Bamberger Lebkuchen

Oh je, oh je, hier ist es mau geworden…  :oops:
Doch ich habe eine gute Ausrede – bin stolze Mami geworden und mein grösstes Hobby muss jetzt erst mal hinten anstehen. Schnelle Gerichte sind angesagt – wie oft ich allein schon Petras leckeres Rote Bete Gratin in den letzten Wochen gemacht habe! Ansonsten gibt es oft Pasta, Suppen und Schmorgerichte, z.B. Herrn Schnürschuhs weltbestes Gulasch!

Trotzdem nicht zu kurz ist die Weihnachtsbäckerei gekommen. Mit der kleinen Maus im Tragetuch oder bei Papa geht das auch irgendwie. Neben unseren liebsten Plätzchensorten (Walnussplätzchen, Vanillekipferl, Spitzbuben und Mini-Quarkstollen) habe ich, wie jedes Jahr, ein neues Rezept ausprobiert (Butter-Zimtplätzchen, gesehen bei Petra) und außerdem Lebkuchen gebacken. Das wollte ich schon lange machen, bisher hat mir aber das notwendige Equipment, die Lebkuchenglocke, gefehlt. Ein geniales Teil, mit dem die Lebkuchen im Nu fertig aufs Blech gezaubert sind. Das Rezept der Lebkuchen habe ich dem Hefterl der Lebkuchenglocke entnommen – dabei habe ich mir die Bamberger Lebkuchen, mit Croissants/Bambergern/Butterhörnchen/Gipferli, ausgesucht. Statt Haselnüssen kamen jedoch Walnüsse aus dem Hause Schnürschuh (danke Albert <3) rein. Meine Mama macht diese Lebkuchen auch immer, sie sind wirklich irre lecker (vielleicht ein Blogbuster Micha?! ;-) ). Beweis: wir haben noch genau 1 Lebkuchen – morgen muss nochmal nachproduziert werden!

Die “Competition” Vanillekipferl mit und ohne Eigelb wird auf nächstes Jahr vertagt. Dann aber gewiss – weil neugierig bin ich ja schon – kann mir gar nicht vorstellen, dass sie ohne Eigelb noch besser schmecken sollten ;-)

Zutaten für 65 Stück (Durchmesser 7 cm): 

– 450 g trockene Butterhörnchen
– 500 g gemahlene Haselnüsse (S: Walnüsse)
– 250 g Mehl
– 600 g Zucker
– 20 g Zimt
– 10 g Kardamom
– 7,5 g Hirschhornsalz
– 75 g Zitronat
– 75 g Orangeat
– 400 mL Wasser
– 3 Eier
– Oblaten (7 cm)
– beste Kuvertüre

Zubereitung:

Die trockenen Butterhörnchen reiben und mit Haselnüssen (S: ich habe die Gipferli grob zerkleinert und mit den Walnüssen im Blender gemahlen), Mehl, Zucker und Gewürzen vermischen. Zitronat und Orangeat zerkleinern (S: fein gehackt) und untermischen. Eier und Wasser zugeben und mit einem Teigschaber zu einem Teig verrühren.

Ofen auf 160 °C Umluft bzw. 180 °C Unter-/Oberhitze vorheizen. Lebkuchenmasse auf die Oblaten streichen bzw. mit Hilfe der Lebkuchenglocke aufbringen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. In den vorgeheizten Backofen schieben und 15-20 Min. backen.

Auskühlen lassen und mit der im Wasserbad geschmolzenen Kuvertüre bestreichen.
In einer Plätzchendose verwahren und am besten einen Tag durchziehen lassen.
Köstlich!

Bamberger Lebkuchen

P.s.: Wer hätte gedacht, wie schwer es ist, in der Schweiz Oblaten zu bekommen – ich musste sie in der Drogerie (!) bestellen… Dafür gibt es aber weltbeste Kuvertüre ;-)

Kalbsbäckchen mit Bohnenpüree und Brokkoli

Als ich dieses Bild bei Micha auf dem Blog sah, wusste ich, dass ich genau diese dunkle, kräftige, schokoladenartige Soße auch haben will! Unbedingt. In der Soße sitzen für mich doch eher ungewöhnliche Fleischstücke – Kalbsbäckchen. Da wäre ich ja im Leben nicht drauf gekommen die mal zu machen! Doch Micha und Petra haben mich vollends überzeugt. Nun musste ich nur noch Herrn Schnürschuh überzeugen, der der Meinung war, dass das ja sowie zäh und ungenießbares Fleisch sei. Aber neugierig war er dennoch! Also schnell ab auf’n Markt und Kalbsbäckchen bestellt – hier bei Holzenfleisch!

Natürlich ist dies ein Sonntagsgericht, daher ging es schon mittwochs los mit der Zubereitung – das Fleisch wird 3-4 Tage mariniert. Herr Schnürschuh, der Suppenmeister, hat sowieso immer allerbeste Rinderbrühe eingefroren. Diese haben wir für die Soße verwendet – daher habe ich das Rezept ein klein wenig umgemodelt.

Als Beilage entschieden wir uns für Bohnenpüree und Brokkoli. Hat wunderbar gepasst. Nächstes Mal probieren wir dazu Selleriepüree.

Kalbsbäckchen rohKalbsbäckchen in der MarinadeKalbsbäckchen gebratenKalbsbäckchen in der Marinade

Zutaten für 2 Personen:

Kalbsbäckchen
Marinade
- 500 g geputzte (vom Fett befreite) Kalbsbäckchen
– 2 EL Zwetschgenschnaps (S: Kirschschnaps)
– 2 EL Weißweinessig
– 5 Nelken
– ½ Zimtstange
– 50 mL guter Rotwein

Soße
– Öl
– Salz, Pfeffer
– 30 g Karotten
– 30 g Knollensellerie
– 30 g Lauch
– 50 g Schalotten
– ½ EL Mehl
– 25 g Tomatenmark
– 250 mL Rotwein
– 500 mL Rinder- oder Kalbsbrühe
– 35 g Wildpreiselbeeren
– 50 mL Holunderbeersaft
– 1 Lorbeerblatt
– 1 Zweig Rosmarin
– 10 Pfefferkörner
– 2 Wacholderbeeren

Bohnenpüree
– 200 g weiße Bohnen
– 1 Thymianzweig
– 1 Knoblauchzehe
– 2-3 TL Crème fraîche
– Zitronensaft
– Chilisalz
– Pfeffer

Gemüse
– 2 kleine oder 1 großer Brokkoli

Zubereitung:

Kalbsbäckchen
Alle Zutaten für die Marinade miteinander verrühren und die Kalbsbäckchen darin einlegen. Abgedeckt 3-4 Tage im Kühlschrank marinieren.

Gemüse putzen und würfeln. Für die Soße etwas Öl in einem Topf erhitzen und das Gemüse darin anbraten. Mehl und Tomatenmark zugeben und kurz mitbraten. Mit Rotwein ablöschen. Etwas einköcheln lassen. Rinder- oder Kalbsbrühe, Holunderbeersaft, Wildpreiselbeeren und Gewürze zugeben und das Ganze offen 1-2 Stunde simmern lassen. In einen Topf sieben.

Die Kalbsbäckchen rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, gut abtupfen und salzen. In heißem Öl kurz von allen Seiten anbraten und mit der Marinade ablöschen. Die Soße zugeben und weitere 1.5 – 2 Stunden oder auch länger abgedeckt simmern lassen. Die Bäckchen aus der Soße nehmen und beiseite stellen.

Zuletzt die Soße offen auf die gewünschte Menge einköcheln lassen. Eventuell noch mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz vor dem Servieren die Bächchen zurück in die Soße legen und heiß werden lassen.

Bohnenpüree
Die Bohnen 1 Tag vorher in ordentlich kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag abgießen, mit frischem Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Thymianzweig und geschälte Knoblauchzehe hinzugeben. Sich bildenden Schaum abschöpfen.

Die Bohnen 1.5 – 2 Stunden leicht köcheln lassen, bis sie weich sind. Abgießen, dabei etwas Bohnenwasser aufheben. Anschließend mit der Knoblauchzehe pürieren und durch ein Sieb streichen. Das Bohnenmus mit der Crème fraîche verrühren und mit Zitronensaft, Chilisalz und Pfeffer abschmecken. Bei Bedarf kann man die Konsistenz mit dem Bohnenwasser etwas anpassen. Vor dem Servieren nochmal kurz aufwärmen.

Gemüse
Brokkoli putzen und in Röschen teilen. Kurz bevor serviert wird, etwas Salzwasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Die Brokkoliröschen ein paar Minuten darin garen, dass sie noch Biss haben. Abgießen.

Einen Klecks Bohnenpüree auf große Teller geben. Dazu ein Kalbsbäckchen gesellen und mit der dunklen Soße übergießen. Daneben die Brokkoliröschen platzieren. Servieren und genießen.

Kalbsbäckchen

Zucchinikuchen

Zur Zeit schaffen’s nur Kuchen auf den Blog, was eigentlich gar keine Absicht ist, sondern sich irgendwie einfach so ergibt. Das Menü des heutigen Abends (Züricher Gschnetzeltes) iat aber schließlich auch schon verbloggt.

Eigentlich war dieses Wochenende gar kein Kuchen nötig. Schlummern doch noch ein paar Stückerl des  herrlichen Ammerländer Apfelkuchens (gefunden bei Britta bzw. Petra) von letztem Wochenende im Gefrierschrank…

A B E R derzeit gibt’s ja überall soviel Zucchini – am Markt werden große, lustig geformte Zucchini fast schon verschenkt und bei mir im Hinterkopf leuchtet immer wieder dieser Zucchinikuchen von Frau Ziii auf, welchen sie als ihren (fast) besten Kuchen tituliert. Die Sucht hat mich überrannt, ich konnte nicht anders und hab heute wie der Teufel drauf los gebacken, kein Wort zu Herrn Schnürschuh!

Soeben haben wir die ersten Stücke verputzt. Wau! Der Kuchen hat eine fantastische Konsistenz, ist saftig und schmeckt irre gut. Die Zucchini schmeckt man, wie von Frau Ziii versprochen, überhaupt nicht. Das Olivenöl hingegen kommt mächtig durch, umso wichtiger ein richtig gutes Olivenöl zu nehmen. Herrn Schnürschuh schmeckt er auch, wobei natürlich nichts über seinen allerliebsten Zitronenkuchen aus Ischia, Caprese al limone, geht. Grundsätzlich sollte ich, wenn es nach ihm geht, eigentlich nur diesen einen Kuchen machen!

Zutaten für eine 26er Springform:

– 3 Eier
– 250 g Vollrohrzucker (S: Muscovado)
– 150 mL geschmacksneutrales Öl (S: Rapsöl)
– 100 mL gutes Olivenöl (S: weltbestes Olivenöl)
– 100 g fein geriebene Nüsse (S: gemahlene Mandeln)
– 400 g fein geriebene Zucchini mitsamt der Schale
– 300 g Mehl
– 1 TL gemahlener Zimt
– 1 TL Weinstein-Backpulver
– 1 TL Natron
– ¼ TL Salz
– 2 EL guter Rum
– 1 EL Zitronensaft

Zubereitung:

Backofen auf 175 °C vorheizen. Springform fetten und mehlen.

Die Eier in der Küchenmaschine für mind. 5 Min. schaumig schlagen, bis sich das Volumen verdreifacht hat. Zucker und Salz nach und nach unterrühren. Rum und Zitronensaft hinzufügen. Schließlich das geschmacksneutrale Öl unter Rühren schön langsam einlaufen lassen, so dass sich Eier und Öl gut verbinden.

Nüsse, Mehl, Zimt, Backpulver und Natron miteinander vermengen. Zucchini sehr gut ausdrücken (am besten in kleinen Portionen mit der Hand). Die Mehlmischung und die Zucchini in 3-4 Portionen zum Teig geben und jeweils kurz unterrühren. Zuletzt das Olivenöl vorsichtig mit der Hand unterheben.

Den Teig in die Springform füllen und ca. 60 Min. backen (S: ca. 10 Minuten weniger). Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

Zucchinikuchen

Gâteau au chocolat (Schokoladenkuchen)

Mein Kollege macht zum Geburtstag immer einen sehr leckeren Schokoladenkuchen. Lange schon habe ich ihn nach dem Rezept gefragt und nun endlich bekommen. Natürlich wurde der Kuchen sofort ausprobiert und ist, wie erwartet, super geworden. Allerdings habe ich dabei gemerkt, dass sich mein Kollege gar nicht an’s Rezept hält ;-) – er hackt die Mandeln, anstatt sie zu mahlen und er hackt auch die Schokolade anstatt sie zu schmelzen! Tut dem Kuchen auch richtig gut, deswegen werde ich das nächste Mal die Hälfte der Mandeln mahlen, die andere Hälfte hacken und bei der Schokoladen werde ich  einfach mehr nehmen (so 175 g), davon 100 g schmelzen und den Rest hacken. Außerdem würde ich ihn 5-10 Min. weniger backen, damit er noch (wie heißt es so schön bei meinen Lieblingsbloggern) “gatschiger” wird.
Die nächste Schokokreation werden die Schoki-Cookies von Daniel Humm, die ich bei Micha von grain de sel entdeckt habe. Die lachen mich schon lange an!

Zutaten:

–       125 g Butter
–       125 g Zartbitterschokolade
–       100 g geschälte Mandeln
–       4 Eier
–       125 g Zucker
–       1 EL Speisestärke
–       Puderzucker

Zubereitung:

Backofen auf 200 °C vorheizen (S: 170 °C Umluft). Springform (26 cm Ø) ausbuttern und bemehlen.

Schokolade grob hacken und zusammen mit der Butter über Wasserdampf schmelzen. Mandeln mahlen. Eier trennen. Eiweiß zu sehr steifem Schnee schlagen und beiseite stellen. Eigelb mit dem Zucker schaumig rühren, die Mandeln dazugeben. Butter und Schokolade unter den Teig rühren. Den Eischnee vorsichtig unterheben. Zuletzt die Speisestärke durch eine Sieb zur Masse geben und behutsam durchmischen.

Den Teig in die Springform füllen und ca. 40 Min. backen. Aus der Form nehmen, abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

Schokoladenkuchen

Kiachl

So heißt das Hefegebäck bei uns – Kiachl! Woanders nennt man sie Auszogne, Knieküchle, Kirchweihnudeln oder sogar Krapfen (nein!).

Auf jeden Fall bin ich überzeugt davon, die Kiachlmacherei stirbt aus. Die, wenn denn überhaupt möglich, beim Bäcker gekauften schauen weder so aus wie sie sollen, noch schmecken sie – also eigentlich haben die gar nichts mit Kiachln zu tun! Und ansonsten können nur noch richtig gewiefte Omas Kiachl backen. Omas, die’s im Gefühl haben, die sie schon zig mal gebacken haben und denen die ganze Arbeit und der Fettgeruch nichts ausmacht. In meinem Heimatdorf gibt es eine Kiachlspezialistin, die Grischl Lisl, nur sie kann die allerbesten Kiachl! Alle reißen sich drum und es finden Tauschhandel statt – Gemüse, Fleisch, … gegen Kiachl. Von ihr haben alle das Rezept und ein paar Glückliche durften ihr auch schon über die Schulter schauen, aber keiner kann sie toppen! Das Interesse der Nachfolgegenerationen am Kiachlbacken sinkt leider gegen null.

Meine Oma mach sie auch wie die Grischl Lisl. Sie ist damit nie zufrieden, weil sie einfach nicht hundertprozent so gut schmecken und vor allem nicht so perfekt aussehen. Ein perfektes Kiachl ist schön rund, außen fluffig – mit hellem Ring (vom Ausbacken auf zwei Seiten), ist nicht zu dunkel und hat in der Mitte eine dünne, von beiden Seiten nicht gebräunte (gebackene), Teighaut! Das zu schaffen ist sehr knifflig und hat mit dem Teig, der Ausziehtechnik und der richtigen Temperatur des Fetts zu tun. Als ich in den letzten zu Hause in Bayern war, haben Oma und ich zusammen Kiachl gemacht. Geschmeckt haben sie köstlich, nur halt ausgesehen haben sie nicht ganz perfekt. Meist gelingt es nicht, dass die Teighaut in der Mitte von beiden Seiten hell bleibt, auch der Ring außen kommt nicht immer. Zudem haben wir a bisserl große Oschis gemacht ;-)

Gegessen werden sie übrigens nur frisch (man kann sie auch gut einfrieren) und mit Puderzucker bestreut. Meistens zum Nachmittagskaffee. Auf keinen Fall werden sie mit irgendetwas (Marmelade, etc., …) gefüllt.

Auch ich muss mich an der Nase packen. Viel öfter sollte ich Kiachl machen, ausprobieren und üben, bis auch ich sie kann und sie perfekt sind. Wenn’s nicht so ein Gestank allerweil wäre mit dem Ausbacken im Fett… 

Zutaten für ca. 30 Stück:

– 1 kg Mehl
– 125 g Zucker
– 4 Eier
– 100 g Margarine (S: ich würde Butter nehmen)
– 3/4er Würfel Hefe
– 500 mL Milch
– 1 Packerl Vanillezucker (S: natürlich selbstgemacht)
– 1 Spritzer Rum
– 2 Prisen Salz
– etwas abgeriebene Zitronenschale von einer Bio-Zitrone
– wer mag: 1 Hand voll Rosinen (S: unbedingt, am besten in Rum eingeweicht)
– viel Butterschmalz zum Ausbacken

Zubereitung:

Die Zutaten zu einem Teig verkneten, bis dieser seidig und glatt ist und sich gut von der Schüssel löst. Abgedeckt mind. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Teig auf einer gut bemehlten Fläche in ca. 30 gleich große Stücke teilen und diese rasch mit der bemehlten Handfläche zu Kugeln rollen. Kugeln bemehlen und unter Folie oder einem Küchentuch verstecken. Nochmals mind. 30 Min. gehen lassen.

In der Zwischenzeit das Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen. Die ideale Temperatur ist erreicht, wenn man einen Kochlöffel in das Fett hält und Blasen daran aufsteigen.

Ein paar Esslöffel von dem Fett in eine Tasse geben. Abkühlen lassen und die Finger darin eintunken. Nun vorsichtig mit beiden Händen die Teigkugel zu einem Kiachl ausziehen. Am besten den Teig oben halten, so dass er sich dank der Schwerkraft leicht nach unten auszieht und dabei zügig drehen (hier wird es ganz gut gezeigt, wobei auch diese nicht perfekt gelingen – der dünne Teig in der Mitte bleibt nur auf einer Seite hell und das weiße Rändchen entsteht auch nicht… ). Das Kiachl schnell, aber sanft ins heiße Fett gleiten lassen. Mit Hilfe eines Löffels immer wieder mit dem heißen Öl begießen.

Sobald die Unterseite leicht braun ist, mit Gabel und Löffel, vorsichtig umdrehen und ebenfalls von oben mit Öl begießen. Sobald auch die andere Seite leicht braun ist, das Kiachl vorsichtig aus dem Fett heben und auf einem Gitter (stehend) abtropfen lassen.

Mit den anderen Teigkugeln ebenso verfahren. Idealerweise passen 3 Stück in einen Topf. Anfangs ist es nicht schlecht, wenn man zu zweit ist, so kann einer die Kiachl ausziehen und der andere sie im Fett ausbacken. Weden die Kiachl zu schnell braun, die Temperatur herunter drehen!

Kiachl abkühlen lassen, mit Puderzucker bestreuen und einfach genießen!

Mezze-Abend No.2

Ich habe es bestimmt schon zig mal erwähnt. Ich l i e b e Mezze. Es gibt nichts Schöneres als einen Tisch voller verschiedener Schüsselchen, wo man sich überall genüsslich etwas heraus stibitzen kann. Dabei ist alles möglich – Salat, Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte, Mus/Püree, Frittiertes, Brot, … und dies mit orientalischen Aromen, Gewürzen und Kräutern – Minze, Petersilie, Koriander, Kreuzkümmel, Piment, Zimt, Zitrone, Granatapfel, … Einfach fantastisch!

Vor kurzem besuchten uns Herr Schnürschuhs Bruder und dessen Freundin. Die Gelegenheit für mich! Ich nahm mir einen Tag frei und schnippelte, kochte, buk, brutzelte. Welch eine Freude. Ich hoffe die beiden haben die Mezzetafel genauso genossen wie wir!

Hierzu gibt es diesmal einen großen Monsterblogeintrag mit allen Rezepten des Abends. Leider hab ich für einige Gerichte keine Bilder, aber die werden nachgetragen.

Mezzeabend
–       Hummus mit Kawarma
–       Baba Ghanoush
–       Basmati- & Wildreis mit Kichererbsen, Korinthen und Kräutern
–       Orientalischer Salat
–       Marinierte Auberginen
–       Marinierte Möhren
–       Fladenbrot
–       Pistazien Crème brûlée

Mein Standardwerk für Mezze ist das Kochbuch Jerusalem von Ottolenghi. Trend hin oder her, es ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Das ganze Buch ist vollgeklebt mit „Einmerkerln“, es gibt fast kein Gericht, welches ich nicht gern ausprobieren möchte und alle bisher erprobten sind einwandfrei gelungen und haben fantastisch geschmeckt. Es folgt noch eine Liste mit bereits für lecker befunden Gerichten aus dem Buch und eine mit Gerichten, die ich gerne als Nächstes ausprobieren möchte.

Viele tolle Rezepte gibt es natürlich noch bei den Bloggerkollegen im Netz. Zudem besitze ich noch das Kochbuch Veggiestan von Sally Butcher, woraus ich auch schon leckere orientalische Köstlichkeiten gekocht habe (z.B. hier).

Wichtig, für eine tolle Mezzetafel, ist viel, viel Zeit. Für eine Handvoll Schüsselchen braucht man schon mal einen ganzen Tag. Doch es lohnt sich!

Leckere Rezepte aus Jerusalem:
– Na’amas Fattoush
– Würzige Kichererbsen mit buntem Salat
– Salat von geröstetem Blumenkohl mit Haselnüssen (Blogbuster)
– Tabbouleh
– Sabih
– Mejadra
– Couscous mit Tomate & Zwiebel
– Fisch-Kebabs mit Auberginenpüree

Todo Rezepte aus Jerusalem:
– Butternusskürbis mit Tahini- Sauce & Zatar
– Bohnen-Paprika-Salat
– Kohlrabisalat
– Auberginen mit Chermoula, Bulgur & Joghurt
– A’ja (Brotfrikadellen)
– Würziger Möhrensalat
– Falafel
– Auberginensuppe mit Mograbieh (woher krieg ich nur diese großen Couscouskügelchen… )
– Fleischbällchen (muss noch eine Quelle für gutes Lammhackfleisch auftun…)
– Fischfrikadellen in Tomatensoße
– Sfiha oder Lahm Bi’ajeen
– …


Hummus

Es hat ein paar Anläufe gedauert, bis der Hummus so wurde, wie wir es uns vorgestellt haben. Doch dank der Tipps unseres libanesischen Kollegens Mohamad sowie guter Zutaten klappt es inzwischen einwandfrei. Die Zubereitung ist zwar ein bisserl (!) aufwändig, aber es lohnt sich! Das Zeug schmeckt so so so gut, einfach zum reinlegen!

Das Grundrezept lieferte uns Ottolenghi (Jerusalem). Ich modifiziere es nur leicht ab, indem weniger Knoblauch verwende und diesen vorher anbrate, da ich rohen Knoblauch nicht so gut vertrage. Außerdem benutze ich etwas weniger Tahini und meist braucht es mehr eiskaltes Wasser und Zitronensaft als angegeben – das mache ich einfach nach Gefühl, bis Konsistenz und Geschmack perfekt cremig sind.

Laut meines Kollegen darf man auf keinen Fall Kichererbsen aus der Dose nehmen und noch wichtiger ist es die Kichererbsen zu schälen. Seine Mutter benutzt dafür einfach eine flotte Lotte – schälen und pürieren gleichzeitig. Haben wir leider nicht. Das heißt ich setze mich nach dem Kochen der Kichererbsen mit der großen Schüssel an den Esszimmertisch und häute jede Kichererbse einzeln – eine Heidenarbeit! Wichtig dabei: die Kichererbsen nicht zu lange kochen, dann sind sie total zermatscht und das Häuten ein Drama! Ob ich mir vielleicht doch eines Tage so eine flotte Lotte zulegen soll? Eigentlich hab ich ja Kücheninstrumentekaufverbot… Doch bevor ich mir so etwas zulege, muss ich sowieso erst mal testen, ob das hinhaut.

Für das eiskalte Wasser nehme ich ein Glas Wasser und friere es ein, bevor ich beginne die Kichererbsen zu kochen. So ist es wunderbar, wenn ich beim Pürierschritt angelangt bin.

Gute Kichererbsen und das beste Tahini bekomme ich von Rapunzel.

Zutaten für 6 Personen:

– 250 g Kichererbsen, getrocknet
– 1 TL Backnatron
– 270 g helles Tahini (S: weniger)
– 4 EL Zitronensaft
– 4 Knoblauchzehen (S: 1 Zehe)
– 1½ TL Salz
– 100 mL eiskaltes Wasser (S: nach Bedarf, meistens mehr)
– Öl

Zubereitung:

Die Kichererbsen am Tag zuvor mit reichlich Wasser (doppelte Menge) bedecken und über Nacht einweichen. Am nächsten Tag abgießen, abtropfen lassen und mit dem Natron in einen Topf geben. Bei starker Hitze ca. 3 Min. unter Rühren erhitzen. Mit 1.5 L Wasser auffüllen, zum Kochen bringen und abschäumen. Weich (so dass man sie einfach zwischen den Fingern zerdrücken kann), aber nicht zu weich (Matsch) kochen – das dauert je nach Sorte/Alter zwischen 20 und 40 Min.

In der Zwischenzeit den Knoblauch schälen, fein schneiden und in etwas Öl sanft anbraten.

Kichererbsen abgießen und häuten. Anschließend zusammen mit Tahini, Knoblauch, Zitronensaft, Salz und dem eiskalten Wasser pürieren, bis eine glatte, cremige Paste entstanden ist. Abschmecken, abdecken und mind. 30 Min. ruhen lassen. Vor dem Servieren mit etwas Olivenöl beträufeln.

Hummus


Kawarma

Meine Liebe zu Lamm hält sich in Grenzen. Denn habe ich kein ordentliches Stück Fleisch, kann ich es einfach nicht essen. Soll es doch nicht „bockeln“! In Luzern kaufe ich Lammfleisch nur noch bei Holzenfleisch. Ein Stand von Holzenfleisch findet sich jeden Samstag auf dem Luzerner Markt. Für Spezialwünsche (z.B. Schweinebraten) kann man auch vorbestellen.

Kawarma muss ordentlich lange mariniert werden und wird dann nach dem Anbraten auf Hummus serviert. Es begleitet uns fast immer, meist als einziges Fleischgericht, wenn wir Mezze machen.

Zutaten für 6 Personen:

Fleisch
– 300 g Lammnacken (S: mageres Stück vom Lamm)
– 1 EL Butter oder Ghee
– 1 TL Olivenöl

Marinade
- ¼ TL gemahlener schwarzer Pfeffer
– ¼ TL gemahlener weißer Pfeffer
– 1 TL gemahlener Piment
– ½ TL Zimt
– 1 kräftige Prise frisch geriebene Muskatnuss
– 1 TL getrockenete Za’atar- oder Oreganoblätter, zerrieben (S: Oregano)
– 1 EL Weißweinessig
– 1 EL gehackte Minze
– 1 EL gehackte Petersilie
– 1 TL Salz

Zubereitung:

Lammfleisch in kleine Stücke schneiden. Alle Zutaten für die Marinade und das Fleisch in eine Schüssel geben, gut vermengen und zugedeckt im Kühlschrank mind. 30 Min. durchziehen lassen (S: länger oder über Nacht).

Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Butter oder Ghee und Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze heiß werden lassen. Das Fleisch portionsweise 2 Min. braten. Es sollte in der Mitte noch leicht rosa sein. Auf Hummus servieren.

Hummus mit Kawarma


Orientalischer Salat

Den Salat mache ich, je nach Zutaten die ich gerade parat habe. Nicht fehlen dürfen jedoch frische Kräuter, wie Minze, Koriander und Petersilie! Perfekt ist er mit Granatapfelkernen.

Zutaten für 4 Personen:

– 1 Nostrano Gurke
– 1 Paprika
– eine gute Handvoll Cocktail- oder Datteltomaten
– eine Handvoll Radieserl
– 1 rote Zwiebel
– 1 kleine Chili
– ½ Granatapfel
– 1 EL gehackte Minze
– 1 EL gehacktes Korinadergrün
– 1 EL gehackte Petersilie
– Salz, Pfeffer
– Olivenöl
– Zitronen- oder Limettensaft
– 1 Prise Zucker

Zubereitung:

Gemüse putzen. Gurke, Paprika und Zwiebel in mittelgroße Würfel schneiden. Tomaten halbieren oder vierteln. Radieserl halbieren und in Scheiben schneiden. Chili fein hacken. Granatapfelkerne auslösen. Alles zusammen mit den frisch gehackten Kräutern in eine Schüssel geben und mit etwas Zitronen- oder Limettensaft, Salz, Pfeffer, Zucker und Olivenöl abschmecken.


Baba Ghanoush

Der Auberginendip ist auch so etwas Köstliches! Hmmmm! Leider, leider habe ich nicht die Möglichkeit die Auberginen zu grillen. So bekämen sie noch ein schönes Raucharoma. Aber bald, bald werden wir einen Balkon haben und dann werde ich Auberginen grillen was das Zeug hält!

Das Rezept ist ebenfalls aus Ottolenghis Jerusalem. Allerdings habe ich noch etwas Tahini reingemogelt. Es scheiden sich ja die Geister, ob das Sesammus da nun reingehört oder nicht. Ich mag es jedoch, wird das Baba Ghanoush dadurch noch cremiger. Laut Mohamad kommt auch Tahini rein.

Zutaten für 4 Personen:

– 4 große Auberginen
– 2 Knoblauchzehen, zerdrückt (S: 1 Zehe)
– abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
– 2 EL Zitronensaft
– 5 EL Olivenöl
– 2 EL hackte Petersilie
– 2 EL Minze
– ½ Granatapfel
– 1-2 EL Tahini
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Auberginen von allen Seiten mit einem Messer einstechen. Auf das Backblech legen und unter dem Backofengrill mind. 1 Stunde brutzeln lassen, bis sie aufplatzen und zerfallen. Dabei alle 20 Min. wenden. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit den Knoblauch schälen, fein schneiden und in etwas Öl sanft anbraten. Beiseite stellen.

Auberginen aufschneiden und mit Hilfe eines Löffels das Fruchtfleisch herausschaben. In einen Sieb geben und mind. 1 Stunde abtropfen lassen. Anschließend in eine große Schüssel geben und mit Knoblauch, Zitronensaft, -schale (ein wenig für die Garnitur aufheben), Tahini und Olivenöl vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mind. 1 Stunde bei Zimmertemperatur durchziehen lassen.

Kurz vor dem Servieren die frisch gehackten Kräuter unterziehen, nochmals abschmecken und mit etwas Zitronenschale und den Granatapfelkernen garnieren.


Basmati- & Wildreis mit Kichererbsen, Korinthen und Kräutern

Den Reis gab es auch schön öfter im Hause Schnürschuh. Meist als Einzelgericht mit Salat. Eine schöne Kombination, vor allem mit den Röstzwiebeln! Ebenfalls aus Ottolenghis Jerusalem.

Zutaten für 6 Personen:

– 50 g Wildreis
– 2½ EL Olivenöl
– 220 g Basmatireis
– 330 mL kochendes Wasser
– 2 TL Kreuzkümmelsamen
– 1½ TL Currypulver
– 240 g gegarte Kichererbsen (S: geschält)
– 180 mL SonnenbluDimenöl (S: Rapsöl)
– 1 mittelgroße Zwiebel
– ½ TL Mehl
– 100 g Korinthen (S: Rosinen)
– 2 EL gehackte Petersilie
– 1 EL gehacktes Koriandergrün
– 1 EL gehackter Dill
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Wildreis in einem kleinen Topf mit reichlich Wasser bedecken, zum Kochen bringen und etwa 40 Min. köcheln lassen, bis die Körner gar, aber noch bissfest sind. Abgießen und zur Seite stellen.

1 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen. Den Basmatireis mit ¼ TL Salz unter Rühren darin anschwitzen. Das kochende Wasser angießen und den Reis zugedeckt ca. 15 Min. bei sehr geringer Hitze garen. Topf vom Herd ziehen, Deckel abnehmen, den Topf mit einem Geschirrtuch abdecken und den Deckel wieder auflegen. 10 Min. ruhen lassen.

Restliches Öl in einem kleinen Topf erhitzen. Kreuzkümmel sowie Currypulver einige Sekunden darin anschwitzen und sofort die Kichererbsen mit ¼ TL Salz hinzufügen. 1-2 Min. unter Rühren erwärmen, dann in eine große Schüssel füllen.

Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Den Topf mit Küchenpapier ausreiben, Sonnenblumenöl (S: Rapsöl) hineinfüllen und bei starker Hitze heiß werden lassen. Das Öl ist richtig temperiert, wenn an einem eingetauchten Zahnstocher Bläschen hochsteigen. Die Zwiebelringe in Mehl wenden, bis sie damit überzogen sind und portionsweise im heißen Öl 2-3 Min. goldbraun frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Salz bestreuen.

Den Reis mit den Kichererbsen, Korinthen (S: Rosinen), Kräutern und Zwiebelringen mischen, noch einmal abschmecken und warm oder bei Zimmertemperatur servieren.


Marinierte Auberginen

Neben Hummus gehört dieses Gericht zu meinen absoluten Favoriten. Aus den „einfachen“ Auberginen wird etwas richtig leckeres. Wichtig dabei ist es, die Marinade rechtzeitig vorzubereiten, so dass die Auberginen, direkt aus dem Ofen kommend, damit vermengt werden können. Gut durchgezogen dann ein Genuss! Gefunden habe ich das Rezept bei delicious days. Nicky hat es, weil das ja klar ist, etwas adaptiert von Ottolenghi (The Cookbook).

Zutaten für 4 Personen:

Auberginen
– 2-3 Auberginen
– Olivenöl
– Meersalz
– frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Marinade
– 5 EL Olivenöl
– 5 EL Zitronensaft
– 1 kleiner Chili
– 3-4 EL Kräuter (S: Minze, Koriander, Petersilie)
– 1-2 Knoblauchzehen
– Meersalz
– frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Enden der Auberginen abschneiden und diese quer in 2 gleich große Hälften teilen. Die Hälften der Länge nach halbieren und jedes Stück in sechs bis acht Spalten schneiden. Am Ende sollen alle Spalten ungefähr gleich groß sein.

Die Spalten mit Olivenöl einpinseln, mit der Hautseite nach unten auf das Backblech setzen und mit Salz und Pfeffer würzen. Im Backofen 20-25 Min. backen, bis die Ecken anfangen zu bräunen und die Spalten weich sind.

In der Zwischenzeit die Marinade vorbereiten. Chili putzen, Kerne bei Bedarf entfernen und fein schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken (S: vorher angebraten), Kräuter grob hacken. Alle Zutaten für die Marinade in einer Schüssel vermischen. Beiseite stellen.

Sobald die Auberginen fertig sind, aus dem Ofen holen und sogleich vorsichtig mit der Marinade vermengen. Gut durchziehen lassen, am besten über Nacht.

Marinierte Auberginen


Marinierte Möhren

Den orientalischen Möhrensalat habe ich beim Trüffelschwein gefunden. Ideal, wenn es junge Karotten gibt. Hier gilt auch – die warmen Möhren mit der Marinade vermengen und gut durchziehen lassen. Köstlich!

Zutaten für 4 Personen:

– 500 g Bundkarotten
– 1 Knoblauchzehe
– 2 EL Rotweinweinessig
– 2 EL Olivenöl
– 1 TL Harissa
– 1 TL Kreuzkümmelpulver
– ¾ TL Salz
– 1 EL schwarze Sesamsamen

Zubereitung:

Karotten putzen, Grün entfernen, anschließend längs halbieren. In Salzwasser ca. 2 Minuten blanchieren. Abgießen und abtropfen lassen. Knoblauch (S: vorher angebraten) fein hacken und mit den restlichen Zutaten vermengen. Sofort mit den Möhren mischen. Mind. 20 Minuten ziehen lassen.

Zum Servieren Karotten anrichten und mit Sesamsamen bestreuen.


Fladenbrot

Dieses Fladenbrot habe ich schon unzählige Male gemacht. Es klappt immer, geht super fix und lässt sich wunderbar einfrieren. Ich mache für Herrn Schnürschuh und mich meist das halbe Rezept, das reicht uns locker. Danke Jessica von berliner küche für dieses klasse Rezept!

Zutaten für 1 großes Laib:

– 450 g Mehl
– 300 ml Wasser (lauwarm)
– 20 g frische Hefe
– 1 TL Zucker
– 1 TL Salz
– Olivenöl
– Sesam
– Schwarzkümmel

Zubereitung:

Die Hefe mit dem Zucker im lauwarmen Wasser auflösen und anschließend mit dem Mehl und dem Salz zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig mindestens eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen (gerne auch länger). Wenn er seine Größe etwa verdoppelt hat, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, mit Mehl bestäuben und vorsichtig in Form bringen. Mit dem Finger ein paar Vertiefungen in den Teig drücken und noch einmal für 30 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 230°C vorheizen. Das Fladenbrot mit Olivenöl bepinseln und mit Schwarzkümmel sowie Sesam bestreuen. Nun für 10 bis 15 Minuten backen, bis es von außen goldbraun ist.

Fladenbrot


Pistazien Crème brûlée

Als Dessert gab es Crème brûlée mit Pistazien und Kardamom für die orientalische Note. Gefunden bei Britta von Kamafoodra, die es wiederum hier entdeckt hat.

Der Klassiker geht immer und schmeckt immer. Mir war es eine Note zu süß, nächstes Mal würde ich weniger Zucker nehmen – wie bei meiner klassischen Crème brûlée. Auch bei der Zubereitung habe ich mich an dieses Rezept gehalten.

Zutaten für 6 Personen:

– 80 g Zucker (S: künftig weniger)
– 50 g Pistazien, geschält und ungesalzen
– 4 Eigelb
– 250 ml Vollmilch
– 250 ml Sahne
– 1 Vanilleschote
– einige Tropfen Bittermandelöl (S: 1 Prise Kardamom)
– etwas Zucker zum Karamellisieren

Zubereitung:
Backofen auf 120 °C (Umluft) vorheizen. Backblech mit einem Backpapier auslegen. Die Crème Brûlée Förmchen darauf stellen. 1-1.5 L Wasser zum Kochen bringen.

Die Pistazien im Mixer fein mahlen.

Milch und Sahne in einen Topf geben. Vanilleschote auskratzen und Mark sowie Schote in die Sahne-Milch-Mischung geben. Das Ganze einmal aufkochen und mit einer Prise Kardamom verfeinern.

In der Zwischenzeit die Eigelbe in eine Schüssel geben und mit dem Zucker zu einer hellen Masse aufschlagen. Pistazien in die Masse einrühren. Die Sahne-Milch-Mischung durch einen Sieb langsam in die Eigelb-Pistazien-Masse rühren. Dabei aufpassen, dass sich keine Blasen bilden.

Die Crème in die Förmchen füllen und das Blech vorsichtig in den vorgeheizten Backofen balancieren. Soviel von dem heißen Wasser ins Blech gießen bis die Förmchen zur Hälfte im Wasser stehen. 25-30 Min. garen.

Blech aus dem Ofen nehmen, die Förmchen vorsichtig aus dem heißen Wasser nehmen und abkühlen lassen (bzw. über Nacht im Kühlschrank aufbewahren). Zum Abschluss die Crème mit braunem Zucker bestreuen und mit dem Bunsenbrenner hellbraun karamellisieren.

Couscous mit geschmorten Kichererbsen und würzigen Auberginenwürfeln

Nur schon die Zutatenliste verriet mir, dass dieses Gericht der Knaller sein wird. Sehr, sehr köstlich! Gefunden hier, was von hier kommt und ursprünglich von hier ist.

Zutaten für 2 Personen:

Auberginen
- 1 grosse Aubergine
– ½ Bund Minze
– Saft von 1 Zitrone
– 2 Knoblauchzehen
– 1 TL Koriander, gemahlen
– 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
– 1 TL Paprikapulver
– 1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
– ½ TL Cayennepfeffer
– ½ TL Harissapaste
– ½ TL Salz
– 2 EL Olivenöl

Kichererbsen
- 1 Zwiebel
– 1 EL Öl
– 1 Knoblauchzehe
– ½ TL Paprikapulver
– 1 Prise Cayennepfeffer
– 1 Dose gehackte Tomaten
– 75-100 mL Gemüsebrühe
– 1 TL Zucker
– 1-2 EL Tomatenmark
– 1 Dose Kichererbsen
– 1 Lorbeerblatt
– Salz
– 1 EL frischer Koriander

Couscous
– 150 g Couscous
– 300 mL Gemüsebrühe
– geriebene Schale ½ Zitrone
– 25 g Mandelblättchen
– 35 g getrocknete Aprikosen
– 1-2 EL Rosinen
– 1-2 EL frischer Koriander
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Auberginen
Aubergine in grobe Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Minze hacken, Knoblauch schälen und fein hacken. Beides mit den restlichen Zutaten zu einer Marinade verrühren. Über die Auberginenwürfel geben und alles gut miteinander vermengen. Abdecken und mind. 30 Min. marinieren.

Backofen auf 190 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die marinierten Auberginenwürfel gleichmäßig auf dem Backblech verteilen und ca. 30 Min. im Backofen rösten.

Kichererbsen
Zwiebel schälen und in feine Scheiben schneiden. Knoblauch schälen, fein hacken. Kichererbsen waschen und gut abtropfen lassen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin anbraten, bis sie beginnen leicht braun zu werden. Knoblauch zugeben und weitere 2 Min. unter Rühren braten. Gemüsebrühe, gehackte Tomaten und Zucker zugeben und bei niedriger Temperatur simmern lassen, bis die Soße etwas eingedickt ist. Tomatenmark, Kichererbsen und Lorbeerblatt hinzufügen und weitere 5 Min. simmern lassen. In der Zwischenzeit den Koriander hacken. Zuletzt noch die Soße mit Salz abschmecken, den Koriander unterrühren und das Lorbeerblatt entfernen.

Couscous
Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett rösten. Aprikosen in kleine Würfel schneiden. Koriander hacken. Couscous in einen Topf geben und mit heißer Gemüsebrühe übergießen. Zum Kochen bringen, abdecken und vom Herd ziehen. Nach ca. 5 Min. quellen mit einer Gabel auflockern. Aprikosen, Rosinen, Mandelblättchen, Zitronenschale und Koriander zugeben und alles gut miteinander verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Schließlich auf einem großen Teller in der Reihenfolge – Couscous, Kichererbsen, geröstete Auberginen – anrichten und servieren.

Couscous, Kichererbsen, Aubergine

Spargellasagne

Solange es Spargel gibt, muss ich einfach zulangen! Natürlich gibt es zu aller erst immer den Klassiker: weißer Spargel, gekocht, mit brauner Butter oder Soße Hollandaise, dazu Kochschinken oder Schweinefilet und Petersilienkartoffeln.

Danach darf experimentiert werden – Spargel in der Pasta, als Salat, Spargelrisotto, usw. Es gibt so viele leckere Spargelrezepte!

Mein letztes Spargelgericht hatte ich mit gemischten Gefühlen ausgewählt – passt das denn? Wird es Herrn Schnürschuh schmecken? Aaaaber das Rezept ist von Herrn Lafer und da geht niemals was schief!

Also ab zum Markt, es braucht ja nicht viel – Spargel grün/weiß, Kerbel, Zitrone. Die Zubereitung ist einfach und macht Spaß. Da ich keine Stärke da hatte, habe ich die Soße zur Béchamelsoße umfunktioniert, ist ja auch irgendwie mehr „original“.

Meine Zweifel waren absolut unbegründet, Herr Schnürschuh hat dieses Gericht als das beste Spargelgericht überhaupt gekrönt. Was für eine schöne Überraschung!

Spargellasagne

Zutaten für eine kleine Form:

– 6 Stangen grüner Spargel
– 6 Stangen weißer Spargel
– 1-2 Frühlingszwiebel
– 50 g Butter
– 75 mL Sahne
– 100 mL Gemüsebrühe
– 2-3 EL Mehl
– ½ unbehandelte Zitrone
– ½ Bund Kerbel
– 50 g geriebener Parmesan
– 50 g roher Schinken (S: Speck)
– Lasagneplatten
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Spargel schälen – beim weißen Spargel die ganzen Stangen ordentlich schälen – beim grünen Spargel reicht das untere Ende. Die unteren holzigen Enden abschneiden.

Spargel dämpfen – zunächst den weißen Spargel für 5-8 Min. – dann kommt der grüne für weitere 5 Min. hinzu. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. 25 g Butter in einem Topf schmelzen, Mehl hinzugeben und unter Rühren anschwitzen lassen. Vom Herd ziehen und mit einem Schneebesen nach und nach die Sahne unterrühren. Vorsichtig, damit sich keine Klümpchen bilden. Anschließend die Gemüsebrühe unterrühren. Wieder auf den Herd geben und langsam unter Rühren zum Kochen bringen. Ca. 15 Min. köcheln lassen. Ist die Soße zu dick, einfach noch etwas Sahne oder Brühe unterrühren.

Zitrone waschen. Schale abreiben, Saft auspressen. Kerbel hacken. Zitronenschale, -saft, Kerbel und 25 g Parmesan unter die Soße rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Aufflaufform mit 25 g Butter ausstreichen. Schinken in feine Streifen schneiden. Den Boden mit Lasagneblätter bedecken. Spargelstangen im Muster grün/weiß darauflegen. Längs oder quer, wie man mag. Mit der Hälfte der Kerbelsoße bedecken, mit dem Schinken bestreuen und eine weitere Lage Lasagneblätter darauf geben. Die restliche Kerbelsoße darüber gießen. Gleichmäßig mit dem restlichen Parmesan bestreuen. In den Backofen schieben und 40-50 Min. backen.

Voilà!

Spargellasagne

Knusper-Ricotta-Gnocchi mit Spinat-Koriander-Pesto

Schon länger will ich unbedingt Pankomehl ausprobieren. Überall liest man davon, wie schön knusprig eine Panade damit würde. Bei Herrn Schnürschuh musste ich dafür erst einiges an Überzeugungsarbeit leisten – bat er mir doch an stattdessen aus altem Baguette selbst sowas herzustellen… Nix da. Ab in den Asialaden. Kaufen! Schließlich habe ich dafür auch noch ein vielversprechendes Rezept bei Simone von pi mal butter entdeckt! Die Ricotta-Gnocchi gab es bereits, sie sind klasse und ruckizucki hergestellt. Diese dann in orientalisch gewürztem Pankomehl zu panieren und rauszubrutzeln löste große Entzückung bei mir aus. Dazu ein Pesto aus Spinat und Koriander – klingt das nicht gut?
(Lediglich die Kichererbsen habe ich aus logistischen Gründen ;-) weggelassen)

Zutaten für 2 Personen:

Ricotta-Gnocchi
siehe hier

Panade
– ca. 4 EL Pankomehl (S: a bisserl mehr)
– 1 gehäufter TL Golden Spice Mix (siehe Mordswaffen)
– Abrieb und Saft einer halben Bio-Zitrone (S: nur ein paar Spritzer Zitronensaft)

Sonstiges
- Rapsöl

Pesto
– 250 g Blattspinat
– ½ Knoblauchzehe
– 1 kleines Bund Koriandergrün
– 1 EL Pinienkerne
– Olivenöl
– Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Knusper-Gnocchi
Die Gnocchi wie hier beschrieben zubereiten. Auf einem mit Öl bepinseltem Teller parat legen.

Aus dem Pankomehl, der Gewürzmischung, dem Zitronenabrieb und -saft die Panade herstellen. In einen tiefen Teller geben und die noch lauwarmen Gnocchi darin wälzen. Die Panade gut andrücken.

Ordentlich Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die panierten Gnocchi darin knusprig rausbraten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Pesto
Spinat waschen und gut abtropfen lassen. Den Knoblauch in etwas Olivenöl anbraten. Spinat zugeben, salzen und pfeffern und zusammenfallen lassen. Spinat vom Herd ziehen und etwas abkühlen lassen. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl rösten. Koriander waschen und gut abschütteln, grobe Stiele entfernen.

Spinat, Pinienkerne, Koriandergrün und etwas Olivenöl zu einem feinen Pesto vermixen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Schließlich die knusprigen Ricotta-Gnocchi mit dem Pesto servieren. Bei Bedarf noch mit etwas Zitronensaft beträufeln.

Knusper-Gnocchi

Zitrus-Guglhupf

Eigentlich wollte ich mir ja eine Osterlamm-Backform kaufen… Diese gab es aber nur im Maxi-Format – nö, wollt ich doch ein normales Lämmchen! Steht Fräulein Schnürschuh aber nun schon mal vor dem Backformenregal und lächelt ihr die Email-Gugelhupfform von Riess an, auch noch im Angebot, ist sie der Versuchung von Küchenläden sogleich verfallen und musste zuschlagen! Irgendwo wird sich schon noch ein Platzerl dafür finden…

Daher musste ich sofort Guglhupf machen. Ist doch klaro, dass ich da bei Kathas Blog esskultur vorbeischaue und mir ihren Zitrushupf angle. Zitat Katha: “Ein Kuchen mit purem, zarten Zitrus-Obers-Eier-Duft und weichem, flauschigen Teig“. Exakt so ist es! Was für ein toller Guglhupf! Diese Woche habe ich ihn bereits zweimal gebacken.

Zutaten:

– 4 Eier
– 300 mL Sahne (3.5%)
– 230 g Zucker
– 20 g Vanillezucker
– 300 g Mehl
– 1/2 Pack. Weinsteinbackpulver
– 1 gute Prise Salz
– fein abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone (S: plus a bisserl Saft)
– Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

Backofen auf 180 °C vorheizen.
Gugelhupfform sorgfältig buttern und mit Mehl bestäuben.

Mehl, Salz und Backpulver in einer Schüssel miteinander vermischen.
Zucker und Vanillezucker ebenfalls zusammen geben.
Eier trennen.

Eiweiß sehr steif schlagen und beiseite stellen.
Sahne halbfest schlagen. Zuckermischung unterrühren. Eigelbe ebenfalls.

Mehlmischung und Eischnee abwechseln mit einem Teigschaber unter den Teig heben. Zuletzt Zitronenschale (S: plus Zitronensaft) unterziehen. In die Form füllen. Die Form sanft auf die Arbeitsfläche klopfen, um die Masse gleichmäßig zu verteilen und Luftblasen zu entfernen. Und schliesslich für ca. 1 Std. ab damit in den Backofen (bei mir reichten 45 Min.) – am besten die Stäbchenprobe machen. Den Kuchen 5-10 Min. abkühlen lassen und vorsichtig auf ein Gitter stürzen. Sobald der Zitrus-Guglhupf komplett abgekühlt ist mit Puderzucker bestäuben.