Mezze-Abend No.2

Ich habe es bestimmt schon zig mal erwähnt. Ich l i e b e Mezze. Es gibt nichts Schöneres als einen Tisch voller verschiedener Schüsselchen, wo man sich überall genüsslich etwas heraus stibitzen kann. Dabei ist alles möglich – Salat, Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte, Mus/Püree, Frittiertes, Brot, … und dies mit orientalischen Aromen, Gewürzen und Kräutern – Minze, Petersilie, Koriander, Kreuzkümmel, Piment, Zimt, Zitrone, Granatapfel, … Einfach fantastisch!

Vor kurzem besuchten uns Herr Schnürschuhs Bruder und dessen Freundin. Die Gelegenheit für mich! Ich nahm mir einen Tag frei und schnippelte, kochte, buk, brutzelte. Welch eine Freude. Ich hoffe die beiden haben die Mezzetafel genauso genossen wie wir!

Hierzu gibt es diesmal einen großen Monsterblogeintrag mit allen Rezepten des Abends. Leider hab ich für einige Gerichte keine Bilder, aber die werden nachgetragen.

Mezzeabend
-       Hummus mit Kawarma
-       Baba Ghanoush
-       Basmati- & Wildreis mit Kichererbsen, Korinthen und Kräutern
-       Orientalischer Salat
-       Marinierte Auberginen
-       Marinierte Möhren
-       Fladenbrot
-       Pistazien Crème brûlée

Mein Standardwerk für Mezze ist das Kochbuch Jerusalem von Ottolenghi. Trend hin oder her, es ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Das ganze Buch ist vollgeklebt mit „Einmerkerln“, es gibt fast kein Gericht, welches ich nicht gern ausprobieren möchte und alle bisher erprobten sind einwandfrei gelungen und haben fantastisch geschmeckt. Es folgt noch eine Liste mit bereits für lecker befunden Gerichten aus dem Buch und eine mit Gerichten, die ich gerne als Nächstes ausprobieren möchte.

Viele tolle Rezepte gibt es natürlich noch bei den Bloggerkollegen im Netz. Zudem besitze ich noch das Kochbuch Veggiestan von Sally Butcher, woraus ich auch schon leckere orientalische Köstlichkeiten gekocht habe (z.B. hier).

Wichtig, für eine tolle Mezzetafel, ist viel, viel Zeit. Für eine Handvoll Schüsselchen braucht man schon mal einen ganzen Tag. Doch es lohnt sich!

Leckere Rezepte aus Jerusalem:
- Na’amas Fattoush
- Würzige Kichererbsen mit buntem Salat
- Salat von geröstetem Blumenkohl mit Haselnüssen (Blogbuster)
- Tabbouleh
- Sabih
- Mejadra
- Couscous mit Tomate & Zwiebel
- Fisch-Kebabs mit Auberginenpüree

Todo Rezepte aus Jerusalem:
- Butternusskürbis mit Tahini- Sauce & Zatar
- Bohnen-Paprika-Salat
- Kohlrabisalat
- Auberginen mit Chermoula, Bulgur & Joghurt
- A’ja (Brotfrikadellen)
- Würziger Möhrensalat
- Falafel
- Auberginensuppe mit Mograbieh (woher krieg ich nur diese großen Couscouskügelchen… )
- Fleischbällchen (muss noch eine Quelle für gutes Lammhackfleisch auftun…)
- Fischfrikadellen in Tomatensoße
- Sfiha oder Lahm Bi’ajeen
- …


Hummus

Es hat ein paar Anläufe gedauert, bis der Hummus so wurde, wie wir es uns vorgestellt haben. Doch dank der Tipps unseres libanesischen Kollegens Mohamad sowie guter Zutaten klappt es inzwischen einwandfrei. Die Zubereitung ist zwar ein bisserl (!) aufwändig, aber es lohnt sich! Das Zeug schmeckt so so so gut, einfach zum reinlegen!

Das Grundrezept lieferte uns Ottolenghi (Jerusalem). Ich modifiziere es nur leicht ab, indem weniger Knoblauch verwende und diesen vorher anbrate, da ich rohen Knoblauch nicht so gut vertrage. Außerdem benutze ich etwas weniger Tahini und meist braucht es mehr eiskaltes Wasser und Zitronensaft als angegeben – das mache ich einfach nach Gefühl, bis Konsistenz und Geschmack perfekt cremig sind.

Laut meines Kollegen darf man auf keinen Fall Kichererbsen aus der Dose nehmen und noch wichtiger ist es die Kichererbsen zu schälen. Seine Mutter benutzt dafür einfach eine flotte Lotte – schälen und pürieren gleichzeitig. Haben wir leider nicht. Das heißt ich setze mich nach dem Kochen der Kichererbsen mit der großen Schüssel an den Esszimmertisch und häute jede Kichererbse einzeln – eine Heidenarbeit! Wichtig dabei: die Kichererbsen nicht zu lange kochen, dann sind sie total zermatscht und das Häuten ein Drama! Ob ich mir vielleicht doch eines Tage so eine flotte Lotte zulegen soll? Eigentlich hab ich ja Kücheninstrumentekaufverbot… Doch bevor ich mir so etwas zulege, muss ich sowieso erst mal testen, ob das hinhaut.

Für das eiskalte Wasser nehme ich ein Glas Wasser und friere es ein, bevor ich beginne die Kichererbsen zu kochen. So ist es wunderbar, wenn ich beim Pürierschritt angelangt bin.

Gute Kichererbsen und das beste Tahini bekomme ich von Rapunzel.

Zutaten für 6 Personen:

- 250 g Kichererbsen, getrocknet
- 1 TL Backnatron
- 270 g helles Tahini (S: weniger)
- 4 EL Zitronensaft
- 4 Knoblauchzehen (S: 1 Zehe)
- 1½ TL Salz
- 100 mL eiskaltes Wasser (S: nach Bedarf, meistens mehr)
- Öl

Zubereitung:

Die Kichererbsen am Tag zuvor mit reichlich Wasser (doppelte Menge) bedecken und über Nacht einweichen. Am nächsten Tag abgießen, abtropfen lassen und mit dem Natron in einen Topf geben. Bei starker Hitze ca. 3 Min. unter Rühren erhitzen. Mit 1.5 L Wasser auffüllen, zum Kochen bringen und abschäumen. Weich (so dass man sie einfach zwischen den Fingern zerdrücken kann), aber nicht zu weich (Matsch) kochen – das dauert je nach Sorte/Alter zwischen 20 und 40 Min.

In der Zwischenzeit den Knoblauch schälen, fein schneiden und in etwas Öl sanft anbraten.

Kichererbsen abgießen und häuten. Anschließend zusammen mit Tahini, Knoblauch, Zitronensaft, Salz und dem eiskalten Wasser pürieren, bis eine glatte, cremige Paste entstanden ist. Abschmecken, abdecken und mind. 30 Min. ruhen lassen. Vor dem Servieren mit etwas Olivenöl beträufeln.

Hummus


Kawarma

Meine Liebe zu Lamm hält sich in Grenzen. Denn habe ich kein ordentliches Stück Fleisch, kann ich es einfach nicht essen. Soll es doch nicht „bockeln“! In Luzern kaufe ich Lammfleisch nur noch bei Holzenfleisch. Ein Stand von Holzenfleisch findet sich jeden Samstag auf dem Luzerner Markt. Für Spezialwünsche (z.B. Schweinebraten) kann man auch vorbestellen.

Kawarma muss ordentlich lange mariniert werden und wird dann nach dem Anbraten auf Hummus serviert. Es begleitet uns fast immer, meist als einziges Fleischgericht, wenn wir Mezze machen.

Zutaten für 6 Personen:

Fleisch
- 300 g Lammnacken (S: mageres Stück vom Lamm)
- 1 EL Butter oder Ghee
- 1 TL Olivenöl

Marinade
- ¼ TL gemahlener schwarzer Pfeffer
- ¼ TL gemahlener weißer Pfeffer
- 1 TL gemahlener Piment
- ½ TL Zimt
- 1 kräftige Prise frisch geriebene Muskatnuss
- 1 TL getrockenete Za’atar- oder Oreganoblätter, zerrieben (S: Oregano)
- 1 EL Weißweinessig
- 1 EL gehackte Minze
- 1 EL gehackte Petersilie
- 1 TL Salz

Zubereitung:

Lammfleisch in kleine Stücke schneiden. Alle Zutaten für die Marinade und das Fleisch in eine Schüssel geben, gut vermengen und zugedeckt im Kühlschrank mind. 30 Min. durchziehen lassen (S: länger oder über Nacht).

Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Butter oder Ghee und Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze heiß werden lassen. Das Fleisch portionsweise 2 Min. braten. Es sollte in der Mitte noch leicht rosa sein. Auf Hummus servieren.

Hummus mit Kawarma


Orientalischer Salat

Den Salat mache ich, je nach Zutaten die ich gerade parat habe. Nicht fehlen dürfen jedoch frische Kräuter, wie Minze, Koriander und Petersilie! Perfekt ist er mit Granatapfelkernen.

Zutaten für 4 Personen:

- 1 Nostrano Gurke
- 1 Paprika
- eine gute Handvoll Cocktail- oder Datteltomaten
- eine Handvoll Radieserl
- 1 rote Zwiebel
- 1 kleine Chili
- ½ Granatapfel
- 1 EL gehackte Minze
- 1 EL gehacktes Korinadergrün
- 1 EL gehackte Petersilie
- Salz, Pfeffer
- Olivenöl
- Zitronen- oder Limettensaft
- 1 Prise Zucker

Zubereitung:

Gemüse putzen. Gurke, Paprika und Zwiebel in mittelgroße Würfel schneiden. Tomaten halbieren oder vierteln. Radieserl halbieren und in Scheiben schneiden. Chili fein hacken. Granatapfelkerne auslösen. Alles zusammen mit den frisch gehackten Kräutern in eine Schüssel geben und mit etwas Zitronen- oder Limettensaft, Salz, Pfeffer, Zucker und Olivenöl abschmecken.


Baba Ghanoush

Der Auberginendip ist auch so etwas Köstliches! Hmmmm! Leider, leider habe ich nicht die Möglichkeit die Auberginen zu grillen. So bekämen sie noch ein schönes Raucharoma. Aber bald, bald werden wir einen Balkon haben und dann werde ich Auberginen grillen was das Zeug hält!

Das Rezept ist ebenfalls aus Ottolenghis Jerusalem. Allerdings habe ich noch etwas Tahini reingemogelt. Es scheiden sich ja die Geister, ob das Sesammus da nun reingehört oder nicht. Ich mag es jedoch, wird das Baba Ghanoush dadurch noch cremiger. Laut Mohamad kommt auch Tahini rein.

Zutaten für 4 Personen:

- 4 große Auberginen
- 2 Knoblauchzehen, zerdrückt (S: 1 Zehe)
- abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
- 2 EL Zitronensaft
- 5 EL Olivenöl
- 2 EL hackte Petersilie
- 2 EL Minze
- ½ Granatapfel
- 1-2 EL Tahini
- Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Auberginen von allen Seiten mit einem Messer einstechen. Auf das Backblech legen und unter dem Backofengrill mind. 1 Stunde brutzeln lassen, bis sie aufplatzen und zerfallen. Dabei alle 20 Min. wenden. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit den Knoblauch schälen, fein schneiden und in etwas Öl sanft anbraten. Beiseite stellen.

Auberginen aufschneiden und mit Hilfe eines Löffels das Fruchtfleisch herausschaben. In einen Sieb geben und mind. 1 Stunde abtropfen lassen. Anschließend in eine große Schüssel geben und mit Knoblauch, Zitronensaft, -schale (ein wenig für die Garnitur aufheben), Tahini und Olivenöl vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mind. 1 Stunde bei Zimmertemperatur durchziehen lassen.

Kurz vor dem Servieren die frisch gehackten Kräuter unterziehen, nochmals abschmecken und mit etwas Zitronenschale und den Granatapfelkernen garnieren.


Basmati- & Wildreis mit Kichererbsen, Korinthen und Kräutern

Den Reis gab es auch schön öfter im Hause Schnürschuh. Meist als Einzelgericht mit Salat. Eine schöne Kombination, vor allem mit den Röstzwiebeln! Ebenfalls aus Ottolenghis Jerusalem.

Zutaten für 6 Personen:

- 50 g Wildreis
- 2½ EL Olivenöl
- 220 g Basmatireis
- 330 mL kochendes Wasser
- 2 TL Kreuzkümmelsamen
- 1½ TL Currypulver
- 240 g gegarte Kichererbsen (S: geschält)
- 180 mL SonnenbluDimenöl (S: Rapsöl)
- 1 mittelgroße Zwiebel
- ½ TL Mehl
- 100 g Korinthen (S: Rosinen)
- 2 EL gehackte Petersilie
- 1 EL gehacktes Koriandergrün
- 1 EL gehackter Dill
- Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Wildreis in einem kleinen Topf mit reichlich Wasser bedecken, zum Kochen bringen und etwa 40 Min. köcheln lassen, bis die Körner gar, aber noch bissfest sind. Abgießen und zur Seite stellen.

1 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen. Den Basmatireis mit ¼ TL Salz unter Rühren darin anschwitzen. Das kochende Wasser angießen und den Reis zugedeckt ca. 15 Min. bei sehr geringer Hitze garen. Topf vom Herd ziehen, Deckel abnehmen, den Topf mit einem Geschirrtuch abdecken und den Deckel wieder auflegen. 10 Min. ruhen lassen.

Restliches Öl in einem kleinen Topf erhitzen. Kreuzkümmel sowie Currypulver einige Sekunden darin anschwitzen und sofort die Kichererbsen mit ¼ TL Salz hinzufügen. 1-2 Min. unter Rühren erwärmen, dann in eine große Schüssel füllen.

Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Den Topf mit Küchenpapier ausreiben, Sonnenblumenöl (S: Rapsöl) hineinfüllen und bei starker Hitze heiß werden lassen. Das Öl ist richtig temperiert, wenn an einem eingetauchten Zahnstocher Bläschen hochsteigen. Die Zwiebelringe in Mehl wenden, bis sie damit überzogen sind und portionsweise im heißen Öl 2-3 Min. goldbraun frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Salz bestreuen.

Den Reis mit den Kichererbsen, Korinthen (S: Rosinen), Kräutern und Zwiebelringen mischen, noch einmal abschmecken und warm oder bei Zimmertemperatur servieren.


Marinierte Auberginen

Neben Hummus gehört dieses Gericht zu meinen absoluten Favoriten. Aus den „einfachen“ Auberginen wird etwas richtig leckeres. Wichtig dabei ist es, die Marinade rechtzeitig vorzubereiten, so dass die Auberginen, direkt aus dem Ofen kommend, damit vermengt werden können. Gut durchgezogen dann ein Genuss! Gefunden habe ich das Rezept bei delicious days. Nicky hat es, weil das ja klar ist, etwas adaptiert von Ottolenghi (The Cookbook).

Zutaten für 4 Personen:

Auberginen
- 2-3 Auberginen
- Olivenöl
- Meersalz
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Marinade
- 5 EL Olivenöl
- 5 EL Zitronensaft
- 1 kleiner Chili
- 3-4 EL Kräuter (S: Minze, Koriander, Petersilie)
- 1-2 Knoblauchzehen
- Meersalz
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Enden der Auberginen abschneiden und diese quer in 2 gleich große Hälften teilen. Die Hälften der Länge nach halbieren und jedes Stück in sechs bis acht Spalten schneiden. Am Ende sollen alle Spalten ungefähr gleich groß sein.

Die Spalten mit Olivenöl einpinseln, mit der Hautseite nach unten auf das Backblech setzen und mit Salz und Pfeffer würzen. Im Backofen 20-25 Min. backen, bis die Ecken anfangen zu bräunen und die Spalten weich sind.

In der Zwischenzeit die Marinade vorbereiten. Chili putzen, Kerne bei Bedarf entfernen und fein schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken (S: vorher angebraten), Kräuter grob hacken. Alle Zutaten für die Marinade in einer Schüssel vermischen. Beiseite stellen.

Sobald die Auberginen fertig sind, aus dem Ofen holen und sogleich vorsichtig mit der Marinade vermengen. Gut durchziehen lassen, am besten über Nacht.

Marinierte Auberginen


Marinierte Möhren

Den orientalischen Möhrensalat habe ich beim Trüffelschwein gefunden. Ideal, wenn es junge Karotten gibt. Hier gilt auch – die warmen Möhren mit der Marinade vermengen und gut durchziehen lassen. Köstlich!

Zutaten für 4 Personen:

- 500 g Bundkarotten
- 1 Knoblauchzehe
- 2 EL Rotweinweinessig
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL Harissa
- 1 TL Kreuzkümmelpulver
- ¾ TL Salz
- 1 EL schwarze Sesamsamen

Zubereitung:

Karotten putzen, Grün entfernen, anschließend längs halbieren. In Salzwasser ca. 2 Minuten blanchieren. Abgießen und abtropfen lassen. Knoblauch (S: vorher angebraten) fein hacken und mit den restlichen Zutaten vermengen. Sofort mit den Möhren mischen. Mind. 20 Minuten ziehen lassen.

Zum Servieren Karotten anrichten und mit Sesamsamen bestreuen.


Fladenbrot

Dieses Fladenbrot habe ich schon unzählige Male gemacht. Es klappt immer, geht super fix und lässt sich wunderbar einfrieren. Ich mache für Herrn Schnürschuh und mich meist das halbe Rezept, das reicht uns locker. Danke Jessica von berliner küche für dieses klasse Rezept!

Zutaten für 1 großes Laib:

- 450 g Mehl
- 300 ml Wasser (lauwarm)
- 20 g frische Hefe
- 1 TL Zucker
- 1 TL Salz
- Olivenöl
- Sesam
- Schwarzkümmel

Zubereitung:

Die Hefe mit dem Zucker im lauwarmen Wasser auflösen und anschließend mit dem Mehl und dem Salz zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig mindestens eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen (gerne auch länger). Wenn er seine Größe etwa verdoppelt hat, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, mit Mehl bestäuben und vorsichtig in Form bringen. Mit dem Finger ein paar Vertiefungen in den Teig drücken und noch einmal für 30 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 230°C vorheizen. Das Fladenbrot mit Olivenöl bepinseln und mit Schwarzkümmel sowie Sesam bestreuen. Nun für 10 bis 15 Minuten backen, bis es von außen goldbraun ist.

Fladenbrot


Pistazien Crème brûlée

Als Dessert gab es Crème brûlée mit Pistazien und Kardamom für die orientalische Note. Gefunden bei Britta von Kamafoodra, die es wiederum hier entdeckt hat.

Der Klassiker geht immer und schmeckt immer. Mir war es eine Note zu süß, nächstes Mal würde ich weniger Zucker nehmen – wie bei meiner klassischen Crème brûlée. Auch bei der Zubereitung habe ich mich an dieses Rezept gehalten.

Zutaten für 6 Personen:

- 80 g Zucker (S: künftig weniger)
- 50 g Pistazien, geschält und ungesalzen
- 4 Eigelb
- 250 ml Vollmilch
- 250 ml Sahne
- 1 Vanilleschote
- einige Tropfen Bittermandelöl (S: 1 Prise Kardamom)
- etwas Zucker zum Karamellisieren

Zubereitung:
Backofen auf 120 °C (Umluft) vorheizen. Backblech mit einem Backpapier auslegen. Die Crème Brûlée Förmchen darauf stellen. 1-1.5 L Wasser zum Kochen bringen.

Die Pistazien im Mixer fein mahlen.

Milch und Sahne in einen Topf geben. Vanilleschote auskratzen und Mark sowie Schote in die Sahne-Milch-Mischung geben. Das Ganze einmal aufkochen und mit einer Prise Kardamom verfeinern.

In der Zwischenzeit die Eigelbe in eine Schüssel geben und mit dem Zucker zu einer hellen Masse aufschlagen. Pistazien in die Masse einrühren. Die Sahne-Milch-Mischung durch einen Sieb langsam in die Eigelb-Pistazien-Masse rühren. Dabei aufpassen, dass sich keine Blasen bilden.

Die Crème in die Förmchen füllen und das Blech vorsichtig in den vorgeheizten Backofen balancieren. Soviel von dem heißen Wasser ins Blech gießen bis die Förmchen zur Hälfte im Wasser stehen. 25-30 Min. garen.

Blech aus dem Ofen nehmen, die Förmchen vorsichtig aus dem heißen Wasser nehmen und abkühlen lassen (bzw. über Nacht im Kühlschrank aufbewahren). Zum Abschluss die Crème mit braunem Zucker bestreuen und mit dem Bunsenbrenner hellbraun karamellisieren.

Couscous mit geschmorten Kichererbsen und würzigen Auberginenwürfeln

Nur schon die Zutatenliste verriet mir, dass dieses Gericht der Knaller sein wird. Sehr, sehr köstlich! Gefunden hier, was von hier kommt und ursprünglich von hier ist.

Zutaten für 2 Personen:

Auberginen
- 1 grosse Aubergine
- ½ Bund Minze
- Saft von 1 Zitrone
- 2 Knoblauchzehen
- 1 TL Koriander, gemahlen
- 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
- 1 TL Paprikapulver
- 1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- ½ TL Cayennepfeffer
- ½ TL Harissapaste
- ½ TL Salz
- 2 EL Olivenöl

Kichererbsen
- 1 Zwiebel
- 1 EL Öl
- 1 Knoblauchzehe
- ½ TL Paprikapulver
- 1 Prise Cayennepfeffer
- 1 Dose gehackte Tomaten
- 75-100 mL Gemüsebrühe
- 1 TL Zucker
- 1-2 EL Tomatenmark
- 1 Dose Kichererbsen
- 1 Lorbeerblatt
- Salz
- 1 EL frischer Koriander

Couscous
- 150 g Couscous
- 300 mL Gemüsebrühe
- geriebene Schale ½ Zitrone
- 25 g Mandelblättchen
- 35 g getrocknete Aprikosen
- 1-2 EL Rosinen
- 1-2 EL frischer Koriander
- Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Auberginen
Aubergine in grobe Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Minze hacken, Knoblauch schälen und fein hacken. Beides mit den restlichen Zutaten zu einer Marinade verrühren. Über die Auberginenwürfel geben und alles gut miteinander vermengen. Abdecken und mind. 30 Min. marinieren.

Backofen auf 190 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die marinierten Auberginenwürfel gleichmäßig auf dem Backblech verteilen und ca. 30 Min. im Backofen rösten.

Kichererbsen
Zwiebel schälen und in feine Scheiben schneiden. Knoblauch schälen, fein hacken. Kichererbsen waschen und gut abtropfen lassen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin anbraten, bis sie beginnen leicht braun zu werden. Knoblauch zugeben und weitere 2 Min. unter Rühren braten. Gemüsebrühe, gehackte Tomaten und Zucker zugeben und bei niedriger Temperatur simmern lassen, bis die Soße etwas eingedickt ist. Tomatenmark, Kichererbsen und Lorbeerblatt hinzufügen und weitere 5 Min. simmern lassen. In der Zwischenzeit den Koriander hacken. Zuletzt noch die Soße mit Salz abschmecken, den Koriander unterrühren und das Lorbeerblatt entfernen.

Couscous
Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett rösten. Aprikosen in kleine Würfel schneiden. Koriander hacken. Couscous in einen Topf geben und mit heißer Gemüsebrühe übergießen. Zum Kochen bringen, abdecken und vom Herd ziehen. Nach ca. 5 Min. quellen mit einer Gabel auflockern. Aprikosen, Rosinen, Mandelblättchen, Zitronenschale und Koriander zugeben und alles gut miteinander verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Schließlich auf einem großen Teller in der Reihenfolge – Couscous, Kichererbsen, geröstete Auberginen – anrichten und servieren.

Couscous, Kichererbsen, Aubergine

Spargellasagne

Solange es Spargel gibt, muss ich einfach zulangen! Natürlich gibt es zu aller erst immer den Klassiker: weißer Spargel, gekocht, mit brauner Butter oder Soße Hollandaise, dazu Kochschinken oder Schweinefilet und Petersilienkartoffeln.

Danach darf experimentiert werden – Spargel in der Pasta, als Salat, Spargelrisotto, usw. Es gibt so viele leckere Spargelrezepte!

Mein letztes Spargelgericht hatte ich mit gemischten Gefühlen ausgewählt – passt das denn? Wird es Herrn Schnürschuh schmecken? Aaaaber das Rezept ist von Herrn Lafer und da geht niemals was schief!

Also ab zum Markt, es braucht ja nicht viel – Spargel grün/weiß, Kerbel, Zitrone. Die Zubereitung ist einfach und macht Spaß. Da ich keine Stärke da hatte, habe ich die Soße zur Béchamelsoße umfunktioniert, ist ja auch irgendwie mehr „original“.

Meine Zweifel waren absolut unbegründet, Herr Schnürschuh hat dieses Gericht als das beste Spargelgericht überhaupt gekrönt. Was für eine schöne Überraschung!

Spargellasagne

Zutaten für eine kleine Form:

- 6 Stangen grüner Spargel
- 6 Stangen weißer Spargel
- 1-2 Frühlingszwiebel
- 50 g Butter
- 75 mL Sahne
- 100 mL Gemüsebrühe
- 2-3 EL Mehl
- ½ unbehandelte Zitrone
- ½ Bund Kerbel
- 50 g geriebener Parmesan
- 50 g roher Schinken (S: Speck)
- Lasagneplatten
- Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Spargel schälen – beim weißen Spargel die ganzen Stangen ordentlich schälen – beim grünen Spargel reicht das untere Ende. Die unteren holzigen Enden abschneiden.

Spargel dämpfen – zunächst den weißen Spargel für 5-8 Min. – dann kommt der grüne für weitere 5 Min. hinzu. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. 25 g Butter in einem Topf schmelzen, Mehl hinzugeben und unter Rühren anschwitzen lassen. Vom Herd ziehen und mit einem Schneebesen nach und nach die Sahne unterrühren. Vorsichtig, damit sich keine Klümpchen bilden. Anschließend die Gemüsebrühe unterrühren. Wieder auf den Herd geben und langsam unter Rühren zum Kochen bringen. Ca. 15 Min. köcheln lassen. Ist die Soße zu dick, einfach noch etwas Sahne oder Brühe unterrühren.

Zitrone waschen. Schale abreiben, Saft auspressen. Kerbel hacken. Zitronenschale, -saft, Kerbel und 25 g Parmesan unter die Soße rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Aufflaufform mit 25 g Butter ausstreichen. Schinken in feine Streifen schneiden. Den Boden mit Lasagneblätter bedecken. Spargelstangen im Muster grün/weiß darauflegen. Längs oder quer, wie man mag. Mit der Hälfte der Kerbelsoße bedecken, mit dem Schinken bestreuen und eine weitere Lage Lasagneblätter darauf geben. Die restliche Kerbelsoße darüber gießen. Gleichmäßig mit dem restlichen Parmesan bestreuen. In den Backofen schieben und 40-50 Min. backen.

Voilà!

Spargellasagne

Knusper-Ricotta-Gnocchi mit Spinat-Koriander-Pesto

Schon länger will ich unbedingt Pankomehl ausprobieren. Überall liest man davon, wie schön knusprig eine Panade damit würde. Bei Herrn Schnürschuh musste ich dafür erst einiges an Überzeugungsarbeit leisten – bat er mir doch an stattdessen aus altem Baguette selbst sowas herzustellen… Nix da. Ab in den Asialaden. Kaufen! Schließlich habe ich dafür auch noch ein vielversprechendes Rezept bei Simone von pi mal butter entdeckt! Die Ricotta-Gnocchi gab es bereits, sie sind klasse und ruckizucki hergestellt. Diese dann in orientalisch gewürztem Pankomehl zu panieren und rauszubrutzeln löste große Entzückung bei mir aus. Dazu ein Pesto aus Spinat und Koriander – klingt das nicht gut?
(Lediglich die Kichererbsen habe ich aus logistischen Gründen ;-) weggelassen)

Zutaten für 2 Personen:

Ricotta-Gnocchi
siehe hier

Panade
- ca. 4 EL Pankomehl (S: a bisserl mehr)
- 1 gehäufter TL Golden Spice Mix (siehe Mordswaffen)
- Abrieb und Saft einer halben Bio-Zitrone (S: nur ein paar Spritzer Zitronensaft)

Sonstiges
- Rapsöl

Pesto
- 250 g Blattspinat
- ½ Knoblauchzehe
- 1 kleines Bund Koriandergrün
- 1 EL Pinienkerne
- Olivenöl
- Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Knusper-Gnocchi
Die Gnocchi wie hier beschrieben zubereiten. Auf einem mit Öl bepinseltem Teller parat legen.

Aus dem Pankomehl, der Gewürzmischung, dem Zitronenabrieb und -saft die Panade herstellen. In einen tiefen Teller geben und die noch lauwarmen Gnocchi darin wälzen. Die Panade gut andrücken.

Ordentlich Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die panierten Gnocchi darin knusprig rausbraten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Pesto
Spinat waschen und gut abtropfen lassen. Den Knoblauch in etwas Olivenöl anbraten. Spinat zugeben, salzen und pfeffern und zusammenfallen lassen. Spinat vom Herd ziehen und etwas abkühlen lassen. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl rösten. Koriander waschen und gut abschütteln, grobe Stiele entfernen.

Spinat, Pinienkerne, Koriandergrün und etwas Olivenöl zu einem feinen Pesto vermixen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Schließlich die knusprigen Ricotta-Gnocchi mit dem Pesto servieren. Bei Bedarf noch mit etwas Zitronensaft beträufeln.

Knusper-Gnocchi

Zitrus-Guglhupf

Eigentlich wollte ich mir ja eine Osterlamm-Backform kaufen… Diese gab es aber nur im Maxi-Format – nö, wollt ich doch ein normales Lämmchen! Steht Fräulein Schnürschuh aber nun schon mal vor dem Backformenregal und lächelt ihr die Email-Gugelhupfform von Riess an, auch noch im Angebot, ist sie der Versuchung von Küchenläden sogleich verfallen und musste zuschlagen! Irgendwo wird sich schon noch ein Platzerl dafür finden…

Daher musste ich sofort Guglhupf machen. Ist doch klaro, dass ich da bei Kathas Blog esskultur vorbeischaue und mir ihren Zitrushupf angle. Zitat Katha: “Ein Kuchen mit purem, zarten Zitrus-Obers-Eier-Duft und weichem, flauschigen Teig“. Exakt so ist es! Was für ein toller Guglhupf! Diese Woche habe ich ihn bereits zweimal gebacken.

Zutaten:

- 4 Eier
- 300 mL Sahne (3.5%)
- 230 g Zucker
- 20 g Vanillezucker
- 300 g Mehl
- 1/2 Pack. Weinsteinbackpulver
- 1 gute Prise Salz
- fein abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone (S: plus a bisserl Saft)
- Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

Backofen auf 180 °C vorheizen.
Gugelhupfform sorgfältig buttern und mit Mehl bestäuben.

Mehl, Salz und Backpulver in einer Schüssel miteinander vermischen.
Zucker und Vanillezucker ebenfalls zusammen geben.
Eier trennen.

Eiweiß sehr steif schlagen und beiseite stellen.
Sahne halbfest schlagen. Zuckermischung unterrühren. Eigelbe ebenfalls.

Mehlmischung und Eischnee abwechseln mit einem Teigschaber unter den Teig heben. Zuletzt Zitronenschale (S: plus Zitronensaft) unterziehen. In die Form füllen. Die Form sanft auf die Arbeitsfläche klopfen, um die Masse gleichmäßig zu verteilen und Luftblasen zu entfernen. Und schliesslich für ca. 1 Std. ab damit in den Backofen (bei mir reichten 45 Min.) – am besten die Stäbchenprobe machen. Den Kuchen 5-10 Min. abkühlen lassen und vorsichtig auf ein Gitter stürzen. Sobald der Zitrus-Guglhupf komplett abgekühlt ist mit Puderzucker bestäuben.

Bandnudeln mit Morchelragout

Die Zeit des Knollengemüses ist vorbei. Der Luzerner Markt zeigt sich wieder in seiner vollen Pracht und Fräulein Schnürschuh kann sich fast nicht mehr zurückhalten beim samstäglichen Einkauf! Spargel grün und weiß, Favabohnen, Artischocken in allen Formen und Größen, Spinat, Salate ohne Ende, Wildkräuter und mir bis dato noch fremde Morcheln! Schon lange wollte ich die ausprobieren und hab’ erst mal nur eine Hand voll gekauft – zum probieren. Diese gab’s klassisch mit viel Butter, Knoblauch und Zwiebeln, einen Klecks Crème fraîche und frischen Bandnudeln. Da eine Hand voll Morcheln nicht gerade so viel ist, habe ich dem Pilzragout noch Champignons untergejubelt, beim nächsten Mal aber nicht mehr nötig, die Morcheln schmecken nämlich fantastisch!

Zutaten für 2 Personen:

- 1 Schale Morcheln (S: Morcheln und Champignons)
- 1-2 EL Butter
- 1 Schalotte
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Schuss Weißwein
- 1 Klecks Crème fraîche
- Salz, Pfeffer
- 200 g frische Bandnudeln

Zubereitung:

Morcheln sehr gut putzen, in ihren Waben versteckt sich viel Waldboden. Champignons ebenfalls. Pilze nach Belieben halbieren oder vierteln. Schalotte und Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Nudelwasser aufsetzen.

Butter in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin glasig braten. MIt einem guten Schuss Weißwein ablöschen, einkochen lassen. Pilze zugeben und mitbraten. Gleichzeitig die Bandnudeln in das sprudelnd, kochende Wasser geben. Pilze mit Salz, Pfeffer und einem Klecks Crème fraîche abschmecken. Die Nudeln abgießen und mit etwas Nudelwasser unter die Pilze heben.

In großen Pastatellern servieren und, wer mag, mit frischen gehackten Kräutern bestreuen.

Bandnudeln mit Morchelragout

Zitronen-Mohn-Küchlein

Dieses Rezept heißt eigentlich Zitronen-Mohn-Rosen und stammt aus dem schönen Kochbuch Citrus von Luzia Ellert, Gabriele Halper und Katharina Seiser. Solche Rosenformen besitze ich aber nicht, daher habe ich einfach ein Muffinblech benutzt. Ich liebe Mohn, ich liebe Zitronen – es war also schon von vornherein klar, dass mir Küchlein sehr schmecken werden!

Zutaten:

- 1 unbehandelte Zitrone (S: eine schöne, große Zitrone)
- 150 g weiche Butter
- 150 g brauner Zucker
- 3 Eier (Zimmertemperatur)
- 60 g gequetschter Mohn (S: Blaumohn)
- 100 g Mehl
- 1 TL Backpulver
- Puderzucker

Zubereitung:

Schale der Zitrone abreiben, Saft auspressen.

Backofen auf 180 °C vorheizen.

Weiche Butter und Zucker in die Rührschüssel geben und 10 Min. sehr schaumig rühren. Eier, eins nach dem anderen, zugeben und unterrühren.

Mohn, Mehl und Backpulver miteinander vermischen, sieben (S: hab ich nicht gemacht) und unter den Teig ziehen. Zitronenabrieb und –saft ebenfalls unter den Teig rühren. Teig in gebutterte/bemehlte oder mit Muffinformen ausgelegte Förmchen füllen und in den Backofen schieben. Ca. 15 Min. backen.

Küchlein abkühlen lassen, aus der Form holen und mit Puderzucker bestäuben.

Zitronen-Mohn-Küchlein

Wickelklöße mit Spinat und Haselnuss-Bröselbutter

SPAM über SPAM… Die Kochkrimi-Datenbank wurde nun schon zum zweiten Mal damit überflutet und mir deshalb mein Blog deaktiviert! Nun habe ich einen weiteren Filter eingebaut und hoffe auf Besserung.

Als Entschuldigung gibt es ein leckeres Rezept aus dem herrlichen Kochbuch Deutschland Vegetarisch von Stevan Paul und Katharina Seiser. Gleichzeitig auch eine Premiere – denn dies waren meine ersten „Klöße“ überhaupt! Normalerweise gibt’s ja bei uns nur Knödel (Semmelknödel, Kartoffelknödel, Serviettenknödel, …).

Die Zubereitung ist schön einfach – in den vielen Wartezeiten kann man gemächlich alles vorbereiten, einen Salat dazu machen, den Tisch decken und sogar noch zwischendurch a bisserl saubermachen.

Was ich nicht ganz verstehe ist, wieso man den in Frischhaltefolie und Alufolie gewickelten Kloß in siedendes „Salz“wasser geben soll? Wie soll das Salz da noch an den Knödel, äh Kloß, kommen? Vielleicht ist es auch nur ein Schreibfehler. Mit oder ohne Salzwasser, geschmeckt hat’s auf jeden Fall fantastisch!

Zutaten für 4 Personen:

Klöße
- 1 kg große, mehlig kochende Kartoffeln
- 100 g Mehl
- 50 g Weizengrieß
- 20 g Speisestärke
- 1 Eigelb
- Salz
- Grieß

Füllung
- 500 g Blattspinat
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 2 EL Sonnenblumenöl (S: Rapsöl)
- Salz
- weißer Pfeffer aus der Mühle

Haselnuss-Bröselbutter
- 2 EL Sonnenblumenöl (S: Rapsöl)
- 4 EL Haselnussblättchen (S: nirgends zu kaufen gefunden, selbst versucht herzustellen)
- 100 g Butter
- 4 Zweige Petersilie
- Salz
- 4 EL Sonnenblumenöl (S: Rapsöl)

Zubereitung:

Zunächst die Kartoffeln in Salzwasser weich kochen (35-45 Min.).

In der Zwischenzeit den Spinat in lauwarmem Wasser waschen und trocken schleudern. Zwiebel und Knoblauch schälen, fein würfeln. Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin glasig braten. Spinat zugeben und zusammenfallen lassen. Pfanne vom Herd ziehen. Spinat mit Salz und Pfeffer abschmecken und im Sieb abtropfen lassen. Abkühlen.

Die fertig gekochten Kartoffeln abgießen, etwas ausdämpfen lassen, schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Komplett auskühlen lassen. Mehl, Grieß und Speisestärke miteinander vermengen und zusammen mit dem Eigelb und wenig Salz zu der Kartoffelmasse geben. Zügig zu einem glatten Teig verarbeiten und diesen auf bemehlter oder mit Grieß ausgestreuter Arbeitsfläche zu einem Rechteck von 35 x 25 cm ausrollen.

Ein großes Stück Alufolie ausbreiten. Darauf ein ebenso großes Stück Frischhaltefolie legen und dieses mit Grieß bestreuen. Den Teig darauf legen und mit dem Spinat bestreichen. Dabei rundherum einen Rand lassen. Vorsichtig von der Längsseite her aufrollen. Zuerst in die Frischhaltefolie, dann in die Alufolie wickeln. Wie ein Bonbon verschließen.

Einen Bräter mit Salzwasser aufsetzen, zum Kochen bringen. Die Kartoffelrolle einlegen und darin zugedeckt ca. 25 Min. garen lassen. Vorsichtig herausnehmen und abkühlen lassen.

Für die Haselnuss-Bröselbutter die Semmelbrösel und Haselnussblättchen in einer beschichteten Pfanne goldbraun rösten. Butter zugeben, aufschäumen lassen, salzen und vom Herd ziehen. Petersilie hacken und unterrühren. Warm stellen.

Zuletzt noch den Wickelkloß auspacken und in 3-4 cm dicke Scheiben schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Kloß-Scheiben darin 3-4 Min. von jeder Seite braten, bis sie schön goldbraun sind.

Dann darf angerichtet werden. Dafür die gerösteten, gewickelten Kartoffel-Spinat-Scheiben auf einem vorgewärmten Teller anrichten und mit der Haselnuss-Bröselbutter servieren. Dazu passt Salat!

Wickelklösse mit Spinat und Haselnuss-Bröselbutter

Khao Yam Bangkok

Natürlich habe ich von meiner Thailandreise ein Kochbuch mitgebracht und zwar das Buch Innovative Thai Cuisine by Chef Ian Kittichai, dass es in dem fantastischen Restaurant ISSAYA Siamese Club in Bangkok zu kaufen gibt. Dort waren wir zwei mal und haben, neben vielen anderen leckeren Gerichten, jedes Mal den köstlichen Salat Khao Yam gegessen. Er wird wunderschön angerichtet und dann am Platz mit dem Dressing vermengt. Die vielen aufwendig geschnippelt oder frittierten Zutaten harmonieren fantastisch und explodieren im Mund!

Die Zutaten sind in Gramm angegeben. Wir haben das eher so pi mal Daumen gemacht (bis auf die Mengenverhältnisse im Dressing). Der Salat ist sehr aufwändig, aber es lohnt sich!

Zutaten:

- 60 g Jasmin Reis
- 25 g Mini-Gurke (falls Salatgurke: Kerne mit einem Löffel auskratzen)
- 60 g Zitronengras
- 10 g Blätter vom Echten Koriander
- 10 g Blätter vom Langen Koriander/Sägezahn-Koriander (S: weggelassen)
- 50 g Schalotte(n)
- 2 g Red Finger Chilis
- 15 g frische Kokosnuss
- 10 g Knoblauch
- 60 g Pomelo (geschält und gehäutet)
- 25 g Schlangenbohnen
- 1 g Zitronenzesten
- Rapsöl zum Frittieren
- 40 mL Tamarindenpaste
- 10 mL Fischsoße
- 10 g Zucker
- 30 mL Sojasoße
- 3 g gemahlener Chili
- 1-2 Limetten, in Spalten

Zubereitung:

Zunächst alle Zutaten folgendermaßen vorbereiten und getrennt parat legen:
Reis kochen, abkühlen lassen.
Die Gurke der Länge nach vierteln und in feine Scheiben schneiden.
Vom Zitronengras mit einem scharfen Messer den Strunk abschneiden und die äußeren harten Blätter abnehmen. In feine Scheiben schneiden (S: kurz blanchiert).
Echten Koriander, wenn überhaupt, nur grob hacken. Sägezahn-Koriander in Streifen schneiden.
Chilis entkernen, in feine Streifen schneiden und in kaltes Wasser legen, damit sie sich einrollen.
Kokosnuss raspeln und leicht rösten.
Schalotten und Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden.
Die Pomelo schälen, aus der Haut puhlen und in kleine Würfel schneiden.
Schlangenbohnen putzen und in feine Scheiben schneiden (S: kurz blanchiert).

Gut Rapsöl in einem Topf erhitzen. Die Hälfte der Schalottenscheibchen (25 g) und die Knoblauchscheibchen nacheinander darin knusprig frittieren. 10 g von dem gekochten Reis ebenfalls frittieren oder in etwas Öl knusprig braten.

Den restlichen gekochten Reis auf einem großen Teller oder einer Platte verteilen. Die vorbereiteten Zutaten geduldig, Reihe für Reihe auf den Teller schlichten:
Gurken, Zitronengras, Echter Koriander, Schalotten, eingerollte Chilis, gebratener/frittierter Reis, Kokosraspel, frittierte Schalotten, frittierter Knoblauch, Sägezahn-Koriander, Pomelo, Schlangenbohnen und Zitronenzesten!

Für das Dressing Tamarindepaste, Fischsoße, Zucker und Sojasoße gut miteinander vermengen.

Und schließlich servieren. Dafür den Salat mit Limettensaft (die Viertel über dem Salat auspressen) und Dressing beträufeln, nach Geschmack mit Chilipulver bestreuen, sanft miteinander vermengen und genießen.
(Nicht das komplette Dressing auf einmal darauf geben, lieber vorsichtig nach eigenem Geschmack abschmecken)

Khao Yam Bangkok

Kartoffelpici mit Artischocken-Fenchel-Gemüse

Die Micha, die hat’s faustdick hinter den Ohren. Schießt sie doch ein Rezept nach dem anderen raus! Meist landen diese Rezepte dann nicht nur auf der Nachkochliste, sondern brennen mir so unter den Nägeln, dass sie auf der Stelle ausprobiert werden müssen! So auch Michas Kartoffel-Pici (ursprünglich von hundertachtziggrad- eine neue Pastavariante,  mit Kartoffeln im Teig! Oh ja, da musste ich ran. Nur bis Freitag wollte ich warten, denn am Freitag habe ich immer viel Muse und kann kochen bis in die Nacht, schließlich ist Wochenende in Sicht! Gleichzeitig bot sich das Rezept an, meinen neuen superscharfen Hobel auszuprobieren, um den Fenchel in hauchdünne Scheibchen zu schneiden!

Das Ergebnis war fantastisch, nicht nur die Pasta, auch das von Micha kreierte Fenchel-Artischocken-Gemüse dazu – wirklich köstlich. Die Pici gingen übrigens wunderbar von der Hand. Super Teig, die Würstel sind fix gedreht und man kann wunderbar gefrorene Vorräte anlegen!

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Zutaten:

Teig
- 50 g Kartoffel(n), mehlig kochend
- 100 g Mehl
- 50 g Hartweizenmehl
- 1 Ei
- 1 EL Öl
- ½ TL Salz

Gemüse
- etwas braune Butter (S: Ghee)
- Olivenöl
- 2 kleine Fenchelknollen, in feine Streifen geschnitten (S: in feine Scheiben gehobelt)
- 2 Artischocken
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Zitrone (Saft für das Zitronenwasser, Abrieb der ½ Zitrone zum Abschmecken)
- 1 kleiner TL Vanillezucker
- 1 TL frischer Thymian
- etwas Gemüsebrühe
- 1 Schuss Pastis (S: Arak)
- Piment d’Espelette
- 1 EL Crème fraîche
- 2-3 Stängel Petersilie
- Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Teig
Kartoffel(n) weich kochen, kurz ausdämpfen lassen, schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Noch warm mit den restlichen Zutaten zu einem Teig vermengen. In Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Min. ruhen lassen.

Mit der Nudelmaschine (gröbste Einstellung) Bahnen herstellen oder den Teig einfach auf der bemehlten Arbeitsfläche mit dem Teigwoakler ausrollen. In Streifen schneiden und diese zwischen den Händen oder auf der Arbeitsfläche zu Würsteln, die aussehen wie dünne Schupfnudeln, formen. Auf einem mit Hartweizenmehl bestäubten Blech oder Brettl zwischenlagern.

Gemüse
Fenchel putzen, in feine Streifen schneiden oder feine Scheiben hobeln. Artischocken rüsten, in Spalten schneiden und bis zur Weiterverarbeitung in Zitronenwasser legen. Knoblauch schälen und fein hacken. Ghee oder braune Butter in einer Pfanne erhitzen und die Fenchelscheiben darin zart golden braten, salzen und pfeffern. Vanillezucker zugeben und karamellisieren lassen. Aus der Pfanne nehmen.

Etwas Olivenöl in die Pfanne geben, erhitzen und die Artischocken darin anbraten. Knoblauch und frisch abgezupften Thymian zugeben und kurz mitrösten. Mit ca. 2 EL Gemüsebrühe ablöschen. Deckel auflegen und die Artischocken bei niedriger Temperatur bissfest garen.

In der Zwischenzeit Salzwasser aufsetzen und die Pici darin ca. 3 Min. kochen.

Fenchel zu den Artischocken geben. Mit dem Anisschnaps ablöschen und mit dem Chilipulver und Zitronenabrieb abschmecken. Zuletzt die Crème fraîche sowie die frisch gehackte Petersilie unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Pasta unter das Gemüse heben und sogleich servieren.

Kartoffelpici