knoblauch ‚rausfischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, Koriander grob hacken und unterrühren. Kurz vor der Servieren nochmal erhitzen.

Kosheri
Die Linsen in einen Sieb geben und unter fließendem kaltem Wasser abspülen. In einen großen Topf füllen, mit reichlich kaltem Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Bei niedriger Temperatur 20-25 Min. köcheln lassen. Abgießen und beiseite stellen.

Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebeln zugeben und bei mittlerer Temperatur 20-30 Min. braten, bis sie goldbraun sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Reis in eine Schüssel füllen, mit kaltem Wasser bedecken, waschen und gründlich abtropfen lassen. Die Butter in einem großen Topf zerlassen. Die Fadennudeln zugeben und unter ständigem Rühren goldbraun braten. Reis zugeben, rühren, bis die Körner vollständig von der Butter überzogen sind. Frisch geriebene Muskatnuss, Zimt, Salz und Pfeffer zugeben und zum Kochen bringen. Geschlossen bei niedriger Temperatur 12 Min. köcheln lassen. Herd ausschalten, den Deckel abnehmen, den Topf mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und den Deckel wieder auflegen. 5 Min. stehen lassen.

Zum Servieren den Reis mit einer Gabel auflockern, die Linsen und den Großteil der Zwiebeln untermischen. Nach Bedarf nochmals abschmecken. Auf dem Teller zu einem Berg auftürmen, mit den restlichen Zwiebeln garnieren und mit der Tomatensoße servieren.