Spargellasagne

Solange es Spargel gibt, muss ich einfach zulangen! Natürlich gibt es zu aller erst immer den Klassiker: weißer Spargel, gekocht, mit brauner Butter oder Soße Hollandaise, dazu Kochschinken oder Schweinefilet und Petersilienkartoffeln.

Danach darf experimentiert werden – Spargel in der Pasta, als Salat, Spargelrisotto, usw. Es gibt so viele leckere Spargelrezepte!

Mein letztes Spargelgericht hatte ich mit gemischten Gefühlen ausgewählt – passt das denn? Wird es Herrn Schnürschuh schmecken? Aaaaber das Rezept ist von Herrn Lafer und da geht niemals was schief!

Also ab zum Markt, es braucht ja nicht viel – Spargel grün/weiß, Kerbel, Zitrone. Die Zubereitung ist einfach und macht Spaß. Da ich keine Stärke da hatte, habe ich die Soße zur Béchamelsoße umfunktioniert, ist ja auch irgendwie mehr „original“.

Meine Zweifel waren absolut unbegründet, Herr Schnürschuh hat dieses Gericht als das beste Spargelgericht überhaupt gekrönt. Was für eine schöne Überraschung!

Spargellasagne

Zutaten für eine kleine Form:

– 6 Stangen grüner Spargel
– 6 Stangen weißer Spargel
– 1-2 Frühlingszwiebel
– 50 g Butter
– 75 mL Sahne
– 100 mL Gemüsebrühe
– 2-3 EL Mehl
– ½ unbehandelte Zitrone
– ½ Bund Kerbel
– 50 g geriebener Parmesan
– 50 g roher Schinken (S: Speck)
– Lasagneplatten
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Spargel schälen – beim weißen Spargel die ganzen Stangen ordentlich schälen – beim grünen Spargel reicht das untere Ende. Die unteren holzigen Enden abschneiden.

Spargel dämpfen – zunächst den weißen Spargel für 5-8 Min. – dann kommt der grüne für weitere 5 Min. hinzu. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. 25 g Butter in einem Topf schmelzen, Mehl hinzugeben und unter Rühren anschwitzen lassen. Vom Herd ziehen und mit einem Schneebesen nach und nach die Sahne unterrühren. Vorsichtig, damit sich keine Klümpchen bilden. Anschließend die Gemüsebrühe unterrühren. Wieder auf den Herd geben und langsam unter Rühren zum Kochen bringen. Ca. 15 Min. köcheln lassen. Ist die Soße zu dick, einfach noch etwas Sahne oder Brühe unterrühren.

Zitrone waschen. Schale abreiben, Saft auspressen. Kerbel hacken. Zitronenschale, -saft, Kerbel und 25 g Parmesan unter die Soße rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Aufflaufform mit 25 g Butter ausstreichen. Schinken in feine Streifen schneiden. Den Boden mit Lasagneblätter bedecken. Spargelstangen im Muster grün/weiß darauflegen. Längs oder quer, wie man mag. Mit der Hälfte der Kerbelsoße bedecken, mit dem Schinken bestreuen und eine weitere Lage Lasagneblätter darauf geben. Die restliche Kerbelsoße darüber gießen. Gleichmäßig mit dem restlichen Parmesan bestreuen. In den Backofen schieben und 40-50 Min. backen.

Voilà!

Spargellasagne

Knusper-Ricotta-Gnocchi mit Spinat-Koriander-Pesto

Schon länger will ich unbedingt Pankomehl ausprobieren. Überall liest man davon, wie schön knusprig eine Panade damit würde. Bei Herrn Schnürschuh musste ich dafür erst einiges an Überzeugungsarbeit leisten – bat er mir doch an stattdessen aus altem Baguette selbst sowas herzustellen… Nix da. Ab in den Asialaden. Kaufen! Schließlich habe ich dafür auch noch ein vielversprechendes Rezept bei Simone von pi mal butter entdeckt! Die Ricotta-Gnocchi gab es bereits, sie sind klasse und ruckizucki hergestellt. Diese dann in orientalisch gewürztem Pankomehl zu panieren und rauszubrutzeln löste große Entzückung bei mir aus. Dazu ein Pesto aus Spinat und Koriander – klingt das nicht gut?
(Lediglich die Kichererbsen habe ich aus logistischen Gründen 😉 weggelassen)

Zutaten für 2 Personen:

Ricotta-Gnocchi
siehe hier

Panade
– ca. 4 EL Pankomehl (S: a bisserl mehr)
– 1 gehäufter TL Golden Spice Mix (siehe Mordswaffen)
– Abrieb und Saft einer halben Bio-Zitrone (S: nur ein paar Spritzer Zitronensaft)

Sonstiges
– Rapsöl

Pesto
– 250 g Blattspinat
– ½ Knoblauchzehe
– 1 kleines Bund Koriandergrün
– 1 EL Pinienkerne
– Olivenöl
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Knusper-Gnocchi
Die Gnocchi wie hier beschrieben zubereiten. Auf einem mit Öl bepinseltem Teller parat legen.

Aus dem Pankomehl, der Gewürzmischung, dem Zitronenabrieb und -saft die Panade herstellen. In einen tiefen Teller geben und die noch lauwarmen Gnocchi darin wälzen. Die Panade gut andrücken.

Ordentlich Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die panierten Gnocchi darin knusprig rausbraten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Pesto
Spinat waschen und gut abtropfen lassen. Den Knoblauch in etwas Olivenöl anbraten. Spinat zugeben, salzen und pfeffern und zusammenfallen lassen. Spinat vom Herd ziehen und etwas abkühlen lassen. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl rösten. Koriander waschen und gut abschütteln, grobe Stiele entfernen.

Spinat, Pinienkerne, Koriandergrün und etwas Olivenöl zu einem feinen Pesto vermixen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Schließlich die knusprigen Ricotta-Gnocchi mit dem Pesto servieren. Bei Bedarf noch mit etwas Zitronensaft beträufeln.

Knusper-Gnocchi

Bandnudeln mit Morchelragout

Die Zeit des Knollengemüses ist vorbei. Der Luzerner Markt zeigt sich wieder in seiner vollen Pracht und Fräulein Schnürschuh kann sich fast nicht mehr zurückhalten beim samstäglichen Einkauf! Spargel grün und weiß, Favabohnen, Artischocken in allen Formen und Größen, Spinat, Salate ohne Ende, Wildkräuter und mir bis dato noch fremde Morcheln! Schon lange wollte ich die ausprobieren und hab’ erst mal nur eine Hand voll gekauft – zum probieren. Diese gab’s klassisch mit viel Butter, Knoblauch und Zwiebeln, einen Klecks Crème fraîche und frischen Bandnudeln. Da eine Hand voll Morcheln nicht gerade so viel ist, habe ich dem Pilzragout noch Champignons untergejubelt, beim nächsten Mal aber nicht mehr nötig, die Morcheln schmecken nämlich fantastisch!

Zutaten für 2 Personen:

– 1 Schale Morcheln (S: Morcheln und Champignons)
– 1-2 EL Butter
– 1 Schalotte
– 1 Knoblauchzehe
– 1 Schuss Weißwein
– 1 Klecks Crème fraîche
– Salz, Pfeffer
– 200 g frische Bandnudeln

Zubereitung:

Morcheln sehr gut putzen, in ihren Waben versteckt sich viel Waldboden. Champignons ebenfalls. Pilze nach Belieben halbieren oder vierteln. Schalotte und Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Nudelwasser aufsetzen.

Butter in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin glasig braten. MIt einem guten Schuss Weißwein ablöschen, einkochen lassen. Pilze zugeben und mitbraten. Gleichzeitig die Bandnudeln in das sprudelnd, kochende Wasser geben. Pilze mit Salz, Pfeffer und einem Klecks Crème fraîche abschmecken. Die Nudeln abgießen und mit etwas Nudelwasser unter die Pilze heben.

In großen Pastatellern servieren und, wer mag, mit frischen gehackten Kräutern bestreuen.

Bandnudeln mit Morchelragout

Kartoffelpici mit Artischocken-Fenchel-Gemüse

Die Micha, die hat’s faustdick hinter den Ohren. Schießt sie doch ein Rezept nach dem anderen raus! Meist landen diese Rezepte dann nicht nur auf der Nachkochliste, sondern brennen mir so unter den Nägeln, dass sie auf der Stelle ausprobiert werden müssen! So auch Michas Kartoffel-Pici (ursprünglich von hundertachtziggrad– eine neue Pastavariante,  mit Kartoffeln im Teig! Oh ja, da musste ich ran. Nur bis Freitag wollte ich warten, denn am Freitag habe ich immer viel Muse und kann kochen bis in die Nacht, schließlich ist Wochenende in Sicht! Gleichzeitig bot sich das Rezept an, meinen neuen superscharfen Hobel auszuprobieren, um den Fenchel in hauchdünne Scheibchen zu schneiden!

Das Ergebnis war fantastisch, nicht nur die Pasta, auch das von Micha kreierte Fenchel-Artischocken-Gemüse dazu – wirklich köstlich. Die Pici gingen übrigens wunderbar von der Hand. Super Teig, die Würstel sind fix gedreht und man kann wunderbar gefrorene Vorräte anlegen!

2

Zutaten:

Teig
– 50 g Kartoffel(n), mehlig kochend
– 100 g Mehl
– 50 g Hartweizenmehl
– 1 Ei
– 1 EL Öl
– ½ TL Salz

Gemüse
– etwas braune Butter (S: Ghee)
– Olivenöl
– 2 kleine Fenchelknollen, in feine Streifen geschnitten (S: in feine Scheiben gehobelt)
– 2 Artischocken
– 2 Knoblauchzehen
– 1 Zitrone (Saft für das Zitronenwasser, Abrieb der ½ Zitrone zum Abschmecken)
– 1 kleiner TL Vanillezucker
– 1 TL frischer Thymian
– etwas Gemüsebrühe
– 1 Schuss Pastis (S: Arak)
– Piment d’Espelette
– 1 EL Crème fraîche
– 2-3 Stängel Petersilie
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Teig
Kartoffel(n) weich kochen, kurz ausdämpfen lassen, schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Noch warm mit den restlichen Zutaten zu einem Teig vermengen. In Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Min. ruhen lassen.

Mit der Nudelmaschine (gröbste Einstellung) Bahnen herstellen oder den Teig einfach auf der bemehlten Arbeitsfläche mit dem Teigwoakler ausrollen. In Streifen schneiden und diese zwischen den Händen oder auf der Arbeitsfläche zu Würsteln, die aussehen wie dünne Schupfnudeln, formen. Auf einem mit Hartweizenmehl bestäubten Blech oder Brettl zwischenlagern.

Gemüse
Fenchel putzen, in feine Streifen schneiden oder feine Scheiben hobeln. Artischocken rüsten, in Spalten schneiden und bis zur Weiterverarbeitung in Zitronenwasser legen. Knoblauch schälen und fein hacken. Ghee oder braune Butter in einer Pfanne erhitzen und die Fenchelscheiben darin zart golden braten, salzen und pfeffern. Vanillezucker zugeben und karamellisieren lassen. Aus der Pfanne nehmen.

Etwas Olivenöl in die Pfanne geben, erhitzen und die Artischocken darin anbraten. Knoblauch und frisch abgezupften Thymian zugeben und kurz mitrösten. Mit ca. 2 EL Gemüsebrühe ablöschen. Deckel auflegen und die Artischocken bei niedriger Temperatur bissfest garen.

In der Zwischenzeit Salzwasser aufsetzen und die Pici darin ca. 3 Min. kochen.

Fenchel zu den Artischocken geben. Mit dem Anisschnaps ablöschen und mit dem Chilipulver und Zitronenabrieb abschmecken. Zuletzt die Crème fraîche sowie die frisch gehackte Petersilie unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Pasta unter das Gemüse heben und sogleich servieren.

Kartoffelpici

Basilikumgnocchi, weiße Bohnen und Tomaten

Lafer geht einfach immer! Seine Kürbisgnocchi waren schon ein voller Erfolg. Diesmal wurden die Basilikumgnocchi ausprobiert. Genauso lecker! Toll, auch mit den weißen Bohnen! Die Bohnen musste ich leider aus der Dose nehmen. Blöd, eigentlich habe ich weiße Bohnen da, aber ich bin eine spontane Köchin und da haut das mit dem – am Vortag einweichen – immer nicht hin!

Das Rezept, er nennt sie Olivengnocchi, habe ich auf Lafers Homepage gefunden und bei Micha, die auch gerne mal lafermäßig unterwegs ist.

Zutaten für eine große Portion Gnocchi (haben die Hälfte eingefroren) und eine normale Portion Soße:

Gnocchi
– 500 g mehligkochende Kartoffeln
– 2 Töpfe Basilikum (S: 2 Bund)
– 200 g Ricotta
– 200 g Mehl
– 2 Eigelbe
– 50 g frisch geriebener Parmesan
– Salz
– Muskatnuss

Soße
– 200 g getrocknete weiße Bohnen (S: eine Dose)
– 1 rote Zwiebel
– 4 EL Olivenöl
– 300 g Datteltomaten
– 2 EL Balsamico bianco
– 3-4 Stängel Basilikum
– Parmesan, gehobelt
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die weißen Bohnen über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag abgießen und in reichlich Wasser weichkochen. Abgießen und abkühlen lassen. (Ich habe einfach eine Dose weiße Bohnen gekauft. Diese in einen Sieb geben, kurz unter fließendem Wasser säubern und gut abtropfen lassen.)

Kartoffeln in einen Topf geben, mit Wasser knapp bedecken, auf den Herd stellen, zum Kochen bringen und weich kochen. Abgießen, etwas ausdampfen lassen und noch heiß schälen. Zwei mal durch die Kartoffelpresse drücken.

Basilikumblätter abzupfen und mit dem Ricotta fein pürieren.

Eine große Schüssel parat stellen. Durchgepresste Kartoffeln, Basilikum-Ricotta, Eigelbe, Mehl und Parmesan hinein geben, mit frisch geriebener Muskatnuss und Salz würzen und zu einer homogenen Masse verkneten.

Die Masse in 4 oder 6 Teile teilen. Auf bemehlter Arbeitsfläche mit den Händen zu gleichmäßigen, ca. 2 cm dicken Rollen formen. Die Rollen in ca. 2 cm große Stücke schneiden. Diese zwischen den Händen zu Kugeln formen und auf ein mit Backpapier bestücktes Backblech legen. Dort mit einer Gabel durch leichten Druck „anrollen“, so dass ein ovales Gnocchi mit den typischen Rillen entsteht.

Salzwasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Den Teil der Gnocchi, der direkt verspeist werden soll, sanft ins kochende Wasser gleiten lassen und so lange kochen, bis sie oben schwimmen. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und mit kaltem Wasser abschrecken.

Den Rest kann man wunderbar einfrieren. Einfach mitsamt dem Backpapier auf ein großes Brettl legen und in den Tiefkühler geben. Später können die gefrorenen Gnocchi in eine Gefriertüte oder -box überführt werden, ohne dass sie zusammenkleben.

Für die Soße die Zwiebel schälen und fein würfeln, die Tomaten halbieren.

1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin anbraten. Tomaten, Gnocchi und Bohnen zugeben und ein paar Minuten anbraten. Vom Herd ziehen, Balsamico Bianco, restliches Olivenöl und frisch gehacktes Basilikum unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf großen Pastatellern anrichten und mit Parmesan bestreuen.

Schmeckt warm oder kalt!

Basilikumgnocchi

Tagliatelle mit Artischocken

Bei der Wilden Henne gab’s vor kurzem Tagliatelle mit Artischocken. Wie mögen Artischocken tierisch gern. Daher gab’s auch bei uns diese fantastische und schnell zuzubereitende Pasta!

Zutaten für 2 Personen:

– 3 große Artischocken
– Zitronenwasser (Saft 1 Zitrone + Wasser)
– 1 Paprika
– 1 Chili
– 2 Frühlingszwiebeln
– 1 Knoblauchzehe
– Olivenöl
– Weißwein
– Salz, Pfeffer
– Frische Petersilie
– Tagliatelle (S: 160 g)

Zubereitung:

Artischocken rüsten, in Achtel oder Sechstel schneiden und sofort in Zitronenwasser aufbewahren, damit sie nicht braun werden.

Paprika putzen und in feine Streifen schneiden. Chili ebenso. Zwiebeln schälen und in feine Scheiben schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken.

Artischocken gut abtropfen lassen. Zitronenwasser nicht verwerfen! Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Artischocken darin anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Das Ganze mit einem Schuss Weißwein ablöschen und mit etwas Zitronenwasser auffüllen, so dass der Boden gerade bedeckt ist. Mit dem Deckel verschließen und ca. 15 Min. bei niedriger Temperatur köcheln lassen.

Anschließend den Deckel abnehmen und noch kurz köcheln lassen, bis die restliche Flüssigkeit verdampft ist. Paprika, Chili, Zwiebeln und Knoblauch hinzugeben und mitbraten, bis alles gar ist.

In der Zwischenzeit die Tagliatelle kochen. Sobald sie al dente sind, abgießen und sogleich in die Pfanne zu dem Gemüse geben. Alles gut vermengen, eventuell noch mit Salz, Pfeffer und Olivenöl abschmecken und mit frisch gehackter Petersilie bestreuen. In großen, vorgewärmten Pastatellern servieren.

Bärlauch-Carbonara

Grau – kalt – grau – kalt… Man möchte ja nicht immer rummeckern, doch die Sehnsucht nach den ersten Sonnenstrahlen, Frühlingsduft und Vogelgezwitscher steigt. Wenigstens auf den Bärlauch kann man sich verlassen. Der sprießt und gedeiht schon fröhlich am Ufer der Reuss und wir deckten uns für das erste Bärlauchgericht des Jahres ein. Aber was sollte ich daraus machen? Ein paar Ideen hätte ich schon:

Da nach der Arbeit dann aber nicht allzu viel Zeit mehr war, habe ich mich für die Bärlauch-Cabonara, gesehen bei new kitch on the blog, entschieden. Sehr gute Wahl!

Zutaten für 2 Personen:

– Tagliatelle
– Olivenöl
– 1 Schalotte
– 1 Bund Bärlauch
– 2 Eigelb
– 100 mL Sahne
– 80 g Parmaschinken
– Salz, Pfeffer
– 1 Handvoll frisch geriebener Parmesan

Zubereitung: 

Einen Topf mit Salzwasser aufsetzen, zum Kochen bringen und die darin Tagliatelle al dente kochen.

In der Zwischenzeit den Bärlauch gut waschen, trocknen und grob zerkleinern. Sahne einmal aufkochen lassen, vom Herd ziehen, Bärlauch zugeben und mit einem Pürierstab unter die Sahne mixen. Parmaschinken in Streifen schneiden. Schalotte schälen und fein hacken. Eigelbe zur Bärlauch-Sahne geben und mit einer Gabel verquirlen.

Kurz bevor die Nudeln fertig sind eine große Pfanne mit etwas Olivenöl erhitzen und die Schalotten darin glasig braten. Parmaschinken unterrühren. Tagliatelle abgießen und „tropfend nass“ zusammen mit der Bärlauch-Sahne-Eigelb-Mischung in die Pfanne geben. Alles gut miteinander vermengen, heiß werden lassen und vom Herd ziehen. Das Ei darf nicht stocken.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken, auf vorgewärmten Pastatellern anrichten und mit dem Parmesan garnieren.

Mohnpesto

… wer hätte gedacht, dass Herr Schnürschuh einfach „Hört sich gut an, mach‘ ma!“ sagen würden, nachdem ich ihm vorgeschlagen habe, mal was ganz anderes mit dem Österreichischen Mohn anzustellen. Hab ich doch bei Sylvia von Rock the kitchen! ein interessantes Rezept für Mohnpesto entdeckt! Ja, wenn das so ist… Gleich am nächsten Tag habe ich Sylvias Mohnpesto eins zu eins nachgekocht.

Fazit: Genial. Schmeckt mindestens so gut wie der Klassiker Pesto alla genovese. Gibt’s jetzt öfter.

Zutaten für 1 Glas (ca. 200 mL):

– 80 g Mohn, gemahlen
– ½ Knoblauchzehe
– 40 g Parmesan
– 1 kleine Chilischote
– 1 EL Pinienkerne
– 60 mL bestes Olivenöl
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Mohn mit Hilfe einer Mohnmühle (z.B. von Jupiter) quetschen. Knoblauch schälen. Parmesan reiben. Chilischote entkernen. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten, abkühlen lassen.

Alle Zutaten zu einer cremigen, nicht zu feinen Masse vermixen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. An frisch gekochter Pasta genießen!

Zur Aufbewahrung in ein sauberes Glas füllen, mit Olivenöl überdecken und in den Kühlschrank stellen.

 

Mangold-Lasagne

Ich hatte mir in den Kopf gesetzt etwas mit Mangold zu machen. Der hat Saison und läuft mir zur Zeit immer über den Weg. Also stöberte ich mich durch die Bloggerwelt und fand dieses herrliche Rezept von Moey’s Kitchen. Hört sich zwar nicht spektakulär an, schmeckt aber fantastisch, eine der besten Lasagne seit Langem!

Zutaten für 1 kleine Form:

– Lasagneblätter
– Béchamelsoße (siehe Mordswaffen, mit Sahne)
– 1 Zwiebel
– 1 Knoblauchzehe
– 3-4 Mangoldblätter
– Butter
– Muskatnuss
– Salz, Pfeffer
– eine Handvoll frisch geriebener Parmesan
– ½ Mozzarellakugel

Zubereitung:

Béchamelsoße zubereiten (siehe Mordswaffen).
Maja von Moey’s Kitchen hat die Béchamelsoße in Ihrem Rezept mit 1/3 Sahne und 2/3 Milch gemacht. Das musste ich natürlich gleich ausprobieren – Kalorien hin oder her! Und ich habe es nicht bereut, so wird die Soße noch einen Ticken cremiger und g’schmackiger.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Mangoldstiele klein schneiden, waschen und gut trocken schleudern. Mangoldblätter der Länge nach dritteln, aufeinanderlegen und quer in Streifen schneiden, ebenfalls gründlich waschen und trocken schleudern.

Ein Stückchen Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin glasig anschwitzen. Mangoldstiele zugeben und mitbraten. Anschließend die Mangoldblätter mit in die Pfanne geben, zusammenfallen lassen und ein paar Minuten mit dünsten. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen und vom Herd ziehen.

Backofen auf 180 °C vorheizen.

Auflaufform mit Butter auspinseln und die Lasagne von unten nach oben folgendermaßen einschichten:
– ein Viertel Béchamelsoße
– eine Lage Lasagneblätter
– die Hälfte des Mangoldgemüses
– ein weiteres Viertel Béchamelsoße
– eine Lage Lasagneblätter
– das restliche Mangoldgemüse
– das nächste Viertel Béchamelsoße
– eine Lage Lasagneblätter
– restliche Béchamelsoße

Den Mozzarella in Scheiben schneiden und auf der Lasagne verteilen, mit dem frisch geriebenem Parmesan bestreuen.

Die Lasagne in den Backofen schieben und auf der mittleren Schiene 35-40 Min. backen. Die letzten paar Minuten den Grill zuschalten, so dass eine schöne goldgelbe Kruste entsteht.

Ricotta-Gnocchi

Die Bloggerwelt (DeliciousdaysChili und Ciabatta1xumrühren bitte und viele mehr) machte mich mal wieder neugierig: 15-Minuten-Ricotta-Gnocchi!

Hmmm… nicht original… ganz ohne Kartoffeln… ob das was taugt… aber alle schwärmen… Fazit: Sofort ausprobieren!

Herrn Schnürschuh erzählte ich nur, dass es abends Gnocchi gibt. Die neue Variante verschwieg ich ihm zunächst – er hätte mit Sicherheit rumgemäkelt („ohne Kartoffeln, so ein Schmarrn!“).

Wie alle Blogger zuvor schon berichteten, ist die Zubereitung ein Klacks. Schwup die Bohne ist alles fertig und das Resultat… Überzeugt! Die Gnocchi schmecken anders als die Originale, aber trotzdem gut. Saugut!

 

Zutaten für 2 Personen:

– 250 g Ricotta
– 1 Eigelb
– ¼ – ½ TL Meersalz
– 30 g frisch geriebener Parmesan
– 50-75 g Mehl (ich hatte 75 g)
– Mehl für die Arbeitsfläche

Zubereitung:

Ricotta, Eigelb, Salz und Parmesan in einer Schüssel vermengen. Mehl zugeben und rasch unterrühren.

Schon mal einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Es sollte gleich parat sein (sanft köcheln), sobald die Gnocchi fertiggebaut sind. Außerdem ein gut mit Mehl eingestaubtes Holzbrett vorbereiten.

Ordentlich Mehl auf der Arbeitsfläche ausbreiten. 1 EL Gnocchimasse auf die Arbeitsfläche geben. Hände gut einmehlen. Teig mit Mehl bestäuben und daraus eine fingerdicke Wurst formen/rollen. Die Rolle mit einem (in Mehl getauchtem) Messer in gnocchigroße Stücke schneiden und diese auf das vorbereitete Brettl befördern. So nach und nach die ganze Masse verarbeiten. Bei mir wurden es ca. 45 Stück.

Die Gnocchi dann vorsichtig in das leicht köchelnde Salzwasser überführen, einmal umrühren und 2-4 Min. ziehen lassen. Sobald sie oben schwimmen sind sie fertig. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und sogleich servieren.

Wir haben die Gnocchi dann noch kurz in heißer Butter geschwenkt und mit einer Tomatensoße (siehe Mordswaffen) und frisch gehacktem Basilikum verspeist.