New England Clam Chowder

Herr Schnürschuh erzählt ja schon länger von dieser Muschelsuppe aus Neuengland. Auch mein Schwager, der ein paar Jahre in Boston lebte, schwärmte schon davon. Und letzte Woche wurde diese Suppe wieder Gesprächsthema. Mein Kollege, auch genannt Andrus, lebte ebenfalls eine Weile in Boston und lässt sich seither von seiner Freundin mit Clam Chowder bekochen. Nun wollte ich sie aber auch mal ausprobieren und hab gleich nach dem Rezept gefragt. Am Samstag gab’s also Muschelsuppe. Ganz schön deftig, aber lecker.

Zutaten für 2 Personen:

– 15 Venusmuscheln (in Neuengland nimmt man große Venusmuscheln, bei uns gibt es aber nur die kleinen Muscheln)
– 1 Bund frische Kräuter nach Wahl
– 1 Zwiebel
– 2 Stangen Sellerie
– 1 Karotte
– 1 Lorbeerblatt
– 15 g Speck
– 250 g Kartoffeln
– 100 mL Sahne
– 200 mL Milch
– 1 Bund frische Petersilie

Zubereitung:

Muscheln unter fließend kaltem Wasser gut putzen. Offene Muscheln oder Muscheln mit beschädigter Schale wegwerfen. 1/4 L Wasser, Kräuter und Muscheln in einen Topf geben und zum Kochen bringen. 10 Min. köcheln lassen. Abgießen und den Muschelsud auffangen. Kräuter entfernen, Muscheln aus der Schale holen und abkühlen lassen. Große Muscheln würde man noch halbieren oder dritteln. Muscheln, die sich nicht geöffnet haben, wegwerfen.

Zwiebel, Karotte und Kartoffeln schälen. Zwiebel fein hacken, Karotte, Sellerie und Sepck in kleine Würfel schneiden. Kartoffeln grob würfeln. Speckwürfelchen in einem Topf auslassen, herausnehmen und beiseite stellen. Die Zwiebeln im ausgelassenen Fett glasig dünsten. Karotten-, Sellerie- und Kartoffelwürfel zugeben und 1-2 Min. mitbraten. Mit dem Muschelsud ablöschen. Sahne, Milch und Lorbeerblatt zugeben, aufkochen und das Ganze bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis die Gemüsewürfel weich sind. Lorbeerblatt entfernen, 1-2 EL Gemüsewürfelchen rausnehmen und kurz beiseite stellen. Die Suppe fein pürieren, bei Bedarf die Konsistenz mit etwas Wasser anpassen, sie sollte sämig sein.

Beiseitegelegte Muscheln, Speck- und Gemüsewürfel in die Suppe geben. Aufkochen und ein paar Min. köcheln lassen. In der Zwischenzeit Petersilie waschen und fein hacken.

Muschelsuppe in die Teller füllen und mit der frisch gehackten Petersilie bestreuen. Mit Weißbrot servieren.

Paprika-Kürbis-Suppe

Neues Buch (Meine Küche der Gewürze) die Zweite! Und schon wieder ein Supperl. Irgendwie muss man der Kälte ja trotzen! In Sachen Zutaten und Zubereitung habe ich die Suppe gegenüber dem Schuhbeck-Rezept nur leicht modifiziert. Und was soll man sagen?! Guad war’s!

Zutaten für 4 Personen:

Suppe und Einlage
– 2 rote Paprikaschoten (S: 3 rote Spitzpaprika)
– 600 g Butternuss- oder Muskatkürbis
– 900 mL Hühnerbrühe (S: Gemüsebrühe)
– 100 g Sahne
– 100 mL Kokosmilch
– 1 TL Currypulver
– 1 halbierte Knoblauchzehe
– 1 Splitter Zimtrinde
– ½ ausgekratzte Vanilleschote
– 40 g kalte Butter
– gemahlener Galgant (S: weggelassen)
– mildes Chilipulver (S: ordentlich Cayennepfeffer)
– 1 EL Olivenöl
– 2-3 Stängel Petersilie
– Salz / Chilisalz

Croûtons
– 3 Toastbrotscheiben
– 2 EL Olivenöl
– 1 Knoblauchzehe
– ½ ausgekratzte Vanilleschote

Zubereitung:

Paprika putzen. 1 Paprikahälfte beiseite legen. Den Rest in grobe Würfel schneiden. Kürbis putzen und schälen. Ca. 100 g beiseite legen. Den Rest in grobe Würfel schneiden. Gemüse in einen großen Topf geben, mit 800 mL Brühe begießen, aufkochen und bei niedriger Temperatur ca. 20 Min. weich garen. Currypulver, Sahne und Kokosmilch hinzugeben und mit dem Zauberstab fein pürieren. Anschließend die Suppe durch einen Sieb passieren und zurück in den Topf gießen. Schließlich Knoblauchzehe, Zimtrinde und Vanilleschote zugeben, einige Minuten ziehen lassen und wieder entfernen. Suppe nochmal heiß werden lassen, mit Salz und 1 Prise Galgant (habe ich weggelassen) abschmecken und zuletzt die kalte Butter mit dem Zauberstab untermixen.

Für die Einlage die beiseite gelegte Paprika und den Kürbis in ca. 0.5 cm große Würfel schneiden und in einem kleinen Topf in der restlichen Brühe weichkochen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist. Olivenöl zugeben, mit Chilisalz abschmecken und mit frisch gehackter Petersilie bestreuen.

Für die Croûtons zunächst die Toastbrotrinde entfernen, dann die Scheiben in ca. 0.5 – 1 cm große Würfel schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Weißbrotwürfel darin kross anbraten. Pfanne vom Herd ziehen und die Vanilleschote sowie die in grobe Scheiben geschnittene Knoblauchzehe zugeben. Vanilleschote und Knoblauch nach ein paar Minuten wieder entfernen.

Suppe kurz vor dem Servieren nochmal aufschäumen und in vorgewärmte Teller füllen. Mit den Gemüsewürfeln und den Croûtons garnieren und sogleich servieren.

Spinatsuppe

Nachdem die Schnürschuhs von einem kürzlichen Event doch Recht in Anspruch genommen waren, ist nun endlich wieder Zeit zum Kochen & Bloggen. Wir bekamen zu besagtem Event das Kochbuch Meine Küche der Gewürze von Alfons Schuhbeck geschenkt. Daraus habe ich mir gleich ein Rezept ausgesucht: Spinatsuppe – schön grün – und lecker!

Für 4 Personen:

– 300 g junger Spinat
– Salz
– 1 Zwiebel
– 1 kleine festkochende Kartoffel
– ½ Stängel Zitronengras
– 30 g kalte Butter
– 800 mL Hühnerbrühe (S: Gemüsebrühe)
– 2 EL Kokos-Chips
– 1 Knoblauchzehe
– 100 g Sahne
– 100 mL Kokosmilch
– 1 Streifen unbehandelte Zitronenschale
– mildes Chilipulver
– Muskatnuss

Zubereitung:

Spinat verlesen, waschen und trocken schleudern. Grobe Stiele entfernen. 1 Handvoll Spinatblätter beiseite legen. Den Rest in kochendem Salzwasser 1 Min. blanchieren, eiskalt abschrecken und abtropfen lassen. Anschließend nochmals zwischen den Händen ordentlich ausdrücken. Ebenfalls beiseite stellen.

Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Kartoffel schälen und ebenfalls in kleine Würfelchen schneiden. 1 EL Butter in einem Topf erhitzen und Zwiebel- und Kartoffelwürfel darin anschwitzen. Mit der Brühe auffüllen und das Zitronengras zugeben. Deckel drauf setzen und ca. 25 Min. bei niedriger Temperatur ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Kokos-Chips in einer Pfanne ohne Fett hell rösten und die Knoblauchzehe schälen und in feine Scheiben schneiden.

Sobald die Kartoffeln weich sind, das Zitronengras aus der Suppe fischen, Kokosmilch und Sahne zugeben und die Suppe fein pürieren. Zitronenschale hinzufügen, ein paar Minuten ziehen lassen, dann wieder herausnehmen.

Schließlich die Suppe nochmal schön heiß werden lassen und mit der restlichen kalten Butter, dem blanchierten Spinat und den Knoblauchscheiben schaumig aufmixen. Mit Salz, einer Prise Chili und etwas frisch geriebener Muskatnuss abschmecken und die beiseite gelegten Spinatblätter unterrühren. In tiefe Tellern füllen, mit den Kokos-Chips bestreuen und servieren.

Maultaschen in Ochsenschwanzsuppe

Herr Schnürschuh war das ganze Wochenende damit beschäftigt eine kräftige, geklärte Ochsenschwanzsuppe herzustellen. Diese durfte nun endlich verspeist werden. Als Einlage gab es Maultaschen.

Die Ochsenschwanzsuppe war fantastisch! Schön kräftig – tat richtig gut und hilft vielleicht meine Erkältung endlich loszuwerden… Das Rezept folgt bald – von Herrn Schnürschuh höchstpersönlich!

Der Teig der Maultaschen war sehr hart und ein bisschen schwer zu verarbeiten (Herr Schnürschuh musste „woakln“ und fluchte auf Teufel komm raus… ) Letzten Endes sind sie aber sehr schön geworden und haben super geschmeckt!

Noch eine kleine, schon lange fällige Anmerkung zu diesen dermaßen hässlichen Tellern! Sie entsprechen überhaupt nicht unserem Geschmack (!), sind aber Inventar unserer möblierten, Grazer Wohnung. Sie erfüllen natürlich den Zweck, verschandeln aber jedes Foto… leider…

Zutaten für ca. 15 Maultaschen:

Teig
– 100 g Mehl
– 50 g Hartweizengries
– ½ TL Salz
– 1 Ei
– 1 Eigelb
– 1-2 EL Olivenöl

Füllung
– Öl
– 2 rote Paprika
– 1 kleine Knoblauchzehe
– 1 kleine Zwiebel
– 1 Kartoffel
– 50 g Speck
– 50 g Frischkäse
– 1 EL Olivenöl
– Thymian, Petersilie
– Salz, Pfeffer

Sonstiges
– selbstgemachte Ochsenschwanzsuppe
– etwas Eiweiß

Zubereitung:

Für den Teig Mehl, Gries, Salz, Eier und Olivenöl zu einem Teig verarbeiten. In Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank für ca. 30 Min. quellen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Kartoffel schälen, in Salzwasser weichkochen, abgießen, ausdämpfen lassen und mit der Gabel zerdrücken. Paprika putzen und klein würfeln. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Speck in kleine Würfel schneiden. Kräuter hacken.
Öl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch und Zwiebel dazugeben und glasig werden lassen. Paprika unterrühren und ein paar Minuten mitdünsten. Das Ganze in eine Schüssel umladen und mit Salz und Pfeffer würzen. Anschließend die Speckwürfel in der Pfanne knusprig herausbraten. Zusammen mit dem Frischkäse, der zerdrückten Kartoffel, dem Olivenöl und den Kräutern zu dem Gemüse geben und alles gut vermengen. Eventuell nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Teig dünn zu 10-12 cm breiten Bahnen ausrollen. Die Bahnen in Teigquadrate schneiden und je einen Klecks Füllung draufgeben. Den Rand mit Eiweiß einpinseln und das Quadrat zusammenlegen. In Form eines Halbmondes andrücken, rund ausstechen oder ausschneiden und mit den Zacken einer Gabel ein Muster in den Rand drücken.

Ochsenschwanzsuppe zum Kochen bringen. Maultaschen hineingeben, Herd runterdrehen und ca. 8 Min. ziehen lassen. In Suppenteller füllen und mit frisch gehackter Petersilie bestreuen.

Blau-(Lila) Kartoffelsuppe

In unserem Stamm-Supermarkt hier in Graz liegen hin und wieder seltsam aussehende Kartoffeln im Gemüseregal – es handelt sich um die sogenannte Trüffelkartoffel oder Blaue Kartoffel oder Vitelotte! Die hab‘ ich mir heute für unser Abendessen, Kartoffelsuppe, geschnappt – allerdings mit dem Hintergedanken, dass ich damit an Uwes Blogevent Cookbook of Colors mit dem kniffligen Märzthema BLAU (schon wieder, denn im Februar war das Thema HELLBLAU) mitmachen kann 😉

Zutaten für 4 Personen:
– 4 Trüffelkartoffeln
– 1 Prise Kümmel
– 1 Prise getrockneter Majoran
– ¼ Sellerieknolle
– ½ Zwiebel
– ½ L Gemüsebrühe
– frischer Majoran
– frischer Thymian
– ½ Becher Sahne
– Salz, Pfeffer
– Butter
– Sauerrahm

Zubereitung:

Trüffelkartoffeln in Salzwasser, mit einer Prise Kümmel und getrockneten Majoran, weichkochen. Ausdämpfen lassen, schälen und grob würfeln.

Zwiebeln schälen und fein hacken. Sellerie putzen und würfeln. 1 EL schöne Selleriewürfel beiseitelegen. Butter in einem großen Topf erhitzen, Zwiebel und Sellerie darin andünsten. Kartoffeln dazugeben und mit der Gemüsebrühe soweit auffüllen, dass die Kartoffeln gerade bedeckt sind. Je 1 Zweig Thymian und Majoran fein hacken und zusammen mit der Sahne zu der Suppe geben. Das Ganze nochmals 5 Min. köcheln lassen. Suppe pürieren und die Konsistenz mit der restlichen Gemüsebrühe nach Wunsch anpassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Einlage die restlichen Selleriewürfel in etwas Butter goldbraun braten.

Die Suppe in tiefe Teller füllen, Selleriewürfel darüber streuen und mit einem Klecks Sauerrahm garnieren.

Rote Bete Suppe mit Wasabi

Als Kind habe ich Rote Bete gehasst. Es gab sie immer als Salat, mit viel Kümmel! Uahhhhh. Meine Mama versuchte uns immer mit dem Spruch: „Esst Kinder, das ist gesund, gut für die Blutzellen!“ für den Rote Bete Salat zu motivieren. Fehlanzeige!

Inzwischen mag ich Rote Bete sehr gerne. Doch lieber ohne Kümmel… Schon öfter habe ich Rezepte für schöne, leuchtend rote Rote Bete Suppen gelesen und nun, wo mir die Rübe doch täglich im Gemüseregal begegnet, wagte ich mich an die Sache – mit der Befürchtung, dass es vielleicht eine erdige Angelegenheit werden könnte. Herr Schnürschuh war überhaupt nicht begeistert und wollte keine Rote Bete Suppe! Da ihm aber für den Abend auch keine bessere Essensalternative einfiel, kapitulierte er und ich konnte loslegen.

Für das Rezept habe ich mich mal wieder bei Johann Lafer umgesehen und eine interessante Variante mit Ingwer und Wasabi gefunden. Und von wegen „erdig“ – die Suppe war köstlich – wir hatten in Kürze alles vertilgt! Herr Schnürschuh mochte die Suppe und ich war selig…

Zutaten für 2-3 Personen:

− 2-3 Zwiebeln
− 15 g frischer Ingwer
− 300 g Rote Bete
− Öl
− 1-2 TL Zucker
− ca. 800 mL Gemüsebrühe
− 30 g Butter
− Salz, Pfeffer
− Saft von etwa ½ Zitrone
− 1 TL Wasabipaste
− 75 g Crème fraîche
− Vollkornbrot
− 1 Stückchen Butter

Zubereitung:

Zwiebeln, Ingwer und Rote Bete schälen und klein schneiden. Öl im Topf erhitzen. Alles ca. 2 Min. anbraten. Zucker dazugeben und karamellisieren lassen. Mit Gemüsebrühe auffüllen und ca. 20 Min. bei mittlerer Hitze weichkochen. In der Zwischenzeit die Crème fraîche mit der Wasabipaste verrühren. Außerdem das Brot in Würfel schneiden und diese in einer Pfanne mit heißer Butter von allen Seiten knusprig braten. Sobald das Gemüse weich ist, die Butter zur Suppe geben und alles mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Die Suppe in Teller füllen, mit einem Klecks Wasabi-Crème fraîche und den Brotwürfeln garnieren.

Sellerie-Apfel-Suppe

Seit langer Zeit nun stand ein cremiges Selleriesüppchen auf meiner gedanklichen „to cook Liste“ und immer wenn es dann um die Essensauswahl ging, habe ich sie wieder vergessen. Das geht mir übrigens ständig so…
Diese Woche hatte ich dann aber doch einen kurzen Lichtblick und mir sofort ein Rezept ausgesucht (ich muss gestehen, Herr Lafer ist wieder im Spiel), ausgedruckt und am Abend, leicht modifiziert, nachgekocht.

Resultat: Superhammerlecker – nur den Sellerie muss man halt mögen – die Schnürschuhs tun das!

Zubereitung für 2 Personen:

– 300 g Sellerieknolle
– 2 Stangen Staudensellerie
– 1 Apfel, süß-säuerlich
– 100 mL Apfelwein
– 500 mL Gemüsebrühe
– 100 mL Sahne
– Olivenöl
– 1 EL Zucker
– Salz, Cayennepfeffer
– Zitronensaft
– Butter

Zubereitung:

Sellerieknolle, 1 Selleriestaude und ½ Apfel schälen und alles grob würfeln. In Butter anbraten und mit dem Apfelwein ablöschen. Mit Sahne und Gemüsebrühe aufgießen und bei mittlerer Hitze ca. 20 Min. köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die zweite Selleriestaude und die andere Hälfte des Apfels schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. In heißem Olivenöl anbraten, mit Zucker bestreuen und karamellisieren lassen.

Die Selleriesuppe pürieren, durch ein Sieb streichen und mit Salz, Cayennepfeffer und Zitronensaft abschmecken. Ein gutes Stück Butter hinein geben und die Suppe schön schaumig aufmixen. In tiefe Teller geben und mit den karamellisierten Sellerie- und Apfelstückchen servieren.

Zwiebel-Gruyère Suppe mit weißen Bohnen

Heute folgt Gericht Numero 3 aus dem Kochbuch Keep It Seasonal. Eine richtig schöne Wintersuppe. Ich dachte zuerst sie würde recht ‘bohnig’ werden, aber als ich dann nochmal extra zum Coop musste, weil ich nicht so viele Zwiebeln da hatte, wurde mir klar, dass sie eher ‘zwiebelig’ wird – mit ‘bohniger’ Einlage – was aber keineswegs negativ gemeint ist. Die Suppe hat sehr gut geschmeckt und erinnerte mich ein wenig an französische Zwiebelsuppe!

Zutaten für 2 Personen:

– 75 g Weiße Bohnen aus der Dose (z.B. Cannellini Bohnen)
– 1 EL Butter
– 500 g Zwiebeln
– 500 mL Gemüsebrühe
– 2 Salbeiblätter
– 2 Lorbeerblätter
– 45 g Gruyère
– 1 TL Thymian
– Salz, Cayennepfeffer

Zubereitung: 

Die Bohnen in einen Sieb geben und gründlich spülen. Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Butter in einem Topf erhitzen, Zwiebeln dazugeben und so lange schmoren lassen, bis sie weich und glasig sind – ca. 15 Minuten. Mit der Gemüsebrühe auffüllen und Salbei- und Lorbeerblätter zugeben. Alles kurz aufkochen, dann die Temperatur herunterschalten und ca. 25 Minuten bei niedriger Temperatur simmern lassen.

Anschließend die Salbei- und Lorbeerblätter wieder herausnehmen und die Suppe pürieren. Bohnen, Gruyère und Thymian zugeben und die Suppe nochmal ordentlich heiß werden lassen, bis der Käse geschmolzen ist. Zuletzt noch mit Salz abschmecken.

Die Suppe mit etwas Cayennepfeffer bestreuen und mit frischem Baguette servieren.

Auberginen-Kichererbsen-Suppe mit Crème fraîche

Am Wochenende fiel mir da Kochbuch Keep It Seasonal von Annie Wayte in die Hände. Es beinhaltet nur Suppen-, Salat- und Sandwich-Rezepte. Beim Durchblättern habe ich viele Rezepte entdeckt, die sich lecker anhören – mit tollen Zutaten und herrlichen Gewürzen. Zwei davon habe ich schon ausprobiert. Numero 1, die Auberginen-Kichererbsen-Suppe, kommt hier…

Zutaten für 2 Personen:

– 225 g getrocknete Kichererbsen
– ½ Chilischote
– 3 Knoblauchzehen, angedrückt
– ½ Bund Koriander, grob gehackt (Stiele beiseite stellen)
– 1 Aubergine (ca. 400g)
– 1 Knoblauchzehe
– 2 Schalotten
– Olivenöl
– 1 Messerspitze geräucherten Chili
– 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
– 1 TL gemahlene Koriandersamen
– 1 Messerspitze Kurkuma
– 1 Messerspitze Paprika
– Salz
– 2-3 TL Zitronensaft
– 3 TL Crème fraîche
– ½ Chili, in feine Streifen geschnitten
– Korianderblätter
– Pfefferminzblätter
– ½ TL Zitronenzesten

Zubereitung:

Die getrockneten Kichererbsen in eine Schüssel geben, mit Wasser bedecken und über Nacht im Kühlschrank einweichen.

Ofen auf 190 °C vorheizen.

Die Aubergine mit einer Gabel einstechen (damit sie nicht platzt), in eine Form setzen und im Ofen braten bis das Fleisch weich ist – ca. 40 Minuten. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Dann von der Schale befreien und das Fleisch durchhacken, bis ein grobes Püree entsteht.

In der Zwischenzeit die Kichererbsen abtropfen lassen und in eine große Pfanne geben. Mit kaltem Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Sich an der Oberfläche bildenden Schaum abschöpfen und die Temperatur soweit erniedrigen, dass das Ganze nur noch simmert. Anschließend die Chilischote, die 3 angedrückten Knoblauchzehen und die Korianderstiele hinzugeben und für 25 Minuten simmern lassen. Dabei immer wieder umrühren. Mit Salz würzen und weitere 25 Minuten simmern lassen, bis die Kichererbsen weich sind. Pfanne vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Schließlich die Kichererbsen absieben, dabei das Kochwasser auffangen und Chilischote, Knoblauchzehen und Korianderstiele entfernen.

Schalotten und 1 Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Olivenöl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze heiß werden lassen, Schalotten und Knoblauch, sowie die Gewürze (geräuchertes Chilipulver, gemahlener Kreuzkümmel, gemahlene Koriandersamen, Kurkuma, Paprikapulver) zugeben und andünsten, bis die Schalotten glasig sind (ca. 5 Minuten).

In einem nächsten Schritt das Auberginenpüree und die Kichererbsen sowie 350 mL Kichererbsen-Kochflüssigkeit zugeben und mit Salz abschmecken. Weitere 10 Minuten simmern lassen.

2/3 der Suppe mixen (ich habe nur 1/3 gemixt und fand es ein bisschen zu kichererbsig, deshalb besser etwas mehr pürieren), zurück in den Topf geben und gut verrühren. Die Konsistenz mit heißem Wasser nach Belieben anpassen (lieber etwas mehr Flüssigkeit zugeben, denn die Suppe dickt sehr schnell nach). Zuletzt noch den gehackten Koriander zugeben und mit dem Zitronensaft und evtl. noch etwas Salz abschmecken. 

Suppe in Teller füllen, einen Klecks Crème fraîche darauf geben und mit den Chilistreifen, Koriander- und Minzblättern, sowie Zitronenzesten garnieren.

Erbsen-Minz-Suppe mit Milchschaum

Vor ein, zwei Jahren war mal wieder einer dieser Tage, an dem Herr Schnürschuh mir völlig freie Hand bei der Essenszubereitung liess. Ich ergriff die Gunst der Stunde und bereitete die Erbsen-Minz-Suppe zu, die ich bei www.saison.ch entdeckte und Herr Schnürschuh immer wieder ablehnte. Und das war gut so, denn geschmeckt hat sie uns beiden! So gut sogar, dass Herr Schnürschuh sie sich für diese Woche wünschte…

Da die Suppe so schön gesund, grün und erfrischend ist, passt sie wunderbar zum Motto von Ulis Blog-Event: Mit Power ins neue Jahr.

Zutaten für 2 Personen:

– 500 g Erbsen
– 2 Frühlingszwiebeln
– Butter
– ca. ½ L Gemüsebrühe
– 1 mehlig kochende Kartoffel
– 2 EL Crème fraîche
– 1-2 Zweige Pfefferminze
– Salz, Pfeffer
– Milch

Zubereitung:

Frühlingszwiebeln, putzen und in Scheiben schneiden. Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Mit der Gemüsebrühe auffüllen. Kartoffel schälen, reiben und dazugeben. 15 Minuten köcheln. Dann Erbsen und Crème fraîche hinzufügen und weitere 5 Minuten köcheln, bis die Erbsen weich sind. Zuletzt die Pfefferminzblätter in dazugeben, das Ganze mit dem Mixer pürieren und durch ein Sieb passieren. Wenn die Suppe zu dick ist, noch etwas Gemüsebrühe hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für den Milchschaum die Milch in einem kleinen Töpfchen erhitzen, salzen und schaumig aufschlagen.

Die Suppe mit einem Klecks Milchschaum und einem Minzzweig als Garnitur servieren.

Quelle: www.saison.ch