Pulled Pork Burger

Letztes Wochenende zelebrierten wir erfolgreich ein kleines, in vielen Blogs bereits hoch gelobtes, Kochprojekt: Pulled Pork! Ich hatte bereits in einigen Blogs darüber gelesen und plötzlich fing auch Herr Schnürschuh an davon zu schwärmen. Dann war’s also klar – es wurde ein Schulterbraten vom Wollschwein bei Holzenfleisch geordert, ich holte das Stück am Samstagmorgen am Luzerner Marktstand ab und sogleich ging es los. Das Rezept stammt von Uwe und weil es daran nichts zu rütteln gibt, habe ich es auch genau so übernommen – BBQ-Soße, Krautsalat, Burger Buns und das Pulled Pork!

Die Tage davor hatte ich die ersten Vorbereitungen getroffen…

– Tomatenketchup nach diesem Rezept zubereitet (super!)
Uwes BBQ-Soße gekocht
Uwes Burger Buns gebacken und eingefroren
– Spritze und Kanüle für die Ananassaft-Infusion gekauft

Am Samstag, gleich in der Früh, ging’s los. Herr Schnürschuh rieb das Fleisch mit der Gewürzmischung ein und packte es für 24 h in den Kühlschrank. Da wir unmöglich zu zweit so ein großes Stück Fleisch essen können, ohne dass wir es nach 3 Tagen nicht mehr sehen können, haben wir „nur“ 700 g Schulter verwendet.

Am Sonntagmorgen wurde dann das marinierte Stück mit ca. 300 mL Ananassaft geimpft und kam, mit einem Bratenthermometer bestückt, zunächst bei 90 °C Umluft (unser Ofen hat leider keine Ober-/Unterhitze-Funktion) auf ein Gitter in den Backofen – Backblech darunter. Obwohl der Braten deutlich kleiner war, als Uwes, brauchte er trotzdem genauso lang (ca. 10 Stunden). Wir erhöhten sogar nach 6 h auf 95 °C, dann auf 100 °C und die letzte Stunde auf 105 °C – bis schließlich um 19 Uhr die 88 °C Kerntemperatur erreicht war. Wie Uwe, pinselten wir es immer wieder mit dem austretenden Saft ein. Anschließend ließen wir es noch kurz in Alufolie ruhen, bis Herr Schnürschuh das gute Stück freudig auseinander reißen konnte. Der Krautsalat war auch schon fertig und gut durchgezogen.

Zuletzt mussten nur noch die bereits aufgetauten Burger Buns in der Grillpfanne erhitzt werden und wir konnten endlich unsere Burger zusammenbauen und genießen. Lecker, lecker, lecker!
Für das Rezept – einfach hier entlang!

Pulled Pork Burger

Kalbsbäckchen mit Bohnenpüree und Brokkoli

Als ich dieses Bild bei Micha auf dem Blog sah, wusste ich, dass ich genau diese dunkle, kräftige, schokoladenartige Soße auch haben will! Unbedingt. In der Soße sitzen für mich doch eher ungewöhnliche Fleischstücke – Kalbsbäckchen. Da wäre ich ja im Leben nicht drauf gekommen die mal zu machen! Doch Micha und Petra haben mich vollends überzeugt. Nun musste ich nur noch Herrn Schnürschuh überzeugen, der der Meinung war, dass das ja sowie zäh und ungenießbares Fleisch sei. Aber neugierig war er dennoch! Also schnell ab auf’n Markt und Kalbsbäckchen bestellt – hier bei Holzenfleisch!

Natürlich ist dies ein Sonntagsgericht, daher ging es schon mittwochs los mit der Zubereitung – das Fleisch wird 3-4 Tage mariniert. Herr Schnürschuh, der Suppenmeister, hat sowieso immer allerbeste Rinderbrühe eingefroren. Diese haben wir für die Soße verwendet – daher habe ich das Rezept ein klein wenig umgemodelt.

Als Beilage entschieden wir uns für Bohnenpüree und Brokkoli. Hat wunderbar gepasst. Nächstes Mal probieren wir dazu Selleriepüree.

Kalbsbäckchen rohKalbsbäckchen in der MarinadeKalbsbäckchen gebratenKalbsbäckchen in der Marinade

Zutaten für 2 Personen:

Kalbsbäckchen
Marinade
– 500 g geputzte (vom Fett befreite) Kalbsbäckchen
– 2 EL Zwetschgenschnaps (S: Kirschschnaps)
– 2 EL Weißweinessig
– 5 Nelken
– ½ Zimtstange
– 50 mL guter Rotwein

Soße
– Öl
– Salz, Pfeffer
– 30 g Karotten
– 30 g Knollensellerie
– 30 g Lauch
– 50 g Schalotten
– ½ EL Mehl
– 25 g Tomatenmark
– 250 mL Rotwein
– 500 mL Rinder- oder Kalbsbrühe
– 35 g Wildpreiselbeeren
– 50 mL Holunderbeersaft
– 1 Lorbeerblatt
– 1 Zweig Rosmarin
– 10 Pfefferkörner
– 2 Wacholderbeeren

Bohnenpüree
– 200 g weiße Bohnen
– 1 Thymianzweig
– 1 Knoblauchzehe
– 2-3 TL Crème fraîche
– Zitronensaft
– Chilisalz
– Pfeffer

Gemüse
– 2 kleine oder 1 großer Brokkoli

Zubereitung:

Kalbsbäckchen
Alle Zutaten für die Marinade miteinander verrühren und die Kalbsbäckchen darin einlegen. Abgedeckt 3-4 Tage im Kühlschrank marinieren.

Gemüse putzen und würfeln. Für die Soße etwas Öl in einem Topf erhitzen und das Gemüse darin anbraten. Mehl und Tomatenmark zugeben und kurz mitbraten. Mit Rotwein ablöschen. Etwas einköcheln lassen. Rinder- oder Kalbsbrühe, Holunderbeersaft, Wildpreiselbeeren und Gewürze zugeben und das Ganze offen 1-2 Stunde simmern lassen. In einen Topf sieben.

Die Kalbsbäckchen rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, gut abtupfen und salzen. In heißem Öl kurz von allen Seiten anbraten und mit der Marinade ablöschen. Die Soße zugeben und weitere 1.5 – 2 Stunden oder auch länger abgedeckt simmern lassen. Die Bäckchen aus der Soße nehmen und beiseite stellen.

Zuletzt die Soße offen auf die gewünschte Menge einköcheln lassen. Eventuell noch mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz vor dem Servieren die Bächchen zurück in die Soße legen und heiß werden lassen.

Bohnenpüree
Die Bohnen 1 Tag vorher in ordentlich kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag abgießen, mit frischem Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Thymianzweig und geschälte Knoblauchzehe hinzugeben. Sich bildenden Schaum abschöpfen.

Die Bohnen 1.5 – 2 Stunden leicht köcheln lassen, bis sie weich sind. Abgießen, dabei etwas Bohnenwasser aufheben. Anschließend mit der Knoblauchzehe pürieren und durch ein Sieb streichen. Das Bohnenmus mit der Crème fraîche verrühren und mit Zitronensaft, Chilisalz und Pfeffer abschmecken. Bei Bedarf kann man die Konsistenz mit dem Bohnenwasser etwas anpassen. Vor dem Servieren nochmal kurz aufwärmen.

Gemüse
Brokkoli putzen und in Röschen teilen. Kurz bevor serviert wird, etwas Salzwasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Die Brokkoliröschen ein paar Minuten darin garen, dass sie noch Biss haben. Abgießen.

Einen Klecks Bohnenpüree auf große Teller geben. Dazu ein Kalbsbäckchen gesellen und mit der dunklen Soße übergießen. Daneben die Brokkoliröschen platzieren. Servieren und genießen.

Kalbsbäckchen

Rehrücken mit Spätzle und Brokkoli

Bevor wir den Frühling einläuten, der vielleicht auch irgendwann dann mal kommt, ein letztes winterliches Fleischgericht – Rehrücken aus den Ingolstädter Feldern und Wäldern! Dazu Spätzle, professionell hergestellt von Herrn Schnürschuh höchstpersönlich und Brokkoli mit Pinienkernen. Äußerst delikat!

  

Zutaten für 2 Personen: 

Rehrücken
– 1 Rehrückenfilet
– ca. 250 mL Wildfond
– 1 Schuss Rotwein
– frischer Thymian
– frischer Rosmarin
– 1 angedrückte Knoblauchzehe
– ½ – 1 TL Preiselbeermarmelade
– 1 kleines Stückchen Zartbitterschokolade
– ½ – 1 TL Stärke
– Salz, Pfeffer

Spätzle
(siehe Mordswaffen)

Außerdem
– 1 Brokkoli
– 1 Handvoll Pinienkerne
– 1 Stückchen Butter
– selbstgemachte Röstzwiebeln (siehe Mordswaffen)
– Fleur de sel

Zubereitung:

Rehrücken rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, so dass er Zimmertemperatur annehmen kann. Backofen auf 100 °C vorheizen. Platte oder Teller in den Backofen stellen, so dass der Rehrücken nach dem Anbraten direkt darauf platziert werden kann. Fleisch von Haut und Sehnen befreien und in einer Pfanne mit ein wenig Öl sowie einem Zweig Rosmarin und Thymian von allen Seiten scharf anbraten. Den Rehrücken in den vorgeheizten Backofen auf die Platte legen und ca. 50 Min. darin garen.

Den Bratensatz mit einem Schuss Rotwein ablöschen, einköcheln lassen und mit dem Wildfond aufgießen. Angedrückte Knoblauchzehe und die Kräuter in den Fond legen und 15 Min. darin ziehen lassen (die Soße sollte nicht köcheln). Kräuter und Knoblauch wieder herausnehmen und die Soße nach Belieben einköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit einem kleinen Stückchen Zartbitterschokolade sowie der Preiselbeermarmelade verfeinern. Stärke in etwas kaltem Wasser auflösen und die Soße damit binden. Vor dem Servieren nochmal aufkochen lassen.

Spätzle und Röstzwiebeln – siehe Mordswaffen & Mordswaffen.

Für das Gemüse den Brokkoli in Röschen teilen und waschen. Ca. 10 Min. im Salzwasser al dente kochen. Abgießen. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und zum Brokkoli geben.

Zuletzt das Fleisch aus dem Backofen holen und in Filets schneiden. Mit Fleur de sel würzen und mit Soße, Spätzle und Röstzwiebeln, Brokkoli mit Pinienkernen sowie einem Klecks Preiselbeermarmelade servieren.

Filetscheiben mit buntem Gemüse

Herr Schnürschuh traf die Essensauswahl letztes Wochenende und wünschte sich Asiatisch! Einmal gab es Seafood-Spieße (Rezept folgt), einmal Filetscheiben mit buntem Gemüse. Alles aus dem Buch „Asiatisch kochen“ von Teubner. Zutatentechnisch hatten wir leider Einiges nicht da und nach Gutdünken ersetzt. Schmeckte trotzdem hervorragend!


Zutaten für 2 Personen:

Filet
– 200 g Filetspitzen vom Rind
– 60 mL dunkle Sojasoße
– Salz, Pfeffer
– 1 TL Dajon (S: 5-Gewürze-Pulver)
– 1 Messerspitze gemahlener Koriander
– 1 Messerspitze gemahlener Kreuzkümmel

Vinaigrette
– 50 mL Rinderfond
– 1 kleine Knoblauchzehe
– ½ TL frisch geriebener Ingwer
– 1 Messerspitze Dajon (S: 5-Gewürze-Pulver)
– 20 mL helle Sojasoße
– 25 mL geröstetes Sesamöl
– 12 mL Pflanzenöl
– 1 EL chinesischer Essig (S: Reisessig)
– 1 TL Steinpetersilie (S: Petersilie)

Gemüse
– je 50 g grüne, gelbe, rote Paprika
– 40 g Zuckerschoten
– 50 g frische Shiitake-Pilze
– 30 g Sojasprossen
– 30 mL Sesamöl
– 2 EL Rinderjus

Reis
– 150 g Nishiki-Reis (S: Basmatireis)
– Salz

Zubereitung:

Filet
Das Filet parieren und in dünne Scheiben schneiden. In eine Schüssel geben. Für die Marinade alle Zutaten miteinander vermengen und über das Fleisch gießen. Zudecken und mind. 2 Std. im Kühlschrank marinieren.

Vinaigrette
Für die Vinaigrette den Knoblauch schälen und fein hacken. Anschließend den Fond in einen Topf geben, Knoblauch, Ingwer und Dajon dazugeben und bei mittlerer Hitze auf die Hälfte einreduzieren. In eine Schüssel füllen und mit Sojasauce, Öl und Essig verrühren. Die Petersilie hacken und untermischen.

Gemüse
Backofen auf 220 °C vorheizen. Paprika säubern, vierteln und auf ein Backblech legen. In den Backofen schieben und darin garen, bis die Haut Blasen wirft. Herausnehmen und unter einem feuchten Geschirrtuch schwitzen lassen. Anschließend die Haut abziehen und die Schoten in feine Streifen schneiden. Die Zuckerschoten putzen und quer in Streifen schneiden. Die Stiele der Shiitakepilze entfernen und die Hüte in Scheiben schneiden.

20 mL Sesamöl in einem Wok (S: Pfanne) rauchheiß erhitzen und die Fleischscheiben unter Wenden darin anbraten. Herausnehmen. Das restliche Öl im Wok erhitzen und die Paprikastreifen darin anbraten. Zuckerschoten und Pilze unterrühren und 2-3 Minuten mitbraten. Zuletzt die Sojasprossen zugeben und unter ständigem Wenden nur ganz kurz mitbraten. Den Wokinhalt mit der Vinaigrette ablöschen. Die Fleischscheiben wieder zugeben und untermischen. Zuletzt den Rinderjus unterrühren.

Den Reis in Salzwasser gar kochen.

Reis auf einen Teller geben oder in Schälchen füllen, einen Löffel Gemüse-Fleisch-Mischung darauf verteilen und servieren.

Rinderfilet mit Honigglasur im Filoteig, Kartoffel-Pastinaken-Püree, Feldsalat

Wie versprochen, hier kommt Rezept Nummer 1 aus unserem Silvestermenü und zwar das Hauptgericht, welches ich auf Uwes Blog Highfoodality gefunden und leicht abgewandelt habe.

Normalerweise machen wir Rinderfilets immer bei Niedrigtemperatur, doch diesmal wagten wir uns skeptisch an die 10-Min.-Filoteig-Methode mit der Befürchtung es könnte vielleicht nicht auf den Punkt werden, zu blutig, zu durch? Pustekuchen! In diesem Teigpäckchen scheinen 10 Min. genau richtig zu sein. Das Fleisch war perfekt, herrlich rosa.

Als Beilage wollten wir ursprünglich, genau wie Uwe, ein Kartoffel-Süßkartoffel-Püree machen. Da ich aber weit und breit keine Süßkartoffeln gefunden habe, bin ich spontan auf Pastinaken umgestiegen, was auch super gepasst hat.

Rundum ein tolles, stimmiges Hauptgericht, das schnell geht und keine große Vorbereitung braucht.

Zutaten für 2 Personen:

Rinderfilets
– Rapsöl
– 2 Rinderfilet-Medaillons (je ca. 150 g)
– 2 Blätter Filoteig (=Yufkateig)
– 1-2 Schalotten
– 3 EL Butter
– 1 EL Akazienhonig (S: Waldhonig)
– 50 mL trockener Rotwein
– 1 Thymian-Zweigerl
– 1-2 EL Aceto Balsamico di Modena
– Salz, Pfeffer
– 1 Eigelb
– 1 EL Sahne

Kartoffel-Pastinaken-Püree
– 200 g Kartoffeln
– 200 g Pastinaken
– Milch
– Salz, Pfeffer

Feldsalat
– 150 g Feldsalat
– 1 kleine Schalotte
– ½ TL Honig-Senf
– 1 EL Johannisbeer-Himbeer-Saft (S: 1 TL Himbeer-Marmelade)
– 1 EL Aceto Balsamico die Modena
– 2-3 EL Olivenöl

Zubereitung:

Rinderfilets
Rinderfilet rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen und Temperatur annehmen lassen. Backofen auf 200 °C vorheizen.

Für die Zwiebel-Honig-Glasur zunächst die Schalotte(n) schälen und fein hacken. Dann 1 EL Butter in einem kleinen Topf heiß werden lassen und die Zwiebeln darin andünsten. Honig und Thymianzweig zugeben, rühren, bis sich der Honig aufgelöst hat und das Ganze mit dem Rotwein ablöschen. Etwas einköcheln lassen, Aceto Balsamico zugeben und nochmal 5 Min. köcheln lassen. Vom Herd ziehen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Eine Pfanne mit Rapsöl einreiben und die Rinderfilets darin von allen Seiten scharf anbraten. Gleichzeitig 2 EL Butter in einem kleinen Töpfchen schmelzen und das Eigelb in einer Tasse mit der Sahne verquirlen.

Ein Filoteigblatt auf der Arbeitsfläche auslegen und mit der geschmolzenen Butter einpinseln. Rinderfilet in die Mitte setzen, Zwiebel-Honig-Glasur darauf geben und den Rand des Filoteigs mit der Sahne-Eigelb-Mischung bestreichen. Ein Päckchen bauen, gut zusammendrücken und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Genauso Päckchen Nummer 2 basteln. Mit der restlichen Butter die beiden Päckchen außenrum einpinseln.

Backblech in den Backofen schieben und die Rinderfilets 10 Min. darin garen lassen.

Kartoffel-Pastinaken-Püree
Kartoffeln und Pastinaken schälen und in grobe Würfel schneiden. In einen Topf geben, mit Wasser bedecken, salzen und 15-20 Min. weich kochen. Abgießen, ausdampfen lassen und durch die Kartoffelpresse drücken oder mit einer Gabel oder dem Kartoffelstampfer zerdrücken. Etwas Milch in einem Topf erwärmen und nach und nach unter den Kartoffel-Pastinaken-Stampf ziehen, bis das Püree die gewünschte Cremigkeit erreicht hat. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Feldsalat
Feldsalat waschen und schleudern, Zwiebel schälen und fein hacken. In einem kleinen Topf etwas Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Senf, Essig, Saft bzw. Marmelade und Olivenöl zu einem Dressing verrühren, Zwiebeln unterrühren und den Feldsalat damit abmachen.

Die Rinderfilet-Päckchen auf dem Kartoffel-Pastinaken-Püree anrichten und mit dem Feldsalat servieren.

 

Rindersteak mit Safranzwiebeln und Tomaten-Basilikum-Bulgur

Nach elf Monaten ist unsere Zeit in der schönen Stadt Graz beendet. Die Kisten sind gepackt (schlappe 15 an der Zahl) und auf dem Weg nach Luzern. An unserem letzten Sonntag in Graz gab es noch einmal Rindersteaks von unserem Lieblingsmetzger am Hauptplatz, nach einem hervorragendem Rezept von Annemarie Wildeisen.

  

Zutaten für 2 Personen:

Rindersteaks mit Safranzwiebeln
– 2 Rindersteaks
– Salz, Pfeffer
– Öl
– 25 mL Patis oder Pernod (S: Brühe)
– 400 g mittlere Zwiebeln
– 20 g Butter
– 125 mL Weißwein
– 1 Briefchen Safran
– 1 Stückchen unbehandelte Orangenschale
– 3-4 Thymianzweige
– 6 Cocktailtomaten
– 2 EL Olivenöl

Tomaten-Basilikum-Bulgur
– 200 mL Hühnerbrühe (S: Gemüsebrühe)
– 100 g Bulgur
– 1 Knoblauchzehe
– 2 Frühlingszwiebeln
– 200 g Cocktailtomaten
– Salz, Pfeffer
– 1-2 EL Olivenöl
– 2-3 Stängel Basilikum

Zubereitung:

Rindersteaks mit Safranzwiebeln
Rindersteaks rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, so dass sie nicht zu kalt sind. Backofen auf 80 °C vorheizen. Rost in den Backofen schieben und einen Teller darunter stellen, um später den Fleischsaft aufzufangen.

Etwas Öl in eine große Pfanne geben, heiß werden lassen und die Rindersteaks darin scharf von jeder Seite 1-2 Min. anbraten. Auf den Rost legen und im Backofen ca. 50 – 60 Min. garen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen und je nach Größe vierteln oder sechsteln. Den Bratensatz mit Patis oder Pernod auflösen (ich hatte weder Patis, noch Pernod und habe daher den Bratensatz mit Brühe gelöst). In einer weiteren Pfanne oder in einem großen Topf die Butter erhitzen und die Zwiebeln darin anschwitzen. Den gelösten Bratensatz und Weißwein dazugeben und aufkochen. Safran in etwas heißer Kochflüssigkeit auflösen und unterrühren. Zwiebeln mit Salz und Pfeffer würzen, die Orangenschale dazulegen, Thymianblättchen abzupfen und ebenfalls beifügen. Das Ganze zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 25 Min. weich dünsten. Die letzten 10-15 Min. den Deckel abnehmen und die Flüssigkeit auf ca. 100 mL einkochen lassen.

Unmittelbar vor dem Servieren die Ofentemperatur auf 230 °C erhöhen und die Steaks in der aufsteigenden Hitze 4-5 Min. Temperatur annehmen lassen.

Gleichzeitig die Cocktailtomaten halbieren und die Schnittflächen mit Salz und Pfeffer würzen. In einer Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen und die Tomaten mit der Schnittfläche nach unten darin 1-2 Min. anbraten.

Die Safranzwiebeln nochmal kurz aufkochen und das restliche Olivenöl unterrühren. Die angebratenen Cocktailtomaten vorsichtig unterheben und eventuell noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tomaten-Basilikum-Bulgur
Brühe in einem Topf aufkochen und den Bulgur einrühren. Einmal aufkochen lassen, dann den Herd ausschalten und den Bulgur zugedeckt ca. 20 Min. quellen lassen.

Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln putzen und mitsamt dem Grün fein hacken. Cocktailtomaten halbieren oder vierteln und mit Salz und Pfeffer würzen.

Olivenöl in einem weiteren Topf erhitzen, Knoblauch und Frühlingszwiebeln darin anschwitzen. Tomaten zugeben und alles zugedeckt bei niedriger Temperatur ca. 5 Min. dünsten. Beiseite stellen.

Kurz vor dem Servieren die Basilikumblätter abzupfen und hacken. Tomaten und Basilikum unter den Bulgur mischen und alles nochmal schön heiß werden lassen.

Zuletzt die Steaks mit Salz und Pfeffer würzen. Auf vorgewärmten Tellern mit den leuchtend gelben Safranzwiebeln auf dem Tomaten-Basilikum-Bulgur anrichten.

Vibrant Chicken Curry

Viele Foodblogger haben es schon im Regal stehen. Das Kochbuch 660 Curries von Raghavan Iyer! Vor allem Petra von Foodfreak hat schon sehr viele Rezepte daraus gekocht und es 2008 zum Kochbuch des Jahres gekürt. Aber auch Petra von Chili und Ciabatta kocht gerne aus dem Buch. Nun kitzelt es mir in den Fingern… Wie lange wird es wohl noch dauern, bis es auch in meinem Regal steht… Das Vibrant Chicken Curry von Raghavan Iyer habe ich bei Foodfreak entdeckt, das Rezept aus den Tiefen des Internets gezogen und sofort nachgekocht. Es war super und dank der Zwiebelpaste eine weitere Bereicherung in Sachen Kulinarik.

Die Mengenangaben der Zutaten habe ich zum Nachkochen bewusst vom Original abgeschrieben, denn ich habe die Cups nicht so akurat umgerechnet, sondern eher pi mal Daumen gewurschtelt… Die Mengen, die ich verwendet habe, stehen in Klammern dahinter.

    
        

Zutaten für 4 Personen:

– ¼ Cup Ingwerpaste (siehe Mordswaffen) (S: ca. 20 g)
– 2 EL Knoblauchpaste (siehe Mordswaffen) (S: ca. 1 EL)
– 1 Huhn (1.5 kg, ohne Haut, in 8 Stücke geteilt) (S: 1 Hühnerbrust, in grobe Stücke geschnitten)
– 2 EL Rapsöl (S: a bisserl was)
– 450 mL passierte Tomaten (S: ca. 300 mL)
– ½ Cup Röstzwiebelpaste (siehe Mordswaffen) (S: ca. 30 g)
– 1 EL Koriandersamen, gemahlen (S: 1 TL)
– 2 TL Paprikapulver (S: 1 TL)
– 1.5 TL Salz (S: ¼ TL)
– 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen (S: ½ TL)
– ½ TL Kurkuma, gemahlen (S: ½ TL)
– ½ TL Cayennepfeffer, gemahlen (S: ½ TL)
– 2 EL frischer Koriander (S: 1 Bund)
– Basmatireis

Zubereitung:

Knoblauch- und Ingwerpaste miteinander verrühren und die Hühnchenstücke damit einreiben. Öl in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch darin ca. 3 Min. von beiden Seiten anbraten. Herausnehmen und beiseite stellen.

Tomatensoße, Zwiebelpaste und die Gewürze (Koriandersamen, Paprikapulver, Salz, Kreuzkümmel, Kurkuma, Cayennepeffer) in die heiße Pfanne geben, gut verrühren und zugedeckt bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis ein kleiner Ölfilm an der Oberfläche erscheint – ca. 20-25 Min.

Hühnchen zurück in die Pfanne geben, mit der Soße bedecken und so lange zugedeckt, bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis das Fleisch gar ist (S: 10-12 Min.).

In der Zwischenzeit den Reis kochen und kurz vor dem Servieren den Koriander hacken.

Das Curry mit dem Reis auf großen Tellern anrichten, mit frisch gehacktem Koriander bestreuen und genießen.

Gefüllte Pide

Essensplanung für den Abend…
Mal kucken auf chefkoch.de
Eines der Themen lautet „Türkische Rezepte: mehr als nur Döner“!
Hmmmm…
Draufklicken, durchstöbern….
Oh, gefüllte Pide! Wollt ich schon lange mal ausprobieren…
Kurze Anfrage „Herr Schnürschuh, heute Abend Pide? Kann dann aber länger dauern, bis es Abendessen gibt (nach der Arbeit, Einkaufen, Hefeteig) …“.
„Ja, super, macht nix!“.

Essen gab’s dann um 9 Uhr abends, aber gelohnt hat es sich. Die gefüllten Pide, leicht modifiziert nach dem Rezept von Krümelmonster, waren fantastisch und schmeckten auch kalt am nächsten Tag noch klasse.

     

Zutaten für 6 gefüllte Pide:

Hefeteig
– ½ Päckchen Trockenhefe
– 250 g Mehl
– 50 mL Milch, lauwarm
– 50 mL Wasser, lauwarm
– ½ TL Zucker
– ½ TL Salz
– 1 Eiweiß
– 1 EL Öl

Füllung
– 200 g Rinderhack
– 2 Zwiebeln (mittelgroß)
– 1 Knoblauchzehe
– 1 Tomate
– 3 EL Tomatenpüree
– 4-5 Stängel frische Petersilie
– 1 TL Paprikapulver, scharf
– Chilipulver
– Kreuzkümmel
– Salz, Pfeffer

Zuletzt
– 1 Eigelb
– 1 Paprika

Zubereitung:

Teig
Hefe und Zucker mit der Milch verrühren und 10 Min. stehen lassen. Dann mit den restlichen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Eventuell noch etwas Wasser zugeben – der Teig sollte nicht zu fest sein. Zuletzt das Öl einkneten. Eine große Schüssel mit Öl einreiben, den Teig in die Schüssel geben, abdecken und 1-2 h an einem warmen Ort gehen lassen.

Füllung
Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Tomate einritzen, kurz in kochendes Wasser legen, abschrecken und schälen. Anschließend von den Kernen befreien und in kleine Würfel schneiden. Petersilie fein hacken. Alle Zutaten für die Füllung miteinander vermengen und mit den Gewürzen abschmecken.

Zuletzt
Paprika schälen und in feine Streifen schneiden. Ofen auf 180 °C vorheizen.
Teig aus der Schüssel nehmen, in 6 Stücke teilen, zu Kugeln formen und unter einem Tuch nochmal 10 Min. entspannen lassen.
Die Teiglinge auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche oval ausrollen, mit der Füllung bestreichen und die Paprikastreifen gitterartig darauf verteilen. Die Längsseiten 2-3 cm einklappen, die kurzen Seiten ebenfalls und die Spitzen an den kurzen Seiten zusammendrücken. Mit Eigelb bestreichen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und 20-25 Min. backen.
Etwas abkühlen lassen und z.B. mit Joghurtsoße (siehe Mordswaffen) verspeisen.

Libanesisches Lamm-Spinat-Ragout

Lamm!

Was Essen betrifft probiere ich alles und wenn mir etwas nicht auf Anhieb schmeckt, gebe ich auch so schnell nicht auf und probiere es nochmal und nochmal. Viele Zutaten habe ich so kennen und lieben gelernt, z.B. frischer Koriander.

Auch das Lamm habe ich schon mehrmals probiert – einmal beim Kochkurs in der Migros-Klubschule und zweimal zu Hause, wo wir Lamm mit Kräuterkruste und Lammragout mit Ras el-Hanout kochten. Und nie war ich hundertprozent überzeugt. Immer roch es schon leicht nach Schaf in der Küche (meine Mama würde sagen: es bockelt) und auch beim Verzehr kam das Bockige leicht durch… Damit war Lamm für mich erst mal gegessen. Herr Schnürschuh fand es nicht so schlimm und hätte gerne wieder mal etwas mit Lamm gemacht.

Nun war ich vor ein paar Wochen mit meinen Kollegen zum Kochkurs im Aiola City. Ich freute mich riesig darauf und war tierisch neugierig, was wir denn kochen würden. Kaum angekommen, nach dem ersten Schlückchen Sekt, holte der Koch dann plötzlich einen Lammrücken hervor. Oooooch war ich enttäuscht – da besuchen wir einen so tollen Kochkurs und es gibt Lamm, wo ich das doch gar nicht so mag.

Aber nur nicht aufgeben! Vielleicht schmeckt es ja diesmal? Und tatsächlich. Das Fleisch roch überhaupt nicht nach Lamm, weder frisch, noch in der Pfanne, noch im Ofen und schon gleich zehnmal nicht auf dem Teller. Es schmeckt super – war zart – und bockelte in keinster Weise. Auf meine Frage, was ich denn tun muss, damit es nicht bockelt, meinte der Koch, einzig und allein die Qualität des Fleisches sei entscheident: gutes Lamm bockelt nicht! Und woher bekomme ich gutes Lamm? Weizer Berglamm zum Beispiel! Gibt es auch bei unserem Grazer Lieblings-Slow-Food-Metzger!

Schnell wurde das Weizer Berglamm also auf die Probe gestellt und mit dem leckeren libanesischen Gericht, nachgekocht von Petra (Chili und Ciabatta), kamen wir zum ersten Mal zu Hause in den wahren Genuss von Lammfleisch…

Zutaten für 2 Personen:

Ragout
– etwas Butter
– 300 g Filet vom Lamm
– 400 g frischer Spinat oder TK-Spinat
– 1 Zwiebel
– 200 mL Brühe
– 1 Zitrone

Pita-Chips
– 2-3 Pitabrote (siehe Mordswaffen)
– Olivenöl

Pinienkerne mit Paprikabutter
– 1 EL Butter
– 1 Handvoll Pinienkerne
– ½ TL Paprikapulver

Joghurt-Minz-Soße
– 150 mL Naturjoghurt
– ½ Knoblauchzehe
– ½ TL Salz
– ½ EL frisch gehackte Minze

Zubereitung: 

Ragout
Zwiebel schälen und fein hacken. Fleisch in 2 cm große Stücke schneiden. In einem Topf etwas Butter schmelzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Fleisch dazugeben und anbraten. Mit der Brühe aufgießen und zugedeckt bei niedriger Hitze 1 Std. simmern lassen. Deckel wegnehmen und so lange weitersimmern lassen, bis kaum noch Flüssigkeit übrig ist. Das Fleisch ist am Ende schön zart und lässt sich mit einer Gabel auseinander drücken.

In der Zwischenzeit Spinat waschen und trocken schleudern. Zitrone auspressen.

Schließlich den Spinat zum Ragout geben und 10 Min. mitköcheln lassen. Das Ganze mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Vom Herd ziehen.

Pita-Chips
Für die Pita-Chips die Pitabrote waagrecht halbieren und vierteln. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, mit Olivenöl bepinseln und bei 150 °C 15 Min. backen. Nach der Hälfte einmal wenden. Raus damit und abkühlen lassen.

Pinienkerne mit Paprikabutter
1 EL Butter in einer Pfanne schmelzen, Pinienkerne zugeben und rösten bis sie eine leichte Bräune haben. Paprikapulver unterrühren und beiseite stellen.

Joghurt-Minz-Soße
Knoblauch schälen und fein hacken. Mit Joghurt, Salz und frisch gehackte Minze verrühren.

Abschluss
Eine Form mit den Pita-Chips auslegen. Ragout darauf geben. Joghurt-Minz-Soße darüber verteilen, mit den Pinienkernen (samt Paprikabutter) bestreuen und sogleich in der Form servieren.

Huhn mit Parmesankruste

Donna Hay die Zweite! Das Kochbuch der Australierin (Schnelle Küche mit Stil) lag immer noch herum und verführte uns zu diesem einfachen, schnellen und köstlichen Gericht!

  

Zutaten für 2 Personen:

– 2 Hühnerbrustfilets
– 2 Eiweiße
– ca. 100 g Parmesan
– 1 Zucchini
– 2-3 Knoblauchzehen
– Rapsöl
– Olivenöl
– Chilisalz
– Pfeffer

Zubereitung: 

Backofen auf 200 °C vorheizen. Eine Pfanne (am besten wäre eine Grillpfanne) mit Rapsöl einreiben.

Knoblauchzehen schälen und halbieren. Die Zucchini in ca. 0.5 cm dicke Scheiben schneiden und in der Pfanne, zusammen mit den Knoblauchzehen, von beiden Seiten anbraten. Mit Olivenöl beträufeln und mit Chilisalz würzen. Auf auf einem Teller anrichten. Die Knoblauchzehen entsorgen.

Eiweiße in eine Schüssel geben und gut verrühren. Parmesan reiben und zusammen mit einer guten Portion frisch gemahlenem Pfeffer in einen großen, tiefen Teller geben. Die Hühnerbrüste unter fließend kaltem Wasser abspülen und trocken tupfen. Nun nacheinander das Fleisch zuerst durch das Eiweiß ziehen, anschließend im Parmesan wenden und diesen leicht andrücken. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und bei 200 °C ca. 20 Min. backen, bis die Parmesankruste goldgelb ist.

Die knusprigen Hühnerbrüste in Scheiben schneiden und auf dem Zucchinibett platzieren. Dazu gab es Rucola-Tomaten-Salat!